
Archiv der Kategorie: Allgemein
Rückblick – Römertage um die Villa Borg

Eine der Höhepunkte der Römertage waren die Gladiatorenkämpfe im Park der Römischen Villa in Borg.
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90 JAHRE SPD-ORTSVEREIN FRAULAUTERN
Burg Malbrouck

Die Burg Malbrouck, auch Burg Meinsberg genannt, ist eine komplett renovierte mittelalterliche, lothringische Burganlage in Manderen im französischen Département Moselle, Region Lorraine.
Der Name Chateau Malbrouck für die Burg Meinsberg geht auf eine Begebenheit im Spanischen Erbfolgekrieg zurück, die mit der Geschichte und der Bedeutung der Burg nur im folkloristischen Sinne etwas zu tun hat. Er bezieht sich auf den englischen Feldherrn John Churchill, 1. Duke of Marlborough, der in Frankreich unter dem Spitznamen Malbrouck bekannt ist. Während des Spanischen Erbfolgekriegs marschierte Marlborough 1705 mit 100.000 Mann von Trier an der Mosel entlang auf Frankreich zu. Er wurde vom französischen Marschall Claude Louis Hector de Villars blockiert, der mit weniger als 50.000 Mann bereitstand. Marlborough wählte die Burg Malbrouck als Hauptquartier, wo er auf Unterstützung durch den Prinzen von Baden wartete, die jedoch ausblieb. Marlboroughs Truppen ging der Nachschub aus, und seine Armee begann sich aufzulösen. Schließlich musste Marlborough bei Nacht und Nebel die Flucht ergreifen.
1419 bis 1434 errichtet Arnold VI. von Sierck die Burg. Sein Sohn Jakob wurde 1439 Erzbischof von Trier. Kaiser Friedrich III. erhob die Herrschaft 1442 zur Reichsgrafschaft. Aufgrund fehlender männlicher Erben gelangte die Herrschaft später an die Familie des Grafen von Sayn, danach fiel das Lehen an die Grafen von Sulz. Die Grafschaft übte hauptsächlich über die von Lothringen und Kurtrier gemeinsam verwaltete Burg Montclair an der Saarschleife einen besonderen Einfluss auf den unteren Saargau rund um Merzig und auf verschiedene Vogteien an der Obermosel aus. Nach verschiedenen weiteren Besitzern fiel die Anlage in der Französischen Revolution an den Staat, der sie 1793 versteigerte. In der Folge verfiel sie zusehends. 1930 wurde die Burg unter Denkmalschutz gestellt. 1975 kaufte das Département Moselle die Ruine und ließ sie restaurieren. 1998 waren die Arbeiten abgeschlossen. Die Burg wird seitdem für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.
Quelle: Wikipedia
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„SaarlouisEXPO 2016“
Einweihung Saarpolygon

Im Juni 2012 wurde der Steinkohlebergbau an der Saar nach mehr als 250 Jahren beendet. Die Saarbergwerke waren vor vielen Jahren noch einer der größten Arbeitgeber im Saarland. 2012 endete die Geschichte des saarländischen Bergbaues. Auf der Halde des ehemaligen Bergwerkes Duhamel, Ensdorf entstand eine Landmarke, das Saarpolygon. Das Saarpolygon wird einmal im Jahr durch einen Shuttlebus angefahren – zu Fuß kann diese Landmarke jederzeit besichtigt werden.
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Wir bedanken uns für die Fotos bei unserem Freund Willy Engeldinger
DIE DEUTSCHE WIEDERVEREINIGUNG
AUTOR: Josef Theobald
Unter Erich Honecker (1912-1994) hatte sich die frühere DDR stark verändert.
Löhne und Renten wurden erhöht und auch der Wohnungsbau wurde forciert.
Die Kehrseite der Medaille war allerdings, dass hier die entsprechenden volks-
wirtschaftlichen Kapazitäten fehlten. Zudem verschlangen die Verwaltung und
der aufgeblähte Sicherheits- und Kontrollapparat Unsummen.
Durch die wirtschaftlichen Probleme in der Sowjetunion wurden mit der Zeit die
ökonomischen Bedingungen in der DDR verschärft. Die Erdöllieferungen aus
der Sowjetunion wurden teurer und die eingeführten Steinkohlenmengen sind
stark eingeschränkt worden. Allein die ineffiziente Braunkohle war verfügbar.
Angeregt durch die Vorgänge in der Sowjetunion bildeten sich in der DDR diverse
Gruppen, die mehr Freiheit und Aufklärung über die DDR-Verhältnisse forderten.
Michael Gorbatschow hatte in der Sowjetunion versucht, die sowjetische Wirtschaft
umzugestalten (Perestroika). Denn ein Kennzeichen der Sowjetwirtschaft war die
starke Bürokratisierung, die in der Praxis einen erfolgreichen Ausbau verhinderte.
Als Absolvent der Moskauer Funkuniversität bekam ich aus Moskau die Zeitschrift
„Sozialismus: Theorie und Praxis“, die sich eingehend mit dem Sozialismus in der
Sowjetunion befasste. Gorbatschow wollte den sozialistischen Wettbewerb wieder
ankurbeln. Sehr populär war damals Lenins Schrift „Wie soll man den Wettbewerb
organisieren?“. Gefragt war wieder die Arbeit des Organisators. "Ihm war aufgege-
geben zu begreifen, dass es auf die Praxis ankommt, dass gerade jener geschicht-
liche Augenblick eingetreten ist, wo die Theorie in die Praxis umgesetzt wird, durch
die Praxis belebt, durch die Praxis korrigiert, durch die Praxis erprobt wird,…“ (Aus-
gewählte Werke in drei Bänden, Band II, Seite 592) Doch der bürokratische Apparat
in der Sowjetunion war nicht mehr zu reformieren.
Zu den Feiern des 40. Jahrestages der Gründung der DDR besuchte Gorbatschow
selbst die DDR. Er warnte Honecker davor, die Signale zu übersehen. Auf ihn geht
der Spruch zurück: „Wer zu spät kommt, bestraft das Leben.“ Dieser wird zum Leit-
spruch der Wendehälse nach der Wiedervereinigung.
Am 9. Oktober 1989 war das Ende der DDR erkennbar. In Leipzig zogen mehr als
70.000 Menschen friedlich über den Innenstadt-Ring und skandierten: „Wir sind das
Volk!“ Die schwerbewaffneten Sicherheitsorgane mussten angesichts der schieren
Masse der Demonstranten kapitulieren und sich schließlich zurückziehen.
Am 18. Oktober 1989 war Erich Honecker zum Rücktritt gezwungen worden. Egon
Krenz kündigte in einer Fernsehrede eine „Wende“ an, mit der die SED wieder das
Geschehen in der Tagespolitik der DDR bestimmten wollte. So ging man erste Re-
formen an, wie die Schaffung von Reiseerleichterungen für Westberlin. Die zweite
Entscheidung war die Öffnung der Berliner Mauer. Nach weiteren Reformen, die
eine führende Rolle der SED in der DDR durch eine Verfassungsreform verneinte,
kam es in der SED zur Selbstauflösung der vorhergehenden Gremien. Nach der
Neuwahl der Volkskammer am 6. Mai 1990 kam es zu einem starken Block neuer
konservativer demokratischer Parteien, der sich „Allianz für Deutschland“ nannte.
Somit war die alte SED-Herrschaft endgültig gebrochen. Die Nachfolgepartei PDS
errang dennoch 16 Prozent. Bis zur Wiedervereinigung im Oktober war der CDU-
Spitzenkandidat Lothar de Maiziere Chef einer Regierungskoalition von Allianz
für Deutschland, Liberalen und SPD.
Unter Federführung von Bundeskanzler Helmut Kohl begannen die Verhandlungen
für eine deutsche Wiedervereinigung. Grundlage war ein von ihm erstelltes Zehn-
Punkte-Programm, das er am 28. November 1989 dem deutschen Bundestag vor-
legte. Ein Ziel war die Schaffung konföderativer Strukturen zwischen beiden deut-
schen Staaten. Am Ende des langen Weges sollte ein gesamtdeutscher Bundes-
staat entstehen.
Dies alles konnte allerdings nur verwirklicht werden, wenn ein Friedensvertrag mit
den ehemaligen Siegermächten des II. Weltkriegs unterzeichnet war. Deshalb gab
es zunächst in den entsprechenden Hauptstädten Bedenken gegen eine Wiederver-
einigung. Besonders in Großbritannien und Frankreich war die Besorgnis groß, dass
nunmehr ein mächtiges Deutschland entstehen könnte. Nachdem aber Gorbatschow
am 10. Februar 1990 in Moskau grünes Licht gab, indem er eine Entscheidung der
Deutschen respektieren würde, in Zukunft in einem Staat zu leben, kamen die diplo-
matischen Bemühungen wieder in Bewegung. Denn man erkannte, dass eine Ver-
hinderungsstrategie riskanter sei als die Beteiligung an der Gestaltung des Unver-
meidlichen. Nachdem Kohl bezüglich der europäischen Integration weitgehende
Konzessionen machte, blieben keine Hürden mehr bestehen. Die so genannten
Zwei-plus-Vier-Gespräche von NATO und Warschauer Pakt mit beiden Teilen
Deutschlands brachten hier am 12. September 1990 den Durchbruch.
Nach der Vereinbarung einer Währungsunion am 18. Mai 1990 und der Unter-
zeichnung des Einigungsvertrages am 20. September 1990 waren die Grund-
lagen geschaffen zum Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1990.
(BROCKHAUS, Weltgeschichte seit der Aufklärung, Seiten 453 – 456)
SOUVENIRS VON RADIO BEIJING
Mein erster Schultag – 2. Teil

Am 1. Schultag wurde uns gesagt, dass wir uns am zweiten Schultag um 09:00 Uhr in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt mit einem Elternteil zu einer heiligen Messe einfinden sollen. Nach der Messe gingen die Jungs mit Elternteil und Lehrern in die Römerbergschule und die Mädchen mit Lehrern und Elternteil zur Donatusschule. In der Römerbergschule bekam die Klasse, in der ich war, die 1 a, in der 1. Etage ihren Klassenraum zugewiesen, sodass uns auch gesagt wurde, der obere Pausenplatz nur für Klasse 1 und 2 ist – der untere für Klasse 3 und 4.
Außerdem wurde den Schülern an diesem Tag ihr Platz und ihr Nebenmann zugewiesen. Ein Schüler in unserer Klasse, hatte mindestens noch 14 Tage seine Mutter die ersten 2 Stunden dabei. Er hatte Angst und fing jedes Mal an zu heulen, wenn sie ging und ließ sich fast kaum beruhigen. Heute ist dieser „junge Bub“ ein gestandenes Mannsbild, ein Mann wie ein Baum.
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Gelungener Start in die Theater-Saison
16.09.2016
Von: Sabine Schmitt/Sarah Schött
Nach über drei Jahren Sanierung und Umbau heißt es nach der großen Eröffnungsfeier im Sommer nun wieder Vorhang auf, Bühne frei im Theater am Ring. Ein abwechslungsreiches Programm wird die Zuschauer begeistern.
Mehr als drei Jahre war das Theater am Ring wegen Umbau- und Sanierungsarbeiten geschlossen. Das Programm war in dieser Zeit in andere Spielstätten verlagert. Die Zahl der Abonnenten sank drastisch. Immer wieder wurde nach dem Theater und der Eröffnung gefragt. Als es im Sommer endlich soweit war, kamen an einem Nachmittag rund 5000 Besucher und holten sich die kulturellen Kostproben, die das Kulturamt dort servierte. Mehr als 40 Künstlerinnen und Künstler, darunter Tänzer, Sänger, Schauspieler, Autoren und Kabarettisten gaben in kurzen Sequenzen einen kleinen Einblick in ihr Programm, welches in den folgenden Monaten im Theater abendfüllend zu sehen sein wird. Am Tag der Eröffnung wurde auch das Programmbuch für die Saison 2016/2017 inklusive Theater-Abo vorgestellt. Unter den mehr als 50 verschiedenen Veranstaltungen ist für jeden Geschmack etwas dabei. So freuten sich die Saarlouiser Kulturschaffenden, dass bereits kurze Zeit nach der Veröffentlichung rund 300 Theater-Abos gebucht wurden. Dazu kommen noch zahlreiche Wahl-Abonnements.
Abwechslungsreiches Programm für die Saison 2016 / 2017
Auf dem Spielplan steht zum Beispiel „Charleys Tante“. Die „Mutter aller Boulevardkomödien“ ist seit ihrer Uraufführung ein Publikumsrenner. Mit „Hamlet“ gibt sich ein weiterer Theaterklassiker die Ehre. In der Inszenierung treffen klassische Shakespeare-Texte auf aktuelle Rockmusik und ein modernes Bühnenbild auf aufwändige historische Kostüme. Auch moderne Literatur kommt in Saarlouis auf die Bühne. Jonas Jonassons Bestseller „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ wird im Theater am Ring als Schauspiel aufgeführt. Im Dezember erwartet die Zuschauer ein Klassiker der Vorweihnachtszeit: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, bekannter und beliebter Fernsehfilm, kann man im Theater als Musical für die ganze Familie erleben. Auch an Operettenfreunde wurde gedacht: Kálmáns „Csárdásfürstin“ glänzt mit ihrem musikalischen Reichtum. „Ein Herz aus Schokolade oder Das süße Leben des Monsieur Ledoux“ beschert dem Publikum ein Wiedersehen mit Michael Schanze, der in dieser romantischen Komödie die Herzen der Zuschauer berührt. Eine großartige Musical-Gala mit Live-Orchester bringt den Klangzauber erstklassiger Broadway-Stücke nach Saarlouis. All diese Aufführungen sind Bestandteil des Theater-Abos, welches sich aus acht Veranstaltungen zusammensetzt. Es besteht auch die Möglichkeit eines Wahl-Abos. Das Wahl-Abo gewährt ab der Buchung von mindestens drei Veranstaltungen aus den Angeboten der großen Theaterreihe einen Preisnachlass von 20% im Vergleich zu den Freiverkaufspreisen. Weitere Informationen erteilt das Kulturamt Saarlouis unter 06831/6989013 oder per Mail unter kulturservice(at)saarlouis.de. Einzeltickets für die Veranstaltungen sind erhältlich bei allen bekannten Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen, unter www.ticket-regional.de und über die Tickethotline der Stadt Saarlouis 06831/168 9000.
Neben dem klassischen Theater-Abo dürfen sich die Zuschauer auf Künstler wie Götz Alsmann, Klaus Lage, Ro Gebhardt, Eddie Gimler, Alfred Gulden, Roland Helm, Maxim Maurice, Alice Hofmann und viele andere freuen. „Jesus Christ Superstar“ und „Natürlich blond“ sind als Musicals zu sehen. „Rhythm of the Dance“ und „Amazing Shadows“ werden mit außergewöhnlichen Showelementen begeistern. Nähere Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es im Programmheft, erhältlich im Tourist-Info, beim Kulturamt oder online unter http://theater-am-ring.saarlouis.de.
Alfred Gulden bringt das Sprechstück „SilberHerz“ mit 57 Laiendarstellern auf die Bühne im Theater. Foto: Christian Schu

Rückblick – 40 Jahre Tennis Freunde Roden
Wir gratulieren den Tenisfreunden Roden ganz herzlich zum 40 jährigem Jubiläum und zur sehr gelungenen Feier am gestrigen Abend!
In der Tennishalle Roden Nord wurde am Samstag das Jubiläum der Tennisfreunde Roden gefeiert. Für die musikalische Umrahmung war der Männerchor 1864 Roden zuständig. Aufführungen der KG Saarlouis Steinrausch e.V. Faasend Rebellen und Karo Blau Gold Roden rundeten das Programm ab. Michael Schleich, Präsident der KG Saarlouis Steinrausch e. V.Faasend Rebellen moderierte die Veranstaltung.
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VERTRAUEN IST GUT, KONTROLLE IST BESSER
AUTOR: Josef Theobald
Viele kennen die Redensart: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“
Einige Leute meinen, dieser Spruch ginge auf W. I. Lenin zurück. In
seinen Werken findet sich allerdings kein ähnlicher Satz. In seiner
Schrift „Über Abenteurertum“ spricht er lediglich davon, dass man
nicht aufs Wort glauben, sondern auf strengste prüfen solle. [1]
Der Ausdruck der „gegenseitigen Kontrolle“ findet sich also nur bei
Stalin. So schreibt dieser: „(Das gegenseitige Vertrauen) kann nur
hergestellt werden, wie Lenin sagt, durch die ‚gegenseitige Kontrolle‘
der Parteimitglieder und Parteilosen, durch die gegenseitige Kontrolle
im Prozess der tagtäglichen praktischen Arbeit.“ [2]
WELTKINDERTAG IN SAARLOUIS
MOSKAU VOR 35 JAHREN
RADIO PRAG AUF DER MITTELWELLE
AUTOR: Josef Theobald
Durch einen reinen Zufall hatte ich einmal Kontakt zu einem alten DKP-Mitglied,
das während des letzten Krieges als Mitglied der KPD in einem KZ untergebracht
war. Er gehörte zu den Leuten, die nach der Zulassung der DKP wieder Mitglied
einer kommunistischen Partei wurden. Der Hintergrund war der Fehler bei RADIO
PRAG Ende der Siebziger bis Anfang der Achtziger Jahre, die Post an eine andere
Person geschickt zu haben, für die sie eigentlich nicht gedacht war. Im Rahmen der
HÖRERTRIBÜNE wurden hier Zuschriften aus der Bundesrepublik und der früheren
DDR bearbeitet. Deshalb war mir der Tenor der Zuschriften aus der DDR sehr gut
bekannt. Sehr stark war der Glaube an den Frieden und den sozialen Fortschritt
vertreten. Allein vom Sozialismus ginge der Frieden aus. Dagegen vom westlichen
Kapitalismus ginge eine wesentliche Kriegsgefahr in alle Welt aus. Damals schwer
zu vermitteln waren die Kehrseite der Breschnew-Doktrin (Stichwort: Prager Frühling)
und einige militärische Abenteuer, wie in Afghanistan. Kontrovers behandelt wurden
die neue Wirtschaftspolitik Chinas, die Öffnungspolitik eingeschlossen, verbunden
mit den entsprechenden Problemen und ebenfalls die neue außenpolitische Rolle
Chinas nach der Kulturrevolution.
Während der Weimarer Republik (1918-1933) begannen am 19. März 1920 im
Ruhrgebiet radikale, vorwiegend kommunistische Führer eine bewaffnete Revo-
lution. Die von den Aufständischen organisierte „Rote Armee“ war, die bis zu
50.000 Mann zählte, war die eindrucksvollste militärische Macht, die jemals
von einer revolutionären Bewegung in Deutschland geschaffen worden war.
Aber am 2. April 1920 begannen die Reichswehrtruppen, die Ruhr zurück-
zuerobern. Es folgten Wochen erbitterter und schrecklicher Kämpfe. Unter
den Regierungstruppen wurden einige berüchtigte Einheiten der Brigade
Ehrhardt von den Generälen unverfroren eingesetzt. [1] Im Mai 1933 wurde
die KPD durch die Nationalsozialisten zerschlagen. Das Parteivermögen ist
eingezogen worden. Nach der Zeit der Inhaftierung der Parteimitglieder oder
der Überstellung in die Konzentrationslager (KZ) [etwa 150.000 Genossen wa-
ren davon betroffen] konnte die KPD im Westen Deutschlands wieder Fuß fas-
sen. Ende 1945 zählte man wieder in den Westzonen 130.000 Mitglieder.
Infolge des „kalten Krieges“ wurde im August 1956 die KPD wieder durch das
Bundesverfassungsgericht verboten. Aufgrund von Geheimverhandlungen ist
aber im September 1968 die DKP in Frankfurt (Main) gegründet worden. Schon
im November 1971 zählte sie wieder 33.000 Mitglieder. [2] Sie musste sich aber
den politischen Gegebenheiten in der Bundesrepublik anpassen und weitgehend
auf den Klassenkampf verzichten. Stattdessen legte sie ihren Schwerpunkt auf
den Frieden, demokratischen Fortschritt und auf den Sozialismus. Im Rahmen
der deutschlandweiten Friedensbewegung sah sie plötzlich ihre eigentliche Be-
stimmung und war nicht selten an vorderster Front tätig (Stichwort: der Krefelder
Appell vom November 1980). Wegen der finanziellen Abhängigkeit von der SED
in der früheren DDR und einer entsprechenden Ausrichtung der Parteiführung ist
es nicht selten zu Austritten gekommen.
Ihre öffentlichen Auftritte waren nicht nur bei Demonstrationen zu beobachten,
sondern auch bei diversen Verbrauchermessen, bei denen nichtkommerzielle
Aussteller zugelassen waren.
In den Siebziger Jahren gab es in der DKP den Versuch, sich klassisch bürger-
lichen Kreisen zu öffnen. So traten plötzlich bei den Kommunalwahlen Meister
aus dem Bereich des Handwerks als Kandidaten auf. Doch blieb das Ergebnis
unter dem erwünschten Ziel.
Heute ist die DKP Teil der sozialistischen Linken.
Nach vorliegenden Erkenntnissen des Landesamtes für Verfassungsschutz hat
die DKP im Saarland deutlich weniger als 200 Mitglieder. Einen kommunalpoliti-
schen Schwerpunkt bildet hier die Stadt „Püttlingen“. Als zweite kommunistische
Partei ist die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) zu nennen,
die im Landesverband „Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland“ eingegliedert ist.
Sie steht fest in der Tradition der chinesischen „Rotgardisten“ und orientiert sich
speziell sowohl am Lebenswerk Stalins und als auch an den Mao-Zedong-Ideen.
Der Schwerpunkt ihrer Aktionen liegt auf dem Saarbrücker Stadtteil „Malstatt“.
des Imperialismus (1871-1945), R. Oldenbourg Verlag, München 1971,
Seiten 367/68.
-Ost 1983, Seiten 180 + 494.




















