
Archiv des Monats: Juni 2016
13. Lisdorf Open-Air am 8. Juli
30.05.2016
Von: Lara Kühn/Petra Molitor
Kirche, Pfarrheim und Kindergarten Lisdorf bilden wie in den Vorjahren die Kulisse für die 13. Auflage des Lisdorf Open-Air Konzertes. 1400 Besucher – viele von ihnen von Anfang an dabei – werden am 8. Juli ab 20.30 Uhr den Darbietungen von rund 250 Akteuren auf der eindrucksvollen Bühne lauschen. Bei hoffentlich gutem Wetter nehmen teil: Stephanie Krahnenfeld, Sopran, Anja Jung, Mezzosopran, Vincenzo Di Rosa, Tenor, die Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf und der Männerchor Concordia Bous unter der Leitung von Adolph Seidel, die Band Fourtissimo, der Chor des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis sowie das Kreisjugendsinfonieorchester des Landkreises Saarlouis.
Anlässlich eines Pressegesprächs stellte der Gesamtleiter des Konzertes, Günter Donie, aber auch drei neue Gesichter vor: Als Gesangssolisten sind Anna Bös und Jan Augustin sowie der Nachwuchs-Instrumentalisten Pablo Hubertus an der Violine mit dabei.
Landrat Patrik Lauer lobte das "das hochklassige Konzert in wunderbarer Atmosphäre" als feste Institution im Veranstaltungskalender des Landkreises. "Der vorbildliche Verlauf der Lisdorfer Open-Air-Konzerte zeigt: In Saarlouis herrsche ein breites Kulturnetzwerk, auf das man sich immer verlassen kann", betonte der Oberbürgermeister der Kreisstadt Saarlouis, Roland Henz.
Auch in diesem Jahr führt wieder Hans-Werner Strauß durch das Konzertprogramm, bei dem Opern- und Operettenmelodien sowie Musical-, Jazz und Filmmusik präsentiert werden. "Das wird erneut ein absolutes Highlight", sind sich die Organisatoren des Fördervereins "Klingende Kirche Lisdorf, des Stadtverbandes der kulturellen Vereine Saarlouis, der Kreisstadt Saarlouis und der Kreismusikschule Saarlouis, sicher. Insgesamt seien rund 70 ehrenamtliche Helfer mit im Einsatz, erklärte Manfred Boßmann, Vorsitzender des Fördervereins "Klingende Kirche".
Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Kostenlose Regencapes werden den Besuchern bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Die Eintrittskarten kosten 16 Euro, ermäßigt 8 Euro, und sind erhältlich an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional, im Sekretariat des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis, bei der Geschäftsstelle der Kreissparkasse in Lisdorf, in der Crispinus-Apotheke in Lisdorf und beim Förderverein Klingende über das Kartentelefon 06831-122220 oder die Internetadresse http://www.klingende-kirche.de

Saarschleife

Die Saarschleife (auch Große Saarschleife bei Mettlach genannt im Gegensatz zur Kleinen Saarschleife bei Hamm, einem Ortsteil von Taben-Rodt) ist ein Durchbruchstal der Saar durch den Taunusquarzit und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Saarlandes. Die populärste Ansicht bietet der 180 m hoch über dem Fluss gelegene Aussichtspunkt Cloef im Mettlacher Ortsteil Orscholz. Das Ufer wird von Felswänden, Schutthalden und kleinen Schluchten gebildet.
Ein etwa 100 Hektar großes Gebiet westlich der Saarschleife steht als Steinbachtal westlich Saarschleife unter Naturschutz.[1]
Quelle: Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Saarschleife
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Deutscher Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville

Der deutsche Soldatenfriedhof Hautecourt ist von den französischen Militärbehörden im Februar 1920 als Sammelfriedhof angelegt worden. Zunächst wurden hier deutsche Tote zusammengebettet, die während des Krieges auf einer Reihe kleinerer Friedhöfe in der näheren Umgebung beigesetzt worden waren. Es folgten bis in die dreißiger Jahre hinein Gefallene, die man bei der Aufräumung und Rekultivierung des Schlachtfeldes von Verdun fand. Aus dem Kampfgebiet Fleury waren es allein über eintausend Tote, aus dem Raum Pfefferrücken-Louvemont weitere 600; nicht gezählt die übrigen 64 Kampfstätten, aus denen man die Toten barg. Auch heute noch werden dort bei Bauarbeiten die sterblichen Überreste Gefallener gefunden und auf einen der Friedhöfe überführt. Die in Hautecourt Ruhenden gehörten nicht weniger als 44 Inf. Regt., 2 Pion. Regt., 31 Art. Regt. und 2 Art. Battl. sowie sonstigen Truppenteilen, wie Flieger, Munitionskolonnen, Nachschubeinheiten etc. an, deren Heimatgarnisonen in nahezu allen Ländern und preußischen Provinzen des damaligen deutschen Reiches lagen. Nur wenige starben bei Kämpfen zu Beginn des Krieges beim Vormarsch im August und September 1914, sowie infolge des Stellungskrieges im Jahre 1915. Die Mehrzahl fiel während des am 21. Februar 1916 beginnenden deutschen Angriffs auf Verdun und der französischen Gegenoffensive im August/September 1917. Auch die franz.-amerikanischen Angriffe im September und Oktober 1918 sowohl bei St. Mihiel als auch westlich der Maas forderten erneut zahlreiche Opfer. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Bereits im Winter 1927/1928 konnten zahlreiche Bäume auf dem Gräberfeld gepflanzt werden. Von der höher liegenden National- bzw. Départementstraße führt eine Treppe zum Eingang, der von zwei Mauern aus Naturstein flankiert wird. Im Inneren des Friedhofes befinden sich beiderseits des Eingangs je eines der Gemeinschaftsgräber. Das kunstvoll geschmiedete Tor wurde 1932 von Essener Bürgern und der Kunstwerkstätte Frohneberg gestiftet. Die Stadt Essen übernahm die Patenschaft über den Friedhof und leistete namhafte Beiträge für den weiteren Ausbau. Mit einer bescheidenen Feier wurde der Friedhof am 7. Juli 1933 eingeweiht. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.
Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. – finanziell unterstützt von der Bundesregierung – die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Freiwillige jugendliche Helfer des Volksbundes hatten bereits mit gärtnerischen Vorarbeiten, u.a. Verlegung von Drainagen und Planierung des Areals, begonnen. Im Jahre 1970 konnte mit dem Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Vorher versetzten jugendliche Helfer die 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente, deren Antransport die Bundeswehr übernommen hatte. Abschließend erfolgte eine grundlegende landschaftsbauliche Überarbeitung des Friedhofes einschließlich Ergänzungspflanzung von Bäumen und Büschen, Restaurierung der Natursteinmauern und der Einfassungen der drei Gemeinschaftsgräber. Die Namen der bekannten Toten in den Gemeinschaftsgräbern wurden, eingegossen auf 32 großen Metalltafeln, links und rechts des Einganges angebracht. Die Stadt Essen beteiligte sich an der Finanzierung dieser Arbeiten durch namhafte Spenden.
Von den 7.885 Gefallenen ruhen 2.885 in Einzelgräbern; 106 blieben namenlos.
In den drei Gemeinschaftsgräbern ruhen insgesamt 5.194 Opfer.
Die 12 Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein, deren hebräische Schriftzeichen besagen:
1. (oben) Hier ruht begraben… .
2. (unten) Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden
Quelle: http://www.volksbund.de/kriegsgraeberstaette/hautecourt-les-broville.html
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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DIE HERKUNFT DER SAARLÄNDISCHEN GRUBENNAMEN
AUTOR: Josef Theobald
Grube Itzenplitz
Standort: Heiligenwald (Ortsteil von Schiffweiler)
Der Name der Grube geht auf den Grafen Heinrich August Friedrich
von Itzenplitz zurück, der von 1799 bis 1883 lebte. Er stammte aus
Groß Behnitz bei Nauen. Zunächst war er von 1845 bis 1848 Regie-
rungspräsident von Arnsberg, dann seit 1862 Minister der Landwirt-
schaft und schließlich von 1862 bis 1873 Handelsminister.
Grube Camphausen
Standort: Fischbach-Camphausen (Ortsteil von Qierschied)
Der Name der Grube geht auf den preußischen Staatsmann Ludolf
Camphausen zurück, der von 1803 bis 1890 lebte. Er stammte aus
Hünshoven (Kreis Heinsberg). Zunächst war er Bankier in Aachen,
dann seit 1847 liberales Mitglied des Vereinigten Landtags, schließ-
lich ab Ende März 1848 drei Monate Ministerpräsident, darauf ein
Bevollmächtigter Preußens bei der deutschen Zentralgewalt. Von
1849 bis 1851 war er ein Mitglied der preußischen Ersten Kammer,
später des Herrenhauses, seitdem lebte er zurückgezogen.
Grube Von der Heydt
Standort: zwischen dem Saarbrücker Distrikt Rastpfuhl im Süden und
der Gemeinde Riegelsberg im Norden
Der Name der Grube geht auf den Freiherrn August von der Heydt
zurück, der von 1801 bis 1874 lebte. Er stammte aus Elberfeld. Zu-
nächst war er Bankier, dann von 1848 bis 1862 Minister für Handel,
Gewerbe und öffentliche Arbeiten, dann wieder von 1866 bis 1869
Finanzminister. [1]
Dem Grafen von der Heydt wird nachgesagt, dass er durch Oppen-
heim (1819-1880), Ökonom und Politiker, wegen dem Handel mit
den Saarbrücker Kohlenwerken sich in den Sechziger Jahren des
19. Jahrhunderts für die Beschaffung finanzieller Mittel einsetzte,
damit ein Anschluss an die Staatsbahn möglich würde. [2]
Grube Duhamel
Standort: Gemeinde Ensdorf
Der Name der Grube geht auf den Bergbauingenieur Jean Baptist
Duhamel (1767-1847) zurück, der von 1806 bis 1813 der Direktor
der Bergschule in der damaligen Gemeinde Geislautern war. Zu-
vor war dieser von 1795 bis 1796 nach seiner Promovierung ein
Professor für Bergbau an der L’Ecole des Mines à L‘Hotel de Mouchy
in Paris gewesen. Im Jahre 1810 schuf er den Saargrubenatlas als Er-
gebnis einer systematischen Bodenerkundung. Dieser Atlas gilt noch
heute als ein kartographisches Standardwerk. [3]
ANMERKUNGEN
[1] BROCKHAUS, Kleines Konversationslexikon, Erster Band, sig-
nierter Nachdruck, Mannheim 2000, Seiten 305, 801 und 884.
nierter Nachdruck, Mannheim 2000, Seiten 305, 801 und 884.
[2] Marx – Engels, Über Deutschland und die deutsche Arbeiterbe-
wegung, Band 3, Dietz Verlag, Berlin-Ost 1980, die Seite 265.
wegung, Band 3, Dietz Verlag, Berlin-Ost 1980, die Seite 265.
[3] Quelle: WIKIPEDIA, Stichwort: Jean Baptist Duhamel.
Rückblick – Samstagmittag – Rodener Tage 2016 auf dem Rodener Marktplatz

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer wurden die Rodener Tage 2016 Freitagabend eröffnet.
Sanstagabend ging es dann weiter mit Livemusik der Band "Die Konsorten"
Veranstalter war zum erstenmal die Interessengemeinschaft Rodener Tage um Hans Werner Strauß.
Eine sehr gelungene Veranstaltung!
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Damals – Zigarettenfabrik Jyldis Saarlouis
Die Brüder John und Hugo Sternheimer gründeten die Zigarettenfabrik Jyldis 1919 in Saarbrücken. "Jyldis" ist das türkische Wort für Stern.
1922 wurden die Astra-Werke Saarlouis erworben und die Zigarettenproduktion kam nach Saarlouis. Die Astra-Werke (der lateinische Name für Stern) stellten die Verpackungen für die Zigaretten her. Die Brüder Sternheimer gingen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ins Exil nach New York.
Die Fabrik wurde danach als Zigarettenfabrik B. Toppenthal weitergeführt und wurde der größte Arbeitgeber der Stadt Saarlouis.
Nach dem Ende des 2. Weltkireges wurde die Firma 1947 wieder von den Brüdern Sternheimer übernommen. Danach wurde Jyldis unter dem Namen Cigarettenfabrik Jyldis das führende Unternehmen der Saarländischgen Zigarettenindustrie. Die Firma brachte mit der Marke Halbe-Fünf-Filter die erste Filterzigarette des Saarlandes auf den Markt. Jyldis produzierte unter anderem auch die Marken Lasso, Khedive, Halbe Fünf, Türkis, Imperial und Amba.
Nach dem wirtschaftlichen Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland brach der Absatz der Fa. Jyldis ein. Die Saarländer rauchten lieber HB, Marlboro, Peter Stuyvesant oder Ernte 23 die nun zu normalen Preisen angeboten wurden. Die französichen Absatzgebiete fielen 1959 durch die errichtete Zollgrenze zu Frankreich weg.
1985 wurde die Produktion eingestellt.
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Lisdorfer Brunnenfest
Rückblick – Familienaktionstag in Saarlouis
Große und kleine Besucher erlebten am diesjährigen Familienaktionstag in Saarlouis einen tollen Tag. Live dabei waren das das DFB-Maskottchen Paule, Bernd das Brot und Biene Maja. Trotz des nicht so schönen Wetters eine gelungene Veranstaltung.
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DIE TRADITIONELLE HEIMARBEIT IN UNSERER REGION
AUTOR: Josef Theobald
Wie früher schon einmal festgestellt wurde, sind die Heimarbeit oder die
Hausindustrie Überreste des Übergangs der bäuerlichen Wirtschaft zur
Manufaktur.
Manufaktur.
Neben der selbständigen Handwerksarbeit, die sich in der Manufaktur-
produktion weiter fortsetzte, gab es schon erste Ansätze einer Steige-
rung durch die maschinelle Industrie. Als das Vorbild für eine parallele
Sonderform galt hier das Verlagssystem. wie in den anderen Regionen
Deutschlands (die Handels- und Gewerbezentren Sachsens, des Rhein-
landes oder der Augsburger Gegend). Die Verleger selbst kamen entwe-
der aus den Reihen ehemaliger Kaufleute oder waren Teil wohlhabender
Kaufmannsfamilien mit der Tradition im Groß- und Fernhandel. Nebenbei
mischten auch ehemalige Handwerker und manchmal auch die Mitglieder
der lokalen Beamtenbürokratie mit. Diese waren im Vertrieb relativ homo-
gener Güter, wie Tuche, Bänder, Uhren, Nadeln, Messer usw. tätig. Für
diese Art der Produktion typisch war hier das Fehlen des bei einem Groß-
betrieb vorhandenen großen Fixkapitals. Jenes beschriebene System ver-
wandelte allerdings selbständige Handwerker in häufig scharf ausgebeutete
Teilarbeiter. Denn durch fortschreitende Teilung der Arbeit erhöhte sich auch
die Produktivität. Die Werkzeuge und ebenso das nötige Arbeitsmaterial stell-
ten die Verleger. Die dabei eingesetzten Werkzeuge wurden infolge ständiger
Produktionskontrollen in den Häusern der Heimarbeiter einer kontinuierlichen
Verbesserung unterworfen. [1]
Im 19. Jahrhundert bildete die ländliche Hausindustrie, betrieben im Verein
mit Gartenbau oder kleiner Ackerindustrie, die breite Grundlage der jungen
Großindustrie Deutschlands. Im Westen Deutschlands sind die Arbeiter vor-
wiegend Eigentümer ihrer Heimstätten. Diese Verbindung der Hausindustrie
mit Garten- und Feldbau, und daher mit gesicherter Wohnung, finden wir ja
nicht nur überall, wo Handweberei noch ankämpft gegen den mechanischen
Webstuhl: am Niederrhein und in Westfalen, im sächsischen Erzgebirge und
in Schlesien. Wir finden sie überall, wo Hausindustrie irgendeiner Art sich als
ländliches Gewerbe eingedrängt hat, z. B. im Thüringer Wald und in der Rhön.
Infolge der Tabakmonopol-Verhandlungen stellte sich heraus, wie sehr auch
schon die manuelle Zigarrenfabrikation (Zigarrenmacherei) als Form der länd-
lichen Hausarbeit betrieben wird. Wo irgendein Notstand unter den Kleinbauern
eintritt, wie in dem Jahre 1882 in der Eifel, da erhob die bürgerliche Presse so-
fort den Ruf nach Einführung einer passenden Hausindustrie als dem einzigen
Hilfsmittel. Die Eifelregion ist eine hügelige Landschaft mit großen Torfmooren
und ausgedehntem Ödland. Die Bodenverhältnisse sind für die Landwirtschaft
weniger geeignet. Der vorhandene Boden wurde von kleinen, technisch rück-
ständigen Bauernwirtschaften bearbeitet. Es kam regelmäßig zu periodischen
Missernten, die die Kleinbauern in große Not stürzten. In dem oben genannten
Zeitpunkt gab es erneut mehrere Missernten und durch das Fallen der Preise
für landwirtschaftliche Erzeugnisse kam es zu einer Hungersnot unter den Be-
mit Gartenbau oder kleiner Ackerindustrie, die breite Grundlage der jungen
Großindustrie Deutschlands. Im Westen Deutschlands sind die Arbeiter vor-
wiegend Eigentümer ihrer Heimstätten. Diese Verbindung der Hausindustrie
mit Garten- und Feldbau, und daher mit gesicherter Wohnung, finden wir ja
nicht nur überall, wo Handweberei noch ankämpft gegen den mechanischen
Webstuhl: am Niederrhein und in Westfalen, im sächsischen Erzgebirge und
in Schlesien. Wir finden sie überall, wo Hausindustrie irgendeiner Art sich als
ländliches Gewerbe eingedrängt hat, z. B. im Thüringer Wald und in der Rhön.
Infolge der Tabakmonopol-Verhandlungen stellte sich heraus, wie sehr auch
schon die manuelle Zigarrenfabrikation (Zigarrenmacherei) als Form der länd-
lichen Hausarbeit betrieben wird. Wo irgendein Notstand unter den Kleinbauern
eintritt, wie in dem Jahre 1882 in der Eifel, da erhob die bürgerliche Presse so-
fort den Ruf nach Einführung einer passenden Hausindustrie als dem einzigen
Hilfsmittel. Die Eifelregion ist eine hügelige Landschaft mit großen Torfmooren
und ausgedehntem Ödland. Die Bodenverhältnisse sind für die Landwirtschaft
weniger geeignet. Der vorhandene Boden wurde von kleinen, technisch rück-
ständigen Bauernwirtschaften bearbeitet. Es kam regelmäßig zu periodischen
Missernten, die die Kleinbauern in große Not stürzten. In dem oben genannten
Zeitpunkt gab es erneut mehrere Missernten und durch das Fallen der Preise
für landwirtschaftliche Erzeugnisse kam es zu einer Hungersnot unter den Be-
wohnern.
So drängt die wachsende Notlage der deutschen Parzellenbauern wie die all-
gemeine Lage der deutschen Industrie zu einer immer weiteren Ausdehnung
der ländlichen Hausindustrie. Es wurde dies eine Erscheinung, die Deutsch-
land eigentümlich war. Im benachbarten Frankreich fand man ähnliche Ver-
hältnisse nur ganz selten. Sie bildeten hier eine Ausnahme. [2]
NACHTRAG
Durch die Weltausstellung 1884 in New Orleans (USA) wurden deutsche
Waren auf dem Weltmarkt bekannt. Zum Schutz der englischen Industrie
erließ man 1887 den „Merchandise Marks Act“, das die heimische Industrie
vor unliebsamer Konkurrenz schützen sollte. Die Folge war allerdings, dass
die inländischen Käufer nun die wirklichen Bezugsquellen der Importeure er-
fuhren. So wurden die Waren „Made in Germany“ plötzlich wegen ihrer guten
Verarbeitung weltweit bekannt und gewannen auch einen erheblich größeren
Absatz. [3]
Doch wurden diese Produkte meist im Rahmen hausindustrieller Strukturen
produziert. Hier waren die gezahlten Löhne relativ niedrig. Aber die Arbeiter
mussten hier jeden Akkordlohn hinnehmen, weil sie sonst nichts erhielten
und auch nicht allein vom Produkt ihres Landbaus leben konnten. Weiterhin
waren sie wegen des betriebenen Landbaus und dem damit verbundenen
Grundbesitz an ihren Wohnort gefesselt und hinderte sie daher daran, sich
nach einer anderen Beschäftigung umzusehen. Und hierin lag der Grund,
warum Deutschland in einer ganzen Reihe von kleinen Artikeln auf dem
Weltmarkt konkurrenzfähig wurde. Durch einen niedrigen Arbeitslohn er-
zielte man eine höhere Gewinnspanne, die bei einer Überproduktion den
ausländischen Käufer fast gar nicht belastete.
Dies hatte eine Auswirkung auf die Löhne der städtischen und auch groß-
städtischen Arbeiter. So war in der Praxis der Preis der Arbeit unter den
Wert der Arbeitskraft gefallen. In den Städten hatte auch die schlechte
Bezahlung in der Hausindustrie das alte Handwerk verdrängt und das
allgemeine Lohnniveau abgesenkt.
Dies hatte zur Folge, dass die von diesen Verhältnissen profitierende
Groß- und Kleinbürgerschaft von der ländlichen Industrie und von den
hausbesitzenden Arbeitern schwärmte und bei ländlichen Notständen
in der Einführung der Hausindustrie das einzige Heilmittel sah.
So wurde die Hausindustrie die breite Grundlage des deutschen Aus-
fuhrhandels und damit der ganzen Großindustrie.
Vor allem hatte darunter der Kleinbauer zu leiden, der in der jüngeren
Vergangenheit das Opfer einer Zerstörung der alten Marktverfassung
und des Flurzwanges wurde. Da er dabei zusätzlich dem Kreditwucher
anheimgefallen war, wurde er der modernen Hausindustrie gewaltsam
zugetrieben. Denn die Hypothekenzinsen konnten meist nur aus dem
Arbeitslohn der industriellen Bauern bestritten werden und nicht aus
dem Bodenertrag. Mit der Ausdehnung der Hausindustrie wurde eine
Bauerngegend nach und nach in die industrielle Bewegung der Gegen-
wart hineingerissen. Es war diese Revolutionierung der Landdistrikte,
durch die sich die industrielle Revolution in Deutschland über ein weit
größeres Gebiet ausbreitete als in England und Frankreich. Die verhält-
nismäßig niedrige Stufe unserer Industrie war also der eigentliche Aus-
löser, die ihre Ausdehnung in die Breite umso nötiger machte.
Dies begünstigte in Deutschland die revolutionäre Arbeiterbewegung. In
Deutschland wurden im Gegensatz zu Frankreich zuerst die Bezirke der
großen Industrie, die Manufakturen und die Hausindustrie erobert; die
Hauptstadt Berlin kam erst zu einem späteren Zeitpunkt an die Reihe.
Daraus entwickelte sich die Situation, dass die ländliche Hausindustrie
und die Manufaktur in ihrer Ausdehnung zum entscheidenden Produk-
tionszweig in Deutschland wurden. Damit wurde das deutsche Bauern-
wesen mehr und mehr revolutioniert und ist selbst nur zu einer Vorstufe
einer weiteren Umwälzung geworden. [4]
ANMERKUNGEN
[1] Jürgen Kocka, Unternehmer in der deutschen Industrialisierung,
Kleine Vandenhoeck-Reihe, Göttingen 1975, Seiten 20 – 22.
Kleine Vandenhoeck-Reihe, Göttingen 1975, Seiten 20 – 22.
[2] Marx – Engels, Ausgewählte Schriften in zwei Bänden, Band I,
Dietz Verlag, Berlin-Ost 1966, die Seiten 520 und 690.
Dietz Verlag, Berlin-Ost 1966, die Seiten 520 und 690.
[3] Gerhard Köhnen, Kleine Wirtschaftsgeschichte, Winklers Verlag,
Darmstadt 1972, Seite 117.
Darmstadt 1972, Seite 117.
[4] wie [2], jedoch die Seiten 522 – 524.
STÄDTEPARTNERSCHAFT ZWISCHEN SAARLOUIS UND EISENHÜTTENSTADT
AUTOR: Josef Theobald
Anlässlich des Besuchs des damaligen Ministerpräsidenten des Saarlandes,
Oskar Lafontaine, in der DDR im November 1985 und nach dem Treffen mit
dem Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker wurde vereinbart, dass sich die
DDR gegenüber der Bundesrepublik weiter öffnet. In den deutsch-deutschen
Beziehungen ist ein Tauwetter entstanden. Dies hatte aber den Grund in der
schlechten wirtschaftlichen Lage der damaligen DDR. Die Saarlouiser Stadt-
väter liebäugelten zunächst mit Halberstadt im Harz. Doch wurde in den er-
folgten Verhandlungen die brandenburgische Stadt „Eisenhüttenstadt“ favo-
risiert. Damals munkelte man, dass hierfür der Grund in der erwarteten Re-
publikflucht der Grenzbewohner läge, die unweit von der deutsch-deutschen
Grenze ihr Zuhause hatten. Dies war bei Eisenhüttenstadt nicht zu befürchten.
So unterzeichneten am 19. September 1986 die Oberbürgermeister den
Partnerschaftsvertrag zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt, Manfred
Henrich und Manfred Sader. Als einer der Drahtzieher im Hintergrund gilt
Heinz Blatter, als ehemaliges DKP-Mitglied und Fraktionsvorsitzender der
Grünen im Saarlouiser Stadtrat.
Die ehemalige Stalinstadt entstand 1950 zunächst auf dem Reißbrett. Sie
war als Schlaf- und Wohnstätte des naheliegenden Eisenhüttenwerkes ge-
plant gewesen. Das in den Sechziger Jahren ausgebaute VEB Eisen- und
Hüttenkombinat Ost, heute EKO Stahl GmbH, gewann mit dem wachsenden
Bedarf von Stahlprodukten an Bedeutung.
Mit der Veränderung der Wirtschaftspolitik in der Sowjetunion sah man die
im Kapitalismus vorherrschende Kombination, also eine Vereinigung der
verschiedenen Industriezweige zu einem einzigen Unternehmen, als die
neue Leitlinie in der sozialistischen Ökonomie an. Man glaubte, dass das
sozialistische System die aus dem Kapitalismus herrührenden Nachteile
dieser Konfiguration ausgleichen würde.
Die Versorgung mit Rohstoffen erfolgte aus den ukrainischen Eisenerzgruben
und aus den polnischen, ehemals oberschlesischen, Kohlegruben.
Doch die DDR-Wirtschaft hatte die gleichen Probleme wie die Sowjetwirtschaft:
fehlende Effizienz und Vergeudung von Ressourcen. Dadurch war einfach der
im Staatshaushalt der DDR vorgesehene Anteil für die Subventionierung des
täglichen Bedarfs und die damit verbundenen sozialen Errungenschaften nicht
mehr finanzierbar. Man musste sich daher auf Kosten des Westens verschulden.
Nach dem Fall der Mauer oder nach der DDR-Lesart „nach dem Abriss des anti-
faschistischen Schutzwalls“ und nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik
eröffneten sich andere Dimensionen. So gehört heute EKO Stahl zum interna-
tionalen ArcelorMittal-Konzern.
NACHTRAG
„Eisenhüttenstadt“ ist eine Stadt am Westufer der mittleren Oder, südlich von
Frankfurt (Oder), der ehemaligen Bezirkshauptstadt, Teil des heutigen Bundes-
landes „Brandenburg“, entstand 1961 durch die Vereinigung der Stadt Fürsten-
berg (Oder) und der Gemeinde Schönfließ mit der 1950 bis 1953 ausgebauten
Wohnstadt „Stalinstadt“ des seit 1950 errichteten späteren Eisenhüttenkombi-
nats Ost der DDR. Nach der nach dem XX. Parteitag der KPdSU einsetzenden
Entstalinisierung wurde die Stadt in „Eisenhüttenstadt“ gemäß dem Kombinat
unbenannt. Im Jahre 1986 hatte „Eisenhüttenstadt“ 52.000 Einwohner. Der Be-
zirk Frankfurt (Oder) zählte 711.000 Einwohner. Quelle: Haack Kleiner Altlas.
ERÖFFNUNG DER SAARLOUISER EMMES
Unter dem Hintergrund der vor 30 Jahren entstandenen Städtepartnerschaft
zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt wurde die diesjährige Emmes in
Saarlouis am Donnerstag, dem 2. Juni 2016, eröffnet. Neben dem hiesigen
OB Roland Henz war auch die Bürgermeisterin von Eisenhüttenstadt, Frau
Dagmar Püschel, anwesend. Mehr Bilder auch auf unserer FB-Seite unter
diesem LINK: https://www.facebook.com/RodenaHeimat?ref=hl
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Vollsperrung der Abfahrt Wallerfangen und einseitige Verkehrsführung in Höhe Wallerfanger Straße 75 am 5.6. 2016 wegen Baumschnittarbeiten im Vorfeld eines Hauptsammlerbaus
01.06.2016
Von: Entsorgungsverband Saar
Im Spätsommer dieses Jahres beginnt der Entsorgungsverband Saar mit der Erneuerung des Hauptsammlers West, der die gesammelten Abwässer von Neuforweiler, Beaumarais und Picard zur Kläranlage Saarlouis transportiert.´Im Vorfeld der Baumaßnahmen stehen nochmals Baumschnittarbeiten in der Wallerfanger Straße in Höhe des Hauses Nr. 75 und im Bereich der Anschlussstelle/Abfahrt Wallerfangen an. Um die Verkehrsbehinderungen möglichst gering zu halten, sind diese Arbeiten für Sonntag, den 05.06.2016 zwischen 8 und 18 Uhr vorgesehen.
Um die Baumpflegearbeiten umsetzen zu können, wird eine Vollsperrung der Anschlussstelle/Abfahrt Wallerfangen (aus Richtung Luxembourg kommend) sowie eine einseitige Verkehrsführung mit Ampelreglung in Höhe Wallerfanger Straße 75 eingerichtet. Der EVS bittet die betroffenen Bürgerinnen und Bürger um Verständnis dafür, dass entsprechende Vorkehrungen notwendig sind, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gewährleisten zu können.
Für Rückfragen steht EVS-Projektleiter Dipl.-Ing. Christoph Wahlen-Krupp, Tel. 0681/5000-287 gerne zur Verfügung.
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Rückblick – Samstagmittag – Rodener Tage 2016 auf dem Rodener Marktplatz

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer wurden die Rodener Tage 2016 Freitagabend eröffnet.
Sanstagabend ging es dann weiter mit Livemusik der Band "Die Konsorten"
Veranstalter war zum erstenmal die Interessengemeinschaft Rodener Tage um Hans Werner Strauß.
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Französisches Honorarkonsulat am 7. Juni geschlossen
24.05.2016
Von: Christiane Bähr
Das französische Honorarkonsulat in Saarlouis ist am Dienstag, 7. Juni 2016, aus organisatorischen Gründen geschlossen.
Honorarkonsul Michel Bouchon bietet am Donnerstag, 9. Juni 2016, zu den üblichen Öffnungszeiten (14.30 bis 16.30 Uhr) einen Ersatztermin für die ausgefallene Sprechstunde an. Das Honorarkonsulat befindet sich im Rathaus Saarlouis, Eingang Pavillonstraße, Tel.: 06831/2936.






