Schlagwort-Archiv: Roden

Damals – Rodener Wald und Rodener Flugplatz

Roden war in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts ein Königsgut und wurde in dieser Zeit an einen Adeligen (Folmar) teuer verkauft. Graf Folmar – an den noch heute die Follmarstraße erinnert.

Der Wald von Roden wurde zum ersten Mal im Jahre 995 n. Chr in der „Schenkung der Berta“ erwähnt als diese auf Ihr Wunsch und den ihres verstorbenen Mannes Graf Folmar das Herrengut Roden und was an Wäldern, Wiesen und Flussgebieten hinzukommt dem Kloster Mettlach zu stiften. Dort hat der Graf auch bereits seine letzte Ruhe gefunden, wo auch der heilige Lutwinus begraben ist. Die Mönche des Klosters konnten frei darüber verfügen.

Die Größe Rodens war mit 15 Höfen und ihrem dazugehörigem Ackerland und 1 Herrenhof angegeben. Der Herrenhof Roden war königliches Eigentum. Er hat bis zu Beginn des 10. Jahrhunderts als Königshof der Verwaltung eines Hofmeiers unterstanden, der mit Hilfe des nach Hofrecht beurteilten Gesindes das Königsgut im fiskalischem Interesse bewirtschaftete. Neben den Abgaben und Diensten der Bauern erhielt das Kloster Mettlach auch alle sonstigen Rechte in Roden und Einnahmen von Wald-, Wiesen-, und Flussgebieten. Erst königlicher Hof, dann grundherrliches Dorf, politische Gemeinde, Landgemeinde, Stadtteil, das sind die Entwicklungsstufen des an geschichtlichen Wechsaelfällen reichen Ortes Roden.
Im 30 jährigen Krieg war das Verhältnis zwischen den Rodenern und Lantwein Bockenheimer, ihrem neuen Grundherrn, zumindest anfangs einigermaßen gut. In der nur 10jährigen Dauer seiner Herrschaft über Roden schloss Bockenheimer mehrere Verträge mit den Rodenern, die beiden Seiten von Nutzen waren. Dabei hervorzuheben sind dabei die Verträge, in denen der Rodener Gemeinde zuerst das Waldeigentum und später auch die praktisch uneingeschränkte Nutzung des Waldes zugesprochen wurde. Für die Rodener bedeutete dies neben dem Brenn- und dem Bauholz, das der Wald lieferte, vor allem auch die Möglichkeit, ihn ohne weitere Abgaben zur Schweinemast (Eicheln) und zur Futterbeschaffung für das Vieh im Winter (Laub) zu nutzen. Die Bedeutung des Abkommens zwischen Grundherrn und Rodenern wird auch schon daran deutlich, das Roden mit seinem verhältnismäßig großem schon zu Zeiten des Klosters Mettlach neben der Landwirtschaft „weitgehend waldwirtschaftlich „ genutzt wurde. Die Urkunden aus den Jahren 1594 und 1597 in denen diese Verträge niedergeschrieben worden sind, liegen heute – zusammen mit der Verzichtserklärung des Grundherrn Bockenheimer auf die ihm zustehenden Rechte im Wald – im Stadtarchiv Saarlouis.

Zu Beginn 1600 kommt Roden von Bockenheimer durch Tausch an Wilhelm Martzloff von Braubach.(daran erinnert heute noch die Braubachstraße). Im Jahr 1633 verkaufte Braubach, der Herr von Dillingen war, zusammen mit dem halben Vogtrecht an die Familie de Savigny. Wie lange Roden in Besitz dieser Familie geblieben ist, kann aufgrund fehlender Unterlagen nicht gesagt werden. Das Alltagsleben der Menschen in Roden wurde jedoch hauptsächlich von den feststehenden Abgaben und Diensten bzw. der im Jahre 1633 niedergeschriebenen Dorfordnung geregelt. Alle diese festgelegten Bestimmungen bleiben auch bei den Wechseln in der Grundherrschaft unangetastet, sodass sich das tägliche Leben der Rodener praktisch nicht veränderte.
Im Jahre 1633, zur Zeit der Ausfertigung der Urkunde, besaßen die Herren von Dillingen das Grundrecht und das halbe Vogtrecht in Roden. Die zweite Hälfte des Vogtrechtes war im Besitz der Herren von Chriechingen (Gebiet Saarwellingen).

• Der Dillinger Herr allein, kann Ein- und Auszug erlauben, nur er gebietet über Wald und Fluss, Weide, Weg und Steg. Auch das Jagdrecht steht dem Herrn allein zu.

• Die Strafgelder für Feld und Forstfrevel gehörten dem Herrn von Dillingen allein

Als bevorzugtes Gebiet für eine Industrieansiedlung kam der Rodener Wald in Betracht. Dieses gemeindeeigene Waldgebiet lag nördlich der Stadt und in unmittelbarer Nähe der Dillinger Hütte. Heute befinden sich auf diesem Gelände die Ford – Werke Saarlouis. Gerade die Nähe zu den Dillinger Hüttenwerken machte das Gebiet des Rodener des Rodener Waldes zu einem bevorzugten Standort für eine mögliche Ansiedlung von Industriebetrieben. Als potentieller Käufer kam die französische Gesellschaft „Société Anonyme des Hautes- Fourneaux et Fonderies de Pont à Mousson“ in Frage die ein 250 ha. großes Gebiet zur Anlage eines Walz- und Röhrenwerkes benötigte. Da das Gelände des Rodener Waldes nur etwas 135 ha umfasste, bot der Saarlouiser Bürgermeister Hector – unter Vorbehalt der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung – der „Société Anonyme“ am 22. September 1919 neben dem Wald auch Teile des angrenzenden den Gemeinde-Ackerlandes, mit ca. 110 ha. Fläche, zum Verkauf an.

In Roden erfuhr man von diesem Verkaufsangebot erst 2 Tage später. Die Empörung über den möglichen Verkauf des Ackerlandes machte sich in auf einer auf einer am selben Abend stattfindende Bürgerversammlung in Roden Luft. Die etwa 700 anwesenden Rodener sprachen sich einstimmig gegen den Verkauf des Ackerlandes aus, das für die Gemeinde von großer Bedeutung war. Gegen den Verkauf des Rodener Waldes hatte die Mehrheit grundsätzlich nichts einzuwenden, falls der Erlös hauptsächlich der Gemeinde Roden zukommen würde. Die Stadtverordnetenversammlung billigte bereits einen Tag später den Beschluss der Rodener Bürgerversammlung mit der Auflage, dass, falls die „Sopciété Anonyme“ sich nicht mit dem Erwerb des Waldgeländes zufrieden geben würde, in Roden eine Volksabstimmung über den Verkauf des Ackerlandes stattfinden sollte. Da die „Société Anonyme“ das angrenzende Ackerland miterwerben wollte, fand die Volksabstimmung am 28. September 1919 in Roden statt. Bei einer Beteiligung von ca. 40 % der wahlberechtigten Rodener Einwohner entschied sich eine knappe Mehrheit von 654 zu 635 Stimmen gegen den Verkauf des Gesamtgebietes. Die Stadtverordnetenversammlung hielt sich entgegen ihrer Zusage jedoch nicht an die, wenn auch knappe, Entscheidung der Rodener Bürger. Auf der am nächsten Tag stattfindenden Sitzung beschlossen die Stadtverordneten gegen die Stimmen der meisten Vertreter aus Roden den Verkauf des Waldes und des angrenzenden Ackergeländes, mit einer Gesamtgröße von etwa 245 ha, an die „ Société Anonyme“ des Hauts-Fourneaux et Fonderies de Pont à Mousson“. Der Kaufpreislag bei ca. 4,5 Mio. Papiermark für das gesamte Gelände, wobei noch ca. 6 Mio. Papiermark durch den Verkauf des Nutzholzes eingenommen wurden. Der Kaufvertrag wurde am 01. November 1919 im Saarlouiser Rathaus unterzeichnet. Am 24. Februar 1920 rundete ein weiterer Kaufvertrag über 3 ha. Ackerland das Gebiet ab. Die Folge dieser Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung am 18. Dezember 1919 erreicht, bei der folgender Beschluss einstimmig angenommen wurde.
Die Stadtverordnetenversammlung genehmigt den Verkauf des Wald- und Feldgeländes mit der Maßgabe, dass von den Zinsen ein Teilbetrag von jährlich 100.00 Mark für öffentliche Zwecke allein außerhalb des allgemeinen Wirtschaftsetats für Roden zu verwenden ist, bis die in den Eingemeindungsverträgen versprochenen Aufgaben erfüllt sind.

Die Unstimmigkeiten zwischen den Stadtverordneten aus Roden und Saarlouis über das Vorgehen beim Verkauf des Rodener Wald- und Ackergeländes hielten noch eine Zeit lang an, vor allem weil die Inflation das erhaltene Geld praktisch wehrlos machte. Hinzu kam, dass die „ Société Anonyme“ bzw. die als ihre Tochtergesellschaft gegründete und nun für das gesamte Areal zuständige „Saarindustrie GmbH“ zwar den Rodener Wald abholzen ließ, aber trotz der im Vertrag festgelegten Bedingungen kein Industriewerk auf dem Gelände errichtete. Man hatte also den Wald und das Ackerland verkauft, ohne die gewünschten Arbeitsplätze zu erhalten und stand auch mit leeren Händen da. Da in der Folgezeit abzusehen war, dass die „Saarindustrie“ kein Industriewerk mehr auf Rodener Bann errichten würde, versuchte die Stadt seit Mitte der 20er Jahre, das Gelände zurückzukaufen oder Einfluss auf dessen weitere Entwicklung zu nehmen. Im Jahre 1933 gelang es der Stadt, das ehemalige Waldgelände von der „Saarindustrie“ für zunächst sechs Jahre zurück zu pachten. Auf einen kleinen Teil, ca. 28 ha., wurden Wiesen angelegt, der restliche Teil des Geländes sollte in den folgenden Jahren entwässert und gerodet werden und an die Rodener Arbeitslosen verteilt werden.

Die in Zusammenhang mit dem Verkauf des Rodener Waldes zugesagten Straßen- und Kanalarbeiten förderten in Roden zwischen 1922 und 1932 eine Vielzahl von Grab- und Hortfunden zutage. In der Josefstraße und am Friedhof fand man weitere Brandgräber aus der Spät-La-Tène-Zeit. Wesentlich häufiger stieß man jedoch auf Überreste aus römischer Zeit .Da die Ernährungslage der Rodener im Herbst/Winter 1945/46 so schlecht war und sich das Überleben damit nicht sichern ließ, versuchten sie, sich durch Kartoffel- und Gemüseanbau, auf einem kleinen privaten Stück Land oder zumindest einem kleinem Garten selbst zu versorgen. Ebenfalls sammelte man je nach Jahreszeit: Beeren, Pilze, Bucheckern oder Brennnesseln im Wald, um den Speiseplan damit zu erweitern.
1957 ging die Verwaltung der Saaegruben an einen deutschen Träger über, , wobei Frankreich jedoch das Recht eingeräumt wurde, einen beträchtlichen Teil der Kohleförderung der Kohlenförderung zu beziehen und innerhalb von 25 Jahren von Lothringen aus 66 Millionen Tonnen Warndtkohle aus dem Warndtwald abzubauen.

Am 16. Juli 1955 wurde der „Flugsportverein Saarlouis“ in der Gaststätte Fox in Roden gegründet. Der Verein pachtete sich von der „Saar-Bauindustrie“ einen Geländestreifen, auf dem die Mitglieder in mühevoller Arbeit eine 40 x 250 Meter große Piste anlegten. Das Gelände. Das die „Saar-Bauindustrie“ den Rodener Fliegern zur Verfügung stellte, lag auf Rodener Bann und hatte bis zum Jahre 1920 den südlichen Teil des Rodener Wald gebildet. Heute stehen dort die Saarlouiser Ford-Werke. Seit der Rodung des Rodener Waldes lag das Gelände brach, da sich bis 1955 noch kein Industriebetrieb dort hatte ansiedeln wollen. Im Mai 1956 kaufte die Stadt das ganze Gebiet zurück und verpachtete es unter Vorbehalt der ständig möglichen Kündigung, zu einem Teil an den „Flugsportverein Saarlouis“ und zum anderen Teil als Ackerland an verschiedene Landwirte.

Am 20. Juli 1966 kündigte die Stadt Saarlouis dem Flugsportverein Roden sowie den Rodener Landwirten. Da sie mit den Ford Werken in Verhandlung getreten war und diese das Land kauften und ein Werk errichteten.

Quelle: Geschichte der Kreisstadt Saarlouis, Band 6, Marc Finkenberg
Roden, Traditionsbewusstes Dorf und moderner Stadtteil.

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8. Mai 1945 – 71 Jahre Kriegsende

Deutschland 1945 – Das "tausendjährige" Nazi-Reich versank in einem Meer aus Blut und Tränen. Als am 8. Mai die Waffen endlich schwiegen, waren mehr als 60 Millionen Menschen tot. Gefallen an der Front, ermordet in Konzentrationslagern, verbrannt in Bombennächten, gestorben an Hunger, Kälte und Gewalt auf der großen Flucht. Als die Welt erfuhr, was in deutschem Namen nicht nur in den Lagern des Regimes geschehen war, kehrte sich der Zorn der Völker gegen Hitlers ganzes Volk.

Während Berlin im Straßenkampf unterging und zehntausende Menschen den Kampf bis zum bitteren Ende mit ihrem Leben bezahlten, entzog sich Reichskanzler Adolf Hitler am 30. April 1945 der Verantwortung durch Selbstmord – wie er angekündigt hatte. Zu seinem Nachfolger bestimmte er Großadmiral Karl Dönitz. Dönitz beauftragte Generaloberst Alfred Jodl, der Verantwortliche für die Kriegführung von Norwegen bis Nordafrika, die Kapitulationsverhandlungen im amerikanischen Hauptquartier in Reims zu führen. Jodl versuchte noch, die Kapitulation gegenüber der roten Armee hinauszuzögern, um den Deutschen in den Ostgebieten die Flucht nach Westen zu ermöglichen, allerdings ohne Erfolg.

Generaloberst Jodl unterzeichnete am 7. Mai 1945 in Reims im Hauptquartier von General Dwight D. Eisenhower, Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs. Sie trat am 8. Mai 1945 um 23 Uhr in Kraft.
Der sowjetische Diktator Josef Stalin drängte auf eine Wiederholung der Zeremonie im sowjetischen Machtbereich. In der Nacht zum 9. Mai unterschrieb Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht, die Kapitulationsurkunde im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst. Nach mehr als fünf Jahren Krieg schwiegen in Europa endlich die Waffen.

KAPITULATIONSERKLÄRUNG

1. Wir, die hier Unterzeichneten, handelnd in Vollmacht für und im Namen des Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht, erklären hiermit die bedingungslose Kapitulation aller am gegenwaertigen Zeitpunkt unter deutschem Befehl stehenden oder von Deutschland beherrschten Streitkräfte auf dem Lande, auf der See und in der Luft gleichzeitig gegenueber dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditions-Streitkräfte und dem Oberkommando der Roten Armee…..

Unterzeichnet zu Berlin am 8. Mai 1945
gez. v. Friedeburg gez. Keitel gez. Stumpff für das Oberkommando der deutschen Wehrmacht

Quelle: LPB Landeszentrale für politische Bildung Baden Würthemberg

https://www.lpb-bw.de/kriegsende.html

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Rückblick – Chorfahrt des Männerchores 1864 Roden nach Luxemburg

Nach Luxemburg führte den Männerchor 1864 Roden seine Vereinsfahrt. Das Großherzogtum Luxemburg (französisch Grand-Duché de Luxembourg, luxemburgisch Groussherzogtum Lëtzebuerg) ist ein Staat und eine parlamentarische Demokratie in Form einer konstitutionellen Monarchie[1] im Westen Mitteleuropas. Es ist das letzte von einst zwölf europäischen Großherzogtümern (bzw. Großfürstentümern, wie sie in den meisten osteuropäischen Sprachen genannt werden). Mit einer Fläche von 2586 Quadratkilometern ist Luxemburg einer der kleinsten Flächenstaaten der Erde und (nach Malta) das zweitkleinste Land der Europäischen Union. Es grenzt im Süden über 73 Kilometer an die Französische Republik, im Westen über 148 Kilometer an das Königreich Belgien und im Osten über 135 Kilometer an die Bundesrepublik Deutschland. Die wirtschaftliche Bedeutung des Landes übertrifft mit Rang 70 aller Staaten weltweit beim nominellen Bruttonationaleinkommen diejenige weitaus größerer und bevölkerungsreicherer Staaten auch in der Europäischen Union. Mit Belgien und den Niederlanden bildet Luxemburg die Beneluxstaaten.

Isabelle Goldmann, Chorleiterin des Männergesagvereines nahm die Führungen vor.

Quelle: Wikipedia

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Das Kreuz im ehemaligen Rodener Wald (heute an der Ecke Hoch/Mathiasstr.)

Am Hesselsweg im ehemaligen Rodener Wald wurde im Jahre 1931 der damalig siebzehnjährige Junge Theobald aus der Viktoriastr. Bei einer Treibjagd tödlich getroffen.

An der Unfallstelle ließ die Familie zunächst ein Birkenkreuz errichten, das später durch ein besseres Kreuz ersetzt wurde. Der Stellmacher Jakob Gergen aus der Donatusstr. brach sich bei einem Spaziergang 1965 im Rodener Wald den Fuß. Da er nicht mehr weiter gehen konnte, versprach er, das Kreuz im Walde zu erneuern, wenn ihn jemand finden würde.

Eine Frau, die mit ihrem Auto vorbeikam, fand ihn und brachte ihn ins Krankenhaus. Nach seiner Genesung fertigte er ein neues Kreuz an und stellte es an die stelle des alten Unfallkreuzes.

Beim Bau der Fordwerke und der Umgehungsstr. 1966 wurde das Kreuz von Herrn Josef Näckel an der Hoch-/Matthiasstr. Neu aufgestellt.

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Rückblick – Chorfahrt des Männerchores 1864 Roden nach Luxemburg

Nach Luxemburg führte den Männerchor 1864 Roden seine Vereinsfahrt. Das Großherzogtum Luxemburg (französisch Grand-Duché de Luxembourg, luxemburgisch Groussherzogtum Lëtzebuerg) ist ein Staat und eine parlamentarische Demokratie in Form einer konstitutionellen Monarchie[1] im Westen Mitteleuropas. Es ist das letzte von einst zwölf europäischen Großherzogtümern (bzw. Großfürstentümern, wie sie in den meisten osteuropäischen Sprachen genannt werden). Mit einer Fläche von 2586 Quadratkilometern ist Luxemburg einer der kleinsten Flächenstaaten der Erde und (nach Malta) das zweitkleinste Land der Europäischen Union. Es grenzt im Süden über 73 Kilometer an die Französische Republik, im Westen über 148 Kilometer an das Königreich Belgien und im Osten über 135 Kilometer an die Bundesrepublik Deutschland. Die wirtschaftliche Bedeutung des Landes übertrifft mit Rang 70 aller Staaten weltweit beim nominellen Bruttonationaleinkommen diejenige weitaus größerer und bevölkerungsreicherer Staaten auch in der Europäischen Union. Mit Belgien und den Niederlanden bildet Luxemburg die Beneluxstaaten.

Quelle: Wikipedia

Isabelle Goldmann, Chorleiterin des Männergesagvereines nahm die Führungen vor.

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Rodener Platt

Gallm – tiefgefrorene Hände und Füsse

gäh – tief

gääksen – in den höchsten Tönen schreien

gärksen – knarren (Schuhe, Dielen)

Gäschel – Pferdepeitsche

Galljer – Hosenträger

Gären – Schoeß

gebrellert – laut geschrien

Gede’ich – Kleider

gedrusset – aufgedonnert

gedurrengelt – verhauen

gegot˽schelt – abgebettelt

geheien – sich plagen

Geheichnis – Behaglichkeit

(of de) gei – Kirmesmusik (Geigenspieler)

gemällich – angenehm

gemôndet – schlecht angezogen

Géms – Lust auf gutes Essen 

Geschlääfs – Anhang    

geschurrengelt – herumgewirbelt

glennen – Erntenachlese

grôôzen – mit Grauschimmel behaftet

Gre’ifchin – junges Mädchen

Gäng unn Lääf – Beehördengänge

Gesocks – Gesindel

gestronzt – angegeben           

gestronzt – Haarfrisur

gewaicht – verhauen

Gille – Herrenweste

Gluntsch – Schaukel

Gommert – Gurke (frz.: concombre)

Good – Patin

Gou – Eßlust

Gooben – Haufen

grääzen – schlecht riechen , ranzige Butter

Graddel – stolze Freude

graddelig – krummbeinig

Gramätscheler – Nörgeler

Grees – alte Frau/Hexe (Weiberfastnacht)

Grombern – Kartoffeln

Gutzin – Bonbon

Gourpanz – Vielfraß

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Damals – Der Kettlerverein

Kettlerhäuser Heute

Kettlerhäuser Heute

Der Rodener  Kettlerverein wird mit der Rodener Nachkriegsgeschichte zu einem späteren Zeitpunkt eng verknüpft mit dieser angesehen werden; denn mit dem seit Kriegsende sich vollziehenden Neu- und Wiederaufbau von Roden ist auch der Kettlerverein verbunden, da er in dieser Zeitepoche begann, den Gedanken des sozialen Wohnungsbaues in die Tat umzusetzen. Es ist nicht zu verkennen, dass der Verein in dem so arg zerstörten Roden ein dankbares Betätigungsfeld gefunden hat, um so mithelfen zu können, die überaus große Wohnungsnot zu lindern. Mit eine der ersten und großen Aufgaben des Vereins ist es, der Familie, dem besten und wertvollsten Volksgut, ein menschwürdiges Dasein zu schaffen in Gestalt eines Eigenheimes und dadurch einen tatkräftigen Beitrag zur Verminderung der Wohnungsnot zu leisten.

Das Bauprogramm des Vereins beschränkt sich im Augenblick auf die Erstellung von drei Häuserblocks mit je sechs Wohnhäusern, von denen der erste Häuserblock vor der Fertigstellung der Rohbauten steht. Diese sechs Häuser sind bis jetzt aus den Beiträgen der Mitglieder finanziert und durch den rührigen Fleiß aller im Wege der Gemeinschaftsarbeit erstellt worden. Bis zum Herbst dürfte das erste große gesteckte Zeil, die schlüsselfertige Herstellung der sechs Häuser erreicht sein.

Bis Mitte Mai wurden durchschnittlich von jedem Mitglied 770 Arbeitsstunden geleistet. Die Gesamtstundenzahl beläuft sich auf rund  13.000 Stunden bis Mitte Mai. Sämtliche vorkommenden Arbeiten werden, soweit dies nur überhaupt angängig ist, von den Mitgliedern ausgeführt, angefangen von der Steinproduktion bis zur Zimmererarbeit. Da der größte Prozentsatz der Arbeiten nur durch die Schaffenskraft der Hände  bewerkstelligt wird, erscheint die Zahl der erforderlichen Arbeitsstunden für ein Wohnhaus mit ca. 2.500 Stunden im Augenblick etwas hoch , doch bei näherer Betrachtung der Abwicklung des Bauprogrammes, die ohne jegliche maschinelle Hilfe erfolgt, ist dies immerhin eine noch beachtliche Leistung. Hierzu kommt, das sich die Summe der dadurch ersparten Gelder pro Haus weit über 600 000 ffrs. Beläuft. Diese Tatsache fällt immerhin bei der Finanzierung eines solchen Bauprogrammes entscheidend ins Gewicht. Hierdurch wird erreicht, daß sich die einzelnen Häuser ib ihrem Gestehungspreis weit unter dem üblichen Preis bewegen, was eben nur dadurch erreicht werden kann, das enorme Eigenleistungen mit einkalkuliert werden.

Wenn nach zwei bis drei Jahren der Verein sein Bauprogramm abschließen kann, so darf er für sich die Gewißheit in Anspruch nehmen, mitgeholfen zu haben, das Wohnraum geschaffen wurde und gleichzeitig ein dringendes und überaus wichtiges Problem, das des sozialen Wohnungsbaues, in den Vordergrund gestellt zu haben.

Quelle: Festschrift 1000 Jahre Pfarrei Roden, Heinz Bös

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1925 Rheinische Jahrtausendfeier Saarland

In dem nach dem 1. Weltkrieg besetzten deutschen Rheinland zu dem auch das Saarland gehörte, fand 1925 die Rheinische Jahrtausendfeier statt. In vielen Städten und wurden dazu Festumzüge veranstaltet.

Quelle: Erinnerungsbuch der Jahrtausendfeier im Rheinlande 1925

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Die Rodener Tage 2016 finden statt


Hurra – es gibt ihn doch noch. – Wen? – werden Sie sich fragen.  Ganz einfach – den Rodener Gemeinschaftsgeist. Das Bestreben, in unserem schönen Stadtteil auf Vereinsebene wieder zusammen etwas auf die Beine zu stellen. Die in diesen Tagen neu gegründete Initiative zur Erhaltung der Rodener Tage hat bereits einiges bewegt. Mit tatkräftiger Unterstützung der in Roden ansässigen Firmen Sacksteder, Gersing und Osbild haben sich unter Federführung von Hans Werner Strauß DJK, KARO Blau Gold, Fußballclub, Tennisfreunde, Rodener Fohlen, Malteser, FC Fraulautern-Steinrausch und Freiwillige Feuerwehr, Löschbezirk Ost (erstmalig dabei!) entschlossen, die Rodener Tage wieder traditionell als Eröffnung der Saarlouiser Woche durchzuführen.


An zwei Tagen, am 27. und 28. Mai,  wird auf dem Marktplatz wie gewohnt gefeiert. Auch Vertreter der beiden großen Volksparteien (Marc Speicher und Peter Demmer), sowie der Vorsitzende des OIV Roden, Alois Rau, haben sich positiv über die neue Entwicklung ausgesprochen und ihre Unterstützung zugesagt. Als erster Erfolg kann die Übernahme der Schirmherrschaft durch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer angesehen werden.

Neben den oben genannten Vereinen haben sich bereits elf weitere Interessenten als Standbetreiber gemeldet. An einem attraktiven Programm, bei dem für alle Altersklassen etwas geboten wird, wird derzeit gearbeitet. Gesucht werden hierfür u.a.  auch junge Aktive aus Roden und Umgebung, die sich gerne auf der Bühne vorstellen wollen. Singen, tanzen, alles ist möglich…  Meldet Euch einfach mit euren Ideen.

Neben der aktiven Beteiligung durch das Betreiben eines Standes besteht für jeden Bürger, für jeden Gewerbetreibenden, die Möglichkeit unsere Gemeinschaft durch eine Spende zu unterstützen. Jeder noch so kleine Unterstützungsbetrag ist uns herzlich willkommen. Der größte Saarlouiser Stadtteil ist aufgerufen, die Rodener Tage zu unterstützen.
Die offizielle Eröffnung des Festes ist für Freitag, den 27. Mai 2016, vorgesehen. Das genaue Programm wird rechtzeitig veröffentlicht.
In diesem Sinne – machen Sie die Rodener Tage 2016 zu Ihrem ganz persönlichen Fest.

Meldungen und Rückfragen bitte an Hans Werner Strauß, Tel.: 0172 6863463 oder hwstrauss(at)schlau.com.

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Damals vor vielen Jahren – Goldene Kommunion in Roden

Die Teilnehmerinnen der Goldenen Kommunion trafen sich auf dem Schulhof der Donatusschule Roden um dann durch die Schulstr. in die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt einzuziehen. Unter den Klängen der Orgel schritten sie feierlich durch den Hauptgang zum Altar.

Die Angehörigen und Familienmitglieder begleiteten ihre „Kommunionkinder“ von einst bei diesem feierlichen Festakt. Nach der Messe feierten dann alle zusammen zu Hause oder in einem Restaurant.

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Wir schreiben unsere Geschichte – Damals – Kommunion 1971

Meine 1. Hl. Kommunion am 18. April 1971

Meine 1. Hl. Kommunion am Weißen Sonntag 1971 war ein sehr schöner Tag für mich. Auch das Wetter spielte mit 25° Celsius mit. Bei strahlender Sonne stellten sich 4 Mädchen- und 4 Jungenklassen im Schulhof der Donatusschule auf. Dort wurden wir von Pastor Thiel und Kaplan Niederländer eingesegnet und abgeholt. Unter Begleitung des Musikvereins und mehrerer Fahnenabordnungen ging die Prozession dann bis in die Kirche Maria Himmelfahrt. Dort empfingen wir in einer langen und feierlichen Messfeier unsere 1. Heilige Kommunion. Die Mädchen hatten alle weiße Kommunionkleider an, die Jungen dunkle Anzüge.
Ich trug einen dunkelblauen Kommunionsanzug, ein weißes Hemd, eine blaue Fliege und schwarze Schuhe. Eine lange Kommunionskerze mit Namen und Datum 18.04.1971 und einen Tropfenfänger (ein kleines weißes Tuch das zum Tragen der Kerze um das Ende der Kerze gelegt wird). Ebenfalls ein Gebetbuch mit schwarzem Einband und goldenem Kreuz sowie einem schwarzem Rosenkranz.

Gefeiert wurde nach der Messe bei uns Zuhause im Wohnzimmer. Damit wir genug Platz hatten, um die Tische und Stühle aufzustellen wurden sämtliche Schränke aus dem Wohnzimmer rausgestellt. Zum Mittagessen gab es als Vorspeise Rindfleischsuppe mit Markklößchen und Reis. Als Hauptgang gab es Rinderbraten mit Burgundersauce mit Kartoffelklößen und Rotkraut sowie grünem Salat. Ebenso Schweinerollbraten mit Pommes Frites und einer Gemüseplatte. Als Nachspeise gab es Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Zum Fotograf brauchte ich an diesem Tag nicht, da meine Oma 14 Tage vorher mit mir in Saarlouis beim Fotografen war. Dort ist bereits ein Bild im Kommunionsanzug mit Kerze, Gebetbuch und Rosenkranz aufgenommen worden. Da meine Eltern eine Schuhmacherei hatten, ließen diese Dankeskarten drucken. Darauf stand unter meinem Bild: Vielen Dank für das schöne Geschenk! Diese werden mit Kuchen, einer Schachtel Pralinen oder einer Tafel Schokolade für ein Geschenk abgegeben.

Als Geschenke habe ich u. a. bekommen: ein silbernes Armband mit Namensgravur, eine Kette, meine 1. Armbanduhr, ein Paar Manschettenknöpfe mit Monogramm, ein großes Mäppchen, eine Collegetasche, einen Fußball, ein Federballspiel, eine Blumenvase, mehrere Abenteuerbücher, Füller, Schreibset, ein Fahrrad, Gesellschaftsspiele sowie eine Rakete mit Abschussrampe und Fallschirm. Nach dem Auspacken der Geschenke wurde gegen 15.30 Uhr Kaffee getrunken mit selbstgebackenen Kuchen und Torten. Die Männer saßen am Nachmittag draußen im Hof und spielten bei dem schönen Wetter Skat.
Um 17 Uhr mussten die Kommunionkinder die Vesper in der Kirche besuchen. Dazu sollte man Zuhause bei den Gästen Geld sammeln und für die Kollekte mitbringen.

Zum Abendessen gab es ein selbstgemachtes kaltes Buffet, hergestellt und angerichtet von unseren Küchenhilfen, was meine Tanten und Großtanten waren. Rundum ein gelungener Tag der am Montag fortgesetzt wurde. Auch an diesem Tag mussten wir morgens einen Dankgottesdienst besuchen und zu Mittag wurden die Reste vom Vortag gegessen. Genauso wurden zum Kaffee die Kuchenreste vom Vortag verspeist Nach dem Kaffeetrinken ging ich mit meinem Vater und meinem Onkel schräg gegenüber auf die Wiese neben der alten Mühle Abel, um die Rakete auszuprobieren, die man hochschießt und am Fallschirm runterkommt. Mein Vater und mein Onkel mussten die Rakete zuerst ausprobieren. Bei Ihrem 1. Versuch blieb die Rakete oben in der Pappel hängen und war auch 10 Jahre danach noch oben im Baum. Wäre es mir als Kind passiert, ich wäre auf den Kommentar meines Vaters gespannt gewesen.

Stefan Seiwert

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Wir schreiben unsere Geschichte – Damals – Kommunion 1963 2. Tag

Montagmorgen zog ich die eigens für diesen Tag gekauften Kleider an und wir gingen zur „Dankmesse“. Nach der Messe ging es weiter mit dem Mittagessen. Alle die auch am Sonntag gefeiert hatten waren vor Ort. Nachmittag gab es Kaffee, Kuchen und Abends warmes Essen. Ich mußte nicht mehr den ganzen Tag an der Tafel sitzen!

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