Damals – Beckerbrauerei Beckerbrauerei St. Ingbert

img_5693-kopie img_5671a img_5724 img_5726 img_5696 img_5697-kopie img_5695-kopie

Die Becker Brauerei war eine Brauerei in St. Ingbert und wurde 1877 gegründet. Sie war eine der ältesten Brauereien des Saarlandes und wurde 1998 geschlossen.

1877 ersteigerten die Gebrüder Friedrich, Karl und Georg Becker, Söhne des St. Ingberter Bürgers Friedrich Becker (1819–1891) und seiner Ehefrau Charlotte, geb Emmerling (1825–1889), die Groß’sche Brauerei in St. Ingbert, die ab dem 1. Oktober 1877 wiedergegründet wurde und unter dem Namen Bierbrauerei Gebrüder Becker firmierte. In den Jahren 1925–1931 errichtete man den Becker-Turm und ein neues Sudhaus. Die Brauerei Becker kaufte 1954 die Donnerbräu GmbH in Saarlouis auf. Diese unterstand schon seit 1950 den Geschäftsführern Peter und Niko Becker. Als Außenstelle wurde im Donnerbräu noch bis 1978 Bier gebraut. 1989 wurde die Brauerei Becker von der Karlsberg Brauerei übernommen. Diese stellte die Produktion in St. Ingbert 1997 ein.[3] Der Braubetrieb wurde zur Karlsberg Brauerei in Homburg verlagert. In St. Ingbert wurde derweil der „Innovationsparks am Becker-Turm“ gegründet.

Die Biersorte Becker’s Pils wird bis heute weiterhin produziert.[4]

Quelle: Wikipedia
Infoseite zur Becker Brauerei. In: bier-der-saar.de. Abgerufen am 19. Februar 2011.
http://www.karlsberg.de/Produkte

Über "ein Gefällt" unserer Seiten würden wir uns freuen!

25 Jahre Ukrainenhilfe

1991-anfang-willi-und-dollmetscher-igor anfang-1991-oder-1992 erstes-mal-ist-ukr-gruppe-nach-saarlouis-gekommen kennst-du-alle waehrend-des-unterichts-in-tjasiv willi-nadja-ljubko-akkordeon-bogdan-ira-bei-euch willi-pastor-bogdan-ulli-ukr-lehrerin-ich-in-tjasiv willi-roman-jarutschykchef-der-ukr-mhd willi-und-ich-bei-der-fam-von-zwei-behinderten-kinder

 Erinnerungen an Willi Mansion – Gründer der Ukrainenhilfe

Alles, was genial und außergewöhnlich ist, ist einfach. Das trifft  auch auf  Menschen zu. Es gibt besondere Menschen die man kennenlernte und nicht  mehr vergisst!

Zu solchen Gruppe zählte  auch Willi Mansion, ein einfacher Mensch, der von seiner Geburt bis zu einem Tod mit 62 Jahren  (2013) in Saarlouis-Roden lebte.

Wer in der weiten Welt kennt denn Roden? Einige wenige. In der Westukraine kennen viele, dank der ehrenamtlichen Arbeit vom MHD, diesen Ort.

Gehen wir zurück zu dem Jahr 1991 in die Stadt Ivano-Frankivsk. Zur damaligen Zeit war der Gründer der Malteser  Roden und Stadtberauftragter Willi Mansion. Und mit ihm fing alles an.

Die Ukraine gerade von der Ex-Sowjetunion unabhängig geworden war arm  und brauchte Hilfe. Unter der Leitung von Willi Mansion  und Daniel Tull machte sich der erste MHD-Hilfstransport auf den schweren Weg in die unbekannte Westukraine. Damals kannte man noch kein Navigationsgerät und war auf Karten angewiesen. Nach der polnischen Grenze, Hinweisschilder waren kaum vorhanden fuhr man weiter in die Ungewissheit. 2000 Kilometer ging dir Reise in ein ungekanntes Land wo der Transport schon ungeduldig erwartet wurde.

Die Malteser organisierten in der Stadt Ivano-Frankivsk  die  „armen Küche“ Sie  kochten bei der Kirche für die Armen, Obdachlosen, kümmerten sich um die Kinder in der Schule und die Waisenkinder die in einem ukrainischen Internat lebten.

Bei späteren Hilfstransporten wurden Lebensmitteln, Kleidung und verschiedenen Sachen des täglichen Bedarfs für die Armen und Behinderten in die Dörfern Tjasiv, Jamnytzja, Wolfsdorf gebracht. Für das psychiatrische Krankenhaus in Ivano-Frankivsk  wurden Medikamente, Verbandzeug, Betten und medizinische Geräte gespendet.

Im Dorf  Tjasiv übernahm der MHD von Trier und  Saarlouis-Roden die Patenschaft über die Dorfschule. Man besuchte in diesem Dorf  die Armen, Behinderten, kinderreiche Familien und alte Leute, die einsam lebten. Man sah viel Elend und Not und oft konnten die Helfer ihre Tränen nicht zurück halten. Solche Armut haben hatten viele noch nie gesehen.

Willi Mansion , Daniel Tull und die  Helfer des MHD Saarlouis   haben 1991einen Stein ins Rollen gebracht der auch heute 25 Jahre später, Hilfe zu den Menschen nach Ivano-Frankivsk bringt.

Für uns, die Menschen aus  Ivano-Frankivsk  ist die  ehrenamtliche Arbeit von  Willi Mansion und des MHD Saarlouis  unschätzbar. Willi war kein Genie,  auch kein Held, er machte seine ehrenamtliche Arbeit mit viel Herzblut. Die Menschen aus Ivano-Frankivsk verdanken ihm und den Maltesern sehr viel.

Immer ruhig, sehr bescheiden, taktvoll, diplomatisch, mit dem sehr viel Humor – so  haben wir ihn  im Herbst 1991 in der  Schule für Waisenkinder (Ivano-Frankivsk, Ukraine) kennen gelernt und so bleibt er in unserem Herzen für immer.

Am Sonntag, den 20.11.16  wird in Saarlouis das 25 jährige Jubiläum der Zusammenarbeit von MHD Saarlouis und  MHD Ivano-Frankivsk Ukraine gefeiert.

Willi Mansion, der für seine ehrenamtliche Tätigkeit jede Auszeichnung ablehnte– er wird vom Himmel herabblicken und dieser Feier aus der Ferne beiwohnen. Mitfeiern kann er nicht mehr – aber wir wollen bei diesem 25 jährigen Jubiläum Willi Mansion nicht vergessen.

Jeder Mensch  der Gutes getan hat verdient es, dass sein Andenken  in Ehre gehalten wird, dass  man von seinen Taten spricht  und für ihn betet.

Schlaf in Ruhe, Willi, viele hier in der Ukraine erinnern sich oft an dich, beten für dich und vergessen nicht, was du für uns getan hast!

Dein Weggehen war für uns so unerwartet, unerträglich, schmerzhaft und überraschend –

Du hast vielen geholfen, nur dir selbst nicht!

Du hast mehr an andere, als an dein eigenes Leben gedacht!

Du hast für andere mehr, als für sich selbst gelebt!

Du hast, nicht ohne Angst, dein weiteres Leben in der Ukraine gesehen, liegst aber nun in deinem Heimatland beerdigt.

Du hast dir einmal gewünscht in der Ukraine beerdigt zu werden, Dein Wunsch ging zum Teil in Erfüllung!- Deine Freunde haben sich darum gekümmert und eine ganz kleine Urne mit deiner Asche in deiner  geliebten Ukraine beigesetzt. Jetzt ruhst Du im kühlen Rasen  in dem  Land, das dir so nah am Herzen stand.

In stiller Trauer

Myroslava (Mira)Pavlyshyn  und alle denen Du so viel Gutes getan hast

15.11.16

https://www.facebook.com/RodenaHeimat/

 

DER ZUSAMMENHANG VON POLITIK UND KRIEG

AUTOR: Josef Theobald

VORWORT

Mit dem Angriff Japans an der Brücke Lugouqiao (im Westen
als Marco-Polo-Brücke bezeichnet), südwestlich von Beijing,
am 7. Juli 1937 begann die umfassende Aggression Japans
gegen China und der dadurch ausgelöste Widerstandskrieg.
[1]

In der Guomindang hatten die Militärs einen gewaltigen Ein-
fluss. So waren 1933 von den 1,2 Millionen Mitgliedern der
Partei allein 785.000 Mitglieder, also 62 %, Angehörige der
Streitkräfte. Dies spiegelte sich in den Militärausgaben wie-
der, die bis 1937 am Gesamtbudget einen Anteil von 41 %
hatten. [2] Auch nach Gründung der Volksrepublik China
blieb der Einfluss der Volksbefreiungsarmee (VBA) nicht
unbedeutend. Nicht wenige im September 1955 ernannte
Marschälle hatten politischen Einfluss bis in die Siebziger
Jahre. [3]   

Bei diesem Hintergrund sind folgende Ausführungen ent-
sprechend zu verstehen.

BEITRAG
Im broschierten 2. Band der Ausgewählten Werke Mao
Zedongs ist in der Fassung vom Oktober 1968 auf der
Seite 261 dieser Satz zu lesen: „Jeder Kommunist muss
diese Wahrheit begreifen: 'Die politische Macht kommt
aus den Gewehrläufen.'“ Diese Übersetzung entspricht
weitgehend der englischen Fassung, bei der es heißt:
„Every Communist must grasp the truth: 'Political Power
grows out of the barrel of gun.'“

Der englische Ausdruck „grow out of“ ist im Sinne von
„entstehen aus, erwachsen aus“ zu verstehen (Collins
Globalwörterbuch ENGLISCH, Band 1, Seite 557). Auch
verwendet der englische Text den Begriff „barrel of gun“
(gun barrel) nicht im Plural, wie die deutsche Fassung,
sondern im Singular.

Die alte deutsche Fassung, eine Übertragung aus dem
Russischen von Leon Nebenzahl aus dem Jahre 1956,  
verwendet die Worte: „Jeder Kommunist muss sich die
Wahrheit einprägen, dass 'das Gewehr die Macht ge-
biert.'“ (Seite 280, Ausgewählte Schriften, Band 2)

Während der Kulturrevolution erschien in China auch
eine Taschenbuchausgabe mit rotem Plastikeinband
mit „sechs“ militärischen Schriften und einem Vorwort
von Lin Biao (1907-1971), der trotz seiner Funktion als
offizieller Nachfolger Maos in Ungnade fiel. Daher auch
der Hinweis auf die Seite 451.

Mit den Jahren ist die neue Fassung aber in aller Munde.
Schon Lenin stellte 1916 in seinem „Militärprogramm der
proletarischen Revolution“ fest: „Es wäre grundfalsch, zu
vergessen, dass jeder Krieg nur die Fortsetzung der Politik
mit andern Mitteln ist;…“ (Werke in zwei Bänden, Band I,
Seite 879) Bezogen auf den Krieg in China, hatte Mao ja
diesen Satz präzisiert. Dieser sei sowohl auf den Wider-
standskampf gegen die japanische Aggression als auch
auf den Bürgerkrieg in China anwendbar. Der Krieg ist
somit immer das letzte Mittel zur Durchsetzung beste-
hender politischer Ziele. In der Definition des Carl von
Clausewitz (1780-1831) hat dabei die Politik das allei-
nige Kommando.

NACHTRAG

Vor kurzem führte ich das berühmte Zitat an: „Jeder Kommunist
muss diese Wahrheit begreifen: 'Die politische Macht kommt aus
den Gewehrläufen.'“ Dabei verwies ich auf Carl von Clausewitz,
der den Satz prägte: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der
Politik mit andern Mitteln.“ Lenin entnahm diesen aus dessen
Werk „Vom Kriege“, Erstes Buch. Er wies aber darauf hin, dass
mit „andern Mitteln“ gewaltsame Mittel gemeint seien. Dabei sei
auf die Schrift mit dem Titel „Sozialismus und Krieg“ verwiesen,
die 1974 erstmals in China unter dem Titel „Lenin über Krieg
und Frieden – Drei Artikel“ in Deutsch veröffentlicht wurde.
Auf der Seite 12 ist obiger Satz abgedruckt mit dem Hinweis
auf seine ursprüngliche Quelle.

Außerdem stellt Lenin fest: „Die Marxisten haben diesen Satz
mit Recht stets als theoretische Grundlage ihrer Auffassungen
von der Bedeutung eines jeden konkreten Krieges betrachtet.“   
 
Es gab aber in der Vergangenheit nicht wenige Stimmen, die
diesen Zusammenhang stets in Zweifel ziehen wollten. In der
Schrift „Über den langwierigen Krieg“ zitiert Mao obigen Satz
selbst. Dieser ist sowohl in der neuen Fassung vom Oktober
1968 als auch in der DDR-Fassung aus dem Jahre 1956 zu
finden. Letztere Fassung entspricht der russischen Ausgabe
Anfang der Fünfziger Jahre. [4]

Es wird hier erneut zu sagen sein, dass in den Siebziger
Jahren, laut offiziellem Verzeichnis aus dem Jahre 1972,
die einzelnen Schriften des vierbändigen Werkes Maos
auch in Einzelausgaben zu beziehen waren. Deshalb ist
um Verständnis dafür zu bitten, wenn hier und da einmal
auf diese zurückgegriffen wird.

Nach dem bewaffneten Aufstand in Nanchang, Provinz
Jiangxi, stießen im Januar 1929 Mao Zedong und Zhu
De (1886-1976) mit den von ihnen befehligten Truppen
zusammen und gründeten die revolutionären Stützpunkt-
gebiete Süd-Jiangxi und West-Fujian. Nach und nach ist
die Rote Armee auf 62.000 Mann, in 13 Korps unterteilt,
angewachsen. [5] Zhu war ein Absolvent der Militäraka-
demie von Yunnan in Kumming gewesen. Bereits mit 31
stand er im Generalsrang. Man darf mit Recht davon aus-
gehen, dass von dieser Seite ein wohl nicht unbedeuten-
der Einfluss auf das strategische und taktische Denken
Maos ausgeübt wurde. Außerdem war Zhu in den Zwan-
ziger Jahren in Berlin ansässig und hatte dort Umgang
mit Zhou Enlai (1898-1976). In Moskau war es ihm auf
Empfehlung Zhous möglich, an einer speziell für Asiaten
eingerichteten Hochschule die klassischen Werke des
Marxismus-Leninismus zu studieren, nachdem dieser
in die KP Chinas aufgenommen wurde. [6]

In den Jahren nach Maos Tod wurde stets die Meinung
vertreten, die Werke Maos seien als ein kollektives Werk
unter der Bezeichnung Mao-Zedong-Ideen zu verstehen,
an dessen Verwirklichung das gesamte ZK der Partei mit-
gewirkt habe. Man könne daher die von Mao geäußerten
und publizierten Gedanken nicht ihm allein zuordnen. [7]

Die genannte Schrift „Über den langwierigen Krieg“ ist eben-
falls im Band II der Ausgewählten Werke Maos von der Seite
127 an zu studieren.

ANMERKUNGEN
[1] CHINESISCHE GESCHICHTE, neu bearbeitet von Dai
     Shifeng, Verlag für fremdsprachige Literatur in Beijing
     (China) 2003, Seite 206.
[2] Umwälzung einer Gesellschaft – Zur Sozialgeschichte
     der chinesischen Revolution (1911-1949), Richard Lo-
     renz (Herausgeber), Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1977,
     Seite 231/32.
[3] CHRONIK DER VOLKSREPUBLIK CHINA (1949-1984),
     im Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing (China)
     1986, die Seiten 13 + 53.
[4] Mao Zedong, Ausgewählte militärische Schriften, Verlag
     für fremdsprachige Literatur, Beijing (China) 1969, Seite
     274.
[5] wie [1], jedoch die Seiten 199 + 200.
[6] Josef Guter, LEXIKON DER GESCHICHTE CHINAS,
     Matrix Verlag, Wiesbaden 2004, Seite 621.
[7] BEIJING RUNDSCHAU, Nr. 19 vom 12. Mai 1981,
     Seite 28.     
 

DIE DEUTSCHEN FRÜHSOZIALISTEN

AUTOR: Josef Theobald

In Deutschland sind die englischen Frühsozialisten, wie Robert Owen
(1771-1858), weitgehend bekannter.

Auch In Deutschland gab es Frühsozialisten, wie Wilhelm Weitling, ein
uneheliches Kind einer Magd und eines französischen Offiziers. Dieser
lebte von 1808 bis 1871, aber vorwiegend im Exil. Als Damenschneider-
geselle ging er, wie damals üblich, auf Wanderschaft und mied Preußen,
da er eine Einberufung zum aktiven preußischen Heer fürchtete.

In Paris veröffentlichte er im Auftrag des „Bundes der Gerechten“ eine
Schrift mit dem Titel „Die Menschheit wie sie ist und wie sie sein sollte“
(1838). In ihr entwickelte er den Plan einer Gesellschaft, die auf dem
Nebeneinander einer streng gleichheitlichen Grundordnung mit allge-
meiner Arbeitspflicht und Gütergemeinschaft beruhte. [1]

Der „Bund der Gerechten“ war ursprünglich ein deutscher Ableger des
an babouvistischen Erinnerungen anknüpfenden französischen Arbei-
terkommunismus, der sich um die gleiche Zeit in Paris ausbildete. Hier
wurde die Gütergemeinschaft als notwendige Folgerung der Gleichheit
gefordert. Der Babouvismus war eine Richtung des utopischen Gleich-
heitskommunismus, die Ende des 18. Jahrhunderts von dem französi-
schen Revolutionär Gracchus (Francois Noel) Babeuf (1760-1797) und
seinen Anhängern begründet wurde.     

Friedrich Engels schrieb im Oktober bis November 1843, dass Weitling
aus Magdeburg stammte. Dieser galt nach seiner Meinung als der Be-
gründer des deutschen Kommunismus. Nach einem längeren Aufent-
halt in Paris emigrierte er in die Schweiz, um dort in einem Schneider-
atelier in Genf zu arbeiten. Dort predigte er seinen Arbeitskollegen sein
Evangelium. Er bildete kommunistische Vereine in allen kleineren und
größeren Städten auf der schweizerischen Seite des Genfer Sees und
gewann die meisten Deutschen, die dort arbeiteten, für seine Ideen.

Nachdem er so den Kern seiner Bewegung in Genf und Umgebung ge-
schaffen hatte, ging er nach Zürich, wo einige seiner Freunde, genau
wie in anderen Städten der Nordschweiz, schon begonnen hatten, auf
die Arbeiter einzuwirken. Er begann nun, seine Partei in diesen Städten
zu organisieren. Unter der Bezeichnung „Gesangvereine“ wurden jene
Vereine zur Erörterung der sozialen Neugestaltung gebildet.

Wegen seiner politischen Aktivitäten geriet Weitling allerdings in die Kon-
frontation mit den Schweizer Behörden. Er wurde in Haft genommen und
seine Schriften nebst Unterlagen wurden beschlagnahmt. Eine gebildete
Kommission offenbarte, dass Weitling als Führer seiner Bewegung galt
und mit ähnlichen deutschen Vereinen in Paris und London in Kontakt
stand. Für die Schweizer Behörden galten diese Gesellschaften als ge-
fährlich und die vertretenen Lehren als utopisch. Die älteren Mitglieder
hatten durch ihre Wanderungen Kontakte nach Deutschland, Ungarn
und Italien.      

Weitlings Bewegung konnte sich deshalb so rasch ausbreiten, da die
deutsche Sprache in Paris sehr verbreitet in seinem Geschäftszweig
war. So beherrschten die Schneider aus Norwegen, die in Paris an-
zutreffen waren, gut die deutsche Sprache, aber kein Französisch.
 
Von den Pariser Gemeinden bestanden 1847 zwei aus Schneidern
und eine aus Möbelschreinern. Nachdem Weitling aus der Schweiz
ausgewiesen wurde, ging er zunächst nach London. Hier wurde sein
Bund internationaler. In seinem Arbeiterverein fanden sich außer den
Deutschen und Schweizern auch Mitglieder aller jener Nationalitäten,
denen die deutsche Sprache vorwiegend als Verständigungsmittel mit
Ausländern diente, also namentlich Skandinavier, Holländer, Ungarn,
Tschechen, Südslaven, auch Russen und Elsässer.

Später nannte man sich in Kommunistischer Arbeiterbildungsverein
um. Hier reifte die Einsicht, dass jede Revolution, um siegreich zu
sein, europäisch sein müsse.

Die Mitglieder all dieser Vereinigungen waren ausschließlich Hand-
werker. Ihnen fehlten Persönlichkeiten, die Kenntnisse in Ökonomie
besaßen. Es ging den Mitgliedern hauptsächlich um die „Gleichheit“,
„Brüderlichkeit“ und „Gerechtigkeit“. [2]   

In den späteren Jahren ging Weitling nach einem Zerwürfnis mit Marx
und Engels wie Owen in die USA. Dort gründete er eine Gewerbeaus-
tauschbank und eine kommunistische Siedlung. Als diese zusammen-
brachen, zog er sich gänzlich aus der Politik zurück.      

