Anker Werke
Damals – Anker Registrierkassen
Die Anker-Werke AG waren ein deutscher Hersteller von Nähmaschinen, Registrierkassen, Buchungsmaschinen, Kleinmotorrädern und Fahrrädern mit Sitz in der ostwestfälischen Stadt Bielefeld. 1876 als Bielefelder Nähmaschinenfabrik Carl Schmidt gegründet, wurde das Unternehmen bald in Anker Werke umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann 1948 der Wiederaufbau, wobei die Werke sich auf die Büromaschinen- und Registrierkassenproduktion konzentrierten. Die Fahrrad- und Motorradproduktion wurde ausgelagert. 1976 meldeten die Anker-Werke AG Konkurs an und wurden von dem britischen Hersteller Thomas Tilling gekauft. Nach verschiedenen Übernahmen, zuletzt durch den Software-Riesen Oracle im Jahr 2014, ist die ursprüngliche Sparte von Anker seit 2015 wieder im Privatbesitz und ein eigenständiger Hersteller.
Quelle: Wikipedia
http://wikipedia.org/wiki/Anker-Werke
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Rückblick-Victor’s Weihnachtsfeier-Abend
Rückblick-Victor's Weihnachtsfeier-Abend
In festlichem Ambiente, Live-Musik von „Dreierpasch“ (Kolja Koglin & Tobias Rößler) und vielen Köstlichkeiten fand in "The Club" Victor's Weihnachtsfeier-Abend statt.
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Rückblick: Weihnachtszauber mit dem Rathauschor
Wie auch in den vergangenen Jahren, so hatte auch 2017 der Rathauschor die Tradition des Adventssingen fortgeführt.
Zum Adventskonzert des Rathauschores waren wie üblich aktive und ehemalige Rathauskollegen und auch die Öffentlichkeit eingeladen.Die Besucher konnten sich auf besinnliche Weihnachtslieder freuen. Bürgermeisterin Marianne Jost bedankte sich für die gelungene Darbietung desChores und Harald Amann wünschte allen im Namen des Chores ein Frohes Fest.. Weil die Adventszeit 2017 so kurz ausfiel, kam das Friedenslicht jedoch erst Tage später in Saarlouis an, sodass die Pfadfinder St. Georg zum Weihnachtsliedersingen das Friedenslicht aus Bethlehem nicht zu diesem Anlass rechtzeitig ins Rathaus bringen konnten. Ausnahmsweise mussten beide Anlässe getrennt voneinander stattfanden.
1. Rebellen-Kinderkappensitzung 2018
Nachträglich ein frohes neues Jahr 2018
Wir wünschen unseren Mitgliedern, Freunden und Bekannten ein frohes Neues Jahr und
einen guten Start in 2018.
Życzymy naszym członkom, przyjaciołom i znajomym szczęśliwego Nowego Roku i
dobry start w 2018 roku.
We wish our members, friends and acquaintances a Happy New Year and
a good start in 2018.
Nous souhaitons à nos membres, amis et connaissances une bonne année et
un bon début en 2018.
Auguriamo ai nostri soci, amici e conoscenti un felice anno nuovo e
un buon inizio nel 2018.
Les deseamos a nuestros miembros, amigos y conocidos un Feliz Año Nuevo y
un buen comienzo en 2018.
ขอให้สมาชิกเพื่อนและคนรู้จักของเรามีความสุขในวันขึ้นปีใหม่และ
การเริ่มต้นที่ดีในปีพ. ศ. 2561
K̄hx h̄ı̂ s̄māchik pheụ̄̀xn læa khn rū̂cạk k̄hxng reā mī khwām s̄uk̄h nı wạn k̄hụ̂n pī h̄ım̀ læa
kār reìm t̂n thī̀ dī nı pīph. Ṣ̄. 2561
Regie de Mines de la Saare
Im Rahmen des Zusammenschlusses musste die Grube Duhamel, die keine Kohlewäsche mehr hatte, die Grube Griesborn mit übernehmen.
Aus diesem Grund wurden 1950 auf Duhamel nachstehende Gebäude errichtet:
Kohlewäsche
Sieberei
neuer Wagenumlauf über Tage
Grubenbahnhof
Quelle: Bergwerkskalender 1950
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Rückblick – Christliche Bergmette 23.12.2017
In der Apollonia-Kapelle Fraulautern fand am 23.12. die dritte Christliche Bergemette statt. Nach der Begrüßung der Besucher durch Pfarrer Rolf Dehm und Klaus Hiery sprach der Vorsitzende der Berg- und Hüttenvereine „St. Barbara“ Fraulautern und des Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten und Knappenvereine des Saarlandes ein Einfahrgebet. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hielt die Bergpredigt. Nach dem Evangelium trug Roland Kiefer ein Gebet zur Ausfahrt vor. Es folgte die Verabschiedung ins neue Jahr durch Klaus Hiery. Die Bergmette endete mit dem Steigerlied und dem Auszug der Knappen.
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Generationenwechsel im französischen Honorarkonsulat
20.12.2017
Von: Sascha Schmidt
Weil der bisherige Amtsinhaber Michel Bouchon die Altersgrenze erreichte, schied er dieses Jahr aus dem Amt. Nachfolgerin ist
seine Tochter Myriam Bouchon. Eine Feierstunde im Empfangssaal des Rathauses bot Anlass zum Rückblick und für ein herzliches Willkommen.#
Deutsch-Französische Freundschaft und der Einsatz für ein vereintes Europa, Heimat, Jugend und Galette des Rois: Zu jedem Buchstaben im Alphabet fiel Bürgermeisterin Marion Jost eine Eigenschaft, ein Schlaglicht oder eine persönliche Anekdote ein zu Michel Bouchon. Acht Jahre lang war der Franzose, der mit seiner deutschen Frau Charlotte in Neuforweiler lebt, Honorarkonsul der Republik Frankreich für die Landkreise Saarlouis und Merzig-Wadern. Zahllosen Menschen half er in dieser Zeit, 500 Personen sprachen alleine im vergangen Jahr bei ihm vor. Als Honorarkonsul war es seine Aufgabe für sie Probleme zu lösen, die im deutsch-französischen Lebensalltag entstehen und dabei auch so manche, bislang unbekannte Hürde zu überwinden.
Von Anfang an, betonte Bouchon bei der Feierstunde im Rathaus, sei er bei seiner Aufgabe getragen gewesen „von dem Wunsch, hilfreich und nützlich zu sein, die Erwartungen und Sorgen all derer vor Augen, die bei uns vorsprachen und immer mit dem Anspruch dabei meinem Land zu dienen.“ Doch das praktizierte Selbstverständnis Bouchons reichte darüber weit hinaus: „Es geht auch darum, Frankreich zu repräsentieren und zu präsentieren, für Frankreich zu begeistern und die Freundschaft zu vertiefen, die unsere beiden Völker vereint. Es geht darum, der jungen Generation den europäischen Geist einzuhauchen, unsere Kultur lieben zu lernen und in der Stadt das französische Flair lebendig werden zu lassen, das ihr so gut zu Gesicht steht.“ Einen besonderen Dank richtete er an Odile und Claude Villeroy, die ihn seinerzeit „an diese ungewöhnliche, aber außerordentlich interessante Tätigkeit“ heranführten.
Weil Michel Bouchon im Sommer die Altersgrenze erreichte, schied er aus dem Amt des Honorarkonsuls. Auf ihn folgt seine Tochter Myriam Bouchon, die im Oktober offiziell ihr ‚Brevet‘ von der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes überreicht bekam. „Es ist bei uns Ehrensache, Bürgern, die in Not geraten sind, Hilfe und Unterstützung zu gewährleisten“, sagte die 43-Jährige und machte damit klar, dass sie die Ideale ihres Vaters teilt und diese auch in Zukunft als Honorarkonsulin weiterführen wird. Ebenso sei es ihr ein besonderes Anliegen, kulturelle Aktivitäten mit deutsch-französischem Hintergrund zu unterstützen und anzuknüpfen an entsprechende Projekte, die sie bereits in ihrem Beruf als Lehrerin und in Kooperation mit Saarlouiser Schulen realisiert hat.
Das Büro des Honorarkonsulats befindet sich im Rathaus, Eingang Pavillonstraße, und ist immer dienstags in der Zeit von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.
Bild- und Textquelle: https://www.saarlouis.de/home/aktuelles/info/artikel/generationenwechsel-im-franzoesischen-honorarkonsulat/
Sascha Schmidt
Galakappensitzung, und Kinderkarneval des SKC „de Boules“ e.V.
In der Mehrzweckhalle Vogelsang geht es an Fastnachtsamstag, 10.02.2018, endlich wieder närrisch hoch her. Der Saarlouiser Kultur- und Carneval-Club (SKC) „de Boules“ e.V. veranstaltet ab 20.11 Uhr seine Galakappensitzung und präsentiert alles, was zu einem gelungenen Abend dazugehört: fetzige Tänze der SKC-Garden, Tanzmariechen und des Männerballetts, witzige Sketche und Büttenreden sowie stimmungsvollen Gesang. Der Kartenvorverkauf für diese Veranstaltung findet am Sonntag, 21.01.18 um 10.11 Uhr im Gasthaus „Zum Stadtkrug“, Schlächterstraße statt. Auch Restkarten sind dort erhältlich.
Mit Pauken und Trompeten und ganz viel „Alleh hopp“ startet die Jugendabteilung des SKC „de Boules“ e.V. an Fastnachtsonntag, 11.02.2018, ihren Kinderkarneval, zu dem alle kleinen und großen Narren recht herzlich eingeladen sind. Los geht’s um 15.11 Uhr mit einem bunten Programm in der Mehrzweckhalle Vogelsang. Neben den Tänzen der Garden und zahlreichen Spielen und werden die schönsten Kinderkostüme prämiert. Karten können an der Tageskasse erworben werden.
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GLÜCKWÜNSCHE ZUM WEIHNACHTSFEST
DIE GESCHICHTE VON FM KOMPAKT
AUTOR: Josef Theobald
EINLEITUNG
Mitte der Achtziger Jahre erschienen verschiedene Hobbyzeit-
schriften zu den Themen "Free Radio" und "Privatradio". FM
KOMPAKT war damals eines dieser kleinen Printmedien. Denn
die offiziellen Medien behandelten derartige Themen nur am
Rande. Dadurch wurde FM KOMPAKT relativ schnell bekannt.
VORWORT
Der Hintergrund von FM KOMPAKT liegt vor allem in der Rundfunk-
geschichte. Bis in die Achtziger Jahre war der öffentlich-rechtliche
Rundfunk weitgehend in der Präsentation rückständig geblieben.
Immer mehr Hörer z. B. lauschten den US-Soldatensendern. Durch
diesen Einfluss wuchs der Wunsch nach Alternativen. Ein weiterer
Einfluss kam durch die Seesender vor der 3-Meilen-Zone. Denn hier
hatten im Hintergrund Medienkonzerne aus den USA die Gelegenheit
erblickt, ihre Vorstellungen von Radio auch im westlichen Europa zu
verbreiten. Schon Anfang der Siebziger Jahre bekam die englische
Sprache in der alten Bundesrepublik wachsenden Einfluss auf das
Bildungswesen. Das vormals verbreitete altsprachliche Gymnasium
wurde allmählich durch neusprachliche Schulformen verdrängt.
Auch Leute wie Klaus Quirini, Jahrgang 1941, ein bestimmender
Akteur der Deutschen Discjockey Organisation (DDO), gegründet
1963, hatten einen gewaltigen Einfluss auf die Musikpräsentation
in den Diskotheken. Als z. B. das in der Schweiz realisierte See-
senderprojekt Radio Nordsee International (RNI) über den Äther
ging, war Quirini natürlich involviert. Denn auf deutschem Boden
waren qualifizierte Radiomoderatoren eher Mangelware.
Deshalb kamen die meisten fortschrittlichen Radiomoderatoren
sowohl aus der britischen als auch aus der US-Soldatensender-
szene (BFBS, AFN) oder aus dem Bereich der Diskotheken. Ei-
nige Radiostationen, wie Radio Luxemburg (RTL), rekrutierten ihr
Sprecherpersonal aus den genannten Bereichen. Vor allem Radio-
sender in den Grenzgebieten zu Deutschland griffen gerne auf der-
artige Personen zurück. Der deutsche Zweig von Radio R.V.N. z.B.
zeigte besondere Nähe zu einer ehemaligen Diskothek in Schmelz
im Landkreis Saarlouis.
Im Vorfeld der Zulassung privater Radiokanäle tummelten sich einige
Radiopiraten im Äther. Dies war also die große Zeit der Free-Radio-
Bewegung. Hier gab es entweder Piraten auf UKW oder man bediente
sich ausländischen Relais In Italien, in den Niederlanden oder in Irland.
Untereinander sah man sich eher als Konkurrenten. Nur in den wenig-
sten Fällen schloss man sich zusammen. Kapitalmäßig stand man in
vielen Fällen auf schwachen Füßen. Daher setzte man auf selbstloses
Engagement.
BEITRAG
Im Juli 1985, in der Hochzeit der Free-Radio-Bewegung, erschien ein
neues Printmedium, das in einem monatlichen Rhythmus mit FM-/KW-
und Kabelnews aufwartete und sich später FM KOMPAKT nannte. Der
Herausgeber hieß Thomas Kircher und stammte aus Heilbronn, der sich
hier durch die publizistische Arbeit von RADIO VICTORIA, der Kurzwellen-
musikstation, anregen ließ. Über drei Jahre hinweg erschien dort ein Fan-
Magazin, das damals in Sachen FREE RADIO seines Gleichen suchen
konnte. In den letzten Jahren waren beim FREE RADIO FANZINE neben
Roger Kirk auch Mathias Kropf und Jürgen Poppe redaktionell tätig gewesen.
Hinzu gesellte sich auch noch eine unterschiedliche Anzahl von wechselnden
Korrespondenten. Doch sollte Ende 1986 plötzlich und für alle unerwartet die
letzte Ausgabe dieser Publikation erscheinen. So entstand in diesem Bereich
eine wirkliche Lücke, die FMK in relativ kurzer Zeit aber schließen konnte.
Weiterhin fand ein reger Austausch mit anderen einschlägigen und noch
existierenden Fachmagazinen statt. Der Schwerpunkt der hier verbreiteten
Meldungen lag zunächst auf Südtirol, Baden-Württemberg und Bayern. Über
10 Jahre war man aktiv tätig. Nach einer mehrjährigen Pause ist man am 16.
März 2007 wieder im Internet als Webseite zurückgekehrt.
Als FM KOMPAKT wieder im Internet seinen Auftritt startete, war dieser
von ehrgeizigen Plänen begleitet worden. Da gab es Vorstellungen von
der Gründung einer Radioakademie, von Kooperationen mit bestehen-
den Radiostationen und von einer Tätigkeit in der Medienberatung. Ge-
blieben sind allerdings ein großes Mediennetzwerk, basierend auf Partnern
im Bereich des Internetradios und sehr zahlreichen Kontakten im deutsch-
sprachigen In- und Ausland, und erfolgreiche Freundschaftstreffen unter
dem Dach von FM KOMPAKT mit Exkursionen zu einigen Radiostationen
in Deutschland, in Österreich und in Südtirol. FM KOMPAKT wird heute
also ernst genommen. Jedoch hat sich die deutsche Rundfunklandschaft
stark verändert. Die kommerziellen Radiostationen verdienen heute das
meiste Geld mit der Verwertung der Rechte an ihren Medienerzeugnissen.
Das Radio selbst verkommt zu einer Gelddruckmaschine, wo hier mit dem
geringsten Einsatz der höchste Gewinn angestrebt wird. Dies erklärt die
steigende Anzahl schlecht gemachter Produktionen fast ohne jegliches
Niveau im Radioalltag.
ST. BARBARAFEIER IM VEREINSHAUS FRAULAUTERN











FILMVORTRAG „EUROPAS NEUBEGINN“
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DIE BAHNSTRECKE „DILLINGEN (SAAR) – BOUZONVILLE“
AUTOR: Josef Theobald
DIE CHRONIK
31. 03. 1897 Reichsgesetz zum Bau und Betrieb der Strecke Dillingen
(Saar) – „neue Reichsgrenze“
01. 07. 1901 Aufnahme des Reise- und Güterverkehrs auf der Strecke
Dillingen (Saar) – Busendorf (Bouzonville), Betriebsführung:
Reichseisenbahn Elsass-Lothringen
1918 – 1935 Betriebsführung durch die Reichsbahndirektion Saarbrücken
1945 Übernahme der Betriebsführung durch die Saarländischen
Eisenbahnen (SEB), ab 1951 durch die Eisenbahnen des
Saarlandes
Juni 1948 Wiederaufnahme des Zugverkehrs, Reiseverkehr nur zwischen
Dillingen (Saar) – Niedaltdorf
01. 01. 1957 Übernahme des Betriebes auf deutscher Seite durch die Deutsche
Bundesbahn (DB), auf französischer Seite von der SNCF
DIE DATEN
Kursbuchnummer (seit 1992) 687
Spurweite 1435 mm
Streckenlänge 20,3 km
größte Neigung 1 : 100
kleinster Bogenhalbmesser 300 m
Bahnhofsgebäude Siersburg, Hemmersdorf (Saar)
DIE DETAILS
Noch heute herrscht auf der in Dillingen beginnenden und in das französische
Bouzonville führenden Strecke ein reger Güterverkehr. Reisende werden auf
französischer Seite schon seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr be-
fördert. Die Deutsche Bahn betreibt den Abschnitt von Dillingen bis zum Hal-
tepunkt Niedaltdorf mit Dieseltriebfahrzeugen. Früher waren es noch Wende-
züge. Zwar gilt die Gesamtstrecke heute noch als Hauptbahn, aber ihr Neben-
bahncharakter ist unübersehbar.
Schon lange gibt es Bestrebungen, den Reiseverkehr auf deutscher Seite ein-
zustellen und den Güterverkehr über eine andere Strecke umzuleiten.
Durch die Eisenbahn erlebte das Saartal und hier besonders die Region
um Dillingen einen enormen Aufschwung. Der im Jahre 1858 angelegte
Bahnhof Dillingen erlangte durch den regen Berufsverkehr zur und von
der Hütte sowie durch den An- und Abtransport der Roh- und Fertigpro-
dukte dieses Werkes sehr schnell eine große Bedeutung. Frühzeitig er-
kannte man, dass für den ständig wachsenden Personen- und Güterver-
kehr weitere Bahnverbindungen geschaffen werden mussten. Dillingen
sollte sich zu dem bedeutendsten Bahnknoten zwischen Saarbrücken
und Trier entwickeln.
Um den Erznachschub über einen längeren Zeitraum zu sichern und
das Material auf direktem Weg wirtschaftlicher zu transportieren, wurde
der Bau einer Zweigbahn zwischen Dillingen und dem lothringischen
Busendorf (heute Bouzonville) beschlossen. Im Ergebnis des Krieges
von 1870/71 wurden Elsass und Lothringen an das Deutsche Reich
eingegliedert. Als Folge kaufte das Deutsche Reich die im französischen
Besitz befindlichen Bahnen, da sie zum Schutze der Westgrenze als
strategisch wichtig galten.
Um den Streckenbau durchführen zu können, beteiligte sich die Dillinger
Hütte mit 100.000 Mark an den Baukosten, die man insgesamt auf 9,5
Millionen Mark geschätzt hatte. Die Bezeichnung „Niedtalbahn“ für den
neuen Schienenstrang verdankt er dem Flusslauf der Nied. Die Nied ent-
springt im lothringischen Bellenberg und mündet in Rehlingen in die Saar.
Für den Bau der Bahnstrecke wurden der Reichsbahn vom deutschen Reichs-
tag Mittel in Höhe von 8.991.000 Mark bewilligt. Das restliche Geld brachten die
Interessenten Elsass-Lothringen mit 337.500 Mark, der Landkreis Saarlouis mit
224.000 Mark, die Dillinger Hütte mit 100.000 Mark und andere Interessenten
mit 11.500 Mark auf. Da die Dillinger Hütte auch ein Werk im lothringischen
Redingen besaß, erlangte die geplante Strecke für sie eine besondere Be-
deutung, konnten doch die Erztransporte aus Frankreich zur Saar wesentlich
verkürzt werden. Immerhin hatte man in diesem Zusammenhang eine Fracht-
ersparnis von 40.000 Mark pro Jahr errechnet.
Im Herbst 1897 wurde schließlich mit dem Bau der Niedtalbahn begonnen.
Gleichzeitig entstand ein Abzweiggleis von der Saartalbahn zwischen
Dillingen und Beckingen zu Niedstrecke, das allerdings nur militärischen
Zwecken diente. Über den im Volksmund als „totes Gleis“ bezeichneten
Abschnitt rollten bei Kriegsausbruch 1914 Truppentransporte in Richtung
Trier, ohne den Bahnhof Dillingen zu berühren. Die Arbeiten an der zu-
nächst zweigleisig ausgebauten Strecke von Dillingen bis Busendorf
konnten im Frühjahr 1901 abgeschlossen werden. Für die Aufschüttung
des Bahndamms wurden die Erdmassen aus dem Gelände rechts der
Straße zwischen Dillingen und Beckingen entnommen. So entstand hier
jenes „Baggerloch“, das auch heute noch diesen Namen trägt.
Bahnhöfe erhielten an der 20,3 km langen Strecke von Dillingen aus die
Anliegergemeinden Büren-Itzbach (Kilometer 15,3) und Kerprichhemmers-
dorf (Kilometer 10,9) auf deutschem Boden sowie Guerstling (Kilometer
6,5) und Filstroff (Kilometer 2,3) auf französischem Gebiet. Zwei Tunnels,
die 212 und 215 m lang sind, mussten auf französischer Seite errichtet
werden. Der eine Tunnel auf deutschem Boden entstand kurz vor der
Grenze, und zwar auf dem Abschnitt Kerprichhemmersdorf – Guerstling
unweit des Ortes Niedaltdorf. Beim Bau des 180 m langen Niedaltdorfer
Tunnels gab es große Probleme: eine instabile Plattform und fortwähren-
der Wassereinbruch. So musste die Röhre teilweise neu errichtet werden.
Hinzu kamen bis zur französischen Grenze zwei große Brückenbauwerke.
Zum einen wurde bei Dillingen auf einem ansteigenden Damm die Saar
überquert, zum andern bei Niedaltdorf ein Teil des tieferliegenden Ortes
mittels eines gemauerten Viadukts überbrückt.
Am 1. Juli 1901 wurde die Niedtalbahn feierlich eröffnet. Die Fortsetzung
der Strecke von Busendorf nach Metz konnte erst im Jahre 1908 fertig-
gestellt werden. Dadurch war eine neue, durchgehende und strategisch
wichtige Verbindung von der Saar nach Metz und Thionville geschaffen.
Nachdem schon im August 1901 die eingleisige Strecke von Dillingen
nach Primsweiler eingeweiht worden war, wurde das Saartal nun auch
mit dem Hochwald über die bereits bestehenden Strecken Lebach –
Primsweiler – Büschfeld – Nonnweiler – Türkismühle und Lebach –
Wemmetsweiler – Neunkirchen – Saarbrücken verbunden. Somit hatte
sich der Bahnhof Dillingen kurz nach der Jahrhundertwende zu einem
bedeutenden Bahnknotenpunkt mit lebhaftem Reise- und Güterverkehr
entwickelt. Durch den Bau der Niedtal- und der Primstalbahn war eine
Vergrößerung der bestehenden Bahnanlagen und des im Jahre 1858
errichteten Empfangsgebäudes dringend notwendig geworden. Da die
lothringischen Eisenbahnen ihre Züge mit eigenen Betriebsmitteln und
Personalkräften fuhren, wurden in Dillingen zudem eigene Aufenthalts-
räume und eine eigene Reparaturwerkstätte errichtet.
Auf diese Weise entstand auch das Bahnbetriebswerk Dillingen, das
sich an der westlichen Bahnhofsausfahrt Richtung Trier befand. Durch
die Stationierung der Lokomotiven und den Bau einer Wagenwerk-
stätte nahm der Dienstbetrieb einen großen Umfang an. Auf dem
Bahnhofsgelände existierten drei Stellwerke, wovon ein Stellwerk
ausschließlich den Rangierbetrieb sicherte.
Quelle:
GeraNova, Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland (einst und
jetzt), Saarland, Strecke: Dillingen – Bouzonville, Autor: Rainer Schedler,
die Seiten 1 – 10.











