Tag des offenen Denkmals: Führungen am Ravelin V und Altem Friedhof

26.08.2016

Von: Cindy Balge

 

Der diesjährige Tag des Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz findet am Sonntag, 11. September 2016, unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale bewahren“ statt. Zu diesem Anlass gibt es in Saarlouis Führungen am Ravelin V und auf dem Alten Friedhof.

 


Es werden im ganzen Saarland Besichtigungen, Führungen, Wanderungen, Vorträge und Ausstellungen an den Denkmälern angeboten. Auch in Saarlouis wird es Führungen am Ravelin V und dem Alten Friedhof im Stadtteil Lisdorf geben.


Am Ravelin V, auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofes, das Bestandteil des historischen Festungsensembles der Stadt Saarlouis ist,  wurden parkähnliche Freiflächen neu gestaltet. Das Ziel war, die Geschichte der eigenen Stadt für die Saarlouiser wieder erlebbar zu machen. Hierfür wurde sie in diesem Jahr mit dem Otto-Borst-Preis für Stadterneuerung ausgezeichnet. Die Führungen hier finden um 11 Uhr und 17 Uhr mit Dipl.-Ing. Jürgen Baus statt. Eine Führung in französischer Sprache wird um 14 Uhr von Gilbert Jaeck angeboten.


Die Führung auf dem Alten Friedhof mit Hans Jörg Schu findet um 14:30 Uhr statt und dauert circa zwei Stunden. Die Grabmäler dokumentieren in einzigartiger Weise die wechselvolle Geschichte der Stadt und der Region. Hier wird an ausgewählten Grabmälern, die in den letzten Jahren aufwändig restauriert wurden, die historische und kunstgeschichtliche Bedeutung der Anlagen herausgestellt und der Ablauf der Unterhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen aufgezeigt.


Weitere Informationen gibt es beim Ministerium für Bildung und Kultur, Landesdenkmalamt, Tel. 0681/501-2443, E-Mail: poststelle(at)denkmal.saarland.de. Der Flyer ist im Rathaus erhältlich sowie online unter http://www.saarland.de/214034.htm
abrufbar.

 

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Evangelische Kirchengemeinde Saarlouis

Zur Geschichte der Kirchengemeinde

Saarlouis wurde zwischen 1680 und 1686 von französischen Pioniertruppen aus dem Boden gestampft. Planung und Bauleitung lag in der Hand des Ingenieur-Offiziers Thomas de Choisy (1632-1710). Evangelische Christen waren in Saarlouis nicht geduldet. Nach der Niederlage Kaiser Napoléons wurde die Festung am 1. Dezember 1815 an Preußen übergeben. Ein Großteil der preußischen Truppen war evangelisch. So ist der Ursprung unserer Gemeinde eine Militärkirchengemeinde.

01.10.1817 Berufung des ersten Evangelischen Pfarrers nach Saarlouis: Dr. Ernst Friedrich Kober. Er war als Miltärgeistlicher auch für die wenigen Zivilisten zuständig. Gottesdienste fanden zunächst im Freien statt. Auf Anordnung des Königs wurde ab Juni 1821 der ehemalige Fechtsaal der Garnison (Salle des cadets) zur Garnisonskirche umgebaut.

03.08.1822 Erster Gottesdienst in der Garnisonskirche. 1829 waren im Kreis Saarlouis 142 evangelische Christen ansässig. Ihre Zahl nahm rasch zu und es bildeten sich selbständige Gemeinden in Saarburg, Merzig, Schwalbach, Lebach, Dillingen und Schaffhausen.

18.10.1894 Die Militärpfarrstelle wird aufgehoben und eine Zivilpfarrstelle eingerichtet. Erster Pfarrer ist August de Haas (1864-1931)bis 1919. Er wurde auch mit der Garnisonsseelsorge betraut.

14.12.1900 Die Evangelische Kirchengemeinde erwirbt das Baugrundstück auf der Bastion Luise zur Errichtung eines Pfarrhauses und einer Kirche von der Stadt Saarlouis zum Preis von 20 M pro Ar.

Quelle: Evangelische Kirchengemeinde Saarlouis

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Schalander Oktoberfest Museum für saarländische Brauereikultur

Das dritte Oktoberfest steigt am Samstag den 01. Oktober. Mit dabei ist der Grillmeister Robert Schmitt den Oktoberfest Burger, einen vegetarischen Burger, gefüllte Hänchenschenkel und Roschtwerscher  servieren wird. Auch in diesem Jahr wird die Maas für unschlagbare 4,– € angeboten.

Die Veranstaltung findet zum Erhalt und Betrieb des Museum statt.
    
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DIE HERKUNFT DES DRACHENBOOTFESTES

AUTOR: Josef Theobald

Jedes Jahr feiert man in China am 5. Tag des 5. Monats nach
dem Mondkalender das Drachenbootfest als Versinnbildlichung
der Suche im Fluss nach der Leiche von Qu Yuan.

An diesem Tag macht man Zongzi (in Bambus- und Schilfblätter
eingewickelte Klebreisklößchen) und veranstaltet Drachenboot-
rennen. Einige Leute werfen sogar Zongzi in den Fluss. Heute
nimmt man an, dass die Reispäckchen ursprünglich Opfergaben
an Qu Yuans Geist gewesen seien, die in den Fluss geworfen
wurden. Um zu verhindern, dass nun Drachen sie verspeisten,
wurden abschreckende, bunte Seidenfäden daran gebunden.
So gedenkt man mit diesem Fest dem patriotischen Dichter
Qu Yuan (ca. 340-278 v.u.Z.).

Qu Yuan war ein Beamter des Reiches Chu in der Periode der
Streitenden Reiche. Damals war das Reich Qin sehr stark. Doch
der König von Chu verwarf Qu Yuans Vorschlag, sich mit dem
Reich Qi gegen das Reich Qin zu vereinigen, sondern schenkte
anderen Beratern sein Vertrauen und war im Übrigen nur auf das
augenblickliche Wohlergehen bedacht.

Qu Yuan stellte fest, dass diese Berater kurzsichtig und feige waren
und dem Reiche Qin immer mehr Zugeständnisse machten und um
des Friedens willen Territorien abtraten. Eines Tages machte Qu
Yuan dem König erneut Vorschläge, indem er sagte: „Das Reich
Qin wird immer arroganter. Wenn es so weiter geht, werden wir in
eine gefährliche Situation geraten. Besser wollen wir jetzt begabte
Menschen anwerben, unsere Truppen trainieren und uns mit anderen
Fürsten zum Kampf gegen das Reich Qin vereinigen, ganz im Sinne
des verstorbenen Königs.“

Kaum wollte der König sprechen, da ergriff einer der anderen Berater
das Wort: „Majestät, habt Ihr bemerkt, das Euch Qu Yuan Fehler vor-
halten will? Er meint, es sei pietätlos, dass seine Majestät den Hass
des verstorbenen Königs auf das Reich Qin vergessen haben, und
es sei ein Zeichen von Untreue, dass die Minister nicht für den Kampf
gegen das Reich Qin einträten. Und er meint, das Reich Chu sei zur
Unterjochung verurteilt, dass es solch einen Monarchen und solche
Minister habe. Eure Majestät, meint ihr nicht, dass er Unsinn redet?“

Auch die anderen Minister stimmten zu und sagten Qu Yuan Schlechtes
nach.

Der König hatte schon viele Beschwerden von üblen Gesellen über Qu
Yuan gehört und war sehr ärgerlich. Jetzt, da er die Kritik der Minister
hörte, wurde er umso mehr wütend. So befahl er, Qu Yuan seines Am-
tes zu entheben und in den Süden Hunans zu verbannen.

Qu Yuan, der Land und Leute retten, das Land reich und die Truppen
stark machen wollte, wurde als illoyaler Beamter gebrandmarkt und
verjagt.

Qu Yuan erhoffte sich Reformen und geißelte in satirischen Gedichten
Korruption, Selbstsucht und Geringschätzung des Volkes von Seiten
fragwürdiger Gestalten, die hohe Stellungen erreichten. Tief beküm-
mert über die Verhältnisse in seiner Heimat, durchquerte er jahrelang
die Gegend südlich des Changjiang (Yangtse-Stromes).

In dieser Zeit entstand Li Sao, eine lange autobiografische Dichtung,
in welcher Qu Yuan seine politischen Ideale sowie die Korruption und
Misswirtschaft am Hofe beschreibt.

Im Jahre 280 v.u.Z. griff Qin den Staat Chu mit einer großen Streitmacht
an und eroberte 278 dessen Hauptstadt. Die Nachricht davon erreichte
Qu Yuan, als er sich gerade am Ufer des Miluojiang ( Miluo-Fluss) im
nordöstlichen Hunan aufhielt. Dies war zu viel für ihn. So band er einen
großen Stein um seinen Körper und beendete mit einem großen Sprung
in den Fluss sein Leben.

Qu Yuans trauriges Schicksal brachte ihm die Achtung und Verehrung
des Volkes.     

QUELLENANGABEN
Geschichten aus den historischen Aufzeichnungen, Verlag für fremd-
   sprachige Literatur, Beijing (China) 2008, Seiten 155 + 157.
Sagen und Geschichten aus dem chinesischen Altertum (1), China
   im Aufbau, Beijing (China) 1985, Seiten 71 – 73.             

 

DER VÖLKERMORD AN DEN ARMENIERN

AUTOR: Josef Theobald

VORWORT

In der letzten Zeit wurde das Thema „Völkermord an den Armeniern“ wieder
aktuell, nachdem der Deutsche Bundestag am 2. Juni 2016 eine Resolution
verabschiedete, die an den Völkermord an den Armeniern auf türkischer Seite
während des I. Weltkrieges erinnern sollte. Diese Resolution belastet derzeit
das deutsch-türkische Verhältnis.

BEITRAG

Zur Zeit des I. Weltkrieges töteten in der Kemach-Schlucht am 10. Juni 1915
türkische Truppen rund 25.000 Armenier. Dieses Massaker ist der vorläufige
Höhepunkt systematischen Völkermordes gegen die armenische Bevölkerung
im Osmanischen Reich. Insgesamt fallen den Morden im Jahre 1915 und 1916
rund 1,5 Millionen Armenier zum Opfer. Heutige Historiker sprechen vom ersten
Völkermord des 20. Jahrhunderts.

Das Ziel des Genozids an den christlichen Armeniern war die Verwirklichung
eines von den herrschenden Jungtürken angestrebten Reichs auf rein islami-
scher Grundlage. Unter dem Vorwand, die Armenier unterstützten den Kriegs-
gegner Russland und bereiteten einen Aufstand vor, beschlossen die Jungtürken
am 27. Mai 1915 die Deportation der armenischen Bevölkerung in die mesopota-
mische Wüste. Zuvor schon waren in Konstantinopel 600 führende armenische
Intellektuelle verhaftet und zum größten Teil ermordet worden. Während der
Deportationen wurden Männer. Frauen und Kinder – sofern sie nicht an den
Seuchen und an völliger Entkräftung starben – verschleppt, verkauft, verge-
waltigt und ermordet.

Die Zahl von 1,5 Millionen Toten bestätigt die heutige türkische Regierung
leider bis heute nicht. Im Gegensatz dazu spricht sie heute von 9.000 bis
10.000 Opfern. Auch dass die Armenier von Türken ermordet wurden, ist
heute streitig. Stattdessen gibt die Regierung räuberischen Banden Schuld
an der Ermordung, die bei einer Umsiedlungsaktion die Armenier angegriffen
und ermordet hätten.

Im kaiserlichen Deutschland blieben diese Vorfälle nicht verborgen. Aus
Rücksicht auf die Türkei als damaligen Bündnispartner Deutschlands ist
dieses Verbrechen unter dem Hintergrund eines höheren Zieles einfach
hingenommen worden. [1]  

In den sowjetischen Quellen werden ebenfalls diese Armenierpogrome
und -massaker einerseits, pharisäische „Fürbitten“ der Diplomaten aller
Länder als Bemäntelung eines neuen Massakers andererseits, in dem
Ergebnis aber ein blutüberströmtes, betrogenes und versklavtes Armenien
angesprochen. Nach der Oktoberrevolution in Russland sah man hier die
Möglichkeit, Armenien an das neue Russland heranzuführen, indem man
Armenien mit Hilfe eines besonderen Dekretes die freie Selbstbestimmung
in Aussicht stellte. Mit Hilfe dieser Maßnahme wollte man den deutschen
und den türkischen Machthabern entgegentreten, die, ihrer imperialistischen
Natur getreu, kein Hehl aus ihrem Wunsch machten, die okkupierten Gebiete
mit Gewalt unter ihrer Herrschaft festzuhalten. [2]    

Eine Parallele gibt es im II. Weltkrieg. Im April 1943 entdeckten Soldaten der
deutschen Wehrmacht im russischen Katyn Massengräber mit mehreren Tau-
send Leichen. Nachforschungen ergaben, dass es sich bei den Toten um die
polnischen Offiziere handelte, die 1939 in sowjetische Kriegsgefangenschaft
gerieten und seither vermisst wurden. Eine internationale Ärztekommission
wurde hinzugezogen und legte 4.443 Leichen frei. Die Obduktionen ergaben,
dass die Männer durch Genickschuss hingerichtet wurden. [3] Aus Rücksicht
auf die Sowjetunion, die sich an der Seite westlicher Alliierter an der Anti-Hit-
ler-Koalition im II. Weltkrieg beteiligte, wurden die Vorfälle totgeschwiegen.
Jahrzehntelang wurde den Hitlerfaschisten die alleinige Schuld am Tod der
polnischen Offiziere gegeben. Erst im Jahre 1990 gestand die Sowjetführung
ihre Schuld an diesem Verbrechen ein. Den Hintergrund für diesen Massen-
mord wird man sehr wahrscheinlich im „Wunder an der Weichsel“ suchen,
als im August 1920 das polnische Heer unter Staatspräsident Pilsudski und
Generalstabschef Rozwadowski die sowjetischen Truppen entscheidend zu-
rückdrängte. Damit war die offizielle Sowjetpolitik gezwungen gewesen, ihre
außenpolitischen Bemühungen in die Länder des Ostens zu verlegen.       

ANMERKUNGEN
[1] Die große Chronik WELTGESCHICHTE, Band 15: Der Erste Welt-
     krieg und seine Folgen (1914-1932), Wissen Media Verlag, Güters-
     loh/München 2008, Seiten 112 + 113.
[2] J. W. Stalin, Werke, Band 4, Dietz Verlag, Berlin-Ost 1951, Seiten
     22 + 23.   
[3] Die große Chronik WELTGESCHICHTE, Band 16: Nationalsozia-
     lismus und Zweiter Weltkrieg (1933-1945), Wissen Media Verlag,
     Gütersloh/München 2008, Seite 312.

 

Die Zitadelle von Verdun

In der Zitadelle von Verdun konnten bis zu 2000 Personen Unterschlupf finden. Es war eine unterirdische Stadt die dort errichtet wurde und in der sich Waffenlager, Bäckerei, Telefon- und Telegramstation usw. befanden. Bei der Schlacht um Verdun 1916 war die  Zitadelle für die Versorgung der Truppen zuständig. Bis zu 28.000 Brote pro Tag wurden in der Bäckerei gebacken.

Im September 1916 übereichte der Frnzösische Präsident Raymond Poincaré in der Zitadelle 8 Ehrenmedaillen an Vertreter der Stadt. Verdun ist die am meisten ausgezeichnete Stadt Frankreichs. Nach dem Ende des Krieges wurden in der Zitadelle 6 Särge unbekannter Soldaten, die im Kampf um Verdun gefallen waren, aufbewahrt. In einer offiziellen Zeremonie wählte der Obergefreiten Obergefreite Auguste Thine einen davon aus der dann unter dem Arc de Triomphe in Paris beigesetzt wurde.

 

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„4. Saarlouiser Festungstage“ auf der Festwiese im Stadtgarten

Barocke Pferde, Musik und Stelzentheater

25.08.2016

Von: Sarah Schött/Sabine Schmitt

Höhepunkt und Finale der  bilden die „Barocken Festspiele“ am Sonntag 4. September, von 14 bis18 Uhr, auf der Festwiese im Stadtgarten. Edle Friesenhengste, barocke Stelzenläufer, wandelnde Rosenbüsche und König Ludwig XIV. geben sich die Ehre. Der Eintritt ist frei.

Von Juni bis September bieten die „Saarlouiser Festungstage“ ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Dazu gehört die Konzertreihe Chant’Île Vauban mit deutschen und französischen Interpreten, die Lese-Insel der Stadtbibliothek, das pique-nique culturel und vieles mehr. Finaler Höhepunkt sind die „Barocken Festspiele“, zu denen auch in diesem Jahr wieder Günter Fröhlich mit seinen Barockpferden erwartet wird. Der international bekannte Pferdetrainer ist seit den 70er Jahren erfolgreich im Showgeschäft. Bekannt wurde Günter Fröhlich auch mit dem Pferdemusical „Der Zauberwald“. In diesem Jahr zeigt er dem Publikum eine märchenhafte Inszenierung mit Fantasiefiguren, die in Saarlouis Premiere feiert. Auch Nora Eisenlauer, Inhaberin der Weihermühle in Schmelz, und Isabell Morawietz haben mit ihren Pferden wieder ein schönes Programm vorbereitet. Oberbürgermeister Roland Henz eröffnet die „Barocken Festspiele“ um 14 Uhr. Um 14.30 Uhr beginnt die Pferdeshow.


„Lebendige“ Rosenbüsche im Stadtgarten


Für gute Laune und so manche Überraschung sorgt das „Zebra-Stelzentheater“. Vier barocke Stelzenläufer von beachtlicher Größe ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Immer für eine Überraschung gut sind die „Walking Roses“, drei prächtige Kletterrosenbüsche in voller Blüte, aus denen nicht nur wundersame Geräusche dringen. Unmerklich verändern sie ihre Form, wachsen in alle Richtungen und bewegen sich fort. Sie umranken Laternen und Denkmäler und nehmen auf geheimnisvolle Art und Weise auch Kontakt zu den Besuchern auf.

Um 18 Uhr Abendführung mit dem König

Gern gesehener Gast bei den Festspielen ist „König Ludwig XIV.“, alias Norbert Güthler/Tyarks zu Zissenhausen, der mit seiner Barocco Royal Company durch den Stadtgarten flaniert. Um 18 Uhr lädt er zu einer abendlichen Stadtführung. Treffpunkt ist die Vaubaninsel. Der Eintritt ist frei, die Führung ebenso.

 

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SOMMERKONZERTE 2016 – LETZTER AKT

Zu seinem letzten Sommerkonzert  lud  der Stadtverband der kulturellen
Vereine in Saarlouis auf die Vaubaninsel ein. Mit der Eröffnung durch den
Spiel- und Fanfarenzug  Neuforweiler  begann  ein abwechslungsreiches
Programm. Zu hören waren der Mendelssohn-Chor aus Roden, der Jazz-
Chor Unitetd Voices und zum Abschluss die Chorgemeinschaft MGV 1859
Lisdorf. Mehr Bilder auch auf unserer Facebook-Seite unter diesem LINK:
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Damals – Die Lehmkaul in Roden

Zur Ziegelei gehörte die Lehmkaul, die sich in der Wiesengemarkung „In der Au“, etwa am Ende der heutigen Straße „Zur Saarmühle“ befand. In der Dorfsprache hieß die Lehmkaul nur „Dietes Loch“, benannt nach dem Eigentümer, die Familie Diete. Die Kaul hatte in etwa die Ausmaße eines halben Fußballfeldes und war an einigen Stellen mehrere Meter tief. Hier wurde der Lehm abgebaut. In den Anfängen ist dieser noch mühevoll von Hand gestochen und unter großen Anstrengungen mit Hand- und Pferdewagen in die nahegelegene Ziegelei gekarrt worden. Zum Transport stellten damals die Rodener Bauern im Wechsel ihre Pferdegespanne zur Verfügung. Später wurde der Rohstoff mit einem Schaufelbagger gefördert und auf einer Feldbahn auf Loren in den Betrieb transportiert. Ein Fortschritt, der die Arbeit von Mensch und Tier doch wesentlich erleichterte.

Mit Grundwasser gefüllt, bildete sich im Laufe der Zeit in der Lehmgrube ein kleiner See. In dem Bereich, in dem nicht mehr abgebaut wurde und der nicht als Müllhalde genutzt wurde, wuchs eine vielfältige Ufervegetation mit seltenen Schilf- und Sumpfpflanzen heran. Ein einzigartiges Biotop, in dem sich durch die häufigen Überflutungen von Saar und Ellbach eine artenreiche Fauna entwickelte. Neben Karpfen und Hechten, wurden auch Krebse gefangen. Selbst Forellen und andere Edelfische waren vorhanden.

Heute ist von der ehemaligen Ziegelei nichts mehr zu sehen. Das Werksgebäude ist verschwunden, die Fabrik nur noch Geschichte. Wo früher die Brennöfen glühten und der hohe Schornstein rauchte, wo Rodener Männer und Frauen schwere Arbeiten verrichteten, stehen jetzt Wohngebäude. Auch die Lehmkaul und der kleine See mit der reichen Flora und Fauna sind verschwunden. Zugeschüttet und mit Gras über-wachsen, deutet nur noch eine kleine Mulde in den Wiesen auf „Dietes Loch“, die Lehmkaul hin.

Walter Schmolenzky

Fotoquelle: Rodena Werkzeug für den Lehmabbau

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Maritimes Hafen- und Strandambiente am Hafen Dillingen

Am Sonntag, 11. September wird es im Saarhafen Saarlouis/Dillingen ein Hafenfest geben. Die Veranstalter von Saarport haben sich dazu Besonderes einfallen lassen:
Das im Alltag eher nüchterne Hafenleben am Südkai verwandelt sich mit Strandkörben, Strandbistro und Leuchtturm in einen Ort mit maritimer Anmutung. Ein besonderes Highlight steht für Kinder mit einem 12 Meter hohen Kletterturm bereit.

Im Mittelpunkt stehen weiter moderierte Hafenrundfahrten auf dem Ausflugsschiff Riverlady; Schnupperfahrten im Motorboot, Fahrten mit dem THW-Einsatzboot oder Schippern „Donuts. Am Schwerlastkai machen verschiedenartige Wasserfahrzeuge fest und können besichtigt werden, so das historische Treidelschiff AnnaLeonie, ein modernes Frachtschiff und ein Arbeitsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Saarbrücken.

Im Festzelt beginnt das Programm um 10:00 Uhr mit der Werkskapelle der Dillinger Hütte. Am Nachmittag folgt ein Konzert des Shanty-Chores Die Bisttalmöwen. Da Vinci sorgt zum Ausklang mit italienischen und internationalen Hits für Partystimmung. Das kulinarische Angebot trägt ebenfalls dem maritimen Charakter des Tages Rechnung, bietet aber auch gewohnt Saarländisches.

Veranstalter ist die Flug-Hafen-Saarland GmbH, eine Gesellschaft, die im Rahmen der Strukturholding Saar seit Anfang 2015 neben den drei Saarhäfen auch für den Flughafen Saarbrücken zuständig ist. Die Absicht ist, künftig das Flughafen- und das Hafenfest in jährlichem Wechsel durchführen. Das nächste Flughafenfest steht also wieder im Frühsommer 2017 an.

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1968 – mein erster Schultag

Der 01. September 1968 war mein erster Schultag und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Ich hatte einen braunen Ranzen mit einem Lesebuch, einer Griffeldose, einem und einer Schiefertafel mit Linien. IZur Einschulung trug ich einen hellblauen Pullover mit kurzen Armen, eine kurze braune Hose, hellblaue Kniestrümpfe und neue braune Halbschuhe. Außerdem hatte ich eine riesengroße gold-blaue Schultüte im Arm, die ich erst öffnen durfte, nachdem wir wieder zuhause waren. Damals gingen die Jungs in Roden in Roden in die Römerbergschule und die Mädchen in die Donatusschule, die heute als Einkaufs- und Ärztezentrum genutzt wird.

Unser Jahrgang war so stark, dass jede erste Klasse 30 Schüler zählte. Unser Lehrer, Herr Delles, machte ein Spiel mit uns um sich unsere Namen einzuprägen und las uns anschließend eine Geschichte vor.

Damals war es nicht so wie heute, dass Schulbusse die Kinder zur Schule brachten und sie dort auch wieder abholten. Wir mussten jeden Tag laufen.

Fortsetzung folgt

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Fraulautern – Pfarrer Dehm feiert Goldenes Priesterjubiläum

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50 Jahre im Priesteramt

Im Alter von 53 Jahren, kurz vor der Priesterweihe verstarb der Vater von Pfarrer Dehm. Rolf Dehm wählte daher 1966 den Primizspruch:

"Immer wenn wir im Leben auf einem Gipfel stehen, stehen wir unter dem Kreuz"

In der Pfarreiengemeinschaft rechts der Saar, der Pfarrkirche Hl.. Dreifaltigkeit Saarlouis-Fraulautern feiert Pfarrer Dehm am 28. August 2016 um 9.30 Uhr sein goldenes Priesterjubiläum. Am Sonntag, den 11. September 2016 feiert er in seiner Heimatgemeinde St. Wendel um 9.45 Uhr in der Basilika.

Rolf Dehm wurde am 17.06.1939 in St. Wendel geboren und dort im Dom getauft. Er empfing in St. Wendel die erste hl. Kommunion und das Sakrament der Firmung. Nach dem Besuch der ersten 4 Klassen der Grundschule wechselte er auf das Johannes-Gymnasium in Niederlahnstein am Rhein. Dort legte er 1960 sein Abitur ab. In Simpelveld (Niederlande) studierte er Theologie und Philosophie. Am 30. Juli 1966 wurde er in die Ordensgemeinschaft der Arnsteiner Patres zum Priester geweiht.

In der Pfarrkirche St. Anna und in der Basilika St. Wendel feierte Pastor Dehm seine Primiz. Am Johannes-Gymnasium in Niederlahnstein war er in den folgenden Jahren als Lehrer in den Fächern Religion, Französisch und als Erzieher tätig. Er leitete dort auch das zur Schule gehörende Internat der Oberstufe. Als das Internat geschlossen wurde wechselte er in die Diözese Trier, und sich hier als Seelsorger zu betätigen.

Der Bischof von Trier, Dr. Bernhard Stein setzte ihn am 01. September 1980 zunächst als vicarius cooperator in der Pfarrgemeinde St. Martin in Merzig-Bietzen – Menningen-Harlingen und dann am 08. Mai 1981 zum Pfarrverwalter dieser Pfarreien ein. Am 07. Juli 1983 erhielt er zusätzlich für ein halbes Jahr die Pfarrverwaltung von Haustadt und wurde zum Jugendpfarrer des Dekanates Merzig ernannt.

Die Inkardination in der Diözese Trier erfolgt am 10. Oktober 1983. Rolf Dehm wurde am 25. November 1984 von Bischof Dr. Hermann Spital zum Pfarrer der beiden Pfarrgemeinden Hr. Dreifaltigkeit und St. Josef, Fraulautern ernannt.

Mit Diakon Gerhard Zimmermann betreute er damals 7.800 Gemeindemitglieder. Pfarrer Dehm arbeitete in St. Josef mit dem Vikar:

Gerhard Spelz, Dirk Paulus, Andreas Gottschall, Jörg Meyrer, Hermann-Josef Flöck, Markus Nikolay, Diakon Walter Quintus i.R., Diakon Karl Wilhelm und mehreren Gemeindereferentinnen.

Bei Dechant Peter Frisch war er Definitor (stellvertr. Dechant) des Dekanates Saarlouis.

Als Pfarrer Martin Münster in den Ruhestand ging übernahm er bis zur Einführung von Pfarrer Hans-Kurt Trapp die Verwaltung der heutigen Pfarreiengemeinschaft rechts der Saar.

2011 ging Pfarrer Rolf Dehm mit 72 Jahren in den Ruhestand. Seit dieser Zeit hilft er bei Beerdigungen und Gottesdiensten auf dem Gau (Pfarreiengemeinschaft Wallerfangen) in der Pfarreiengemeinschaft Saarwellingen und zuletzt in der Pfarreiengemeinschaft links der Saar.

Fotoquelle: Pastor Rolf Dehm

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„1952 Meßdiener in St. Wendel - Pastor Dehm 1. von links“
„1940“
„1. hl. Kommunion St. Wendel“

 

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