Nachträglich ein frohes neues Jahr 2018

Wir wünschen unseren Mitgliedern, Freunden und Bekannten ein frohes Neues Jahr und
einen guten Start in 2018.

Życzymy naszym członkom, przyjaciołom i znajomym szczęśliwego Nowego Roku i
dobry start w 2018 roku.

We wish our members, friends and acquaintances a Happy New Year and
a good start in 2018.

Nous souhaitons à nos membres, amis et connaissances une bonne année et
un bon début en 2018.

Auguriamo ai nostri soci, amici e conoscenti un felice anno nuovo e
un buon inizio nel 2018.

Les deseamos a nuestros miembros, amigos y conocidos un Feliz Año Nuevo y
un buen comienzo en 2018.

ขอให้สมาชิกเพื่อนและคนรู้จักของเรามีความสุขในวันขึ้นปีใหม่และ
การเริ่มต้นที่ดีในปีพ. ศ. 2561

K̄hx h̄ı̂ s̄māchik pheụ̄̀xn læa khn rū̂cạk k̄hxng reā mī khwām s̄uk̄h nı wạn k̄hụ̂n pī h̄ım̀ læa
kār reìm t̂n thī̀ dī nı pīph. Ṣ̄. 2561

Regie de Mines de la Saare

Im Rahmen des Zusammenschlusses musste die Grube Duhamel, die keine Kohlewäsche mehr hatte, die Grube Griesborn mit übernehmen.

Aus diesem Grund wurden 1950 auf Duhamel nachstehende Gebäude errichtet:

Kohlewäsche
Sieberei
neuer Wagenumlauf über Tage
Grubenbahnhof

Quelle: Bergwerkskalender 1950
Über ein "Gefällt mir" unserer Seiten würden wir uns freuen!

Weitere Fotos auf unserer Facebookseite

Rückblick – Christliche Bergmette 23.12.2017

In der Apollonia-Kapelle Fraulautern fand am 23.12. die dritte Christliche Bergemette statt. Nach der Begrüßung der Besucher durch Pfarrer Rolf Dehm und Klaus Hiery sprach der Vorsitzende der Berg- und Hüttenvereine „St. Barbara“ Fraulautern und des Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten und Knappenvereine des Saarlandes ein Einfahrgebet. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hielt die Bergpredigt. Nach dem Evangelium trug Roland Kiefer ein Gebet zur Ausfahrt vor. Es folgte die Verabschiedung ins neue Jahr durch Klaus Hiery. Die Bergmette endete mit dem Steigerlied und dem Auszug der Knappen.

Über ein "Gefällt mir" unserer Seiten würden wir uns freuen!

Weitere Fotos auf unserer Facebookseite

Generationenwechsel im französischen Honorarkonsulat

20.12.2017

Von: Sascha Schmidt

Weil der bisherige Amtsinhaber Michel Bouchon die Altersgrenze erreichte, schied er dieses Jahr aus dem Amt. Nachfolgerin ist
seine Tochter Myriam Bouchon. Eine Feierstunde im Empfangssaal des Rathauses bot Anlass zum Rückblick und für ein herzliches Willkommen.#

Deutsch-Französische Freundschaft und der Einsatz für ein vereintes Europa, Heimat, Jugend und Galette des Rois: Zu jedem Buchstaben im Alphabet fiel Bürgermeisterin Marion Jost eine Eigenschaft, ein Schlaglicht oder eine persönliche Anekdote ein zu Michel Bouchon. Acht Jahre lang war der Franzose, der mit seiner deutschen Frau Charlotte in Neuforweiler lebt, Honorarkonsul der Republik Frankreich für die Landkreise Saarlouis und Merzig-Wadern. Zahllosen Menschen half er in dieser Zeit, 500 Personen sprachen alleine im vergangen Jahr bei ihm vor. Als Honorarkonsul war es seine Aufgabe für sie Probleme zu lösen, die im deutsch-französischen Lebensalltag entstehen und dabei auch so manche, bislang unbekannte Hürde zu überwinden.

Von Anfang an, betonte Bouchon bei der Feierstunde im Rathaus, sei er bei seiner Aufgabe getragen gewesen „von dem Wunsch, hilfreich und nützlich zu sein, die Erwartungen und Sorgen all derer vor Augen, die bei uns vorsprachen und immer mit dem Anspruch dabei meinem Land zu dienen.“ Doch das praktizierte Selbstverständnis Bouchons reichte darüber weit hinaus: „Es geht auch darum, Frankreich zu repräsentieren und zu präsentieren, für Frankreich zu begeistern und die Freundschaft zu vertiefen, die unsere beiden Völker vereint. Es geht darum, der jungen Generation den europäischen Geist einzuhauchen, unsere Kultur lieben zu lernen und in der Stadt das französische Flair lebendig werden zu lassen, das ihr so gut zu Gesicht steht.“ Einen besonderen Dank richtete er an Odile und Claude Villeroy, die ihn seinerzeit „an diese ungewöhnliche, aber außerordentlich interessante Tätigkeit“ heranführten.

Weil Michel Bouchon im Sommer die Altersgrenze erreichte, schied er aus dem Amt des Honorarkonsuls. Auf ihn folgt seine Tochter Myriam Bouchon, die im Oktober offiziell ihr ‚Brevet‘ von der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes überreicht bekam. „Es ist bei uns Ehrensache, Bürgern, die in Not geraten sind, Hilfe und Unterstützung zu gewährleisten“, sagte die 43-Jährige und machte damit klar, dass sie die Ideale ihres Vaters teilt und diese auch in Zukunft als Honorarkonsulin weiterführen wird. Ebenso sei es ihr ein besonderes Anliegen, kulturelle Aktivitäten mit deutsch-französischem Hintergrund zu unterstützen und anzuknüpfen an entsprechende Projekte, die sie bereits in ihrem Beruf als Lehrerin und in Kooperation mit Saarlouiser Schulen realisiert hat.

Das Büro des Honorarkonsulats befindet sich im Rathaus, Eingang Pavillonstraße, und ist immer dienstags in der Zeit von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.

Bild- und Textquelle: https://www.saarlouis.de/home/aktuelles/info/artikel/generationenwechsel-im-franzoesischen-honorarkonsulat/

Sascha Schmidt

Galakappensitzung, und Kinderkarneval des SKC „de Boules“ e.V.

In der Mehrzweckhalle Vogelsang geht es an Fastnachtsamstag, 10.02.2018, endlich wieder närrisch hoch her. Der Saarlouiser Kultur- und Carneval-Club (SKC) „de Boules“ e.V. veranstaltet ab 20.11 Uhr seine Galakappensitzung und präsentiert alles, was zu einem gelungenen Abend dazugehört: fetzige Tänze der SKC-Garden, Tanzmariechen und des Männerballetts, witzige Sketche und Büttenreden sowie stimmungsvollen Gesang. Der Kartenvorverkauf für diese Veranstaltung findet am Sonntag, 21.01.18 um 10.11 Uhr im Gasthaus „Zum Stadtkrug“, Schlächterstraße statt. Auch Restkarten sind dort erhältlich.

Mit Pauken und Trompeten und ganz viel „Alleh hopp“ startet die Jugendabteilung des SKC „de Boules“ e.V. an Fastnachtsonntag, 11.02.2018, ihren Kinderkarneval, zu dem alle kleinen und großen Narren recht herzlich eingeladen sind. Los geht’s um 15.11 Uhr mit einem bunten Programm in der Mehrzweckhalle Vogelsang. Neben den Tänzen der Garden und zahlreichen Spielen und werden die schönsten Kinderkostüme prämiert. Karten können an der Tageskasse erworben werden.

Über ein "Gefällt mir" unserer Seiten würden wir uns freuen!

Weitere Fotos auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/RodenaHeimat/

DIE GESCHICHTE VON FM KOMPAKT

AUTOR: Josef Theobald

EINLEITUNG

Mitte der Achtziger Jahre erschienen verschiedene Hobbyzeit-
schriften zu den Themen "Free Radio" und "Privatradio". FM
KOMPAKT war damals eines dieser kleinen Printmedien. Denn
die offiziellen Medien behandelten derartige Themen nur am
Rande. Dadurch wurde FM KOMPAKT relativ schnell bekannt.   

VORWORT

Der Hintergrund von FM KOMPAKT liegt vor allem in der Rundfunk-
geschichte. Bis in die Achtziger Jahre war der öffentlich-rechtliche
Rundfunk weitgehend in der Präsentation rückständig geblieben.
Immer mehr Hörer z. B. lauschten den US-Soldatensendern. Durch
diesen Einfluss wuchs der Wunsch nach Alternativen. Ein weiterer
Einfluss kam durch die Seesender vor der 3-Meilen-Zone. Denn hier
hatten im Hintergrund Medienkonzerne aus den USA die Gelegenheit
erblickt, ihre Vorstellungen von Radio auch im westlichen Europa zu
verbreiten. Schon Anfang der Siebziger Jahre bekam die englische
Sprache in der alten Bundesrepublik wachsenden Einfluss auf das
Bildungswesen. Das vormals verbreitete altsprachliche Gymnasium
wurde allmählich durch neusprachliche Schulformen verdrängt.

Auch Leute wie Klaus Quirini, Jahrgang 1941, ein bestimmender
Akteur der Deutschen Discjockey Organisation (DDO), gegründet
1963, hatten einen gewaltigen Einfluss auf die Musikpräsentation
in den Diskotheken. Als z. B. das in der Schweiz realisierte See-
senderprojekt Radio Nordsee International (RNI) über den Äther
ging, war Quirini natürlich involviert. Denn auf deutschem Boden
waren qualifizierte Radiomoderatoren eher Mangelware.

Deshalb kamen die meisten fortschrittlichen Radiomoderatoren
sowohl aus der britischen als auch aus der US-Soldatensender-
szene (BFBS, AFN) oder aus dem Bereich der Diskotheken. Ei-
nige Radiostationen, wie Radio Luxemburg (RTL), rekrutierten ihr
Sprecherpersonal aus den genannten Bereichen. Vor allem Radio-
sender in den Grenzgebieten zu Deutschland griffen gerne auf der-
artige Personen zurück. Der deutsche Zweig von Radio R.V.N. z.B.
zeigte besondere Nähe zu einer ehemaligen Diskothek in Schmelz
im Landkreis Saarlouis.

Im Vorfeld der Zulassung privater Radiokanäle tummelten sich einige
Radiopiraten im Äther. Dies war also die große Zeit der Free-Radio-
Bewegung. Hier gab es entweder Piraten auf UKW oder man bediente
sich ausländischen Relais In Italien, in den Niederlanden oder in Irland.
Untereinander sah man sich eher als Konkurrenten. Nur in den wenig-
sten Fällen schloss man sich zusammen. Kapitalmäßig stand man in
vielen Fällen auf schwachen Füßen. Daher setzte man auf selbstloses
Engagement.

BEITRAG

Im Juli 1985, in der Hochzeit der Free-Radio-Bewegung, erschien ein
neues Printmedium, das in einem monatlichen Rhythmus mit FM-/KW-
und Kabelnews aufwartete und sich später FM KOMPAKT nannte. Der
Herausgeber hieß Thomas Kircher und stammte aus Heilbronn, der sich
hier durch die publizistische Arbeit von RADIO VICTORIA, der Kurzwellen-
musikstation, anregen ließ. Über drei Jahre hinweg erschien dort ein Fan-
Magazin, das damals in Sachen FREE RADIO seines Gleichen suchen
konnte. In den letzten Jahren waren beim FREE RADIO FANZINE neben
Roger Kirk auch Mathias Kropf und Jürgen Poppe redaktionell tätig gewesen.
Hinzu gesellte sich auch noch eine unterschiedliche Anzahl von wechselnden
Korrespondenten. Doch sollte Ende 1986 plötzlich und für alle unerwartet die
letzte Ausgabe dieser Publikation erscheinen. So entstand in diesem Bereich
eine wirkliche Lücke, die FMK in relativ kurzer Zeit aber schließen konnte.
Weiterhin fand ein reger Austausch mit anderen einschlägigen und noch
existierenden Fachmagazinen statt. Der Schwerpunkt der hier verbreiteten
Meldungen lag zunächst auf Südtirol, Baden-Württemberg und Bayern. Über
10 Jahre war man aktiv tätig. Nach einer mehrjährigen Pause ist man am 16.
März  2007 wieder im Internet als Webseite zurückgekehrt.

Als FM KOMPAKT wieder im Internet seinen Auftritt startete, war dieser
von ehrgeizigen Plänen begleitet worden. Da gab es Vorstellungen von
der Gründung einer Radioakademie, von Kooperationen mit bestehen-
den Radiostationen und von einer Tätigkeit in der Medienberatung. Ge-
blieben sind allerdings ein großes Mediennetzwerk, basierend auf Partnern
im Bereich des Internetradios und sehr zahlreichen Kontakten im deutsch-
sprachigen In- und Ausland, und erfolgreiche Freundschaftstreffen unter
dem Dach von FM KOMPAKT mit Exkursionen zu einigen Radiostationen
in Deutschland, in Österreich und in Südtirol. FM KOMPAKT wird heute
also ernst genommen. Jedoch hat sich die deutsche Rundfunklandschaft
stark verändert. Die kommerziellen Radiostationen verdienen heute das
meiste Geld mit der Verwertung der Rechte an ihren Medienerzeugnissen.
Das Radio selbst verkommt zu einer Gelddruckmaschine, wo hier mit dem
geringsten Einsatz der höchste Gewinn angestrebt wird. Dies erklärt die
steigende Anzahl schlecht gemachter Produktionen fast ohne jegliches
Niveau im Radioalltag.   

FMK7 FMK14

 

ST. BARBARAFEIER IM VEREINSHAUS FRAULAUTERN

Am Sonntag, dem 3. Dezember 2017, veranstaltete der Berg- und Hüttenarbeiterverein im Vereins-
haus Fraulautern seine diesjährige St. Barbarafeier. Nach der Begrüßung durch Klaus Hiery sprach
Bürgermeisterin  Marion Jost  ihr Grußwort  im Namen der Kreisstadt Saarlouis. Der Höhepunkt der
Veranstaltung war die Ehrung langjähriger Mitglieder des Berg- und Hüttenarbeitervereines.
 

 

k-St. Barbara Bild 2 logo colk-St. Barbara Bild 1 logo colk-St. Barbara Bild 3 logo colDSCI0017DSCI0018k-St. Barbara Bild 9 logo colk-St. Barbara Bild 6 logo colk-St. Barbara Bild 12 logo colk-St. Barbara Bild 7 logo colk-St. Barbara Bild 12 logo colDSCI0023

FILMVORTRAG „EUROPAS NEUBEGINN“

Am Mittwoch, dem  29. November 2017, veranstaltete  der  RODENA Heimatkundeverein
einen Filmvortrag im Mehrgenerationenhaus  in der Konrad-Adenauer-Allee (Steinrausch)
zum Thema "Europas Neubeginn:  Johannes Hoffmann und das Saarland" anläßlich  des
Todes vor 50 Jahren. Der Dokumentarfilm  war von  Boris Penth. Produziert wurde dieser
von Barbara Wackernagel-Jacobs. Der Einführungsvortrag zum Film war von Rosa-Maria
Kiefer-Paulus. Im Anschluss  hatten  die Besucher  die Möglichkeit, sich zu äußern. Mehr
Bilder auch auf unserer Facebook-Seite unter diesem LINK:

https://www.facebook.com/RodenaHeimat?ref=hl 

Über ein "Gefällt mir" würden wir uns freuen.

DSCI0004 DSCI0006  DSCI0010

 

 DSCI0003

DIE BAHNSTRECKE „DILLINGEN (SAAR) – BOUZONVILLE“

AUTOR: Josef Theobald

DIE CHRONIK

31. 03. 1897      Reichsgesetz zum Bau und Betrieb der Strecke Dillingen
                          (Saar) – „neue Reichsgrenze“

01. 07. 1901      Aufnahme des Reise- und Güterverkehrs auf der Strecke
                          Dillingen (Saar) – Busendorf (Bouzonville), Betriebsführung:
                          Reichseisenbahn Elsass-Lothringen

1918 – 1935      Betriebsführung durch die Reichsbahndirektion Saarbrücken

1945                  Übernahme der Betriebsführung durch die Saarländischen
                          Eisenbahnen (SEB), ab 1951 durch die Eisenbahnen des
                          Saarlandes

Juni 1948          Wiederaufnahme des Zugverkehrs, Reiseverkehr nur zwischen
                          Dillingen (Saar) – Niedaltdorf

01. 01. 1957      Übernahme des Betriebes auf deutscher Seite durch die Deutsche
                          Bundesbahn (DB), auf französischer Seite von der SNCF

DIE DATEN

Kursbuchnummer (seit 1992)   687

Spurweite                                 1435 mm

Streckenlänge                           20,3 km

größte Neigung                         1 : 100

kleinster Bogenhalbmesser       300 m

Bahnhofsgebäude                     Siersburg, Hemmersdorf (Saar)

DIE DETAILS

Noch heute herrscht auf der in Dillingen beginnenden und in das französische
Bouzonville führenden Strecke ein reger Güterverkehr. Reisende werden auf
französischer Seite schon seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr be-
fördert. Die Deutsche Bahn betreibt den Abschnitt von Dillingen bis zum Hal-
tepunkt Niedaltdorf mit Dieseltriebfahrzeugen. Früher waren es noch Wende-
züge. Zwar gilt die Gesamtstrecke heute noch als Hauptbahn, aber ihr Neben-
bahncharakter ist unübersehbar.

Schon lange gibt es Bestrebungen, den Reiseverkehr auf deutscher Seite ein-
zustellen und den Güterverkehr über eine andere Strecke umzuleiten.

Durch die Eisenbahn erlebte das Saartal und hier besonders die Region
um Dillingen einen enormen Aufschwung. Der im Jahre 1858 angelegte
Bahnhof Dillingen erlangte durch den regen Berufsverkehr zur und von
der Hütte sowie durch den An- und Abtransport der Roh- und Fertigpro-
dukte dieses Werkes sehr schnell eine große Bedeutung. Frühzeitig er-
kannte man, dass für den ständig wachsenden Personen- und Güterver-
kehr weitere Bahnverbindungen geschaffen werden mussten. Dillingen
sollte sich zu dem bedeutendsten Bahnknoten zwischen Saarbrücken
und Trier entwickeln.

Um den Erznachschub über einen längeren Zeitraum zu sichern und
das Material auf direktem Weg wirtschaftlicher zu transportieren, wurde
der Bau einer Zweigbahn zwischen Dillingen und dem lothringischen
Busendorf (heute Bouzonville) beschlossen. Im Ergebnis des Krieges
von 1870/71 wurden Elsass und Lothringen an das Deutsche Reich
eingegliedert. Als Folge kaufte das Deutsche Reich die im französischen
Besitz befindlichen Bahnen, da sie zum Schutze der Westgrenze als
strategisch wichtig galten.

Um den Streckenbau durchführen zu können, beteiligte sich die Dillinger
Hütte mit 100.000 Mark an den Baukosten, die man insgesamt auf 9,5
Millionen Mark geschätzt hatte. Die Bezeichnung „Niedtalbahn“ für den
neuen Schienenstrang verdankt er dem Flusslauf der Nied. Die Nied ent-
springt im lothringischen Bellenberg und mündet in Rehlingen in die Saar.

Für den Bau der Bahnstrecke wurden der Reichsbahn vom deutschen Reichs-
tag Mittel in Höhe von 8.991.000 Mark bewilligt. Das restliche Geld brachten die
Interessenten Elsass-Lothringen mit 337.500 Mark, der Landkreis Saarlouis mit
224.000 Mark, die Dillinger Hütte mit 100.000 Mark und andere Interessenten
mit 11.500 Mark auf. Da die Dillinger Hütte auch ein Werk im lothringischen
Redingen besaß, erlangte die geplante Strecke für sie eine besondere Be-
deutung, konnten doch die Erztransporte aus Frankreich zur Saar wesentlich
verkürzt werden. Immerhin hatte man in diesem Zusammenhang eine Fracht-
ersparnis von 40.000 Mark pro Jahr errechnet.

Im Herbst 1897 wurde schließlich mit dem Bau der Niedtalbahn begonnen.
Gleichzeitig entstand ein Abzweiggleis von der Saartalbahn zwischen
Dillingen und Beckingen zu Niedstrecke, das allerdings nur militärischen
Zwecken diente. Über den im Volksmund als „totes Gleis“ bezeichneten
Abschnitt rollten bei Kriegsausbruch 1914 Truppentransporte in Richtung
Trier, ohne den Bahnhof Dillingen zu berühren. Die Arbeiten an der zu-
nächst zweigleisig ausgebauten Strecke von Dillingen bis Busendorf
konnten im Frühjahr 1901 abgeschlossen werden. Für die Aufschüttung
des Bahndamms wurden die Erdmassen aus dem Gelände rechts der
Straße zwischen Dillingen und Beckingen entnommen. So entstand hier
jenes „Baggerloch“, das auch heute noch diesen Namen trägt.

Bahnhöfe erhielten an der 20,3 km langen Strecke von Dillingen aus die
Anliegergemeinden Büren-Itzbach (Kilometer 15,3) und Kerprichhemmers-
dorf (Kilometer 10,9) auf deutschem Boden sowie Guerstling (Kilometer
6,5) und Filstroff (Kilometer 2,3) auf französischem Gebiet. Zwei Tunnels,
die 212 und 215 m lang sind, mussten auf französischer Seite errichtet
werden. Der eine Tunnel auf deutschem Boden entstand kurz vor der
Grenze, und zwar auf dem Abschnitt Kerprichhemmersdorf – Guerstling
unweit des Ortes Niedaltdorf. Beim Bau des 180 m langen Niedaltdorfer
Tunnels gab es große Probleme: eine instabile Plattform und fortwähren-
der Wassereinbruch. So musste die Röhre teilweise neu errichtet werden.
Hinzu kamen bis zur französischen Grenze zwei große Brückenbauwerke.
Zum einen wurde bei Dillingen auf einem ansteigenden Damm die Saar
überquert, zum andern bei Niedaltdorf ein Teil des tieferliegenden Ortes
mittels eines gemauerten Viadukts überbrückt.

Am 1. Juli 1901 wurde die Niedtalbahn feierlich eröffnet. Die Fortsetzung
der Strecke von Busendorf nach Metz konnte erst im Jahre 1908 fertig-
gestellt werden. Dadurch war eine neue, durchgehende und strategisch
wichtige Verbindung von der Saar nach Metz und Thionville geschaffen.
Nachdem schon im August 1901 die eingleisige Strecke von Dillingen
nach Primsweiler eingeweiht worden war, wurde das Saartal nun auch
mit dem Hochwald über die bereits bestehenden Strecken Lebach –
Primsweiler – Büschfeld – Nonnweiler – Türkismühle und Lebach –
Wemmetsweiler – Neunkirchen – Saarbrücken verbunden. Somit hatte
sich der Bahnhof Dillingen kurz nach der Jahrhundertwende zu einem
bedeutenden Bahnknotenpunkt mit lebhaftem Reise- und Güterverkehr
entwickelt. Durch den Bau der Niedtal- und der Primstalbahn war eine
Vergrößerung der bestehenden Bahnanlagen und des im Jahre 1858
errichteten Empfangsgebäudes dringend notwendig geworden. Da die
lothringischen Eisenbahnen ihre Züge mit eigenen Betriebsmitteln und
Personalkräften fuhren, wurden in Dillingen zudem eigene Aufenthalts-
räume und eine eigene Reparaturwerkstätte errichtet.

Auf diese Weise entstand auch das Bahnbetriebswerk Dillingen, das
sich an der westlichen Bahnhofsausfahrt Richtung Trier befand. Durch
die Stationierung der Lokomotiven und den Bau einer Wagenwerk-
stätte nahm der Dienstbetrieb einen großen Umfang an. Auf dem
Bahnhofsgelände existierten drei Stellwerke, wovon ein Stellwerk
ausschließlich den Rangierbetrieb sicherte.

Quelle:
GeraNova, Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland (einst und
jetzt), Saarland, Strecke: Dillingen – Bouzonville, Autor: Rainer Schedler,
die Seiten 1 – 10.

BILD
Ein Zug verläßt Hemmersdorf in Richtung Niedaltdorf (1995), GeraNova

 

Europas Neubeginn – Johannes Hoffmann und das Saarland

 

Europas Neubeginn  –  Johannes Hoffmann und das Saarland

29.11.2017 19:00 Uhr  Miteinander der Generationen

Konrad-Adenauer-Allee 138

 

Der Film erzählt von dieser Regierungszeit, in der er das Saarland als Kern eines neuen Europas etablieren wollt.

Auch von seiner Vision zu Europa und zur deutsch-französischen Aussöhnung.

– seiner Geburt 1890
– Schulzeit
– sein Einsatz im 1. Weltkrieg
– seine Zeit als Berichterstatter für mehrere Zeitungen
– seine Rückkehr 1929 mit Familie an die Saar
– seine Zeit als Chefradakteuer der katholischen Saarbrücker Landeszeitung.

Berichtet wird auch davon, dass er von vielen verkannt und von anderen als europäischer Visionär gesehen wurde,

als  umstrittenste Figur der jungen Saarländischen Geschichte. Der Film möchte dem Zuschauer einen unvoreingenommen Blick

auf die Geschichte von Johannes Hoffmann und  des Saarlandes gestatten.

Über ein "Gefällt mir" unserer Seiten würden wir uns freuen!

JohoPortraet mit quelle saar-nostalgie

AUSSTELLUNG „50 JAHRE STEINRAUSCH“

Am Sonntag, dem 19. November 2017, wurde im Mehrgenerationenhaus die Ausstellung
"50 Jahre Steinrausch" um 11.00 Uhr eröffnet. Nach der Eröffnung durch Jürgen Michael
Paschek sprach  die Bürgermeisterin Marion Jost ihr Grußwort. Anschließend konnte bis
18.00 Uhr  die vorbereitete Ausstellung  besichtigt werden. Mehr Bilder auch auf unserer
Facebook-Seite unter diesem LINK: https://www.facebook.com/RodenaHeimat?ref=hl

Über ein "Gefällt mir" würden wir uns freuen.

DSCI0025 DSCI0027 DSCI0031 DSCI0033 DSCI0035 DSCI0040 DSCI0043 DSCI0048

50 JAHRE STEINRAUSCH

Zum Abschluss der 50-Jahrfeier des Stadtteils Steinrausch
veranstaltet die Ortsinteressengemeinschaft (OIG) eine Aus-
stellung im Mehrgenerationenhaus (Miteinander der Genera-
tionen), Konrad-Adenauer-Allee 138, Saarlouis-Steinrausch.
Alle die im Steinrausch angesiedelten Einrichtungen und Ver-
eine sind mit ihren vielseitigen Beiträgen auf den zugewiese-
nen Stellwänden vertreten. Mit dabei ist auch der RODENA
Heimatkundeverein aus Saarlouis-Roden. 
 
Alle Interessenten sind herzlich dazu eingeladen.
 
Die Ausstellung ist am Sonntag, dem 19. November 2017,
nach der Eröffnung um 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

DIE PREISTRÄGER

DIE PREISTRÄGER DES VOM SAARWALD-VEREIN AUSGESCHRIEBENEN
SAARLÄNDISCHEN HEIMATPREISES 2017 STEHEN NUN FEST.
 

IN DER KATEGORIE "EINZELPERSONEN"

Wolfram Herzog aus Neunkrichen

IN DER KATEGORIE "GRUPPEN"

Bohnentaler Selbermacher, ein interkommunales Dorfprojekt

SONDERPREIS "IMMIGRANTEN"

Comitato San Paolino aus Dillingen

HIER DER LINK:

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/heimat/auch-eine-werkstatt-ist-heimat_aid-6817824

DER MARTINSTAG (MARTINI)

AUTOR: Josef Theobald

Der 11. November ist dem ehemaligen Bischof von Tours gewidmet.
Dieser Mann namens Martinus wurde um 316 in Ungarn geboren und
war von 371 bis 397 Bischof. Sein Todestag war der 8. November. Die
Totenmesse wurde am 11. November gehalten. [1]

Nach dem Militärdienst bei der berittenen kaiserlichen Leibgarde lebte
Martin zunächst als Einsiedler. 361 gründete er bei Poitiers das erste
Kloster des Abendlandes. Trotz der späteren Bischofswürde lebte er
in persönlicher Besitzlosigkeit und kümmerte sich um die Sorgen und
Nöte des einfachen Volkes, das ihn sehr verehrte. Seine demütige und
einfache Lebensweise machten ihn zu einem Gegner des Klerus, weil
dieser um seine Privilegien und Reichtümer fürchtete.

Der Frankenkönig Chlodwig (481-511) erklärte Martin, der als erster
Nichtmärtyrer als Heiliger verehrt wurde, zum Nationalheiligen und
zum Schutzherrn der fränkischen Könige, die nunmehr den Mantel
Martins in Schlachten mitführten. [3] St. Martin gilt bis heute in den
alten saarländischen Pfarreien als der 2. Schutzpatron. Der Grund
hierfür liegt in den alten Besitzrechten der Abtei Lubeln (Longeville)
in der Nähe von St. Avold.  

Warum Martin in der Sage mit einer Gans in Verbindung gebracht wird,
ist nicht ganz klar. Es sollen ihn Gänse verraten haben, als er sich vor
seiner Wahl zum Bischof verbarg. Nach einer Legende sollen ihn Gänse
bei einer Predigt gestört haben.

Schon vor der christlichen Legendenbildung feierten die Germanen im
Herbst ein Wotan geweihtes Fest. In einem norwegischen Runenkalen-
der ist dieser Tag mit einer Gans gekennzeichnet. Mit der Gans wurde
symbolisch der Sommer geschlachtet und mit dem Verzehr des knus-
prigen Bratens übertrug sich die Fruchtbarkeit des Sommers auf den
Menschen. [1]

Noch heute wird traditionell am Martinstag die „Martinsgans“ gegessen.
Bereits im Mittelalter wurden die Gänse vor dem Winter geschlachtet,
da der Platz in den Ställen knapp bemessen war. Zudem bot auch der
Gänsebraten die letzte Gelegenheit für ein ausgiebiges Festmahl vor
der damals üblichen vorweihnachtlichen Fastenzeit. [3]

Der Martinstag war nach der alten Einteilung des Jahres wahrschein-
lich der Monats- und Winteranfang. Das Sprichwort „St. Martin zündet
das Feuer an.“ ist auf die Zeit zu beziehen, in der die Stuben geheizt
werden, was früher ohne Ofen durch das Herdfeuer geschah. [2]

Mancherorts (z. B. im Hessischen) gab es ein Schlachtfest mit Wurst-
brühe, Sauerkraut und Würsten. Andernorts sind Sänger mit Laternen
von Haus zu Haus gezogen, haben Lieder gesungen und dafür Äpfel,
Nüsse oder anderes geschenkt bekommen.

Der Vorabend des 11. November eines jeden Jahres markierte in der
früheren Zeit überall und auf dem linken Rheinufer bis zur 1. Hälfte des
20. Jahrhunderts das Ende des bäuerlichen Pacht- und Ackerjahres. Ein
Teil des Gesindes (Knechte und Mägde) wurde entlassen, soweit es im
Winter nicht beschäftigt (und verköstigt) werden konnte. Die erneuten
Einstellungen sind dann an Mariä Lichtmess (2. Februar) erfolgt. Durch
die Entlassung der als Arbeitskräfte in den nächsten Monaten nicht mehr
gebrauchten Menschen konnte eben der winterliche Nahrungsengpass in
der Arbeitspause ohne die nicht unmittelbar notwendigen Esser leichter
überdauert werden. [1]

Das wohl bekannteste Brauchtum am Martinstag bzw. am Vorabend ist
der Laternenumzug. Die Spitze bildet ein als St. Martin bekleideter Mann,
der auf einem Pferd reitet und häufig von einer als Bettler verkleideten
Person begleitet wird. Ihnen folgen die Kinder mit Laternen und singen
Martinslieder. Am Ende des Umzugs wird die Legende von der Mantel-
teilung nachgespielt. Im Anschluss erhalten dann die Kinder noch die
typischen Martins-Backwaren, wie die „Stutenkerle“, „Martinshörnchen“
oder „Martinsbrezel“.

Der Martinsumzug ist Teil der Lichtsymbolik, die an Allerseelen beginnt
und bis Lichtmess andauert. Er hat inzwischen das traditionelle Martins-
feuer fast vollständig verdrängt, dessen Ursprung auf die germanische
Wintersonnenwendfeier und das Erntedankfest zurückgeht.

Bei den evangelischen Christen ist auch der Martinstag der Tauf- und
Namenstag von Martin Luther. [3]   

ANMERKUNGEN
[1] Hans-Peter Ebert, Festtage zum Nachlesen (Hintergründe zu Zeit-
     rechnung und Brauchtum), DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen
     2001, Seiten 105/6.
[2] Montanus, Die deutschen Volksfeste,  Volksbräuche und deutscher
     Volksglaube  in  Sagen,  Märlein  und  Volksliedern, Nachdruck der
     Ausgabe von 1854 bei Georg Olms Verlag, Hildesheim-Zürich-New
     York 2006, Seite 55.       
[3] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und nationale
     Feiertage weltweit), Chronik Bertelsmann, Wissen Media Verlag,
     Gütersloh/München 2009, die Seiten 64 + 65.
 
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner