eines Knaben in der Provinz Judäa am achten Tage nach der Geburt oder die Auslösung
Der Ursprung von Weihnachten
eines Knaben in der Provinz Judäa am achten Tage nach der Geburt oder die Auslösung
So oder so ähnlich, könnte es in früher Zeit an einem Markttag in Roden zugegangen sein:
Schon vor Sonnenaufgang bauten die Rodener Marktfrauen und die örtlichen Bauern ihre Verkaufsstände auf dem Marktplatz vor der kleinen Dorfkirche in der Kirchengass auf, bevor die ersten Bauersleute aus Dillingen, Saarwellingen und Fraulautern eintrafen. Den Abschluß bildeten vermutlich die Händlerschaft aus dem nahen Primstal, die Gaubauern und die Lisdorfer Gemüsebauern mit ihren Hotten und Traglasten.
Auf den Händlertischen fand sich dann alles, was die fruchtbare Erde in Roden und der Umgebung in Feld und Flur oder auch in den eigenen Hausgärten hat wachsen lassen. Daneben lagen die frischen Eier, die Erzeugnisse aus der eigenen Hausschlachtung: Wurst, Schinken und Speck. In Laufkäfigen befanden sich gackernde Hühner, schnatternde Gänse und hoppelnde Hauskaninchen und unter dem Tisch lagerte der „Selbstge- brannte“, der nach der Marktordnung nicht angeboten werden durfte. In großen Bottichen schwammen dicke Karpfen sowie die in der Nacht von Rodener und Wallerfanger Fischern aus der Saar, Prims und Nied ge- fangenen Aale, Lachse und Forellen.
Einmal im Jahr fielen Markttag und Jahrmarkt zusammen. An einem solchen Tag brachte dann das fahrende Volk aus Schaustellern, Musikern, Gauklern und Moritatensängern eine besondere farbige Note in das gewohnte Marktbild. In ihrem Gefolge kamen Stoffhändler, Tuchmacher und Leinenweber, die der Hausfrau feine Tücher, Webwaren und Leinen anboten. Desweiteren Bürstenmacher, Kerzenmacher, Samenhändler, Ge- würzkrämer, Goldschmiede. Kunstschmiede, Spengler, Töpfer und Seiler. Besenbinder, Bollenmacher und Kesselsflicker rundeten wohl das Bild jener Händlerschaft ab. Sie alle hofften auf zahlungskräftige Kundschaft. Hatten sie doch zum Teil weite Wege zurückgelegt und erwarteten nun gute Geschäfte. Das erwarteten auch die einheimischen Lauer und Gerber, die kerniges Leder für Schuhe, Gürtel und fertige Lederwamse anboten. Gut besucht waren auch die Zelte der Wunderheiler und Quacksalber, die ihrer Kundschaft heilsame Kräuter, Elixiere, Salben und Hasenschmalz gegen Wundschmerz verkauften. Vermutlich hatte auch Hanno Hirsch, ein Rodener Heiler, sein Zelt aufgestellt und verordnete den leichtgläubigen Leuten seine selbst hergestellten Arzneien. Der Chirurgus am Markteingang lockte die Leute an in dem er ausrief, er habe an der Pariser Sorbonne studiert und verstünde sich vortrefflich auf das Beseitigen von Warzen und Überbeinen und auf das schmerzlose Anlegen von Blutegeln. Ein paar Schritte weiter saßen Kartenlegerin und Wahrsager, um den Besuchern die Zukunft vorherzusagen oder das Schicksal weiszusagen. Da die Menschen in jenen Tagen noch recht abergläubisch waren, verließ manch einer die beiden entweder weinend oder freudestrahlend ob des vorhergesagten Erbes. Hinter der kleinen Kirche, auf einer Wiese, fanden sich Bauern und Viehhändler ein. Rinder und Pferde wurden von den Bauern eingehend begutachtet, indem man das Gebiß und die Hufe prüfte. Wurde man nach langem Feilschen handelseinig, wurde das Geschäft mit einem festen Handschlag besiegelt. Bis in den späten Nachmittag wurde an den Ständen und Buden gekauft, gehandelt und gefeilscht.
Danach suchte man die angrenzenden Gastwirtschaften auf, um bei einem Glas Wein der Sorten „Ihner Hundsärsch“, „Felsbergscher Schloßberg“, „Limberger Sonnenkupp“ oder mit einem Humpen aus den damaligen „Klosterbrauereien“ und einem Gläschen „Kerlinger Quetschenschnaps“, den Markttag ausklingen zu lassen. Viele zählten dabei ihre Einnahmen, die aus Albus, Dublonen, Edelrosen, Jakobiner, Trierer Taler oder anderen Münzen bestanden, die bunten Zahlungsmittel in jenen Tagen. Manche prallgefüllte lederne Bauchtasche enthielt auch schon einmal die ein oder andere Goldmünze, einen sogenannten Friedrich d`or.
Zu vorgerückter Stunde und einem Glas zuviel kam es in der Regel zu heftigen Raufereien, an denen sich besonders die kräftigen Gerbergesellen und die groben Saarhalfen beteiligten. Erst die Obrigkeit konnte die Streithähne auseinander bringen und für Ruhe sorgen.
So oder so ähnlich, könnte schließlich ein Markttag in Roden zu Ende ge- gangen sein.
Quellen:
„Wallerfangen und seine Geschichte“, Märkte und Gasthäuser, Theodor Liebertz, 1953, S. 100
In der Ausgabe von 1933 „Roden im Wandel der Jahrhunderte“ von Dr. S. Delges, ist auf Seite 80 zu lesen: … ….dass der oben erwähnte „Hanno Hirsch aus Roden wegen mehrfacher Kurpfuscherei und dem Verkauf von Arzneimitteln zu einer Geld- und Haftstrafe verurteilt worden ist“.
Bild: Erik Kien
Die Kindergärten Steinrausch und Picard begeisterten das Publikum mit ihren liebevoll einstudierten Darbietungen.
Andreas Nagel am Flügel verlieh der Veranstaltung eine besondere Note und trug zur festlichen Atmosphäre bei.
Marc Speicher bedankte sich in seiner Antrittsrede bei allen Beteiligten und betonte die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenarbeit für die Zukunft der Stadt Saarlouis. Er versprach, sich mit vollem Einsatz für die Belange der Bürger einzusetzen und die Stadt weiter voranzubringen.
Die gelungene Veranstaltung endete mit einem Empfang, bei dem die Gäste die Gelegenheit hatten, sich auszutauschen und den Sonntagmittag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen.
Einer schönsten Spielplätze in Roden
(von Walter Schmolenzky)
Wir Kinder aus der Herrenstrasse, das waren die Buben Armin, Gerd, Willi, Wolfgang und andere, wir hatten in der Burrgass und in den Saarwiesen den schönsten Spielplatz, den man sich als Kind wünschen konnte.In den weiten Wiesen fühlten wir uns wie die Indianer in der Prärie. Ein iesiger Abenteuerspielplatz zwischen dem Ellbach, der Saar und der sogenannten Vogelspitze. Neben Ellbach und Saar durchzogen noch eine Reihe kleinerer Entwässerungsgräben die Wiesen, die voller Leben, reich an Fischen, Fröschen und Molchen waren. Wir fingen Stichlinge und Kaulquappen und hielten sie Einweckgläsern. Verirrten sich Forellen aus Ellbach in die Wassergräben, so haben wir diese gefangen und neben Froschschenkeln am Lagerfeuer gegrillt und gegessen. Ein wahrer Leckerbissen, der auch heute jeden Gourmet begeistern würde.
In der Burrgass, daher auch der Name, befand sich eine Quelle, ein Borren/Born. Aus einem dicken Rohr strömte ständig frisches, herrlich kühles Quellwasser. Hier stillten wir unseren Durst und trugen das Wasser in Flaschen und Kannen nach Hause. In der Dorfsprache wurde die Quelle die „Wäsch“ genannt. Bis in die Nachkriegszeit ist hier noch vereinzelt Wäsche gewaschen und auf den Wiesen gebleicht worden. Unterhalb des Waschplatzes wurde der Quellbereich auch als Viehtränke genutzt.
