Kappensitzung von Karo Blau Roden: Ein Abend voller Tradition und Spaß
Der Deiwelsstähn auf dem Steinrauschhang (Walter Schmolenzky)
Bei dem sogenannten Deiwelsstähn, den Erich Hewer in einer seiner Geschichten beschreibt und der irgendwo auf der heutigen Kurt-Schumacher-Allee auf dem „Steinrausch“ gestanden haben soll, handelte es sich vermutlich um einen aufallend großen Grenzstein.
Der Stein, der nach Hewer eine besondere Zusammensetzung (eine Art Marmor) aufwies, stammte nach seinen Ausführungen von einer römischen Tempelanlage auf dem Hirnberg bei Ihn. Eine wunderbare mythische Umschreibung und Herkunftsvermutung für den Stein, die ich auch nicht anzweifeln möchte.
Verbürgt ist, dass die Äbtissin zu Lautern wegen heftiger Grenzstreitigkeiten zwischen ihr und dem Koster Mettlach und ohne Abstimmung mit dem Abtschöffen im Jahre 1500 einen Grenzstein auf dem heutigen Steinrausch hat setzen lassen, um den Verlauf der Banngrenzen zwischen Fraulautern und Roden – Distrikt Lessert-Heiden – deutlich zu machen. Roden gehörte in jener Zeit zu Mettlach. Vielleicht hat sie dabei einen besonders markanten Grenzstein gewählt, der in seinem Aussehen und seiner Beschaffenheit, der Beschreibung Hewers über den Stein nahe kommt.
Warum man den Stein aber „Deiwelsstähn“ (Teufelsstein) nannte, ist meines Wissens nicht überliefert. Viele Flurbezeichnungen beinhalten das Bestimmungswort „Teufel“. Auch in der Sagenwelt ist oftmals von sogenannten Teufelssteinen die Rede (z. Beispiel der Teufelsstein am Trierer Dom). Häufig sind es auch Plätze, die den Menschen nicht ganz geheuer sind. Vermutlich war der Stein den Menschen in Roden und Fraulautern allein schon deshalb nicht ganz geheuer, weil er sich aufgrund seiner Größe und seines Aussehens dem übrigen Gestein nicht zuordnen ließ. Hinzu kommt die Nähe zum Galgenberg, um den sich einige schauerliche Geschichten ranken:
So sollen in besonders dunklen Nächten die Seelen der Gehängten auf dem Galgenberg umherwandern. Besonders in den „Raunächten“, den kalten stürmischen Winternächten, so wird in Roden berichtet, sollte man den Bereich um den Galgenberg tunlichst meiden:
In jenen Nächten – hier sind wohl die Nächte „zwischen den Jahren, und zwar vom Thomastag am 21. 12. bis zu Neujahr“ – gemeint, gingen dort recht geheimnisvolle Dinge vor, die für die Menschen nicht ungefährlich seien. So könne man zwischen die Reiter der „Wilden Jagd“ geraten und Schaden nehmen, auf Kobolde oder sonstige verwunschene Wesen treffen, die für das „Neue Jahr“ nur Unglück bringen würden. Da sich am Fuße des Berges auch der „Schindacker“ befand, auf dem das im Dorf verendete Vieh verscharrt wurde, gehörte der Ochsenberg, so wird er auch genannt, zu den unheimlichsten Plätzen in Roden. Und weil in jenen Nächten neben den Geistern der Gehängten auch die gestorbenen Tiere hier umherirren und keine Ruhe finden, war es naheliegend, den in der Nähe befindlichen fremden Stein als des Teufels Werk anzusehen.
