Heimatkundeverein Lisdorf – Führung durch die Saarlouiser Bibliothek

Der Lisdorfer Heimatkundeverein hatte zu einer Führung in die Bibliothek eingeladen. Dort befinden sich Sachbücher aller Wissensgebiete, Romane, Kinder- Jugendbücher, Noten, Zeitschriften, Mediothek, Hörbüchern usw.

Die Stadtbibliothek Saarlouis hat mehr als 50.000 Bücher im Bestand und ist eine der bestausgestatteten Bibliotheken im Saarland.

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DIE JÜDISCHE GEMEINDE IN BEAUMARAIS

AUTOR: Josef Theobald

Die Juden in Beaumarais gehörten bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts
zur Synagogengemeinde Wallerfangen. Im Jahre 1793 lebten in beiden
Orten zwölf jüdische Familien. Dann 1824 sind 36 Juden in Beaumarais
ansässig; bis 1895 stieg ihre Zahl auf 50 Einwohner. Wohl um 1844 ge-
gründet, wird schließlich 1863 eine selbständige Synagogengemeinde
mit der Rechtsform eines privatrechtlichen Vereins erwähnt, der auch
die Juden in Felsberg angeschlossen waren. Innerhalb der Gemeinde
bestand ein Frauenverein (1889 genannt). Während später die Felsberger
Juden 1904 die Synagogengemeinde Beaumarais verließen und nun der
Gemeinde Saarlouis angeschlossen wurden, verloren die Juden in Waller-
fangen ihre eigenständige Organisation und schlossen sich deshalb der
Synagogengemeinde Beaumarais an (1913 und 1924 nachgewiesen).
Ende 1935 wurden lediglich 24 Juden in Beaumarais gezählt. 1936 ist
die Synagogengemeinde nur noch nominell nachweisbar, sie war jedoch
faktisch nicht mehr existent.

Die Juden aus Beaumarais wurden vorwiegend in Dillingen, nach 1905
auch in Saarlouis beigesetzt.

Die Synagoge in Beaumarais wurde nach einer wiederholten Erlaubnis
zwischen 1844 und 1850 in der damaligen Muhlenstraße errichtet. Ein
Grund für den Bau und auch gleichzeitiger Anlass für die Separation
von Wallerfangen war der Platzmangel im dortigen Bethaus. Im Jahre
1891 sollte die Synagoge durch einen Neubau ersetzt werden. Doch
wurde ein entsprechender Beihilfeantrag durch das Innenministerium
abschlägig beschieden. Wohl 1936 aufgegeben, wird das Bethaus be-
reits Ende 1936 als verwahrlost bezeichnet, war jedoch bewohnt. Die
Synagoge überstand sowohl die Pogromnacht als auch den Krieg ohne
größeren Schaden. Nach langjährigem Leerstand des Gebäudes wurde
1962 ein Lagerhaus eingerichtet. 1967 wurde die Synagoge bis auf die
Höhe der Fensterbänke abgebrochen, aufgestockt und zu einem Wohn-
haus umgebaut.

Das Gebäude der Synagoge, ein schlichter nach Südosten orientierter
Längssaalbau mit flach geneigtem Satteldach, besaß mit ca. 12,50 m
Länge, 8 m Breite und einer Traufhöhe zwischen 5 und 6 m lediglich
bescheidene Ausmaße. Der verputzte Bruchsteinbau mit über Dach
geführten Giebeln war straßenseitig durch drei Rundbogenfenster mit
Sandsteinlaibungen gegliedert (ca. 2,70 m hoch, 1,30 m breit). Die ge-
genüberliegende südwestliche Traufwand wies nur ein offenbar gleich-
förmiges Fenster auf, die südöstliche Giebelwand ein Rundfenster (der
Durchmesser ca. 1,20 m). Betreten wurde der Betsaal über einen klei-
nen, nordwestlich dem Eingangsgiebel vorgelagerten Hof. [1]

Wieso blieb die Synagoge in Beaumarais Ende 1936 verwahrlost?

