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Damals, als es noch einen Kirchenschweizer in Roden gab!

Der Beruf des Kirchenschweizers, der seine Ursprünge im 17. und 18. Jahrhundert hatte, ist eng mit der Geschichte unserer Kirche verbunden. Ursprünglich waren diese Männer oft ehemalige Soldaten, die – bewaffnet mit Spießen, Hellebarden oder Lanzen – für Ruhe und Ordnung im Gotteshaus sorgten.
Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich das Aufgabenfeld: Vom rein funktionellen Sicherheitsdienst entwickelte sich das Amt zunehmend hin zu einer feierlichen Repräsentation. Dennoch blieb der Kirchenschweizer eine Respektsperson. Bis Mitte der 1960er Jahre war er aus dem Gemeindeleben nicht wegzudenken.
Besonders in Erinnerung bleibt seine imposante Erscheinung: Er trug einen schweren, leuchtend roten Rock, Kopfbedeckung und weiße Handschuhe. Sein wichtigstes Utensil war die goldene Hellebarde. Mit ihr verschaffte er sich bei feierlichen Einzügen oder Prozessionen Respekt; das rhythmische Stoßen des Stabes auf den Kirchenboden war ein unverkennbares Signal, das den Priestern den Weg bahnte und die Aufmerksamkeit der Gemeinde forderte.
Wer in unserer Kindheit in der Messe zu laut war oder sich nicht angemessen verhielt, bekam die Disziplin des Kirchenschweizers schnell zu spüren: Ein kurzes, bestimmtes Antippen mit der Hellebarde genügte, um für sofortige Stille zu sorgen.
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil veränderten sich die Messfeiern grundlegend. Da der Priester fortan den Gläubigen zugewandt feierte, verlor das Amt des Kirchenschweizers nach und nach seine Funktion.

Gemeindekarte Roden aus dem Jahre 1831 (von Walter Schmolenzky

Nachfolgend ein paar Erläuterungen zu einer der schönsten und ältesten Karten von Roden:
Die Übersichtskarte datiert aus dem Jahre 1831 und wurde vermutlich von einem Geometer namens Klein erstellt. Der genaue Name ist im Rubrum nur schwerlich zu lesen. Roden zählte um diese Zeit ca. 2000 Einwohner und war – wie auf der Karte ersichtlich – bis auf die Hauptwege Gerberei, Herrenstraße, Lindenstraße sowie um den Bereich der alten Kirche (heutiger Marktplatz) nur locker bebaut. Weite Flächen, die heute größtenteils durch Wohnhäuser, Gewerbe- und Industrieanlagen sowie Fernstraßen geprägt werden, waren Acker- Wald- und Weidenflure. Heute wohl nicht mehr vorstellbar!
Leider wurde diese schöne alte Gemarkungskarte von Roden durch die Nationalsozialisten für immer durch unschöne Eintragungen verunstaltet, indem man im Kartenblatt 1936 den Namen Saarlouis in „Saarlautern“ änderte und nachträglich den Verlauf der Eisenbahnlinie Saarbrücken – Trier sowie ein paar neue Wegeführungen in rot einzeichnete. Sehr schade!
Verblieben sind die alten Flurnamen, wobei es sich bei einigen lohnt, schon etwas eingehender zu hinterfragen, worauf die Flurbezeich- nungen zurückzuführen sind. Früher sind Namen häufig nach Gehör geschrieben worden, sodass durchaus auch eine andere Deutung oder ein anderer Ursprung für die Bezeichnung einer Flur infrage kommen kann. In alten Rodener Katasterunterlagen werden zudem Flure häufig auch als Kantone oder Distrikte bezeichnet. Allen gemeinsam liegt jedoch immer ein Gebietsausschnitt aus einem Gemeindegebiet zugrunde. Nachfolgend die Flurbezeichnungen auf der Karte von links nach rechts:
Pontacker:
In etwa dort, wo sich heute die Autobahnbrücke über die Saar in den Saarwiesen befindet, befand sich in früher Zeit eine kleine Anlegestelle, an der leichte Boote und Nachen anlegten. Die Bezeichnung Pont… (acker) ist aus dem franz. Ponton = Boot abgeleitet. Die kleinen Kähne, die hier festmachten, kamen vielleicht aus Lisdorf und Wallerfangen und waren mit Acker- und Feldfrüchten aus den dortigen Auenfelder beladen. Möglicherweise hat auch der ein oder andere Saarfischer hier noch seinen Nachen vertäut. Die in alten Schriften häufig erwähnte zweite Furt über die Saar soll sich ebenfalls in diesem Bereich befunden haben.
Der seinerzeit nur wenige Kilometer flußabwärts befindliche sogenannte „Päther Bock“ [1] dürfte bei der Anlegestelle auf Rodener Gemeindegebiet eine tragende Rolle gespielt haben. Beim Päther Bock, bei Pachten, handelte es sich um die Anlegestelle für Frachtschiffe der Dillinger Hütte. Neben Verladerampen befanden sich dort Betriebs- und Lagerhallen. Es ist durchaus denkbar, dass hier neben Hüttenprodukten auch andere Waren umgeschlagen worden sind, die über die Anlegestelle am Rodener Saarufer, dem Pontacker, nach Roden gelangten.
Kuhnenwinkel:
Der Flurname dürfte auf den Eigentümer oder den Nutzer der Flur mit Namen “Kuhn“ zurückzuführen sein. Der Historiker Dr. S. Delges bezeichnet die Flur als „Kuhlpuhl“. Es könnte sich also auch um eine Kuhweide mit einem Pfuhl gehandelt haben. [2]
Brühl:
Brühl bedeutet feuchte nasse Wiesen. Die Flur erstreckte sich von Norden aus in Höhe der heutigen Erschließungswege des Dillinger Saarhafens bis weit in die Schrebergartenkolonie in Roden.
Es gibt am Rodener Berg (Re(ö)derberg den Bruchweg, der in das tiefer gelegene Gelände, in die sogenannten Bruchwiesen, führt. Das Wort „Bruch“, das auf moorige, sumpfige Flächen“ hinweist, kann hier im Zusammenhang mit dem Flurnamen Brühl gesehen werden. In dem Flurbereich befand sich auch das frühere „Rote Meer“, das ebenfalls auf nasse Flächen hindeutet. [3]
Sandkaul:
Die Bezeichnung beinhaltet das Wort „Sand“, der in weiten Teilen am Rodener Berg, entlang der Lorisstraße, des Volksparkes und des Friedhofes anzutreffen ist. Diese Bereiche stellen auch den sogenannten östlichen Beckenrand des Saarlouiser Beckens dar, der weitestgehend durch gelblich rote-Sedimentschichten geprägt wird.
Noch im letzten Jahrhundert gab es in der Josefstraße, etwa dort, wo heute das Schützenhaus steht, eine große Sandkaul, die für Kinder ein wunderbarer Spielplatz war. Der Sand, der hier in nicht unerheblichen Mengen abgebaut worden ist, war nach dem 2. Weltkrieg ein begehrter Baustoff. Unter älteren Rodener wird die untere Lorisstraße heute noch als „In der Sandkaul“ bezeichnet und einige Leser können sich auch noch an die Gaststätte „Zur Sandkaul“ Ecke Heiligen- Lorisstraße erinnern.
Hahnacker:
Die vorstehende Flurbezeichnung dürfte auf den Eigentümer bzw. Nutzer mit Nachnamen „Hahn“zurückzuführen sein. Jedenfalls habe ich keine andere Deutung gefunden.
Weingewännchen:
Die sonnige Hanglage in südwestlicher Richtung spricht dafür, dass hier einmal Wein angebaut worden ist. Vermutlich wurde nur wenig Wein angebaut, weil es sich um ein „Gewännchen“, um ein kleines Gewann gehandelt hat. Gewann ist im übrigen auch eine Flurbezeichnung.
Wulvesrath:
Die Flurbezeichnung ist seinerzeit nach Gehör geschrieben worden. Richtigerweise heißt sie „Wolfesrath“.[4]