Daher wohl die Bezeichnung:
„Deiwelsstähn“
Quellen:
Erich Hewer Rodener Geschichten
Roden im Wandel der Jahrhunderte von 1933, S. Delges
Bildmaterial:
Wikepedia. org
Rituale und Aberglaube: Traditionen zur Jahreswende
Weihnachtsgrüße
Der Ursprung von Weihnachten
eines Knaben in der Provinz Judäa am achten Tage nach der Geburt oder die Auslösung
Fraulautern Dreifaltigkeitskirche in der Ortsmitte
Advendsgrüße
Liebe Vereinsmitglieder, Freunde,
wir wünschen euch einen besinnlichen 4. Advent voller Freude und Harmonie. Möge diese Zeit des Jahres euch Frieden und Glück bringen. Genießt die Momente mit euren Liebsten und lasst uns gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr 2024 blicken.
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der heilige Nikolaus
Ein Markttag in Roden (von Walter Schmolenzky)
So oder so ähnlich, könnte es in früher Zeit an einem Markttag in Roden zugegangen sein:
Schon vor Sonnenaufgang bauten die Rodener Marktfrauen und die örtlichen Bauern ihre Verkaufsstände auf dem Marktplatz vor der kleinen Dorfkirche in der Kirchengass auf, bevor die ersten Bauersleute aus Dillingen, Saarwellingen und Fraulautern eintrafen. Den Abschluß bildeten vermutlich die Händlerschaft aus dem nahen Primstal, die Gaubauern und die Lisdorfer Gemüsebauern mit ihren Hotten und Traglasten.
Auf den Händlertischen fand sich dann alles, was die fruchtbare Erde in Roden und der Umgebung in Feld und Flur oder auch in den eigenen Hausgärten hat wachsen lassen. Daneben lagen die frischen Eier, die Erzeugnisse aus der eigenen Hausschlachtung: Wurst, Schinken und Speck. In Laufkäfigen befanden sich gackernde Hühner, schnatternde Gänse und hoppelnde Hauskaninchen und unter dem Tisch lagerte der „Selbstge- brannte“, der nach der Marktordnung nicht angeboten werden durfte. In großen Bottichen schwammen dicke Karpfen sowie die in der Nacht von Rodener und Wallerfanger Fischern aus der Saar, Prims und Nied ge- fangenen Aale, Lachse und Forellen.
Einmal im Jahr fielen Markttag und Jahrmarkt zusammen. An einem solchen Tag brachte dann das fahrende Volk aus Schaustellern, Musikern, Gauklern und Moritatensängern eine besondere farbige Note in das gewohnte Marktbild. In ihrem Gefolge kamen Stoffhändler, Tuchmacher und Leinenweber, die der Hausfrau feine Tücher, Webwaren und Leinen anboten. Desweiteren Bürstenmacher, Kerzenmacher, Samenhändler, Ge- würzkrämer, Goldschmiede. Kunstschmiede, Spengler, Töpfer und Seiler. Besenbinder, Bollenmacher und Kesselsflicker rundeten wohl das Bild jener Händlerschaft ab. Sie alle hofften auf zahlungskräftige Kundschaft. Hatten sie doch zum Teil weite Wege zurückgelegt und erwarteten nun gute Geschäfte. Das erwarteten auch die einheimischen Lauer und Gerber, die kerniges Leder für Schuhe, Gürtel und fertige Lederwamse anboten. Gut besucht waren auch die Zelte der Wunderheiler und Quacksalber, die ihrer Kundschaft heilsame Kräuter, Elixiere, Salben und Hasenschmalz gegen Wundschmerz verkauften. Vermutlich hatte auch Hanno Hirsch, ein Rodener Heiler, sein Zelt aufgestellt und verordnete den leichtgläubigen Leuten seine selbst hergestellten Arzneien. Der Chirurgus am Markteingang lockte die Leute an in dem er ausrief, er habe an der Pariser Sorbonne studiert und verstünde sich vortrefflich auf das Beseitigen von Warzen und Überbeinen und auf das schmerzlose Anlegen von Blutegeln. Ein paar Schritte weiter saßen Kartenlegerin und Wahrsager, um den Besuchern die Zukunft vorherzusagen oder das Schicksal weiszusagen. Da die Menschen in jenen Tagen noch recht abergläubisch waren, verließ manch einer die beiden entweder weinend oder freudestrahlend ob des vorhergesagten Erbes. Hinter der kleinen Kirche, auf einer Wiese, fanden sich Bauern und Viehhändler ein. Rinder und Pferde wurden von den Bauern eingehend begutachtet, indem man das Gebiß und die Hufe prüfte. Wurde man nach langem Feilschen handelseinig, wurde das Geschäft mit einem festen Handschlag besiegelt. Bis in den späten Nachmittag wurde an den Ständen und Buden gekauft, gehandelt und gefeilscht.
Danach suchte man die angrenzenden Gastwirtschaften auf, um bei einem Glas Wein der Sorten „Ihner Hundsärsch“, „Felsbergscher Schloßberg“, „Limberger Sonnenkupp“ oder mit einem Humpen aus den damaligen „Klosterbrauereien“ und einem Gläschen „Kerlinger Quetschenschnaps“, den Markttag ausklingen zu lassen. Viele zählten dabei ihre Einnahmen, die aus Albus, Dublonen, Edelrosen, Jakobiner, Trierer Taler oder anderen Münzen bestanden, die bunten Zahlungsmittel in jenen Tagen. Manche prallgefüllte lederne Bauchtasche enthielt auch schon einmal die ein oder andere Goldmünze, einen sogenannten Friedrich d`or.
Zu vorgerückter Stunde und einem Glas zuviel kam es in der Regel zu heftigen Raufereien, an denen sich besonders die kräftigen Gerbergesellen und die groben Saarhalfen beteiligten. Erst die Obrigkeit konnte die Streithähne auseinander bringen und für Ruhe sorgen.
So oder so ähnlich, könnte schließlich ein Markttag in Roden zu Ende ge- gangen sein.
Quellen:
„Wallerfangen und seine Geschichte“, Märkte und Gasthäuser, Theodor Liebertz, 1953, S. 100
In der Ausgabe von 1933 „Roden im Wandel der Jahrhunderte“ von Dr. S. Delges, ist auf Seite 80 zu lesen: … ….dass der oben erwähnte „Hanno Hirsch aus Roden wegen mehrfacher Kurpfuscherei und dem Verkauf von Arzneimitteln zu einer Geld- und Haftstrafe verurteilt worden ist“.
Bild: Erik Kien
Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Saarlouis

Am Samstag, den 17. November, fand am Ehrenmal beim Landratsamt die Gedenkfeier zum Volkstrauertag statt. Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Spielgemeinschaft „Lyra“ Lisdorf-Picard. Der Rathauschor der Kreisstadt Saarlouis mit dem Männergesangverein Roden trugen mit ihren Darbietungen zu einer würdevollen Atmosphäre bei.
Nachruf Amalia Freyermuth Roden
Herausforderungen und Veränderungen der Weltgeschichte miterlebte. Ihre Erinnerungen an die Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg sind wertvolle Zeugnisse einer bewegten Epoche.
zweiter Teil: Die Burrgass und die Rodener Saarwiesen
Amtseinführung des neuen Saarlouiser Oberbürgermeister Marc Speicher
Die Kindergärten Steinrausch und Picard begeisterten das Publikum mit ihren liebevoll einstudierten Darbietungen.
Andreas Nagel am Flügel verlieh der Veranstaltung eine besondere Note und trug zur festlichen Atmosphäre bei.
Marc Speicher bedankte sich in seiner Antrittsrede bei allen Beteiligten und betonte die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenarbeit für die Zukunft der Stadt Saarlouis. Er versprach, sich mit vollem Einsatz für die Belange der Bürger einzusetzen und die Stadt weiter voranzubringen.
Die gelungene Veranstaltung endete mit einem Empfang, bei dem die Gäste die Gelegenheit hatten, sich auszutauschen und den Sonntagmittag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.














