Schlagwort-Archiv: Saarlouis

Ein Saarlouiser Kampfgenosse des Marschalls Ney – General Paul Grenier

Unter den neuen Saarlouiser Generälen, die unter den Fahnen der französischen Republik und des ersten Kaiserreichs ihre Lorbeeren erwarben, ist einer, der besondere Aufmerksamkeit verdient. Ein Altersgenosse Neys, Paul Grenier, der am 29. Januar 1768 in Saarlouis geboren und mit dem ein Jahr jüngeren Michel Ney zusammen in Saarlouis die Schule besucht hat, der später sogar eine Zeitlang der direkte Vorgesetzte seines berühmteren Schulfreundes war.

Gleich Ney, und gleich zahlreichen anderen Saarlouiser Waffengefährten des Marschalls – standen doch außer den neun Generälen noch mehr als 130 Saarlouiser als Offiziere im französischen Heer, darunter auch J. Ney, ein Bruder des Marschalls – ist Paul Grenier ein echter Sohn des Volkes. Sein Vater war Gerichtsbote. Er hatte gleich dem Vater Ney seinen Sohn für einen bürgerlichen Beruf bestimmt. Aber der junge Paul wurde ebenso wie sein Schulgefährte vom Soldatenleben unwiderstehlich angezogen und trat schon als 16 jähriger in ein Infanterieregiment als Freiwilliger ein. Beim Ausbruch der Revolution hatte er es zum Fourier gebracht, von da ab ging sein Vorrücken schneller vorwärts. 1792 war er bereits Hauptmann noch nicht ein Jahr später Adjutant-General, am 29. April 1794 Brigadegeneral und noch im gleichen Jahr Divisionsgeneral. Diese rasche Beförderung hatte er seinem Mut, seinen Kenntnissen und seinem Talent zu verdanken und er zeigte sich seiner durch sein ehrenhaftes Benehmen durchaus würdig. Er diente unter dem General Jader, befehligte in der Schlacht bei Würzburg den linken Flügel; gehörte darnach zur Armee des Generals Hoche und kämpfte endlich im Jahr 1799 in Italien.

Im Jahr 1800 diente Grenier unter Moreau bei der in Deutschland kämpfenden Armee, und hier hatte er seinen Schulkameraden Ney, der inzwischen ebenfalls Divisionsgeneral geworden, als einen der drei ihm unterstellten Generäle unter seinem Befehl. Sein Korps nahm an der Schlacht von Hohenlinden, in der die Österreicher besiegt wurden, entscheidenden Anteil, und rückt dann über den Inn in Österreich ein.

Nach dem Frieden von Luneville zu einem der General-Inspektoren der Infanterie ernannt, – wie Ney den gleichen Rang für die Kavallerie erhielt – 1807 vom Kaiser mit dem Grafentitel und dem Großkreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet und zum Gouverneur von Mantua ernannt – befehligte Grenier im Kriege von 1809 im Heere des Vizekönigs Eugen in Italien die III. Infanteriedivision, und trug zu den Siegen in Italien entscheidend bei. Nachher in Österreich selbst tätig, war er einer der hervorragendsten Mitkämpfer des Kaisers. In der Schlacht von Wagram wurde er verwundet, nach seiner Genesung nach Italien gesandt, als Chef des Generalstabes der neapolitanischen Armee Murats, fand er in diesem Lande die Stätte seines ferneren Wirkens. Er verteidigte es gegen die Österreicher und führte nach dem Waffenstillstand die noch in Italien stehenden französischen Truppen in die Heimat zurück.

Während der Rückkehr Napoleons nach Frankreich 1814 zum Mitglied der Repäsentantenkammer gewählt, nach der zweiten Abdankung des Kaisers Mitglied der Regierungskommission, schied er aus dem aktiven Militärdienst. 1819 wurde er als Deputierter gewählt und verteidigte in der Kammer mit Geschick seine einstigen Waffengefährten gegen die Ultraroyalisten. Im Jahr 1821 zog er sich auf sein Landgut Morambert bei Gray zurück , wo er 1827 starb.

Quelle: Dora Dimmel Beauarais
Marschall Ney und seine Heimat

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Besucher des Adventskonzertes spenden über 5.000 Euro

15.12.2016

Von: Aline Audörsch, Luftlandebrigade 1

Der katholische Standortpfarrer und die Luftlandebrigade 1 luden am 1. Dezember 2016 zusammen mit dem Musikkorps aus Koblenz in die St. Ludwigskirche nach Saarlouis zum traditionellen Adventskonzert ein.

Rund 700 Besucher, darunter 170 geladene Gäste, konnten von 19 bis 21 Uhr bei freiem Eintritt den weihnachtlichen Klängen des Musikkorps Gehör schenken.
Die Besucher spendeten großzügig und es wurden insgesamt 5.035 Euro erzielt.

Gut ein Drittel der Spendensumme erhält die Saarlouiser Tafel. Dazu übergab der Kommandeur der Luftlandebrigade 1, Brigadegeneral Dirk Faust, am Mittwoch, dem 14. Dezember, einen Scheck in Höhe von 1.735 Euro. Das Soldatenhilfswerk und der Förderverein der Luftlandebrigade erhielten die restlichen Spendengelder zu gleichen Teilen.

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Ici est né le maréchal Ney

In unserem kleinen Saarlouis war indes eine andere Zeit angebrochen, eine Zeit, an der auch der vergessene französische Wachposten auf der Vaubaninsel nichts hatte ändern können. Saarlouis war preußisch geworden. Wie weit aber Berlin von Saarlouis entfernt war, ersieht man aus der kleinen Anekdote, wonach den Saarlouisern auf eine ihrer zahlreichen Beschwerdeschriften in der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts von Berlin die Antwort kam mit der Anrede: An die dortige Stadtverwaltung. Die Saarlouiser sprachen es nur ein klein wenig anders aus und sagten: „So eine Unverschämtheit von den Berlinern. Mir ben doch net doortig“ (doortig ist in Saarlouis Mundart verrückt). Un das Hin- und Herschreiben zwischen Berlin und Saarlouis – ob doortig oder nicht doortig – wollte kein Ende nehmen.

Ein Gesinungsumschwung wurde eingeleitet in Frankreich durch die Veröffentlichung geschichtlicher Werke, die Dokumentation der napoleonischen Feldzüge. Die Herzogin von Angoulème, die Tochter des enthaupteten Königs Ludwigs XVI., Neys ergrimmteste Feindin, war tief ergriffen und gab ihrer Reue Ausdruck, als sie von den unvorstellbaren Leiden der französischen Armee in Russland und von Neys aufopferungsvoller Nachhutführung las. „Wenn noch einmal, wie damals das Schicksal Neys in meine Hand gelegt werden könnte, die Begnadigung würde ihm diesmal nicht versagt werden“. Die Mauer des Luxemburggartens, die Stelle, an der Ney erschossen worden war, sein Grab auf dem Friedhofe Père Lachaise waren Wallfahrtsorte geworden. Die Zeit war gekommen, in der auch Napoleons Name in der guten Gesellschaft wieder genannt werden durfte. Ein Kranz von Liedern und Geschichten wob sich um ihn und seine Getreuen dank der Geschichte von Bérenger, dem Dichter der Lègende napoléonienne.

Um diese Zeit durften die Saarlouiser ihren Gefühlen Ausdruck geben. Im Jahre 1829 wurde an Marschall Neys Geburtshaus die schlichte und doch so beredte Gedenktafel angebracht, die wir heute noch dort sehen. „Ici est le maréchal Ney“. Im Jahre 1830 verlangten die Bewohner des Moseldepartements, dass Marschall Neys Gebeine im Panthéon die Ruhestätte eines Helden finden sollen. 1834 wurde offen gesagt, dass die Erschießung Neys 1815 ein Justizmord gewesen sei. Im Volk war eine Rechtfertigung Neys nie nötig gewesen. Nun aber kam die Zeit der offiziellen Rechtfertigung. Es mag der Saarlouiser Abordnung und den noch lebenden Verwandten ein stolzer Trost gewesen sein, als sie 1853 die Reise nach Paris antraten, um der Enthüllung des Denkmals beizuwohnen, das an der Stelle seines Todes, an der Mauer Luxemburggartens – von der Meisterhand eines Rude geschaffen – aufgestellt wurde. Feierlich wurde sein Name wieder auf die Liste der Ehrenlegion aufgenommen, aus der er 1815 mit Schimpf gestrichen worden war. Eine kleine grauhaarige Dame mit ihren Söhnen stand an der ersten Stelle, als die Hülle von dem Denkmar fiel, Eglé Ney, die Frau des Marschalls, erlebte noch den Tag der Genugtuung.

In der Lindenallee des Saarlouiser Marktes gingen die Altgedienten aus Napoleons Zeit noch bis in die 70er Jahre spazieren. Der Faden der Erinnerung riss nicht ab. Ein Symptom des stets wachen Gedenkens an Frankreich war Georg Baltzers Buch aus dem Jahre 1865: Historische Notizen über die Geschichte der Stadt Saarlouis.

Heute ist Frankreich uns wieder näher gerückt. Frankreich beginnt bei Oberfelsberg. Der Wind, der von den Gaubergen her, von Lothringen her, von Felsberg her, zu uns hinuterfegt, soll ruhig in den glimmenden Funken der Erinnerung an Frankreich hineinblasen.

Wir freuen uns, dass die Inschrift am Marschall-Ney Hause der Aufmerksamkeit der letzten Jahre entging, dass sie uns auch, trotz großer Zerstörung der Stadt erhalten blieb. Wir freuen uns, dass unserm Marschall Ney in seiner Heimatstadt ein Denkmal errichtet wurde und freuen wollen wir uns alle, dass wir mit Mut und voll Vertrauen einen neuen Abschnitt in der Geschichte unserer Heimat beginnen können.

Quelle: Dora Dimel/Beaumarais, Marschall Ney und seine Heimat

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Deutsch-arabische Führung zur Geschichte von Saarlouis und der Saarregion

24.11.2016

Von: Corinna Bast

Die Kreisstadt Saarlouis und das Projekt „Wir sind einS(aarlouis) – Flüchtlingshilfe konkret“ laden am 03. Dezember 2016 zu einem besonderen historischen Spaziergang durch die Stadt ein. Engagiert führt ein ehrenamtlicher Saarlouiser Bürger während eines ca. zweistündigen Rundgangs von etwa zwei Kilometern Länge durch die Innenstadt entlang der Festungsanlagen.

Die Führung wird in Deutsch, Arabisch und Englisch durchgeführt, so dass auch viele Neubürger schwer verständliche Begriffe nach Übersetzung verstehen können. Wesentliche Meilensteine der Entwicklung von Saarlouis werden angesprochen. Eingebettet ist diese Erkundung in die wechselvolle Geschichte unserer Heimat als ständiger "Zankapfel" deutsch-französischer Feindseligkeiten, die erst vor wenigen Jahrzehnten ihre Beendigung in einem dauerhaften Frieden und gelebter Freundschaft zwischen den beiden Völkern gefunden haben. Weiter geht es entlang ausgewählter Besichtigungspunkte mit der Vorstellung des heutigen modernen Saarlouis als lebenswerter Wohn-, Arbeits- und Freizeitstätte bis hin zu der von ihrem Bergbauerbe und der Stahlindustrie geprägten Umgebung der Kreisstadt, die sich zunehmend als zukunftsorientierte Industrie- und Dienstleistungsregion präsentiert.
Mitzubringen sind Interesse an der Stadt Saarlouis und an deren wechselvoller Geschichte sowie gutes Schuhwerk und witterungsangepasste Bekleidung. Die Führung wird bei jedem Wetter angeboten, und führt bei Regen in das städtische Museum.
Treffpunkt: Bastion VI (Anton-Merziger-Ring/ Nähe Restaurant "Delphi"), 03. Dezember 2016, 14:00 Uhr

Anmeldungen nimmt das Kinder-, Jugend- und Familienhaus in der Lisdorfer Str. 16a bis zum 30. November entgegen. Infos unter Tel. (06831) 443-600.

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1906 erster Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Saarlouis

Saarlouis wurde zwischen 1680 und 1686 von französischen Pioniertruppen aus dem Boden gestampft. Planung und Bauleitung lag in der Hand des Ingenieur-Offiziers Thomas de Choisy (1632-1710). Evangelische Christen waren in Saarlouis nicht geduldet. Nach der Niederlage Kaiser Napoléons wurde die Festung am 1. Dezember 1815 an Preußen übergeben. Ein Großteil der preußischen Truppen war evangelisch. So ist der Ursprung unserer Gemeinde eine Militärkirchengemeinde.

01.10.1817 Berufung des ersten Evangelischen Pfarrers nach Saarlouis: Dr. Ernst Friedrich Kober. Er war als Miltärgeistlicher auch für die wenigen Zivilisten zuständig. Gottesdienste fanden zunächst im Freien statt. Auf Anordnung des Königs wurde ab Juni 1821 der ehemalige Fechtsaal der Garnison (Salle des cadets) zur Garnisonskirche umgebaut.

03.08.1822 Erster Gottesdienst in der Garnisonskirche. 1829 waren im Kreis Saarlouis 142 evangelische Christen ansässig. Ihre Zahl nahm rasch zu und es bildeten sich selbständige Gemeinden in Saarburg, Merzig, Schwalbach, Lebach, Dillingen und Schaffhausen.

18.10.1894 Die Militärpfarrstelle wird aufgehoben und eine Zivilpfarrstelle eingerichtet. Erster Pfarrer ist August de Haas (1864-1931)bis 1919. Er wurde auch mit der Garnisonsseelsorge betraut.

14.12.1900 Die Evangelische Kirchengemeinde erwirbt das Baugrundstück auf der Bastion Luise zur Errichtung eines Pfarrhauses und einer Kirche von der Stadt Saarlouis zum Preis von 20 M pro Ar.

28.04.1902 Grundsteinlegung zum Bau des Pfarrhauses, heute Gemeindehaus.

Das neu errichtete Pfarrhaus, heute Gemeindehaus, auf der Spitze der Bastion Luise.

22.08.1904 Grundsteinlegung zum Bau der Kirche. Architekt ist Carl Friedrich Christian Schlück (1862-1935). Er ist Mitglied des Presbyteriums.

Die Evangelische Kirche im Bau.

06.12.1905 Einholen der Glocken. Gießbucheintrag der Fa. Schilling, Apolda: Opus Nr. 3268-70, Saarlouis, Rheinland, h, d, fis, Mainzer Maßstab, 4677 kg

29.06.1906 Erster Gottesdienst in der neuen Kirche

1911 Abriss der Behelfskirche im Fechtsaal. Die beiden Giebelkreuze haben in der Vorhalle der Kirche und im Foyer des Gemeindehauses Platz gefunden.

08.02.1920 Pfarrer Karl Roderich Richter (1885-1965) wird in die Pfarrstelle gewählt und am 18.04 1920 eingeführt. Er begleitet sein Amt bis zur Pensionierung am 03.12.1955. Er ist auf dem Alten Friedhof Saarlouis bestattet.

21.05.1956 Pfarrer Nikolaus Heinrich König (1925 – 2014) wird in die Pfarrstelle gewählt und am 02.09.1956 eingeführt. Er begleitet sein Amt bis Sommer 1988

Oktober 1956 Der erste Monatsbrief erscheint.

1962 Einrichtung eines Gemeindebüros.

12.12.1966 Baubeginn des Kindergartens und des Pfarrhauses in der Taubenstraße.

01.01.1968 Einrichtung der zweiten Pfarrstelle (Stadtteile Roden, Fraulautern, Steinrausch)

Sommer 1968 Eröffnung des Kindergartens in der Taubenstraße.

Dezember 1970 Pfarrer Jürgen Stengel (geb. 1939) wird als Pfarrer des zweiten Pfarrbezirks eingeführt. Er begleitet sein Amt bis zum Frühjahr 1994 und übernimmt dann die Krankenhausseelsorge in Saarlouis.

28.08.1973 Erwerb eines Grundstücks im Steinrausch zum Bau eines Gemeindezentrums. Im März 1974 ist Baubeginn. (Architekt Bernhard Focht). Im Mai 1976 wird das Gemeindezentrum eröffnet. Im Dezember 1979 bezieht Familie Stengel das neu gebaute Pfarrhaus beim Gemeindezentrum.

Entwurf zum Gemeindezentrum Steinrausch, Architekt Bernhard Focht

1976 Errichtung des Militärpfarrhauses in der Renauldstraße

1979 Die schon 1976 gegründete Kirchliche Sozialstation Saarlouis-Saarwellingen kann ihren Dienst aufnehmen.

1983-1985 Umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Fassade und am Dach der Kirche.

10.12.1988 Pfarrer Christian Wermbter (geb. 1960) wird in die erste Pfarrstelle Saarlouis eingeführt. Er begleitet sein Amt bis Oktober 2005.

Mai 1990 Einzug in das renovierte und umgebaute frühere Pfarrhaus, jetzt Gemeindehaus.

01.10.1994 Pfarrerin Sabina Busmann (geb. 1965) wird in die zweite Pfarrstelle eingeführt. Sie begleitet ihr Amt bis November 2012.

2001 Renovierung der Kirche. Einbau einer neuen Orgel. Die Führer-Orgel wurde 1966 für die Luther-Kirche in Leer (Ostfriesland) gebaut. Sie wurde mit neuem Gehäuse nach Überholung, Austausch von Registern und Erweiterungen durch die Orgelbaufirma Skrabl aus Rogaska Slatina in Slowenien in unserer Kirche errichtet. Am 2. Dezember 2001 wurde sie in einem Festkonzert von Professor Andreas Rothkopf der Öffentlichkeit vorgestellt.

17.05.2006 Pfarrer Jörg Beckers (geb.1964) wird in die erste Pfarrstelle gewählt und am 03.09.2006 feierlich in sein Amt eingeführt.

2007 Der Kindergarten in der Taubenstraße, jetzt Kindertagesstätte, wird bei laufendem Betrieb energetisch saniert, die Installationen werden erneuert. Das Pfarrhaus wird in die KiTa eingegliedert. Eine Krippengruppe wird eingerichtet.

15.01.2009 Das Presbyterium hat nach jahrelangen Überlegungen und Verhandlungen mit der Stadt Saarlouis auf Grund der demographischen Entwicklung und der zurückgehenden Finanzmittel beschlossen, das Gemeindezentrum als Gottesdienststätte zu entwidmen und mit der Stadt Saarlouis ein Projekt „Miteinander der Generationen“ im Gemeindezentrum zu gründen. Die Kooperationsvereinbarung gilt ab 15.01.2009

28.11.2010 Am ersten Adventssonntag werden in einem feierlichen Gottesdienst die neu eingebauten Kirchenfenster der Gemeinde vorgestellt. Die im Krieg zerstörten Originalfenster des Kirchenraums waren behelfsmäßig verglast und defekt. In jahrelanger Arbeit hat sich das Presbyterium mit der Neuverglasung befasst. Es lagen Entwürfe von Professor Zogmayer, Wien, Saskia Schultz, Stuttgart und Professor Joost Caen, Antwerpen, vor. Das Presbyterium hat sich für die Entwürfe von Frau Saskia Schultz entschieden. Die kunsthandwerkliche Fertigung aus bleiverglastem Echtantikglas wurde an die Mayer’sche Hofkunstanstalt München vergeben.

07.12.2014 Pfarrer Michael Hilka (geb.1977) wird in die zweite Pfarrstelle eingeführt.

Quelle: chronikbild1 chronikbild2 chronikbild3 chronikbild4 chronikbild5 chronikbild6http://www.evangelische-kirche-saarlouis.de/

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Rückblick – Generalversammlung des Stadtverbandes der kulturellen Vereine

Mittwochabend fand im Nebenzimmer der Kulturhalle Roden die Generalversammlung des Stadtverbandes der kulturellen Vereine statt. Nach Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Hans Werner Strauss, Feststellung der Stimmberechtigung, Genehmigung Niederschrift der Generalversammlung 2015 kam es zum Geschäftsbericht der Geschäftsführerin und dem Kassenbericht der Kassiererin. Oberbürgermeister Roland Henz wurde zum Versammlungsleiter gewählt. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und ein neuer Vorstand gewählt. Diesem gehören bis auf einen neuen Beisitzer die gleichen Personen wie in der Vergangenheit an.

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Anmeldung an der Ganztagsgrundschule Im Vogelsang

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27.10.2016

Von: Eva Feyand

Anmeldungen der Schulneulinge zum Schuljahr 2017/18 nimmt der Ganztagsbereich der Vogelsangschule am Freitag, dem 11. November 2016 von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr, im Sekretariat entgegen.

Der Besuch der gebundenen Ganztagsschule Im Vogelsang ist verpflichtend von 7.55 Uhr bis 16.00 Uhr; an einem Tag, z.Zt. freitags, endet die Schule um 13.15 Uhr.

Ein wesentlicher Aspekt der gebundenen Ganztaggrundschule ist die personelle und inhaltliche Verzahnung des unterrichtlichen mit dem außerunterrichtlichen Bereich. Pädagogische Fachkräfte wirken mit Unterstützungsangeboten im Unterricht mit, während Lehrkräfte auch im sozialpädagogischen Bereich Angebote machen.

Mit Ausnahme des Mittagessens ist der Besuch der gebundenen Ganztagsgrundschule kostenfrei.

Infos:
Internet: gsgtgssaarlouis.de
Tel: 06831/9458940 (Sekretariat)

Einweihung Saarpolygon

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Im Juni 2012 wurde der Steinkohlebergbau an der Saar nach mehr als 250 Jahren beendet. Die Saarbergwerke waren vor vielen Jahren noch einer der größten Arbeitgeber im Saarland. 2012 endete die Geschichte des saarländischen Bergbaues. Auf der Halde des ehemaligen Bergwerkes Duhamel, Ensdorf entstand eine Landmarke, das Saarpolygon. Das Saarpolygon wird einmal im Jahr durch einen Shuttlebus angefahren – zu Fuß kann diese Landmarke jederzeit besichtigt werden.

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Wir bedanken uns für die Fotos bei unserem Freund Willy Engeldinger

 

Zur Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Saarlouis

22.08.1904 Grundsteinlegung zum Bau der Kirche. Architekt ist Carl Friedrich Christian Schlück (1862-1935). Er ist Mitglied des Presbyteriums.

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Die Evangelische Kirche im Bau. Pfarrer de Haas mit einem seiner Kinder.

Pfarrer de Haas sprach 12 Jahre später, am 17. September 1916 bei der Trauerfeier für die Opfer des Explosionsunglücks in der Ringbatterie auf Choisy, Saarlouis am Massengrab Worte des Trostes an die Trauernden.

Quelle: Evangelische Kirchengemeinde Saarlouis

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Wort und Bild zu den französischen Festtage am 18. und 19. Mai 1946

Zuerst unsere Geschichte. Das Saargebiet ist keltisch-gallischen Ursprungs. Seit dem 5. Jahrhundert gehört es als Bestandteil Austrasiens, der France de l’Est, als römischer Saargau Saravensis zum westlichen Reiche. Im 8. Jahrhundert wird der Saargau unter den französischen Grafen von Commercy zur französischen Provinz. 1381 entsteht das Geschlecht der Grafen von Nassau. Die Grenzen verwischen sich. Es gründet sich eine Art Autonomie im französischen Reichsverband. Die Saarbrücker Grafen werden als französische Gouverneure und Festungshalter gegen östliche Einflüsse offiziell anerkannt. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts nimmt die Saar an allen Feldzügen Frankreichs teil. Die Saargrafen sind französische Heerführer. Aus primitiven Siedlungen werden blühende Städte wie Saarlouis, Homburg, Landau. Das Gebiet wird als Province de la Sarre „zum unverletzlichen Bestandteil Frankreichs“ ausgerufen. Der Vertrag von Ryswick bringt zwar Abstriche auf der Landkarte, aber die selbst zum Heiligen Reich Deutsch Nation geschlagene Gebiete entwickeln sich überraschend schnell wieder zur französischen Lehnsherrschaft. Das Regiment de la Sarre nimmt später unter Lafayette am amerikanischen Unabhängigkeitskriege teil und zeichnet sich rühmlich aus. Bedeutende französische Generäle, Wisschschaftler und Wirtschaftspioniere sind Söhne saarländischer Erde.

Es kommt zur Großen Französischen Revolution. Die neue Freiheit wird an der Saar begeistert begrüßt. Zahlreiche Abordnungen und Ergebenheitsadressen gelangen nach Paris, welche „die unwandelbare Treue und Anhänglichkeit“ der Saar bekunden. Das Departement de la Sarre stellt der französischen Armee unter allen Regionen des Landes die meisten und hervorragendsten Offiziere, nicht weniger als 400 allein aus Saarlouis, darunter Marschall Ney, die Generale Grenier, Renauld, Francois Muller, de Favart, Noblet de Chermont, Toussaint, Jeannet, Salabert, de Lassalle, Thierry, Hauptz, Regnier, Betramin, Leistenschneider, Redeler, Raindre, Frantz und wie sie alle heißen, die Großen der republikanischen französischen Armee, neben unzähligen Keinen vom Regimentskommandeur abwärts.

Der Pariser Frieden vom 30. Mai 1814 besiegelt die Niederlage Frankreichs, doch wird darin das Departement de la Sarre ausdrücklich als rechtmäßiger Bestandteil Frankreichs anerkannt; seine Grenzen werden in aller Form garantiert. Zum ersten Male in der Geschichte rühren sich an der Saar die Preußen. Es entsteht die Dynastie Stumm, der von der Mosel kommt und die industrielle Feudalherrschaft aus der Taufe hebt, und mit ihr ein allgemeines Unbehagen. Wo ist der große Kaiser? Napoleon sitzt als Verbannter auf der Insel Elba. Und als in den Märztagen die Nachricht von der Flucht des Kaisers nach Saarbrücken kommt, wird das Ereignis mit Glockengeläute, Umzügen, Trikolorehissen und ähnlichen Freudenfeuern gefeiert. Die historische Abstimmung für oder gegen die Kaiserherrschaft ergibt an der Saar 98 977 Stimmen für und ganze 68 dagegen.

Es kommt zum Wiener Frieden vom 29. November 1815. Das Saargebiet wird zum ersten Male in der Geschichte in Bausch und Bogen zu Preußen-Deutschland geschlagen.

In stumpfer Trauer neigen unsere Väter das Haupt, in ohnmächtiger Erbitterung ballen sie die Fäuste und in Scharen wandern sie aus nach Frankreich. Der ehemalige Bürgermeister von Saarlouis, Gouvy, macht seinem Leben ein Ende, weil er die Annektion seiner Heimat nicht ertragen kann. Die Zurückgebliebenen protestieren, bäumen sich auf. Es isst alle vergeblich. Die Preußen entwickeln sich mehr und mehr zur destruktiven Großmacht und verankern diese an den Ufern der Saar. Ihre Bewohner seufzen unter der politischen und sozialen Reaktion, die jetzt anhebt und die noch weit härter ist als der gräfliche Feudalismus unter denen von Nassau-Saarbrücken ein Jahrhundert zuvor. Aber in Berlin wird man nicht fertig mit den „Franzosenköppen“ an der Saar wie die Alldahiesigen sogar in den preußischen Akten genannt werden.

Quelle: Feschrift Vereinigung !Souvenir de Maréchal Ney

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Foto: Blick auf die Saar mit ihren Lastkänen vor der Luisenbrücke in Saarbrücken

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Rodena Heimatkundeverein Roden e. V. erinnert sich! Damals – 14. September 1916 Saarlouis

Rodena Heimatkundeverein Roden e. V. erinnert sich!

14. Sptember 2016 – 100 Jahre nach dem Explosionsunglück in Saarlouis

Am Donnerstag, dem 14. September 1916 wurde die Stadt Saarlouis, ihre Bewohner und die vielen Menschen, die sich nur vorübergehend in Erfüllung ihrer Kriegsdienstpflicht dort befanden von einer schweren Explosion heimgesucht. In Stadt und Umgebung war der Schrecken sehr groß. Die ängstliche Stimmung war schon vorhanden durch die Fliegerbesuche in der Nacht vorher. Kurz nach 10.00 Uhr morgens kam es zu heftigen Detonationen. Viele dachten an Fliegerbomben, aber die Wirklichkeit war noch viel schlimmer. Der Krieg hatte hinter der Front eine große Anzahl von Menschenleben gefordert. Der Tod hatte nicht gewartet bis die vielen Männer Mut und Tapferkeit an der Schlachtfront beweisen konnten.

Über die Ursachen des Unglücks ist viel erzählt worden was nicht den Tatsachen entsprach. Tatsache ist jedoch, dass in der Ringbatterie auf Choisy Tausende (ca. 30.000) Beutegranaten lagerten.

Durch umfangreiche Recherschen ist es uns gelungen die Nachkommen eines Zeitzeugen, der damals in Saarlouis stationiert war, ausfindig zu machen.

Weitere Informationen in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift XIV sowie bei einem Vortrag unseres Vereines.

Waffenopfer

Nun klingt in tausend Herzen
Der gleiche Trauerklang,
Nun gehen tausend Füße
Den gleichen Wallfahrtsgang.

Nun spähen tausend Augen
Fern in die Nacht hinaus
Und alle Tausend suchen
Das gleiche Totenhaus.

Nun falten tausend Hände
Sich flehend zum Gebet:
Herr, denke deiner Kinder,
Ohn’ Dich ja nichts besteht.

O, Schützer aller Waisen
Sei unser Vater Du!
Den Toten aber schenke,
Herr, Deine ewige Ruh!

Karl Schneider

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Bildquelle: 1, 5,6 Städtisches Museum Saarlouis, 2, 3, 4 Rodena Archiv
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Evangelische Kirchengemeinde Saarlouis

Zur Geschichte der Kirchengemeinde

Saarlouis wurde zwischen 1680 und 1686 von französischen Pioniertruppen aus dem Boden gestampft. Planung und Bauleitung lag in der Hand des Ingenieur-Offiziers Thomas de Choisy (1632-1710). Evangelische Christen waren in Saarlouis nicht geduldet. Nach der Niederlage Kaiser Napoléons wurde die Festung am 1. Dezember 1815 an Preußen übergeben. Ein Großteil der preußischen Truppen war evangelisch. So ist der Ursprung unserer Gemeinde eine Militärkirchengemeinde.

01.10.1817 Berufung des ersten Evangelischen Pfarrers nach Saarlouis: Dr. Ernst Friedrich Kober. Er war als Miltärgeistlicher auch für die wenigen Zivilisten zuständig. Gottesdienste fanden zunächst im Freien statt. Auf Anordnung des Königs wurde ab Juni 1821 der ehemalige Fechtsaal der Garnison (Salle des cadets) zur Garnisonskirche umgebaut.

03.08.1822 Erster Gottesdienst in der Garnisonskirche. 1829 waren im Kreis Saarlouis 142 evangelische Christen ansässig. Ihre Zahl nahm rasch zu und es bildeten sich selbständige Gemeinden in Saarburg, Merzig, Schwalbach, Lebach, Dillingen und Schaffhausen.

18.10.1894 Die Militärpfarrstelle wird aufgehoben und eine Zivilpfarrstelle eingerichtet. Erster Pfarrer ist August de Haas (1864-1931)bis 1919. Er wurde auch mit der Garnisonsseelsorge betraut.

14.12.1900 Die Evangelische Kirchengemeinde erwirbt das Baugrundstück auf der Bastion Luise zur Errichtung eines Pfarrhauses und einer Kirche von der Stadt Saarlouis zum Preis von 20 M pro Ar.

Quelle: Evangelische Kirchengemeinde Saarlouis

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