DER URSPRUNG VON WEIHNACHTEN

Als Jesus Christus aus der Stadt Nazareth in Bethlehem geboren wurde, gab es noch keine Standesämter und die damit verbundene Meldepflicht wie heute. Was die Beschneidung eines Knaben in der Provinz Judäa am achten Tage nach der Geburt oder die Auslösung des erstgeborenen männlichen Kindes nach dem 31. Tage anging, gab es hier beim Vater lediglich eine Beweispflicht (parallel Mischna BECHOROT, VIII,6).

Das heutige Weihnachtsfest hat seinen Ursprung in Rom. Da der Zeitpunkt der Geburt Jesu durch keine sichere Überlieferung bekannt war, wählte man im Gegensatz zum Orient (6. Januar) die Zeit der Wintersonnenwende, also den 25. Dezember. An diesemTag nach dem römischen Kalender wurde das Fest des „Sol novus“ gefeiert. In späterer Zeit entwickelte sich dann hieraus das Fest des „Natalis invicti“, d. h. der Tag des unbesiegten Sonnengottes. In der Verbindung mit dem Mithras-Kult verbreitete sich dieser Festtag allgemein in der heidnischen Welt. [1]

Die christliche Transformation der Sonnengottfeiern auf die Geburt Jesu kann sich auf den Propheten Maleachi (Kapitel 3, Vers 20) berufen: Dem Gläubigen „soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit“. [2]

Im Mittelalter entfaltete sich eine reiche weihnachtliche Volksfrömmigkeit, so etwa in Gestalt geistlicher Weihnachtsspiele und Umzüge oder von Dramatisierungen der Krippenszene, wobei – in Esels- und Narrenfesten – auch Facetten älteren Brauchtums fortwirkten, die als zum Teil exzessives Festspiel kirchlich beargwöhnt und später auch unterbunden wurden.

In der frühen Neuzeit verlagern sich wesentliche Elemente der Festgestaltung in den häuslichen Bereich, aus den öffentlichen Krippenspielen werden Holzkrippen in den Bürgerstuben. [3]

Um das Jahr 1509 soll im elsässischen Schlettstadt ein Christbaum entweder gestanden oder gehangen haben. Später übernehmen schließlich reiche Bürger aus evangelischen Gebieten den Brauch, ein Zimmer damit zu schmücken. [2] Damit verbunden war die Bescherung der Kinder, die zwar an die Gaben der Heiligen Drei Könige erinnern sollte, aber nur durch das Christkind erfolgte. Die Weihnachtsbäume selbst waren mit Äpfeln, Nüssen und Oblaten behängt worden. [4] Mit den Äpfeln hatte man an den Baum im Paradies erinnert. Die bunten Glaskugeln heutiger Christbäume sind die Nachfolger der Äpfel. 1539 soll zum ersten Mal im Münster zu Straßburg ein Weihnachtsbaum gestanden haben.

Der Weihnachtsbaum wird schließlich im 18. Jahrhundert in gut gestellten bürgerlichen und adligen Kreisen mit den darunter gelegten Geschenken zum Mittelpunkt des häuslichen Weihnachtszimmers. [2] Allmählich sind auch Kerzen an den Baum gekommen. Das Licht der Kerzen stand für das Licht, das durch die Geburt Christi in die Welt gekommen ist. [4]

Um 1814 wurde durch einen protestantischen Bankier aus Berlin (A. v. Arnstein) der Weihnachtsbaum in das katholische Wien gebracht. Im Jahre 1817 stellte die aus dem Rheinland stammende Erzherzogin
Henriette (geb. von Nassau-Weibling) einen Christbaum auf. Damit wurde der Baum im Hochadel etabliert. Vom Hochadel übernahm das Bürgertum diese Sitte, weshalb Weihnachtsbäume schon ab
1830 in den bürgerlichen Häusern des deutsch-habsburgischen Kaiserreiches üblich waren.

Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 ließen adlige Offiziere festlich geschmückte Weihnachtsbäume in den Unterkünften und Lazaretten aufstellen. Dadurch wurde der Brauch den einfachen Ständen bekannt. [2]

Heute ist die weihnachtliche Symbolik fest verankert in Familienritualen und in häuslichen Festgestaltungen: Licht (Kerzen, Adventskranz, Christbaum), Gaben (Geschenke, Weihnachtskarten), biblische und auch nachbiblische Figuren und Zeichen (Engel, Krippe, Stern). Das Weihnachtsfest
ist heute ein Stück „Familienreligion“ par excellence, in der „Heiligen Familie“ finden etwaige familiäre Sehnsüchte Resonanz. Als kulturelle Institution sind Weihnachten und die Weihnachtszeit Ausdruck eines öffentlich werdenden Christentums und ein Element des gesellschaftlichen Lebens. Dies reicht vom kommerzialisierten Weihnachten mit entsprechendem Schmuck und Beleuchtung über Weihnachtsliteratur und -film als eigene Gattung bis zu den spezifisch weihnachtlichen Spenden- und Hilfsaktionen und der zivilreligiösen Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten.

Im Laufe der Zeit ist auch Weihnachten im kirchlichen Bewusstsein mehr und mehr auf den Heiligabend bezogen worden, die beiden Weihnachtstage werden tendenziell zum Nachklang des Festes.

Die nordisch anmutende Figur des Weihnachtsmannes etwa ist nicht nur Inbegriff eines kommerzialisierten und pädagogischen Festes, sondern integriert auch den Mythos vom „wilden Gesellen“, der unheimlich und gütig in einem ist. [3]

Im Wettbewerb zu den politischen Systemen entwickelten sich gewisse Eigenheiten heraus. So trat in den Zeiten der Sowjetunion der Begriff „Weihnachten“ in den Hintergrund und wurde durch die Bezeichnung
„Väterchen Frost“ ersetzt. In der früheren DDR wurden die WeihnachtsEngel umbenannt in „Jahresendfiguren mit Flügeln“.

Im Westen ist Weihnachten nicht nur das Fest des Schenkens oder des Beschenktwerdens, besonders in den Familien, im Sinne bloßer Kaufmechanismen, geworden, sondern bleibt Anlass, auf das Heil hoffen zu
dürfen, das mit Jesus Christus in die Welt kam, und immer neu darüber zu jubeln.

Vom Tridentinum (Konzil von Trient) bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil galt das Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Reinigung oder Lichtmess) am 2. Februar, das ist der vierzigste Tag nach der Geburt Christi, als ein Abschluss der Weihnachtszeit, wohl deshalb, um eine nach der Osterzeit entsprechende Zeitdauer zu erzielen. Denn nicht wenige Weihnachts- und Epiphaniebräuche, wie die Aufstellung von Weihnachtskrippen, erstrecken sich bis zum 2. Februar. [5]

Bestimmte christliche Freikirchen verlegen die Geburt Christi auf den Zeitpunkt (Mitte/Ende) September bzw. Anfang Oktober in der vertretenen Annahme, dass Johannes der Täufer um die Pfingstzeit (nach der 8. Dienstordnung der Abija-Priester im Jerusalemer Tempel) gezeugt wurde. Dabei gehen sie hier von einem Geburtszeitpunkt Jesu aus, der 6 Monate später nach der Geburt des Johannes liegt. [6]

ANMERKUNGEN
[1] Hartmann Grisar, GESCHICHTE ROMS UND DER PÄPSTE
IM MITTELALTER, 1. Band: Rom beim Ausgang der antiken
Welt, Nachdruck bei GEORG OLMS Verlag, Hildesheim usw.
1985, Nr. 508.
Im HANDBUCH DER KIRCHENGESCHICHTE, 1. Teil: Das Alter-
tum, erschienen im Verlag von J. C. B. Mohr, Tübingen
1923, heißt es unter § 37,9: „In Rom … ward die Anse-
tzung der Geburt Christi auf den 25. Dez. wahrschein-
lich schon vor 336 … zum willkommenen Anlass, den heid-
nischen Festen der Saturnalien (17. - 23. Dez.) und Bru-
malien (Wintersonnenwende; Geburtstag des Sol invictus,
25. Dez.) ein christliches Freudenfest an die Seite zu
stellen.“
[2] Hans-Peter Ebert, Festtage zum Nachlesen (Hintergrün-
de zu Zeitrechnung und Brauchtum), DRW-Verlag, Leinfelden-
Echterdingen 2001, Seiten 120 – 142.
[3] TASCHENLEXIKON RELIGION UND THEOLOGIE, Band 3: O-Z,
Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, die Seiten
1254 – 1256.
[4] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und
nationale Feiertrage weltweit), Chronik Bertelsmann, Wis-
sen Media Verlag, München/Gütersloh 2009, die Seiten 72 +
73.
[5] Lexikon der Pastoral (Lexikon für Theologie und Kirche
kompakt), Band 2: Kl-Z, Verlag Herder, Freiburg 2002, die
Seiten 1828/29.
[6] Intern (Studien - Bildung - Nachrichten), Jahrgang 13,
die Nr. 12 vom 19. Dezember 2008, Herausgeber in Deutsch-
land: Vereinte Kirche Gottes mit Sitz in Bonn, Seiten 9/10.

Chorkonzert in der Lisdorfer Pfarrkirche

Liebe Sangesfreunde,

der Förderverein „Klingende Kirche“ Saarlouis-Lisdorf lädt für Samstag, den 17. Dez. 2022, 19.30 Uhr zu einem Chorkonzert der Spitzenklasse mit dem Saarländischen Kammerchor-Ensemble 85 in die Lisdorfer Pfarrkircheein.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf zahlreichen Konzertbesuch!

DIE VEREHRUNG DES HEILIGEN NIKOLAUS

Abt Nikolaus von Sionalte germanische MythologieHafenstadt BariKaiserin TheophanuKnecht RuprechtLandbischof von MyraNikolausPatron der SeefahrerSchiffskinderheim NikolausburgSchutzpatron der kleinen und großen SchiffsleuteVolksheiliger

Der Name NIKOLAUS ist vom griechischen Namen „Nikólaos“ abgeleitet und bedeutet etymologisch „der mit dem Volk siegt“. Dieser Name war in der griechischen Literatur sehr verbreitet. Im ganzen Neuen Testament kommt der Name nur einmal vor. Das spricht dafür, dass die Verwendung dieses Namens ausschließlich den hellenistischen Gruppen in der jungen Christengemeinde vorbehalten blieb. Jene Gruppen arrangierten sich mit dem römischen Götter- und Kaiserkult, um ihre gesellschaftliche Stellung als Christen zu verbessern. (Personen Lexikon zum Neuen Testament,

Verlag Patmos, Düsseldorf 2004, die Seiten 231/32)

Der NIKOLAUS zählt zu den am meist verehrten Heiligen der Christenheit. Dieser lebte vermutlich von 270 bis 342 und war Landbischof von Myra an der heutigen türkischen Mittelmeerküste. Um dessen Gestalt ranken sich zahlreiche Legenden und Wunderberichte, die zunächst in der Ostkirche, seit dem 8./9. Jahrhundert auch in der Westkirche, Verbreitung fanden. [1] Dabei sind offensichtlich Begebenheiten aus dem Leben des Abtes NIKOLAUS von Sion bei Myra und des Bischofs von Pinora, der am 10. Dezember 564 verstorben ist, mit jenen des schon früher lebenden NIKOLAUS von Myra vermischt worden. [2]

Eine zeitgenössische Lebensbeschreibung fehlt, auch seine Teilnahme am Konzil von Nizäa wird heute als legendär beurteilt. Das älteste Textzeugnis stammt aus dem 6. Jahrhundert: die Legende der wunderbaren Rettung von drei unschuldig zum Tode verurteilten Feldherrn durch das Eingreifen des Bischofs.

Begünstigt durch die aus Byzanz stammende Kaiserin Theophanu, der Gemahlin Kaiser Otto II., hat sich der NIKOLAUS-Kult verstärkt im 10./11. Jahrhundert auch im Westen verbreitet. Im Jahre 1087 wurden die Gebeine des NIKOLAUS von Myra in die italienische Hafenstadt Bari überführt. Deshalb gilt NIKOLAUS als der Patron der Seefahrer. Denn in der Rettung Schiffbrüchiger liegt hier der Ursprung. [3] Weiterhin ist der hl. Nikolaus Schutzpatron der Bäcker, der Bauern, der Bierbrauer, der Schnapsbrenner und der Kaufleute.

Der Reformator Martin Luther lehnte den Nikolaus als Gnadenbringer in der Weihnachtszeit ab und ersetzte ihn durch den heiligen Christ. Der Herzog von Mecklenburg schaffte im Jahre 1682 den Nikolaustag einfach ab und stellte die Beibehaltung von Nikolauszeremonien unter Strafe. So findet man heute in den vorwiegend protestantischen Gegenden wie im Norden und Osten Deutschlands und in den angelsächsischen Ländern den Weihnachtsmann mit einem rotem Mantel und mit roter Mütze als Gabenbringer zur Weihnachtszeit. [4]

In den Zwanziger Jahren wurde versucht, die NIKOLAUS-Bräuche in einen Zusammenhang mit der alten germanischen Mythologie zu bringen. Doch wird dies heute weitgehend verworfen.

Aus der Verschmelzung von Knecht Ruprecht und NIKOLAUS entstand zunächst im 19. Jahrhundert die Figur des Herrn Winter, aus der sich nun im Zeitraum zwischen 1840 und 1850 der Weihnachts-mann entwickelte. [3] In Deutschland tritt Knecht Ruprecht im 18. Jahrhundert als Gehilfe des hl. Nikolaus auf. Am Mittelrhein nennt man diese dunkle Gestalt Pelznickel, in Österreich Krampus oder Bartel. [4]

Der Festtag des Heiligen wird am 6. Dezember begangen. Es ist ein Brauch, am Nikolaustag die Kinder zu beschenken. [2] Bis zum Jahr 1969 war Nikolaustag sogar ein kirchlicher Feiertag, erst Papst Paul VI. änderte diese Regelung. [4]

Der heilige NIKOLAUS gehört eindeutig zum Personenkreis der „Volksheiligen“. Über die Verehrung Verstorbener als Heilige und ebenfalls die Einführung neuer Heiliger in einer Diözese entschied bis zu einer päpstlichen Neuregelung die „vox populi“ bzw. die Genehmigung des Bischofs. Im Jahre 1234 reservierte Papst Gregor IX. (um 1167-1241) das Privileg der Heiligsprechung dem apostolischen Stuhl. [5]

Durch die italienische Hafenstadt Bari verbreitete sich die Verehrung des heiligen Nikolaus als Schutzpatron der Seeleute. Auch im Bereich der Binnenschifffahrt genoss der heilige Nikolaus großes Ansehen. So existierten in früheren Jahren noch Schiffsprozessionen zu seinem Gedenken auf dem Rhein. Auch das ehemalige in Duisburg-Ruhrort angesiedelte Schifferkinderheim Nikolausburg für Angehörige der jeweiligen Schiffsbesatzungen auf den Binnengewässern ist mittlerweile Bestandteil der Geschichte.

ANMERKUNGEN

[1] Im Laufe des 4. Jahrhunderts gewannen die Bischöfe größerer Städte immer mehr an Einfluss.
Die Synode von Serdica (343) verbot geradezu, in Dörfern und kleinen Städten einen Bischof aufzu-
stellen. Die Synode von Laodicea (um 380) will  die Land- oder Chorbischöfe durch Periodeuten
(visitatores, circumitores -Besucher-) ersetzt wissen, die im Auftrag des Bischofs als einfache

Presbyter von der Stadt aus die Landgemeinden seelsorgerich betreuten. (Bihlmeyer – Tüchle, KIRCHEN-GESCHICHTE, Erster Teil: Das christliche Altertum,  erschienen im Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn

1951, § 62,1)

[2] Manfred Becker-Huberti / Helmut Lotta, KATHOLISCH (A-Z), Das Handlexikon, Verlag Herder, Frei-
burg (Breisgau) 2009, Seite 173.

[3] THEOLOGEN, HETZER, HEILIGE (Kleines Personenlexikon der Kirchengeschichte), Verlag C. H. Beck, München 2001, die Seite 292. / Beiträge zur Geschichte des christlichen Altertums und der Byzantinischen Literatur (Festgabe Albert Ehrhard zum 60. Geburtstag), Nachdruck bei Edition Rodopi, Amsterdam 1969, Seiten 392/93.

[4] Die wichtigsten Gedenk- und Feiertage (Religiöse und nationale Feiertage weltweit), Chronik Ber-
telsmann, Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2009, die Seiten 66 + 67.

[5] Bihlmeyer – Tüchle, KIRCHENGESCHICHTE, Zweiter Teil: Das Mittelalter, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1948, § 100,3.

DIE ADVENTSZEIT

Adventskalender aus einem dünnen Blätt mit 24 BildernAdventskranzAdventssingenBedeutung des Wortes „Advent“Konzil von Trient: vierwöchige Adeventszeit Liturgiereform durch Papst Gregor dem Großen Siegeszug des Adventskranzes Weihnachtsbäckerei

Der Terminus „Advent“ kommt vom lateinischen „adventus“ und bedeutet „Ankunft“ und meint in diesem Zusammenhang die Vorbereitungszeit auf das Fest der Geburt Christi (Weihnachten). Die Adventszeit umfasst die vier Wochen vor dem Weihnachtsfest. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt das Kirchenjahr.

Gebräuchlich ist in dieser Zeit der „Adventskranz“, ein geflochtener Kranz aus grünen Zweigen mit vier Kerzen, die nach und nach an den Adventssonntagen entzündet werden. Der Kranz steht für den Erdkreis, der auf die Erlösung wartet; die Kerzen symbolisieren das Licht, das zunimmt, je näher die Geburt des Erlösers Jesus Christus rückt. [1]

Einer der frühen Adventskränze ist der von J. H. Wichern (1808-1881), der in dem von ihm gegründeten „Rauhen Haus“ bei Hamburg seit etwa 1850 hing. Dieser große Kranz hatte 24 Kerzen, die täglich angezündet wurden, bis am 24. Dezember alle Kerzen brannten. Das „Rauhe Haus“ war eine Erziehungsanstalt (für jugendliche Straftäter) und die Keimzelle der Inneren Mission in der evangelischen Kirche. Zunächst ließ Johann Wichern vom ersten Sonntag im Advent an kontinuierlich eine große weiße Kerze auf den von der Decke hängenden runden hölzernen Reifen und an den Werktagen kleine rote Kerzen dazwischen stellen. Nach 1860 wurde der ursprünglich für die Kerzen verwendete Kronleuchter mit Tannenzweigen verziert, womit der Adventskranz geboren war. [2] Ab 1925 hat dieser Adventskranz, allerdings mit nur noch vier Kerzen, auch seinen Einzug in die katholische Kirche genommen. [3]

Noch vor der Liturgiereform durch Papst Gregor dem Großen kam in der römischen Kirche der Advent als Vorfeier von Weihnachten auf, also vier Wochen bzw. Sonntage umfassend. Auch der Orient (Syrien, Ägypten) kannte eine 3 bis 4 wöchentliche Vorbereitungszeit. [4]

Der genannte Papst Gregor I. (um 540-604) vereinheitlichte die Adventszeit auf vier Wochen. Fällt der Heilige Abend auf einen Sonntag, ist dies zugleich der 4. Advent. Sonst verlängert sich diese Zeit vom 4. Advent bis zum Heiligen Abend. Beim Aachener Konzil wird die Regel im Jahr 825 in Deutschland verbindlich eingeführt. [5] Erst die dem Konzil von Trient (Tridentinum, 1545-1563) folgenden Liturgiebücher schrieben den Advent gesamtkirchlich vierwöchig vor; bis heute hält Mailand (Milano) an einem sechswöchigen Advent fest. [3]

Möglicherweise hatte in Deutschland die Begeisterung für die Natur der „bündischen Jugend“ (um 1910) den Siegeszug des Adventskranzes gefördert. Jedenfalls ging der Adventskranz von Norddeutschland aus und war nur in evangelischen Familien gebräuchlich. Eine Untersuchung im Umfeld von Tübingen aus dem Jahre 1928 zeigte, dass dieser Kranz in protestantischen Orten über Pfarrer, Lehrer und kirchliche Vereine in die Familien zumindest bei den Wohlhabenden eingekehrt ist.

Der erste Adventskalender ging bei der in München ansässigen „Reichholdschen Druckerei“ im Herbst 1908 in Druck. Hier war Gerhard Lang, aus einer kinderreichen Pfarrersfamilie im württembergischen Maulbronn stammend, am 29. Februar 1908 als Teilhaber eingestiegen. Jener wurde zuerst „Weihnachtskalender“ genannt. Er bestand aus einem dünnen Blatt mit 24 Bildern und aus einem starken Untergrundkarton mit einem Steindruck. Auf der Vorderseite dieses Kartons waren die 24 Felder mit Zahlen und Texten versehen. Die Kinder lasen den Text des Feldes und schnitten täglich eines der dazugehörigen Bilder aus dem Blatt aus, um es auf den Karton zu kleben. Am 24. Dezember war schließlich der Bilderbogen vollständig. Die jetzt zugeklebten Verse der Vorderseite waren auch auf dieRückseite des Kartons gedruckt. [5]

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Weihnachtszeit findet in einigen Regionen das traditionelle Adventssingen statt. Zur Vorweihnachtszeit gehört die Weihnachtsbäckerei mit Lebkuchen, Spekulatius und Christstollen, der seit dem Jahr 1329 bekannt ist. Ihre Tradition haben ebenfalls die Weihnachtsmärkte, die vielerorts zur Adventszeit stattfinden. Der älteste deutsche Weihnachtsmarkt ist der Dresdner Striezelmarkt – bekannt nach dem traditionellen Stollengebäck – der bereits 1434 erwähnt wurde. [3]

ANMERKUNG
[1] Manfred Becker-Huberti/Ulrich Lota, KATHOLISCH (A-Z),

Ein Handlexikon, Verlag Herder, Freiburg (Breisgau) 2009,

Seite 14.

[2] Hans-Peter Ebert, Festtage zum Nachlesen (Hintergründe

zu Zeitrechnung und Brauchtum), DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 2001, Seite 110.

[3] Die wichtigsten Gedenk- und Feiertage (Religiöse und nationale Feiertage weltweit), Chronik Bertelsmann, Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2009, Seiten 68 + 69.

[4] KIRCHENGESCHICHTE von Karl Bihlmeyer und Hermann Tüchle,

Erster Teil: Das christliche Altertum, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1951, § 69,2.

[5] wie [2], jedoch die Seiten 108, 111/12.

gescheiterte Weimarer Republik *J. Theobald

Über die gescheiterte Weimarer Republik ist schon relativ viel geschrieben worden. Doch eines scheint
richtig zu sein, dass zwischen der Basis (der breiten Öffentlichkeit) und dem Überbau (der Weimarer Koalition) offenbar kein recht harmonisches Verhältnis bestand.  

Zunächst fegt die Novemberrevolution des Jahres 1918 in Deutschland die wilhelminische Ordnung hinweg. Arbeiter- und Soldatenräte gehen für die Republik auf die Straßen.  

Aufständische Matrosen des 3. Geschwaders wählten im norddeutschen Kiel einen Soldatenrat, der die Macht in der Stadt übernimmt. Die Forderungen des Soldatenrates, die von SPD und USPD unterstützt werden, leiten im Vorfeld die Revolution im Deutschen Reich ein. Zunächst ging es ausschließlich um eine Milderung der militärischen Disziplin und um eine Rücknahme von Befehlen. Doch zu einem späteren Zeitpunkt hat sich diese Militärrevolte zu einer revolutionären Bewegung entwickelt, die sich auch im Süden ausbreitete und damit weite Teile der Bevölkerung erfasste. Nach dem Beispiel der Bildung von Soldatenräten gründete die Arbeiterschaft in den Industriebetrieben ebenfalls Arbeiterräte, die sich mit den Soldaten verbündeten. Arbeiter- und Soldatenräte übernehmen die Exekutivgewalt, d. h. sie treten an die Stelle der örtlichen militärischen Generalkommandos. In der Praxis be- sitzen diese aber kein eigenständiges Konzept für eine Umgestaltung des Staates, befürworten jedoch die Zusammenarbeit zwischen der Mehrheits-SPD und der USPD. Die politische Führung in den Orten, die von den Räten beherrscht werden, liegt in der Hand von Parteiorganisationen beider sozialdemokratischer Parteien. Zunächst ruft Kurt Eisner, Vorsitzender der Münchner USPD, im Bayerischen Landtag am 7. November 1918 den republikanischen „Freien Volksstaat Bayern“ aus. Weiterhin wird am 9. November 1918 die Reichshauptstadt von der Revolution erfasst. Die Arbeiter- und Soldatenräte dort stellen aber ihre bewaffnete Macht den Mehrheits-Sozialdemokraten zur Verfügung. Damit ist jetzt der Machtkampf zwischen der Mehrheits-SPD und dem äußersten linken Flügel, der USPD, bezüglich der Führung der revolutionären Erhebung und die zukünftige Gestaltung des deutschen Staates entschieden.

 Im Reichstag geht um 14.00 Uhr die Nachricht ein, Wilhelm II. sei bereit, als deutscher Kaiser abzudanken. Der Reichskanzler Max von Baden ernennt den sozialdemokratischen Politiker Friedrich Ebert zum Kanzler und tritt zurück. Von einem Balkon des Reichstags ruft dann ein Abgeordneter der Mehrheits-SPD mit Namen Philipp Scheidemann um 14.00 Uhr die deutsche Republik aus. [1]  

Die Lage in Deutschland war aber zu dieser Zeit äußerst schwierig. So herrschte Hunger, ein Millionenheer musste in die Heimat zurückgeführt und die Soldaten in das zivile Leben integriert werden. Die Wirtschaft war durch den beendeten I. Weltkrieg völlig ruiniert, die Staatsfinanzen waren zerrüttet. Hinzu kamen die Belastungen durch die harten Bedingungen des Versailler Friedensvertrages und die mentalen Folgen einer von weiten Teilen der Bevölkerung nicht erwarteten Niederlage.  

Nach der Ausrufung der deutschen Republik übernahm zunächst ein „Rat der Volksbeauftragten“ aus je drei Vertretern von Mehrheits-SPD und USPD die Regierungsge- schäfte. Gut zwei Monate später, am 19. Januar 1919, fanden die Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung statt. Am 14. August 1919 trat die neue Verfassung in Kraft. In der neuen parlamentarischen Republik amtierte seit Februar 1919 als erster Reichspräsident der Sozialdemokrat Friedrich Ebert.  

Zwar hatten bei den Wahlen zur Nationalversammlung die SPD, das Zentrum und die als liberal geltende Deutsche Demokratische Partei (DDP) einen überwältigenden Wahl-sieg errungen. So kamen sie gemeinsam auf 76,1 % der Stimmen. Doch angesichts der wirtschaftlichen wie sozialen Lage, der Anfeindungen, der die Republik von links wie rechts ausgesetzt war, sowie der bestandenen außenpolitischen Belastungen war dieser Erfolg nicht zu wiederholen.  

Schon bei der ersten Wahl zum neuen Reichstag vom 6. Juni 1920 erlitten die Parteien der so genannten Weimarer Koalition eine schwere Niederlage. Sie erreichten nur noch 48 % der Stimmen. Die beiden republikfeindlichen Lager von links und rechts erzielten dagegen hohe Zugewinne. Stabile Koalitionen ließen sich daher von nun an kaum noch bilden, die für die Weimarer Republik so typischen häufigen Regierungswechsel waren die Folge.  

Zu den Schwierigkeiten der Regierungsbildung traten bis 1923 eine Serie von gewalttätigen Unruhen und Umsturz- versuche in verschiedenen Teilen des Reiches. Genannt sei hier zunächst der kommunistische „Spartakusaufstand“ mit Straßenkämpfen in Berlin im Januar 1919. Erwähnt sei hier auch auf rechter Seite der im März 1920 ausbrechende Aufstand der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) mit den Vertretern Wolfgang Kapp und General von Lüttwitz in der Reichshauptstadt Berlin. Letzterer Aufstand war so gewaltig, dass die Reichsregierung aus der Hauptstadt fliehen musste. Im März 1920 kam es im Ruhrgebiet sowie in Thüringen und Sachsen zu Kämpfen zwischen den sozialistischen und kom- munistischen Einheiten auf der einen Seite und den rechten Freikorps bzw. der Reichswehr auf der anderen Seite.  

Besonders schlimm war es im Krisenjahr 1923. Von Sachsen aus plante die KPD einen reichsweiten kommunistischen Umsturz, der allerdings nur in Hamburg durch Kämpfe seine heiße Phase erlebte. Am 9. November 1923 versuchten Adolf Hitler und Erich Ludendorff in München von der äußersten Rechten aus einen Umsturz zu erzwingen. Dazu kamen schließlich die politisch motivierten Mordanschläge auf den früheren Finanzminister Matthias Erzberger (26. August 1921) und den amtierenden Reichsaußenminister Walther Rathenau (24. Juni 1922). Beide fielen rechtsradikalen Attentätern zum Opfer.  

Dass sich die Unruhen nicht zum Bürgerkrieg ausweiteten oder dass das Reich nicht auseinanderbrach, lag nicht zuletzt daran, dass sich schon in der Anfangsphase der Republik in wichtigen Bereichen gemäßigte Kräfte durchsetzen konnten und die neue Regierung manchen Kompromiss mit den Repräsentanten des alten Deutschland einging. Also waren in den ersten Monaten nach dem verlorenen Krieg diejenigen Personen, die das Ziel einer parlamentarischen Republik verfochten, gegenüber den Kräften, die eine Räterepublik nach sowjetischem Vorbild anstrebten, eindeutig in der Überzahl. Schon im November 1918 hatte F. Ebert eine Loyalitätsbekundung der Armeeführung gegenüber der neuen Regierung erreichen können. Dabei hatte er sowohl die Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der mi- litärischen Disziplin als auch die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des „Bolschewismus“ zugesagt.  

In der Großindustrie kam es am 15. November 1918 innerhalb der „Zentralarbeitsgemeinschaft“ zu einer Vereinbarung mit den Gewerkschaften, in der auch wichtige Arbeitnehmerrechte festgeschrieben werden konnten. Dadurch sollte eine soziale Konfrontation im Zuge der revolutionären Entwicklungen verhindert werden. [2]

Auf kommunistischer Seite vertrat man die Meinung, dass in Deutschland der Parlamentarismus politisch noch nicht erledigt sei, dass die Beteiligung an den Parlamentswahlen und am Kampf auf der Parlamentstribüne für die Partei des re- volutionären Proletariats unbedingte Pflicht sei, gerade um die rückständigen Schichten ihrer Klasse zu erziehen, gerade um die unentwickelte, geduckte, unwissende Masse auf dem Lande aufzurütteln und aufzuklären. [3] Doch in der Praxis hat man die Landbevölkerung kaum erreicht.     

Erst in den Jahren nach 1923 kam es zu einer relativen Stabilisierung der Republik. Wie die Ereignisse ab 1929 aber zeigten, konnte von einer wirklichen Konsolidierung nicht die Rede sein. So war die Zahl jener Gruppen klein geblieben, die den neuen Staat und seine Staatsform bejahten, ihm die Lösung der anstehenden Probleme zutrauten und auch bereit waren, ihn aktiv zu unterstützen. Mit dem Einsetzen der Weltwirtschaftskrise, die schwere wirt- schaftliche und soziale Erschütterungen brachte, bekamen die radikalen Parteien enormen Zulauf. Vor allem im mehr rechten Spektrum konnte sich die von Adolf Hitler geführte NSDAP etablieren. Denn viele Menschen suchten nach einfachen und klaren Lösungen der vielen Probleme, mit denen Deutschland in der Zwischenkriegszeit zu kämpfen hatte. So galt die NSDAP als unverbraucht, der man am ehesten die Beseitigung der Schwierigkeiten zutraute. Doch war dies der Anfang vom Ende, da die NSDAP später nach für sie günstigen Wahlen immer mehr zur Macht griff. Nach dem „Ermächtigungsgesetz“ vom 24. März 1933 war ihr Weg frei zur alleinigen Macht. Denn jetzt konnte Hitler ohne das Parlament und ohne den Reichspräsidenten die für ihn notwendig erachteten Gesetze erlassen. Allein die SPD stimmte gegen das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“. Die KPD stand in Deutschland vor ihrer Zerschlagung. [4]  

Bei den Kommunisten standen die Politiker der SPD in der ständigen Kritik. So machte der Begriff „die Scheidemänner“ hier immer mehr die Runde. Denn diese setzten auf den Berufsparlamentarismus. Die Gegner seien von ihnen als Anarchisten verschrien. Die Sozialdemokraten vom Schlage Scheidemanns fühlten sich allerdings von den Sowjets angewidert. Allein vom wohlanständigen bürgerlichen Parlament fühlten sie sich angezogen. Denn in den Augen der Kommunisten galt Philipp Scheidemann (1865-1939) als einer der Führer des extrem rechten, opportunistischen Flügels der SPD. Während der Novemberrevolution von 1918 sei dieser ein Inspirator der übelsten Agitation gegen den Spartakusbund gewesen. [5]

 NACHTRAG  

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam das Ende der Weimarer Republik. Die ehemals freien Gewerkschaften wurden verboten. An deren Stelle trat die Deutsche Arbeitsfront (DAF). Dem Parlamentarismus wurde ein Ende gesetzt. Die nationale Wirtschaft bekam autarke Strukturen. Gegenüber jüdischen Minderheiten ist eine systematische Vernichtungspolitik betrieben worden. Der durch die Weltwirtschaftskrise hervorgerufenen hohen Arbeitslosigkeit ist man dadurch begegnet, dass man im „Dritten Reich“ hier einen Sektor öffentlicher Beschäftigung, wie den „Reichsarbeitsdienst“ (RAD), ins Leben gerufen hat.  

ANMERKUNGEN

Fotoquelle: Vorwärts.de

 [1] Die große Chronik Weltgeschichte, Band 15, Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2008, die Seiten 160/61.             

 [2] BROCKHAUS, Weltgeschichte seit der Aufklärung, Leipzig-Mannheim 2006, Seiten 214/15.  

[3] W. I. Lenin, WERKE, Band 31, Dietz Verlag, Berlin- Ost 1983, Seite 44.   

 [4] wie [2], jedoch die Seiten 215/16, 257/58.  

[5] W. I. Lenin, Ausgewählte Werke in einem Band, Verlag PROGRESS, Moskau 1986, Seiten 320, 470 + 847.

FRIEDRICH EBERT (REICHSPRÄSIDENT, 1919-1925) -Quelle: Bundesarchiv

Gründung neuer Dachverband

 
Am 05.11.2022 wurde im Wachlokal des Lauterer Artillerie Korps ein Dachverband für die Karnevalsgesellschaten Saarlouis gegründet. Nach Begrüßung der Anwesenden durch Michael Schleich und Festlegung der Anzahl der stimmberechtigten Teilnehmer*innen wurde Oberbürgermeister Peter Demmer als Versammlungsleiter gewählt. Nach Genehmigung der Tagesordnung, Aussprache über die Gründung des Dachverbandes, Beratung und Verabschiedung einer Satzung wurde das Präsidium gewählt.
 
Als Präsident wurde Michael Schleich, Vizepräsident und zuständig für Finanzen Markus Krampl, Vizepräsident für Brauchtum Hans-Günter Optenhöfel, Vizepräsident Verwaltung Christian Demmer, Vizepräsident Jugend Ramona Kammer-Symanneh, Kassenprüfer Hans-Werner Dillschneider und Petra Schwarze gewählt. Danach stimmte die Versammlung über den Namen des Dachverbandes ab.
Der Name des neuen Dachverbandes lautet Saarlouiser Narrenrunde.

Weltkindertag – © Rodena Heimatkundeverein e.V.

Blumentraum –  Bastelei für Klein und Groß mit Betty

Aktionswochen zum Weltkindertag

„Gemeinsam für Kinderrechte“

Donnerstag, den 01.09.2022 findet im Donatuszentrum, Schulst. 7, Raum 3 VHS, 66740 Roden, von 14.00 – 16.00 Uhr Blumenbasteln mit Betty statt.

Die Teilnehmer werden mit selbstgebackten Muffins belohnt.

Anmeldung bis spätesten 25.08.2022 unter den Telefonnummern:   0176 465 12 841 oder 0162 460 86 59 Rodena Heimatkundever

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