Durch die 1. Rückgliederung des Saargebietes nach Aufhebung des
„Status quo“ und nach einem Römischen Abkommen aus dem Jahre
1934 war es der jüdischen Bevölkerung erlaubt worden, das Saargebiet
zu verlassen. Man rechnete damals offiziell mit 95 % der Juden, die ihre
bisherige Heimat verlassen würden. Denn viele Juden wussten durch die
noch freie Presse im Saargebiet, dass es für sie im nationalsozialistischen
Deutschland keine Zukunft gab. [2]

Wie setzte sich die jüdische Bevölkerung im Saargebiet zusammen?

Im Saargebiet lebten vorwiegend orthodoxe Juden, die in lediglich wenigen
Branchen tätig waren, nämlich im Textilgewerbe, im Metallhandel, im Vieh-
und Getreidehandel, im privaten Geldgeschäft und in freien Berufen, etwa
als Ärzte und Anwälte. [3]

Eine wichtige Rolle für die deutschen Juden nach dem I. Weltkrieg spielte
der patriotisch gesinnte Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (RjF), der im
Jahre 1919 etabliert Mitte der Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts rund
40.000 Mitglieder hatte. Hier vereinigten sich ehemalige Soldaten, die den
Beitrag jüdischer Männer zur Verteidigung des Vaterlandes jetzt besser ge-
würdigt wissen wollten und sich folglich gegen antisemitische Vorwürfe zur
Wehr setzten. [4] Doch stellten sie die letzte Gruppe, die der Vernichtungs-
maschinerie der Nationalsozialisten in Deutschland nicht entgingen.

Infolge der Weltwirtschaftskrise waren viele jüdische Kleinhändler und
Ladenbesitzer nach 1930 gezwungen, ihre Geschäfte zu schließen und
für ihre Familien soziale und finanzielle Unterstützung bei Behörden und
bei ihrer jüdischen Gemeinde zu suchen. In Berlin z. B. wurde 1931 fast
ein Viertel der Gemeindemitglieder sozial und finanziell unterstützt; ein
tendenzieller Verarmungsprozess hatte also eingesetzt. [5] Ein Grund
für diese Entwicklung ist vor allem in der zu geringen Eigenkapitaldecke
der jüdischen Kleinunternehmer zu suchen. Auch tätigten sie hohe Privat-
entnahmen für das modische Auftreten ihrer Familienmitglieder.  

ANMERKUNGEN
[1] Synagogen Rheinland-Pfalz / Saarland, Herausgeber: Landesamt
     für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem
     staatlichen Konservatoramt des Saarlandes und dem Synagogue
     Memorial Jerusalem, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2005. die
     Seite 435.
[2] Eigene Recherchen im Internet.
[3] Gershom Scholem, Judaica 4, Suhrkamp Verlag, Frankfurt (Main)
     1984, Seite 234.         
[4] Die Geschichte der Juden in Deutschland, die Herausgeber: Arno
     Herzig und Cay Rademacher, im Ellert & Richter Verlag, Hamburg
     2007, Seite 176.
[5] wie [4], jedoch die Seite 174.
 

Vorübergehende Sperrung des Premium-Wanderweges „Vauban-Steig“

31.01.2017

Orkan „Egon“ und Eisanlagerungen haben ihre Spuren auf dem Saarlouiser Wanderweg „Vauban-Steig“ hinterlassen. Zahlreiche Äste sind abgebrochen, geschwächte Bäume wurden entwurzelt.

Aus Sicherheitsgründen wird der „Vauban-Steig“ daher mit sofortiger Wirkung vorübergehend gesperrt. Sobald alle Hindernisse beseitigt sind, wird der Wanderweg wieder freigegeben. Hierüber wird die Kreisstadt Saarlouis umgehend informieren. 

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Rückblick – Wachwechsel Löffelgarde Karo Blau Gold

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Die Wachablösung der Löffelgarde von Karo Blau Gold  aus Saarlouis-Roden fand im Donatuszentrum Roden statt. Mit dabei waren befreundete Karnevalsgesellschaften und  Gäste aus dem kommunalen Bereich. Über "ein Gefällt" unserer Seiten würden wir uns freuen!

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Damals – Industrie in Fraulautern

Wenn man über Fraulautern schreibt, ohne die Industrie zu erwähnen, wäre dies unvollständig. Die industrielle Entwicklung ging ziemlich sprunghaft vonstatten.

Durch die Französische Revolution wurde das damals weit über seine Grenzen hinaus bekannte Frauenkloster aufgehoben. Viel Negatives ist über das Kloster und seine Insassen geschrieben worden. Aber auch viel Positives ist geleistet worden. Die Fraulauterner Einwohner leisteten weiterhin Frondienste, wurden dafür reichlich entlohnt. In der Spinnstuff (M. Rehanek) wurden die Mädchen und Frauen an den langen Winterabenden in die Kunst des Spinnens eingeführt. Eine gut geführte Klosterschule sorgte für die geistige Entwicklung ihrer Schüler, die besonders in den Wintermonaten gut besucht wurde.

In diese fruchtbare Aufbauarbeit kam der Beschluß der französischen Revolutionsführung 1789, die Güter des Klosters einzuziehen. Nach langem hin und her wurde im Januar 1791 ein erster Verkauf angesetzt. Die beherzten Klosterfrauen hatten, unterstützt von ihren Untertanen, mutigen Männer aus Schwarzenholz und Labach ihr Hab und Gut nach den oben genannten Orten weggeschafft. Dort hatte das Kloster große Liegenschaften, besaß auch die Herrschaft über diese Orte und war dort den französischen Eingriffen nicht mehr ausgesetzt. Groß war die Wut und der Ärger der Franzosen, als sie ein leeres Kloster vorfanden. So einfach gaben die Klosterfrauen ihren Besitz nicht auf, mußten aber zusehen, wie ihr Kloster 1794 unter den Hammer kam.

Das ganze Anwesen wurde an einen Herrn Rouply verkauft. Der jetzige Besitzer veräußerte das meiste weiter. Die Klosterkirche diente noch ihrem Zwecke bis 1895 als Pfarrkirche. Danach wurde sie abgerissen. In einen Teil der Anlage, das Gebäude links vom Torbogen und weitere Gebäudeteile auf dem Areal des jetzigen Eisenwerkes Ställe, Remisen usw. wurden in eine Blechfabrik eingerichtet.

Quelle: H. Huffer

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Erinnerungen an die Beaumaraiser Faasend 1989

Nach dem großen Erfolg der Auftaktveranstaltung mit mehr als 70 Besuchern lädt der Verein für Mundart und Geschichte Beaumarais zu einer weiteren Filmvorführung am Dienstag, 7. Februar 2017 um 15 Uhr ins Dorfhaus Beaumarais, Hauptstraße 48, ein. Im Rahmen eines geselligen Beisammenseins mit Kaffee und Kuchen zum Selbstkostenpreis wird diesmal entsprechend der aktuellen Jahreszeit, Filmmaterial von der „Faasend“ in Beaumarais gezeigt. Der Verein präsentiert Filme von Fastnachtsumzügen und Ausschnitte aus Kappensitzungen, die mehr als drei Jahrzehnte im Archiv geschlummert haben.

Der Verein für Mundart und Geschichte Beaumarais setzt mit dieser Veranstaltung seine im vergangenen Jahr begonnene Reihe der Filmnachmittage fort. Der Vorsitzende Walter Löffler freut sich auch diesmal auf viele Besucherinnen und Besucher. Der Eintritt ist frei.

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Bildquelle: Walter Löffler

Rückblick – Baschtianstag

Am 20. Januar war „Baschtianstag“ und nach altem Brauch wird an diesem Tage in der Kirche zu Beaumarais ein feierliches Amt gehalten, zu Ehren des heiligen Sebastian. Vor 50 Jahren noch war das einer der höchsten Feiertage in der Gemeinde. Er unterbrach die Winterruhe der Dorfleute und die Frauen wußten und rechneten auch damit, dass die Männer nach der Messe „hängen bleiben“.

So wird es schon seit 260 Jahren geübt, denn als die Stadt Wallerfangen mit der Pfarrkirche zerstört wurde und die Einwohner umsiedeln mußten, da kam die 50 Mann starke Sebastianskompanie nach Saarlouis. Sie hatte rote Uniformen an, wenn sie, ihren Statuten gemäß, allen weltlichen und kirchlichen Feiern beiwohnten. Das waren die „Feinen“ aus der Sebastianusbruderschaft. Die anderen aber – die Wallerfanger der bäuerlichen Art – die zogen nach Beaumarais, das zur Zeit des Festungsbaues entstanden war und dem die gleichen Rechte wie der neugegründeten Stadt verliehen worden waren. –

Die Glocken der Wallerfanger Kirche kamen in die Kirche der neuen Stadt Saarlouis, die eine Kirche „zum heiligen Ludwig“ wurde, die kirchlichen Gewänder und Geräte aber wurden auf Befehl der weltlichen Behörde in die neue Pfarrkirche Beaumarais gebracht, die wie die Wallerfanger Kirche eine Kirche „zu den Heiligen Peter und Paul“ wurde.

Zu den in die Beaumaraiser Kirche verbrachten Geräten gehörte auch eine Figur des hl. Sebastian, wie er, an einem Stamm gefesselt, mit Pfeilen getötet wird. In den Pestzeiten, die die Stadt Wallerfangen heimgesucht hatten, hatten die Wallerfanger den „Pestheiligen“ Sebastian um Hilfe angefleht, hatten eine Sebastiansbruderschaft gegründet, hatten besondere Gebete verfaßt, hatten eine silberne Statue des Heiligen anfertigen lassen und hielten ihm zu Ehren eine feierliche Jahrmesse.

Die „Saarlouiser Wallerfanger“ hatten also die Bruderschaft mit ihrem Gepränge nach Saarlouis bekommen. Die „Beaumaraiser Wallerfanger“ aber hatten den Inhalt des Festes, das feierliche Gedenken des Heiligen in der Jahrmesse mit ihrem silbernen Sebastian mit der Reliquie mitgenommen. Diesen Sebastian haben wir nicht mehr. Weil er aus massivem Silber war mußte er während der französischen Revolution in die Münze (d.i. Geldprägeanstalt) wandern. Aber aus einem Inventar, das kurz vor der Zerstörung Wallerfangens angefertigt worden war, wissen wir, wie er aussah: etwa 30 cm hoch an einem Stamm aus Kupfer gefesselt und die in Silber gefaßte Sebastiansreliqie an einer Kette um den Hals tragend. Den kupfernen Baumstamm mit einer kleinen Sebastiansstatue, die eine Nachbildung des damals eingeschmolzenen Sebastians sein kann, hat noch das Pfarrhaus von Beaumarais. –

Kaum aber hatten die Beaumaraiser zehn Jahre lang ihren Heiligen und ihr Fest, da scheinen Streitigkeiten wegen des Besitzes der in zwei Teile gerissenen Bruderschaft entstanden zu sein. Das Staatsarchiv in Koblenz bewahrt die Entscheidung in einer Klage der Sebastiansbruderschaft des Dorfes Beaumarais wegen des Rechtes auf eine Stiftungswiese. Darin wird gesagt, „dass die Beaumaraiser freizusprechen seien, denn als es „dem König gefiel“, die Stadt Wallerfangen zerstören zu lassen, wurde die Bruderschaft des hl. Sebastian und die Reliquie nach Beaumarais gebracht. Dort wird am Tag des Heiligen und ihm zu Ehren eine Messe für die Seelen der abgeschiedenen Gläubigen gelesen. Also sind sie, kraft des Vorhandenseins der Bruderschaft, auch im Besitz der Stiftungswiese. Die Beaumaraiser sind es auch, die den Pfarrer für die Abhaltung der Jahresfeier bezahlen, ganz zu schweigen von den Kerzen, die sie jährlich stellen. Weil sie die strittige Wiese bis jetzt besassen, sollen sie sie auch weitergenießen – Die Klage der Antragsteller ist unbegründet, denn der König hat den besagten Beaumaraisern dieselben Freiheiten gegeben, wie den Bürgern der Stadt, was nicht abgestritten werden kann.“ –

So sind die Beaumaraiser also zu ihrem Sebastian gekommen. Die große Figur des Heiligen, die sich heute mit einem Platz im Glockenturm begnügen muß, stand vor der Renovierung der Kirche am Altar der Männerseite. Die Kirche besitzt auch noch ein silbernes Schaugerät, das als Mittelstück eine runde Silberkapsel mit der Reliquie des Heiligen birgt. Man kann annehmen, dass es die in dem alten Inventar erwähnte Reliquie ist, die der silberne Sebastian um den Hals trug.

Das Dorf Beaumarais war in seinem Anfang Nachfolgeort der alten Stadt Wallerfangen und gleichberechtigt mit Saarlouis. Es hat den Heiligen und sein Andenken. In den Kirchenbüchern der Saarlouiser Pfarrei des hl. Ludwig klang noch lange das Andenken Sebastians durch häufige Namensgebung nach. Und wir können es uns nicht versagen, den Besten von Ihnen, in die Erinnerung zurückzurufen, den 1930 verstorbenen Sebastian Egloff, den würdigsten Vertreter von Alt-Saarlouis, den ausgezeichneten Kenner der Saarlouiser Ortsgeschichte, den unübertrefflichen Kenner Saarlouiser Mundart

Quelle: DORA DIMEL / BEAUMARAIS Marschall Ney und seine Heimat

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VORSTELLUNG DER SAARLOUISER HEFTE

Am Mittwoch, dem 25. Januar 2017, wurden  in  der 1. Etage  der Pieper-Buchhandlung
die Saarlouiser Hefte durch Volker Felten vorgestellt. Die erste Sondernummer befasst
sich mit  dem  Saalbau  in Saarlouis, der Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. Es
sind  weitere  reguläre  Ausgaben und Sondernummern  geplant. Mehr Bilder auch auf
der Facebook-Seite unter folgendem LINK:
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DAS TRAUMA DER USA

AUTOR: Josef Theobald

Viele bibelfeste Christen diverser Freikirchen in den Vereinigten Staaten
vertreten noch heute die Meinung, dass die USA und Großbritannien das
Erstgeburtsrecht des Stammvaters Jakob ererbt haben (1. Mose 25,33).
[1]

Besonders nach dem Ende des II. Weltkrieges gingen nun die USA als die
führende Weltmacht hervor. Ihre vorherrschende Position veranlasste die
USA jedoch nicht, die in den Trümmern liegenden Staaten zu unterdrücken,
sondern ihren geschlagenen Feinden Unterstützung beim Wiederaufbau zu
leisten. Damit bewiesen sie eine besondere Form von Großherzigkeit, die in
den Annalen der Weltgeschichte beispielhaft ist. Hier muss allerdings ergänzt
werden, dass es in den Jahren des „kalten Krieges“ außenpolitisch besonders
geboten war, weite Teile Westeuropas zu einem Bollwerk gegen den sich aus-
breitenden Kommunismus zu machen.

In den Jahren 1945 bis 1952 unterstützten die US-Amerikaner die Länder
Europas, einschließlich des ehemaligen Gegners Deutschland, mit einem
Betrag von umgerechnet 150 Milliarden Euro zur Linderung der Not und
für den Wiederaufbau. Somit sind also die beiden früheren Feindstaaten,
Deutschland bzw. Japan, in den letzten Jahrzehnten selbst zu bedeutenden
Wirtschaftsmächten geworden. Doch ernteten die USA in den letzten Jahren
dafür immer mehr weltweite Verachtung.

Gleichzeitig hatte das Britische Empire 1947 mit der Entlassung Indiens in
die Unabhängigkeit begonnen, sich mit einer rasanten Geschwindigkeit auf-
zulösen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts musste Großbritannien
seine Vormachtstellung an die USA abtreten.

Allerdings wurden die Vereinigten Staaten, die aus dem II. Weltkrieg als die
wohl weltstärkste Militärmacht hervorgegangen ist, bald in Kriege verwickelt,
die ihnen keinen Ruhm brachten.

In Korea zahlten die US-Truppen einen hohen Blutzoll, in Vietnam erlebten
sie eine demütigende Niederlage. Auch in den späteren Kriegen und Kämpfen
in Kuwait und im Irak, in Bosnien und Serbien sowie in Afghanistan, in denen
die USA zwar ihre Ziele erreichten, übernahmen die US-Streitkräfte sowohl
undankbare als auch kostenintensive Verpflichtungen zur Friedenserhaltung,
deren Ausgang zum Teil völlig ungewiss ist.  

Die USA gingen seit dem Koreakrieg lediglich in militärischen Konflikten dann
als klarer Sieger hervor, wenn sie aufgrund ihrer militärischen Stärke gegenüber
ihrem Gegner absolut überlegen waren, wie bei den Einsätzen in Grenada und
in Panama.

Ein weiteres Zeichen des Niederganges Großbritanniens und der USA ist der
Verlust vieler überseeischer Militärbasen und strategischer Stützpunkte, die
sich unter ihrer Kontrolle befanden und die sie mit großem Aufwand unter-
hielten. In den letzten Jahren verloren sie solche bedeutende strategische
Gebiete, wie den Panamakanal, Hong Kong und die Stützpunkte Clarke
und Subic Bay auf den Philippinen.
      
Noch heute ist die Stärke der USA in militärischer, ökonomischer, industrieller
und technologischer Hinsicht die Weltmacht unbestritten. Doch gibt es in der
Realität eine Spirale des moralischen Verfalls (Drogen, Promiskuität). In der
Gesellschaft herrscht ein gottloser Materialismus vor. Demnach glauben viele
US-Amerikaner, dass die überragenden Segnungen von nationalem Wohlstand
und nationaler Macht auf Glücksumstände zurückzuführen sind, bzw. dass sie
das Ergebnis eigener Anstrengungen darstellen.

Außerdem gehören die USA zu den Ländern mit der höchsten Kriminalität.
Geistiger Müll wird einfach als Kultur verkauft. Millionen Menschen leben in
der Furcht, Opfer krimineller Gewalt zu werden. Viele Städte sind Kloaken
der Kriminalität, der Bandenkriege, der Armut und des Analphabetentums
geworden. [2]

In den letzten Jahrzehnten beobachten wir einen immer stärker werdenden
Antiamerikanismus. War dieser früher hauptsächlich bei den extrem „linken“
Gruppen vorhanden, hat sich dieser Trend im Laufe der Zeit auch in rechts-
populistischen Parteien, wie bei der AfD, etabliert. Ebenfalls die wachsende
Islamisierung in der arabischen Welt sorgte für einen zunehmenden Groll ge-
genüber den USA.

Nach dem Amtseintritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump wurde eine
neue Außen- und Sicherheitspolitik eingeläutet, die zum einen den Islamismus
in der Welt bekämpfen will und zum anderen auf Distanz zu den traditionellen
Partnern in Westeuropa geht.

Durch seine neue Doktrin „America first“ (Amerika zuerst) verschärft er aller-
dings die Situation und sorgte für eine große Verwirrung in den Hauptstädten
Europas. Beim globalen Welthandel sind nationale Alleingänge eher schädlich
und beeinträchtigen mittelfristig die nationale Wirtschaft der USA selbst. Denn
allein die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beeinflusst den bilateralen Handel.
Jedwede Form von Protektionismus hilft da nicht weiter. Nicht umsonst plädierte
Chinas Staatspräsident Xi Jinping in Davos (Schweiz) für den freien Welthandel.       
[3]

ANMERKUNGEN
[1] Herbert W. Armstrong, DIE USA UND GROSSBRITANNIEN IN DER
     PROPHEZEIUNG, Nachdruck 2007, die Seiten 135/36.
[2] AMERIKA UND GROSSBRITANNIEN (Was sagt die Bibel über ihre
     Zukunft?), Herausgeber: Vereinte Kirche Gottes, die Seiten 40 – 45.
[3] Die These vom „freien Handel“ geht auf den britischen Kaufmann Sir
     Matthew Decker (1679-1749) zurück, der in seiner Schrift „Decline of
     Foreign Trade“ von 1744 im Hinblick auf die Tätigkeiten der Handels-
     kompanien die Einführung des Freihandels bei einer Abschaffung der
     Monopole und bei einer Aufhebung aller Importverbote forderte.        

   


      

 

NEUJAHRSEMPFANG DER SPD STEINRAUSCH

Zu einem Neujahrsempfang  hatte am Sonntag, dem 22. Januar 2017, der
SPD-Ortsverein Steinrausch eingeladen. Überschattet war die Veranstal-
tung  von der Landtags- und OB-Wahl  im  März dieses Jahres. Zu einem
Höhepunkt zählte die Ehrung mehrjähriger Parteimitglieder. Mehr Bilder
auch auf unserer Facebook-Seite unter diesem LINK:
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