Ob der Flurname vom Nachnamen Wolf oder auf das frühere Vorhandensein von Wölfen zurückzuführen ist, lässt sich zweifelsfrei nicht recherchieren. Da es auch in Wallerfangen eine Wolfesrath gab, die nachgewiesenermaßen auf das Vorkommen von Wölfen zurückzuführen ist, trifft dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die Flur Wolfesrath in Roden zu. [5]
Auch die Nähe zu Dillingen spricht dafür. In alten Schriften kann man nämlich nachlesen, dass durch Regierungserlaß die Bauern in Dillingen aufgefordert wurden, sich bei der Feldarbeit mit Harken und Forken auszurüsten, um sich so gegen Wölfe wehren zu können. [6] Die waldreichen Flächen in Dillingen, der Saarwellinger Wald, die fast übergangslos in den Rodener Wald übergegangen sind, waren früher reich an Wild und für Wölfe somit ein guter Standort. Leider wurde der Rodener Wald 1919 im Zuge der Industrialisierung verkauft und abgeholzt. Hierüber waren seinerzeit viele Rodener erbost und verärgert, zumal es danach doch nicht zu einer Industrie- ansiedelung kam.
Erst heute befinden sich dort neben Gewerbe- und Industrieanlagen die Ford Werke.
Rath:
Nach der Flurbezeichnung sind heute die kleine und die große Rathstraße benannt. Als „Rath“ bezeichnet man im Mitteldeutschen abgegrenzte, eingefriedete Grundstücke.
Langenberg:
Der Langenberg ist Teil der Hochterrasse des Saarlouiser Beckens, die sich vom Rodener Berg über den Römerberg bis zu Fordwerken erstreckt. Zu der Höhenlage, dem Langenberg, führen u. a. die Winter- und die Treppenstraße.
Letztere, die Treppenstraße, wie schon der Name verrät, ist eine beschwerliche und lange Wegestrecke bis hoch zu der Anhöhe. Auf die langgezogene Wegstrecke ist vermutlich der Flurname, Langen- berg, zurückzuführen. Heute weist die Straße „Am Langenberg“ auf die alte Bezeichnung hin.
Heid:
Die Bezeichnung stellt auf eine unbewirtschaftete Fläche, mit wenig ertragreichem Boden, einer Heide ähnlichen Landschaft ab. Früher waren hier weite Teile mit Ginster bedeckt.
Au:
Von Auenflächen abgeleitet. Weite Wiesen, die von einem Fluß durchzogen werden, sind typische Auenlandschaften. Man stelle sich vor, man steht in früher Zeit auf der Teufelsburg und blickt in Richtung Osten. Eine weite grüne Ebene, die vom blauen Band der Saar durchzogen wird, liegt einem zu Füßen. So oder so ähnlich, wird in alten Schriften das Saartal, das Saarlouiser Becken, traumhaft beschrieben. Obwohl im Laufe der Zeit die Saar verlegt und begradigt worden ist, zählen die Rodener Saarwiesen noch heute mit zu den schönsten Flußauen im Land.
Au:
Heute geschrieben, „die Fliesen“. Die Deutung liegt auf fließendem Wasser. Dazu muss man wissen, das noch im vergangenen Jahrhundert, vor der Saarverlegung, weite Teile der Flur, heute südlich der Schanzenstraße, regelmäßig unter Wasser standen, wenn die Saar Hochwasser führte. Der frühere Rodener Damm und die Schleusenbrücke an der Schanzenstraße waren Relikte aus jenen Tagen und zeugten davon, dass hier ständig Wasser floß. [7]
Außerdem gehörten die Fliesen zum Überschwemmungssystem der Festungsstadt Saarlouis. [8]
Gelbengrund:
Dieser Bezeichnung liegen die dort vorkommenden gelben Sandschichten zugrunde.
Leßert:
Wie auf der Karte zu sehen ist, war die Flur früher bewaldet. Der Flurname ist auf die Familie „Lessel“ (ehemalige Gaststätte „Lessel“, heute beim Ali) zurückzuführen, die dort wohnte oder in deren Eigentum die Flur stand.
Kowatschenhof:
Am Kartenrand unten, in den Fliesen, ist der „Kowatschenhof“ eingetragen, mit dem es folgende Bewandtnis hat:
Franz Kowatsch, nach dem der Hof benannt war, war unter Marschall Ney Militärattachè. Im Jahre 1812 erhielt er wegen seiner Verdienste das obige Grundstück in Roden und errichtete darauf eine Hofanlage. Einen großen landwirtschaftlichen Betrieb mit einer Gaststätte. [9]
Später nannte man das Grundstück „Schönensgarten“, der der Familie Schönen gehörte. Nach dem 2. Weltkrieg befand sich in dem Bereich (heute Ev. Realschule CM King), der auch das Binzgelände genannt wird, der Rodener Fußballplatz „Auf der Binz“ (ebenfalls eine Flurbezeichnung stellt auf Binsen, Schilf, Röhricht ab).
Flurnamen werden im Laufe der Zeit auch umbenannt. So hießen z. Bsp. einige der vorgenannten Flurstücke bei einer Bannbegehung im Jahre 1636: an Stauden, Baumellen, Buchborn, Hepeloch um nur einige zu nennen. [10]
Fundstellen:
[1]
Heimatkundliches Jahrbuch Landkreis Saarlouis 1975, S. 359
[2]
Dr. S. Delges, Roden im Wandel der Jahrhunderte 1933, S. 52
[3]
Heimatkundliches Jahrbuch Saarlouis 1960, S. 386
Aus dem Rodener Gedächtnis 2018, S. 60
[4]
Dr. S. Delges Roden im Wandel der Jahrhunderte 1933, S. 52
[5]
Theod. Liebertz, Wallerfangen und seine Geschichte, S. 84
[6]
Aus dem Rodener Gedächtnis, 2018, Der Wolf in unserer Heimat, S. 48
[7]
Vermischtes aus dem alten Roden, 2019, Rodener Straßennamen, S. 14
[8]
Saarlouis, Lohse-Balzer, 1977
[9]
Unsere Heimat Mtbl. des Landkreises Saarlouis, 1994, Heft 4, S. 136
[10]
Dr. S. Delges, Roden im Wandel der Jahrhunderte, 1933, S. 36ff

„Wichtelzauber: Heimliche Helfer und Schalkhafte Streiche in der Vorweihnachtszeit“

Ein alter Brauch in der Vorweihnachtszeit ist das Wichteln, eine Tradition, die auf den nordischen Wichtel zurückgeht. Diese Sagengestalt ist bekannt dafür, heimlich Gutes zu tun. Beim Wichteln wird innerhalb eines Freundes- oder Bekanntenkreises gelost, wer wen beschenken darf. Der Sinn dahinter ist, dass jeder gleichgestellt wird und niemand leer ausgeht.
Eine besonders witzige Variante ist das Schrottwichteln. Hierbei geht es darum, ein Geschenk zu machen, das man selbst nicht schön findet oder nicht braucht. Der Spaßfaktor steht hier an erster Stelle!
In einigen Familien werden Tür- oder Fensterattrappen an die Wand gemalt. Die Wichtel kommen dann zur Tür oder zum Fenster herein und spielen den Kindern über Nacht Streiche. So wird zum Beispiel im Kinderzimmer Unordnung gemacht oder die Schuhe versteckt, sodass das Kind morgens überrascht ist. Wichtel sind manchmal auch ein wenig unartig, aber je nach Laune bringen sie den Kindern auch kleine hübsche Überraschungen.
Die Wichtel selbst sind ganz kleine menschenähnliche Wesen, die in eigenen Gemeinschaften leben. Sie tauchen meist in Gruppen auf, leben unterirdisch, in Höhlen oder in versteckten Ecken in den Häusern der Menschen. Im Allgemeinen sind sie den Menschen gegenüber freundlich und helfen ihnen, meist unaufgefordert, bei der täglichen Arbeit. Oft verschwinden sie, wenn sie von Menschen entdeckt werden.
Erfunden wurden diese liebevoll aussehenden Wesen von den Gebrüdern Grimm, die die Wichtel häufig in ihren Märchen auftreten ließen.

Kriegsweihnacht 1941 – Ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg

Im Dezember 1941 befahl Adolf Hitler an der gesamten Ostfront den Übergang vom Angriff zur Verteidigung. Der vorgesehene deutsche „Blitzsieg“ im Krieg gegen die Sowjetunion war damit gescheitert. Die Weihnachtszeit 1941 markierte den Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Nach den schnellen Erfolgen der Vorjahre kam die deutsche Wehrmacht in diesem Winter erstmals an ihre Grenzen. Das Bild des „unbesiegbaren“ Heeres begann zu bröckeln.

Der Plan, die Sowjetunion noch vor Wintereinbruch zu besiegen, war gescheitert. Stattdessen kämpften die Soldaten im Dezember 1941 in der verlustreichen Winterschlacht vor Moskau. Bei Temperaturen bis zu minus 40 Grad mangelte es an Winterausrüstung. Viele Soldaten verbrachten das Fest in primitiven Erdlöchern oder Schützengräben.

Die anfängliche Euphorie wich tiefer Ernüchterung. Propagandabilder versuchten zwar, besinnliche Atmosphäre mit behelfsmäßigen Adventskränzen zu vermitteln, doch die Realität war geprägt von Erfrierungen, Hunger und ständigem Beschuss.

Joseph Goebbels räumte in seiner Weihnachtsansprache erstmals offen eine Krise ein. Die anfängliche Siegesgewissheit schwand, als die Verlustlisten immer länger wurden.

Kurz vor Weihnachten rief das Regime dazu auf, Wintersachen für die Soldaten zu spenden. Dies war ein deutliches Eingeständnis der mangelhaften Vorbereitung auf den russischen Winter.

Die Nationalsozialisten versuchten, das Fest als „Volksweihnacht“ umzudeuten und christliche Symbole durch germanische zu ersetzen – aber zwischen den in der Wochenschau gezeigten Bildern von gut ausgerüsteten Soldaten und den Briefen der Soldaten, die von Hunger und Kälte berichteten, klafften Welten. Die Schlacht von Stalingrad im Winter 1941/1942 und die Vernichtung der 6. Armee gilt als Wendepunkt des im Juni 1941 vom Deutschen Reich begonnenen Deutsch-Sowjetisch Krieges.

Für Millionen Soldaten und Zivilisten wurde es ein Fest der Hoffnungslosigkeit und des beginnenden Zweifels am deutschen „Endsieg“.

Quelle: Wikipedia

DIE LEGENDE VON DER CHRISTROSE

Vor Zeiten, als Unfrieden im Land, auf den Straßen und im Wald herrschte, lebte hoch im Norden, im Gebirge, im dichten Wald eine Räuberfamilie. Der Räubervater galt als friedlos, das heißt, er war eines Vergehens wegen aus der Gemeinschaft der Menschen ausgeschlossen worden – und seine ganze Familie mit ihm. Nun mussten sie alle in einer Höhle hausen, weit weg vom Licht, von Wärme, von der Gemeinschaft der Menschen. Der Räubervater überfiel die Reisenden, die trotz aller Angst nicht vermeiden konnten, durch diesen Wald zu reisen, die Räubermutter dagegen unternahm gemeinsam mit ihren fünf Räuberkinder immer wieder Raubzüge auf Höfen, Bauernhäusern und Weilern. Keiner wagte sich zu wehren, denn jeder fürchtete sie; hatte sie doch schon so manchen Stall, so manche Hütte und manches Wohnhaus angezündet, wenn man ihr die geforderten Gaben verweigert hatte.
So kam sie eines Tages zu einem Kloster und verlangte etwas zu essen für sich und ihre fünf Kinder. Der Türhüter reichte ihr durch ein kleines Schiebefenster hindurch sechs kleine runde Brote, eines für sie und eines für jedes Kind. Während die Räubermutter vor der Klosterpforte stand, liefen die Kinder umher. Da kam eines und zupfte die Mutter am Rock und gab ihr ein Zeichen mitzukommen. Durch eine Hintertür in der dicken Klostermauer, die der Gärtner vergessen hatte zu schließen gelangten sie in den Klostergarten. Der Abt, Johannes, war ein pflanzenkundiger Mann, der sich einen wunderbaren Garten errichtet hatte. Zu seiner und zur Freude seiner Mönche hatte er Blumen aus aller Welt gesammelt.
Und nun war es Hochsommer, die Zeit, in der die Pracht am größten war. Die Räubermutter nun ging hin und her, ließ ihren Blick die Beete hinauf und hinab gehen, schaute dort eine weiße Lilie an, dort den Efeu. Aber da wurde sie entdeckt, und nachdem es dem Gärtner nicht gelungen war, sie mit Worten zu verjagen, holte er einige seiner Mitbrüder zu Hilfe, kräftige, gestandene Männer, die dann auch versuchten die Räuberfamilie mit Drohungen und Gewalt zu vertreiben. Durch das Geschrei wurde schließlich der Abt angelockt, dem gar nicht gefiel, was er sah, vor allem nicht die Gewalt, die hier verübt wurde. Er war erstaunt, dass die gefürchtete Räubermutter hier nichts anderes tat, als seinen Garten zu bewundern und so kam er mit ihr ins Gespräch. Aber wie erstaunt war er, als sie im sagte:
„Als ich deinen Garten erblickt habe, schien es mir, als ob ich nie etwas Schöneres gesehen hätte, aber jetzt merke ich, dass er sich mit einem anderen Garten nicht messen kann, den ich kenne.“ Das nun konnte sich der Abt kaum vorstellen. Und so redeten sie hin und her, bis die Räubermutter schließlich sagte. „Mein Wald, so einsam und wild er ist, verwandelt sich jedes Jahr in der Christnacht in den schönsten Blumengarten, den ihr euch vorstellen könnt. Dort habe ich so herrliche Blumen geschaut, dass ich es nie gewagt hätte, meine Hand zu erheben um sie abzubrechen.“ Da verabredete der Abt mit der Räubermutter, dass er dieses Wunder selber schauen wolle. Er bat die Räubermutter, ihm in der Weihnachtszeit eines ihrer Kinder zu schicken, das ihm den Weg weise, dann wolle er rechtzeitig da sein. Und so ging der Sommer dem Ende zu. Eines Tages bekam der Abt Besuch von seinem Bischof, der ihm erzählte, der Räubervater habe ihn um einen Freibrief gebeten, damit er wieder in der Gemeinschaft der Menschen leben könne. Er wolle wieder ein ehrlicher Mann sein. Der Bischof nun meint, dass er doch einen solch bösen Menschen nicht auf ehrliche Bürger loslassen könne. Es sei wohl am besten, wenn dieser und seine Familie dort droben blieben. Der Abt aber erzählte ihm nun von dem Blumengarten im Wald und sagte: „Wenn diese Räuber nicht zu schlimm sind, Gottes Herrlichkeit zu sehen, können sie wohl auch nicht zu schlecht sein, um die Gnade der Menschen zu erfahren.“
So verabredeten der Bischof und der Abt, dass der Bischof den Freibrief ausstellen würde – wenn der Abt ihm eine Blume aus diesem Christnachtgarten der Räuber bringen würde. Dann kam die Weihnachtszeit. Die Räubermutter hatte die Verabredung nicht vergessen und schickte eines ihrer Kinder. So zog der Abt, nur begleitet von seinem Gärtnergehilfen, hinauf in den Wald. Der Abt war frohgemut und voller Erwartung des Wunderbaren, das da auf ihn wartete, das Herz seines Knechtes aber war von Angst erfüllt, Angst vor den Räubern, Angst um das Leben seines Abtes und um sich selbst.
Nach einem langen, beschwerlichen Ritt kamen sie zur Räuberhöhle, wo alles einsam, kalt, karg und schmutzig war. Keine Spur von Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Aber ein Feuer brannte, an dem die Reisenden sich wärmen und ausruhen konnten. Und schließlich sagte die Räubermutter: „Es ist Zeit, in den Wald zu gehen. Ich höre bis hierher, wie die Weihnachtsglocken läuten.“
Und so gingen sie ins Waldesdunkel und kaum hatte auch der Abt die Glocke von ferne gehört, zuckte ein Lichtstrahl durch den Wald; dann wurde es wieder dunkel, und wieder ein Licht und immer heller. Der Schnee verschwand vom Boden, ein grüner Teppich breitete sich aus, Farnkraut, Erika, Moos und schließlich Frühlingsblumen, Bachgemurmel, frisches Laub. Auch die Tiere erwachten aus Ruhe und Schlaf, zwitscherten und hüpften, als ob es Frühling wäre. Erdbeeren blühten und trugen gleich darauf Beeren; immer neue Wellen von Wärme und Licht erstreckten sich über den Wald. Und schließlich Blumen, eine herrlicher als die andere, so dass der Abt an seine Verabredung mit dem Bischof dachte und nicht wusste, welche der Herrlichkeiten die Allerschönste sei, die er wählen wollte. Der Abt meinte die Herrlichkeit des Himmels zu sehen und strahlte vor Seligkeit. Aber das Herz des Knechtes war immer noch voller Angst. Das kann nicht von Gott sein, so dachte er, bei diesen bösen Räubern, das kann nur Zauberei sein, die Macht des bösen Feindes hat alles und uns verhext. Und so schlug er mit der Hand nach einem der Vögel und rief: „Flieg zur Hölle, von wo du gekommen bist.“ Sogleich floh alles Licht und alle Wärme, die Tiere, die Blumen und alles Grün. Dunkelheit, Kälte und Starre überzog wieder die Erde – und der Abt sank zu Boden. Sein Knecht und die Räuberfamilie fanden ihn – tot auf der Schneedecke liegend. Der Knecht, der seinen Irrtum sogleich erkannt hatte, weinte bitterlich und sorgte dafür, dass der Abt abgeholt wurde. Als sie ihn nun im Kloster zum Begräbnis zurechtmachen wollten, sahen sie, dass die Hand des Abtes etwas umklammerte, ein paar weiße Wurzelknollen. Als der Knecht dies sah, nahm er die Knollen – und pflanzte sie in den Klostergarten. Er pflegte sie um seines Abtes willen und wartete, ob sie denn blühen würden. Er wartete lange. Der Frühling verging, der Sommer und auch der Herbst. Erst am Weihnachtsabend, als der Knecht zum Gedenken an seinen Abt in den Garten ging, sah er es: Aus dem Schnee heraus, üppige grüne Stängel und Blumen mit wunderschönen silberweißen Blüten. Als nun alle Mönche dieses Wunders gewahr wurden und erkannten, dass es wirklich die Pflanze war, die der Abt aus dem Weihnachtswundergarten mitgebracht hatten, berichteten sie dem Bischof von diesem Wunder. Da wurde der so bleich, als sei er einem Toten begegnet. Er erinnerte sich an die Abmachung, die er vor über einem Jahr mit dem Bischof getroffen hatte – und erließ den Freibrief für den Räubervater, der nun wieder unter den Menschen leben konnte; er, seine Frau und die fünf Kinder.
Man hat diese Pflanze „Christrose“ genannt; und jedes Jahr sprießt und blüht sie um die Weihnachtszeit, als könnte sie nie und nimmer vergessen, dass sie einmal in dem großen Weihnachtswundergarten gestanden hat.
Selma Lagerlöf
Bildquelle: Pixabay

Die Adventszeit: Eine Zeit der Erwartung und Besinnung

Das Wort Advent bedeutet wörtlich „Ankunft“. In der christlichen Tradition bezeichnet es die vierwöchige Vorbereitungszeit auf die Geburt Jesu Christi (Weihnachten).
Als besondere Zeit der Ruhe und Einkehr bringt der Advent Licht in die dunkle Jahreszeit. Der Duft von frischen Plätzchen, Glühwein und Tannengrün erfüllt die Luft. Großeltern erzählten bzw. erzählen Geschichten, es werden Lieder gesungen oder gemeinsam musiziert.
Das tägliche Öffnen eines Türchens am Adventskalender, das Backen nach alten Familienrezepten oder der Besuch eines Weihnachtsmarktes – dieser Brauch schafft bleibende Erinnerungen und verbindet Generationen miteinander.
Der Advent lädt dazu ein, den Blick bewusst auf das Wesentliche zu richten: auf Hoffnung, Gemeinschaft, Glauben und das Licht in der Dunkelheit. Neben Gottesdiensten prägen zahlreiche Bräuche, Lieder und Traditionen diese Wochen in Familien, Gemeinden und der gesamten Kirche.
Viele dieser Bräuche sind bis heute lebendig, andere geraten leider in Vergessenheit. Einer der bekanntesten Adventsbräuche ist der Besuch des Weihnachtsmarktes. Diese Märkte wurden oft rund um Kirchen herum aufgebaut. Beliebte Verkaufsartikel waren damals wie heute Spielzeug, Stollen, Krippenfiguren, Sterne, Glaskugeln und Gewürze.
Seit 1993 wird das Friedenslicht aus Betlehem alljährlich von den Pfadfindern in die kirchlichen Gemeinden gebracht. Damit soll an die Worte der Weihnachtsbotschaft erinnert werden:
Eine weitere Tradition in der Adventszeit ist das Anbringen von Mistelzweigen an der Haustür. Sie sollen als weihnachtliches Symbol alle Besucher des Hauses willkommen heißen. Die Mistel gilt seit Langem als Symbol für Unsterblichkeit, da sie auch im Winter gedeiht
.
Den Adventskranz, wie wir ihn heute kennen, gibt es bereits seit über 180 Jahren. Er ist im Grunde eine Antwort auf die einfache Kinderfrage: „Wann ist endlich Weihnachten?“ Der Ursprung liegt in Hamburg: Der evangelische Pfarrer Johann Hinrich Wichern hatte 1839 in einer Einrichtung für benachteiligte Jugendliche die Idee, die verbleibenden Tage bis zum Fest mit Kerzen zu zählen.
Dieser Kranz bestand aus einem großen Wagenrad mit insgesamt 23 Kerzen: vier großen weißen für die Sonntage und 19 kleinen roten für die Wochentage. Jeden Tag wurde eine weitere Kerze entzündet, bis an Heiligabend schließlich alle brannten. Das Licht symbolisiert Jesus Christus, dessen Geburt gefeiert wird.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus der heute übliche Adventskranz mit den vier Kerzen. Nach dem Ersten Weltkrieg verbreitete sich dieser Brauch überkonfessionell in ganz Deutschland.
Der Advent erinnert uns daran, dass wir auf etwas Schönes warten dürfen, und schenkt uns Hoffnung und Wärme in der kalten Jahreszeit. Es ist eine magische Zeit voller Zauber und Vorfreude.

Volkstrauertag in Roden

Der diesjährige Volkstrauertag in Saarlouis-Roden, ausgerichtet vom Sozialverband VdK, präsentierte sich in einem etwas veränderten Gewand.

Abweichend von der bewährten Praxis der Vorjahre, die stets aus Gottesdienst, feierlicher Zeremonie am Ehrenmal mit Kranzniederlegung und anschließender Gräbersegnung bestand, begann die diesjährige Gedenkfeier stattdessen mit einer Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden des Rodener Geschichtskreises Alois Rau. In seiner Ansprache hob er die jüngste Tagesfahrt des Vereins hervor, bei der das Friedensprojekt in Valmunster mit einem 4 Meter hohen und 15 Jahre alten Ginkgo Baum unterstützt wurde.
Diese inhaltliche Erweiterung markiert eine deutliche Abkehr vom bisherigen, ausschließlich auf die Ehrung der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft konzentrierten Charakter. Die Frage, inwieweit sich dies mit dem ursprünglichen Sinn des Volkstrauertages vereinbaren lässt, bleibt ein Diskussionspunkt.

Ein Stück Zeitgeschichte Filmvorführung zum 70. Jahrestag der Volksbefragung über das Saarstatut

23.10.2025 Filmvorführung zum 70. Jahrestag der Volksbefragung über das Saarstatut in der Victors Residenz Saarlouis.
Am 23. Oktober 2025 jährt sich die Volksbefragung über das Saarstatut zum 70. Mal. Dieses historische Ereignis war ein entscheidendes Kapitel für das Saarland und für Europa.
Wir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass und laden Sie herzlich zu einer Zeitreise in die bewegten 1950er Jahre ein.
Im Mittelpunkt des Abends steht der Dokumentarfilm „Deutsch ist die Saar“. Der Film porträtiert die Jahre zwischen der Volksabstimmung 1955 und der Rückgliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 1957.
„Was nun?“ – Diese Frage bewegte damals die Menschen. Sie soll auch uns beschäftigen:
War das Saarstatut eine verpasste Chance für Europa?
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir diese faszinierende Frage diskutieren und die historischen Ereignisse aus heutiger Sicht betrachten.

Vortrag „von der Volksbefragung zur kleinen Wiedervereinigung“

Im Herbst 1955 war die Stimmung im Saarland äußerst angespannt. Die Grenze zwischen Ja und Nein Sagern verlief mitten durch Dörfer, Familien und Gesellschaft. Es ging darum wohin wollte man? Das Saarland war wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen. Es hatte ein eigenes Staatswesen unter französischem Einfluss.
Es stellte sich die Frage ob das Saarland einen europäischen Sonderstatus, das sogenannte „Saarstatut“, erhalten sollte? Das von Frankreich und Deutschland ausgehandelte Abkommen würde die Saar zu einer eigenständigen, europäischen Region machen, entmilitarisiert und unter der Aufsicht eines europäischen Kommissars. Die einen sahen in der Entscheidung einen Weg in eine friedliche, europäische Zukunft, für die anderen war es die endgültige Loslösung vom deutschen Vaterland.
Der Wahlkampf spaltete das Land. Auf der einen Seite die Befürworter des Statuts, die „Ja-Sager“, die von Ministerpräsident Johannes Hoffmann angeführt wurden. Das waren die regierende CVP und SPS. Sie wollten eine Europäisierung und keinen Nationalismus.
Ihnen gegenüber stand der „Heimatbund eine entschlossene Opposition ist die Stimme der „Nein-Sager“. Diese Allianz aus der Deutschen Sozialdemokratischen Partei (DSP) unter Kurt Conrad, der Christlich-Demokratischen Union (CDU) mit Hubert Ney und vor allem der Demokratischen Partei Saar (DPS) mit dem Vorkämpfer Heinrich Schneider ist die Stimme der Nein-Sager. Für diese ist das Saarstatut nichts anderes als die Festschreibung der Trennung von Deutschland. Sie wollten zurück nach Deutschland.
Erst 3-Monate vor der Abstimmung wurden sie offiziell zugelassen. Als am 23. Oktober 1955 nach Schließung der Wahllokale stand fest, daß 67,7 Prozent der Saarländer mit Nein gestimmt hatten. Damit war das Saarstatut gescheitert.
Ministerpräsident Johannes Hoffmann tritt noch in der Nacht der Abstimmung zurück. Die Saarländer wollen keine Sonderrolle in Europa. Sie wollen zurück in die deutsche Staatengemeinschaft.
Der Weg zur „kleinen Wiedervereinigung“ Das klare „Nein“ der Saarländer war der Wegbereiter. Alle Beteiligten – Frankreich, Deutschland und die saarländischen Politiker – mussten, da das Saarstatut keine Regelung für den Fall der Ablehnung erhielt, zurück an den Verhandlungstisch. Diese führten schließlich zum Luxemburger Vertrag, der den politischen Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik zum 1.1.1957 vorsah.
Dafür machte die Bundesrepublik Frankreich weitreichende Zugeständnissen wie Mitfinanzierung der Moselkanalisierung, großzügige Nutzungsrechte an den saarländischen Kohlevorkommen. Der wirtschaftliche Anschluss an die Bundesrepublik sollte erst nach einer mehrjährigen Übergangszeit erfolgen.
Am 1. Januar 1957 nach der denkwürdigen Volksbefragung, war es dann endlich so weit: Im Rahmen der „kleinen Wiedervereinigung“ wurde das Saarland offiziell das zehnte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Die wirtschaftliche Angliederung, insbesondere die Einführung der D-Mark, folgte erst am 06.07.1959.
Doch die Rückgliederung brachte auch harte Einschnitte mit sich. Für die Saarländer vollzog sich die Rückgliederung allerdings längst nicht in allen Beziehungen als vorteilhaft. Die hohen, an das französische System angelehnten Sozialstandards mussten den eher leistungsbezogenen Standards der Bundesrepublik weichen.
Viele saarländische Betriebe, geschützt in ihrem bisherigen Markt, waren dem plötzlichen Wettbewerb mit der starken deutschen Industrie nicht gewachsen. Trotz Investitionshilfen und Steuernachlässen mussten über 100 Unternehmen für immer ihre Tore schließen.

Schwester Hermiona-Weg

 Wir freuen uns sehr, dass unser Oberbürgermeister Marc Speicher, obwohl er erst kurze Zeit im Amt ist, den Rodena-Antrag vom 21. November 2021 aufgegriffen und umgehend Maßnahmen ergriffen hat, um ein Gässchen in Roden nach der „Mutter von Roden“, Schwester Hermiona, zu benennen. Dafür möchten wir ihm herzlich danken! Ebenso gebührt unser Dank dem Stadtrat, der dem Vorschlag des Oberbürgermeisters einstimmig zugestimmt hat.
Die feierliche Einweihung des „Schwester-Hermiona-Weges“ findet am Dienstag, den 17. Juni, um 16 Uhr statt. Treffpunkt ist der Thelen-Garten in Roden.

Kappensitzung von Karo Blau Roden: Ein Abend voller Tradition und Spaß

Am vergangenen Samstag fand in der Kulturhalle Roden als die jährliche Kappensitzung des traditionsreichen Vereins Karo Blau Roden statt. Gegründet im Jahr 1957, hat sich der Verein über die Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des lokalen Kulturlebens entwickelt. Die Sitzung war ein voller Erfolg und unterstrich die Bedeutung des Vereins für das kulturelle Leben in Roden.
Lange Jahre wurde der Verein von Hans Werner Strauß als Präsident geleitet, der mit seiner charismatischen Art die Geschicke des Vereins prägte. Sein Nachfolger, Bernd Schleich, trat in große Fußstapfen, führte aber mit ebenso viel Engagement und Herzblut den Verein weiter. Im Jahr 2024 übernahm schließlich Jonas Lay, ein würdiger Nachfolger das Amt des Präsidenten das er viel Engagement und Herzblut ausübt.
Die Kappensitzung bot den zahlreichen Gästen ein abwechslungsreiches Programm aus Büttenreden, Tanz und Musik. Die Darbietungen der verschiedenen Garden und die humorvollen Einlagen der Büttenredner sorgten für ausgelassene Stimmung. Besonders die Auftritte der Kindergarde wurden mit tosendem Applaus belohnt.

2. Advent

Liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Unterstützer,

zum 2. Advent wünschen wir Euch von Herzen eine besinnliche und entspannte Zeit im Kreise Eurer Liebsten.

Vielen Dank für Euer Engagement und Eure Treue. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Euch weiterhin viele Erfolge und schöne Momente zu erleben.

Einen frohen 2. Advent wünscht

Euer Rodena Heimatkundeverein Roden e.V.

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