Schlagwort-Archiv: Roden

„Wichtelzauber: Heimliche Helfer und Schalkhafte Streiche in der Vorweihnachtszeit“

Ein alter Brauch in der Vorweihnachtszeit ist das Wichteln, eine Tradition, die auf den nordischen Wichtel zurückgeht. Diese Sagengestalt ist bekannt dafür, heimlich Gutes zu tun. Beim Wichteln wird innerhalb eines Freundes- oder Bekanntenkreises gelost, wer wen beschenken darf. Der Sinn dahinter ist, dass jeder gleichgestellt wird und niemand leer ausgeht.
Eine besonders witzige Variante ist das Schrottwichteln. Hierbei geht es darum, ein Geschenk zu machen, das man selbst nicht schön findet oder nicht braucht. Der Spaßfaktor steht hier an erster Stelle!
In einigen Familien werden Tür- oder Fensterattrappen an die Wand gemalt. Die Wichtel kommen dann zur Tür oder zum Fenster herein und spielen den Kindern über Nacht Streiche. So wird zum Beispiel im Kinderzimmer Unordnung gemacht oder die Schuhe versteckt, sodass das Kind morgens überrascht ist. Wichtel sind manchmal auch ein wenig unartig, aber je nach Laune bringen sie den Kindern auch kleine hübsche Überraschungen.
Die Wichtel selbst sind ganz kleine menschenähnliche Wesen, die in eigenen Gemeinschaften leben. Sie tauchen meist in Gruppen auf, leben unterirdisch, in Höhlen oder in versteckten Ecken in den Häusern der Menschen. Im Allgemeinen sind sie den Menschen gegenüber freundlich und helfen ihnen, meist unaufgefordert, bei der täglichen Arbeit. Oft verschwinden sie, wenn sie von Menschen entdeckt werden.
Erfunden wurden diese liebevoll aussehenden Wesen von den Gebrüdern Grimm, die die Wichtel häufig in ihren Märchen auftreten ließen.

4. Advent

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Bekannte unseres Vereins,
Der 4. Advent lädt uns ein, kurz innezuhalten und unseren Blick auf das zu richten, was uns als Heimatkundeverein besonders wichtig ist: die Gemeinschaft, unsere gemeinsamen Wurzeln und die Verbundenheit mit unserer Heimat Roden.
Es sind Menschen wie ihr, die unsere Vereinsarbeit mit Leben füllen und dafür sorgen, dass unsere Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.
Wir wünschen euch und euren Familien einen besinnlichen 4. Advent. Genießt die Ruhe im Kreis eurer Lieben und die Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest.
Mit herzlichen Grüßen aus der Heimatkunde,
Euer Vorstand des Rodena Heimatkundeverein Roden e.V.
Bildquelle: Pixabay

Wenn der Himmel rot glüht: Der Duft der Engel in der Kindheit

Wer erinnert sich noch an jene Adventsabende, an denen die Welt in der Dämmerung versank? Draußen duftete es nach Holzfeuer, und eine klirrende Kälte lag in der Luft – doch am Horizont geschah alljährlich ein kleines Wunder: Der Winterhimmel erstrahlte in feurigem Rot.
Wenn wir das sahen, fragten wir unsere Eltern und Großeltern, die uns dann mit leiser Stimme erklärten: „Seht nur, der Himmel glüht! Dort backen die Engel Plätzchen für das Christkind.“ So verwandelte diese einfache Erzählung ein Naturschauspiel in reine Magie.
Es war eine Zeit, in der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Märchen im flackernden Kerzenschein verschwammen. Unsere Welt war damals nicht kalt und nüchtern, sondern erfüllt von Geborgenheit und Vorfreude – eine Welt, in der Märchen wahr sein durften.
Der „Plätzchen-Himmel“ ist mehr als nur eine Kindheitserinnerung. Er ist ein Stück verlorener Poesie. Wenn wir heute in dieses rote Abendglühen blicken, zaubert es uns vielleicht ein stilles Lächeln ins Gesicht und schenkt uns für einen flüchtigen Moment wieder den Duft von Zimt und Vanille in der winterlichen Luft.

„lebendigen“ Adventskalender

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, liebe Gäste,
die festlichste Zeit des Jahres steht vor der Tür. Wir laden Sie herzlich ein, die Adventszeit auf eine ganz besondere, gemeinschaftliche Weise mit uns zu erleben.
In diesem Jahr verwandelt sich unsere Siedlung in einen einzigartigen, „lebendigen“ Adventskalender. An jedem der vier Adventssonntage öffnet sich ein neues, magisches Fenster in einem anderen Zuhause. Diese kleinen Oasen der Besinnlichkeit laden uns ein, innezuhalten, zusammenzukommen und gemeinsam die Vorfreude auf das Weihnachtsfest zu teilen.
Wie unser Kalender lebendig wird
Jede teilnehmende Familie hat mit viel Liebe zum Detail ihr Fenster gestaltet. Mit schwarzer Pappe und filigranen Scherenschnitten werden von innen beleuchtete Kunstwerke geschaffen. Gemeinsam bilden diese Fenster eine stimmungsvolle Lichterkette, die wie ein warmes Band der Gemeinschaft durch Nachbarschaft strahlt und uns durch die Adventszeit begleitet.

Jeder Sonntag steht unter einem eigenen Motto, das uns auf eine kleine Gedankenreise mitnimmt:
4. Advent: „…durch Gemeinschaft“
Am letzten Sonntag vor Heiligabend gipfelt unsere Reise in der Erkenntnis: Die wahre Kraft liegt in der Gemeinschaft. Zusammenhalt und Miteinander lassen uns erblühen und machen die Adventszeit erst richtig warm und besonders.
Seien Sie dabei!
Machen Sie einen Spaziergang durch die Rodener Siedlung und lassen Sie sich von den beleuchteten Fenstern verzaubern. Genießen Sie diese besinnliche Zeit des Miteinanders und der Vorfreude.
Wir treffen uns um : 16.30 Uhr 4. Advent, Wasserwerkstr. 36
Fam. Heger zum Glühweintrinken mit Weihnachtsmusik, Kinderpunsch und selbstgemachtem kostenlosen Gebäck!
Preis Glühweinbecher € 1,00
Kinderpunschbecher € 0,50
Wir freuen uns auf eine leuchtende und herzliche Adventszeit mit Ihnen!
Bildquelle: Pixabay

DIE LEGENDE VON DER CHRISTROSE

Vor Zeiten, als Unfrieden im Land, auf den Straßen und im Wald herrschte, lebte hoch im Norden, im Gebirge, im dichten Wald eine Räuberfamilie. Der Räubervater galt als friedlos, das heißt, er war eines Vergehens wegen aus der Gemeinschaft der Menschen ausgeschlossen worden – und seine ganze Familie mit ihm. Nun mussten sie alle in einer Höhle hausen, weit weg vom Licht, von Wärme, von der Gemeinschaft der Menschen. Der Räubervater überfiel die Reisenden, die trotz aller Angst nicht vermeiden konnten, durch diesen Wald zu reisen, die Räubermutter dagegen unternahm gemeinsam mit ihren fünf Räuberkinder immer wieder Raubzüge auf Höfen, Bauernhäusern und Weilern. Keiner wagte sich zu wehren, denn jeder fürchtete sie; hatte sie doch schon so manchen Stall, so manche Hütte und manches Wohnhaus angezündet, wenn man ihr die geforderten Gaben verweigert hatte.
So kam sie eines Tages zu einem Kloster und verlangte etwas zu essen für sich und ihre fünf Kinder. Der Türhüter reichte ihr durch ein kleines Schiebefenster hindurch sechs kleine runde Brote, eines für sie und eines für jedes Kind. Während die Räubermutter vor der Klosterpforte stand, liefen die Kinder umher. Da kam eines und zupfte die Mutter am Rock und gab ihr ein Zeichen mitzukommen. Durch eine Hintertür in der dicken Klostermauer, die der Gärtner vergessen hatte zu schließen gelangten sie in den Klostergarten. Der Abt, Johannes, war ein pflanzenkundiger Mann, der sich einen wunderbaren Garten errichtet hatte. Zu seiner und zur Freude seiner Mönche hatte er Blumen aus aller Welt gesammelt.
Und nun war es Hochsommer, die Zeit, in der die Pracht am größten war. Die Räubermutter nun ging hin und her, ließ ihren Blick die Beete hinauf und hinab gehen, schaute dort eine weiße Lilie an, dort den Efeu. Aber da wurde sie entdeckt, und nachdem es dem Gärtner nicht gelungen war, sie mit Worten zu verjagen, holte er einige seiner Mitbrüder zu Hilfe, kräftige, gestandene Männer, die dann auch versuchten die Räuberfamilie mit Drohungen und Gewalt zu vertreiben. Durch das Geschrei wurde schließlich der Abt angelockt, dem gar nicht gefiel, was er sah, vor allem nicht die Gewalt, die hier verübt wurde. Er war erstaunt, dass die gefürchtete Räubermutter hier nichts anderes tat, als seinen Garten zu bewundern und so kam er mit ihr ins Gespräch. Aber wie erstaunt war er, als sie im sagte:
„Als ich deinen Garten erblickt habe, schien es mir, als ob ich nie etwas Schöneres gesehen hätte, aber jetzt merke ich, dass er sich mit einem anderen Garten nicht messen kann, den ich kenne.“ Das nun konnte sich der Abt kaum vorstellen. Und so redeten sie hin und her, bis die Räubermutter schließlich sagte. „Mein Wald, so einsam und wild er ist, verwandelt sich jedes Jahr in der Christnacht in den schönsten Blumengarten, den ihr euch vorstellen könnt. Dort habe ich so herrliche Blumen geschaut, dass ich es nie gewagt hätte, meine Hand zu erheben um sie abzubrechen.“ Da verabredete der Abt mit der Räubermutter, dass er dieses Wunder selber schauen wolle. Er bat die Räubermutter, ihm in der Weihnachtszeit eines ihrer Kinder zu schicken, das ihm den Weg weise, dann wolle er rechtzeitig da sein. Und so ging der Sommer dem Ende zu. Eines Tages bekam der Abt Besuch von seinem Bischof, der ihm erzählte, der Räubervater habe ihn um einen Freibrief gebeten, damit er wieder in der Gemeinschaft der Menschen leben könne. Er wolle wieder ein ehrlicher Mann sein. Der Bischof nun meint, dass er doch einen solch bösen Menschen nicht auf ehrliche Bürger loslassen könne. Es sei wohl am besten, wenn dieser und seine Familie dort droben blieben. Der Abt aber erzählte ihm nun von dem Blumengarten im Wald und sagte: „Wenn diese Räuber nicht zu schlimm sind, Gottes Herrlichkeit zu sehen, können sie wohl auch nicht zu schlecht sein, um die Gnade der Menschen zu erfahren.“
So verabredeten der Bischof und der Abt, dass der Bischof den Freibrief ausstellen würde – wenn der Abt ihm eine Blume aus diesem Christnachtgarten der Räuber bringen würde. Dann kam die Weihnachtszeit. Die Räubermutter hatte die Verabredung nicht vergessen und schickte eines ihrer Kinder. So zog der Abt, nur begleitet von seinem Gärtnergehilfen, hinauf in den Wald. Der Abt war frohgemut und voller Erwartung des Wunderbaren, das da auf ihn wartete, das Herz seines Knechtes aber war von Angst erfüllt, Angst vor den Räubern, Angst um das Leben seines Abtes und um sich selbst.
Nach einem langen, beschwerlichen Ritt kamen sie zur Räuberhöhle, wo alles einsam, kalt, karg und schmutzig war. Keine Spur von Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Aber ein Feuer brannte, an dem die Reisenden sich wärmen und ausruhen konnten. Und schließlich sagte die Räubermutter: „Es ist Zeit, in den Wald zu gehen. Ich höre bis hierher, wie die Weihnachtsglocken läuten.“
Und so gingen sie ins Waldesdunkel und kaum hatte auch der Abt die Glocke von ferne gehört, zuckte ein Lichtstrahl durch den Wald; dann wurde es wieder dunkel, und wieder ein Licht und immer heller. Der Schnee verschwand vom Boden, ein grüner Teppich breitete sich aus, Farnkraut, Erika, Moos und schließlich Frühlingsblumen, Bachgemurmel, frisches Laub. Auch die Tiere erwachten aus Ruhe und Schlaf, zwitscherten und hüpften, als ob es Frühling wäre. Erdbeeren blühten und trugen gleich darauf Beeren; immer neue Wellen von Wärme und Licht erstreckten sich über den Wald. Und schließlich Blumen, eine herrlicher als die andere, so dass der Abt an seine Verabredung mit dem Bischof dachte und nicht wusste, welche der Herrlichkeiten die Allerschönste sei, die er wählen wollte. Der Abt meinte die Herrlichkeit des Himmels zu sehen und strahlte vor Seligkeit. Aber das Herz des Knechtes war immer noch voller Angst. Das kann nicht von Gott sein, so dachte er, bei diesen bösen Räubern, das kann nur Zauberei sein, die Macht des bösen Feindes hat alles und uns verhext. Und so schlug er mit der Hand nach einem der Vögel und rief: „Flieg zur Hölle, von wo du gekommen bist.“ Sogleich floh alles Licht und alle Wärme, die Tiere, die Blumen und alles Grün. Dunkelheit, Kälte und Starre überzog wieder die Erde – und der Abt sank zu Boden. Sein Knecht und die Räuberfamilie fanden ihn – tot auf der Schneedecke liegend. Der Knecht, der seinen Irrtum sogleich erkannt hatte, weinte bitterlich und sorgte dafür, dass der Abt abgeholt wurde. Als sie ihn nun im Kloster zum Begräbnis zurechtmachen wollten, sahen sie, dass die Hand des Abtes etwas umklammerte, ein paar weiße Wurzelknollen. Als der Knecht dies sah, nahm er die Knollen – und pflanzte sie in den Klostergarten. Er pflegte sie um seines Abtes willen und wartete, ob sie denn blühen würden. Er wartete lange. Der Frühling verging, der Sommer und auch der Herbst. Erst am Weihnachtsabend, als der Knecht zum Gedenken an seinen Abt in den Garten ging, sah er es: Aus dem Schnee heraus, üppige grüne Stängel und Blumen mit wunderschönen silberweißen Blüten. Als nun alle Mönche dieses Wunders gewahr wurden und erkannten, dass es wirklich die Pflanze war, die der Abt aus dem Weihnachtswundergarten mitgebracht hatten, berichteten sie dem Bischof von diesem Wunder. Da wurde der so bleich, als sei er einem Toten begegnet. Er erinnerte sich an die Abmachung, die er vor über einem Jahr mit dem Bischof getroffen hatte – und erließ den Freibrief für den Räubervater, der nun wieder unter den Menschen leben konnte; er, seine Frau und die fünf Kinder.
Man hat diese Pflanze „Christrose“ genannt; und jedes Jahr sprießt und blüht sie um die Weihnachtszeit, als könnte sie nie und nimmer vergessen, dass sie einmal in dem großen Weihnachtswundergarten gestanden hat.
Selma Lagerlöf
Bildquelle: Pixabay

Ein Funken Licht in der Adventszeit – Entdecken Sie unseren „Lebendigen Adventskalender“ auf der Rodener Siedlung

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, liebe Gäste,
die festlichste Zeit des Jahres steht vor der Tür. Wir laden Sie herzlich ein, die Adventszeit auf eine ganz besondere, gemeinschaftliche Weise mit uns zu erleben.
In diesem Jahr verwandelt sich unsere Siedlung in einen einzigartigen, „lebendigen“ Adventskalender. An jedem der vier Adventssonntage öffnet sich ein neues, magisches Fenster in einem anderen Zuhause. Diese kleinen Oasen der Besinnlichkeit laden uns ein, innezuhalten, zusammenzukommen und gemeinsam die Vorfreude auf das Weihnachtsfest zu teilen.
Wie unser Kalender lebendig wird
Jede teilnehmende Familie hat mit viel Liebe zum Detail ihr Fenster gestaltet. Mit schwarzer Pappe und filigranen Scherenschnitten werden von innen beleuchtete Kunstwerke geschaffen. Gemeinsam bilden diese Fenster eine stimmungsvolle Lichterkette, die wie ein warmes Band der Gemeinschaft durch Nachbarschaft strahlt und uns durch die Adventszeit begleitet.
Jeder Sonntag steht unter einem eigenen Motto, das uns auf eine kleine Gedankenreise mitnimmt:
3. Advent: „…etwas Großem werden“
Wir sehen nun das Samenkorn als kräftige Pflanze erblühen. Dieses Bild im dritten Fenster steht für Wachstum, Entfaltung und das immense Potenzial, das in jedem von uns steckt. Es erinnert uns daran, dass wir die Kraft haben, Großes zu erreichen und zu bewirken. Seien Sie dabei und lassen Sie sich verzaubern!
Wir laden Sie herzlich ein, durch die Rodener Siedlung zu spazieren und sich von den beleuchteten Fenstern verzaubern zu lassen. Genießen Sie diese besinnliche Zeit des Miteinanders und der Vorfreude.
Unser nächster Treffpunkt:
Wir treffen uns am 3. Advent, um 16:30 Uhr, bei Familie Kuner in der Wasserwerkstraße 38.
Lassen Sie uns gemeinsam die Gemütlichkeit genießen bei:
Glühwein für die Erwachsenen und Kinderpunsch für die Kleinen.
Weihnachtsmusik, die für die passende Stimmung sorgt.
Selbstgemachtes, kostenloses Gebäck.
Kostenbeitrag für die Becher:
Glühweinbecher: 1,00 €
Kinderpunschbecher: 0,50 €
Wir freuen uns auf eine leuchtende und herzliche Adventszeit mit Ihnen!
Bildquelle: G.C. auf Pixabay

Das zweite magische Fenster in der Wasserwerkstraße

Am zweiten Adventssonntag erfüllte ein ganz besonderer Zauber die Rodener Siedlung. Im Rahmen des „Lebendigen Adventskalenders“ öffnete sich im Herzen der Wasserwerkstraße das zweite von vier strahlenden Geheimnissen – liebevoll gestaltet und gastfreundlich empfangen von Familie Schmidt.
Fernab des vorweihnachtlichen Trubels bot dieses Fenster einen stillen Ort der Einkehr und Besinnung. Es lud dazu ein, innezuhalten und die stille, tiefe Magie des Advents zu spüren. Im Zentrum des Arrangements stand die zarte Illustration eines gekeimten Samenkorns. Sie erzählte auf poetische Weise, wie aus

unscheinbarem Beginn etwas Großes und Wunderbares erwachsen kann.

Der Nachmittag wurde begleitet von weihnachtlichen Klängen, und trotz des schlechten Wetters verbreiteten der würzige Duft von Glühwein und feines Gebäck eine durch und durch herzliche, festliche Stimmung. Es war ein stimmungsvoller zweiter Advent, reich an Begegnungen und Gesprächen, der alle dem Weihnachtsfest ein kleines Stück näherbrachte.

heiliger Bischof Nikolaus

Über den historischen Bischof Nikolaus ist nur wenig bekannt. Im Laufe der Geschichte aber sind viele Geschichten über ihn entstanden.
Die geschichtlichen Daten sind rar. Allein wenige Stationen des historischen Nikolaus sind belegt. Er war Bischof von Myra, wurde um 300 nach Christus geboren und starb im Alter von 65 Jahren. Geschichten von ihm gibt es hingegen viele – erstaunliche, wundersame, sonderbare. Sie erzählen viel von der Entwicklung in der Verehrung dieses Heiligen. Und es finden sich viele Momente, mit denen sich das Brauchtum erklären lässt, das diesen Legenden folgte. Einige dieser Geschichten werden nun vor.gestellt:
6. Jahrhundert: Rettung der Verurteilten
Drei Feldherren werden Zeuge, wie Nikolaus in seiner Heimatstadt Myra drei unschuldig Verurteilten das Leben rettet, indem er dem Scharfrichter im letzten Moment das Schwert aus der Hand reißt. Heimgekehrt werden auch sie vom missgünstigen Kaiser unschuldig zum Tode verurteilt. Sie erinnern sich an die Taten des Bischofs aus Myra und flehen ihn im Gebet an. Noch in der gleichen Nacht erscheint dieser dem Kaiser und kündigt verheerende Folgen im Falle einer Hinrichtung an. Dieser lässt die Gefangene unverzüglich frei, worauf sie sich mit kaiserlichen Geschenken nach Myra aufmachen, um dem Bischof zu danken.
7. Jahrhundert: Kornvermehrung
Die Landsleute des Heiligen Nikolaus leiden unter einer großen Hungersnot. Als in dieser Zeit ein Schiff mit Getreide für den Kaiser im Hafen der Region festmacht, erbittet der Bischof eine Spende für die hungernden Menschen. Erst sträuben sich die Seeleute aus Angst vor den Konsequenzen des Kaisers. Als Nikolaus ihnen aber verspricht, es werde ihnen dadurch kein Schaden entstehen, lassen sie sich überzeugen. Sie geben der Bevölkerung Getreide zum Essen und zur Saat, das für zwei Jahre reicht. In der Hauptstadt angekommen wird das Getreide gewogen: Es fehlt kein Gramm.
9. Jahrhundert: Die drei Jungfrauen
Die finanzielle Situation eines Vaters lässt eine angemessene Mitgift seiner drei Töchter nicht zu. Er ist so verzweifelt, dass er sie sogar auf die Straße schicken will, damit sie sich für ihren Lebensunterhalt prostituieren. Nikolaus, der gerade im jugendlichen Alter ein größeres Vermögen geerbt hat, kommt der Familie zur Hilfe. In drei aufeinander folgenden Nächten wirft er jeweils eine Goldkugel auf das Bett einer Tochter. Mit diesem Gold ist ihnen eine Heirat möglich. Erst in der dritten Nacht gelingt es dem Vater, sich bei Nikolaus zu bedanken.
9. Jahrhundert: Das verschleppte Kind
Ein Ehepaar wünscht sich seit langer Zeit vergeblich einen Sohn und will den Heiligen Nikolaus um seinen Segen bitten. Da der Bischof bei der Ankunft des Mannes in Myra gerade gestorben ist, nimmt dieser ein Leinentuch vom Totenbett mit und baut eine Kirche zur Verehrung dieser Berührungsreliquie. Am 6. Dezember bringt die Frau einen Sohn zur Welt. Sechs Jahre später wird dieses Kind entführt und muss einem fremden Herrscher als Mundschenk dienen. Genau ein Jahr später, wieder am 6. Dezember, ergreift ein Wirbelsturm dieses Kind und trägt es aus dem Palast wieder zurück zu seinen Eltern.
9. Jahrhundert: Die antike Göttin Diane
Der Heilige Nikolaus lässt einen Opferbaum der antiken Abgöttin Diane fällen. Sie will sich rächen und gibt einem Schiff mit Pilgern ein Öl mit, das sie als Zeichen der Verehrung des Bischofs an seinem Haus verstreichen sollen. Das Öl sollte dabei in Flammen aufgehen. Nikolaus erscheint dem Schiff und fordert die Pilger auf, das Öl ins Wasser zu gießen. Das Wasser geht dabei unverzüglich in Flammen auf. In Myra angekommen, erkennen die Pilger den Bischof wieder und preisen ihn dafür, dass er sie vom Teufel befreit hat.
11. Jahrhundert: Nikolausbild
Ein jüdischer Kaufmann kauft sich ein Nikolausbild, weil er von der Wunderkraft des Heiligen Bischofs überzeugt ist. Er beauftragt das Bild mit der Aufgabe, über sein Hab und Gut zu wachen und droht ihm sogar mit Strafe. Als Diebe dann tatsächlich das Haus leer räumen und nur das Bild zurücklassen, züchtigt er das Bild. Daraufhin erscheint Nikolaus den Dieben und bewegt sie dazu, das Diebesgut wieder zurückzubringen. Der Jude ist von dem Wunder so beeindruckt, dass er zum Christentum überwechselt.
12. Jahrhundert: Seesturm-Legende
Seeleute geraten während eines schweren Sturms in Seenot und rufen den Heiligen Nikolaus um Hilfe an, da sie von seinen Wundertaten gehört haben. Der Bischof von Myra erscheint ihnen und hilft ihnen eigenhändig aus ihrer Lage, in dem er die Ordnung auf dem Schiff wieder herstellt und den Sturm abflauen lässt. Als die Seeleute später in der Kirche von Myra dank dafür sagen wollen, erkennen sie den Bischof wieder. Er belehrt sie, dass es nicht er war, der ihnen geholfen habe, sondern ihr Glaube und Gottes Gnade.
Spätere Legenden: Ertrunkener Sohn
Ein Vater möchte zum Dank für die Geburt seines Sohnes nach Myra reisen und Nikolaus einen teuren Becher opfern. Da ihm der Becher aber als zu wertvoll erscheint, lässt er einen zweiten, preiswerteren anfertigen. Auf der Fahrt nach Myra stürzt der Sohn vom Schiff und ertrinkt, als er für den Vater mit dem teuren Becher Wasser schöpft. Der Vater setzt die Pilgerfahrt fort und will Nikolaus weiterhin den weniger wertvollen Becher opfern. Aber der Heilige stößt ihn so lange zurück, bis auf wundersame Weise der Sohn mit dem teuren Becher erscheint. Da opfert der Vater beide Becher.
Quelle: Kirche und Leben
Michael Bönte

2. Advent

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Bekannte unseres Heimatkundevereins,

as zweite Lichtlein brennt und taucht unsere Heimat in einen sanften Adventsglanz.

In dieser besonderen Jahreszeit, die uns Gelegenheit zur Ruhe und Besinnung gibt, möchten wir Ihnen von Herzen besinnliche Stunden wünschen. Wir hoffen, dass Sie die Hektik des Alltags für einen Moment hinter sich lassen können, um die vorweihnachtliche Stimmung gemeinsam mit Ihren Familien und Liebsten zu genießen.

Wir grüßen Sie alle herzlich und wünschen Ihnen einen friedvollen, gesegneten 2. Advent.

Mit den besten Wünschen für eine frohe und gesunde Vorweihnachtszeit,

Ihr Vorstand des Heimatkundevereins Rodena

Bildquelle: Pixabay

Erleuchten Sie mit uns die Adventszeit!

In diesem Jahr verwandelt sich unsere Siedlung in einen ganz besonderen, „lebendigen“ Adventskalender. An jedem der vier Adventssonntage öffnet sich ein neues, magisches Fenster in einem anderen Haus und lädt uns ein, innezuhalten und uns auf das Weihnachtsfest einzustimmen.
Jede teilnehmende Familie gestaltet eines ihrer Fenster mit schwarzer Pappe und einem liebevollen Scherenschnitt, der von innen beleuchtet wird. Gemeinsam bilden diese Fenster eine stimmungsvolle Lichterkette durch unsere Nachbarschaft, die uns durch die Adventszeit begleitet.
Unsere Reise durch die Adventssonntage:
Jeder Sonntag steht unter einem eigenen, inspirierenden Motto, das uns auf eine kleine Gedankenreise mitnimmt:
2. Advent: „…kann auch zu…“
Das Samenkorn ist gewachsen. Das zweite Fenster zeigt uns, dass aus diesem kleinen Anfang etwas entstehen kann. Es ist die Zeit der Möglichkeiten, die uns zeigt: Veränderung ist möglich.
Seien Sie dabei!
Machen Sie einen Spaziergang durch die Rodener Siedlung und lassen Sie sich von den beleuchteten Fenstern verzaubern. Genießen Sie diese besinnliche Zeit des Miteinanders und der Vorfreude.
Wir treffen uns um : 16.30 Uhr 1. Advent, Annastr. 2 Fam. Burkel
2. Advent, Wasserwerkstr. 20 Fam. Schmidt
zum Glühweintrinken mit Weihnachtsmusik, Kinderpunsch und selbstgemachtem kostenlosen Gebäck!
Preis Glühweinbecher € 1,00
Kinderpunschbecher € 0,50

Das magische Fenster in der Annastraße

Am ersten Adventssonntag verwandelte sich die Rodener Siedlung in einen Ort voller Zauber. Der „Lebendige Adventskalender“ enthüllte sein erstes, strahlendes Geheimnis im Herzen der Annastraße, bei Familie Burkel.
Fernab vom vorweihnachtlichen Trubel lud dieses besondere Fenster dazu ein, innezuhalten und die wahre Magie der besinnlichsten Zeit des Jahres zu erfahren. Zu sehen war die filigrane Illustration eines winzigen Samenkorns.
Diese schlichte Darstellung erinnerte alle Gäste an eine tiefe Wahrheit: Auch das Größte und Mächtigste hat seinen Ursprung im Kleinen – ob ein zarter Gedanke, ein verheißungsvoller Hoffnungsschimmer oder ein winziger Funke Licht.
Der Nachmittag war erfüllt von Klängen weihnachtlicher Musik. Trotz des unfreundlichen Wetters sorgten duftender Glühwein und köstliches Gebäck für eine warmherzige Atmosphäre. Es war ein wunderbarer Auftakt in den Advent, geprägt von schönen Momenten und anregenden Gesprächen, der uns alle dem Weihnachtsfest ein Stück näherbrachte.

Volkstrauertag in Roden

Der diesjährige Volkstrauertag in Saarlouis-Roden, ausgerichtet vom Sozialverband VdK, präsentierte sich in einem etwas veränderten Gewand.

Abweichend von der bewährten Praxis der Vorjahre, die stets aus Gottesdienst, feierlicher Zeremonie am Ehrenmal mit Kranzniederlegung und anschließender Gräbersegnung bestand, begann die diesjährige Gedenkfeier stattdessen mit einer Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden des Rodener Geschichtskreises Alois Rau. In seiner Ansprache hob er die jüngste Tagesfahrt des Vereins hervor, bei der das Friedensprojekt in Valmunster mit einem 4 Meter hohen und 15 Jahre alten Ginkgo Baum unterstützt wurde.
Diese inhaltliche Erweiterung markiert eine deutliche Abkehr vom bisherigen, ausschließlich auf die Ehrung der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft konzentrierten Charakter. Die Frage, inwieweit sich dies mit dem ursprünglichen Sinn des Volkstrauertages vereinbaren lässt, bleibt ein Diskussionspunkt.

Erfolgreicher Martinsumzug in Roden

Der diesjährige Martinsumzug in Roden war ein voller Erfolg und brachte die Gemeinde in stimmungsvoller Atmosphäre zusammen. Hunderte Besucher, von den Kleinsten mit ihren leuchtenden Laternen bis hin zu Erwachsenen, folgten dem Ruf des traditionellen Festes.
Die Feierlichkeiten starteten mit einer feierlichen Einstimmung auf Sankt Martin in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt.
Anschließend machte sich der gemeinsame Laternenumzug auf den Weg zur Rodener Wiese.
Auf der Wiese erwartete die Teilnehmer ein großes Martinsfeuer. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Es gab traditionelle Martinsbrezeln, wärmenden Glühwein und Kinderpunsch für die kleinen Gäste.
Der reibungslose und sichere Ablauf dieses schönen Abends wurde durch die tatkräftige Unterstützung verschiedener lokaler Organisationen ermöglicht. Ein herzliches Dankeschön geht an:
Die Malteser
Die Feuerwehr
Die DPSG Roden (Pfadfinder)
Das THW Roden
Gemeinsam sorgten sie für einen unvergesslichen Abend.

Der Martinstag (Martini)

Der 11. November ist dem ehemaligen Bischof von Tours gewidmet. Dieser Mann namens Martinus wurde um 316 in Ungarn geboren und war von 371 bis 397 Bischof. Sein Todestag war der 8. November. Die Totenmesse wurde am 11. November gehalten. [1]

Nach dem Militärdienst bei der berittenen kaiserlichen Leibgarde lebte Martin zunächst als Einsiedler. 361 gründete er bei Poitiers das erste Kloster des Abendlandes. Trotz der späteren Bischofswürde lebte er in persönlicher Besitzlosigkeit und kümmerte sich um die Sorgen und Nöte des einfachen Volkes, das ihn sehr verehrte. Seine demütige und einfache Lebensweise machten ihn zu einem Gegner des Klerus, weil dieser um seine Privilegien und Reichtümer fürchtete.

Der Frankenkönig Chlodwig (481-511) erklärte Martin, der als erster Nichtmärtyrer als Heiliger verehrt wurde, zum Nationalheiligen und zum Schutzherrn der fränkischen Könige, die nunmehr den Mantel Martins in Schlachten mitführten. [3] St. Martin gilt bis heute in den alten saarländischen Pfarreien als der 2. Schutzpatron. Der Grund hierfür liegt in den alten Besitzrechten der Abtei Lubeln (Longeville) in der Nähe von St. Avold.

Warum Martin in der Sage mit einer Gans in Verbindung gebracht wird, ist nicht ganz klar. Es sollen ihn Gänse verraten haben, als er sich vor seiner Wahl zum Bischof verbarg. Nach einer Legende sollen ihn Gänse bei einer Predigt gestört haben.

Schon vor der christlichen Legendenbildung feierten die Germanen im Herbst ein Wotan geweihtes Fest. In einem norwegischen Runenkalender ist dieser Tag mit einer Gans gekennzeichnet. Mit der Gans wurde symbolisch der Sommer geschlachtet und mit dem Verzehr des knusprigen Bratens übertrug sich die Fruchtbarkeit des Sommers auf den Menschen. [1]

Noch heute wird traditionell am Martinstag die „Martinsgans“ gegessen. Bereits im Mittelalter wurden die Gänse vor dem Winter geschlachtet, da der Platz in den Ställen knapp bemessen war. Zudem bot auch der Gänsebraten die letzte Gelegenheit für ein ausgiebiges Festmahl vor der damals üblichen vorweihnachtlichen Fastenzeit. [3]

Der Martinstag war nach der alten Einteilung des Jahres wahrscheinlich der Monats- und Winteranfang. Das Sprichwort „St. Martin zündet das Feuer an.“ ist auf die Zeit zu beziehen, in der die Stuben geheizt werden, was früher ohne Ofen durch das Herdfeuer geschah. [2]

Mancherorts (z. B. im Hessischen) gab es ein Schlachtfest mit Wurstbrühe, Sauerkraut und Würsten. Andernorts sind Sänger mit Laternen von Haus zu Haus gezogen, haben Lieder gesungen und dafür Äpfel, Nüsse oder anderes geschenkt bekommen.

Der Vorabend des 11. November eines jeden Jahres markierte in der früheren Zeit überall und auf dem linken Rheinufer bis zur 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts das Ende des bäuerlichen Pacht- und Ackerjahres. Ein Teil des Gesindes (Knechte und Mägde) wurde entlassen, soweit es im Winter nicht beschäftigt (und verköstigt) werden konnte. Die erneuten Einstellungen sind dann an Mariä Lichtmess (2. Februar) erfolgt. Durch die Entlassung der als Arbeitskräfte in den nächsten Monaten nicht mehr gebrauchten Menschen konnte eben der winterliche Nahrungsengpass in
der Arbeitspause ohne die nicht unmittelbar notwendigen Esser leichter überdauert werden. [1]

Das wohl bekannteste Brauchtum am Martinstag bzw. am Vorabend ist der Laternenumzug. Die Spitze bildet ein als St. Martin bekleideter Mann, der auf einem Pferd reitet und häufig von einer als Bettler verkleideten erson begleitet wird. Ihnen folgen die Kinder mit Laternen und singen Martinslieder. Am Ende des Umzugs wird die Legende von der Mantelteilung nachgespielt. Im Anschluss erhalten dann die Kinder noch die typischen Martins-Backwaren, wie die „Stutenkerle“, „Martinshörnchen“ oder „Martinsbrezel“.

Der Martinsumzug ist Teil der Lichtsymbolik, die an Allerseelen beginnt und bis Lichtmess andauert. Er hat inzwischen das traditionelle Martinsfeuer fast vollständig verdrängt, dessen Ursprung auf die germanische Wintersonnenwendfeier und das Erntedankfest zurückgeht.

Bei den evangelischen Christen ist auch der Martinstag der Tauf- und Namenstag von Martin Luther. [3]

ANMERKUNGEN
[1] Hans-Peter Ebert, Festtage zum Nachlesen (Hintergründe zu Zeit rechnung und Brauchtum), DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen
2001, Seiten 105/6.
[2] Montanus, Die deutschen Volksfeste, Volksbräuche und deutscher Volksglaube in Sagen, Märlein und Volksliedern, Nachdruck der Ausgabe von 1854 bei Georg Olms Verlag, Hildesheim-Zürich-New York 2006, Seite 55.
[3] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und nationale
Feiertage weltweit), Chronik Bertelsmann, Wissen Media Verlag,
Gütersloh/München 2009, die Seiten 64 + 65.