Schlagwort-Archiv: Rodena Heimatkundeverein Roden e.V.

Faasend in der Saarlouiser Sonnenresidenz

Mit dem Einmarsch des Prinzenpaares wurde die Faasend eröffnet. Weiter ging es mit dem
Solovortrag von Herrn Rullang, dem Auftritt der Sitztanzgruppe, einer Büttenrede von Tanja Fuhrmeister und dem Einmarsch von Karo Blau Gold.

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Damals – „Dienstleute im alten Saarlouis“

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Vor langer Zeit sprach man von sterbenden Berufen. Wir haben uns die Zunft der Dienstmänner die auch Sackträger genannt wurden, herausgesucht. Dieser Beruf war eng mit unserer alten Stadt verbunden. Es wird unterschieden zwischen diesen Sackträger, ehrbaren Menschen und den notorischen Nichtstuern, den Eckenstehern.

Wir erinnern uns an die Sackträger – sie waren ehrliche Leute, von kräftiger Gestalt, etwas rauh, ein paar etwas grob – aber selbstbewusst. Sie standen an den Ecken des Marktes an der Deutschen und Französischen Straße und waren sehr hilfsbereit. Die Sackträger waren die „Dienstleute“ der kleinen Stadt. .Arbeiten wie Umzüge, Transporte, Kartoffeln einkellern, Kohlen in den Keller bringen, Besorgungen jeder Art gehörten zu ihrem Arbeitsbereich. Sie waren da wenn sie gebraucht wurden und erledigten dann sach- und fachgerecht ihre Arbeit. Besonderst gefragt waren die Dienstmänner an den Markttagen. Man hört nie etwas schlechtes über sie.

Unter den Dienstmännern gab es keinen Neid. Jeder von Ihnen hatte seine Kundschaft. .Die Großhändler ließen sie die Waggons entladen. Die Namen der Dienstmänner waren:

Damde – Sperling – Hähnchen – Hohe – Fougle – Latte Muth – Malsac – Asskocklemus – Memper Miller – Schneider – Thoma – der jengscht Muth.

Der Primus inter pares war „der dicke Damde“, ein breiter, stämmiger Mann. Trotz seines behäbigen Ganges besaß er genügend Autorität um bei einem größeren Einsatz von Sackträgern diese einzuteilen. Ihm wurden auch schwierige Arbeiten aufgetragen.

Damde war auch noch der Präsident des „Hämmelzpänzchen“. An Fasnachtsmontag und Dienstag sind diese Männer mit Frauenröcken maskiert und „met e Rido“ vor dem schwarzen Gesicht durch die Stadt gezogen und den „Hämmelspänzchen-Baal“ ankündigten sie als „de scheenste Baal of de Welt“. Damde sorgte für Ordnung beim „Hämmelspänzchen-Baal“ Die Besitzer des „Münchener Kindl“ Frau und Herr Först konnten sich auf ihn verlassen. Damde war der „Ballarrangeur“.

Der dicke Damde verkaufte nach der Ernte auch Zwiebeln an seine Kundschaft die mit den Lieferungen sehr zufrieden waren.

Die Männer ruhten sich im Sommer nach dem Essen auf den Kellertüren der Eckhäuser aus und schliefen den Schlaf der Gerechten. Wenn dann die Sonne einmal einem der Schläfer auf das Gesicht und die Hand brannte, sagte er wohl dem neben ihm stehenden Nachbar im Halbschlummer: „Leim er de Hand aus da Sonn!“ Andere Bewohner der Stadt diskutierten über die Tagesereignisse des „Städtchens“. Politik war damals nicht gefragt. Während der Arbeit priemten alle, hatten sie Ruhe „dämpten“ sie kurze Pfeifen.

Die Dienstmänner waren auch bei Beerdigungen gefragt. Sie trugen die Leiche in den Totenwagen und vom Totenwagen zum Grab. Damals gab es Beerdigungen der 1., 2., und 3. Klasse. Bei den Beerdigungen der 1. Klasse trugen sie schwarze Anzüge mit Zylinder.

In der 2. Klasse trugen die Dienstmänner einen schwarzen Rock und eine gewöhnlichen Hose. Bei Beerdigungen der 3. Klasse sah man schon an der Kleidung das dies die letzte Klasse war.

Die Männer gingen nach ihrer Arbeit in ihre Stammwirtschaften. Damals waren dies „bei de Bonne Günther“ onn „bei der Bernefeld“. Dort wurde wie auch bei allen besondert schweren Arbeiten „Lesler-Schnapes“, von der Branntweinbrennerei „Linslerhof“ getrunken. Der „Lesler-Schnaps“ hatte hohes Ansehen – es gab keinen Schnaps der besser war. Der Wirt hätte es nicht gewagt, den Männern anderen Schnaps auszuschenken.

Die Wirtschaft „Mamm Morant“ am Bahnhof hatte keinen „Lesler“ im Ausschank. Die Dienstmänner gingen dort nicht hin. Später kam der Schnaps von „Baluschel“ auf der dann von den Sackträgern getrunken wurde.

Den Preis für die Dienstleistungen musste man immer vorher abmachen – oder man das Nachsehen wie nachstehnden Geschichten entnehmen kann:

In einem Betrieb sollte eine Maschine, teilzerlegt, Gesamtgewicht 4.000 kg, entladen werden. Der Firmeninhaber bestellte den Sprecher der Dienstmänner und fragte diesen nach dem Preis. Dieser sah sich die Maschine und den Transportweg an und forderte für sich und seine Freunde 400,– RM. Dem Geschäftsführer war dieser Preis zu hoch und der Dienstmann sage: „Dann lad dir die Maschine selber ab – mir hann us Kraft (und er zeigte auf seine Armuskeln) net se verschenken“. Es wurde neu verhandelt und man einigte sich auf 250,– RM.

„Hähnchen“ wurde zur der Beamtenfamilie H. gerufen weil deren Hund krank war. Die Hausherrin sagte ihm sie habe gehört, er sei hundeverständig und habe schon manchen Hund gesund gemacht. Der Sachverständige (im Nebenberuf Hundefänger), sagte: „Genn mer de Hond ruhig for väerzehn Dag mit, dann es er kuriert“. Der Hund war völlig überfüttert und wenn er dort keine Kur gemacht hätte, wäre er bald eingegangen. Hähnchen nahm den Hund mit nach Hause und gab ihm nichts zu Fressen. Bellte der Hund ging der Hundearzt nicht sehr zart mit ihm um. Nach 14 Tage brachte er den Hund zur der Familie zurück die sich sehr bedankte und ihm 15,– RM in die Hand drückte. Im Kreise seiner Freunde erzählte „Hähnchen“, dass er en gudd Geschäft gemacht hat.

Das waren zwei Geschichten der letzten Vertreter einer Zunft – sie Leben alle nicht mehr und wenn die ältere Generation gestorben ist – und nichts aufgeschrieben ist, wird man nicht mehr von den Dienstmännern sprechen – und sie waren doch ein Stück der alten Stadt Saarlouis!

Quelle: Saar-Zeitung 1942

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Rückblick – 155 Jahre Berg- und Hüttenarbeiterverein Fraulautern

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Der Berg- und Hüttenarbeiterverein St. Barbara Saarlouis-Fraulautern 1861 feierte Samstags und Sonntags sein 155-jähriges Vereinsbestehen mit dem Barbaratag in Fraulautern. Am Samstagabend um 17.30 Uhr wurde ein Bergbau-Symbol feierlich im Ortskern Fraulautern aufgestellt und vom Ehrenpräses des Vereins, Pfarrer Rolf Dehm, eingesegnet. Im Anschluss wurde auf dem Vorplatz des Vereinshauses der „Bergmännische Zapfenstreich“ aufgeführt.

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Erlebtes und Erlauschtes aus Roden

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Rodener Heimatkundeverein Rodena veröffentlicht Nachkriegs-Anekdotensammlung von Walter Schmolenzky

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Bild- und Textquelle: Dieter Lorig

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Heimatkundeverein Lisdorf – Führung durch die Saarlouiser Bibliothek

Der Lisdorfer Heimatkundeverein hatte zu einer Führung in die Bibliothek eingeladen. Dort befinden sich Sachbücher aller Wissensgebiete, Romane, Kinder- Jugendbücher, Noten, Zeitschriften, Mediothek, Hörbüchern usw.

Die Stadtbibliothek Saarlouis hat mehr als 50.000 Bücher im Bestand und ist eine der bestausgestatteten Bibliotheken im Saarland.

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Rückblick – Wachwechsel Löffelgarde Karo Blau Gold

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Die Wachablösung der Löffelgarde von Karo Blau Gold  aus Saarlouis-Roden fand im Donatuszentrum Roden statt. Mit dabei waren befreundete Karnevalsgesellschaften und  Gäste aus dem kommunalen Bereich. Über "ein Gefällt" unserer Seiten würden wir uns freuen!

