Tag der offenen Tür zum 30-jährigen Bestehen des Löschbezirks West der Feuerwehr Saarlouis

Dieses Jahr feiert die Feuerwehr Saarlouis, Löschbezirk West, ihr 30-jähriges Bestehen und öffnet dazu am 25. und 26. Juni wieder ihre Türen. Los geht es am Samstagabend um 18 Uhr mit einem Fassanstich durch Bürgermeisterin Marion Jost.

Für gute Stimmung wird die Band „The Badsaichers“ auf der Open Air Bühne sorgen. Die Achtelfinalspiele werden am gesamten Wochenende Live auf einer großen Leinwand übertragen. Sonntags wird die Veranstaltung um 10 Uhr mit einem Feldgottestdienst eröffnet. Um 12 Uhr lädt die kulinarische Feuerwehrküche zum Mittagessen ein. Ab 13:00 Uhr heißt es dann „Feuerwehr zum Anfassen“: So wird es in diesem Jahr erstmals eine Firefighter Challenge geben, in der die Teilnehmer testen können, wie viel Feuerwehrmann oder auch -frau in ihnen selbst steckt. Bei einem Verkehrsunfall mit zwei PKWs und einem Zimmerbrand können die Zuschauer das Einsatzspektrum der Feuerwehr bestaunen. Ein weiterer Höhepunkt wird die Live Restaurierung der alten Feuerwehrpumpe. Ein Wagner wird ein Holzrad unter den Augen der Zuschauer fertig schmieden und an die alte Feuerwehrpumpe anbringen. Für Kinder wir dganztägig eine Springburg, Wasserzielspritzen, Besichtigung von Feuerwehrfahrzeugen, Gesichtsmalen und vieles mehr geboten. Darüber hinaus kann man  sich rund um die Feuerwehr und den vorbeugenden Brandschutz informieren.

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Damals – Gebet eines Bergmannskindes an St. Barbara

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Sankt, Barbara, in jeder Nacht
Fahr mit dem Vater in den Schacht
Steh’ Du ihm bei in aller Not
Bewahr in vor dem jähen Tod!

Quelle: Festschrift St. Barbara 1961
Vereinigung ehemaliger Schülder der Bergbauschule Saarbrücken

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Rodena Roden – Besuch Weltkulturerbe Völklinger Hütte

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Der Rodena Heimatkundeverein Roden e.V. besuchte Freitagnachmittag mit Kindern und Begleitpersonen das Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Die Völklinger Hütte ist ein 1873 gegründetes ehemaliges Eisenwerk in der saarländischen Stadt Völklingen. Sie wurde 1986 stillgelegt und 1994 zum Weltkulturerbe ernannt.

Am Eingang trafen wir unseren Führer der uns durch das Areal führte und alles kindgerecht erklärte.

Über mehrere Etagen wurde Kindern und Erwachsenen die Geschichte der Völklinger Hütte sowie der Familie Röchling nahe gebracht.

Wir begangen mit der Sinterhalle und der Erzhalle mit dem Schrägaufzug und kamen dann zur Kokerei. Für den Besuch der Aussichtsplattform der Gichtbühne mußten alle einen Schutzhelm anlegen. An der Ausgabestelle wurde den Kindern verschiedene Erzsorten  gezeigt, die zum Beschicken des Hochofens benötigt wurden. Dann ging es die Treppen hinauf zu der Aussichtsplattform am Hochofen. Ganz begeistert waren die Kinder  von der Hängebahnanlage die für den  Rohstofftransport zuständig war. In 27 m Höhe wurde erklärt  wie damals auf der Gichtbühne mit den großen Hängebahnloren die Hochöfen gefüttert wurden. Danach gingen wir zu den Hochöfen und durch die Ausstellung im Ferrodrom. Die sehr interessante Führung fand ihren Abschluß am Windkanal.

Die Völklinger Hütte wurde 1986 stillgelegt und 1994 zum Weltkulturerbe ernannt.

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Rückblick – Familienaktionstag 2016 ein voller Erfolg!

Tabaluga, Arktos und der Magier begeistern auf der Hauptbühne!

Kann es einen besseren Start in die Saarlouiser Woche geben als den Familienaktionstag? Alle Besucher auf dem Großen Markt zeigten sich, wie in den vergangenen Jahren, begeistert vom Programm, das auch diesmal wieder den ganzen Tag über alle Generationen ansprechen konnte.

Besonders für Kinder hatten die Stadtwerke Saarlouis, die traditionell für das Geschehen auf der Hauptbühne sorgen, ein starkes Bühnenprogramm zusammengestellt. Nach der „Maus“, dem Blauen Elefanten, Looney Tunes oder Shaun, dem Schaf, die in den vergangenen Jahren die Bühne (und die Herzen der meist jungen Zuschauer) stürmten, gab es diesmal die deutschlandweite Premiere des neuen Tabaluga-Kurzmusicals. Und sowohl Musik als auch Handlung animierten mit quicklebendigen und überzeugenden Darstellern nicht nur die Jüngsten zum Mitmachen, Mitlachen und Mitsingen. Alle drei Shows, die über den Tag verteilt waren, fanden begeisterte Zuschauer, die nicht mit Applaus geizten.

Neben den spannenden Vorführungen der vielen Hilfsdienste, u.a. DLRG, THW, Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz und vieler Saarlouiser Vereine und Institutionen, deren Angebote  sich an diesem Tag auf dem gesamten Großen Markt vor allem an Kinder und Jugendliche richteten, war auch überall für Spiel und Spaß gesorgt. Bernd das Brot, ursprünglich als Hauptact für die Bühne eingeplant und von den Kids heiß ersehnt, war als „Walking Act“ auf dem Großen Markt unterwegs und  gefragtes Fotomotiv. Und fotografieren lassen konnte man sich auch mit der Biene Maja, mit Heidi und Wickie. Sogar Paule, das offizielle DFB-Maskottchen zur EM 2016, stellte sich bereitwillig den ganzen Tag über als Fotomodell zur Verfügung. Fußball-Minigolf, Schminken, Basteln und viele andere Spielmöglichkeiten ergänzten ein Programm, das wirklich allen Altersstufen Abwechslung und Spaß bescherte.

Fazit des diesjährigen Familienaktionstages: Das Engagement vieler Vereine, Institutionen und Förderer hat auch 2016 für einen gelungenen Auftakt zur Saarlouiser Woche beigetragen. Die Freude der Beteiligten galt auch dem Fernbleiben des Tiefs „Elvira“, das – ohne den Tag mit Regen oder Unwettern verderben zu können – gegen die Stadt des Sonnenkönigs natürlich nicht den Hauch einer Chance hatte!

Bildquelle: Jacques Wenger Photographie

Textquelle: http://www.braininc.eu

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13. Lisdorf Open-Air am 8. Juli

30.05.2016

Von: Lara Kühn/Petra Molitor

Kirche, Pfarrheim und Kindergarten Lisdorf bilden wie in den Vorjahren die Kulisse für die 13. Auflage des Lisdorf Open-Air Konzertes. 1400 Besucher – viele von ihnen von Anfang an dabei – werden am 8. Juli ab 20.30 Uhr den Darbietungen von rund 250 Akteuren auf der eindrucksvollen Bühne lauschen. Bei hoffentlich gutem Wetter nehmen teil: Stephanie Krahnenfeld, Sopran, Anja Jung, Mezzosopran, Vincenzo Di Rosa, Tenor, die Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf und der Männerchor Concordia Bous unter der Leitung von Adolph Seidel, die Band Fourtissimo, der Chor des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis sowie das Kreisjugendsinfonieorchester des Landkreises Saarlouis.

Anlässlich eines Pressegesprächs stellte der Gesamtleiter des Konzertes, Günter Donie, aber auch drei neue Gesichter vor: Als Gesangssolisten sind Anna Bös und Jan Augustin sowie der Nachwuchs-Instrumentalisten Pablo Hubertus an der Violine mit dabei.

Landrat Patrik Lauer lobte das "das hochklassige Konzert in wunderbarer Atmosphäre" als feste Institution im Veranstaltungskalender des Landkreises. "Der vorbildliche Verlauf der Lisdorfer Open-Air-Konzerte zeigt: In Saarlouis herrsche ein breites Kulturnetzwerk, auf das man sich immer verlassen kann", betonte der Oberbürgermeister der Kreisstadt Saarlouis, Roland Henz.

Auch in diesem Jahr führt wieder Hans-Werner Strauß durch das Konzertprogramm, bei dem Opern- und Operettenmelodien sowie Musical-, Jazz und Filmmusik präsentiert werden. "Das wird erneut ein absolutes Highlight", sind sich die Organisatoren des Fördervereins "Klingende Kirche Lisdorf, des Stadtverbandes der kulturellen Vereine Saarlouis, der Kreisstadt Saarlouis und der Kreismusikschule Saarlouis, sicher. Insgesamt seien rund 70 ehrenamtliche Helfer mit im Einsatz, erklärte Manfred Boßmann, Vorsitzender des Fördervereins "Klingende Kirche".

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Kostenlose Regencapes werden den Besuchern bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Die Eintrittskarten kosten 16 Euro, ermäßigt 8 Euro, und sind erhältlich an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional, im Sekretariat des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis, bei der Geschäftsstelle der Kreissparkasse in Lisdorf, in der Crispinus-Apotheke in Lisdorf und beim Förderverein Klingende über das Kartentelefon 06831-122220 oder die Internetadresse http://www.klingende-kirche.de

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Saarschleife

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Die Saarschleife (auch Große Saarschleife bei Mettlach genannt im Gegensatz zur Kleinen Saarschleife bei Hamm, einem Ortsteil von Taben-Rodt) ist ein Durchbruchstal der Saar durch den Taunusquarzit und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Saarlandes. Die populärste Ansicht bietet der 180 m hoch über dem Fluss gelegene Aussichtspunkt Cloef im Mettlacher Ortsteil Orscholz. Das Ufer wird von Felswänden, Schutthalden und kleinen Schluchten gebildet.

Ein etwa 100 Hektar großes Gebiet westlich der Saarschleife steht als Steinbachtal westlich Saarschleife unter Naturschutz.[1]

Quelle: Wikipedia 

https://de.wikipedia.org/wiki/Saarschleife

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Deutscher Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville

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Der deutsche Soldatenfriedhof Hautecourt ist von den französischen Militärbehörden im Februar 1920 als Sammelfriedhof angelegt worden. Zunächst wurden hier deutsche Tote zusammengebettet, die während des Krieges auf einer Reihe kleinerer Friedhöfe in der näheren Umgebung beigesetzt worden waren. Es folgten bis in die dreißiger Jahre hinein Gefallene, die man bei der Aufräumung und Rekultivierung des Schlachtfeldes von Verdun fand. Aus dem Kampfgebiet Fleury waren es allein über eintausend Tote, aus dem Raum Pfefferrücken-Louvemont weitere 600; nicht gezählt die übrigen 64 Kampfstätten, aus denen man die Toten barg. Auch heute noch werden dort bei Bauarbeiten die sterblichen Überreste Gefallener gefunden und auf einen der Friedhöfe überführt. Die in Hautecourt Ruhenden gehörten nicht weniger als 44 Inf. Regt., 2 Pion. Regt., 31 Art. Regt. und 2 Art. Battl. sowie sonstigen Truppenteilen, wie Flieger, Munitionskolonnen, Nachschubeinheiten etc. an, deren Heimatgarnisonen in nahezu allen Ländern und preußischen Provinzen des damaligen deutschen Reiches lagen. Nur wenige starben bei Kämpfen zu Beginn des Krieges beim Vormarsch im August und September 1914, sowie infolge des Stellungskrieges im Jahre 1915. Die Mehrzahl fiel während des am 21. Februar 1916 beginnenden deutschen Angriffs auf Verdun und der französischen Gegenoffensive im August/September 1917. Auch die franz.-amerikanischen Angriffe im September und Oktober 1918 sowohl bei St. Mihiel als auch westlich der Maas forderten erneut zahlreiche Opfer.

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen
Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgrund einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. Bereits im Winter 1927/1928 konnten zahlreiche Bäume auf dem Gräberfeld gepflanzt werden. Von der höher liegenden National- bzw. Départementstraße führt eine Treppe zum Eingang, der von zwei Mauern aus Naturstein flankiert wird. Im Inneren des Friedhofes befinden sich beiderseits des Eingangs je eines der Gemeinschaftsgräber. Das kunstvoll geschmiedete Tor wurde 1932 von Essener Bürgern und der Kunstwerkstätte Frohneberg gestiftet. Die Stadt Essen übernahm die Patenschaft über den Friedhof und leistete namhafte Beiträge für den weiteren Ausbau. Mit einer bescheidenen Feier wurde der Friedhof am 7. Juli 1933 eingeweiht. Allerdings blieb das Problem einer dauerhaften Kennzeichnung der Gräber infolge Devisenmangels und des 1939 ausbrechenden Zweiten Weltkrieges ungelöst.

Endgültige Gestaltung
Nach Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. – finanziell unterstützt von der Bundesregierung – die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen. Freiwillige jugendliche Helfer des Volksbundes hatten bereits mit gärtnerischen Vorarbeiten, u.a. Verlegung von Drainagen und Planierung des Areals, begonnen. Im Jahre 1970 konnte mit dem Austausch der bisherigen provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Metall mit eingegossenen Namen und Daten der hier Ruhenden. Vorher versetzten jugendliche Helfer die 35 Kilogramm schweren Kreuzfundamente, deren Antransport die Bundeswehr übernommen hatte. Abschließend erfolgte eine grundlegende landschaftsbauliche Überarbeitung des Friedhofes einschließlich Ergänzungspflanzung von Bäumen und Büschen, Restaurierung der Natursteinmauern und der Einfassungen der drei Gemeinschaftsgräber. Die Namen der bekannten Toten in den Gemeinschaftsgräbern wurden, eingegossen auf 32 großen Metalltafeln, links und rechts des Einganges angebracht. Die Stadt Essen beteiligte sich an der Finanzierung dieser Arbeiten durch namhafte Spenden.

Von den 7.885 Gefallenen ruhen 2.885 in Einzelgräbern; 106 blieben namenlos.

In den drei Gemeinschaftsgräbern ruhen insgesamt 5.194 Opfer.

Die 12 Gräber der Gefallenen jüdischen Glaubens erhielten aus religiösen Gründen als Kennzeichnung statt eines Kreuzes eine Grabstele aus Naturstein, deren hebräische Schriftzeichen besagen:

1. (oben) Hier ruht begraben… .

2. (unten) Möge seine Seele eingebunden sein in den Kreis der Lebenden

Quelle: http://www.volksbund.de/kriegsgraeberstaette/hautecourt-les-broville.html

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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DIE HERKUNFT DER SAARLÄNDISCHEN GRUBENNAMEN

AUTOR: Josef Theobald

Grube Itzenplitz

Standort: Heiligenwald (Ortsteil von Schiffweiler)

Der Name der Grube geht auf den Grafen Heinrich August Friedrich
von Itzenplitz zurück, der von 1799 bis 1883 lebte. Er stammte aus
Groß Behnitz bei Nauen. Zunächst war er von 1845 bis 1848 Regie-
rungspräsident von Arnsberg, dann seit 1862 Minister der Landwirt-
schaft und schließlich von 1862 bis 1873 Handelsminister.

Grube Camphausen

Standort: Fischbach-Camphausen (Ortsteil von Qierschied)

Der Name der Grube geht auf den preußischen Staatsmann Ludolf
Camphausen zurück, der von 1803 bis 1890 lebte. Er stammte aus
Hünshoven (Kreis Heinsberg). Zunächst war er Bankier in Aachen,
dann seit 1847 liberales Mitglied des Vereinigten Landtags, schließ-
lich ab Ende März 1848 drei Monate Ministerpräsident, darauf ein
Bevollmächtigter Preußens bei der deutschen Zentralgewalt. Von
1849 bis 1851 war er ein Mitglied der preußischen Ersten Kammer,
später des Herrenhauses, seitdem lebte er zurückgezogen.

Grube Von der Heydt

Standort: zwischen dem Saarbrücker Distrikt Rastpfuhl im Süden und
               der Gemeinde Riegelsberg im Norden

Der Name der Grube geht auf den Freiherrn August von der Heydt
zurück, der von 1801 bis 1874 lebte. Er stammte aus Elberfeld. Zu-
nächst war er Bankier, dann von 1848 bis 1862 Minister für Handel,
Gewerbe und öffentliche Arbeiten, dann wieder von 1866 bis 1869
Finanzminister. [1]

Dem Grafen von der Heydt wird nachgesagt, dass er durch Oppen-
heim (1819-1880), Ökonom und Politiker, wegen dem Handel mit
den Saarbrücker Kohlenwerken sich in den Sechziger Jahren des
19. Jahrhunderts für die Beschaffung finanzieller Mittel einsetzte,
damit ein Anschluss an die Staatsbahn möglich würde. [2]

Grube Duhamel

Standort: Gemeinde Ensdorf

Der Name der Grube geht auf den Bergbauingenieur Jean Baptist
Duhamel (1767-1847) zurück, der von 1806 bis 1813 der Direktor
der Bergschule in der damaligen Gemeinde Geislautern war. Zu-
vor war dieser von 1795 bis 1796 nach seiner Promovierung ein
Professor für Bergbau an der L’Ecole des Mines à L‘Hotel de Mouchy
in Paris gewesen. Im Jahre 1810 schuf er den Saargrubenatlas als Er-
gebnis einer systematischen Bodenerkundung. Dieser Atlas gilt noch
heute als ein kartographisches Standardwerk. [3]

ANMERKUNGEN
[1] BROCKHAUS, Kleines Konversationslexikon, Erster Band, sig-
     nierter Nachdruck, Mannheim 2000, Seiten 305, 801 und 884.  
[2] Marx – Engels, Über Deutschland und die deutsche Arbeiterbe-
     wegung, Band 3, Dietz Verlag, Berlin-Ost 1980, die Seite 265.
[3] Quelle: WIKIPEDIA, Stichwort: Jean Baptist Duhamel.
 

Rückblick – Samstagmittag – Rodener Tage 2016 auf dem Rodener Marktplatz

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Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer wurden die Rodener Tage 2016 Freitagabend eröffnet.

Sanstagabend ging es dann weiter mit Livemusik der Band "Die Konsorten"

Veranstalter war zum erstenmal die Interessengemeinschaft Rodener Tage um Hans Werner Strauß.

Eine sehr gelungene Veranstaltung!

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Damals – Zigarettenfabrik Jyldis Saarlouis

Die Brüder John und Hugo Sternheimer gründeten die Zigarettenfabrik Jyldis 1919 in Saarbrücken. "Jyldis" ist das türkische Wort für Stern.

1922 wurden die Astra-Werke Saarlouis erworben und die Zigarettenproduktion kam nach Saarlouis. Die Astra-Werke (der lateinische Name für Stern) stellten die Verpackungen für die Zigaretten her. Die Brüder Sternheimer gingen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ins Exil nach New York.

Die Fabrik wurde danach als Zigarettenfabrik B. Toppenthal weitergeführt und wurde der größte Arbeitgeber der Stadt Saarlouis.

Nach dem Ende des 2. Weltkireges wurde die Firma 1947 wieder von den Brüdern Sternheimer übernommen. Danach wurde Jyldis unter dem Namen Cigarettenfabrik Jyldis das führende Unternehmen der Saarländischgen Zigarettenindustrie. Die Firma brachte mit der Marke Halbe-Fünf-Filter die erste Filterzigarette des Saarlandes auf den Markt. Jyldis produzierte unter anderem auch die Marken Lasso, Khedive, Halbe Fünf, Türkis, Imperial und Amba.

Nach dem wirtschaftlichen Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland brach der Absatz der Fa. Jyldis ein. Die Saarländer rauchten lieber HB, Marlboro, Peter Stuyvesant oder Ernte 23 die nun zu normalen Preisen angeboten wurden. Die französichen Absatzgebiete fielen 1959 durch die errichtete Zollgrenze zu Frankreich weg.

1985 wurde die Produktion eingestellt.

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Rückblick – Familienaktionstag in Saarlouis

Große und kleine Besucher erlebten am diesjährigen Familienaktionstag in Saarlouis einen tollen Tag. Live dabei waren das das DFB-Maskottchen Paule, Bernd das Brot und Biene Maja. Trotz des nicht so schönen Wetters eine gelungene Veranstaltung.

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DIE TRADITIONELLE HEIMARBEIT IN UNSERER REGION

AUTOR: Josef Theobald

Wie früher schon einmal festgestellt wurde, sind die Heimarbeit oder die
Hausindustrie Überreste des Übergangs der bäuerlichen Wirtschaft zur
Manufaktur.
 

Neben der selbständigen Handwerksarbeit, die sich in der Manufaktur-
produktion weiter fortsetzte, gab es schon erste Ansätze einer Steige-
rung durch die maschinelle Industrie. Als das Vorbild für eine parallele
Sonderform galt hier das Verlagssystem. wie in den anderen Regionen
Deutschlands (die Handels- und Gewerbezentren Sachsens, des Rhein-
landes oder der Augsburger Gegend). Die Verleger selbst kamen entwe-
der aus den Reihen ehemaliger Kaufleute oder waren Teil wohlhabender
Kaufmannsfamilien mit der Tradition im Groß- und Fernhandel. Nebenbei
mischten auch ehemalige Handwerker und manchmal auch die Mitglieder
der lokalen Beamtenbürokratie mit. Diese waren im Vertrieb relativ homo-
gener Güter, wie Tuche, Bänder, Uhren, Nadeln, Messer usw. tätig. Für
diese Art der Produktion typisch war hier das Fehlen des bei einem Groß-
betrieb vorhandenen großen Fixkapitals. Jenes beschriebene System ver-
wandelte allerdings selbständige Handwerker in häufig scharf ausgebeutete
Teilarbeiter. Denn durch fortschreitende Teilung der Arbeit erhöhte sich auch
die Produktivität. Die Werkzeuge und ebenso das nötige Arbeitsmaterial stell-
ten die Verleger. Die dabei eingesetzten Werkzeuge wurden infolge ständiger
Produktionskontrollen in den Häusern der Heimarbeiter einer kontinuierlichen
Verbesserung unterworfen. [1]

Im 19. Jahrhundert bildete die ländliche Hausindustrie, betrieben im Verein
mit Gartenbau oder kleiner Ackerindustrie, die breite Grundlage der jungen
Großindustrie Deutschlands. Im Westen Deutschlands sind die Arbeiter vor-
wiegend Eigentümer ihrer Heimstätten. Diese Verbindung der Hausindustrie
mit Garten- und Feldbau, und daher mit gesicherter Wohnung, finden wir ja
nicht nur überall, wo Handweberei noch ankämpft gegen den mechanischen
Webstuhl: am Niederrhein und in Westfalen, im sächsischen Erzgebirge und
in Schlesien. Wir finden sie überall, wo Hausindustrie irgendeiner Art sich als
ländliches Gewerbe eingedrängt hat, z. B. im Thüringer Wald und in der Rhön.
Infolge der Tabakmonopol-Verhandlungen stellte sich heraus, wie sehr auch
schon die manuelle Zigarrenfabrikation (Zigarrenmacherei) als Form der länd-
lichen Hausarbeit betrieben wird. Wo irgendein Notstand unter den Kleinbauern
eintritt, wie in dem Jahre 1882 in der Eifel, da erhob die bürgerliche Presse so-
fort den Ruf nach Einführung einer passenden Hausindustrie als dem einzigen
Hilfsmittel. Die Eifelregion ist eine hügelige Landschaft mit großen Torfmooren
und ausgedehntem Ödland. Die Bodenverhältnisse sind für die Landwirtschaft
weniger geeignet. Der vorhandene Boden wurde von kleinen, technisch rück-
ständigen Bauernwirtschaften bearbeitet. Es kam regelmäßig zu periodischen
Missernten, die die Kleinbauern in große Not stürzten. In dem oben genannten
Zeitpunkt gab es erneut mehrere Missernten und durch das Fallen der Preise
für landwirtschaftliche Erzeugnisse kam es zu einer Hungersnot unter den Be-
wohnern.
 

So drängt die wachsende Notlage der deutschen Parzellenbauern wie die all-
gemeine Lage der deutschen Industrie zu einer immer weiteren Ausdehnung
der ländlichen Hausindustrie. Es wurde dies eine Erscheinung, die Deutsch-
land eigentümlich war. Im benachbarten Frankreich fand man ähnliche Ver-
hältnisse nur ganz selten. Sie bildeten hier eine Ausnahme. [2]

NACHTRAG

Durch die Weltausstellung 1884 in New Orleans (USA) wurden deutsche
Waren auf dem Weltmarkt bekannt. Zum Schutz der englischen Industrie
erließ man 1887 den „Merchandise Marks Act“, das die heimische Industrie
vor unliebsamer Konkurrenz schützen sollte. Die Folge war allerdings, dass
die inländischen Käufer nun die wirklichen Bezugsquellen der Importeure er-
fuhren. So wurden die Waren „Made in Germany“ plötzlich wegen ihrer guten
Verarbeitung weltweit bekannt und gewannen auch einen erheblich größeren
Absatz. [3]

Doch wurden diese Produkte meist im Rahmen hausindustrieller Strukturen
produziert. Hier waren die gezahlten Löhne relativ niedrig. Aber die Arbeiter
mussten hier jeden Akkordlohn hinnehmen, weil sie sonst nichts erhielten
und auch nicht allein vom Produkt ihres Landbaus leben konnten. Weiterhin
waren sie wegen des betriebenen Landbaus und dem damit verbundenen
Grundbesitz an ihren Wohnort gefesselt und hinderte sie daher daran, sich
nach einer anderen Beschäftigung umzusehen. Und hierin lag der Grund,
warum Deutschland in einer ganzen Reihe von kleinen Artikeln auf dem
Weltmarkt konkurrenzfähig wurde. Durch einen niedrigen Arbeitslohn er-
zielte man eine höhere Gewinnspanne, die bei einer Überproduktion den
ausländischen Käufer fast gar nicht belastete.

Dies hatte eine Auswirkung auf die Löhne der städtischen und auch groß-
städtischen Arbeiter. So war in der Praxis der Preis der Arbeit unter den
Wert der Arbeitskraft gefallen. In den Städten hatte auch die schlechte
Bezahlung in der Hausindustrie das alte Handwerk verdrängt und das
allgemeine Lohnniveau abgesenkt.

Dies hatte zur Folge, dass die von diesen Verhältnissen profitierende
Groß- und Kleinbürgerschaft von der ländlichen Industrie und von den
hausbesitzenden Arbeitern schwärmte und bei ländlichen Notständen
in der Einführung der Hausindustrie das einzige Heilmittel sah.

So wurde die Hausindustrie die breite Grundlage des deutschen Aus-
fuhrhandels und damit der ganzen Großindustrie.

Vor allem hatte darunter der Kleinbauer zu leiden, der in der jüngeren
Vergangenheit das Opfer einer Zerstörung der alten Marktverfassung
und des Flurzwanges wurde. Da er dabei zusätzlich dem Kreditwucher
anheimgefallen war, wurde er der modernen Hausindustrie gewaltsam
zugetrieben. Denn die Hypothekenzinsen konnten meist nur aus dem
Arbeitslohn der industriellen Bauern bestritten werden und nicht aus
dem Bodenertrag. Mit der Ausdehnung der Hausindustrie wurde eine
Bauerngegend nach und nach in die industrielle Bewegung der Gegen-
wart hineingerissen. Es war diese Revolutionierung der Landdistrikte,
durch die sich die industrielle Revolution in Deutschland über ein weit
größeres Gebiet ausbreitete als in England und Frankreich. Die verhält-
nismäßig niedrige Stufe unserer Industrie war also der eigentliche Aus-
löser, die ihre Ausdehnung in die Breite umso nötiger machte.

Dies begünstigte in Deutschland die revolutionäre Arbeiterbewegung. In
Deutschland wurden im Gegensatz zu Frankreich zuerst die Bezirke der
großen Industrie, die Manufakturen und die Hausindustrie erobert; die
Hauptstadt Berlin kam erst zu einem späteren Zeitpunkt an die Reihe.

Daraus entwickelte sich die Situation, dass die ländliche Hausindustrie
und die Manufaktur in ihrer Ausdehnung zum entscheidenden Produk-
tionszweig in Deutschland wurden. Damit wurde das deutsche Bauern-
wesen mehr und mehr revolutioniert und ist selbst nur zu einer Vorstufe
einer weiteren Umwälzung geworden. [4]      

ANMERKUNGEN
[1] Jürgen Kocka, Unternehmer in der deutschen Industrialisierung,
     Kleine Vandenhoeck-Reihe, Göttingen 1975, Seiten 20 – 22.
[2] Marx – Engels, Ausgewählte Schriften in zwei Bänden, Band I,
     Dietz Verlag, Berlin-Ost 1966, die Seiten 520 und 690.
[3] Gerhard Köhnen, Kleine Wirtschaftsgeschichte, Winklers Verlag,
     Darmstadt 1972, Seite 117.
[4] wie [2], jedoch die Seiten 522 – 524.

       

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