Schilfgürtel, die so dicht waren, dass sie uns Kinder wie ein undurchdringlicher Dschungel vorkamen, durchzogen an einigen Stellen die Wiesen. In diesem Röhricht bauten wir aus Weiden und Schilfrohr unsere Hütten. Aus biegsamen Weiden schnitzten wir Pfeil und Bogen und aus einer Astgabel fertigten wir eine Schleuder. Gut versteckt hielten wir am Lagerfeuer Kriegsrat und beratschlagten, in welchem der nahegelegen Schrebergärten wir Kirschen klauen wollten. Dabei mussten wir acht geben, dass uns mein Onkel Josef (Gombert), der indieser Zeit Feldschütz war, nicht erwischte. Oft genug hatte er uns nämlich beim Nacktbaden in der Saar aufgescheucht.Wir Kinder hatten großen Respekt vor ihm, aber er hat er uns nie Angst eingeflößt.
Damals hatten Saar und Ellbach einen anderen Verlauf und waren nicht begradigt. In natürlichen Windungen, die Ufer mit hohen Weiden und Pappeln gesäumt, schlängelten sich beide durch die Wiesen. Dort, wo der Ellbach in die Saar mündet, haben die meisten von uns schwimmen gelernt. Das Wasser war hier seicht und flach. Unter Anleitung der älteren Brüder wurden im etwas tieferen Wasser die ersten Schwimmversuche unternommen. Später – wir konnten es kaum erwarten – haben wir dann, in Begleitung der Älteren, erstmals die Saar, die an dieser Stelle nicht allzu breit war, zum Wallerfanger Ufer überquert. Stolz, aber auch ein wenig ängstlich, waren wir nach dieser Mutprobe.
Im Sommer waren die Wiesen ein einziges Blumenmeer aus kniehohen Margeriten, Wiesenschaumkraut und anderen Blumen. Manchen Blumenstrauß zu Muttertag oder zu Fronleichnam haben wir hier gepflückt. Zwischen den Blumen und Gräsern summten und brummten Bienen und Hummeln. Artenreiche Schmetterlinge bevölkerten die Wiesen und imGras brüteten die heute schon selten gewordene Grasmücke und die Lerche.
Im Herbst, wenn die Wiesen gemäht und das Heu in den Scheunen war, ließen wir selbst- gebastelte Drachen steigen. Mangels besserem Materials – es war schließlich die Nachkriegszeit – bestanden unsere Drachen aus dem Papier alter Zementtüten und aus dünnen Weidenruten. Die einfache Konstruktion wurde mit Schnur zusammengehalten und dasPapier mit Mehlpappe verklebt. Und dennoch stiegen unsere Drachen in schwindelerregende Höhen.
Es ist faszinierend, dass in Roden noch einige der Bunkeranlagen aus der Zeit des Westwalls erhalten geblieben sind. Der Westwall, auch als “Siegfried-Linie” bekannt, war eine Verteidigungslinie, die während des Zweiten Weltkriegs entlang der deutschen Westgrenze errichtet wurde. Im Saarland erstreckte sich der Westwall in einem weiten Bogen von Oberwürzbach über St. Ingbert nach Lebach und weiter bis zur Saar bei Dillingen. Später wurde er auch um Saarbrücken und Aachen erweitert1.
Einige der Bunker in Roden sind heute steinerne Zeitzeugen und erinnern an diese bewegte Geschichte. Die Stahlkuppeln, von denen einige bunt angemalt sind, zieren heute verschiedene Spielplätze. Andere Bunker sind im Wald versteckt. Es ist bedauerlich, dass viele Menschen heutzutage nicht mehr die ursprüngliche Funktion dieser Bunker kennen.
Die Wanderung zu diesen Anlagen, die von Johannes Dräger, der den Museumsbunker WH 20 in Pachten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat, geführt wird, bietet eine großartige Gelegenheit, mehr über die Geschichte dieser Zeitzeugen zu erfahren. Es ist sicherlich interessant, die Bunker vor Ort zu erkunden und Fragen zu stellen. Die Idee, Fahrgemeinschaften zu bilden, um die größeren Entfernungen zu bewältigen, ist ebenfalls praktisch.
Treffpunkt: 15.00 Uhr Haupteingang Friedhof Roden
Wenn Sie an der Wanderung teilnehmen, wünschen wir Ihnen viel Spaß und eine lehrreiche Erfahrung!
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In großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem ältesten und Gründungsmitglied Theo Speicher, der am 16. Juni im Alter von 99 Jahren verstorben ist. Er wurde sehr geschätzt und war beliebt wegen seiner freundlichen und offenen Art. Sein Engagement und seine Leidenschaft für die Geschichte von Roden haben den Heimatkundeverein maßgeblich geprägt.
