Rathaus nachmittags geschlossen

22.08.2016

Am Kirmesmontag und Kirmesdienstag, 29. und 30. August, sind das Rathaus sowie die Verwaltungsgebäude Haus Koch und Friedensstraße ab 12 Uhr für den Publikumsverkehr geschlossen.


Ebenfalls von dieser Regelung betroffen sind im Theater am Ring das Kulturamt, die Volkshochschule der Stadt Saarlouis und die Stadtbibliothek.
Das Städtische Museum und das Museum Haus Ludwig haben montags Ruhetag und sind dienstags von 10 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr regulär geöffnet. 

IMG_5711 (Mittel)  

 

Rückblick AH-TURNIER AUF DEM RODENER SPORTPLATZ

IMG_7797 IMG_7773 IMG_7792 IMG_7770 IMG_7791 IMG_7787 IMG_7779 IMG_7766 IMG_7775 IMG_7781 IMG_7770

Zu einem AH-Turnier der AH-B und AH-A Mannschaften lud die AH-Abteilung des 1. SC Roden am  Samstag, dem 23. Juli, in  sein  Sportzentrum ein. Neben den Spielen kam es auch zu Ehrungen ehrenamtlicher Helfer  und langjähriger Sponsoren der AH-Abteilung. Schließlich spendete die AH-Abteilung ihren Gewinn aus ihrem letzten Turnier an den 1. SC.

Mehr Bilder auch auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/RodenaHeimat

Über "ein Gefällt" unserer Seiten würden wir uns freuen!

 

 

 

 

Stadtspaziergang mit Sonnenkönig Ludwig XIV.

IMG_6821 IMG_6799 IMG_6817 IMG_6835 IMG_6805 IMG_6829 IMG_6839 IMG_6812 IMG_6802 IMG_6814 IMG_6832 IMG_6843

Zu einem historischen Stadtspaziergang hatte der Sonnenkönig Ludwig XIV. eingeladen. Die Führung begang im Gobelinsaal des Rathauses wo sich wertvolle Wandteppiche aus der königlichen Manufaktur in Aubusson befinden. Diese wurden 1687 für das in Saarlouis eingerichtete Präsidialgericht angeschafft. Der Sonnenkönig führte die Besucher zur Ludwigskirche, wo das Herz von Thomas de Choisy begraben liegt. Thomas de Choisy war bis zu seimen Tod 1710 Governeur von Saarlouis. Seinem Wunsch entsprechend blieb sein Herz in Saarlouis und wurde in St. Ludwig beigesetzt. Der Leichnam wurde nach  Mogneville in der Familiengruft überführt. Weiter ging es zu den Kasematten die als Erweiterung der Festungsanlagen in den Jahren 1824 bis 1829 von den Preußen gebaut wurden, zum Deutschen Tor und dem Saaaltarm. Die Führung endete bei dem vergessenen Soldaten Lacroix auf der Vaubaninsel.

Über "ein Gefällt" unserer Seiten würden wir uns freuen!

Weitere Infos später auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/RodenaHeimat/

 

 

Damals – Die Rodener Ziegelei

Walter Schmolenzky

Bis in die 60-iger Jahre des 19. Jahrhunderts befand sich auf dem Gelände der alten Lohmühle am Ellbach, die Ziegelei Ehl-Stein.

In den Wiesen am Unterlauf des Ellbaches wurden um 1750 die Lohgruben für die Gerber ausgehoben. Dabei stieß man auf ergiebige fette Lehmschichten, das Material für die spätere Ziegelei. Es dauerte allerdings weitere hundert Jahre bis in der Fabrik um 1880 die ersten noch von Hand geformten Dach- und Mauerziegel gebrannt wurden. Neben dem großen Werksgebäude, in dem sich die für die Produktion erforderlichen Brennöfen und Pressen befanden, überragte der hohe Schornstein über viele Jahre das Fabrikgelände und wirkte im Dorfbild wie ein Wahrzeichen für Arbeit und Aufbau. Auf den Freiflächen und in den angrenzenden Wiesen standen aneinandergereiht die vielen Freilufttrockner, unter denen die aus einem Lehm- Tongemisch geformten Mauersteine und Dachziegel gelagert und zunächst vorgetrocknet wurden, um sie später brennen zu können. Die Lage war ideal, weil von den Höhen des Gaues und des Limberges ständig die Fallwinde über die Saarwiesen strich. Die zum Betrieb gehörende Maukanlage hatte man wegen des strengen Geruches ein wenig abseits angelegt (vermutlich ist hiervon der Ausdruck „Mauken“ für stinkende Füße abgeleitet).

Annähernd achtzig Jahre, bis zur Schließung im Jahre 1965, gab die Ziegelei einigen Menschen in Roden Arbeit und Brot. Roden wurde in früher Zeit häufig von Feuersbrünste heimgesucht. Bis gegen 1900 waren in und um Roden noch viele Häuser mit Stroh eindeckt. Feste, nicht brennbare, Bedachungen waren daher sehr gefragt und sicherten in den Anfängen dem Betrieb die Auftragslage. Ihre Blütezeit erreichte die Fabrik allerdings in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Bedingt durch die immensen Kriegszerstörungen herrschte eine große Nachfrage nach Bau-
material. In jenen Jahren arbeiteten in der Fabrik neben einer Stammbelegschaft gelegentlich auch Rodener Frauen und Männer unentgeltlich, d. h. ohne Lohn. Statt Geld gab es Ziegel und Mauersteine, mit denen sie ihre zerstörten Häuser wieder aufbauen konnten.

Heute ist von der ehemaligen Ziegelei nichts mehr zu sehen. Das Werksgebäude ist verschwunden, die Fabrik nur noch Geschichte. Wo früher Brennöfen glühten und der hohe Schornstein rauchte, wo Rodener Männer und Frauen schwere Arbeiten verrichteten, stehen jetzt Wohngebäude.

Geblieben ist von alledem nur die Erinnerung an ein Stück vom alten Roden.

Über "ein Gefällt! unserer Seiten würden wir uns freuen

Bildquelle: Vera Loch

Vera Loch Ziegelei Diete

 

DER STADTWERKE-TIPP FÜR URLAUBS-RÜCKKEHRER!

Sollten Sie gerade aus Ihrem wohlverdienten Urlaub zurückgekehrt sein, empfehlen wir Ihnen: Spülen Sie vor dem Genuss von Trinkwasser zunächst alle Wasserleitungen unbedingt durch!

Öffnen Sie alle Wasserhähne in Haus oder Wohnung und lassen Sie das Wasser einige Minuten lang fließen, bis Sie sicher sein können, dass das abgestandene Wasser vollständig aus dem Netz entfernt worden ist!

Ebenso empfehlen wir den Austausch des Wassers in allen Warmwasser-Boilern

Wegen der aktuellen Trinkwasserchlorung sollten Sie beim Zubereiten von Säuglingsnahrung zur Zeit noch auf im Handel zu erwerbendes Wasser zurückgreifen.

Ihre Stadtwerke Saarlouis GmbH

 

IMG_5712 (Mittel)

PFARRFEST BEI MARIA HIMMELFAHRT

Am  Montag, dem 15. August 2016, fand  in  Roden  das  traditionelle Pfarrfest
der Pfarrrei Maria Himmelfahrt statt. Der 2. Tag begann erneut mit dem Früh-
schoppenkonzert  mit  dem  anschließenden  Mittagessen  für  die  Besucher.
Mehr Bilder auch auf unserer Facebook-Seite unter diesem LINK:
Über ein "Gefällt mir" würden wir uns freuen.
DSCI0002 DSCI0004 DSCI0006 DSCI0009 DSCI0012 DSCI0013

DIE GESCHICHTE EINER KIRCHE

….und warum trägt sie den Spitznamen "Sankt Mokka"?

Das erste Kirchengebäude im Eifelort Schmidt wird im Jahre 1685 errichtet.
Rund zwei Jahrhunderte später folgt im Jahre 1870 ein wesentlich größerer
Sakralbau. Die Kriegsereignisse des Zweiten Weltkrieges führen im Winter
1944/45 zu einer fast vollständigen Zerstörung der erst 70 Jahre alten Pfarr-
kirche. Als die Dorfbewohner nach Kriegsende aus der Evakuierung zurück-
kehren, sehen sie ihre früheren Wohnstätten nahezu dem Erdboden gleich-
gemacht. So bleibt ihnen nicht anderes übrig, als in behelfsmäßigen Behau-
sungen Schutz zu suchen. Gottesdienste müssen in einer als Provisorium er-
richteten Holzbaracke gehalten werden.
 
In Zeiten großer Not erleichtert ausgerechnet ein Genussmittel der Schmidter
Bevölkerung den Wiederaufbau ihres Dorfes – der Kaffee. Aus dem grenznahen
Belgien schmuggelten die Bewohner des Monschauer Landes die begehrten
braunen Bohnen und verkauften sie mit sattem Gewinn weiter.
 
Zwei Jahre nach Kriegsende, im Jahre 1947, bekommt Schmidt einen neuen
Pfarrer. Er kennt die Schmuggelaktivitäten der Dorfbewohner und weiß, wie
gut sie daran verdienen. Aber er verurteilt nicht das lukrative Geschäft, son-
dern mahnt in seinen Predigten, man möge den notwendigen Wiederaufbau
des Kirchengebäudes im Auge behalten. Seine Appelle zeigen Wirkung. Schon
bald kommt im Klingelbeutel und bei Haussammlungen eine ansehnliche Geld-
summe zusammen; nicht nur aus Erlösen des Kaffeeschmuggels. Auch "Nicht-
schmuggler" lassen sich nicht lumpen. Mit unentgeltlichen Hand- und Spann-
diensten haben andere Teile der Dorfbevölkerung ebenfalls maßgeblichen An-
teil daran, das bereits fünf Jahre nach Kriegsende, man schreibt das Jahr 1950,
die bis auf die Grundmauern zerstörte Kirche wieder hergestellt ist. In Anspielung
auf ihre Geldgeber trägt sie seither im Volksmund den Spitznamen "Sankt Mokka".
Die Kriegsereignisse überdauert hat eine Pieta aus dem 15. Jahrhundert. Nach
grundlegender Restauration im Jahre 2010 offenbart sie heute wieder ihr ur-
sprüngliches Erscheinungsbild aus der mittelalterlichen Zeit.
 
In der Folgezeit der Fertigstellung der Kirche im Jahre 1950 steigt die Zahl der Mess-
besucher in Schmidt so rapide an, dass im Jahre 1969 das Raumvolumen der "Mokka–
Kirche" erweitert werden muss. Den Aufzählungen des damaligen Pfarrers zufolge
zählt man seinerzeit in den sonntäglichen Gottesdiensten bis zu 1500 Messbesucher.
 
In jüngster Zeit nehmen in der Pfarrgemeinde St. Hubertus Aspekte von Umwelt- und
Naturschutz sowie friedenspolitische Aktivitäten einen hervorgehobenen Stellenwert
ein. So wird im Jahre 2005 zur Gewinnung umweltfreundlichen Stroms auf dem Kirchen-
dach eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen; die bislang größte auf einem Sakral-
bau in der Eifel. Im gleichen Jahr wird die in die Jahre gekommende Ölheizung der Pfarr-
kirche durch eine klimaschonend arbeitende Holzpelletheizung ersetzt. Das CO2-neutra-
le Wärmeversorgungssystem ist das erste seiner Art in einem katholischen Gotteshaus in
Nordrhein-Westfalen.
 
Mit dem "Infopunkt Nationalpark Eifel" in der ehemaligen Taufkapelle besitzt "St. Mokka"
seit Ende 2008 die einzige in einem Sakralbau untergebrachte Informationsstelle für ein
Naturschutzgebiet. Seit 2013 gibt es den "Kreuzweg des Friedens"; einem spirituell aus-
gerichtetem Rundwanderweg. Von seinem Ausgangspunkt an der Pfarrkirche führt er
zu Erinnerungsstätten und Kriegsrelikten auf dem ehemaligen Gelände der "Battle for
Schmidt". Bei Kirchenführungen speziellen Inhalts erfährt der Besucher mehr über das
Handeln von Verantwortlichen der Kirchengemeinde, denen es mit unkonventionellen
Methoden ein ums andere Mal gelingt Krisenzeiten unbeschadet zu überstehen.        

(K.Schöller)

Nähere Informationen erhalten Sie unter:

REGIOORATIO Benedikt u. Konrad Schöller – Nideggener Str. 110 – 52385 Nideggen-Schmidt
Tel.02474-99180 – E-Mail: schoeller110@t-online.de

 

RADIO BENELUX – DIE ANFÄNGE DES PRIVATRADIOS IN DEUTSCHLAND

RADIO BENELUX wurde Anfang der Achtziger Jahre sowohl
wegen seines alternativen Musikformats als auch wegen der
alternativen Moderation seiner Sendungen im UKW-Bereich
bekannt. Diese Station war urprünglich eine Eigeninitiative
von Radiomachern aus NRW unter Beteiligung eines Wirts-
sohnes.

Am letzten Freitag kam im WDR Fernsehen eine Fernsehdo-  
kumentation mit dem Titel "Die Briten sind höflich, die Hollän-  
der geschäftstüchtig. Und die Belgier?"  

Obwohl wir im Westen NRWs exakt 99 Kilometer Grenze mit
dem Nachbarn teilen, reduzieren wir Belgien oft auf Brüssel
und Bier, auf Schokolade und Pralinen, auf Waffeln und Pom-…
mes. Bei den Recherchen zu diesem Film stießen die Macher
aber auch auf einen "neutralen Ort", auf Fotosessions in einer
verlassenen Kirche, einen Piratensender im Moor und die Ant-
wort auf die Frage, warum belgisches Bier „mehr Umdrehungen“
hat als deutsches. Und das Geheimnis, warum Fritten dort an-
ders schmecken als bei uns zwischen Rhein und Weser.

Hier ging es auch um die alten und neuen Rundfunkaktivitäten
von Baraque Michel in Ostbelgien aus. Radio Benelux, RealFM,
Paradise… Benelüx, Benelüx, Benelüx, Benelüüüüx… xD.

Im Interview Helmut Slawik und Onkel Patrick  Hier der LINK              
zur Mediathek des WDR:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/doku-am-freitag/video-wir-und-die-belgier—grenzgeschichten-mit-audiodeskription-100.html

Radioprojekte wie das RADIO BENELUX waren ein reines Stroh-      
feuer. Es fehlte oft die Nachhaltigkeit. Auch war das Ende von  
BNL nicht gerade glorreich. Die Station endete als Schmuddel-
sender. Doch sind oft derartige Prejekte notwendig, um eine  
Änderung der Radiolandschaft zu bewerkstelligen.

Im Jahre 1984 gab es einen Programmaustausch mit RADIO  
VICTORIA. Deshalb ist mir diese Radiostation auch bestens  
bekannt.

Victoria6 Victoria1

 

SOMMERFEST DER SPD RODEN

Zu einem Sommerfest  lud  am Samstag die SPD Roden in den Biergarten
hinter dem Donatuszentrum in Saarlouis-Roden ein. Die Schirmherrschaft
übernahm  die  Parlamentarische  Geschäftsführerin  der SPD-Fraktion im
Saarländischen Landtag, Frau Petra Berg. Diese Veranstaltung stand unter
dem  Hintergrund  der  nächstjährigen  OB-Wahl, für die  Herr Peter Dem-
mer, derzeitiger Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, kandidiert.
Mehr Bilder auch auf unserer Facebook-Seite unter diesem LINK:
Über ein "Gefällt mir" würden wir uns freuen.
DSCI0019 DSCI0021 DSCI0024 DSCI0025 DSCI0026 DSCI0031
DSCI0018

Rückblick – Römertage um die Villa Borg

IMG_6929 IMG_6888 IMG_6905 IMG_6899 IMG_6902 IMG_6882 IMG_6878 IMG_6879 IMG_6864 IMG_6868 IMG_6865 IMG_6912 IMG_6935 IMG_6939 IMG_6893

Gladiatorenkämpfe bilden die Höhepunkte der XIX. Römertage im Archäologiepark Römische Villa Borg. Händler, Handwerker, Militär, Gladiatoren und Barbaren schlugen auf dem Villengelände ihr Lager auf und präsentieren die antike Lebensart. Authentisch ausgerüsteten Gladiatoren der „Familia Gladiatoria Pannonica“ demonstrieren – wie in der Antike – „das Spiel mit dem Tod“ und kämpfen um den Sieg.

Über "ein Gefällt" unserer Seiten würden wir uns freuen!

Weitere Infos später auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/RodenaHeimat/

 

 

 

 

Rodena – Besuch in Speyer

IMG_6751 IMG_6796 IMG_6798 IMG_6757 IMG_6797 IMG_6756 IMG_6800 IMG_6756 IMG_6797 IMG_6803 IMG_6804 IMG_6805 IMG_6752 IMG_6791 IMG_6801

Speyer (bis 1825 auch Speier[2]) ist eine kreisfreie Stadt am Oberrhein. Als römische Gründung, damals Noviomagus oder Civitas Nemetum (Hauptstadt des Stammes der Nemeter) genannt, ist sie eine der ältesten Städte Deutschlands und wurde als Spira um 600 Zentrum des Speyergaues. Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Zwischen 1816 und 1945 Sitz der bayrischen Verwaltung der Pfalz, gehört Speyer heute als kreisfreie Stadt zu Rheinland-Pfalz und hat 50.284 Einwohner (Stand 2015).

Weithin bekannt ist Speyer durch seinen Kaiser- und Mariendom. Er ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Quelle: Wikipedia

 

DIE NEUE ÖKONOMISCHE POLITIK IN DER SOWJETUNION

AUTOR: Josef Theobald

VORWORT

Seit dem Jahr 1979 hatte China die Nutzung ausländischer Direktinvestitionen
zugelassen und diese später durch entsprechende Gesetze geschützt. Im da-
maligen sozialistischen Lager gab es Besorgnis, China würde dadurch von der
kommunistischen Lehre abweichen. Ebenso gab es innerhalb der KP Chinas  
Bedenken, dass durch die Wirtschaftsreformen China kapitalistisch würde. Die
Ursache hierfür waren Angst und Schrecken vor allem bei älteren Genossen an-
gesichts des Auftauchens eines kapitalistischen Phänomens. [1] Deshalb gab es
in dieser Zeit die Veröffentlichung einer Anzahl von Artikeln, die sich schwerpunkt-
mäßig mit der Neuen Ökonomischen Politik (NÖP) in der ehemaligen Sowjetunion
befassten.

Die Modernisierung der chinesischen Wirtschaft setzte nach dem unteren Schema
auch in der Landwirtschaft an. Ihr folgten dann die Bereiche der Industrie.

BEITRAG

Als gute Grundlage für die NÖP gelten zum einen die Werke Lenins und zum
anderen die Werke Stalins. Im 8. Band der Werke Stalins gibt es eine gut ver-
anschaulichte Zusammenfassung.

In der ersten Phase ging es vor allem darum, die Landwirtschaft zu entwickeln.
Erst danach war es möglich, auch die Industrie entsprechend zu entwickeln. Es
waren dabei mindestens drei Voraussetzungen gegeben:

– erstens ein innerer Markt, der sich einstweilen als bäuerlicher Markt gestaltete,

– zweitens eine mehr oder weniger entwickelte Rohstoffproduktion in der Land-
  wirtschaft (Zuckerrüben, Flachs, Baumwolle usw.),

– drittens die geschaffene Möglichkeit, dass die Dörfer ein bestimmtes Minimum
   landwirtschaftlicher Produkte für die Versorgung der Industrie und der Arbeiter
   abgeben.

In der zweiten Phase ging es um die Verschiebung des Schwerpunktes auf die
Industrie. Denn jetzt konnte sich die Landwirtschaft nicht selbst weiterentwickeln,
ohne dass rechtzeitig landwirtschaftliche Maschinen, Traktoren, Industrieerzeug-
nisse usw. geliefert werden konnten. So wurde die Entfaltung der Industrie zu ei-
nem Angelpunkt, ohne die die Volkswirtschaft als Ganzes in eine Sackgasse ge-
raten würde. Den Schwerpunkt der Industrialisierung und ihre Grundlage bildete
schließlich die Entwicklung der Schwerindustrie (Brennstoffe, Metall und derglei-
chen). Die Entwicklung eines eigenen Maschinenbaus stand dann am Ende.

Daraus folgte, dass sich die Industrialisierung eines Landes nicht in der Entwicklung
irgendeiner beliebigen Industrie, z. B. der Leichtindustrie, erschöpfen konnte, auch
wenn die Entwicklung dieses Industriezweiges absolut wichtig war. Daher hatte man
gerade in der Sowjetunion die Entwicklung der Schwerindustrie stark vorangebracht.
Aus ihr resultierte die besondere Entwicklung des Maschinenbaus. Hier sah man da-
her in der Bedrohung von außen eine Sicherung der ökonomischen Selbständigkeit
der Sowjetunion nach außen. [2]

Die Einführung der NÖP sah für eine bestimmte Zeitspanne die Zulassung des
privaten Handels und des privaten Unternehmertums vor, was zu dieser Zeit zu
einer gewissen Belebung eines Staatskapitalismus führte. Aber seine Entwicklung
wurde lediglich in einem festgelegten Ausmaß zugelassen, wobei die Kommando-
höhen in den Händen des proletarischen Staates blieben, der private Handel und
der privatwirtschaftliche Kapitalismus staatlich reguliert wurden. Im Interesse die-
ser Regulierung schlug Lenin ursprünglich vor, verschiedene Formen des „Staats-
kapitlaismus“ – gemischte Gesellschaften, die Verpachtung staatlicher Betriebe an
interessierte Privatpersonen, Konzessionen u. a. – zu nutzen. [3]  

So wurden staatliche, gemischte und genossenschaftliche Aktiengesellschaften in
der Sowjetunion mit der Bestätigung des Rates für Arbeit und Verteidigung von den
Volkskommissariaten für Außenhandel, Innenhandel und Finanzen gegründet. Der
Zweck ihrer Organisation lag in der Heranziehung von Mitteln, darunter auch der
von Privatunternehmen, für die rascheste Wiederherstellung der Volkswirtschaft
und für die Entwicklung des Warenaustauschs.

Die gemischten Gesellschaften als eine der Arten von Aktiengesellschaften zogen
ausländisches Kapital für die Aufbringung von Exportwaren innerhalb des Landes,
für ihren Absatz im Ausland und für die Einfuhr der für die Wiederherstellung der
Volkswirtschaft benötigten Artikel heran. Die gemischten Gesellschaften arbeiteten
unter Kontrolle des Volkskommissariats für Außenhandel. Diese Aktiengesellschaften
bestanden in der ersten Phase der NÖP. [4]  

Während der Periode des 1. Fünfjahrplans (1928-1932) baute die Sowjetunion
1500 neue Industriebetriebe auf und schuf damit eine Reihe für Russland neue-
rer Industriezweige. Die meisten davon wurden mit importierten Know-how und
importierten Anlagen ausgestattet. Anfang der Dreißiger Jahre war die Sowjet-
union der größte Maschineneinkäufer der Welt. Auf sie entfiel ein Drittel bis die
Hälfte des Gesamtvolumens des Maschinenexports der kapitalistischen Länder.
Zweitens schloss sie mit Gesellschaften aus kapitalistischen Ländern Verträge
über technische Hilfe ab und ließ sie einige Bauprojekte entwerfen, ausrüsten
und aufbauen. Eine amerikanische Gesellschaft übernahm z. B. 1928 die Auf-
gabe, 40 alte Betriebe der sowjetischen Hüttenindustrie umzubauen und 18
neue Werke zu errichten. Von 1920 bis zum Beginn des II. Weltkrieges nahm
die Sowjetunion im Ausland Anleihen von ca. 2 Millionen Rubel auf. Zudem er-
richtete sie unter Beteiligung von ausländischem Kapital „Gemeinschaftsgesell-
schaften“, bis Ende 1923 bereits 24. [5]

ANMERKUNGEN
[1] Deng Xiaoping, Die grundlegenden Fragen im heutigen China, Verlag
     für fremdsprachige Literatur, Beijing (China) 1988, Seite 94.
[2] J. W. Stalin, Werke, Band 8, Dietz Verlag, Berlin-Ost 1952, Seiten 104
     – 108.
[3] W. I. Lenin, Ausgewählte Werke in drei Bänden, Band III, Dietz Verlag,
     Berlin-Ost 1970, Seite 13.  
[4] J. W. Stalin, Werke, Band 6, Dietz Verlag, Berlin-Ost 1952, Seite 365.
[5] Beijing Rundschau, Nr. 30 vom 31. Juli 1979, Seite 13.
 
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner