Schlagwort-Archiv: Roden

Rodener Platt

Gallm – tiefgefrorene Hände und Füsse

gäh – tief

gääksen – in den höchsten Tönen schreien

gärksen – knarren (Schuhe, Dielen)

Gäschel – Pferdepeitsche

Galljer – Hosenträger

Gären – Schoeß

gebrellert – laut geschrien

Gede’ich – Kleider

gedrusset – aufgedonnert

gedurrengelt – verhauen

gegot˽schelt – abgebettelt

geheien – sich plagen

Geheichnis – Behaglichkeit

(of de) gei – Kirmesmusik (Geigenspieler)

gemällich – angenehm

gemôndet – schlecht angezogen

Géms – Lust auf gutes Essen 

Geschlääfs – Anhang    

geschurrengelt – herumgewirbelt

glennen – Erntenachlese

grôôzen – mit Grauschimmel behaftet

Gre’ifchin – junges Mädchen

Gäng unn Lääf – Beehördengänge

Gesocks – Gesindel

gestronzt – angegeben           

gestronzt – Haarfrisur

gewaicht – verhauen

Gille – Herrenweste

Gluntsch – Schaukel

Gommert – Gurke (frz.: concombre)

Good – Patin

Gou – Eßlust

Gooben – Haufen

grääzen – schlecht riechen , ranzige Butter

Graddel – stolze Freude

graddelig – krummbeinig

Gramätscheler – Nörgeler

Grees – alte Frau/Hexe (Weiberfastnacht)

Grombern – Kartoffeln

Gutzin – Bonbon

Gourpanz – Vielfraß

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Damals – Der Kettlerverein

Kettlerhäuser Heute

Kettlerhäuser Heute

Der Rodener  Kettlerverein wird mit der Rodener Nachkriegsgeschichte zu einem späteren Zeitpunkt eng verknüpft mit dieser angesehen werden; denn mit dem seit Kriegsende sich vollziehenden Neu- und Wiederaufbau von Roden ist auch der Kettlerverein verbunden, da er in dieser Zeitepoche begann, den Gedanken des sozialen Wohnungsbaues in die Tat umzusetzen. Es ist nicht zu verkennen, dass der Verein in dem so arg zerstörten Roden ein dankbares Betätigungsfeld gefunden hat, um so mithelfen zu können, die überaus große Wohnungsnot zu lindern. Mit eine der ersten und großen Aufgaben des Vereins ist es, der Familie, dem besten und wertvollsten Volksgut, ein menschwürdiges Dasein zu schaffen in Gestalt eines Eigenheimes und dadurch einen tatkräftigen Beitrag zur Verminderung der Wohnungsnot zu leisten.

Das Bauprogramm des Vereins beschränkt sich im Augenblick auf die Erstellung von drei Häuserblocks mit je sechs Wohnhäusern, von denen der erste Häuserblock vor der Fertigstellung der Rohbauten steht. Diese sechs Häuser sind bis jetzt aus den Beiträgen der Mitglieder finanziert und durch den rührigen Fleiß aller im Wege der Gemeinschaftsarbeit erstellt worden. Bis zum Herbst dürfte das erste große gesteckte Zeil, die schlüsselfertige Herstellung der sechs Häuser erreicht sein.

Bis Mitte Mai wurden durchschnittlich von jedem Mitglied 770 Arbeitsstunden geleistet. Die Gesamtstundenzahl beläuft sich auf rund  13.000 Stunden bis Mitte Mai. Sämtliche vorkommenden Arbeiten werden, soweit dies nur überhaupt angängig ist, von den Mitgliedern ausgeführt, angefangen von der Steinproduktion bis zur Zimmererarbeit. Da der größte Prozentsatz der Arbeiten nur durch die Schaffenskraft der Hände  bewerkstelligt wird, erscheint die Zahl der erforderlichen Arbeitsstunden für ein Wohnhaus mit ca. 2.500 Stunden im Augenblick etwas hoch , doch bei näherer Betrachtung der Abwicklung des Bauprogrammes, die ohne jegliche maschinelle Hilfe erfolgt, ist dies immerhin eine noch beachtliche Leistung. Hierzu kommt, das sich die Summe der dadurch ersparten Gelder pro Haus weit über 600 000 ffrs. Beläuft. Diese Tatsache fällt immerhin bei der Finanzierung eines solchen Bauprogrammes entscheidend ins Gewicht. Hierdurch wird erreicht, daß sich die einzelnen Häuser ib ihrem Gestehungspreis weit unter dem üblichen Preis bewegen, was eben nur dadurch erreicht werden kann, das enorme Eigenleistungen mit einkalkuliert werden.

Wenn nach zwei bis drei Jahren der Verein sein Bauprogramm abschließen kann, so darf er für sich die Gewißheit in Anspruch nehmen, mitgeholfen zu haben, das Wohnraum geschaffen wurde und gleichzeitig ein dringendes und überaus wichtiges Problem, das des sozialen Wohnungsbaues, in den Vordergrund gestellt zu haben.

Quelle: Festschrift 1000 Jahre Pfarrei Roden, Heinz Bös

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1925 Rheinische Jahrtausendfeier Saarland

In dem nach dem 1. Weltkrieg besetzten deutschen Rheinland zu dem auch das Saarland gehörte, fand 1925 die Rheinische Jahrtausendfeier statt. In vielen Städten und wurden dazu Festumzüge veranstaltet.

Quelle: Erinnerungsbuch der Jahrtausendfeier im Rheinlande 1925

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Die Rodener Tage 2016 finden statt


Hurra – es gibt ihn doch noch. – Wen? – werden Sie sich fragen.  Ganz einfach – den Rodener Gemeinschaftsgeist. Das Bestreben, in unserem schönen Stadtteil auf Vereinsebene wieder zusammen etwas auf die Beine zu stellen. Die in diesen Tagen neu gegründete Initiative zur Erhaltung der Rodener Tage hat bereits einiges bewegt. Mit tatkräftiger Unterstützung der in Roden ansässigen Firmen Sacksteder, Gersing und Osbild haben sich unter Federführung von Hans Werner Strauß DJK, KARO Blau Gold, Fußballclub, Tennisfreunde, Rodener Fohlen, Malteser, FC Fraulautern-Steinrausch und Freiwillige Feuerwehr, Löschbezirk Ost (erstmalig dabei!) entschlossen, die Rodener Tage wieder traditionell als Eröffnung der Saarlouiser Woche durchzuführen.


An zwei Tagen, am 27. und 28. Mai,  wird auf dem Marktplatz wie gewohnt gefeiert. Auch Vertreter der beiden großen Volksparteien (Marc Speicher und Peter Demmer), sowie der Vorsitzende des OIV Roden, Alois Rau, haben sich positiv über die neue Entwicklung ausgesprochen und ihre Unterstützung zugesagt. Als erster Erfolg kann die Übernahme der Schirmherrschaft durch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer angesehen werden.

Neben den oben genannten Vereinen haben sich bereits elf weitere Interessenten als Standbetreiber gemeldet. An einem attraktiven Programm, bei dem für alle Altersklassen etwas geboten wird, wird derzeit gearbeitet. Gesucht werden hierfür u.a.  auch junge Aktive aus Roden und Umgebung, die sich gerne auf der Bühne vorstellen wollen. Singen, tanzen, alles ist möglich…  Meldet Euch einfach mit euren Ideen.

Neben der aktiven Beteiligung durch das Betreiben eines Standes besteht für jeden Bürger, für jeden Gewerbetreibenden, die Möglichkeit unsere Gemeinschaft durch eine Spende zu unterstützen. Jeder noch so kleine Unterstützungsbetrag ist uns herzlich willkommen. Der größte Saarlouiser Stadtteil ist aufgerufen, die Rodener Tage zu unterstützen.
Die offizielle Eröffnung des Festes ist für Freitag, den 27. Mai 2016, vorgesehen. Das genaue Programm wird rechtzeitig veröffentlicht.
In diesem Sinne – machen Sie die Rodener Tage 2016 zu Ihrem ganz persönlichen Fest.

Meldungen und Rückfragen bitte an Hans Werner Strauß, Tel.: 0172 6863463 oder hwstrauss(at)schlau.com.

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Damals vor vielen Jahren – Goldene Kommunion in Roden

Die Teilnehmerinnen der Goldenen Kommunion trafen sich auf dem Schulhof der Donatusschule Roden um dann durch die Schulstr. in die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt einzuziehen. Unter den Klängen der Orgel schritten sie feierlich durch den Hauptgang zum Altar.

Die Angehörigen und Familienmitglieder begleiteten ihre „Kommunionkinder“ von einst bei diesem feierlichen Festakt. Nach der Messe feierten dann alle zusammen zu Hause oder in einem Restaurant.

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Wir schreiben unsere Geschichte – Damals – Kommunion 1971

Meine 1. Hl. Kommunion am 18. April 1971

Meine 1. Hl. Kommunion am Weißen Sonntag 1971 war ein sehr schöner Tag für mich. Auch das Wetter spielte mit 25° Celsius mit. Bei strahlender Sonne stellten sich 4 Mädchen- und 4 Jungenklassen im Schulhof der Donatusschule auf. Dort wurden wir von Pastor Thiel und Kaplan Niederländer eingesegnet und abgeholt. Unter Begleitung des Musikvereins und mehrerer Fahnenabordnungen ging die Prozession dann bis in die Kirche Maria Himmelfahrt. Dort empfingen wir in einer langen und feierlichen Messfeier unsere 1. Heilige Kommunion. Die Mädchen hatten alle weiße Kommunionkleider an, die Jungen dunkle Anzüge.
Ich trug einen dunkelblauen Kommunionsanzug, ein weißes Hemd, eine blaue Fliege und schwarze Schuhe. Eine lange Kommunionskerze mit Namen und Datum 18.04.1971 und einen Tropfenfänger (ein kleines weißes Tuch das zum Tragen der Kerze um das Ende der Kerze gelegt wird). Ebenfalls ein Gebetbuch mit schwarzem Einband und goldenem Kreuz sowie einem schwarzem Rosenkranz.

Gefeiert wurde nach der Messe bei uns Zuhause im Wohnzimmer. Damit wir genug Platz hatten, um die Tische und Stühle aufzustellen wurden sämtliche Schränke aus dem Wohnzimmer rausgestellt. Zum Mittagessen gab es als Vorspeise Rindfleischsuppe mit Markklößchen und Reis. Als Hauptgang gab es Rinderbraten mit Burgundersauce mit Kartoffelklößen und Rotkraut sowie grünem Salat. Ebenso Schweinerollbraten mit Pommes Frites und einer Gemüseplatte. Als Nachspeise gab es Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Zum Fotograf brauchte ich an diesem Tag nicht, da meine Oma 14 Tage vorher mit mir in Saarlouis beim Fotografen war. Dort ist bereits ein Bild im Kommunionsanzug mit Kerze, Gebetbuch und Rosenkranz aufgenommen worden. Da meine Eltern eine Schuhmacherei hatten, ließen diese Dankeskarten drucken. Darauf stand unter meinem Bild: Vielen Dank für das schöne Geschenk! Diese werden mit Kuchen, einer Schachtel Pralinen oder einer Tafel Schokolade für ein Geschenk abgegeben.

Als Geschenke habe ich u. a. bekommen: ein silbernes Armband mit Namensgravur, eine Kette, meine 1. Armbanduhr, ein Paar Manschettenknöpfe mit Monogramm, ein großes Mäppchen, eine Collegetasche, einen Fußball, ein Federballspiel, eine Blumenvase, mehrere Abenteuerbücher, Füller, Schreibset, ein Fahrrad, Gesellschaftsspiele sowie eine Rakete mit Abschussrampe und Fallschirm. Nach dem Auspacken der Geschenke wurde gegen 15.30 Uhr Kaffee getrunken mit selbstgebackenen Kuchen und Torten. Die Männer saßen am Nachmittag draußen im Hof und spielten bei dem schönen Wetter Skat.
Um 17 Uhr mussten die Kommunionkinder die Vesper in der Kirche besuchen. Dazu sollte man Zuhause bei den Gästen Geld sammeln und für die Kollekte mitbringen.

Zum Abendessen gab es ein selbstgemachtes kaltes Buffet, hergestellt und angerichtet von unseren Küchenhilfen, was meine Tanten und Großtanten waren. Rundum ein gelungener Tag der am Montag fortgesetzt wurde. Auch an diesem Tag mussten wir morgens einen Dankgottesdienst besuchen und zu Mittag wurden die Reste vom Vortag gegessen. Genauso wurden zum Kaffee die Kuchenreste vom Vortag verspeist Nach dem Kaffeetrinken ging ich mit meinem Vater und meinem Onkel schräg gegenüber auf die Wiese neben der alten Mühle Abel, um die Rakete auszuprobieren, die man hochschießt und am Fallschirm runterkommt. Mein Vater und mein Onkel mussten die Rakete zuerst ausprobieren. Bei Ihrem 1. Versuch blieb die Rakete oben in der Pappel hängen und war auch 10 Jahre danach noch oben im Baum. Wäre es mir als Kind passiert, ich wäre auf den Kommentar meines Vaters gespannt gewesen.

Stefan Seiwert

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Wir schreiben unsere Geschichte – Damals – Kommunion 1963 2. Tag

Montagmorgen zog ich die eigens für diesen Tag gekauften Kleider an und wir gingen zur „Dankmesse“. Nach der Messe ging es weiter mit dem Mittagessen. Alle die auch am Sonntag gefeiert hatten waren vor Ort. Nachmittag gab es Kaffee, Kuchen und Abends warmes Essen. Ich mußte nicht mehr den ganzen Tag an der Tafel sitzen!

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08. April Kindgerechte Führung zum Weltkulturerbe der Völklinger Hütte

Besichtigung des Weltkulturerbes in Völklingen. Von einem Besuchbegleiter werden Arbeitsgänge, Abläufe, Hochofenfunktionen usw. kindgerecht erklärt. Die Führung beinhaltet den Aufstieg auf die Aussichtsplattform am Hochofen und ist auch für Erwachsene geignet. Die Völklinger Hütte ist weltweit das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industralisierung das vollständig erhalten ist.1994 wurde die Völklinger Hütte zum Weltkulturerbe erklärt.

Kinder bis 14 Jahren nur in Begleitung eines bevollmächtigten Erwachsenen.

Veranstalter: Rodena Heimatkundeverein Roden e.V. mit unserem Kooperationspartner Mehrgenerationenhaus „Miteinander der Generationen“

Anmeldung und Information bis 04.Apri 2016 : Rosa-Maria Kiefer-Paulus, Anne Theil, Christian Gräber Telefon: 0162/4608659, 0172/6911072, 06831/988 541 (Miteinander der Generationen)

Teilnahmegebühr: bei 20 Teilnehmern inkl. Führung Erwachsene € 18,–
Kinder bis 18 Jahr 5,– (Führung)

Busverbindung: 9 Sitzer Bus oder Privat PKW

Fahrgemeinschaften
Treffpunkt: 13.30 Uhr Marktplatz Roden, Lindenstr. , maximale Besucheranzahl: 30 pro Führung

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