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Damals – Industrie in Fraulautern

Wenn man über Fraulautern schreibt, ohne die Industrie zu erwähnen, wäre dies unvollständig. Die industrielle Entwicklung ging ziemlich sprunghaft vonstatten.

Durch die Französische Revolution wurde das damals weit über seine Grenzen hinaus bekannte Frauenkloster aufgehoben. Viel Negatives ist über das Kloster und seine Insassen geschrieben worden. Aber auch viel Positives ist geleistet worden. Die Fraulauterner Einwohner leisteten weiterhin Frondienste, wurden dafür reichlich entlohnt. In der Spinnstuff (M. Rehanek) wurden die Mädchen und Frauen an den langen Winterabenden in die Kunst des Spinnens eingeführt. Eine gut geführte Klosterschule sorgte für die geistige Entwicklung ihrer Schüler, die besonders in den Wintermonaten gut besucht wurde.

In diese fruchtbare Aufbauarbeit kam der Beschluß der französischen Revolutionsführung 1789, die Güter des Klosters einzuziehen. Nach langem hin und her wurde im Januar 1791 ein erster Verkauf angesetzt. Die beherzten Klosterfrauen hatten, unterstützt von ihren Untertanen, mutigen Männer aus Schwarzenholz und Labach ihr Hab und Gut nach den oben genannten Orten weggeschafft. Dort hatte das Kloster große Liegenschaften, besaß auch die Herrschaft über diese Orte und war dort den französischen Eingriffen nicht mehr ausgesetzt. Groß war die Wut und der Ärger der Franzosen, als sie ein leeres Kloster vorfanden. So einfach gaben die Klosterfrauen ihren Besitz nicht auf, mußten aber zusehen, wie ihr Kloster 1794 unter den Hammer kam.

Das ganze Anwesen wurde an einen Herrn Rouply verkauft. Der jetzige Besitzer veräußerte das meiste weiter. Die Klosterkirche diente noch ihrem Zwecke bis 1895 als Pfarrkirche. Danach wurde sie abgerissen. In einen Teil der Anlage, das Gebäude links vom Torbogen und weitere Gebäudeteile auf dem Areal des jetzigen Eisenwerkes Ställe, Remisen usw. wurden in eine Blechfabrik eingerichtet.

Quelle: H. Huffer

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Erinnerungen an die Beaumaraiser Faasend 1989

Nach dem großen Erfolg der Auftaktveranstaltung mit mehr als 70 Besuchern lädt der Verein für Mundart und Geschichte Beaumarais zu einer weiteren Filmvorführung am Dienstag, 7. Februar 2017 um 15 Uhr ins Dorfhaus Beaumarais, Hauptstraße 48, ein. Im Rahmen eines geselligen Beisammenseins mit Kaffee und Kuchen zum Selbstkostenpreis wird diesmal entsprechend der aktuellen Jahreszeit, Filmmaterial von der „Faasend“ in Beaumarais gezeigt. Der Verein präsentiert Filme von Fastnachtsumzügen und Ausschnitte aus Kappensitzungen, die mehr als drei Jahrzehnte im Archiv geschlummert haben.

Der Verein für Mundart und Geschichte Beaumarais setzt mit dieser Veranstaltung seine im vergangenen Jahr begonnene Reihe der Filmnachmittage fort. Der Vorsitzende Walter Löffler freut sich auch diesmal auf viele Besucherinnen und Besucher. Der Eintritt ist frei.

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Bildquelle: Walter Löffler

Rückblick – Baschtianstag

Am 20. Januar war „Baschtianstag“ und nach altem Brauch wird an diesem Tage in der Kirche zu Beaumarais ein feierliches Amt gehalten, zu Ehren des heiligen Sebastian. Vor 50 Jahren noch war das einer der höchsten Feiertage in der Gemeinde. Er unterbrach die Winterruhe der Dorfleute und die Frauen wußten und rechneten auch damit, dass die Männer nach der Messe „hängen bleiben“.

So wird es schon seit 260 Jahren geübt, denn als die Stadt Wallerfangen mit der Pfarrkirche zerstört wurde und die Einwohner umsiedeln mußten, da kam die 50 Mann starke Sebastianskompanie nach Saarlouis. Sie hatte rote Uniformen an, wenn sie, ihren Statuten gemäß, allen weltlichen und kirchlichen Feiern beiwohnten. Das waren die „Feinen“ aus der Sebastianusbruderschaft. Die anderen aber – die Wallerfanger der bäuerlichen Art – die zogen nach Beaumarais, das zur Zeit des Festungsbaues entstanden war und dem die gleichen Rechte wie der neugegründeten Stadt verliehen worden waren. –

Die Glocken der Wallerfanger Kirche kamen in die Kirche der neuen Stadt Saarlouis, die eine Kirche „zum heiligen Ludwig“ wurde, die kirchlichen Gewänder und Geräte aber wurden auf Befehl der weltlichen Behörde in die neue Pfarrkirche Beaumarais gebracht, die wie die Wallerfanger Kirche eine Kirche „zu den Heiligen Peter und Paul“ wurde.

Zu den in die Beaumaraiser Kirche verbrachten Geräten gehörte auch eine Figur des hl. Sebastian, wie er, an einem Stamm gefesselt, mit Pfeilen getötet wird. In den Pestzeiten, die die Stadt Wallerfangen heimgesucht hatten, hatten die Wallerfanger den „Pestheiligen“ Sebastian um Hilfe angefleht, hatten eine Sebastiansbruderschaft gegründet, hatten besondere Gebete verfaßt, hatten eine silberne Statue des Heiligen anfertigen lassen und hielten ihm zu Ehren eine feierliche Jahrmesse.

Die „Saarlouiser Wallerfanger“ hatten also die Bruderschaft mit ihrem Gepränge nach Saarlouis bekommen. Die „Beaumaraiser Wallerfanger“ aber hatten den Inhalt des Festes, das feierliche Gedenken des Heiligen in der Jahrmesse mit ihrem silbernen Sebastian mit der Reliquie mitgenommen. Diesen Sebastian haben wir nicht mehr. Weil er aus massivem Silber war mußte er während der französischen Revolution in die Münze (d.i. Geldprägeanstalt) wandern. Aber aus einem Inventar, das kurz vor der Zerstörung Wallerfangens angefertigt worden war, wissen wir, wie er aussah: etwa 30 cm hoch an einem Stamm aus Kupfer gefesselt und die in Silber gefaßte Sebastiansreliqie an einer Kette um den Hals tragend. Den kupfernen Baumstamm mit einer kleinen Sebastiansstatue, die eine Nachbildung des damals eingeschmolzenen Sebastians sein kann, hat noch das Pfarrhaus von Beaumarais. –

Kaum aber hatten die Beaumaraiser zehn Jahre lang ihren Heiligen und ihr Fest, da scheinen Streitigkeiten wegen des Besitzes der in zwei Teile gerissenen Bruderschaft entstanden zu sein. Das Staatsarchiv in Koblenz bewahrt die Entscheidung in einer Klage der Sebastiansbruderschaft des Dorfes Beaumarais wegen des Rechtes auf eine Stiftungswiese. Darin wird gesagt, „dass die Beaumaraiser freizusprechen seien, denn als es „dem König gefiel“, die Stadt Wallerfangen zerstören zu lassen, wurde die Bruderschaft des hl. Sebastian und die Reliquie nach Beaumarais gebracht. Dort wird am Tag des Heiligen und ihm zu Ehren eine Messe für die Seelen der abgeschiedenen Gläubigen gelesen. Also sind sie, kraft des Vorhandenseins der Bruderschaft, auch im Besitz der Stiftungswiese. Die Beaumaraiser sind es auch, die den Pfarrer für die Abhaltung der Jahresfeier bezahlen, ganz zu schweigen von den Kerzen, die sie jährlich stellen. Weil sie die strittige Wiese bis jetzt besassen, sollen sie sie auch weitergenießen – Die Klage der Antragsteller ist unbegründet, denn der König hat den besagten Beaumaraisern dieselben Freiheiten gegeben, wie den Bürgern der Stadt, was nicht abgestritten werden kann.“ –

So sind die Beaumaraiser also zu ihrem Sebastian gekommen. Die große Figur des Heiligen, die sich heute mit einem Platz im Glockenturm begnügen muß, stand vor der Renovierung der Kirche am Altar der Männerseite. Die Kirche besitzt auch noch ein silbernes Schaugerät, das als Mittelstück eine runde Silberkapsel mit der Reliquie des Heiligen birgt. Man kann annehmen, dass es die in dem alten Inventar erwähnte Reliquie ist, die der silberne Sebastian um den Hals trug.

Das Dorf Beaumarais war in seinem Anfang Nachfolgeort der alten Stadt Wallerfangen und gleichberechtigt mit Saarlouis. Es hat den Heiligen und sein Andenken. In den Kirchenbüchern der Saarlouiser Pfarrei des hl. Ludwig klang noch lange das Andenken Sebastians durch häufige Namensgebung nach. Und wir können es uns nicht versagen, den Besten von Ihnen, in die Erinnerung zurückzurufen, den 1930 verstorbenen Sebastian Egloff, den würdigsten Vertreter von Alt-Saarlouis, den ausgezeichneten Kenner der Saarlouiser Ortsgeschichte, den unübertrefflichen Kenner Saarlouiser Mundart

Quelle: DORA DIMEL / BEAUMARAIS Marschall Ney und seine Heimat

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Damals – Donner Brauerei Saarlouis

 

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Die Donnerbräu AG Saarlouis, umgangssprachlich auch als Donnerbrauerei bezeichnet, war von 1898 bis 1978 eine Bierbrauerei in Saarlouis. Sie braute dort in der Innenstadt unterschiedliche Biersorten, in Sammlerforen oft auf das Schlagwort Donnerbier reduziert, deren Export Saarlouis weit über die nationalen Grenzen hinaus bekannt machte.

Zudem war die Donner-Brauerei die einzige Brauerei im Saarlouiser Raum, die auch nach 1908 ihren Betrieb aufrechterhalten konnte. 2009 wird ein neu entstehender Park nach der Brauerei oder nach der Flurbezeichnung als „DonnerPark“ bezeichnet. Wobei der Terminus Donner sich in beiden Fällen von der Donnerquelle in Wallerfangen[1] ableitet, von der die Brauerei ihr Wasser seit der ersten erfolgten Übernahme her bezog. Infolge der Umbenennungen der Stadt Saarlouis hieß der Firmenstandort Saarlouis 1 (1907–1936), Saarlautern 1 (1936–1945) bzw. Saarlouis (1946 bis heute), was sich im jeweiligen Firmennamen niederschlug.

Direktoren waren in der Gründungsphase Oskar Tobias[2], mit Übernahme durch die Werger-Brauerei Wilhelm Siegfried, seit 1938 Dr. Otto Schmidt und nach dessen Tod 1944 seine Ehefrau Else Schmidt-Klett. Dr. Otto Schmidt und Else Schmidt-Klett waren zu dem Besitzer der Schloss-Brauerei in Neunkirchen.

  • 1898 Gründung als Actienbrauerei Saarlouis, Kürzel ABS, wobei der Name dem allgemeinen Wandel von Actien zu Aktien in Aktien-Brauerei Saarlouis angepasst wurde. Aus dieser wurde die Donnerbräu AG Saarlouis (1929).

Die Jahre 1918 bis 1936, also dem ersten Saarstatut sind gekennzeichnet durch die Übernahme der Donnerbräu durch die Wormser Werger Brauerei und den Wegfall der rechtsseitigen Absatzgebiete. Durch die Besetzung des Saargebietes durch Frankreich wurden die hier vorhandenen Absatzmärkte ausgebaut und die Biere der Brauerei gelangte so auch in die französischen Kolonien[2].

  • 1936 Umbenennung zu Donnerbräu-AG Saarlautern
  • 1945 Rückbenennung zu Donnerbräu AG Saarlouis nach dem Zweiten Weltkrieg

1954 erfolgte die Umfirmierung zur Donnerbräu GmbH Saarlouis, deren Leitung zuerst durch Peter Becker, danach durch Niko Becker, als Geschäftsführer wahrgenommen wurde. Die Brüder gehörten laut der Festzeitschrift "75 Jahre Becker" der Brauerei Gebrüder Becker zur dritten Generation des St. Ingberter Familienbetriebes. Die Donnerbrauerei wurde von der Becker Brauerei nur genau die mit Frau Else Schmidt-Klett ausgehandelte Sperrzeit von 25 Jahren offen gehalten[3]. 1978/79 erfolgte die Produktionsverlagerung nach St. Ingbert. Die dort befindliche Brauerei Becker (1877 bis 1998) musste 20 Jahre später ebenfalls die Produktion einstellen, und wurde von der Karlsberg Brauerei aus Homburg übernommen. In Saarlouis wurden durch den Abriss des Schornsteins 1986, den Abriss der Produktionsstätten 1992 und schließlich 2009 durch den Abriss des Sudhofes und der letzten Lagerreste im Bereich Wallerfangerstraße – Neue-Brauerei-Straße die letzten Reste der Brauerei bis auf die so genannte Grüne Villa, also die ehemalige Brauereiverwaltung, entfernt. Das Sudhaus stand bis 2009, da ansonsten, gem. Bebauungsplan der Stadt Saarlouis, die nahen mehrstöckigen Wohnhäuser nicht hätten errichtet werden können.

Auf dem ehemaligen Brauereigelände entsteht seit 2009 der DonnerPark, eine Wohnanlage.

Quelle: Wikipedia

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Damals – Kreidler das Moped unserer Jugend

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Die Kreidler’s Metall- und Drahtwerke G.m.b.H. Fahrzeugbau Kornwestheim bei Stuttgart war ein deutscher Hersteller von Mopeds, Mofas, Mokicks, Klein- und Leichtkrafträdern von 50 bis 80 cm³ Hubraum. Das Unternehmen wurde 1889 als Stuttgarter Telegraphendraht- und Kabelfabrik A. Kreidler in der Böblinger Straße 52 in Heslach gegründet, 1903 in die Mörikestraße, und 1904 nach Kornwestheim verlegt.

Die Motorradherstellung ging aus dem 1904 in Stuttgart von Anton Kreidler gegründeten Metallwerk hervor. In den frühen 1920er-Jahren sammelte Alfred Kreidler, der Sohn des Firmengründers, nach Abschluss seines Studiums an der Technischen Hochschule Stuttgart konstruktive Erfahrungen in Berlin, unter anderem in der Autoindustrie. Einer persönlichen Neigung folgend, konstruierte, baute und verkaufte er damals auch schnelle Motorräder. Es waren 350-cm³-Maschinen mit stoßstangengesteuertem Motor und einer Leistung von immerhin schon 12 PS. Auf dem Tank trugen sie den Markennamen »Pan«.

Kreidler stellte bis in die 1980er-Jahre Mopeds, Mofas, Mokicks, Klein- und Leichtkrafträder von 50 bis 80 cm³ Hubraum her. Mit der Entwicklung von Krafträdern unter der Marke Kreidler begann Alfred Kreidler 1949, nachdem er 1942 die Firmenleitung übernommen hatte. Die erste Kreidler war 1951 ein ungedrosseltes Motorfahrrad mit einem 50-cm³-Motor und einer Leistung von 2,2 PS, Typenbezeichnung K 50.

Die letzte Neuentwicklung, eine 80-cm³-Kreidler mit liegendem Zylinder und Target Design, kam nicht mehr auf den Markt, nachdem am 12. März 1982 das Konkursverfahren eröffnet und die Produktion eingestellt worden war.[3] Seit 1987 vertreibt der Niederländer John Bos in Goes Kreidler-Ersatzteile sowie restaurierte Floretts. Er erwarb die notwendigen Produktionsmaschinen nach dem Konkurs 1982.

Die Marke Kreidler existiert in Form der Kreidler-Zweiradgesellschaft weiter. Zunächst wurden Garelli-Mofas – mit Tanks des Kreidler-Mofas Flory – unter dem Namen Kreidler verkauft. 1986 begann die Herstellung von Kreidler-Fahrrädern und 1996 wurde die Produktion von motorisierten Zweirädern wieder aufgenommen. Der Anteil der Eigenentwicklung an diesen Fahrzeugen ist gering; sie beschränkt sich auf die Zusammenstellung bewährter Komponenten asiatischer Hersteller. Kreidler wurde in den 1990er-Jahren vom Fahrradhersteller Prophete übernommen.

Die Marke Kreidler gehört heute dem Zweiradhersteller Prophete, der unter dem Herstellernamen Kreidler Fahrräder, Motorroller, Klein- und Leichtkrafträder in Zweirad-Fachgeschäften vertreibt.

Quelle: Wikipedia

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Literatur

  • Frank O. Hrachowy: Kreidler. Geschichte – Typen – Technik. Verlag Johann Kleine, Vennekate 2009, ISBN 978-3-935517-45-4.
  • Andy Schwietzer: Typenkompass Kreidler. Mofas, Mokicks, Kleinkrafträder. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02032-7.
  • Frank-Albert Illig: Der Weg zum Florett. Typen, Technik, Sport, Geschichte. Text & Technik Verlag, Leonberg 1997, ISBN 3-932563-00-X.
  • Gabriele Kreuzberger:Fabrikbauten in Stuttgart. Ihre Entwicklung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg, Klett-Cotta, Stuttgart 1993, ISBN 3-608-91629-6.

Weblinks

 Commons: Kreidler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise