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Rodena Heimatkundeverein Roden e. V. erinnert sich! Damals – 14. September 1916 Saarlouis

Rodena Heimatkundeverein Roden e. V. erinnert sich!

14. Sptember 2016 – 100 Jahre nach dem Explosionsunglück in Saarlouis

Am Donnerstag, dem 14. September 1916 wurde die Stadt Saarlouis, ihre Bewohner und die vielen Menschen, die sich nur vorübergehend in Erfüllung ihrer Kriegsdienstpflicht dort befanden von einer schweren Explosion heimgesucht. In Stadt und Umgebung war der Schrecken sehr groß. Die ängstliche Stimmung war schon vorhanden durch die Fliegerbesuche in der Nacht vorher. Kurz nach 10.00 Uhr morgens kam es zu heftigen Detonationen. Viele dachten an Fliegerbomben, aber die Wirklichkeit war noch viel schlimmer. Der Krieg hatte hinter der Front eine große Anzahl von Menschenleben gefordert. Der Tod hatte nicht gewartet bis die vielen Männer Mut und Tapferkeit an der Schlachtfront beweisen konnten.

Über die Ursachen des Unglücks ist viel erzählt worden was nicht den Tatsachen entsprach. Tatsache ist jedoch, dass in der Ringbatterie auf Choisy Tausende (ca. 30.000) Beutegranaten lagerten.

Durch umfangreiche Recherschen ist es uns gelungen die Nachkommen eines Zeitzeugen, der damals in Saarlouis stationiert war, ausfindig zu machen.

Weitere Informationen in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift XIV sowie bei einem Vortrag unseres Vereines.

Waffenopfer

Nun klingt in tausend Herzen
Der gleiche Trauerklang,
Nun gehen tausend Füße
Den gleichen Wallfahrtsgang.

Nun spähen tausend Augen
Fern in die Nacht hinaus
Und alle Tausend suchen
Das gleiche Totenhaus.

Nun falten tausend Hände
Sich flehend zum Gebet:
Herr, denke deiner Kinder,
Ohn’ Dich ja nichts besteht.

O, Schützer aller Waisen
Sei unser Vater Du!
Den Toten aber schenke,
Herr, Deine ewige Ruh!

Karl Schneider

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Bildquelle: 1, 5,6 Städtisches Museum Saarlouis, 2, 3, 4 Rodena Archiv
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Evangelische Kirchengemeinde Saarlouis

Zur Geschichte der Kirchengemeinde

Saarlouis wurde zwischen 1680 und 1686 von französischen Pioniertruppen aus dem Boden gestampft. Planung und Bauleitung lag in der Hand des Ingenieur-Offiziers Thomas de Choisy (1632-1710). Evangelische Christen waren in Saarlouis nicht geduldet. Nach der Niederlage Kaiser Napoléons wurde die Festung am 1. Dezember 1815 an Preußen übergeben. Ein Großteil der preußischen Truppen war evangelisch. So ist der Ursprung unserer Gemeinde eine Militärkirchengemeinde.

01.10.1817 Berufung des ersten Evangelischen Pfarrers nach Saarlouis: Dr. Ernst Friedrich Kober. Er war als Miltärgeistlicher auch für die wenigen Zivilisten zuständig. Gottesdienste fanden zunächst im Freien statt. Auf Anordnung des Königs wurde ab Juni 1821 der ehemalige Fechtsaal der Garnison (Salle des cadets) zur Garnisonskirche umgebaut.

03.08.1822 Erster Gottesdienst in der Garnisonskirche. 1829 waren im Kreis Saarlouis 142 evangelische Christen ansässig. Ihre Zahl nahm rasch zu und es bildeten sich selbständige Gemeinden in Saarburg, Merzig, Schwalbach, Lebach, Dillingen und Schaffhausen.

18.10.1894 Die Militärpfarrstelle wird aufgehoben und eine Zivilpfarrstelle eingerichtet. Erster Pfarrer ist August de Haas (1864-1931)bis 1919. Er wurde auch mit der Garnisonsseelsorge betraut.

14.12.1900 Die Evangelische Kirchengemeinde erwirbt das Baugrundstück auf der Bastion Luise zur Errichtung eines Pfarrhauses und einer Kirche von der Stadt Saarlouis zum Preis von 20 M pro Ar.

Quelle: Evangelische Kirchengemeinde Saarlouis

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Rückblick AH-TURNIER AUF DEM RODENER SPORTPLATZ

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Zu einem AH-Turnier der AH-B und AH-A Mannschaften lud die AH-Abteilung des 1. SC Roden am  Samstag, dem 23. Juli, in  sein  Sportzentrum ein. Neben den Spielen kam es auch zu Ehrungen ehrenamtlicher Helfer  und langjähriger Sponsoren der AH-Abteilung. Schließlich spendete die AH-Abteilung ihren Gewinn aus ihrem letzten Turnier an den 1. SC.

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Stadtspaziergang mit Sonnenkönig Ludwig XIV.

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Zu einem historischen Stadtspaziergang hatte der Sonnenkönig Ludwig XIV. eingeladen. Die Führung begang im Gobelinsaal des Rathauses wo sich wertvolle Wandteppiche aus der königlichen Manufaktur in Aubusson befinden. Diese wurden 1687 für das in Saarlouis eingerichtete Präsidialgericht angeschafft. Der Sonnenkönig führte die Besucher zur Ludwigskirche, wo das Herz von Thomas de Choisy begraben liegt. Thomas de Choisy war bis zu seimen Tod 1710 Governeur von Saarlouis. Seinem Wunsch entsprechend blieb sein Herz in Saarlouis und wurde in St. Ludwig beigesetzt. Der Leichnam wurde nach  Mogneville in der Familiengruft überführt. Weiter ging es zu den Kasematten die als Erweiterung der Festungsanlagen in den Jahren 1824 bis 1829 von den Preußen gebaut wurden, zum Deutschen Tor und dem Saaaltarm. Die Führung endete bei dem vergessenen Soldaten Lacroix auf der Vaubaninsel.

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Rückblick – Kreisfest in Saarlouis

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Am 16. Juli wurde rund um das Landratsamt ein Bürgerfest gefeiert. Nach dem Frühschoppen im Schatzgarten, musikalisch umrahmt vom „Orkiestra Kopalni Soli“ ging es weiter mit einem Bühnenprogramm und Aktionen für Jung und Alt. Ein vielfältiges Programm konnten die Besucher im Schatzgarten erleben und im großen Sitzungssaal hatten die Land- und Bauersfrauen zu Kaffee und Kuchen geladen.

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Rückblick – Sommerkonzert Stadtverband der kulturellen Vereine auf dem Kleinen Markt Saarlouis

Auf dem Kleinen Markt fand das 1. Sommerkonzert des Stadtverbandes der kulturellen Vereine statt.

Mitwirkende waren:
Musikverein Harmonie Roden (Leitung: Charley Shearer)
Spiel- und Fanfarenzug Freiwillige Feuerwehr (Leitung: Alfred Lay
Sängerbund 1872 Fraulautern (Leitung: Isabella Goldmann)
Männerchor 1864 Roden (Leitung: Isabella Goldmann)
Rathauschor Saarlouis (Leitung: Johannes Schmitz)
Kirchenchöre Beaumarais und Neuforweiler (Leitung: Christian Payarolla)
Halleluja Singers (Leitung Dirk Schmidt)

Die Veranstaltung moderierten Brigitte Bilz und
Norbert Guethler-Tyarks

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Rückblick AH-TURNIER AUF DEM RODENER SPORTPLATZ

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Zu einem AH-Turnier der AH-B und AH-A Mannschaften lud die AH-Abteilung des 1. SC Roden am  Samstag, dem 23. Juli, in  sein  Sportzentrum ein. Neben den Spielen kam es auch zu Ehrungen ehrenamtlicher Helfer  und langjähriger Sponsoren der AH-Abteilung. Schließlich spendete die AH-Abteilung ihren Gewinn aus ihrem letzten Turnier an den 1. SC.
 
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Saarlouis – heimliche Haupststadt des Saarlandes

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Mit dem Frieden von Nimwegen im Jahre 1679 fiel Lothringen an Frankreich. Ein Jahr später, 1680, ließ der französische König Ludwig XIV. (Louis XIV) Saarlouis (ursprünglicher Name: Sarre-Louis) zum Schutz der neuen Ostgrenze errichten. Der Baumeister Sébastien Le Prestre de Vauban entwarf die Festungsstadt symmetrisch in Sternform mit sechs Bastionen, die zur Aufstellung von Kanonen dienen. Die Pläne hierzu stammten von Thomas de Choisy. Ein wichtiges Element der Verteidigungsanlagen ist die pont-écluse (Schleusenbrücke). Durch sie konnte im Verteidigungsfall nach dem Prinzip einer Inundationsfestung (Überschwemmungsfestung) die durch die Stadt fließende Saar mittels eingelegter Balken aufgestaut werden, um so das Umland zu überfluten. Dadurch sollte es einem Belagerer erschwert werden, Kanonen an die Stadt heranzubringen sowie Erdwerke und Laufgräben anzulegen.

Im Zusammenhang mit der Errichtung der Stadt entstanden im Umland einige neue Siedlungen, beispielsweise Beaumarais, Picard, Bourg-Dauphin (heute Neuforweiler) und Felsberg (Steinbrüche). Auch die Geschichte der Dillinger Hütte ist geprägt von der Entwicklung der Festung, insbesondere von dem Bedarf an Eisenwaren während des Aufbaus.

1683 verlieh Ludwig XIV. Saarlouis bei einem Besuch das Stadtwappen mit der aufgehenden Sonne und den drei bourbonischen Lilien. Der Wappenspruch lautet Dissipat Atque Fovet: Sie (die Sonne) zerstreut (die Wolken) und erwärmt (die Erde).

Das Baugelände der Festung Saarlouis war laut dem Lisdorfer Weistum von 1458 ursprünglich Besitz der Prämonstratenserabtei Wadgassen. Innerhalb des heutigen Innenstadtgebietes hatten zwar die Abtei Fraulautern und einige Bürger der damaligen Stadt Wallerfangen freie Güter, doch unterstanden diese der Oberherrlichkeit (nicht der Grundherrschaft) der Abtei Wadgassen. Wadgassen verfügte somit über die Hochgerichtsbarkeit, das Jagdrecht und andere Regalien. Mit dem Festungsbau musste Wadgassen das Gebiet an den französischen König abtreten.[3]

Die ehemalige Festung Saarlouis[4] bestimmt auch heute noch den sechseckigen Grundriss der Innenstadt. Neben den Bauwerken von Vauban finden sich auch noch einige Anlagen aus dem 19. Jahrhundert, die nach dem Abzug der Franzosen von den Preußen angelegt wurden. Ab 1887 wurde die Festung geschleift, dennoch finden sich im Norden der Innenstadt Wälle und Gräben der Festung. Die Wälle werden heute unter dem Namen Kasematten von der Gastronomie genutzt, während die wassergefüllten Gräben in die städtischen Grünanlagen integriert wurden. Auf der Vauban-Insel, einem ehemaligen Demi-lune, befinden sich heute die Denkmäler für Marschall Ney und den Soldaten Lacroix.

Im Innenstadtbereich befinden sich eine Reihe von ehemaligen Kasernen, die heute unter anderem als Museum und Einkaufszentrum genutzt werden. Die sogenannte Vauban-Kaserne von 1680 ist die älteste ihrer Art.

Die ebenfalls von Vauban erbaute und im Elsass gelegene Festungsstadt Neuf-Brisach (Neubreisach) weist in Konstruktion und Lage hohe Ähnlichkeiten mit Saarlouis auf und ist bis heute größtenteils in ihrem Originalzustand erhalten.

Zwischen Lothringen, Frankreich und Preußen

1697 erlangte Lothringen seine Souveränität zurück, Saarlouis blieb jedoch französische Exklave.

Im Zuge der Französischen Revolution erfolgte am 22. Juli 1793 aus antiroyalistischen Beweggründen die Umbenennung der Stadt in Sarre-Libre, was 1810 wieder rückgängig gemacht wurde.

Im Frieden von Paris musste Frankreich 1815 seine Gebiete an der Saar – darunter auch Saarlouis – an Preußen abtreten. Aus dieser Zeit stammt auch die Geschichte vom Soldaten Lacroix. Preußen baute die von Frankreich errichteten Festungswerke weiter aus und legten unter anderem die oben erwähnten Kasematten an.

1907 wurde das bis dahin eigenständige Roden nach Saarlouis eingemeindet.

Quelle: Wikipedia

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Rückblick – Festumzug 200 Jahre Kreis Saarlouis

Festumzug 200 Jahre Landkreis Saarlouis. Die Teilnehmer vom Rodener Heimatkundeverein Rodena nahmen in Kleidund von 1939 am Festumzug teil. Dargestellt wurde die Evakuierung aus der roten Zone mit Pferdefuhrwerk und Fussgruppe. Es war ein toller Umzug und wir von Rodena Heimatkundeverein Roden e.V. sagen – jederzeit machen wir gerne wieder mit! Wir freuen uns auf ein nächstes Mal?

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Saarland Open 2016 – spannendes Finale

Das Saarland Open 2016 endete mit einem äußerst spannenden Finale bei den Herren. Am Ende setzte sich in einem internationalen Feld Marvin Netuschil (GER) deutlich durch. Neben vielen Besuchern zeigten sich auch die Bürgermeisterin Marion Jost und der saarländische Innenminister Klaus Bouillon von der hervorragenden Arbeit von Fred Becker und seinem Team begeistert.

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Mosaik der Vogelsang-Schule

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Alle!Achtung! Stadtwerke Saarlouis, V&B Fliesen GmbH und die Klasse 4 stellen Mosaik der Vogelsang-Schule fertig! – Das bislang wohl ehrgeizigste Projekt der Stadtwerke-Reihe „Alle!Achtung!“, ein aufwändiges Mosaik, das die vorstehenden Umrahmungen einer Zwischentür im Erdgeschoss der Vogelsangschule zieren sollte, startete bereits im vergangenen Februar und wurde jetzt fertig gestellt. Die Reihe „Alle!Achtung!“ der Stadtwerke unterstützt kreative Kunst-Ideen seit vielen Jahren und hatte auch bei diesem interessanten Projekt die Schirmherrschaft.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 4, ihre Eltern, ihr Klassenlehrer Ignazio Coniglio und die Künstlerin Stefanie Ahlbrecht hatten, das zeigte sich im Verlauf der Arbeit, viel vorgenommen. Schon im Winter wurden die ersten Entwürfe von der Klasse zu Papier gebracht: Sonnendurchflutete Gegenden und strahlende, dichte Stimmungen, hauptsächlich in warmen Gelb-, Orange und Rottönen angelegt, sollten das Mosaik für die kommenden Jahrzehnte zu einem echten „Hingucker“ machen!

In der ersten Entstehungsphase, im März bereits – die ersten Mosaiksteinchen wurden von Stefanie Ahlbrecht, den Kindern und einigen ihrer Mütter angebracht – hatte sich die V&B Fliesen GmbH ohne Zögern in's Projekt eingebracht und alle Materialien, von den benötigten Kacheln bis hin zum Fliesenkleber, gratis zur Verfügung gestellt. Zum exakt richtigen Zeitpunkt übrigens, denn es stellte sich heraus, dass die finanzielle Planung des Projektes doch ein wenig blauäugig geraten war. Zeit- und Materialaufwand ließen sich von den Etats von Stadtwerken und Förderverein nicht mehr abdecken. Hier sprang dann zum zweiten Mal die V&B Fliesen GmbH mit einer Spende ein und sicherte so den Abschluss eines gelungenen Projektes.

„Fertig!“, hieß es dann am 01. Juli um 13.00 Uhr. Zur kleinen Feier mit allen Kindern, Ignazio Coniglio, Stefanie Ahlbrecht und den beteiligten Müttern hatten sich auch die Förderer eingefunden. Alena Steuer (für V&B Fliesen GmbH), Pia Getrey (Öffentlichkeitsarbeit Stadtwerke) und die Schulleitung (Eva Feyand u. stellv. Schulleiterin Petra Gitzinger sowie Dieter Kirsch) freuten sich gemeinsam über die gelungene Verschönerung.

Als sichtbares Zeichen einer erfolgreichen Zusammenarbeit durften Alena Steuer und Pia Getrey jeweils eine Fliese mit den Logos von Stadtwerken bzw. V&B Fliesen GmbH am Mosaik anbringen.

10.07.2016 Eröffnung Theater am Ring

Rodēna Heimatkundeverein Roden e.V. hat Roland Henz Foto geteilt.

Morgen, Eröffnung. Ein neues Wahrzeichen im Herzen der Stadt. Ein Haus für Alle, jenseits aller Grenzen und Nationalitäten.
SAARLOUISER, weltoffen und gastfreundlich ….

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Damals – Gericht über Marschall Ney

Die nachfolgenden Kriegsereignisse führen zum Tage von Waterloo. Welche Wandlung ist mit Ney vor sich ergangen? Früher war er der, der zu früh losging. Jetzt ist er in einen Abgrund der Tatenlosigkeit, des Zögerns, des Abwartens, der Entschlusslosigkeit, der Unsicherheit gefallen. Seit dem Tage von Lons le Saunier, als ihn der ‚Wirbelsturm seiner Gefühle' Napoleon entgegentrieb, ist sein klarer Blick getrübt. „Ich wollte, alle englischen Kugeln führen mir in den Leib“, so ruft er bei Waterloo aus. Der gewünschte Tod aber ereilt ihn nicht.

Auf unentschlossener Flucht, Pässe auf verschiedene Namen mit Angabe verschiedener Reiseziele bei sich führend (es war auch ein nach Amerika visierter Pass dabei), weilt Ney auf dem Schlosse einer Verwandten seiner Frau, als ihn die Verhaftung erreicht. Angeblich soll ihm der ägyptische Säbel, ein einzigartiges Geschenk Napoleons, zum verräterischen Verhängnis geworden sein. Furchtlos stellt er sich denen, die ihn festnehmen.

Der überkluge Talleyrand, der in allen Wassern schwimmen kann, sagt: „An Ney werden wir Royalisten ein gutes Exempel statuieren.“ Sein Name steht auf der Liste der Schuldigen an erster Stelle. Er erhebt sich die Frage: Welches Gericht wird Ney aburteilen? Ein Kriegsgericht wäre den Freunden Neys günstiger erschienen. Stattdessen kommt er vor die Chambre des Pairs, also vor ein politisches Gericht. In diesen Tagen verwandelt sich Ney wieder in den ruhigen furchtlosen Mann der früheren Tage zurück. Er weiß das Urteil im Voraus, aber er sagt: „Ich in ja gewohnt, dem Tode ins Auge zu sehen. Aber es ist eine Gemeinheit, zu behaupten, ich hätte im Voraus die Absicht des Verrates an der Sache des Königs gehabt. Vergebens suchen seine Verteidiger den Artikel 12 der Pariser Abmachung für ihn geltend zu machen, die allen jenen Straffreiheit zubilligt, die nach Napoleons Rückkehr von den Bourbonen zu ihm überschwenkten. Vergebens will sein Verteidiger anführen, dass nach 1815 ja Saarlouis keine französische Stadt mehr ist; da der Marschall dort geboren ist, können sich Zweifel über seine Nationalität erheben. Da unterbricht ihn Ney selbst, indem er aufspringt und in den Saal ruft: "Ich will auch als Franzose sterben.“ Das Urteil lautet auf Todesstrafe und auf Aberkennung des Ehrentitels: Ritter der Ehrenlegion. Die Royalisten habe in einem Schauprozess das gewünschte Urteil erreicht.

Furchtlos hört Ney das Urteil, das ihm in der Zelle verkündet wird. „Lassen Sie doch alle Titel weg und sagen Sie lieber: "Heute Marschall von Frankreich und morgen ein Häuflein Staub. Das ist militärischer.“ Furchtlos und schlicht, mit unverbundenen Augen, stirbt er, als ihn bei den letzten Worten: „Meine Ehre….“ Die tödlichen Kugeln treffen. Das Urteil eines royalistischen Zuschauers wiegt gewiss schwer, der sagt: „Der da hat uns gezeigt, wie man gut stirbt“. Der Zar aber streicht einen seiner Generäle aus der Liste der Armee aus, weil er die Taktlosigkeit hatte, der Erschießung beizuwohnen. Zwei Tage darauf findet eine stille Beerdigung auf dem Friedhof Père Lachaise statt.

Der alte Vater Ney in Malgrange hat den Tod seines Sohnes nie erfahren. Das Alter hatte ihn in ein Kinderstadium zurückkehren lassen und er glaubte seinen Sohn mit Ehren überhäuft am königlichen Hofe, ohne Zeit zu einem Besuch in Lothringen zu finden. Eglé zieht nach Italien und widmet sich der Erziehung ihrer vier Söhne. Es gilt in den kommenden Jahren als schlechter Ton, den Namen Napoleon auch nur auszusprechen.

Quelle: Dora Dimel – Marschal Ney und seine Heimat

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Rodēna Heimatkundeverein Roden e.V.s Foto.