Das Fronleichnamsfest von damals mit seinen vier Altären gehört heute der Vergangenheit an. Priestermangel, größere Seelsorgeeinheiten und vor allem das Fehlen von freiwilligen Helfern für den aufwendigen Aufbau haben dazu geführt, dass die Prozessionen heute meist nur noch an einer einzigen Station haltmachen.
Schlagwort-Archiv: Roden
Damals, als es noch einen Kirchenschweizer in Roden gab!
RODENER BÜRGER IM ARMENHAUS ZU TRIER
(von Walter Schmolenzky)
Der nachstehende Bericht über das Armenhaus zu Trier, sowie die Daten und Namen der am Schluß aufgeführten Personen aus Roden, die sich in der Zeit zwischen 1828 und 1899 im Armenhaus zu Trier befanden, sind dem „Band 21 der Vereinigung für die Heimatkunde des Landkreises Saarlouis entnommen.
Autor des Bandes mit dem Titel: „Die Insassen des Landesarmenhauses des Regierungsbezirkes Trier“ ist Thomas J. Schmitt.“
Das Landesarmenhaus in Trier wurde um 1812 von den Franzosen gegründet und nach 1822 durch die königlich preußische Verwaltung weitergeführt.
Die damaligen sozialen Umstände schufen diese Einrichtung, in der kranke, alte und hilflose Menschen aus der Region untergebracht waren, aber auch arbeitsscheue und straffällige Personen unterschiedlichen Geschlechts wurden hier zwangsweise eingewiesen. Die Anstalt beherbergte sowohl Jugendliche als auch Erwachsene bis hin zu Greisen und Kindern. Eine nach heutigen Maßstäben völlig unzulässige und menschenunwürdige Einrichtung, die nur der Verwahrung aber nicht der Wiedereingliederung der Menschen in die Gesellschaft diente. Zwischen Armut, Krankheit und Strafälligkeit wurde damals kaum unterschieden, sodass diese Menschen zusammen in den sogenannten Armenhäusern, die es auch anderenortes gab, untergebracht waren. Überliefert sind kaum zu schildernde Zustände, ähnlich wie im Mittelalter: So soll z. B. für die Insassen nur ein Kochkessel für 450 Essen zur Verfügung gestanden haben, obwohl die Anstalt 650 Personen aufwies. Unhaltbare Zustände auch in der medizinischen Versorgung der Insassen:
Die Kranken sollen trotz verschiederner Krankheitsbilder zusammen- gelegen haben. Medizin wurde aus Flaschen verabreicht, einen OP-Saal gab es nicht. Die sanitären Anlagen waren völlig unzureichend. Es soll nur einen kleinen Baderaum für mehr als 600 Insassen gegeben haben. Die Menschen trugen verschmutzte und stets klamme Kleidungsstücke. Und dies alles bei den damaligen weit verbreiteten ansteckenden Krankheiten. Aufseher und Wärter sollen nach einem Bericht im Kath. Volksboten aus dem Jan. 1849 mit dem merkwürdigen Titel:
„Die Mysterien des Landesarmenhauses zu Trier“
ehemalige Sträflinge gewesen sein, die die Insassen ohne jegliche staatliche Kontrolle mißhandelten und ausbeuteten bis eine Unter- suchungskommission dafür sorgte, dass sich die Unterbringungszustände im Laufe der Zeit besserten. Bis dahin aber litten die Bewohner unter den unmenschlichen Bedingungen in der Anstalt.
Roden gehörte damals zum Regierungsbezirk Trier und der infrage kommende Personenkreis aus Roden wurde daher im Landesarmenhaus in Trier untergebracht. Warum und weshalb die nachfolgenden Rodener in dieser Anstalt waren, ist nicht bekannt:
Becker, Katharina,
geboren um 1812 in Roden. Verstorben am 21. 07. 1893, beerdigt am 23. 07. 1893 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 81 Jahre.
Blaschke, Leopold,
geboren um 1827 in Roden. Verstorben am 25. 07. 1889 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 61 Jahre.
Breining, Margarete,
Tochter von Breining Johann und Weiss Magdalena, geboren um 1787 in Roden. Verstorben am 24. 09. 1837 Landesarmenhaus. 50 Jahre
Hahn, Katharina,
geboren um 1810 in Roden. Verstorben am 15. 04. 1857 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 47 Jahre.
Hessler, Margarete,
geboren um 1824 in Roden. Verstorben am 26. 06. 1882 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 58 Jahre.
März, Margarete,
geboren um 1809 in Roden. Verstorben am 1. 12. 1863 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 54 Jahre.
Massonne, Johann,
Sohn von Massonne, Mathias und Calmes oder Culmes, Angela. Geboren um 1819 in Roden. Verstorben am 13. 04. 1842. Landesarmenhaus. 23 Jahre.
Kien, Katharina,
Tochter von Kien, Johann und Weber, Katharina. Geboren um 1845 in Roden. Verstorben am 25. 03 1870, Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 25 Jahre.
Mege, Anna,
geboren um 1850 in Roden. Verstorben am 13. 12. 1881 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 31 Jahre.
Müller, Nikolaus,
Sohn von Müller, Johann Georg und Barbara Kiehn. Geboren um 1828 in Roden. Verstorben am 06.07. 1857 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 29 Jahre.
Reimsbach, Nikolaus,
Sohn von Reimsbach Matthias und Katharina Rode. Geboren um 1826 in Roden. Verstorben am 15. 05. 1877 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 51 Jahre.
Schönen, Peter,
geboren um 1796 in Roden. Verstorben am 01. 05 1883 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 87 Jahre.
Staadt, Nikolaus,
Sohn von Karl Staadt und Becker, Anna. Geboren um 1858 in Roden. Verstorben am 03. 05 1876 Landesarmenhaus/Stadtfriedhof. 18 Jahre.
Die vorstehende Namensliste dürfte sowohl für den geschichtsbewussten Rodener als auch für den Familienforscher von Interesse sein. Vielleicht kann mit der Namensliste die ein oder andere Lücke im Stammbaum geschlossen werden oder ein heutiger Namensträger erfährt durch sie ein wenig über das Schicksal eines seiner Vorfahren?
Bildquelle: KI Archiv.16vor.de Armenhaus
Osterstimmung in der Victor’s Residenz Saarlouis
In der Victor’s Residenz Saarlouis herrschte in diesen Tagen eine ganz besondere, generationenübergreifende Osterstimmung. Im Rahmen einer Kooperation besuchten Schüler der Römerbergschule die Senioren der Residenz, um gemeinsam das bevorstehende Fest einzuläuten.
Unterstützt wurde die Aktion tatkräftig vom Rodener Heimatkundeverein Rodena, der nicht nur die nötige Expertise, sondern auch viel Herzblut in das Projekt einbrachte.
An den gedeckten Tischen wurde eifrig geschnitten, geklebt und gemalt: Von traditionellem Osterschmuck bis hin zu individuellen Dekorationen entstanden kleine Kunstwerke, die nun die Wohnbereiche verschönern.
Doch es ging um weit mehr als nur das Basteln: Der Austausch zwischen Jung und Alt stand im Mittelpunkt. Während die Schüler von ihrem Alltag erzählten, gaben die Senioren Geschichten über vergangene Osterfeste in Saarlouis zum Besten.
Diese lebendige Verbindung der Generationen machte den Nachmittag zu einem Erlebnis, das allen Beteiligten noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird.
Gemeindekarte Roden aus dem Jahre 1831 (von Walter Schmolenzky
Die Klepperbuben
Karfreitag
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„Wichtelzauber: Heimliche Helfer und Schalkhafte Streiche in der Vorweihnachtszeit“
4. Advent
Wenn der Himmel rot glüht: Der Duft der Engel in der Kindheit
„lebendigen“ Adventskalender
In diesem Jahr verwandelt sich unsere Siedlung in einen einzigartigen, „lebendigen“ Adventskalender. An jedem der vier Adventssonntage öffnet sich ein neues, magisches Fenster in einem anderen Zuhause. Diese kleinen Oasen der Besinnlichkeit laden uns ein, innezuhalten, zusammenzukommen und gemeinsam die Vorfreude auf das Weihnachtsfest zu teilen.
Jede teilnehmende Familie hat mit viel Liebe zum Detail ihr Fenster gestaltet. Mit schwarzer Pappe und filigranen Scherenschnitten werden von innen beleuchtete Kunstwerke geschaffen. Gemeinsam bilden diese Fenster eine stimmungsvolle Lichterkette, die wie ein warmes Band der Gemeinschaft durch Nachbarschaft strahlt und uns durch die Adventszeit begleitet.
Jeder Sonntag steht unter einem eigenen Motto, das uns auf eine kleine Gedankenreise mitnimmt:
Am letzten Sonntag vor Heiligabend gipfelt unsere Reise in der Erkenntnis: Die wahre Kraft liegt in der Gemeinschaft. Zusammenhalt und Miteinander lassen uns erblühen und machen die Adventszeit erst richtig warm und besonders.
Machen Sie einen Spaziergang durch die Rodener Siedlung und lassen Sie sich von den beleuchteten Fenstern verzaubern. Genießen Sie diese besinnliche Zeit des Miteinanders und der Vorfreude.
Fam. Heger zum Glühweintrinken mit Weihnachtsmusik, Kinderpunsch und selbstgemachtem kostenlosen Gebäck!
Kinderpunschbecher € 0,50
3. Advent
DIE LEGENDE VON DER CHRISTROSE
Ein Funken Licht in der Adventszeit – Entdecken Sie unseren „Lebendigen Adventskalender“ auf der Rodener Siedlung
Glühwein für die Erwachsenen und Kinderpunsch für die Kleinen.
Weihnachtsmusik, die für die passende Stimmung sorgt.
Selbstgemachtes, kostenloses Gebäck.
Kinderpunschbecher: 0,50 €


