01.01.2023 Theater am Ring
gescheiterte Weimarer Republik *J. Theobald
Über die gescheiterte Weimarer Republik ist schon relativ viel geschrieben worden. Doch eines scheint
richtig zu sein, dass zwischen der Basis (der breiten Öffentlichkeit) und dem Überbau (der Weimarer Koalition) offenbar kein recht harmonisches Verhältnis bestand.
Zunächst fegt die Novemberrevolution des Jahres 1918 in Deutschland die wilhelminische Ordnung hinweg. Arbeiter- und Soldatenräte gehen für die Republik auf die Straßen.
Aufständische Matrosen des 3. Geschwaders wählten im norddeutschen Kiel einen Soldatenrat, der die Macht in der Stadt übernimmt. Die Forderungen des Soldatenrates, die von SPD und USPD unterstützt werden, leiten im Vorfeld die Revolution im Deutschen Reich ein. Zunächst ging es ausschließlich um eine Milderung der militärischen Disziplin und um eine Rücknahme von Befehlen. Doch zu einem späteren Zeitpunkt hat sich diese Militärrevolte zu einer revolutionären Bewegung entwickelt, die sich auch im Süden ausbreitete und damit weite Teile der Bevölkerung erfasste. Nach dem Beispiel der Bildung von Soldatenräten gründete die Arbeiterschaft in den Industriebetrieben ebenfalls Arbeiterräte, die sich mit den Soldaten verbündeten. Arbeiter- und Soldatenräte übernehmen die Exekutivgewalt, d. h. sie treten an die Stelle der örtlichen militärischen Generalkommandos. In der Praxis be- sitzen diese aber kein eigenständiges Konzept für eine Umgestaltung des Staates, befürworten jedoch die Zusammenarbeit zwischen der Mehrheits-SPD und der USPD. Die politische Führung in den Orten, die von den Räten beherrscht werden, liegt in der Hand von Parteiorganisationen beider sozialdemokratischer Parteien. Zunächst ruft Kurt Eisner, Vorsitzender der Münchner USPD, im Bayerischen Landtag am 7. November 1918 den republikanischen „Freien Volksstaat Bayern“ aus. Weiterhin wird am 9. November 1918 die Reichshauptstadt von der Revolution erfasst. Die Arbeiter- und Soldatenräte dort stellen aber ihre bewaffnete Macht den Mehrheits-Sozialdemokraten zur Verfügung. Damit ist jetzt der Machtkampf zwischen der Mehrheits-SPD und dem äußersten linken Flügel, der USPD, bezüglich der Führung der revolutionären Erhebung und die zukünftige Gestaltung des deutschen Staates entschieden.
Im Reichstag geht um 14.00 Uhr die Nachricht ein, Wilhelm II. sei bereit, als deutscher Kaiser abzudanken. Der Reichskanzler Max von Baden ernennt den sozialdemokratischen Politiker Friedrich Ebert zum Kanzler und tritt zurück. Von einem Balkon des Reichstags ruft dann ein Abgeordneter der Mehrheits-SPD mit Namen Philipp Scheidemann um 14.00 Uhr die deutsche Republik aus. [1]
Die Lage in Deutschland war aber zu dieser Zeit äußerst schwierig. So herrschte Hunger, ein Millionenheer musste in die Heimat zurückgeführt und die Soldaten in das zivile Leben integriert werden. Die Wirtschaft war durch den beendeten I. Weltkrieg völlig ruiniert, die Staatsfinanzen waren zerrüttet. Hinzu kamen die Belastungen durch die harten Bedingungen des Versailler Friedensvertrages und die mentalen Folgen einer von weiten Teilen der Bevölkerung nicht erwarteten Niederlage.
Nach der Ausrufung der deutschen Republik übernahm zunächst ein „Rat der Volksbeauftragten“ aus je drei Vertretern von Mehrheits-SPD und USPD die Regierungsge- schäfte. Gut zwei Monate später, am 19. Januar 1919, fanden die Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung statt. Am 14. August 1919 trat die neue Verfassung in Kraft. In der neuen parlamentarischen Republik amtierte seit Februar 1919 als erster Reichspräsident der Sozialdemokrat Friedrich Ebert.
Zwar hatten bei den Wahlen zur Nationalversammlung die SPD, das Zentrum und die als liberal geltende Deutsche Demokratische Partei (DDP) einen überwältigenden Wahl-sieg errungen. So kamen sie gemeinsam auf 76,1 % der Stimmen. Doch angesichts der wirtschaftlichen wie sozialen Lage, der Anfeindungen, der die Republik von links wie rechts ausgesetzt war, sowie der bestandenen außenpolitischen Belastungen war dieser Erfolg nicht zu wiederholen.
Schon bei der ersten Wahl zum neuen Reichstag vom 6. Juni 1920 erlitten die Parteien der so genannten Weimarer Koalition eine schwere Niederlage. Sie erreichten nur noch 48 % der Stimmen. Die beiden republikfeindlichen Lager von links und rechts erzielten dagegen hohe Zugewinne. Stabile Koalitionen ließen sich daher von nun an kaum noch bilden, die für die Weimarer Republik so typischen häufigen Regierungswechsel waren die Folge.
Zu den Schwierigkeiten der Regierungsbildung traten bis 1923 eine Serie von gewalttätigen Unruhen und Umsturz- versuche in verschiedenen Teilen des Reiches. Genannt sei hier zunächst der kommunistische „Spartakusaufstand“ mit Straßenkämpfen in Berlin im Januar 1919. Erwähnt sei hier auch auf rechter Seite der im März 1920 ausbrechende Aufstand der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) mit den Vertretern Wolfgang Kapp und General von Lüttwitz in der Reichshauptstadt Berlin. Letzterer Aufstand war so gewaltig, dass die Reichsregierung aus der Hauptstadt fliehen musste. Im März 1920 kam es im Ruhrgebiet sowie in Thüringen und Sachsen zu Kämpfen zwischen den sozialistischen und kom- munistischen Einheiten auf der einen Seite und den rechten Freikorps bzw. der Reichswehr auf der anderen Seite.
Besonders schlimm war es im Krisenjahr 1923. Von Sachsen aus plante die KPD einen reichsweiten kommunistischen Umsturz, der allerdings nur in Hamburg durch Kämpfe seine heiße Phase erlebte. Am 9. November 1923 versuchten Adolf Hitler und Erich Ludendorff in München von der äußersten Rechten aus einen Umsturz zu erzwingen. Dazu kamen schließlich die politisch motivierten Mordanschläge auf den früheren Finanzminister Matthias Erzberger (26. August 1921) und den amtierenden Reichsaußenminister Walther Rathenau (24. Juni 1922). Beide fielen rechtsradikalen Attentätern zum Opfer.
Dass sich die Unruhen nicht zum Bürgerkrieg ausweiteten oder dass das Reich nicht auseinanderbrach, lag nicht zuletzt daran, dass sich schon in der Anfangsphase der Republik in wichtigen Bereichen gemäßigte Kräfte durchsetzen konnten und die neue Regierung manchen Kompromiss mit den Repräsentanten des alten Deutschland einging. Also waren in den ersten Monaten nach dem verlorenen Krieg diejenigen Personen, die das Ziel einer parlamentarischen Republik verfochten, gegenüber den Kräften, die eine Räterepublik nach sowjetischem Vorbild anstrebten, eindeutig in der Überzahl. Schon im November 1918 hatte F. Ebert eine Loyalitätsbekundung der Armeeführung gegenüber der neuen Regierung erreichen können. Dabei hatte er sowohl die Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der mi- litärischen Disziplin als auch die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des „Bolschewismus“ zugesagt.
In der Großindustrie kam es am 15. November 1918 innerhalb der „Zentralarbeitsgemeinschaft“ zu einer Vereinbarung mit den Gewerkschaften, in der auch wichtige Arbeitnehmerrechte festgeschrieben werden konnten. Dadurch sollte eine soziale Konfrontation im Zuge der revolutionären Entwicklungen verhindert werden. [2]
Auf kommunistischer Seite vertrat man die Meinung, dass in Deutschland der Parlamentarismus politisch noch nicht erledigt sei, dass die Beteiligung an den Parlamentswahlen und am Kampf auf der Parlamentstribüne für die Partei des re- volutionären Proletariats unbedingte Pflicht sei, gerade um die rückständigen Schichten ihrer Klasse zu erziehen, gerade um die unentwickelte, geduckte, unwissende Masse auf dem Lande aufzurütteln und aufzuklären. [3] Doch in der Praxis hat man die Landbevölkerung kaum erreicht.
Erst in den Jahren nach 1923 kam es zu einer relativen Stabilisierung der Republik. Wie die Ereignisse ab 1929 aber zeigten, konnte von einer wirklichen Konsolidierung nicht die Rede sein. So war die Zahl jener Gruppen klein geblieben, die den neuen Staat und seine Staatsform bejahten, ihm die Lösung der anstehenden Probleme zutrauten und auch bereit waren, ihn aktiv zu unterstützen. Mit dem Einsetzen der Weltwirtschaftskrise, die schwere wirt- schaftliche und soziale Erschütterungen brachte, bekamen die radikalen Parteien enormen Zulauf. Vor allem im mehr rechten Spektrum konnte sich die von Adolf Hitler geführte NSDAP etablieren. Denn viele Menschen suchten nach einfachen und klaren Lösungen der vielen Probleme, mit denen Deutschland in der Zwischenkriegszeit zu kämpfen hatte. So galt die NSDAP als unverbraucht, der man am ehesten die Beseitigung der Schwierigkeiten zutraute. Doch war dies der Anfang vom Ende, da die NSDAP später nach für sie günstigen Wahlen immer mehr zur Macht griff. Nach dem „Ermächtigungsgesetz“ vom 24. März 1933 war ihr Weg frei zur alleinigen Macht. Denn jetzt konnte Hitler ohne das Parlament und ohne den Reichspräsidenten die für ihn notwendig erachteten Gesetze erlassen. Allein die SPD stimmte gegen das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“. Die KPD stand in Deutschland vor ihrer Zerschlagung. [4]
Bei den Kommunisten standen die Politiker der SPD in der ständigen Kritik. So machte der Begriff „die Scheidemänner“ hier immer mehr die Runde. Denn diese setzten auf den Berufsparlamentarismus. Die Gegner seien von ihnen als Anarchisten verschrien. Die Sozialdemokraten vom Schlage Scheidemanns fühlten sich allerdings von den Sowjets angewidert. Allein vom wohlanständigen bürgerlichen Parlament fühlten sie sich angezogen. Denn in den Augen der Kommunisten galt Philipp Scheidemann (1865-1939) als einer der Führer des extrem rechten, opportunistischen Flügels der SPD. Während der Novemberrevolution von 1918 sei dieser ein Inspirator der übelsten Agitation gegen den Spartakusbund gewesen. [5]
NACHTRAG
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam das Ende der Weimarer Republik. Die ehemals freien Gewerkschaften wurden verboten. An deren Stelle trat die Deutsche Arbeitsfront (DAF). Dem Parlamentarismus wurde ein Ende gesetzt. Die nationale Wirtschaft bekam autarke Strukturen. Gegenüber jüdischen Minderheiten ist eine systematische Vernichtungspolitik betrieben worden. Der durch die Weltwirtschaftskrise hervorgerufenen hohen Arbeitslosigkeit ist man dadurch begegnet, dass man im „Dritten Reich“ hier einen Sektor öffentlicher Beschäftigung, wie den „Reichsarbeitsdienst“ (RAD), ins Leben gerufen hat.
ANMERKUNGEN
Fotoquelle: Vorwärts.de
[1] Die große Chronik Weltgeschichte, Band 15, Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2008, die Seiten 160/61.
[2] BROCKHAUS, Weltgeschichte seit der Aufklärung, Leipzig-Mannheim 2006, Seiten 214/15.
[3] W. I. Lenin, WERKE, Band 31, Dietz Verlag, Berlin- Ost 1983, Seite 44.
[4] wie [2], jedoch die Seiten 215/16, 257/58.
[5] W. I. Lenin, Ausgewählte Werke in einem Band, Verlag PROGRESS, Moskau 1986, Seiten 320, 470 + 847.
FRIEDRICH EBERT (REICHSPRÄSIDENT, 1919-1925) -Quelle: Bundesarchiv
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TOUR DE Saarlouis
1988 Saarlouis in Zahlen
Geographische Lage:
Zentrum (Großer Markt) 6° 45′ östliche Länge und 49° – 19′ nördlicher Breite
Höchster Punkt: Geißberg im Stadtteil Lisdorf 263,3 m über Meereshöhe
Gesamtfläche: 4324 Hekktar
Bevölkerung: (Stand 31. 12. 1987:)
Innenstadt 6978
Roden 8654
Fraulautern 7878
Lisdorf 3202
Beaumarais 4025
Picard 1091
Neuforweiler 1643
Steinrausch
Einwohner insgesamt: 37 542
davon Ausländer 2540
Straßennetz:
Gesamtlänge 186,7 Kilometer
Sportanlagen:
1 Hallenbad, 2 Freibäder, 13 Sport und Turnhallen, 5 Mehrzweckhallen, 8 Hartsportplätze, ein Rasenplatz, 3 Leichtathletikanlagen, 5 Tennisanlagen, 3 Tennishallen, 3 Schießsportanlagen, ein Bogenschießplatz, eine Rollschuhbahn, eine Reithalle, ein Boule Platz, eine Minigolf-Anlage.
Gewerbebetriebe:
222 Einzelhandelsbetriebe, 58 Großhandelsunternehmen, 80 Baugewerbe treibende, 49 Versicherungsvertretungen, 41 Immobilienkaufleute, 44 Elektrobetriebe, 66 Handelsvertretungen, 4 Ingenieur- und Architekturbetriebe, 15 Banken, 31 Maschinenbaubetriebe, Stahlbauunternehmen, 646 sonstige Dienstleistungsbetriebe (alle Angaben nach Unterlagen der Stadtverwaltung)
Quelle: Saarbrücker Zeitung 1988
1988 Saarlouis in Zahlen
Geographische Lage:
Zentrum (Großer Markt) 6° 45′ östliche Länge und 49° – 19′ nördlicher Breite
Höchster Punkt: Geißberg im Stadtteil Lisdorf 263,3 m über Meereshöhe
Gesamtfläche: 4324 Hekktar
Bevölkerung: (Stand 31. 12. 1987:)
Innenstadt 6978
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Fraulautern 7878
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Gewerbebetriebe:
222 Einzelhandelsbetriebe, 58 Großhandelsunternehmen, 80 Baugewerbe treibende, 49 Versicherungsvertretungen, 41 Immobilienkaufleute, 44 Elektrobetriebe, 66 Handelsvertretungen, 4 Ingenieur- und Architekturbetriebe, 15 Banken, 31 Maschinenbaubetriebe, Stahlbauunternehmen, 646 sonstige Dienstleistungsbetriebe (alle Angaben nach Unterlagen der Stadtverwaltung)
Quelle: Saarbrücker Zeitung 1988
AUTOBIOGRAPHIE
AUTOR: Josef Theobbald
Am 6. Juli 1956 wurde ich geboren. 1963 wurde ich eingeschult.
Mein Klassenlehrer war Elmar Hein. 1/2 Jahr war ich ich Hörstein
(Unterfranken). Danach 4 Jahre in den Ordensinternaten Taben-
Rodt und Bous. Von 1972 bis 1976 war ich in der Handels- bzw.
Höheren Handelsschule in Saarlouis. Wegen meiner Behinderung
machte ich meine Berufsausbildung im Berufsförderungswerk Hei-
delberg.
1983 ist mein Großvater gestorben, bei dem ich ab 1960 wohnte.
Meine Tante und meine Anverwandten hatten mir leider das Wohn-
haus nicht gegönnt und jahrelang mich mit Pflichtteilsprozesssen
übezogen. Meine Tante hatte 1989 ihr Elternhaus übernommen.
Ich zog neben ihr altes Haus.
Von 1982 bis 1985 studierte ich an der Fachhochschule des Saar-
landes (HTW Saar) Betriebswirtschaft. 1985 wurde ich Mitglied im
Ortsvorstand des Sozialverbandes VdK und dadurch Mitarbeiter in
der Landesgeschäftsstelle in Saarbrücken.Dort war ich auch über
25 beschäftigt.
Durch mein Kurzwellenhobby bin ich in den Achtziger Jahren in die
Free-Radio-Szene gerutscht und arbeitete für RADIO VICTORIA, der
legendäre Kurzwellenmusikstation 1983-1985, als Zuträger kleiner
Beiträge, die im Free-Radio-Fanzine veröffentlicht wurden. Kurze
Zeit übernahm ich auch eine Rubrik im Radio-Kurier der ADDX e. V.
Dann schloss ich mich FM-KOMPAKT an (Gründer. THOMAS KIR-
CHER aus Heilbronn). Leider musste ich diese Arbeit wegen der
Verlegung meiner Arbeitszeit um 1 Stunde aufgeben. Nach Fei-
erabend fehlte wirklich die Zeit.
Schon während meines Studiums war ich Mitglied der Redaktion der
RENAISSANCE, einer Studentenzeitschrift.
Heute kenne ich GERD THIEL von ehemals RADIO FORUM in Forbach.
Dieser betreibt heute das Internet-Radio PMP1 und verkauft produziert
Rundfunk- und TV-Werbung (http://www.promediaplan.de.) u. a. für den
SR, Radio Salu.
Meine Interessensgebiete waren stets der Kurzwelllenempfang, die
Kirchengeschichte, chrisristliche und jüdische Theologie bzw. die So-
zialismusgeschichte. In den Siebziger Jahren war ich stark geprägt
z. B. von Radio HCJB und der Stimme der Hoffung (Voice of Hope).
Deshalb verfüge ich über ein breites Spektrum an Wisssen, das ich
von nun an in den Beiträgen für den RODENA Heimatkundeverein
einsetzen konnte. In den Achtziger Jahren erschienen zunehmend
auch jüdische Buchtitel. Das war eine ideale Grundlage für den Hei-
matkundeverein. Dort wurde ich als Schriftführer nachgewählt und
bin jetzt nun über 10 Jahre dabei.
DIE BEDEUTUNG DES ELLBACHS
AUTOR: Josef Theobald
VORWORT
Gemachte Entdeckungen in den Siebziger Jahren sorgen heute für
einigen Wirbel. Es geht um die alte Ortsbezeichnung RODONUM.
Damit eng verbunden ist endlich die leidige Diskussion um den ur-
sprünglichen Ortsnamen von RODEN.
Ich kann aber Professor Thomas Gergen aus RODEN wohl in weiten
Teilen zustimmen, wenn er ausführt:
„Natürlich besteht bei ‚Roden‘ auch der Anklang an die Farbe ‚rot‘.
In Flurnamen taucht rot, ahd., mhd., mnd., in diesem Sinne auf, so
etwa wird um 1325 ein Flurname by deme rodin steyne = beim roten
Stein überliefert. In Roden gibt es die roten Sandfelsen östlich der
Bergstraße bzw. am Park, in Richtung Dillingen die ‚Sandkaul‘. Der
Sandkaulberg (Roterberg) hatte eine Bergspitze, wo über lange Zeit
hin Kies und Sand abgetragen wurden. In Roden gab es früher zahl-
reiche Kiesgräber und Bauunternehmungen sowie eine Backstein-
und Ziegelfabrik. Zweifellos trägt der ‚Röderberg‘ als Flurname die
Farbe ‚rot‘ in sich; der Name dürfte allerdings erst im Mittelalter ent-
standen sein. Der Bach- und Siedlungsname für Roden ist indes vor-
germanisch respektive keltischen Ursprungs.“ [Roden, Rodenerbach,
Ellbach (Zur Problematik von Entstehung, Kontinuität und landesrecht-
licher Grundlage der Orts- und Gewässernamen)]
So vermute ich bei dem Namen „Rodonum“ im militärischen Sinne
eine keltische Befestigung oder Verschanzung. Da zu dieser Zeit
die gallo-römische Kultur weit verbreitet war, ist dies der wohl ur-
sprüngliche Name von RODEN. Doch hat die lateinische Sprache
im Laufe der Jahrhunderte einige Veränderungen durchgemacht,
insbesondere bei der Änderung von Vokalen. Demnach scheint
gesichert, dass der heutige Ortsnamen fränkischen Ursprungs
ist. Denn bei den Franken lebte die römische Kultur weiter fort.
Nicht umsonst waren viele Franken in römischen Diensten.
BEITRAG
Vor der Urbarmachung des RODENER Bannes war das heutige
Siedlungsgebiet ein Auwald oder ein Feucht-Biotop. Hier gab es
einen Lebensraum, der von einer Lebensgemeinschaft oder von
einer bestimmten Organismenart besiedelt war. Somit können wir
heute hier von einem frühen Ökosystem sprechen. [1]
So gibt dieser Auwald RODEN seinen eigentlichen Namen. RODEN
ist eine Ableitung vom keltischen „roudo-„, das dem deutschen Wort
„rot“ entspricht. [2] Neben der Farbe „rot“ hat dieser Terminus auch
die Bedeutung von „Roth“ (Rode), das auf dichtes Gebüsch, Unter-
holz oder auf einen Wildzaun hindeutet. Sonst ist an eine Rodung
oder an ein gerodetes Gebiet (althochdeutsch: „rod“) zu denken. [3]
Seinen Namen hat der ELLBACH von den Erlen- oder Ellernbäumen
(norddeutsch) am Bachufer. Im Singular trägt diese Baumart den bo-
tanischen Namen „alnus“.
Vor der Begradigung des Bachbettes in den Siebziger Jahren im
Rahmen des Hochwasserschutzes konnte man hier auch noch
von einem natürlichen und idyllischen Bachlauf sprechen, der
allerdings regelmäßig im Frühjahr durch die Gefahr häufiger
Überschwemmungen betroffen war. So hatten nicht wenige
Häuser Wasser im Keller, außer die jeweiligen Hauseigentümer
hatten die Bachufer vorher künstlich mit Schutt oder Sand höher
gelegt. Durch die höheren Böschungen und die Schutzmauern
sank allerdings der Grundwasserspiegel erheblich, was Risse
an den Giebeln einiger Häuser mit sich brachte. Schließlich in
den Achtziger Jahren fanden hier von der Bundesanstalt für
Wasserbau in Karlsruhe durchgeführte Bohrungen statt.
Am ELLBACH finden sich seit dem 16. Jahrhundert erste
Mühlenbetriebe, wie die Kirchen- oder Abelsmühle (1593).
Infolge des in RODEN betriebenen Gerberhandwerks ist
bereits für das Jahr 1618 eine Lohmühle nachweisbar. Im
Jahr 1685 wurde am Unterlauf des Baches eine zweite Loh-
oder Gerbmühle errichtet. Als Hintergrund hierfür stand offen-
bar ein gesteigerter Bedarf an Lohe-Material. Im Jahre 1886
wich sie wieder einer Ziegelei, die schließlich aber 1976 ab-
gerissen wurde (Ziegelei Diete). Die spätere Böttler-Mühle
wurde wahrscheinlich um das Jahr 1750 gebaut und hatte
im Laufe der Zeit verschiedene Besitzer. Anfang der Acht-
ziger Jahre mussten die Gebäude dieser Mühle einer Neu-
bausiedlung weichen. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts
entstand am Zufluss in die Saar die Saarmühle, die 1872
umgebaut und modernisiert wurde. 1927 ist allerdings die
Mühle bis auf die Grundmauern niedergebrannt und nicht
wieder aufgebaut worden. Die wohl bekannteste Mühle ist
die seit 1767 überlieferte Schillesmühle (Mühle des Jakob
Schille). In der preußischen Zeit arbeitete sie hauptsächlich
für das Proviantamt. Nach dem I. Weltkrieg verlor sie ihren
Absatzmarkt und ging fast gänzlich ein. Eine kurze Blütezeit
erlebte sie während des II. Weltkrieges, als sie modernisiert
und technisch erneuert wurde. Durch die Kriegswirren wurde
die Mühle allerdings wieder zerstört.
Als im Jahre 1866 in RODEN nun eine verheerende Cholera-
Epidemie auftrat (Ursache war mangelnde Hygiene), besann
man sich auf die Reinigungswirkung des Wassers und baute
vor der Eingemeindung nach Saarlouis (1907) ein Wasserwerk
am Oberlauf des ELLBACHs mit dem Anschluss eines Systems
von Kanal- und Wasserversorgungsanlagen, dessen Überreste
man heute noch betrachten kann. [4]
NACHTRAG
Im Laufe der nachchristlichen Jahrhunderte ist die Befestigung
„Rodonum“ aufgegeben worden und die Ortsmitte auf den heu-
tigen Marktplatz verlegt worden. Frühere Ausgrabungen beleg-
ten unter der alten Pfarrkirche eine römische Kultstätte. Wie wir
wissen, wurden solche Gebäude in unseren Regionen nicht ab-
gerissen, sondern als Monumente aus der Vorzeit erhalten. Die
Kultstätten, die als Tempel direkt den Göttern gewidmet waren,
wurden hier ab dem siebten Jahrhundert der Verlassenheit an-
heimgegeben. Nachdem diese Relikte aus früherer Zeit doch
verfielen, ging man daran, die bestehenden Fundamente wie-
der durch Gebäude mit christlicher Symbolik auferstehen zu
lassen. [5]
ANMERKUNGEN
[1] Meyers Lexikon der Naturwissenschaften, Meyers LEXI-
KONVERLAG, Mannheim 2008, Seite 81.
[2] Bernhard Maier, Kleines Lexikon der Namen und Wörter
keltischen Ursprungs, Verlag C. H. Beck, 3. Auflage 2010,
Seiten 102/3.
[3] Historisches Siedlungsnamensbuch der Pfalz, Verlag der
Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften,
Speyer 1991, Seiten 401 + 394.
[4] Geschichte der Kreisstadt Saarlouis, Band 6: Roden
(Traditionsbewusstes Dorf und moderner Stadtteil), Autor:
Marc Finkenberg, Herausgeber: Kreisstadt Saarlouis (1997),
die Seiten 81, 82 + 124.
[5] Hartmann Grisar, Geschichte Roms und die Päpste im Mit-
telalter, Erster Band: „Rom beim Ausgang der antiken Welt“,
im Nachdruck des Georg Olms Verlages, Hildesheim usw. 1985,
Textnummern 11 + 12.
KATHARINA KEST – DIE LETZTE SCHLOSSHERRIN IN DILLINGEN
AUTOR: Josef Theobald
In einem Prolog zu einer saarländischen Sage heißt es: „Die Fürstin
Katharina von Nassau-Saarbrücken, als welche sie in Saarbrücken
vollkommen anerkannt und tituliert worden ist, der das Volk den po-
pulären Namen des ‚Gänsegretel’s von Fechingen‘ gegeben hat, war
von einfacher, ja dörflicher Herkunft und stammte aus der Familie Kest
(Köst) von Fechingen. In ihrer Jugend war ihr von einer Zigeunerin ge-
weissagt worden, dass sie einmal einen Witwer heiraten würde, der sie
zur ersten Frau im Lande machen würde.“ [1]
Nachdem die Burg in Dillingen mehrmals den Besitzer wechselte, erwarb
1798 Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken für 225.000,– Franken das
Schloss und ließ dieses nach den Plänen seines Baumeisters Balthasar
Wilhelm Stengel von dem Werkmeister Johann Adam Knipper wiederher-
stellen, die Herrschaft zum Herzogtum erheben und schenkte es seiner
zweiten Frau, der Katharina Margarethe Kest von Fechingen, seit 1783
Reichsgräfin von Ottweiler. [2]
In der Historie der Grafen und Fürsten von Nassau-Saarbrücken steht
Fürst Ludwig (1768-1793) in der Bedeutung hinter seinem Vater Fürst
Wilhelm Heinrich. Er habe sich in der Hauptsache darauf beschränkt,
das spielerische Dasein eines Rokokofürsten zu genießen, sich an
Jagd, Theater und Soldatenspielerei ergötzend und das Regieren
im wesentlichen seinen Räten überlassend. Während seiner Zeit
wurde die Arrondierung der Grafschaft Saarbrücken weitergeführt.
Auch war Fürst Ludwig der letzte regierende Herrscher. Vor den
Wirren der Französischen Revolution fliehend, starb dieser am
2. März 1794 in Aschaffenburg. [3]
Die Beliebtheit, die also dem Fürsten Ludwig fehlte, brachte die
zweite Frau Katharina Margarethe Kest mit. Georg Baltzer hat
in seinem Buch „Historische Notizen über die Stadt Saarlouis
und deren unmittelbare Umgegend“ eine kleine Biographie
angefügt: „Sie war geboren zu Fechingen am 1. März 1757,
stammte aus armer und niederer Familie, hatte späterhin ei-
nige Bildung erhalten und wusste sich in höheren Kreisen mit
solchem Anstand zu benehmen, dass ihr früherer Stand nicht
bemerkbar war. Katharina zeigte viele Bescheidenheit und Gut-
mütigkeit in ihrem Charakter, mischte sich nicht in Regierungs-
angelegenheiten und suchte nur dem Fürsten zu leben. Bereits
im Jahre 1781 versicherte der Fürst für seine mit ihr erzeugten
Kinder eine Summe von 70,000 Gulden auf der Rentkammer zu
Saarbrücken, wovon sie alljährlich die Zinsen mit 3500 Gulden
zu beziehen hatte und schenkte ihr in der Folge die Herrschaft
Dillingen, die zwar in der Revolutionszeit sequestiert, aber wie-
der zurückgegeben und von ihr verkauft wurde. Die Verhältnisse
ihrer sieben Kinder übergehen wir, da die Söhne ohne Nachkom-
men verstorben sind; sie führten den Titel: Herzöge von Dillingen
und Reichsgrafen von Ottweiler. Katharina selbst starb zu Mann-
heim am 11. Dezember 1829 in ihrem 72. Lebensjahr.“ [4]
Wie kam es zu dieser Heirat? Man kann heute nur darüber
spekulieren. Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken gehörte
als Freimaurer der St. Heinrichs-Loge in Saarbrücken an und
muss daher als ein freisinniger Herrscher gegolten haben, bei
dem es kaum gesellschaftliche Schranken gegeben hat. Er ließ
sich in seiner Regierung weitgehend von dem Gedankengut der
Aufklärung bestimmen und gehörte noch weiteren Logen an. [5]
Vielleicht war es daher die einfache Art von Katharina, die ihn an
diese Person band. Sie war eben eine für damalige Verhältnisse
außergewöhnliche Frau.
Dadurch, dass Wilhelm Marzloff von Braubach, Patron zu Dillingen
und Wallerfangen, Rat des Herzogs von Lothringen, Präsident der
Assisen zu Wallerfangen und Gouverneur der Festung Wallerfangen,
seit 1591 auch als Grundherr von Roden gelten kann, ist das Schick-
sal mit der Burg in Dillingen eng verknüpft. So hat die alte Familien-
tradition überlebt, dass Vorfahren von mir im Dienst der Herzogin
standen und daher eine Parzelle des Anwesens auf dem Gelände
des alten Rodener Schlosses zu Wohnzwecken geschenkt bekamen,
wie Herzogin Katharina von Dillingen auch 1806 (1808) ihren Besitz
(1600 Morgen Wald und 400 Morgen Gärten, Äcker und Wiesen) an
die Dillinger Hütte zu Wohnzwecken verkaufte. [6]
Heute ergibt sich die Schwierigkeit, diese Schenkung nachzuweisen.
Einen Anhaltspunkt gäbe das Katasterwesen. Nach Recherchen im
Internet ergäbe sich für Frankreich in der fraglichen Periode folgende
Entwicklung:
„Auf Grund des Gesetzes vom 15. September 1807, welches der
Ursprung des französischen Parzellenkatasters ist, arbeitete eine
Kommission von neun Mitgliedern unter dem Vorsitz des Mathe-
matikers Delambre, ständigem Sekretär der Akademie der Wissen-
schaften, die Grundsätze aus, nach denen das Parzellenkataster
ausgeführt werden sollte und die zum Edikt vom 27. Januar 1808
führten. Dem Edikt, welches die Grundsätze genehmigte, folgte die
dazu gehörige Generalinstruktion vom 20. April 1808. Die zur Aus-
führung der Arbeiten ergangenen Gesetze, Verordnungen und In-
struktionen wurden vom Finanzminister im Jahre 1811 als „Receuil
méthodique des Lois, décrets, règlements, instrucrions et décisions
sur la Cadastre de la France; approuvé par le ministre des finances“
(Es war eine Umarbeitung der fünf Bände der „Collection des lois sur
le Cadastre de France“) herausgegeben, einem Werk, an dem zwölf
Generalinspektoren des Katasters mitwirkten, mit nicht weniger als
1’444 Artikeln auf rund 400 Seiten, aus dem einzelne Bestimmungen
wörtlich, andere verbessert in die Anweisung VIII vom 25. Oktober
1881 übernommen worden sind.
Nach dem Receuil méthodique wurden die Arbeiten bis zum Jahre
1813 fortgesetzt. Der Wert war unterschiedlich, am besten im Rhein-
und Moseldepartement und an der Saar.“ (nach Helmuth von Strombeck,
Hamburg)
So müssten erfolgversprechende Nachforschungen in Nancy, also in
der Hauptstadt der Region Lothringen, erfolgen.
Was die Bewirtschaftung ihrer Grundherrschaft angeht,
gingen einige Grundherren dazu über, diese an kapital-
kräftige Herren zu verpachten, die meist die großen
Flächen kommerziell ausbeuteten und dafür sehr hohe
Abgaben, 1/3 bis die Hälfte der Ernte, entrichteten.
Also kamen kleine Bauern als Pächter kaum in Frage.
[7] Während der Jahre der Französischen Revolution
verpachtete der Staat die unter Sequester stehenden
Grundherrschaften. [8]
ANMERKUNGEN
[1] Karl Lohmeyer, Die Sagen der Saar von ihren Quellen bis zur
Mündung, Minerva-Verlag Thinnes & Nolte, Nachdruck, Saarbrücken
1989, Seite 145.
[2] Geschichtliche Landeskunde des Saarlandes, Band 1, Minerva-
Verlag Thinnes & Nolte, Saarbrücken 1978, Seite 150.
[3] Geschichtliche Landeskunde des Saarlandes, Band 2, Selbst-
verlag des Historischen Vereins für die Saargegend e. V., Saar-
brücken 1977, Seite 313/14.
[4] Nachdruck der Ausgabe von 1865, Queißer Buchhandels- und
Verlagsgesellschaft, Dillingen 1979, Anhang: Seite 151.
[5] wie [2], Anmerkung zur Bildtafel „Abb. 42“. Freimaurer m.:
Angehöriger einer übernationalen Gemeinschaft mit humanitärer
Zielstellung (18. Jh.). Der in England gegründete Geheimbund
bedient sich der Symbole und Bräuche mittelalterlicher Bauhüt-
ten, aus denen sich der Name herleitet, engl. freemason, frz.
franc-macon… (Etymologisches Wörterbuch der Deutschen, EDITION
KRÄMER, Akademie Verlag GmbH, Berlin 2010, Seite 372)
[6] wie [2], jedoch die Seite 149/50.
[7] DER ADEL VOR DER REVOLUTION, Eberhard Weis, Der französische
Adel im 18. Jahrhundert, Kleine Vandenhoeck-Reihe, Göttingen 1971,
Seite 36. „Albert Soboul … beziffert an Hand einer Anzahl neuerer
Einzelforschungen die Belastung durch die grundherrschaftlichen
Abgaben für die Bauern auf etwa 2 bis 20 % des Reinertrages der
Ernte, zu denen jedoch noch der Kirchenzehent, die Steuern und
die, allerdings meist niedrigen, Umlagen für die Gemeinde kamen.“
(Seite 40)
[8] Georg Baltzer, Historische Notizen über die Stadt Saarlouis
und deren unmittelbare Umgegend, Nachdruck der Ausgabe von 1865,
Queißer Buchhandels- und Verlagsgesellschaft, Dillingen 1979, An-
hang: Seite 152.
DER JÜDISCHE FRIEDHOF
AUTOR: Josef Theobald
Bevor wir näher in das Thema einsteigen, zunächst einmal eine
Abgrenzung zwischen Juden- und Christentum.
Die Christen glauben an die Unsterblichkeit der Seele und an das
Jüngste Gericht (Römer 14,9+10).
Die Juden dagegen glauben, dass der Leib verfault und auch von
Würmern verzehrt wird. Dennoch wird er vom Tode auferstehen
am Ende der Tage, um Teil zu haben am Heil der Endzeit (Daniel
12,13 – Prof. Karl Marti, KURZER HAND-COMMENTAR ZUM AT,
DAS BUCH DANIEL, Verlag von J. C. B. Mohr, TÜBINGEN und
LEIPZIG 1901, Seite 92).
Nach dem Vorbild des Patriarchen Abraham sicherte man sich
schon früh einen Erbbesitz, der für die in der Ferne Wohnenden
auch die eigentliche Heimat darstellte (Josua 24,30; 1. Mose o.
Genesis 23,4 u. Nehemia 2,3). Im Lauf der Jahrhunderte hatte
die Form der Gräber mehrfache Wandlungen durchgemacht. So
treffen wir zunächst auf die natürliche Höhle, schließlich auf die
aus dem Fels gehauene Grabkammer und dann auf das über der
Erde aufgebaute Steinhaus, weiterhin auf den aus einer Kammer
bestehende Felsraum und die mehrzimmerige, ja mehrstöckige
Grabwohnung, außerdem das Denkmal des Einzelnen (Dr. Paul
Volz, DIE BIBLISCHEN ALTERTÜMER, Nachdruck der Ausgabe
von 1914 bei fourier, Seiten 326/7).
Der Begräbnisplatz, seit der griechischen Epoche das „ewige Haus“
genannt, wird aber seit dem 5. und 6. Jahrhundert „Haus (Stätte) des
Lebens“ genannt, einem Ausdruck, dessen man sich namentlich seit
dem Ende des siebzehnten Jahrhundert wieder bediente (Dr. Leopold
Zunz, Zur Geschichte und Literatur, Berlin 1845, Nachdruck bei Georg
Olms Verlag, Hildesheim – New York 1976, Seiten 442/3).
Die einzelnen Grabsteine dienten ursprünglich als Markierung der als
unrein verstandenen Grabstätten und als Schutz des Leichnams vor
wilden Tieren, kamen dabei jedoch immer mehr der Aufgabe nach, die
Erinnerung an den Verstorbenen für die folgenden Zeiten zu bewahren.
Bis weit in die Neuzeit fand auch bei deutschen Juden die Bestattung
unmittelbar am Todestag statt, wenn der Tod nicht an einem Sabbat
eintrat. Allerdings machte die im 19. Jahrhundert ausgelöste und po-
pulär zu nennende Diskussion zum Thema „Begräbnis Scheintoter“
diesem Brauch ein Ende.
Etwa seit dem 10. Jahrhundert scheint in Europa bei den jüdischen
Gemeinden die Anlage von kommunalen Friedhöfen allgemein als
üblich zu gelten. Die hohe Bedeutung, die man einem solchen Ort
beimaß, lässt sich allein daran ablesen, dass man sich vielerorts
beim Entstehen einer jüdischen Gemeinde zuerst um die Anlage
eines Friedhofs kümmerte und erst dann um die Errichtung einer
eigenen Synagoge. So werden die jüdischen Friedhöfe traditionell
außerhalb der Ansiedlungen angelegt. Hierbei wird auf eine Grab-
pflege, die als verletzende Störung der Totenruhe verstanden wird,
und auch auf Grabschmuck, den man als heidnische Opfergabe an-
sehen konnte, bis ins 19. Jahrhundert generell und bei traditionellen
Juden bis auf den heutigen Tag verzichtet.
Gewöhnlich werden die Verstorbenen auf jüdischen Friedhöfen in
Grabreihen nebeneinander in der Abfolge ihres Sterbedatums be-
stattet. Der Abstand der Gräber voneinander beträgt üblicherweise
mindestens sechs Handbreit. Rabbiner und andere Gemeindemit-
glieder mit besonderer Stellung setzt man an besonderen Orten
bei. Auf vielen alten Judenfriedhöfen wurden Männer und Frauen
in getrennten Reihen begraben.
Der Aufbau und die Gestaltung der jüdischen Grabinschriften richten
sich nach einem festgelegten Formular:
1. Begräbnisformel;
2. Eulogie (Lobsprüche);
3a. Titulatur und Name;
3b. Name des Vaters (bzw. Gatten und dessen Wohnort);
4. Sterbe- und Begräbnisdatum;
5. Schlussformel.
Ein Beispiel für eine Eulogie wäre der Spruch: „Seine Seele werde
gebündelt im Bündel des ewigen Lebens.“
Figürliche Darstellungen wie Hirsch, Adler, Löwe usw. lassen eben-
falls auf den Namen schließen. Abbildungen von segnenden Händen
als Zeichen aaronidischer Herkunft, Krug und Kanne als Zeichen le-
vitischer Herkunft weisen auf die Abstammung des Verstorbenen hin.
Auch einzelne Berufe werden durch ihr Charakteristikum bezeichnet:
der Kantor durch ein aufgeschlagenes Buch, der Apotheker durch die
Gewürzmühle, der Schneider durch die Schere (W. Walter, MEINEN
BUND HABE ICH MIT DIR GESCHLOSSEN <Jüdische Religion in
Fest, Gebet und Brauch>, Kösel-Verlag, München 1989, Seite 166).
Ebenfalls von hoher Bedeutung sind die Namen und Daten auf den
jüdischen Grabsteinen. Da in jüdischen Gemeinden zumeist keine
„Kirchenbücher“ geführt wurden, sind die vorhandenen Inschriften
mit ihren Angaben über den Toten, seinen Vater oder Gatten sowie
dessen Wohnort oft die einzig gegebene Möglichkeit, für die Zeit vor
der Errichtung von Standesämtern mit Sterberegistern und Familien-
büchern genealogische Zusammenhänge zu rekonstruieren.
Gräber der Kohanim, also der Nachfahren der Priester im Tempel
von Jerusalem, findet man meistens nahe der Friedhofsmauer, so
dass Angehörige der Verstorbenen dessen Grab besuchen können,
ohne dabei den Friedhof betreten zu müssen. Dies ergibt sich aus
der verunreinigenden Wirkung dieses Ortes für Priester.
Allerdings fehlen auf den Grabsteinen in der Regel Altersangaben
und Geburtsdaten der Toten. Die angegebenen Daten richten sich
traditionell nach dem jüdischen religiösen Kalender.
Auf jüdischen Friedhöfen werden Verstorbene regelmäßig dadurch
ausgezeichnet, dass man auf ihren Grabsteinen kleine Steinchen
niederlegt. Der eigentliche Ursprung dieses doch volkstümlichen
jüdischen Brauches, in dem ein vorbeugender Abwehrzauber zum
Vorschein kommt, ist heute nicht mehr geläufig; er wird vielmehr als
Ausdruck der Verehrung verstanden (Michael Tilly, Das Judentum,
Matrix Verlag GmbH, Wiesbaden 2007, Seiten 170 – 173).
Auch gibt es die Sitte, Grasballen auf das Grab oder auf den Grab-
stein zu werfen. Mit dem Gras will man sich gegen böse Geister und
Gespenster schützen können (Alfred J. Kolatsch, JÜDISCHE WELT
VERSTEHEN, Fourier Verlag GmbH, Wiesbaden 1996, Seite 88).
Die Juden zeigen stets großen Respekt vor ihren Toten. So betreten
die Männer den jüdischen Friedhof nur mit einer Kippa („Der Sinn der
Kippa als regelmäßige Kopfbedeckung liegt in der Internalisierung des
Bewusstseins darüber, dass stets das Göttliche über einem steht.“ –
Quelle: Rabbiner Gino Eliezer Gross, SCHALOM <Im Jahreskreis des
jüdischen Lebens>, EDITION TAU, Bad Sauerbrunn <A> 1995, Seite
191) oder mit einem Hut. Diese Regel gilt auch für den Kreis der nicht-
jüdischen Besucher (Quelle: WIKIPEDIA; Stichwort: Jüdischer Fried-
hof).
Im Jahre 1754 verkaufte Charles Francois Dieudonné de Tailfumyr,
ein Jude, seinen Eisenhammer und die Schmelze in Dillingen und
Bettingen an Gustav Adolph Caranté und erlaubte 1755 den Juden
Hayem und Zerf Worms und Elias Reutlinger von Saarlouis, gegen
einen jährlichen Zins von 24 lothringischen Francs, die an jedem St.
Georgentag zahlbar waren, im Dillinger Walde einen Judenkirchhof
zu gründen (Georg Baltzer, Historische Notizen über die Stadt Saar-
louis und deren unmittelbare Umgebung, Nachdruck der Ausgabe
von 1865, Queißer Buchhandels- und Verlagsgesellschaft, Dillingen
1979, Seiten 148/9).
Begleitliteratur
Dr. Salomon Ludwig Steinheim, Die Offenbarung nach dem Lehr-
begriff der Synagoge, 4 Bände, Altona 1865, Nachdruck bei Georg
Olms Verlag, Hildesheim – Zürich – New York 1986, hier besonders
der 4. Teil, die Zweite Abteilung, hiervon die Seiten 425 + 428.
DIE TRADITION DES STROHSTUHLFLECHTENS IN RODEN
AUTOR: Josef Theobald
Erstmals berichtete der Heimatforscher Erich Hewer aus
Roden über das Handwerk des Strohstuhlflechtens, das
dort überwiegend in der Winterstraße, Neu- und Altstraße
und ebenfalls in der Mühlenstraße ausgeübt wurde. Dies
war vorwiegend die Arbeit von Frauen. Freitags wurden
die fertigen Stühle dann abgeliefert. Dies war auch der
Zahltag, an dem ein Mann mit einem Karren erschien,
um die Stühle mit einer fertig geflochtenen Sitzfläche
abzuholen.
Die fleißigen Strohstuhlflechterinnen erhielten als Roh-
produkt gebeizte Stühle, Die Lackierung erfolgte erst
nach dem fertigen Flechten der Sitze. Vor 1925 wurde
das Flechten der Stuhlsitze in Heimarbeit für die Stuhl-
fabrik in Fraulautern betrieben. Doch mit den auf einmal
in Mode kommenden Buchenholzstühlen mit den hoch-
gepressten glatten oder mit Ornamenten versehenen
Sitzen starb diese alte Tradition aus. Die Kundschaft
favorisierte plötzlich stabile Sitzflächen, auf die man
weiche Kissen legen konnte. [1]
Wie war aber dieser Produktionszweig organisiert?
Neben der selbständigen Handwerksarbeit, die sich
in der Manufakturproduktion weiter fortsetzte, gab
es schon erste Ansätze einer Steigerung durch die
maschinelle Industrie. Als Vorbild für eine parallele
Sonderform galt hier das Verlagssystem. wie in den
anderen Regionen Deutschlands (die Handels- und
Gewerbezentren Sachsens, des Rheinlandes oder
der Augsburger Gegend). Die Verleger selbst kamen
entweder aus den Reihen ehemaliger Kaufleute oder
waren Teil wohlhabender Kaufmannsfamilien mit der
Tradition im Groß- und Fernhandel. Nebenbei mischten
auch ehemalige Handwerker und manchmal auch die
Mitglieder der Beamtenbürokratie mit. Diese waren im
Vertrieb relativ homogener Güter, wie Tuche, Bänder,
Uhren, Nadeln, Messer usw. tätig. Für dieses Produk-
tionssystem typisch war hier das Fehlen des bei einem
Großbetrieb vorhandenen großen Fixkapitals. Jenes be-
schriebene System verwandelte allerdings selbständige
Handwerker in häufig scharf ausgebeutete Teilarbeiter.
Denn durch fortschreitende Teilung der Arbeit erhöhte
sich auch die Produktivität. Die Werkzeuge und eben-
so das nötige Arbeitsmaterial stellten die Verleger. Die
dabei eingesetzten Werkzeuge wurden infolge ständiger
Produktionskontrollen in den Häusern der Heimarbeiter
einer kontinuierlichen Verbesserung unterworfen. [2]
Die Heimarbeit oder die Hausindustrie sind Überreste des
Übergangs der bäuerlichen Wirtschaft zur Manufaktur. Vor
allem der Zeitraum zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert
brachte eine weite Verbreitung der ländlichen oder Proto-
Industrie. In dieser Epoche ist z. B. die Textilarbeit zu einer
zusätzlichen Einkommensquelle für bäuerliche Familien ge-
worden. Gewöhnlich lag die zentrale Werkstatt des Handels-
unternehmers in der Stadt oder nicht weit entfernt davon und
bildete dort die kommerzielle Basis des gesamten Heimarbeits-
systems, das weit über das Land verstreut war.
Oft gab es ein Interesse, eine ländliche Hausindustrie in den
Gebieten zu organisieren, wo die Landwirtschaft ärmlich war,
wie etwa in den Berggegenden (z. B. Eifel). Infolge der Erb-
teilungen besaß die ländliche Bevölkerung sehr wenig oder
gar kein Land und musste deshalb Möglichkeiten suchen,
ihr Einkommen aufzubessern oder sich dem Heimgewerbe
zuzuwenden. Ein anderer Faktor war die hohe Bevölkerungs-
dichte, somit die Zahl der Arbeitskräfte relativ groß war und
die Löhne entsprechend niedrig.
Der Niedergang der Arbeitsproduktivität und des landwirt-
schaftlichen Pro-Kopf-Einkommens war der Hauptgrund
für die Suche der bäuerlichen Familien nach alternativen
Tätigkeiten. Diese Formen ländlicher Hausindustrie waren
in einigen Gebieten weiter verbreitet als in anderen. Diese
Gebiete mit ländlichem Gewerbe waren in den folgenden
deutschen Regionen zu finden: im Rheinland, in Westfalen,
in Sachsen und in Schlesien sowie im Osten Polens und in
Russland. [3]
Im Russland des 19. Jahrhunderts gab es eine Produktion
von Holzlöffeln in Heimarbeit. So gab es Dörfer, die auf das
Abdrechseln oder auf das Lackieren der Löffel spezialisiert
waren. Bei diesen Produktionsverhältnissen konnte man nur
das unbedingt Notwendige verdienen. Durch die gegebenen
Arbeitsbedingungen war eine Trennung von Wohn- und Ar-
beitsraum fast unmöglich. So kam es in den Wohnungen zu
sanitären Missständen mit der Folge, dass nicht selten Berufs-
krankheiten auftraten. Weiterhin waren Formen von Kinderar-
beit ab dem 5. Lebensjahr zu beobachten. In der Arbeitspraxis
bediente man sich den Mittelspersonen, die zum Teil in einer
hierarchischen Stufe das zu bearbeitende Material en gros ü-
bernahmen und dann im Kleinen vergaben. [4] Auch im ost-
europäischen Russland war die Hausarbeit Anhängsel der
Fabrik. In der täglichen Arbeitspraxis bedeutete dies eine
stärkere Konzentration der Produktion und des Kapitals
sowie eine entwickeltere Arbeitsteilung und stellte folglich
dem Entwicklungsgrad nach eine wesentlich höhere Form
des Kapitalismus dar. [5]
Strohstühle, waren (2) Stühle, deren Sitz aus einem Rahmen
und darüber geflochtenem Stroh bestand. [Pierer’s Universal-
Lexikon (1857-1865), Stichwort: Strohstühle, Bd. 16, S. 933]
Berufe, wie das Tischlerhandwerk, profitierten vor allem in der
Gründerzeit, und zwar in den Jahren nach dem Deutsch-Fran-
zösischen Krieg (1870/71), von der gegebenen Situation, dass
vor Ort keine überlegene Industriekonkurrenz vorhanden war.
Hinzu kamen das Bevölkerungswachstum und der Bauboom
in den betreffenden Jahren. [6]
Wir wissen heute allerdings, dass nur wenige ländliche Unter-
nehmer die eigentliche Industrialisierung finanzierten (diese
kamen meistens aus der Stadt); die Arbeitskräfte vom Land
gingen nur selten zur Arbeit in die Fabriken, das Heiratsalter
war in der Proto-Industrie nicht anders als in der traditionellen
landwirtschaftlichen Welt, und es fehlte hier außerdem eine
enge Verbindung zwischen der Proto-Industrie und dem Be-
völkerungswachstum. Es war aber nicht ungewöhnlich, dass
die Familien in Gebieten mit traditioneller Landwirtschaft doch
schneller wuchsen als dort, wo es lediglich eine Proto-Industrie
gab. [7]
In der Zeit der Massenarbeitslosigkeit nach dem I. Weltkrieg
verlagerte sich die Produktion von Strohstühlen nach Frank-
reich, Dort verwendete man zum Flechten das Peddigrohr,
eine Rohrart, die man aus Spanien importierte. Die Kosten
für die Beschaffung dieses Arbeitsmaterials wurden aber
vom Arbeitslohn der Strohstuhlflechter einbehalten. Da-
durch waren die Produktionsbedingungen in Frankreich
günstiger und das neu eingesetzte Peddigrohr entsprach
der damaligen Mode.
ANMERKUNG
[1] Geschichte der Kreisstadt Saarlouis, Band 6: Roden,
Autor: Marc Finkenberg, Herausgeber: Kreisstadt Saarlouis
(1997), Seiten 157 + 158.
[2] Jürgen Kocka, Unternehmer in der deutschen Industrial-
isierung, Kleine Vandenhoeck-Reihe, Göttingen 1975, Seiten
20 – 22.
[3] Paolo Malanima, Europäische Wirtschaftsgeschichte (10.-19.
Jahrhundert), Böhlau Verlag, Wien 2010, Seiten 248, 281/2.
[4] W. I. Lenin, Werke, Band 3: Die Entwicklung des Kapitalis-
mus in Russland, Dietz Verlag, Berlin-Ost 1956, Seiten 395, 408
+ 452/3.
[5] W. I. Lenin, Werke, Band 2, Dietz Verlag, Berlin-Ost 1961,
die Seite 368.
[6] Österreichische Geschichte, ÖKONOMIE UND POLITK, Autor:
Roman Sandgruber, erschienen im Verlag Carl Ueberrreuter,
Wien 1995, Seite 256.
[7] wie [3], jedoch die Seite 283.
