Damals – Tiere beim Militär

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Tiere im Militär bezeichnet die Verwendung von Tieren für den Kriegseinsatz. Tiere verschiedener Art spielen seit mindestens 2000 Jahren eine Rolle in der Logistik, im Gefecht, bei der Aufklärung, Spionage und Abwehr. Die Streitkräfte verschiedenster Nationen setzten bzw. setzen immer noch diverse Tierarten in militärischen Auseinandersetzungen ein.

Der römische Dichter Lukrez berichtete im 1. Jahrhundert v. Chr. von Ebern, die in viel früheren Zeiten Kriegselefanten angriffen.[2] Die US-Marine setzt seit dem Vietnamkrieg Meerestiere in ihrem Marine Mammal Programm ein – etwa Seelöwen und Delfine zum Aufspüren von Seeminen.

Es gab immer wieder Einzelfälle, wo Tiere sich im Militär besondere Verdienste erwarben. Typisches Beispiel ist ein syrischer Braunbär, der den polnischen Truppen im Kampf gegen die deutsche Wehrmacht in Süditalien als Munitionsträger diente. Wojtek hatte sogar militärischen Rang und „besaß“ ein Soldbuch.

Pferde brachten noch im Zweiten Weltkrieg Kriegsgerät und Nachschub an die Front, Hunde schüchterten die Gegner ein und überbrachten, wie Brieftauben, Nachrichten. Dies sind die drei wichtigsten, über Jahrhunderte etablierten Tierarten für den Krieg.

Die Kavallerie war neben der Infanterie seit der Antike eine der stärksten militärischen Truppengattungen. Bukephalos, das Streitross Alexanders des Großen, galt als das bekannteste Pferd der Antike. Pferde verkörperten Mobilität, Schnelligkeit und Durchschlagskraft. Sie veränderten militärische Strategien und Taktiken, ähnlich wie später die Panzer und Militärflugzeuge es taten. Um die für den Krieg wichtigen Tiere zu schützen, wurden Rüstungen für Pferde erfunden. Speziell ausgebildete Infanteristen griffen mit Speeren gezielt Pferde an. Bis zur Verbreitung der Handfeuerwaffen kämpften die Reiter meist neben dem Schwert mit Pfeil und Bogen. Es gab Schlachtrösser und Armeepferde. Die Kreuzzüge waren Kriege mit einem massiven Einsatz von organisierten Reiterverbänden – der Kavallerie.

Rinder kamen als Transporttiere zum Einsatz, waren aber wegen ihrer geringeren Wendigkeit im Kriegseinsatz von untergeordneter Bedeutung. In schwer zugänglichen Gebirgsregionen waren die Maultiere in beiden Weltkriegen militärisch wichtig. Eine große Rolle im indischen und nordafrikanischen Raum spielten dagegen Kriegselefanten.

In den Wüsten Nordafrikas und auf der arabischen Halbinsel kamen Kamele zu Einsatz. Für Pferde gab es mobile Veterinärkliniken; man entwickelte gegen den Einsatz von Giftgas Gasmasken für die Tiere.

Im Vorfeld des Ersten Weltkrieges stieg der Bedarf an Pferden im Rahmen der Aufrüstung so stark, dass in ganz Europa ein reger Handel mit Tausenden von Tieren stattfand. Pferde waren Teil der Aufrüstung. Die Zeitschrift Die Woche schrieb in der Ausgabe vom Juni 1913:

Um unsere beritten Truppen, den heutigen Zeitverhältnissen entsprechend, verstärken zu können, muß auch der Pferdebestand des deutschen Heeres vermehrt werden. Soll dies mit Erfolg geschehen, so müßten in Summa 27.000 Pferde beschafft werden, doch will die Heeresverwaltung zunächst nur 17.000 Pferde neu einstellen, von denen 8000 als Reitpferde, 9000 als Zugpferde zu verwenden sind. Durch die weitere Hebung der Landespferdzucht ist vieles zum Glück anders geworden, wenn auch zugegeben werden muß, daß bei dem enormen Pferdverbrauch im Fall eines Krieges der „Nachschub“ sich einigermaßen schwierig gestalten dürfte, weshalb Autoritäten auf diesem Gebiet schon vor Jahren die Bildung einer Kriegsreserve von Militärpferden in Vorschlag brachten.

1917 hatte Großbritannien über eine Million Pferde im Kriegseinsatz. An manchen Tagen kamen 1000 Pferde als Ersatz für verletzte oder getötete Tiere über den Kanal nach Frankreich. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 hatte in Europa nur noch Polen signifikante berittene Truppen.

In den Armeen der Antike und des frühen Mittelalters spielten große Hunde eine Rolle. Sie sollten den Gegner in Angst versetzen. Im Hochmittelalter setzte man Hunde als „Melder“, also für Botengänge ein. Beim zweiten Italienzug Heinrichs V. 1118 soll ein Hund Briefe der belagerten Truppen zu ihren päpstlichen Verbündeten gebracht haben. 1885 begann das preußische Militär mit dem Training von Hunden für Patrouillengänge. Im Ersten Weltkrieg bediente man sich der Polizeihunde und sprach – in der Regel erfolgreich – Hundezüchtervereine an. Zum Einsatz kamen auch Panzerabwehrhunde. In den Nachbarländern gab es kaum Hunde im Kriegseinsatz. Die Belgier nutzten Hunde als Zugtiere für kleinere Lasten.

Wegen der emotionalen Bindung der Hunde an ihren Trainer musste letzterer meist mit in die Schlacht ziehen. Die Tiere verloren wegen des ungewohnten Gefechtslärms häufig die Orientierung. Hunde wurden insbesondere beim Stellungskrieg immer wichtiger, weil sie menschlichen Meldern die Arbeit abnehmen konnten. In einigen Fällen ließ man Hunde Fernsprechleitungen verlegen. Der Erste Weltkrieg verschliss über eine Million Pferde und einige zigtausend Hunde. Meldehunde dienten auch dem Transport von Kriegstauben an einen Ort, von dem sie zurückflogen.

Quelle: Wikipedia

Lukrez: De rerum natura. Lukrez beschreibt die Tiere im Wesentlichen als ungeeignet für den Gefechtseinsatz. Zitat: „Auch versuchte man Stiere im Dienste des Kriegs zu verwenden / Und wildwütende Eber den Feinden entgegen zu schicken. / Ja man sandte dem Heere voraus gar grimmige Löwen, / Welche bewaffnete Wärter und grausame Bändiger führten, / Um sie lenken zu können und fest an der Kette zu halten. / Doch vergeblich! Erhitzt vom beiderseitigen Blutbad / Brachten sie wütend die Reihen von Freund und Feind in Verwirrung, / Hier und da die Mähnen des Haupts die schrecklichen schüttelnd. / Vor dem Gebrüll nun scheuten die Rosse, die Reiter vermochten / Nimmer die Tiere zu halten noch gegen die Feinde zu lenken.“ (aus dem Lateinischen übersetzt von Hermann Diels, 1924)

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Bürgerbüro vom 16.11. bis 23.11.2016 geschlossen

Im Bereich des Bürgerbüros erfolgt eine komplette Softwareumstellung mit umfangreichen Konvertierungsvorgängen der gesamten EDV-Anlage. Hierzu sind auch intensive Mitarbeiterschulungen notwendig.


In der Zeit vom 16.11.2016 bis einschließlich 23.11.2016 ist das Bürgerbüro deshalb ganztägig geschlossen. Hierfür wird um Verständnis gebeten, da diese Maßnahme unumgänglich ist, um mit zeitgemäßer neuester Technik innovativ und effektiv im Sinne des Bürgers arbeiten zu können.

Die rathausinterne Information im Foyer und die Telefonzentrale sind von den Umstellungsmaßnahmen nicht betroffen. Wahlberechtigte Personen, die in diesem Zeitraum eine Unterstützungsunterschrift für einen Wahlvorschlag der Wahl der Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters der Kreisstadt Saarlouis am 26.03.2017 leisten wollen, können sich während der allgemeinen Dienststunden des Bürgerbüros (montags u. dienstags von 08.00 Uhr bis 16.30 Uhr, mittwochs von 08.00 Uhr bis 12.30 Uhr, donnerstags von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie freitags von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr) ebenfalls an die Information im Foyer wenden.

In absolut dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten im Pass- und Ausweiswesen, wenden Sie sich bitte während den bekannten Öffnungszeiten an die Stadtinformation. Hier wird dann versucht, mit Hilfe einer anderen benachbarten Gemeinde eine Notlösung zu finden.

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Rodener Platt

Naatmohl -Erstkommunion

nääß – noch mal

Nauder –  Euter

Ään Auer –  ein Uhr

Nohl – Nähnadel

Noläfeches – Fangen/Spiel

Neimerder – Neidhammel, Miesmacher

Nööhbooz – jemand der lästig hinterher läuft

Owalafooz – Rädelsführer oder Wortführer

In unserem Heimatdorf wid seit Jahrhunderten Platt, eine moselfränkische Mundart, gesprochen. Typisch an unserem Dialekt ist, daß die Vorsilben teilweise nicht ganz aussprochen werden. Das n und das t verschlucken wir.

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Rückblick – Sommerkonzert auf dem Kleinen Markt

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Auf dem Kleinen Markt fand das Sommerkonzert des Stadtverbandes der kulturellen Vereine statt. Der Musikverein Harmonie, Fanfarenzug des Löschbezirks Ost, Sängerbund 1872 Fraulautern, Männerchor 1864 Roden und die Halleluja Singers Beaumarais gestalteten dieses Sommerkonzert.

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1906 erster Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Saarlouis

Saarlouis wurde zwischen 1680 und 1686 von französischen Pioniertruppen aus dem Boden gestampft. Planung und Bauleitung lag in der Hand des Ingenieur-Offiziers Thomas de Choisy (1632-1710). Evangelische Christen waren in Saarlouis nicht geduldet. Nach der Niederlage Kaiser Napoléons wurde die Festung am 1. Dezember 1815 an Preußen übergeben. Ein Großteil der preußischen Truppen war evangelisch. So ist der Ursprung unserer Gemeinde eine Militärkirchengemeinde.

01.10.1817 Berufung des ersten Evangelischen Pfarrers nach Saarlouis: Dr. Ernst Friedrich Kober. Er war als Miltärgeistlicher auch für die wenigen Zivilisten zuständig. Gottesdienste fanden zunächst im Freien statt. Auf Anordnung des Königs wurde ab Juni 1821 der ehemalige Fechtsaal der Garnison (Salle des cadets) zur Garnisonskirche umgebaut.

03.08.1822 Erster Gottesdienst in der Garnisonskirche. 1829 waren im Kreis Saarlouis 142 evangelische Christen ansässig. Ihre Zahl nahm rasch zu und es bildeten sich selbständige Gemeinden in Saarburg, Merzig, Schwalbach, Lebach, Dillingen und Schaffhausen.

18.10.1894 Die Militärpfarrstelle wird aufgehoben und eine Zivilpfarrstelle eingerichtet. Erster Pfarrer ist August de Haas (1864-1931)bis 1919. Er wurde auch mit der Garnisonsseelsorge betraut.

14.12.1900 Die Evangelische Kirchengemeinde erwirbt das Baugrundstück auf der Bastion Luise zur Errichtung eines Pfarrhauses und einer Kirche von der Stadt Saarlouis zum Preis von 20 M pro Ar.

28.04.1902 Grundsteinlegung zum Bau des Pfarrhauses, heute Gemeindehaus.

Das neu errichtete Pfarrhaus, heute Gemeindehaus, auf der Spitze der Bastion Luise.

22.08.1904 Grundsteinlegung zum Bau der Kirche. Architekt ist Carl Friedrich Christian Schlück (1862-1935). Er ist Mitglied des Presbyteriums.

Die Evangelische Kirche im Bau.

06.12.1905 Einholen der Glocken. Gießbucheintrag der Fa. Schilling, Apolda: Opus Nr. 3268-70, Saarlouis, Rheinland, h, d, fis, Mainzer Maßstab, 4677 kg

29.06.1906 Erster Gottesdienst in der neuen Kirche

1911 Abriss der Behelfskirche im Fechtsaal. Die beiden Giebelkreuze haben in der Vorhalle der Kirche und im Foyer des Gemeindehauses Platz gefunden.

08.02.1920 Pfarrer Karl Roderich Richter (1885-1965) wird in die Pfarrstelle gewählt und am 18.04 1920 eingeführt. Er begleitet sein Amt bis zur Pensionierung am 03.12.1955. Er ist auf dem Alten Friedhof Saarlouis bestattet.

21.05.1956 Pfarrer Nikolaus Heinrich König (1925 – 2014) wird in die Pfarrstelle gewählt und am 02.09.1956 eingeführt. Er begleitet sein Amt bis Sommer 1988

Oktober 1956 Der erste Monatsbrief erscheint.

1962 Einrichtung eines Gemeindebüros.

12.12.1966 Baubeginn des Kindergartens und des Pfarrhauses in der Taubenstraße.

01.01.1968 Einrichtung der zweiten Pfarrstelle (Stadtteile Roden, Fraulautern, Steinrausch)

Sommer 1968 Eröffnung des Kindergartens in der Taubenstraße.

Dezember 1970 Pfarrer Jürgen Stengel (geb. 1939) wird als Pfarrer des zweiten Pfarrbezirks eingeführt. Er begleitet sein Amt bis zum Frühjahr 1994 und übernimmt dann die Krankenhausseelsorge in Saarlouis.

28.08.1973 Erwerb eines Grundstücks im Steinrausch zum Bau eines Gemeindezentrums. Im März 1974 ist Baubeginn. (Architekt Bernhard Focht). Im Mai 1976 wird das Gemeindezentrum eröffnet. Im Dezember 1979 bezieht Familie Stengel das neu gebaute Pfarrhaus beim Gemeindezentrum.

Entwurf zum Gemeindezentrum Steinrausch, Architekt Bernhard Focht

1976 Errichtung des Militärpfarrhauses in der Renauldstraße

1979 Die schon 1976 gegründete Kirchliche Sozialstation Saarlouis-Saarwellingen kann ihren Dienst aufnehmen.

1983-1985 Umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Fassade und am Dach der Kirche.

10.12.1988 Pfarrer Christian Wermbter (geb. 1960) wird in die erste Pfarrstelle Saarlouis eingeführt. Er begleitet sein Amt bis Oktober 2005.

Mai 1990 Einzug in das renovierte und umgebaute frühere Pfarrhaus, jetzt Gemeindehaus.

01.10.1994 Pfarrerin Sabina Busmann (geb. 1965) wird in die zweite Pfarrstelle eingeführt. Sie begleitet ihr Amt bis November 2012.

2001 Renovierung der Kirche. Einbau einer neuen Orgel. Die Führer-Orgel wurde 1966 für die Luther-Kirche in Leer (Ostfriesland) gebaut. Sie wurde mit neuem Gehäuse nach Überholung, Austausch von Registern und Erweiterungen durch die Orgelbaufirma Skrabl aus Rogaska Slatina in Slowenien in unserer Kirche errichtet. Am 2. Dezember 2001 wurde sie in einem Festkonzert von Professor Andreas Rothkopf der Öffentlichkeit vorgestellt.

17.05.2006 Pfarrer Jörg Beckers (geb.1964) wird in die erste Pfarrstelle gewählt und am 03.09.2006 feierlich in sein Amt eingeführt.

2007 Der Kindergarten in der Taubenstraße, jetzt Kindertagesstätte, wird bei laufendem Betrieb energetisch saniert, die Installationen werden erneuert. Das Pfarrhaus wird in die KiTa eingegliedert. Eine Krippengruppe wird eingerichtet.

15.01.2009 Das Presbyterium hat nach jahrelangen Überlegungen und Verhandlungen mit der Stadt Saarlouis auf Grund der demographischen Entwicklung und der zurückgehenden Finanzmittel beschlossen, das Gemeindezentrum als Gottesdienststätte zu entwidmen und mit der Stadt Saarlouis ein Projekt „Miteinander der Generationen“ im Gemeindezentrum zu gründen. Die Kooperationsvereinbarung gilt ab 15.01.2009

28.11.2010 Am ersten Adventssonntag werden in einem feierlichen Gottesdienst die neu eingebauten Kirchenfenster der Gemeinde vorgestellt. Die im Krieg zerstörten Originalfenster des Kirchenraums waren behelfsmäßig verglast und defekt. In jahrelanger Arbeit hat sich das Presbyterium mit der Neuverglasung befasst. Es lagen Entwürfe von Professor Zogmayer, Wien, Saskia Schultz, Stuttgart und Professor Joost Caen, Antwerpen, vor. Das Presbyterium hat sich für die Entwürfe von Frau Saskia Schultz entschieden. Die kunsthandwerkliche Fertigung aus bleiverglastem Echtantikglas wurde an die Mayer’sche Hofkunstanstalt München vergeben.

07.12.2014 Pfarrer Michael Hilka (geb.1977) wird in die zweite Pfarrstelle eingeführt.

Quelle: chronikbild1 chronikbild2 chronikbild3 chronikbild4 chronikbild5 chronikbild6http://www.evangelische-kirche-saarlouis.de/

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Rückblick – Generalversammlung des Stadtverbandes der kulturellen Vereine

Mittwochabend fand im Nebenzimmer der Kulturhalle Roden die Generalversammlung des Stadtverbandes der kulturellen Vereine statt. Nach Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Hans Werner Strauss, Feststellung der Stimmberechtigung, Genehmigung Niederschrift der Generalversammlung 2015 kam es zum Geschäftsbericht der Geschäftsführerin und dem Kassenbericht der Kassiererin. Oberbürgermeister Roland Henz wurde zum Versammlungsleiter gewählt. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und ein neuer Vorstand gewählt. Diesem gehören bis auf einen neuen Beisitzer die gleichen Personen wie in der Vergangenheit an.

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Damals – Beckerbrauerei Beckerbrauerei St. Ingbert

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Die Becker Brauerei war eine Brauerei in St. Ingbert und wurde 1877 gegründet. Sie war eine der ältesten Brauereien des Saarlandes und wurde 1998 geschlossen.

1877 ersteigerten die Gebrüder Friedrich, Karl und Georg Becker, Söhne des St. Ingberter Bürgers Friedrich Becker (1819–1891) und seiner Ehefrau Charlotte, geb Emmerling (1825–1889), die Groß’sche Brauerei in St. Ingbert, die ab dem 1. Oktober 1877 wiedergegründet wurde und unter dem Namen Bierbrauerei Gebrüder Becker firmierte. In den Jahren 1925–1931 errichtete man den Becker-Turm und ein neues Sudhaus. Die Brauerei Becker kaufte 1954 die Donnerbräu GmbH in Saarlouis auf. Diese unterstand schon seit 1950 den Geschäftsführern Peter und Niko Becker. Als Außenstelle wurde im Donnerbräu noch bis 1978 Bier gebraut. 1989 wurde die Brauerei Becker von der Karlsberg Brauerei übernommen. Diese stellte die Produktion in St. Ingbert 1997 ein.[3] Der Braubetrieb wurde zur Karlsberg Brauerei in Homburg verlagert. In St. Ingbert wurde derweil der „Innovationsparks am Becker-Turm“ gegründet.

Die Biersorte Becker’s Pils wird bis heute weiterhin produziert.[4]

Quelle: Wikipedia
Infoseite zur Becker Brauerei. In: bier-der-saar.de. Abgerufen am 19. Februar 2011.
http://www.karlsberg.de/Produkte

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25 Jahre Ukrainenhilfe

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 Erinnerungen an Willi Mansion – Gründer der Ukrainenhilfe

Alles, was genial und außergewöhnlich ist, ist einfach. Das trifft  auch auf  Menschen zu. Es gibt besondere Menschen die man kennenlernte und nicht  mehr vergisst!

Zu solchen Gruppe zählte  auch Willi Mansion, ein einfacher Mensch, der von seiner Geburt bis zu einem Tod mit 62 Jahren  (2013) in Saarlouis-Roden lebte.

Wer in der weiten Welt kennt denn Roden? Einige wenige. In der Westukraine kennen viele, dank der ehrenamtlichen Arbeit vom MHD, diesen Ort.

Gehen wir zurück zu dem Jahr 1991 in die Stadt Ivano-Frankivsk. Zur damaligen Zeit war der Gründer der Malteser  Roden und Stadtberauftragter Willi Mansion. Und mit ihm fing alles an.

Die Ukraine gerade von der Ex-Sowjetunion unabhängig geworden war arm  und brauchte Hilfe. Unter der Leitung von Willi Mansion  und Daniel Tull machte sich der erste MHD-Hilfstransport auf den schweren Weg in die unbekannte Westukraine. Damals kannte man noch kein Navigationsgerät und war auf Karten angewiesen. Nach der polnischen Grenze, Hinweisschilder waren kaum vorhanden fuhr man weiter in die Ungewissheit. 2000 Kilometer ging dir Reise in ein ungekanntes Land wo der Transport schon ungeduldig erwartet wurde.

Die Malteser organisierten in der Stadt Ivano-Frankivsk  die  „armen Küche“ Sie  kochten bei der Kirche für die Armen, Obdachlosen, kümmerten sich um die Kinder in der Schule und die Waisenkinder die in einem ukrainischen Internat lebten.

Bei späteren Hilfstransporten wurden Lebensmitteln, Kleidung und verschiedenen Sachen des täglichen Bedarfs für die Armen und Behinderten in die Dörfern Tjasiv, Jamnytzja, Wolfsdorf gebracht. Für das psychiatrische Krankenhaus in Ivano-Frankivsk  wurden Medikamente, Verbandzeug, Betten und medizinische Geräte gespendet.

Im Dorf  Tjasiv übernahm der MHD von Trier und  Saarlouis-Roden die Patenschaft über die Dorfschule. Man besuchte in diesem Dorf  die Armen, Behinderten, kinderreiche Familien und alte Leute, die einsam lebten. Man sah viel Elend und Not und oft konnten die Helfer ihre Tränen nicht zurück halten. Solche Armut haben hatten viele noch nie gesehen.

Willi Mansion , Daniel Tull und die  Helfer des MHD Saarlouis   haben 1991einen Stein ins Rollen gebracht der auch heute 25 Jahre später, Hilfe zu den Menschen nach Ivano-Frankivsk bringt.

Für uns, die Menschen aus  Ivano-Frankivsk  ist die  ehrenamtliche Arbeit von  Willi Mansion und des MHD Saarlouis  unschätzbar. Willi war kein Genie,  auch kein Held, er machte seine ehrenamtliche Arbeit mit viel Herzblut. Die Menschen aus Ivano-Frankivsk verdanken ihm und den Maltesern sehr viel.

Immer ruhig, sehr bescheiden, taktvoll, diplomatisch, mit dem sehr viel Humor – so  haben wir ihn  im Herbst 1991 in der  Schule für Waisenkinder (Ivano-Frankivsk, Ukraine) kennen gelernt und so bleibt er in unserem Herzen für immer.

Am Sonntag, den 20.11.16  wird in Saarlouis das 25 jährige Jubiläum der Zusammenarbeit von MHD Saarlouis und  MHD Ivano-Frankivsk Ukraine gefeiert.

Willi Mansion, der für seine ehrenamtliche Tätigkeit jede Auszeichnung ablehnte– er wird vom Himmel herabblicken und dieser Feier aus der Ferne beiwohnen. Mitfeiern kann er nicht mehr – aber wir wollen bei diesem 25 jährigen Jubiläum Willi Mansion nicht vergessen.

Jeder Mensch  der Gutes getan hat verdient es, dass sein Andenken  in Ehre gehalten wird, dass  man von seinen Taten spricht  und für ihn betet.

Schlaf in Ruhe, Willi, viele hier in der Ukraine erinnern sich oft an dich, beten für dich und vergessen nicht, was du für uns getan hast!

Dein Weggehen war für uns so unerwartet, unerträglich, schmerzhaft und überraschend –

Du hast vielen geholfen, nur dir selbst nicht!

Du hast mehr an andere, als an dein eigenes Leben gedacht!

Du hast für andere mehr, als für sich selbst gelebt!

Du hast, nicht ohne Angst, dein weiteres Leben in der Ukraine gesehen, liegst aber nun in deinem Heimatland beerdigt.

Du hast dir einmal gewünscht in der Ukraine beerdigt zu werden, Dein Wunsch ging zum Teil in Erfüllung!- Deine Freunde haben sich darum gekümmert und eine ganz kleine Urne mit deiner Asche in deiner  geliebten Ukraine beigesetzt. Jetzt ruhst Du im kühlen Rasen  in dem  Land, das dir so nah am Herzen stand.

In stiller Trauer

Myroslava (Mira)Pavlyshyn  und alle denen Du so viel Gutes getan hast

15.11.16

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DER ZUSAMMENHANG VON POLITIK UND KRIEG

AUTOR: Josef Theobald

VORWORT

Mit dem Angriff Japans an der Brücke Lugouqiao (im Westen
als Marco-Polo-Brücke bezeichnet), südwestlich von Beijing,
am 7. Juli 1937 begann die umfassende Aggression Japans
gegen China und der dadurch ausgelöste Widerstandskrieg.
[1]

In der Guomindang hatten die Militärs einen gewaltigen Ein-
fluss. So waren 1933 von den 1,2 Millionen Mitgliedern der
Partei allein 785.000 Mitglieder, also 62 %, Angehörige der
Streitkräfte. Dies spiegelte sich in den Militärausgaben wie-
der, die bis 1937 am Gesamtbudget einen Anteil von 41 %
hatten. [2] Auch nach Gründung der Volksrepublik China
blieb der Einfluss der Volksbefreiungsarmee (VBA) nicht
unbedeutend. Nicht wenige im September 1955 ernannte
Marschälle hatten politischen Einfluss bis in die Siebziger
Jahre. [3]   

Bei diesem Hintergrund sind folgende Ausführungen ent-
sprechend zu verstehen.

BEITRAG
Im broschierten 2. Band der Ausgewählten Werke Mao
Zedongs ist in der Fassung vom Oktober 1968 auf der
Seite 261 dieser Satz zu lesen: „Jeder Kommunist muss
diese Wahrheit begreifen: 'Die politische Macht kommt
aus den Gewehrläufen.'“ Diese Übersetzung entspricht
weitgehend der englischen Fassung, bei der es heißt:
„Every Communist must grasp the truth: 'Political Power
grows out of the barrel of gun.'“

Der englische Ausdruck „grow out of“ ist im Sinne von
„entstehen aus, erwachsen aus“ zu verstehen (Collins
Globalwörterbuch ENGLISCH, Band 1, Seite 557). Auch
verwendet der englische Text den Begriff „barrel of gun“
(gun barrel) nicht im Plural, wie die deutsche Fassung,
sondern im Singular.

Die alte deutsche Fassung, eine Übertragung aus dem
Russischen von Leon Nebenzahl aus dem Jahre 1956,  
verwendet die Worte: „Jeder Kommunist muss sich die
Wahrheit einprägen, dass 'das Gewehr die Macht ge-
biert.'“ (Seite 280, Ausgewählte Schriften, Band 2)

Während der Kulturrevolution erschien in China auch
eine Taschenbuchausgabe mit rotem Plastikeinband
mit „sechs“ militärischen Schriften und einem Vorwort
von Lin Biao (1907-1971), der trotz seiner Funktion als
offizieller Nachfolger Maos in Ungnade fiel. Daher auch
der Hinweis auf die Seite 451.

Mit den Jahren ist die neue Fassung aber in aller Munde.
Schon Lenin stellte 1916 in seinem „Militärprogramm der
proletarischen Revolution“ fest: „Es wäre grundfalsch, zu
vergessen, dass jeder Krieg nur die Fortsetzung der Politik
mit andern Mitteln ist;…“ (Werke in zwei Bänden, Band I,
Seite 879) Bezogen auf den Krieg in China, hatte Mao ja
diesen Satz präzisiert. Dieser sei sowohl auf den Wider-
standskampf gegen die japanische Aggression als auch
auf den Bürgerkrieg in China anwendbar. Der Krieg ist
somit immer das letzte Mittel zur Durchsetzung beste-
hender politischer Ziele. In der Definition des Carl von
Clausewitz (1780-1831) hat dabei die Politik das allei-
nige Kommando.

NACHTRAG

Vor kurzem führte ich das berühmte Zitat an: „Jeder Kommunist
muss diese Wahrheit begreifen: 'Die politische Macht kommt aus
den Gewehrläufen.'“ Dabei verwies ich auf Carl von Clausewitz,
der den Satz prägte: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der
Politik mit andern Mitteln.“ Lenin entnahm diesen aus dessen
Werk „Vom Kriege“, Erstes Buch. Er wies aber darauf hin, dass
mit „andern Mitteln“ gewaltsame Mittel gemeint seien. Dabei sei
auf die Schrift mit dem Titel „Sozialismus und Krieg“ verwiesen,
die 1974 erstmals in China unter dem Titel „Lenin über Krieg
und Frieden – Drei Artikel“ in Deutsch veröffentlicht wurde.
Auf der Seite 12 ist obiger Satz abgedruckt mit dem Hinweis
auf seine ursprüngliche Quelle.

Außerdem stellt Lenin fest: „Die Marxisten haben diesen Satz
mit Recht stets als theoretische Grundlage ihrer Auffassungen
von der Bedeutung eines jeden konkreten Krieges betrachtet.“   
 
Es gab aber in der Vergangenheit nicht wenige Stimmen, die
diesen Zusammenhang stets in Zweifel ziehen wollten. In der
Schrift „Über den langwierigen Krieg“ zitiert Mao obigen Satz
selbst. Dieser ist sowohl in der neuen Fassung vom Oktober
1968 als auch in der DDR-Fassung aus dem Jahre 1956 zu
finden. Letztere Fassung entspricht der russischen Ausgabe
Anfang der Fünfziger Jahre. [4]

Es wird hier erneut zu sagen sein, dass in den Siebziger
Jahren, laut offiziellem Verzeichnis aus dem Jahre 1972,
die einzelnen Schriften des vierbändigen Werkes Maos
auch in Einzelausgaben zu beziehen waren. Deshalb ist
um Verständnis dafür zu bitten, wenn hier und da einmal
auf diese zurückgegriffen wird.

Nach dem bewaffneten Aufstand in Nanchang, Provinz
Jiangxi, stießen im Januar 1929 Mao Zedong und Zhu
De (1886-1976) mit den von ihnen befehligten Truppen
zusammen und gründeten die revolutionären Stützpunkt-
gebiete Süd-Jiangxi und West-Fujian. Nach und nach ist
die Rote Armee auf 62.000 Mann, in 13 Korps unterteilt,
angewachsen. [5] Zhu war ein Absolvent der Militäraka-
demie von Yunnan in Kumming gewesen. Bereits mit 31
stand er im Generalsrang. Man darf mit Recht davon aus-
gehen, dass von dieser Seite ein wohl nicht unbedeuten-
der Einfluss auf das strategische und taktische Denken
Maos ausgeübt wurde. Außerdem war Zhu in den Zwan-
ziger Jahren in Berlin ansässig und hatte dort Umgang
mit Zhou Enlai (1898-1976). In Moskau war es ihm auf
Empfehlung Zhous möglich, an einer speziell für Asiaten
eingerichteten Hochschule die klassischen Werke des
Marxismus-Leninismus zu studieren, nachdem dieser
in die KP Chinas aufgenommen wurde. [6]

In den Jahren nach Maos Tod wurde stets die Meinung
vertreten, die Werke Maos seien als ein kollektives Werk
unter der Bezeichnung Mao-Zedong-Ideen zu verstehen,
an dessen Verwirklichung das gesamte ZK der Partei mit-
gewirkt habe. Man könne daher die von Mao geäußerten
und publizierten Gedanken nicht ihm allein zuordnen. [7]

Die genannte Schrift „Über den langwierigen Krieg“ ist eben-
falls im Band II der Ausgewählten Werke Maos von der Seite
127 an zu studieren.

ANMERKUNGEN
[1] CHINESISCHE GESCHICHTE, neu bearbeitet von Dai
     Shifeng, Verlag für fremdsprachige Literatur in Beijing
     (China) 2003, Seite 206.
[2] Umwälzung einer Gesellschaft – Zur Sozialgeschichte
     der chinesischen Revolution (1911-1949), Richard Lo-
     renz (Herausgeber), Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1977,
     Seite 231/32.
[3] CHRONIK DER VOLKSREPUBLIK CHINA (1949-1984),
     im Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing (China)
     1986, die Seiten 13 + 53.
[4] Mao Zedong, Ausgewählte militärische Schriften, Verlag
     für fremdsprachige Literatur, Beijing (China) 1969, Seite
     274.
[5] wie [1], jedoch die Seiten 199 + 200.
[6] Josef Guter, LEXIKON DER GESCHICHTE CHINAS,
     Matrix Verlag, Wiesbaden 2004, Seite 621.
[7] BEIJING RUNDSCHAU, Nr. 19 vom 12. Mai 1981,
     Seite 28.     
 

DIE DEUTSCHEN FRÜHSOZIALISTEN

AUTOR: Josef Theobald

In Deutschland sind die englischen Frühsozialisten, wie Robert Owen
(1771-1858), weitgehend bekannter.

Auch In Deutschland gab es Frühsozialisten, wie Wilhelm Weitling, ein
uneheliches Kind einer Magd und eines französischen Offiziers. Dieser
lebte von 1808 bis 1871, aber vorwiegend im Exil. Als Damenschneider-
geselle ging er, wie damals üblich, auf Wanderschaft und mied Preußen,
da er eine Einberufung zum aktiven preußischen Heer fürchtete.

In Paris veröffentlichte er im Auftrag des „Bundes der Gerechten“ eine
Schrift mit dem Titel „Die Menschheit wie sie ist und wie sie sein sollte“
(1838). In ihr entwickelte er den Plan einer Gesellschaft, die auf dem
Nebeneinander einer streng gleichheitlichen Grundordnung mit allge-
meiner Arbeitspflicht und Gütergemeinschaft beruhte. [1]

Der „Bund der Gerechten“ war ursprünglich ein deutscher Ableger des
an babouvistischen Erinnerungen anknüpfenden französischen Arbei-
terkommunismus, der sich um die gleiche Zeit in Paris ausbildete. Hier
wurde die Gütergemeinschaft als notwendige Folgerung der Gleichheit
gefordert. Der Babouvismus war eine Richtung des utopischen Gleich-
heitskommunismus, die Ende des 18. Jahrhunderts von dem französi-
schen Revolutionär Gracchus (Francois Noel) Babeuf (1760-1797) und
seinen Anhängern begründet wurde.     

Friedrich Engels schrieb im Oktober bis November 1843, dass Weitling
aus Magdeburg stammte. Dieser galt nach seiner Meinung als der Be-
gründer des deutschen Kommunismus. Nach einem längeren Aufent-
halt in Paris emigrierte er in die Schweiz, um dort in einem Schneider-
atelier in Genf zu arbeiten. Dort predigte er seinen Arbeitskollegen sein
Evangelium. Er bildete kommunistische Vereine in allen kleineren und
größeren Städten auf der schweizerischen Seite des Genfer Sees und
gewann die meisten Deutschen, die dort arbeiteten, für seine Ideen.

Nachdem er so den Kern seiner Bewegung in Genf und Umgebung ge-
schaffen hatte, ging er nach Zürich, wo einige seiner Freunde, genau
wie in anderen Städten der Nordschweiz, schon begonnen hatten, auf
die Arbeiter einzuwirken. Er begann nun, seine Partei in diesen Städten
zu organisieren. Unter der Bezeichnung „Gesangvereine“ wurden jene
Vereine zur Erörterung der sozialen Neugestaltung gebildet.

Wegen seiner politischen Aktivitäten geriet Weitling allerdings in die Kon-
frontation mit den Schweizer Behörden. Er wurde in Haft genommen und
seine Schriften nebst Unterlagen wurden beschlagnahmt. Eine gebildete
Kommission offenbarte, dass Weitling als Führer seiner Bewegung galt
und mit ähnlichen deutschen Vereinen in Paris und London in Kontakt
stand. Für die Schweizer Behörden galten diese Gesellschaften als ge-
fährlich und die vertretenen Lehren als utopisch. Die älteren Mitglieder
hatten durch ihre Wanderungen Kontakte nach Deutschland, Ungarn
und Italien.      

Weitlings Bewegung konnte sich deshalb so rasch ausbreiten, da die
deutsche Sprache in Paris sehr verbreitet in seinem Geschäftszweig
war. So beherrschten die Schneider aus Norwegen, die in Paris an-
zutreffen waren, gut die deutsche Sprache, aber kein Französisch.
 
Von den Pariser Gemeinden bestanden 1847 zwei aus Schneidern
und eine aus Möbelschreinern. Nachdem Weitling aus der Schweiz
ausgewiesen wurde, ging er zunächst nach London. Hier wurde sein
Bund internationaler. In seinem Arbeiterverein fanden sich außer den
Deutschen und Schweizern auch Mitglieder aller jener Nationalitäten,
denen die deutsche Sprache vorwiegend als Verständigungsmittel mit
Ausländern diente, also namentlich Skandinavier, Holländer, Ungarn,
Tschechen, Südslaven, auch Russen und Elsässer.

Später nannte man sich in Kommunistischer Arbeiterbildungsverein
um. Hier reifte die Einsicht, dass jede Revolution, um siegreich zu
sein, europäisch sein müsse.

Die Mitglieder all dieser Vereinigungen waren ausschließlich Hand-
werker. Ihnen fehlten Persönlichkeiten, die Kenntnisse in Ökonomie
besaßen. Es ging den Mitgliedern hauptsächlich um die „Gleichheit“,
„Brüderlichkeit“ und „Gerechtigkeit“. [2]   

In den späteren Jahren ging Weitling nach einem Zerwürfnis mit Marx
und Engels wie Owen in die USA. Dort gründete er eine Gewerbeaus-
tauschbank und eine kommunistische Siedlung. Als diese zusammen-
brachen, zog er sich gänzlich aus der Politik zurück.      

Der Bezugspunkt der frühsozialistischen Lehren war überwiegend
noch eine landwirtschaftlich-handwerkliche Gesellschaft ohne die
spätere wesentlich hochentwickeltere Arbeitsteilung. Erst bei dem
Franzosen Etienne Cabet (1788-1856) und dem Deutschen Weitling,
also um etwa 1840, findet die Technisierung ihren Platz in der Ge-
sellschaftsordnung. [3]

ANMERKUNGEN
[1] Bernd Heidenreich (Herausgeber), Politische Theorien des 19.Jahr-
     hunderts, Akademie Verlag, Berlin 2002, Seite 441.
[2] Karl Marx –  Friedrich Engels, Über Deutschland und die deutsche
     Arbeiterbewegung, Band 2: Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts,
     Dietz Verlag, Berlin-Ost 1970, die Seiten 104, 105, 190, 192, 193
     – 195 + 683.     
[3] wie [1], jedoch die Seiten 442/43.

 

VOLKSTRAUERTAG IN RODEN

Zu einer Veranstaltung  zum diesjährigen Volkstrauertag  lud der Sozialverband
VdK Ortsverband  Saarlouis-Roden  zu einem Gedenkgottesdienst  in der Pfarr-
kirche Maria Himmelfahrt  und zu einem anschließenden Gang zum Ehrenfried-
hof nebst Gedenkfeier am Ehrenmal ein. Anwesend waren neben Diakon Franz
Hechenblaikner  diverse Vereine  aus Roden  und  Gäste aus St. Avold. Die dies-
jährige Gedenkrede hielt Bürgermeisterin Marion Jost. Mehr Bilder auch auf un-
serer Facebook-Seite unter diesem LINK:
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Familienabend beim Sängerbund 1872 Fraulautern

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Samstagabend hatte der Sängerbund zu seinem Familienabend geladen. Nach Begrüßung der Gäste durch Martin Labitzke, den 1. Vorsitzenden des Sängerbundes ging es im Programm weiter mit Auftritten des Chores unter Leitung von Isabelle Goldmann und verschiedenen Kabarettstücken.

Der offizielle Teil endete mit der Ehrung langjähriger Mitglieder.

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Rodener Platt

Foto: Thirionstr. vor dem Kriege

Das Rodener Platt, eine , die in unserem Heimatdorf seit Jahrhunderten gesprochen wird. Im Rodener Platt werden die Vorsilben teilweise nicht ausgebsprochen.

Mä – aber   (frz.: mais), Maien – Besuch machen,               

Maischipsen – Maikäfer, Marrand – Leichenschmaus, Matlach – Matratzenschoner

Matz – Mathias, Me’ihm – Muhme-Tante

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