Mit großer Leidenschaft engagierte er sich für die Geschichte seines Heimatortes Roden und hatte trotz seines hohen Alters sehr viel über die damalige Zeit zu berichten, was auch den bisher veröffentlichten Publikationen zu entnehmen ist. Wir haben ihn als ein sehr engagiertes, zuverlässiges und stets vorbildliches Mitglied schätzen gelernt.
Seiner Persönlichkeit hat unser Verein sehr viel zu verdanken. Wir werden ihn als einen visionären Menschen in ehrender Erinnerung behalten, der den Rodener Heimatkundeverein Rodena in Zeiten großer Herausforderungen entscheidend geprägt hat.
Wir verlieren mit Theo nicht nur unser ältestes Vereinsmitglied, sondern auch einen dem Verein stets sehr verbundenen Menschen und Freund. Wir danken dem Verstorbenen für seine langjährigen, verdienstvollen Tätigkeiten zum Wohle unseres Vereins.
Unser ganzes Mitgefühl und die aufrichtige Anteilnahme gelten den Hinterbliebenen
Im Namen des Vorstandes und den Mitgliedern des Rodena Heimatkundevereins Roden
Rosa-Maria Kiefer-Paulus, Vorsitzende
Das Buch kann zum Preis von € 16,00 erworben werden bei: Postfiliale Roden, Lindenstr., Salon Gabi, Thirionsstr. 22, Roden, Cafe Herz und Hand, Donatuszentrum Roden, Schulstr. 7, Stefan Seiwert Handy Nr. +49 15170571188, Heißmangel Reiter, Heiligenstr. 21. Roden
Freitag, den 3. Mai um 17:00 Uhr, wird im Café “Herz und Hand” im Donatuszentrum, Schulstraße 7, 66740 Saarlouis das neue Buchprojekt “Rodener erzählen aus vergangenen Tagen” , vorgestellt. Dieses Projekt markiert zugleich das 15-jährige Jubiläum des Heimatkundevereins Rodena, Roden.
Das Buch, das von engagierten Mitgliedern des Vereins verfasst wurde, enthält Geschichten, Anekdoten und Erinnerungen von Menschen, die in Roden aufgewachsen sind oder eine besondere Verbindung zu diesem Stadtteil haben. Es bietet einen einzigartigen Einblick in die Vergangenheit und das Leben in Roden.
In Vertretung des Schirmherrn Landrat Patrick Lauer wird Bernd Valentin erster Beigeordneter im Landkreis Saarlouis die offizielle Vorstellung begleiten.
Grußworte von Bernd Valentin erster Beigeordneter im Landkreis Saarlouis, Oberbürgermeister Peter Demmer und Bürgermeister Carsten Quirin.
Die Landtagsabgeordneten und Oberbürgermeisterkandidaten Florian Schäfer (SPD)
Marc Speicher (CDU) sowie Oberbürgermeisterkandidatin Gudrun Bierbrauer-Haupenthal (FDP) lesen Passagen aus dem neuen Heimatbuch vor.
Um Anmeldung bei der vhs bis 29. April wird wegen der begrenzten Plätze dringend
gebeten: vhs Saarlouis, Telefon (0 68 31) 6 98 90 30, vhs-saarlouis.de
Wir freuen uns auf eine spannende und informative Veranstaltung!

Eine gemeinsame Veranstaltung von Rodena Rodēna Heimatkundeverein Roden e.V. Roden, der VHs Saarlouis und dem Quartiersmanagemnt Roden fand heute im Thelengarten in Roden statt.
Nach der Begrüßung Gäste durch die Vorsitzende des Rodenena Heimatkundevereins Rosa-Maria Kiefer-Paulus, sprach Bürgermeister Carsten Quirin ein Grußwort, Danach hatten über 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, ihre Fragen über die Zukunft und Gegenwart Rodens an die Oberbürgermeisterkandidaten Florian Schäfer (SPD) und Marc Speicher (CDU) zu stellen.
Die Sauberkeit und Sicherheit im Ort waren Hauptthema der sehr gelungenen Veranstaltung, die zeigte, dass in Roden ein großes Gesprächsbedürfnis besteht.
Wegen des großen Zuspruches der Veranstaltung werden wir die Diskusionsreihe im nächsten Jahr fortsetzen.