Seit dem 16. Jahrhundert ist es Tradition, einen Maibaum aufzustellen. Dieser Brauch wird in jedem Gebieten auf eine andere Art gefeiert. In den meisten Gebieten wird am 30. April der Maibaum, ein geschmückter Baum oder Baumstamm, auf dem Dorfplatz aufgestellt.
Die Klapperjungen (Die Klapperbouwe), ein schöner Brauch der Osterzeit, ist uns in Roden erhalten wenn die „Klapperjungen“ an drei Tagen vor Ostern durch den Ort ziehen. An Gründonnerstag ruht der Glockenstrang, die Kirchenglocken schweigen und die Alten erzählen den kleinen Kindern, der Papst habe de die Glocken nach Rom zu sich befohlen und sie befänden sich auf der Reise nach Rom.
Während der Zeit zeigen die „Kläpperbouwe“ mit ihren rasselnden Klappern den Beginn des Gottesdienstes an. Sie ziehen mit ihren Kläppern durch die Dorfstraße und drehen im Takt mit den langen hölzernen Zähnen gegen die federnden Holzbrettchen und bringen ein lautes Geräusch hervor. Dabei wird gesungen : Mittag, Hahnenkrach, iwwermor eß Oschderdach!
In der Osternacht rufen sie dann „ steht auf, steht auf ihr lieben Leut , kommt mit zum heiligen Grab.
Ab den 60er Jahren vereinfachte man den Spruch nur auf „Betglock“, Hahnenkrach, iwwermoor iss heiliger Osterdaach –
Quelle: Geschichte der Kreisstadt Saarlouis, Band 6
Roden – Traditionsbewusstes Dorf und moderner Stadtteil.) Autor: Marc Finkenberg
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Orgel und die Glocken schweigen. Unter dem Einfluss des Franziskanerorden Feier seit dem 2. Jahrhundert im Volksglauben werden die an diesem Tag Sterbenden selig in der evangelisch-lutherischen Kirche. Karfreitag = abgeleitet vom althochdeutschen „kara“ mit der Bedeutung von „Trauer – Wehklagen“ kein Altarschmuckseit dem 3. Jahrhundert eine heilige Wochestrenger Fastentag (nur der Verzehr von Fischen ist erlaubt)Tag der Kreuzigung oder der Passion Jesuum 1700 Verlegung der Anachten in den Kirchenraum
„Karfreitag“ ist abgeleitet vom althochdeutschen „kara“, das „Trauer, Wehklagen“ bedeutet. Im Kirchenjahr ist dies der Freitag vor Ostern. Im Christentum gilt dieser Tag als Tag der Kreuzigung Jesu. Dieser Tag wird als Fasttag und, im Zeichen der Trauer, in Stille und Besinnlichkeit begangen. Hier versammeln sich am Nachmittag des „Karfreitag“ die katholischen Christen zum Wortgottesdienst mit der Verlesung der Passionsgeschichte, zur Kreuzverehrung (das mit einem violetten Fastentuch bedeckte Kreuz wird enthüllt und mit dem Kniebeugen verehrt) und zur anschließenden Kommunionfeier. In vielen katholischen Gemeinden finden am Morgen des „Karfreitags“ Kreuzwegandachten statt. [1]
Auf Blumen und Kerzen als Schmuck auf dem Altar wird verzichtet, die Orgel und die Glocken schweigen. In vielen Kirchen werden an diesem Tag das Kreuz und der Altar mit einem schwarzen Tuch ver- hängt.
Am Karfreitag werden noch heute verschiedene Brauchtümer ge- pflegt. Christen essen an diesem Tag Fisch, weil der Fisch eines der ältesten Symbole ist, mit dem sie sich zu erkennen geben. Das Wort „Fisch“ heißt auf Griechisch „Ichthys“. Das sind die Anfangs- buchstaben von „Jesus Christos Theos Yos Soter“, also in Deutsch: „Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter“.
Nach altem Volksglauben ist der Karfreitag aber nicht nur ein Un- glücks-, sondern wegen des beginnenden Frühlings und des damit verbundenen Neuanfangs auch ein Glückstag. Menschen, die an diesem Tag sterben, werden selig.
Bereits seit dem 2. Jahrhundert wird der Karfreitag als Tag des Gedenkens an die Kreuzigung Jesu begangen. In Jerusalem feierte man schon im 3. Jahrhundert die ganze Heilige Woche, indem man den durch Steine oder auch Kapellen markierten historischen Passionsweg Jesu vom Haus des Pilatus bis zum Kalvarienberg nachging.
Vorläufer der heutigen Kreuzwegandachten mit seinen 14 Stationen entstanden seit dem 15. Jahrhundert besonders unter dem Einfluss des Franziskanerordens. Um 1700 verlegte man den Kreuzweg auch in das Innere der Kirchengebäude: Bilder an den Wänden hielten der Gemeinde die Stationen des leidenden Gottessohns von seiner Verurteilung bis zur Grablegung vor Augen.
Für die frühen Christen war der Weg Christi zum Kreuz jedoch weniger ein Leidens- als ein Triumphweg. Er führte zum endgültigen Sieg über den Tod; das Kreuz war das Siegeszeichen (1. Korinther 15,55-57). Für den Bereich der evangelischen Kirche hat die Erlösung von den Sünden durch den Kreuzestod zentrale Bedeutung für den Glauben. Für die Katholiken ist jedoch das Osterfest – der Tag der Auferstehung der höchste kirchliche Feiertag. [2]
Das jüdische Passa oder Pessach ist ein Fest, das wegen des Mondkalenders je nach Jahr auf einen anderen Wochentag fallen kann. Zur Zeit Jesu fiel das Passa auf den 15. Abib (Nisan). Der 14. Abib galt dagegen als Rüsttag. Auf den Freitag fiel der 14. Abib nur im Jahre 33 n. Chr. In der Diskussion sind auch andere Jahre, an denen Jesus Christus den Tod am Kreuz erlitt. Fiele das Todesjahr auf das Jahr 31, so müsste als Rüsttag der Mittwoch ins Auge gefasst werden. [3]
ANMERKUNGEN [1] Manfred Becker-Huberti/Ulrich Lota, KATHOLISCH (A-Z), Das Handlexikon, Verlag Herder in Freiburg (Breisgau) 2009, Seite 123. [2] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und na- tionale Feiertage weltweit), Bertelsmann Chronik, Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2009, Seiten 26 + 27. [3] Herman L. Hoe, Die Kreuzigung war nicht an einem Freitag, Ambassador College, Pasadena CA 1974, Seite 18.
Auch in diesem Jahr nahmen wir an der saarlandweiten picobello-Aktion teil. Start der Aktion war Samstags 9.00 Uhr an der Kulturhalle. Dort trafen sich unter anderem Mitglieder des Rodena Heimatkunde Verein Roden und der Pfadfinder Roden zum Müll sammeln. Der Abschluß fand in den Räumen des NBS Saarlouis statt.
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feierlicher Einzug Jesu auf einem Esel in Jerusalem magische Wirkung der geweihten Zweige Palmsonntag = Beginn der Karwoche Symbolik der Palmzweige Tradition seit dem 8. Jahrhundert Verkündung der Botschaft vom Leiden und Sterben Jesu Verwendung als Asche am Aschermittwoch
Der Name „Palmsonntag“ bezieht sich auf den Brauch, an diesem Sonntag eine Prozession bis in die Nähe einer Auferstehungskirche zu machen. Dabei werden Palmzweige und auf einer Bahre einKreuz oder ein Evangelienbuch getragen. Palmen wurden schon seit alters her als heilige Bäume verehrt, im Orient ehrte man siegreiche Soldaten mit Palmzweigen. Das Christentum hat schließlich die Palmzweige als Symbol des Lebens übernommen.
In Mitteleuropa wurden die Zweige durch Äste von Saalweiden, Buchsbaum, Wacholder oder durch Haselzweige ersetzt. Im Volksglauben gibt es zudem die Auffassung, dass die geweihten Zweige eine magische Wirkung besitzen – sie schützen vor Bösem, verhindern Krankheiten, Unwetter oder Ungeziefer im Haus. Glück bringen sollen auch die ersten Frühlingsblumen, die man am Palmsonntag pflückt.
Die Palmzweige werden im darauf folgenden Jahr am Aschermittwoch verbrannt, um den Gläubigen mit der Asche ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen.
Als historischen Bezug dient der feierliche Einzug Jesu auf einem Esel in Jerusalem – ein Akt, der als bewusster Verzicht auf seine königliche Macht gedeutet wird. In der Bibel wird davon berichtet, wie das Volk dem Herrn einen begeisterten Empfang bereitete und grüne Palmzweige vor ihm ausstreute (Matthäus 21,6-9). Seit dem 8. Jahrhundert wird in Jerusalem dieser Einzug Jesu mit feierlichen Prozessionen nachgestellt. [1]
Mit dem Palmsonntag beginnt eine Woche vor Ostern die Karwoche. In der sich der Prozession anschließenden Messfeier wird erstmals in der Karwoche die Botschaft vom Leiden und Sterben Jesu verkündet. [2]
ANMERKUNGEN [1] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und nationale Feiertage weltweit), in Bertelsmann Chronik, wissenmedia Verlag, Gütersloh/München 2009, Seite 24.
[2] Manfred Becker-Huberti / Ulrich Lota, KATHOLISCH (A-Z), Das Handlexikon, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2009, Seite 189.