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Ein Stück Zeitgeschichte Filmvorführung zum 70. Jahrestag der Volksbefragung über das Saarstatut

23.10.2025 Filmvorführung zum 70. Jahrestag der Volksbefragung über das Saarstatut in der Victors Residenz Saarlouis.
Am 23. Oktober 2025 jährt sich die Volksbefragung über das Saarstatut zum 70. Mal. Dieses historische Ereignis war ein entscheidendes Kapitel für das Saarland und für Europa.
Wir nehmen dieses Jubiläum zum Anlass und laden Sie herzlich zu einer Zeitreise in die bewegten 1950er Jahre ein.
Im Mittelpunkt des Abends steht der Dokumentarfilm „Deutsch ist die Saar“. Der Film porträtiert die Jahre zwischen der Volksabstimmung 1955 und der Rückgliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 1957.
„Was nun?“ – Diese Frage bewegte damals die Menschen. Sie soll auch uns beschäftigen:
War das Saarstatut eine verpasste Chance für Europa?
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir diese faszinierende Frage diskutieren und die historischen Ereignisse aus heutiger Sicht betrachten.

Stefan Seiwert – Mein erster Schultag

Mein erster Schultag: Eine Reise in den September 1968
Der 1. September 1968 ist ein Datum, das sich mir unauslöschlich ins Gedächtnis gebrannt hat – der Tag meiner Einschulung. Auch nach all den Jahren sind die Bilder dieses Tages in meiner Erinnerung so lebhaft und klar, als wäre es erst gestern gewesen.
Die Aufregung am Morgen war kaum in Worte zu fassen. Für den großen Auftritt war ich mit einer klassischen, sorgfältig ausgewählten Kleidung ausgestattet: Ich trug einen hellblauen Pullover mit kurzen Armen, dazu eine kurze braune Hose, hellblaue Kniestrümpfe und nagelneue braune Halbschuhe, die bei jedem Schritt auf dem Boden knarrten. An meiner Seite hing mein allererstes und wichtigstes Accessoire: ein brauner Schulranzen. In ihm befanden sich die Schätze, die fortan meinen Alltag prägen sollten – ein Lesebuch, das noch nach neuem Papier roch, eine Griffeldose mit den ersten Stiften und eine Schiefertafel mit feinen Linien, auf der ich das Schreiben lernen würde.
Doch der unbestrittene Star des Tages war die riesengroße Schultüte in meinen Armen. Sie war ein Meisterwerk in glänzendem Gold und Blau, geheimnisvoll und verlockend zugleich. Die Vorfreude auf ihren Inhalt war kaum auszuhalten, doch die strenge Regel lautete: Sie durfte erst geöffnet werden, wenn wir wieder sicher zu Hause waren. Diese Geduldsprobe war wohl meine erste kleine schulische Lektion.
Damals, in Roden, war das Schulsystem noch streng nach Geschlechtern getrennt. Während wir Jungen die Römerbergschule besuchten, gingen die Mädchen in die Donatusschule.
Unser Jahrgang war außergewöhnlich stark, sodass jede erste Klasse stolze 30 Schüler zählte. Unser Klassenlehrer, Herr Delles, erwies sich gleich am ersten Tag als einfühlsamer Pädagoge. Um die Herausforderung zu meistern, sich all unsere Namen einzuprägen, startete er ein kleines Namensspiel mit uns. Das lockerte die angespannte Atmosphäre auf und ließ uns erste Hemmungen abbauen. Den Abschluss dieses aufregenden Tages bildete eine vorgetragene Geschichte aus seinem Mund, die uns gebannt zuhören ließ.
Unser Weg zur Schule und zurück war ein täglicher Fußmarsch, den wir selbständig zurücklegten. Diese Gänge durch das Dorf, oft in kleinen Gruppen mit anderen Kindern, waren fester Bestandteil des Tages und ein Stück früher Unabhängigkeit.
Dieser erste Schultag war nicht nur der Beginn meiner Schulbildung, sondern auch ein lebendiges Stück Zeitgeschichte, das die Werte und Gepflogenheiten einer vergangenen Ära widerspiegelt.

Das Königsgut Rodena (von Walter Schmolenzky)

Roden, das durch entsprechende Bodenfunde nachweislich schon in der La-Tène-Zeit existierte und ununterbrochen besiedelt war, zählt zu den ältesten Siedlungen im Saarland, worauf die Rodener schon ein wenig stolz sein dürfen. Stolz ist in diesem Zusammenhang auch der Rodener Heimatkundeverein, der in seinem Vereinsnamen den Namen RODENA trägt.
In das Licht der Geschichte tritt Roden (Rodena, Rodanna usw.) erstmals um 950 und wird urkundlich als fränkisches Königsgut im Untergau, zur Grafschaft Walderfingen (Wallerfangen) gehörend, erwähnt. Das Gut, ein Herrenhof (Schloß?), das nach der Geschichtsschreibung in der heutigen Herrenstraße stand, hat ein Graf mit Namen Folmar im 10. Jahrhundert vom König erworben, daher ein Königshof. Als Mitgift für seine Ehefrau hat der Adelige das Königsgut mit in die Ehe gebracht und seiner FrauBerta mit der Maßgabe geschenkt, das Gut nach seinem Tode dem Kloster Mettlach zu schenken. Mit der Schenkung wollte der Graf vermutlich sein Seelenheil sichern und sich so einen Platz im Himmel erkaufen. Gemäß dem Spruch aus dem 15. Jahrhundert
Ablasshandel
„Wenn das Geld im Säckel klingt, die Seele aus dem Feuer springt!“
Nach dem Tod des Grafen hat seine Ehefrau Berta gemäß dem Vermächtnis ihres Ehemannes das „Königsgut Rodena“ dann auch dem Kloster Mettlach am 25. Febr. im Jahre 995 geschenkt. Die eigentliche Schenkungsurkunde, die in Latein abgefasst war und ins Deutsche übersetzt wurde, existiert im Original leider nicht mehr. Eine Abschrift befindet sich im Staatsarchiv Koblenz (Abt.143, Nr. 8. Da der Text der Urkunde sehr lang ist und schon mehrfach in anderen Heimatschriften veröffentlicht wurde, wird hier auf eine Wiedergabe verzichtet.
Roden muß in dieser Zeit schon ein bedeutender Hof mit entsprechend hohen Fronabgaben gewesen sein, um als Königsgut zu gelten. In einer Reihe weiterer Königsgüter, die dem Kloster seinerzeit geschenkt wurden, mit aufgenommen – und in einem Kreuzreliquiar festgehalten zu werden, kommt schon einer Auszeichnung gleich. Es ist nämlich bekannt, dass die damaligen Äbte und Bischöfe in der Regel nur solche Geschenke entgegennahmen, wenn diese in ihren Augen würdig genug und angemessen waren. Betrachtet man die eingestellte Abbildung des Reliquiars (Rückseite der sogenannten Mettlacher-Staurothek) aus dem Jahre 1230 so wirkt diese schon ein wenig mystisch: Der Schöpfer auf dem Himmelsthron, der in der linken Hand die Weltkugel hält, während er mit der rechten Hand den Segen austeilt. Neben seinem Haupt die apokalyptischen Buchstaben Alpha und Omega, die Symbole für Anfang und Ende. Zu seinen Füßen die beiden Geistlichen Benedikt und Wilhelm mit dem lothringischen Kreuz, vermutlich die beiden Stifter des
Kreuzreliqiars. In den vier Dreiecken verteilt, vier geflügelte Fabelwesen mit Heiligenschein, die geheimnisvolle Schrifttafeln halten. Bei den himmlischen Wesen handelt es sich um die vier Evangelisten, Johannes, Lukas, Markus und Matthäus, nur in anderer Gestalt. In der oberen und unteren Leiste des Reliquiars sind jeweils verschiedene Schenkungen an das Kloster Mettlach symbolisch dargestellt. Wobei es sich in der oberen Leiste um Gaben handelt, zeigt die untere Leiste von links nach rechts die Güterschenkungen der Ortschaften: „Èblange, Oudrenne, Göttschied Valmünster und schließlich Rodena.“ Bis auf Rodena und Göttschied, das ein Ortsteil von Idar-Oberstein ist, lagen die übrigen Güter alle in Lothringen, nahe Bullay und Thionville.“
Am rechten unteren Rand der Darstellung erkennt man den eigentlichen Schenkungsakt. Graf Folmar und seine Ehefrau Berta mit einer mittelalterlichen Gebändehaube auf dem Kopf, übergeben dem Kloster Mettlach das Königsgut Rodena in Form eines Mauerringes mit Torbogen und dem Schriftzug „Rodena“. Das reichlich verzierte Kreuzreliquiar, auf dessen Rückseite die Schenkung in Goldgravur dargestellt ist, wird heute in der Pfarrkirche in Mettlach aufbewahrt.
Quellen: Rodener Heimatkundeverein „Vermischtes aus dem alten Roden“ aus 2019, S. 29-31, 7

zweiter Teil: Die Burrgass und die Rodener Saarwiesen

Einer schönsten Spielplätze in Roden
(von Walter Schmolenzky)
In den Wintermonaten, häufig in der Weihnachtszeit, traten Ellbach und Saar über ihre Ufer und überschwemmten die Saarwiesen. In manchen Jahren stand das Hochwasser auf den Grundstücken und in den Kellern der Häuser auf der linken Straßenseite in der Herrenstraße. Vom Stallgebäude, im sogenannten „Tulle Loch,“ ragte dann nur noch das Dach heraus. „Zimmer Hänschen“, der dort zusammen mit einer Frau hauste, die man „Päther Kluttchen“ nannte, mussten ausquartiert werden. Es konnte passieren, dass das Wasser über Nacht so anstieg, dass sich die beiden nur noch auf das Dach retten konnten. Morgens saßen sie dann schreiend und winkend auf dem Scheunendach und mussten mit einem Kahn in Sicherheit gebracht werden. Die Rettungsaktion war immer ein großes Spektakel, an dem das halbe Dorf teilnahm. Im Dorf wurde gemunkelt, die beiden würden Hunde schlachten und essen. Ob sietatsächlich Hunde geschlachtet und gegessen haben, wusste schon damals niemand so genau. Jedenfalls hatten wir Kinder große Angst vor ihnen und machten um das „Tulle Loch“ einen weiten Bogen. Vermutlich war unsere Angst völlig unbegründet und den beiden bedauernswerten Menschen wurde bitter Unrecht getan.
Ging das Hochwasser zurück und es war ein strenger Winter, was in jenen Jahren häufig der Fall war, bildeten sich in Senken und Mulden herrliche Eisflächen, auf denen wir Schlittschuh liefen oder unsere Schleimer (Eisbahn) zogen. So schön unser Spielplatz auch war, er war aber auch gefährlich. In den Saarwiesen standen noch einige Westwallbunker. Zwar waren die meisten Bunker gesprengt und weitestgehend von Minen und Waffen geräumt; dennoch fanden wir noch reichlich Munition und Kriegsgerät, mit dem wir spielten und hantierten. Was wir alles mit dem gefundenen Material anstellten, möchte ich hier nicht näher ausführen.
Nur soviel:
„Wir Kinder müssen die besten Schutzengel gehabt haben und das Gebet mancher Mutter, ihr Kind möge wieder heil und unversehrt vom Spielen in den Wiesen nach Hause kommen, muss gehört worden sein“.
Wenn ich heute, nach so vielen Jahren, die Kindheit ist lange vorbei, durch die Burrgass gehe, erinnert nur noch wenig an einen der schönsten Spielplätze in Roden. Der Ellbach, früher an einigen Stellen tief und breit, seine Ufer mit hohen Weiden und Pappeln gesäumt, ist heute kanalisiert und nur noch ein Rinnsal. Der Borren mit den Wasserläufen, die blühenden Wiesen im Sommer, alles verschwunden. Nur „Tulles Loch“ und einige Senken und Mulden, in denen sich im Winter die Eisflächen bildeten, sowie ein paar kümmerliche Schilfzonen sind noch vorhanden. Der Brühlgraben verrohrt und nicht mehr zu sehen. Weit im Norden, an der Vogelspitze, befindet sich heute die Autobahnbrücke. Hier, wo die Saar in ihrem begradigtem Bett, zwischen baumlosen Ufern traurig und still hindurch fließt, endet mein Spaziergang.
Anmerkung:
Beim Brühlgraben, der in der Dorfsprache „Brillengrawen“ genannt wurde, handelte es sich um den Hauptentwässerungsgraben, der die vielen kleineren Wassergräben in den Wiesen aufnahm und an einigen Stellen bis zu einem Meter tief und breit war. Er führte u. a. durch die Schrebergärten und wurde dort an manchen Stellen gestaut, um Gießwasser zu erhalten. In Höhe des Wiesengewannes „Pontacker“ floß erschließlich in die Saar. Hier war der Laichplatz und die Kinderstube für die Fische aus der Saar. „Brühl“, bedeutet feuchte, nasse Wiesen, daher die Bezeichnung Brühlgraben.
„Vogelspitze“, (in der Dorfsprache „Vuhlsschpetz“) ist eine alte Flurbezeichnung für eine dreieckige Wiesenparzelle, die sich an der heutigen Autobahnbrücke über die Saar befand.
„Pontacker“, Flurbezeichnung. Auf dieser Wiesenflur wurden die Pontons/Saarkähne/Nachen abgestellt.

Amtseinführung des neuen Saarlouiser Oberbürgermeister Marc Speicher

Die Kindergärten Steinrausch und Picard begeisterten das Publikum mit ihren liebevoll einstudierten Darbietungen.

Andreas Nagel am Flügel verlieh der Veranstaltung eine besondere Note und trug zur festlichen Atmosphäre bei.

Marc Speicher bedankte sich in seiner Antrittsrede bei allen Beteiligten und betonte die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenarbeit für die Zukunft der Stadt Saarlouis. Er versprach, sich mit vollem Einsatz für die Belange der Bürger einzusetzen und die Stadt weiter voranzubringen.

Die gelungene Veranstaltung endete mit einem Empfang, bei dem die Gäste die Gelegenheit hatten, sich auszutauschen und den Sonntagmittag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Wanderung des Rodena Heimatkundevereins zu den Bunkeranlagen in Roden

Am 21. September 2024 veranstaltete der Rodena Heimatkundeverein eine beeindruckende Wanderung zu den noch bestehenden Bunkeranlagen in Roden. Insgesamt nahmen 50 Personen an dieser lehrreichen Exkursion teil, die um 19:00 Uhr endete.

Die Bunkeranlagen in Roden sind faszinierende Relikte aus der Zeit des Westwalls, auch bekannt als „Siegfried-Linie“. Diese Verteidigungslinie wurde während des Zweiten Weltkriegs entlang der deutschen Westgrenze errichtet. Im Saarland verlief der Westwall in einem weiten Bogen von Oberwürzbach über St. Ingbert nach Lebach und weiter bis zur Saar bei Dillingen. Später wurde er auch um Saarbrücken und Aachen erweitert.

Einige der Bunker in Roden sind heute steinerne Zeitzeugen, die an die bewegte Geschichte dieser Region erinnern. Besonders bemerkenswert sind die Stahlkuppeln, die heute bunt bemalt auf verschiedenen Spielplätzen zu finden sind. Andere Bunker sind im Wald versteckt und bieten einen eindrucksvollen Einblick in die Vergangenheit. Leider ist vielen Menschen die ursprüngliche Funktion dieser Bunker nicht mehr bekannt.

Die Wanderung wurde von Johannes Dräger geleitet, der den Museumsbunker WH 20 in Pachten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Diese Veranstaltung bot eine hervorragende Gelegenheit, mehr über die Geschichte dieser Zeitzeugen zu erfahren. Die Teilnehmer konnten die Bunker vor Ort erkunden und Fragen stellen. Die Idee, Fahrgemeinschaften zu bilden, um die größeren Entfernungen zu bewältigen, erwies sich als praktisch.

Der Treffpunkt war um 15:00 Uhr am Haupteingang des Friedhofs Roden. Die Teilnehmer erlebten eine lehrreiche und spannende Wanderung, die nicht nur die Geschichte der Bunkeranlagen beleuchtete, sondern auch die Bedeutung des Erhalts solcher historischen Stätten unterstrich.

Wir hoffen, dass alle Teilnehmer viel Spaß hatten und mit neuen Erkenntnissen nach Hause gingen.
Veranstalter: Rodena Heimatkundeverein, Quartiersbüro Roden, VHS Saarlouis

 

https://www.facebook.com/RodenaHeimat

 

21.09.2024 Wanderung zu den noch bestehenden Bunkeranlagen in Roden

Es ist faszinierend, dass in Roden noch einige der Bunkeranlagen aus der Zeit des Westwalls erhalten geblieben sind. Der Westwall, auch als “Siegfried-Linie” bekannt, war eine Verteidigungslinie, die während des Zweiten Weltkriegs entlang der deutschen Westgrenze errichtet wurde. Im Saarland erstreckte sich der Westwall in einem weiten Bogen von Oberwürzbach über St. Ingbert nach Lebach und weiter bis zur Saar bei Dillingen. Später wurde er auch um Saarbrücken und Aachen erweitert1.

Einige der Bunker in Roden sind heute steinerne Zeitzeugen und erinnern an diese bewegte Geschichte. Die Stahlkuppeln, von denen einige bunt angemalt sind, zieren heute verschiedene Spielplätze. Andere Bunker sind im Wald versteckt. Es ist bedauerlich, dass viele Menschen heutzutage nicht mehr die ursprüngliche Funktion dieser Bunker kennen.

Die Wanderung zu diesen Anlagen, die von Johannes Dräger, der den Museumsbunker WH 20 in Pachten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat, geführt wird, bietet eine großartige Gelegenheit, mehr über die Geschichte dieser Zeitzeugen zu erfahren. Es ist sicherlich interessant, die Bunker vor Ort zu erkunden und Fragen zu stellen. Die Idee, Fahrgemeinschaften zu bilden, um die größeren Entfernungen zu bewältigen, ist ebenfalls praktisch.

Treffpunkt: 15.00 Uhr Haupteingang Friedhof Roden

Wenn Sie an der Wanderung teilnehmen, wünschen wir Ihnen viel Spaß und eine lehrreiche Erfahrung!

https://www.facebook.com/RodenaHeimat

 

 

 

Buchvorstellung des neuen Rodena Buches „Rodener erzählen von vergangen Tagen“

Nach der Begrüßung der Gäste durch die Vorsitzende des Rodena Heimatkundevereines Rosa-Maria Kiefer-Paulus und den Grußworten von Bernd Valentin, 1. Beigeordneter des Landkreises Saarlouis, Oberbürgermeister Peter Demmer und Bürgermeister Carsten Quirin lasen die Landtagsabgeordneten und Oberbürgerskandidaten Florien Schäfer SPD und Marc Speicher CDU jeweils eine Episode aus dem Buch vor.
Danach kam man zu gemütlichen Teil des Abends wo ein kostenloses Buffet inkl. Getränke zum Verweilen einlud. Eine sehr gelungene Veranstaltung!

Das Buch kann zum Preis von € 16,00 erworben werden bei: Postfiliale Roden, Lindenstr., Salon Gabi, Thirionsstr. 22, Roden, Cafe Herz und Hand, Donatuszentrum Roden, Schulstr. 7, Stefan Seiwert Handy Nr. +49 15170571188, Heißmangel Reiter, Heiligenstr. 21. Roden

Volkstrauertag

Zur Gedenkfeier am Volkstrauertag lud der Sozialverband VdK Saarland (Ortsverband Saarlouis-Roden) ein. Für die ASOR sprach Joseph Gail ein Grußwort. Die Segnung der Kriegsgräber nahm Pastor Trapp vor. Die diesjährige Gedenkrede hielt Oberbürgermeister Peter Demmer. Nach dem Abspielen der beiden Nationalhymnen kam es zur Kranzniederlegung. Danach endete die Veranstaltung.

 

Muttertag

1858: Mother’s Work Day1908: Allgemeiner Gedenktag für alle Mütter1910: Einführung des Muttertages als Gedenktag im US-Bundesstaat West-Virginia1914: staatlicher Feiertag in den USA1923: offizielle Feier des Muttertags in Deutschland1933: Muttertag wird durch die Nationalsozialisten zum Feiertag 2. Sonntag im Mai (Präsident Wilson)Anna Maria Jarvis (1864-1948) Etablierung durch den Verband der Deutschen Blumengeschäftsinhabe rExport durch die Heilsarmee nach Europa Göttermutter Kybele als Magna Materim Wettbewerb zum Internationalen Frauentag am 8. MärzJulia Ward Howe (1819-1910) Mutterkult in Griechenland und Kleinasien: Kybele und Rhea
 
1892 forderte die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Julia Ward Howe, in den USA einen nationalen Feiertag für die Mütter einzuführen, um die Mütter gemeinsam gegen den Krieg zu mobilisieren. Später nahm Anna Marie Jarvis (1864-1948) aus Philadelphia diese Idee wieder auf. [1] im Jahre 1908 rief diese Frau in den USA zu einem „General Memorial Day of all Mothers“ („Allgemeinen Gedenktag für alle Mütter“) auf. Sie wollte hier ursprünglich an ihre eigene Mutter erinnern, die am zweiten Sonntag im Mai des Jahres 1905 gestorben war. Annas Mutter war ebenfalls eine Frauenrechtlerin gewesen und hatte schon 1858 einen „Mother’s Work Day“ organisiert. Anna Jarvis selbst blieb ledig und hatte keine Kinder. [2]
 
1910 wurde der Gedenktag schließlich im Bundesstaat West-Virginia eingeführt, andere Bundesstaaten folgten. [1] Schließlich erklärte der US-Kongress 1914 den Muttertag zum staatlichen Feiertag. Präsident Wilson legte diesen Tag offiziell auf den zweiten Sonntag im Mai. Er sollte als „öffentlicher Ausdruck unserer Liebe und Verehrung für die Mütter unseres Landes“ begangen werden. Die Heilsarmee brachte diesen Gedenktag nach Europa.
 
Dank der Werbekampagnen der Blumenzüchter und Floristen konnte sich der Muttertag etablieren. Die Schweiz übernahm ihn 1917. In Deutschland feierte man den Muttertag 1923 zum ersten Mal offiziell und bemühte sich noch 1926 mit begrenztem Erfolg um die staatliche Anerkennung. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er schließlich 1933 zum Feiertag erklärt. [2] Richtig etabliert hat ihn allerdings der Verband der Deutschen Blumengeschäftsinhaber. [1]
 
In Griechenland und Kleinasien gab es schon im Altertum einen Mutterkult. Der Gedenktag für die Göttermütter Kybele und Rhea wurde an den Iden des März (Mitte März) gefeiert. „Kybele“ war die „Große Mutter“ der kleinasiatischen Küstenvölker. Sie war zugleich Muttergottheit und die Fruchtbarkeitsgöttin. Als Mutter der olympischen Götter wurde „Rhea“ mit der kleinasiatischen Göttermutter Kybele (Magna Mater) gleichgesetzt. [3]
 
Der Muttertag steht heute im Wettbewerb zum Internationalen Frauentag, der am 8. März gefeiert wird. Im Westen Deutschlands hatte sich aber der Muttertag als der nationale Frauentag durchgesetzt. Im Osten Deutschlands hat der Internationale Frauentag als sozialistisches Erbe einen höheren Stellenwert.
 
ANMERKUNGEN
[1] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und nationale
Feiertage weltweit), Bertelsmann Chronik, wissenmedia Verlag,
Gütersloh/München 2009, Seiten 201 + 202.
 
[2] Hans-Peter Ebert, Festtage zum Nachlesen (Hintergründe zu Zeitrechnung und Brauchtum), DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 2001, Seite 86.
 
[3] LEXIKON DER ANTIKE, Anaconda Verlag, Köln 2010, die Seiten
322 + 493.