Der Bezugspunkt der frühsozialistischen Lehren war überwiegend
noch eine landwirtschaftlich-handwerkliche Gesellschaft ohne die
spätere wesentlich hochentwickeltere Arbeitsteilung. Erst bei dem
Franzosen Etienne Cabet (1788-1856) und dem Deutschen Weitling,
also um etwa 1840, findet die Technisierung ihren Platz in der Ge-
sellschaftsordnung. [3]

ANMERKUNGEN
[1] Bernd Heidenreich (Herausgeber), Politische Theorien des 19.Jahr-
     hunderts, Akademie Verlag, Berlin 2002, Seite 441.
[2] Karl Marx –  Friedrich Engels, Über Deutschland und die deutsche
     Arbeiterbewegung, Band 2: Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts,
     Dietz Verlag, Berlin-Ost 1970, die Seiten 104, 105, 190, 192, 193
     – 195 + 683.     
[3] wie [1], jedoch die Seiten 442/43.

 

VOLKSTRAUERTAG IN RODEN

Zu einer Veranstaltung  zum diesjährigen Volkstrauertag  lud der Sozialverband
VdK Ortsverband  Saarlouis-Roden  zu einem Gedenkgottesdienst  in der Pfarr-
kirche Maria Himmelfahrt  und zu einem anschließenden Gang zum Ehrenfried-
hof nebst Gedenkfeier am Ehrenmal ein. Anwesend waren neben Diakon Franz
Hechenblaikner  diverse Vereine  aus Roden  und  Gäste aus St. Avold. Die dies-
jährige Gedenkrede hielt Bürgermeisterin Marion Jost. Mehr Bilder auch auf un-
serer Facebook-Seite unter diesem LINK:
dsci0001 dsci0006 dsci0007 dsci0008 dsci0010 dsci0012 dsci0021 dsci0027

dsci0026

Familienabend beim Sängerbund 1872 Fraulautern

img_8068-kopie img_8071 img_8077-kopie img_8082-kopie img_8083-kopie img_8061 img_8066 img_8074 img_8062_bearbeitet-1 img_8069-kopie img_8063-kopie img_8079-kopie img_8067 img_8087 img_8073       

Samstagabend hatte der Sängerbund zu seinem Familienabend geladen. Nach Begrüßung der Gäste durch Martin Labitzke, den 1. Vorsitzenden des Sängerbundes ging es im Programm weiter mit Auftritten des Chores unter Leitung von Isabelle Goldmann und verschiedenen Kabarettstücken.

Der offizielle Teil endete mit der Ehrung langjähriger Mitglieder.

Über "ein Gefällt" unserer Seiten würden wir uns freuen!

Weitere Infos später auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/RodenaHeimat/

   

Rodener Platt

Foto: Thirionstr. vor dem Kriege

Das Rodener Platt, eine , die in unserem Heimatdorf seit Jahrhunderten gesprochen wird. Im Rodener Platt werden die Vorsilben teilweise nicht ausgebsprochen.

Mä – aber   (frz.: mais), Maien – Besuch machen,               

Maischipsen – Maikäfer, Marrand – Leichenschmaus, Matlach – Matratzenschoner

Matz – Mathias, Me’ihm – Muhme-Tante

Ein "Gefällt mir" Klick für die Facebookseite des Rodena Heimatkundeverein Roden e.V. wäre Super!

Weitere Bilder auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/RodenaHeimat/

 

Saarlouis – Bürgerbüro vom 16.11. bis 23.11.2016 geschlossen

04.11.2016

Im Bereich des Bürgerbüros erfolgt eine komplette Softwareumstellung mit umfangreichen Konvertierungsvorgängen der gesamten EDV-Anlage. Hierzu sind auch intensive Mitarbeiterschulungen notwendig.


In der Zeit vom 16.11.2016 bis einschließlich 23.11.2016 ist das Bürgerbüro deshalb ganztägig geschlossen. Hierfür wird um Verständnis gebeten, da diese Maßnahme unumgänglich ist, um mit zeitgemäßer neuester Technik innovativ und effektiv im Sinne des Bürgers arbeiten zu können.

Die rathausinterne Information im Foyer und die Telefonzentrale sind von den Umstellungsmaßnahmen nicht betroffen. Wahlberechtigte Personen, die in diesem Zeitraum eine Unterstützungsunterschrift für einen Wahlvorschlag der Wahl der Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters der Kreisstadt Saarlouis am 26.03.2017 leisten wollen, können sich während der allgemeinen Dienststunden des Bürgerbüros (montags u. dienstags von 08.00 Uhr bis 16.30 Uhr, mittwochs von 08.00 Uhr bis 12.30 Uhr, donnerstags von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie freitags von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr) ebenfalls an die Information im Foyer wenden.

In absolut dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten im Pass- und Ausweiswesen, wenden Sie sich bitte während den bekannten Öffnungszeiten an die Rathausinformation. Hier wird dann versucht, mit Hilfe einer anderen benachbarten Gemeinde eine Notlösung zu finden.


Rückblick – 90 Jahre SPD Fraulautern

 

 

 

 

 

 

p1180089 p1180097 p1180097 p1180091 p1180092 p1180087 p1180099

 

Anmeldung an der Ganztagsgrundschule Im Vogelsang

img_7972

27.10.2016

Von: Eva Feyand

Anmeldungen der Schulneulinge zum Schuljahr 2017/18 nimmt der Ganztagsbereich der Vogelsangschule am Freitag, dem 11. November 2016 von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr, im Sekretariat entgegen.

Der Besuch der gebundenen Ganztagsschule Im Vogelsang ist verpflichtend von 7.55 Uhr bis 16.00 Uhr; an einem Tag, z.Zt. freitags, endet die Schule um 13.15 Uhr.

Ein wesentlicher Aspekt der gebundenen Ganztaggrundschule ist die personelle und inhaltliche Verzahnung des unterrichtlichen mit dem außerunterrichtlichen Bereich. Pädagogische Fachkräfte wirken mit Unterstützungsangeboten im Unterricht mit, während Lehrkräfte auch im sozialpädagogischen Bereich Angebote machen.

Mit Ausnahme des Mittagessens ist der Besuch der gebundenen Ganztagsgrundschule kostenfrei.

Infos:
Internet: gsgtgssaarlouis.de
Tel: 06831/9458940 (Sekretariat)

ENERGIESPARMESSE 2016

Am Samstag, dem 5. November 2016, wurde im Dillinger Lokschuppen die Energie-
SparMesse 2016 eröffnet. Viele Aussteller  aus den Bereichen "Bauen und Wohnen"
sowie  "Energie  und  Mobilität"  waren  anwesend. Eröffnet  wurde die Messe vom
Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg. Die Schirmherrschaft übernahm die saar-
ländische  Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Mehr Bilder auch auf
unserer Facebook-Seite unter diesem LINK:
dsci0001 dsci0002 dsci0007 dsci0009 dsci0013 dsci0021

Konzert Männerchor 1864 Roden e. V.

Unter dem Motto eine musikalische Zeitreise" fand am Sonntagnachmittag im Karl-Thiel-Haus das Chorkonzert des Rodener Männerchores statt. Männerchor Roden und Gesangverein Liederkranz Nalbach unter der Leitung von Isabelle Goldmann Chordirektorin ADC führten unter anderem Stücke von Franz Schubert und Friedrich Silcher auf. Die Klavierbegleitung übernahm Florian Schwarz

Über "ein Gefällt" unserer Seiten würden wir uns freuen!

Weitere Infos später auf unserer Facebookseite: https://www.facebook.com/RodenaHeimat/

img_8105 img_8099-kopie img_8094 img_8103-kopie img_8092 img_8098 img_8104 img_8096

Saarlouis – Bürgerbüro vom 16.11. bis 23.11.2016 geschlossen

27.10.2016

 Im Bereich des Bürgerbüros erfolgt eine komplette Softwareumstellung mit umfangreichen Konvertierungsvorgängen der gesamten EDV-Anlage. Hierzu sind auch intensive Mitarbeiterschulungen notwendig. In der Zeit vom 16.11.2016 bis einschließlich 23.11.2016 ist das Bürgerbüro deshalb ganztägig geschlossen. Hierfür wird um Verständnis gebeten, da diese Maßnahme unumgänglich ist, um mit zeitgemäßer neuester Technik innovativ und effektiv im Sinne des Bürgers arbeiten zu können. Die rathausinterne Information im Foyer und die Telefonzentrale sind von den Umstellungsmaßnahmen nicht betroffen. In absolut dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten im Pass- und Ausweiswesen, wenden Sie sich bitte während den bekannten Öffnungszeiten an die Rathausinformation. Hier wird dann versucht, mit Hilfe einer anderen benachbarten Gemeinde eine Notlösung zu finden.

 

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner