Damals 1926 – Die französische Raubbaupolitik im Saarbergbau

In dem Bewusstsein, dass das Saargebiet im Abstimmungsjahr 1935 seinen Willen bekunden wird, zu Deutschland zurückzukehren, und demnach auch die Kohlengruben ihrem rechtmäßigem Besitzer wieder zufallen, ist Frankreich im Saarbergbau zu der Politik des Raubbaues übergegangen. Ohne Rücksicht auf die  entgegenstehenden Sicherheitsbestimmungen und ohne sachgemäßen Ausbau der Kohlenflöze wird in einem  Tempo abgebaut, dessen Hast im umgekehrten Verhältnis zu dem Eifer steht mit dem man einst die Kohlengruben in Nordfrankreich aufzubauen wusste. Ist zwar der Raubbau in den Kohlengruben ein erfreuliches Zeichen dafür, dass die Franzosen ihre Herrschaft im Saargebiet als vergänglich ansehen, so wäre es der Saarbevölkerung doch lieber, wenn die fremden Herren aus ihrer Erkenntnis andere Konsequenzen zögen. So machen sich die Folgen der unerhörten, unmoralischen, gesetzwidrigen Abbaumethode nicht nur unter Tage bemerkbar, wo der einst blühende Zustand der Gruben durch Verwahrlosung und Gleichgültigkeit kaum noch zu erkennen ist, sondern auch über Tage wo für eine Reihe von Ortschaften Einsturzgefahren in einem früher nie gekannten Maße bestehen. In Friedrichsthal, Dudweiler, im Köllertal treten Häusersenkungen auf, die ihre Ursache hauptsächlich in dem schlechten, mit billigem Versatz-Material vorgenommenen Ausfüllen der Flöze haben. Am meisten zu leiden aber hat der Ort Schnappach, wo die Bodensenkungen einen derartigen Umfang angenommen haben, dass fast kein Haus unbeschädigt geblieben ist. Die große Ausdehnung der Schäden und Zerstörungen ist auf den Umstand zurückzuführen, dass die Bergverwaltung zu der preußisch-bayerischen Bergverwaltung einen bisher  absichtlich nicht abgebauten sogenannten Sicherheitspfeiler nun um der Beute Willen zum Abbau in Abbau in Angriff genommen und nur schlecht ausgefüllt hat. Auf unseren Bildern  haben wir einige Zerstörungen festgehalten, die nur einen Teil des angerichteten Schadens darstellen. So musste das Gasthaus zu den 12 Aposteln völlig geräumt und durch Barrieren abgesperrt werden, gleichfalls Schule und Kirche, da hohe Einsturzgefahr besteht. Einzelne Häusergruppen sind schon niedergelegt worden, andere werden über kurz oder lang folgen. Im ganzen sind 45 Häuser in Mitleidenschaft gezogen, die teils abgebrochen werden mussten, teils dem Einsturz nahe sind, sodass sie nicht mehr bewohnt werden können. Es ist nicht zu verwundern, dass sich die Bevölkerung eine große Erregung bemächtigte, zumal die neuen Bergherren  versuchten, sich ihrer vollen Schadensersatzpflicht zu entziehen. Die Raubbaupolitik hat zu einer Anfrage im bayerischen Landtag  geführt, worauf das Handelsministerium ausdrücklich die Verpflichtungen der französischen Bergverwaltung auf Grund des gültigen Berggesetzes feststellte. In der Erklärung hieß es unter anderem: „Aber auch die dem Völkerbund unterstellte Regierungskommission des Saargebietes hat durch ihre Bergbaubehörde nicht die Aufgabe erfüllt, die ihr Art. 253 des Berggesetzesauferlegt, nämlich Personen und Eigentum gegen gemeinschädliche Einwirkungen  des Bergbaues zu schützen und den Schutz der Oberfläche im Interesse der persönlichen Sicherheit und des öffentlichen Verkehrs wahrzunehmen.“

Auf das Ersuchen der bayerischen Regierung hat das Auswärtige  Amt beim Völkerbund wegen des Vorgehens der Bergwerksdirektion Beschwerde führen lassen. Der zuständige Beamte des Völkerbundsekretariats sagte zu (April 1925), die Angelegenheit mit den französischen Vertretern auf der kommenden Tagung des Völkerbundrates sowie mit den Mitgliedern der Regierungskommission eingehend zu erörtern – Von einer tatsächlichen Regelung hat man bis jetzt allerdings noch nichts gehört!

Quelle: Saarkalender für das Jahr 1926                                                       

Herausgeber: A Züblke Saarbrücken

 

Vereinshaus Fraulautern – Europa-Matinee

"Das Saarland und die Frankreichstrategie"

Nach Begrüßung der Gäste durch Oberbürgermeister Roland Henz sprach Helma Kuhn-Theis, Bevollmächtigte für Europaangelegenheiten des Saarlandes.

Annegret Kramp Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes hielt den Vortrag "Die Frankreichstrategie des Saarlandes – Leitlinien saarländischer Politik".

Danach sprach Kanzleramtsminister Peter Altmaier über Frankreich und Deutschkand – Vom Charme und Nutzen einer Partnerschaft"

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Rückblick – Solex – Motors & Classics – Messe und Ausstellung Lookschuppen Dillingen

Solex war ein französischer Hersteller von Vergasern und des Mofas Vélosolex. Das Unternehmen wurde 1905 von den beiden Studenten der École Centrale Paris Maurice Goudard und Marcel Mennesson gegründet. Zunächst war die Firma des Unternehmens „Société Goudard et Mennesson“, der Name wurde dann durch das einprägsamere Kunstwort „Solex“ ersetzt. Erstes Produkt war ein mit Zentrifugalkraft wirkender Wasserkühler für Automobile, insbesondere für Omnibusse.

Quelle: Wikipedia

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Heike Breitenmoser, Kulturamtsleiterin der Kreisstadt Saarlouis

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Wir trauern um Heike Breitenmoser, Kulturamtsleiterin der Kreisstadt Saarlouis. Sie verstarb leider viel zu früh. Dies ist nicht nur ein großer menschlicher Verlust. Auch die gesamte Kulturszene Saarlouis wird ihr herausragendes Engagement und ihre exzellente Arbeit schmerzlich vermissen. Mit ihr hat uns eine Frau verlassen, die Kultur lebte und die sich stets von ganzem Herzen für alle Kulturschaffenden und -interessierte einsetzte.

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 18.03.2014 um 14:00 Uhr in der evangelischen Kirche Saarlouis, Kaiser-Friedrich-Ring 46, die anschließende Beerdigung auf dem Friedhof Neue Welt Saarlouis statt.

EUROPA-MATINEE IM VEREINSHAUS FRAULAUTERN

Zu  einer  Europa-Matinée  lud  am  Sonntag, dem  13.  März  2016, das  Saarländische
Ministerium für  Finanzen und Europa ein. Neben der Gastgeberin Helma Kuhn-Theis,
der Bevollmächtigten  für  Europaangelegenheiten, waren der  OB  Roland Henz, die
Frau Ministerpräsidentin  Annegret Kramp-Karrenbauer und der Kanzleramtsminister 
und  Bundesminister  für  besondere  Aufgaben, Peter Altmaier, durch ihre Referate
vertreten. Im Mittelpunkt der Matinée stand die neue  Frankreich-Strategie, d. h. die
Forderung nach einer Zweisprachigkeit (Deutsch/Französisch) sowohl in den Schulen 
als  auch  im   Bereich  des  Rundfunks. Mehr  Bilder auch auf unserer Facebook-Seite
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Rückblick – ERÖFFNUNG DES SAARLOUISER OSTERMARKTES

Am Freitag, dem 11. März 2016, wurde  in  Saarlouis  der traditionelle Ostermarkt  eröffnet.
 Der Faßanstich wurde von Oberbürgermeister Roland Henz vorgenommen.

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Rückblick – SAARLANDMEISTERSCHAFTEN DER AH IM HALLENFUSSBALL

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Anlässlich  seines  50-jährigen Bestehens  der AH-Abteilung  des 1. SC Roden  richtete man am Samstag, dem 20. Februar 2016, in der Stadtgartenhalle die Saarlandmeister-
schaften  im  Hallenfußball  aus. Den  1. Platz  erzielte der FC Schwalbach, gefolgt von dem  SC Halberg Brebach. Den  3. Platz erreichte der 1. SC Roden  durch ein Elfmeter-
schießen. Dank  der zahlreichen Helferinnen  und  Helfer konnte  dieser Tag zu einem guten Abschluss gebracht werden.
 
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DER PURITANISCH-JÜDISCHE DIALOG IM 17. JAHRHUNDERT

AUTOR: Josef Theobald

Die Britisch-Israel-Theorie hatte ihren Ursprung im Dialog zwischen Juden und
Puritanern im 17. Jahrhundert, als es darum ging, eine endgültige Heimstatt für
jene Juden zu schaffen, die wegen ihres Glaubens Portugal verlassen mussten.
Die herausragende Persönlichkeit war in diesem Zusammenhang der Rabbiner
Manasseh ben Israel (1604-1657), der sich mit der Geschichte und Zukunft der
„zehn verlorenen Stämme Israels“ befasste. Nach dem Sieg der Puritaner und
der Cromwellschen Revolution kam es zu einer Annäherung. Denn man vertrat
den Standpunkt, dass in England auch wieder Juden leben müssten, bevor es
dazu käme, dass nach biblischer Ankündigung die Juden wieder in ihr ange-
stammtes Land ziehen könnten, um dort die Ankunft des Messias sowie die
Errichtung des ewigen Gottesreiches zu erwarten. Sowohl die wieder in der
Hauptstadt London ansässig gewordenen „Marranen“ als auch viele Christen
mittleren Europas lebten in jener Zeit im „messianischen Fieber“. (Paul Ger-
hard Aring, „Wage du, zu irren und zu träumen…“ Juden und Christen unter-
wegs, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1992, Seiten 133 – 150)

Aus jüdischen Quellen ergibt sich, dass der Sohn von Manasseh ben Israel
mit Namen "Samuel" sich so in seiner Disputation zu Oxford auszeichnete,
dass er mit Ehren überhäuft wurde. Denn dieser erhielt neben der philoso-
phischen auch die medizinische Doktorwürde. Die Wirksamkeit der ersten
jüdischen Einwanderer war in der Tat so gewaltig, dass sich in weniger als
acht Jahren nicht nur viele Juden niederlassen durften, sondern auch bald
mit dem Bau einer Synagoge in London begonnen wurde. (die Monatsschrift
für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, Zweiter Jahrgang, Leipzig
1853, Nachdruck bei OLMS 1969, Seite 134)

Diese Lehre hatten auswandernde Puritaner mit in die Neue Welt gebracht
und blieben bei einigen adventistischen Gruppen heimisch. Dies betraf na-
türlich auch andere Lehren, wie die Sabbatheiligung und die Leugnung der
Dreieinigkeit. Diverse Publikationen der Weltweiten Kirche Gottes selbst und
der hieraus entstandenen Splittergruppen, wie z. B. die Philadelphia Church
of God oder die Living Church of God, bestätigen dies. Hierbei ist stets da-
rauf hinzuweisen, dass es in den USA viele Freikirchen mit eigenen Sonder-
lehren gibt. Die gleichen Verhältnisse scheinen auch hier allmählich Eingang
zu finden. Als Beispiel verweise ich nur auf die dreifache Engelsbotschaft bei
den historischen Adventisten (Offenbarung 14).

NACHTRAG

Oliver Cromwell (1599-1658) und das ihm anhängende Herr erkämpften
im 17. Jahrhundert im britischen Königreich die Religionsfreiheit. Er und
seine Soldaten lasen vor und nach dem Kampfe die Bibel. Nur die großen
Heldengestalten des Alten Testaments, welche Gottesfurcht im Herzen
und das Schwert in der Hand hatten, konnten den Puritanern als Vorbild
dienen. In jedem Vers der biblischen Schriften Josua, Richter, Samuel
und Könige sahen sie ihre eigene Lage abgespiegelt, jeder Psalm schien
eigens für sie gedichtet zu sein. Die Vertiefung in die Geschichte, die Pro-
phezeiung und die Poesie des Alten Testaments, als Ausfluss göttlicher
Offenbarung, erzeugte in diesem Kreise den Gedanken, dass das Volk,
der Träger und Erzeuger aller dieser Herrlichkeit und Größe, besonders
bevorzugt und auserkoren sein müsse. Unter den Puritanern gab es da-
her ernstliche Bewunderer des „Volkes Gottes“. Cromwell träumte von
einer Versöhnung des Alten und Neuen Testaments, von einer innigen
Verbindung des jüdischen Gottesvolkes und der englisch-puritanischen
Gottesgemeinde. Dem jüdischen Volk sprach er sogar im tausendjährigen
Reich der Heiligen eine glänzende Stellung zu. (Heinrich Graetz, VOLKS-
TÜMLICHE GESCHICHTE DER JUDEN, Band II, Parkland Verlag, Köln
2000, die Seiten 732/33)

Die Ansiedlung der Juden in England ist auch wirklich gelungen. Davon
zeugt heute die Große Synagoge von London, die als die erste aschke-
nasische Synagoge, also als Synagoge mitteleuropäischer Juden, 1690
in London erbaut und 1722 neu errichtet wurde.

Ende der Neunziger Jahre hatte ich einmal Probleme mit einem Gemeinde-
leiter der Weltweiten Kirche Gottes in Darmstadt. Dieser kannte offenbar
diese Vorgeschichte nicht. Herbert W. Armstrong (1892-1986) baute auf
dem Fundament der Britisch-Israel-Theorie seine Lehren auf und gründete
in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts als bekannter Radioprediger
in den USA die Weltweite Kirche Gottes. Den neu entdeckten jüdischen
Festtagen gab er schließlich einen christlichen Sinn. Somit hat der da-
malige Leiter der Darmstädter Gemeinde seiner Kirche einen großen
Schaden zugefügt. Man kann eben nicht mit einer Brechstange alte
Glaubensvorstellungen von heute auf morgen radikal verändern.     

  

Rückblick – Beinhaus von Douaumont

Das Beinhaus von Douaumont (franz. Ossuaire de Douaumont) ist eine französische nationale Grabstätte[1] für die Gebeine der Gefallenen, die nach der Schlacht um Verdun nicht identifiziert werden konnten. Das Beinhaus befindet sich auf dem Gebiet der ehemaligen Ortschaft Fleury-devant-Douaumont. In ihm werden die Gebeine von über 130.000 nicht identifizierten französischen und deutschen Soldaten aufbewahrt.

Quelle: Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Beinhaus_von_Douaumont

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Rückblick – Motors & Classics – Messe und Ausstellung Dillingen

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Citroen 11 CV Familiane

Traction Avant (deutsch „Vorderradantrieb“) ist die geläufige Bezeichnung für die ersten vorderradangetriebenen Citroën-Serienmodelle 7A, 7B, 7C, 11B (beide mit Reihenvierzylindermotoren) und 15/6 (mit Reihensechszylindermotor), die zwischen 1934 und 1957 gebaut wurden.

Quelle: Wikipedia

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