Archiv des Monats: November 2016
DIE HERKUNFT DER LOSUNG „VERTRAUEN AUF DIE EIGENE KRAFT“
AUTOR: Josef Theobald
In einem früheren Beitrag wurde mit Recht festgestellt, dass die in der Volks-
republik China ab den Sechziger Jahren verwendete Losung „Vertrauen auf
die eigene Kraft“ als Antwort auf die Folgen des Zerwürfnisses zwischen der
Sowjetunion und China von Nordkorea übernommen wurde.
Zuvor hatte J. W. Stalin im Verlauf der Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts
diese Losung öfters verwendet, indem er auf den Glauben oder das Vertrauen
auf die eigene Kraft verwies. Hier finden sich in seinen Werken einige Beispiele.
In seinem Politischen Rechenschaftsbericht an den XVI. Parteitag äußerte sich
Stalin dahin, dass in der UdSSR der Glauben an die eigenen Kräfte und die Per-
spektive einer weiteren Verbesserung der Lage in der Praxis einhergingen.
Die Erklärung findet sich in seiner Rede zum 12. Jahrestag der Oktoberrevolution
mit dem Titel „Das Jahr des großen Umschwungs“. Damals sah sich die Sowjet-
union einer Finanzblockade ausgesetzt, so dass das Akkumulationsproblem nur
aus eigener Kraft gelöst werden konnte. Um den Aufbau einer Schwerindustrie
aus eigenen Mitteln finanzieren zu können, bedurfte es des Tributes, d. h. die
fehlenden Mittel wurden durch die Bauernschaft aufgebracht, indem diese zum
einen überhöhte Preise für Industriewaren zahlte und zum anderen weniger Geld
für die verkauften landwirtschaftlichen Erzeugnisse bekam. Nur dadurch konnte
ein schnelles Wachstum der Industrie gewährleistet werden. Dafür erhielt die
Bauernschaft die jetzt am dringendst benötigten Traktoren, landwirtschaftlichen
Maschinen und Kunstdünger. [1]
Wie in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland setzte die Sowjetunion
auf eine autarke Wirtschaft. Man wollte von anderen Machtblöcken unabhängig
sein. In Deutschland setzte man dabei auf niedrige Löhne. Außerdem gewährte
man der deutschen Wirtschaft einen großen Spielraum, was die Entscheidungs-
freiheit in unternehmerischen Dingen anging.
Profan gesprochen ist „Glauben“ zunächst auf ein ausdrücklich genanntes per-
sönliches oder sachliches Objekt bezogen, dessen besondere Eigenschaften
im Glaubenden ein Gefühl des Vertrauens hervorruft und damit ein Urteil be-
gründen kann. Das Vertrauen kann sich dann auf die Wahrhaftigkeit und Auf-
richtigkeit einer Person sowie zugleich auf die Wahrheit und Glaubwürdigkeit
ihrer Aussage richten. Aus dem Vertrauen wird dann auch ein Etwas- oder
Sich-Anvertrauen.
Die Unterscheidung zwischen der Aufrichtigkeit einer Person und der Glaub-
würdigkeit ihrer Aussage führt schließlich dazu, dass „Glauben“ zum Ausdruck
eines subjektiven Urteils wird, bei dem der Grad der Überzeugung unterschied-
lich sein kann. Eine Sache kann aus subjektiven Gründen mit dem Gefühl der
inneren Gewissheit für wahr gehalten werden, ohne dass die zum Wissen nö-
tige Erkenntnismöglichkeit vorliegt. „Glauben“ kann die feste Gewissheit be-
deuten, dass ein der Erfahrung nicht zugängliches Objekt tatsächlich existiert
oder – auf die Zukunft bezogen – dass ein bestimmtes Geschehen gewiss ein-
tritt. [2]
Typisch für die frühen Jahre der Sowjetunion war der Glaube an das politische
System und das Vertrauen der Sowjetbürger in die kommunistische Partei mit
ihren politischen Zielen.
Die Idee von dem „Vertrauen auf die eigene Kraft“ fand Anfang der Sechziger
Jahre Eingang in die offizielle Politik Albaniens, Nordkoreas und Chinas. Erste
Spuren finden sich in den nationalen Befreiungskämpfen während des II. Welt-
krieges. Nach dem Krieg fand es seinen Ausdruck in der Entschlossenheit und
revolutionären Bereitschaft der osteuropäischen Länder, den Sozialismus unter
allen Bedingungen und Umständen durch die Mobilisierung aller menschlichen,
materiellen und finanziellen Quellen aufzubauen. [3]
Dass die Losung „Vertrauen auf die eigene Kraft“ auf W. I. Lenin zurückgehen
soll, ist schlechthin nicht zu beweisen. In seinem literarischen Nachlass fehlt
hier jeder Hinweis. Denkbar wäre aber eher eine mündliche Überlieferung ein-
zelner Aussprüche, die keinen Eingang in die Werke Lenins gefunden haben.
279, 108 + 44.
„Glaube“ und „Glauben“.
FRASHERI“, Tirana 1971, die Seiten 542 + 708.
Deutsch-arabische Führung zur Geschichte von Saarlouis und der Saarregion
24.11.2016
Von: Corinna Bast
Die Kreisstadt Saarlouis und das Projekt „Wir sind einS(aarlouis) – Flüchtlingshilfe konkret“ laden am 03. Dezember 2016 zu einem besonderen historischen Spaziergang durch die Stadt ein. Engagiert führt ein ehrenamtlicher Saarlouiser Bürger während eines ca. zweistündigen Rundgangs von etwa zwei Kilometern Länge durch die Innenstadt entlang der Festungsanlagen.
Die Führung wird in Deutsch, Arabisch und Englisch durchgeführt, so dass auch viele Neubürger schwer verständliche Begriffe nach Übersetzung verstehen können. Wesentliche Meilensteine der Entwicklung von Saarlouis werden angesprochen. Eingebettet ist diese Erkundung in die wechselvolle Geschichte unserer Heimat als ständiger "Zankapfel" deutsch-französischer Feindseligkeiten, die erst vor wenigen Jahrzehnten ihre Beendigung in einem dauerhaften Frieden und gelebter Freundschaft zwischen den beiden Völkern gefunden haben. Weiter geht es entlang ausgewählter Besichtigungspunkte mit der Vorstellung des heutigen modernen Saarlouis als lebenswerter Wohn-, Arbeits- und Freizeitstätte bis hin zu der von ihrem Bergbauerbe und der Stahlindustrie geprägten Umgebung der Kreisstadt, die sich zunehmend als zukunftsorientierte Industrie- und Dienstleistungsregion präsentiert.
Mitzubringen sind Interesse an der Stadt Saarlouis und an deren wechselvoller Geschichte sowie gutes Schuhwerk und witterungsangepasste Bekleidung. Die Führung wird bei jedem Wetter angeboten, und führt bei Regen in das städtische Museum.
Treffpunkt: Bastion VI (Anton-Merziger-Ring/ Nähe Restaurant "Delphi"), 03. Dezember 2016, 14:00 Uhr
Anmeldungen nimmt das Kinder-, Jugend- und Familienhaus in der Lisdorfer Str. 16a bis zum 30. November entgegen. Infos unter Tel. (06831) 443-600.

Impressionen von der Saar

Die Quellen der Saar sind am Donon in den Vogesen. Es gibt eine Rote und Weiße Saar die bei Hermellange zusammenfließen. Die Saar mündet bei Konz in die Mosel. Über den Saar-Kohle-Kanal ist sie mit dem RheinMarne Kanal verbunden. 1974 wurde die Saar für die Großschifffahrt ausgebaut.
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Damals – Tiere beim Militär

Tiere im Militär bezeichnet die Verwendung von Tieren für den Kriegseinsatz. Tiere verschiedener Art spielen seit mindestens 2000 Jahren eine Rolle in der Logistik, im Gefecht, bei der Aufklärung, Spionage und Abwehr. Die Streitkräfte verschiedenster Nationen setzten bzw. setzen immer noch diverse Tierarten in militärischen Auseinandersetzungen ein.
Der römische Dichter Lukrez berichtete im 1. Jahrhundert v. Chr. von Ebern, die in viel früheren Zeiten Kriegselefanten angriffen.[2] Die US-Marine setzt seit dem Vietnamkrieg Meerestiere in ihrem Marine Mammal Programm ein – etwa Seelöwen und Delfine zum Aufspüren von Seeminen.
Es gab immer wieder Einzelfälle, wo Tiere sich im Militär besondere Verdienste erwarben. Typisches Beispiel ist ein syrischer Braunbär, der den polnischen Truppen im Kampf gegen die deutsche Wehrmacht in Süditalien als Munitionsträger diente. Wojtek hatte sogar militärischen Rang und „besaß“ ein Soldbuch.
Pferde brachten noch im Zweiten Weltkrieg Kriegsgerät und Nachschub an die Front, Hunde schüchterten die Gegner ein und überbrachten, wie Brieftauben, Nachrichten. Dies sind die drei wichtigsten, über Jahrhunderte etablierten Tierarten für den Krieg.
Die Kavallerie war neben der Infanterie seit der Antike eine der stärksten militärischen Truppengattungen. Bukephalos, das Streitross Alexanders des Großen, galt als das bekannteste Pferd der Antike. Pferde verkörperten Mobilität, Schnelligkeit und Durchschlagskraft. Sie veränderten militärische Strategien und Taktiken, ähnlich wie später die Panzer und Militärflugzeuge es taten. Um die für den Krieg wichtigen Tiere zu schützen, wurden Rüstungen für Pferde erfunden. Speziell ausgebildete Infanteristen griffen mit Speeren gezielt Pferde an. Bis zur Verbreitung der Handfeuerwaffen kämpften die Reiter meist neben dem Schwert mit Pfeil und Bogen. Es gab Schlachtrösser und Armeepferde. Die Kreuzzüge waren Kriege mit einem massiven Einsatz von organisierten Reiterverbänden – der Kavallerie.
Rinder kamen als Transporttiere zum Einsatz, waren aber wegen ihrer geringeren Wendigkeit im Kriegseinsatz von untergeordneter Bedeutung. In schwer zugänglichen Gebirgsregionen waren die Maultiere in beiden Weltkriegen militärisch wichtig. Eine große Rolle im indischen und nordafrikanischen Raum spielten dagegen Kriegselefanten.
In den Wüsten Nordafrikas und auf der arabischen Halbinsel kamen Kamele zu Einsatz. Für Pferde gab es mobile Veterinärkliniken; man entwickelte gegen den Einsatz von Giftgas Gasmasken für die Tiere.
Im Vorfeld des Ersten Weltkrieges stieg der Bedarf an Pferden im Rahmen der Aufrüstung so stark, dass in ganz Europa ein reger Handel mit Tausenden von Tieren stattfand. Pferde waren Teil der Aufrüstung. Die Zeitschrift Die Woche schrieb in der Ausgabe vom Juni 1913:
- Um unsere beritten Truppen, den heutigen Zeitverhältnissen entsprechend, verstärken zu können, muß auch der Pferdebestand des deutschen Heeres vermehrt werden. Soll dies mit Erfolg geschehen, so müßten in Summa 27.000 Pferde beschafft werden, doch will die Heeresverwaltung zunächst nur 17.000 Pferde neu einstellen, von denen 8000 als Reitpferde, 9000 als Zugpferde zu verwenden sind. Durch die weitere Hebung der Landespferdzucht ist vieles zum Glück anders geworden, wenn auch zugegeben werden muß, daß bei dem enormen Pferdverbrauch im Fall eines Krieges der „Nachschub“ sich einigermaßen schwierig gestalten dürfte, weshalb Autoritäten auf diesem Gebiet schon vor Jahren die Bildung einer Kriegsreserve von Militärpferden in Vorschlag brachten.
1917 hatte Großbritannien über eine Million Pferde im Kriegseinsatz. An manchen Tagen kamen 1000 Pferde als Ersatz für verletzte oder getötete Tiere über den Kanal nach Frankreich. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 hatte in Europa nur noch Polen signifikante berittene Truppen.
In den Armeen der Antike und des frühen Mittelalters spielten große Hunde eine Rolle. Sie sollten den Gegner in Angst versetzen. Im Hochmittelalter setzte man Hunde als „Melder“, also für Botengänge ein. Beim zweiten Italienzug Heinrichs V. 1118 soll ein Hund Briefe der belagerten Truppen zu ihren päpstlichen Verbündeten gebracht haben. 1885 begann das preußische Militär mit dem Training von Hunden für Patrouillengänge. Im Ersten Weltkrieg bediente man sich der Polizeihunde und sprach – in der Regel erfolgreich – Hundezüchtervereine an. Zum Einsatz kamen auch Panzerabwehrhunde. In den Nachbarländern gab es kaum Hunde im Kriegseinsatz. Die Belgier nutzten Hunde als Zugtiere für kleinere Lasten.
Wegen der emotionalen Bindung der Hunde an ihren Trainer musste letzterer meist mit in die Schlacht ziehen. Die Tiere verloren wegen des ungewohnten Gefechtslärms häufig die Orientierung. Hunde wurden insbesondere beim Stellungskrieg immer wichtiger, weil sie menschlichen Meldern die Arbeit abnehmen konnten. In einigen Fällen ließ man Hunde Fernsprechleitungen verlegen. Der Erste Weltkrieg verschliss über eine Million Pferde und einige zigtausend Hunde. Meldehunde dienten auch dem Transport von Kriegstauben an einen Ort, von dem sie zurückflogen.
Quelle: Wikipedia
Lukrez: De rerum natura. Lukrez beschreibt die Tiere im Wesentlichen als ungeeignet für den Gefechtseinsatz. Zitat: „Auch versuchte man Stiere im Dienste des Kriegs zu verwenden / Und wildwütende Eber den Feinden entgegen zu schicken. / Ja man sandte dem Heere voraus gar grimmige Löwen, / Welche bewaffnete Wärter und grausame Bändiger führten, / Um sie lenken zu können und fest an der Kette zu halten. / Doch vergeblich! Erhitzt vom beiderseitigen Blutbad / Brachten sie wütend die Reihen von Freund und Feind in Verwirrung, / Hier und da die Mähnen des Haupts die schrecklichen schüttelnd. / Vor dem Gebrüll nun scheuten die Rosse, die Reiter vermochten / Nimmer die Tiere zu halten noch gegen die Feinde zu lenken.“ (aus dem Lateinischen übersetzt von Hermann Diels, 1924)
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Bürgerbüro vom 16.11. bis 23.11.2016 geschlossen
Im Bereich des Bürgerbüros erfolgt eine komplette Softwareumstellung mit umfangreichen Konvertierungsvorgängen der gesamten EDV-Anlage. Hierzu sind auch intensive Mitarbeiterschulungen notwendig.
In der Zeit vom 16.11.2016 bis einschließlich 23.11.2016 ist das Bürgerbüro deshalb ganztägig geschlossen. Hierfür wird um Verständnis gebeten, da diese Maßnahme unumgänglich ist, um mit zeitgemäßer neuester Technik innovativ und effektiv im Sinne des Bürgers arbeiten zu können.
Die rathausinterne Information im Foyer und die Telefonzentrale sind von den Umstellungsmaßnahmen nicht betroffen. Wahlberechtigte Personen, die in diesem Zeitraum eine Unterstützungsunterschrift für einen Wahlvorschlag der Wahl der Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters der Kreisstadt Saarlouis am 26.03.2017 leisten wollen, können sich während der allgemeinen Dienststunden des Bürgerbüros (montags u. dienstags von 08.00 Uhr bis 16.30 Uhr, mittwochs von 08.00 Uhr bis 12.30 Uhr, donnerstags von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie freitags von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr) ebenfalls an die Information im Foyer wenden.
In absolut dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten im Pass- und Ausweiswesen, wenden Sie sich bitte während den bekannten Öffnungszeiten an die Stadtinformation. Hier wird dann versucht, mit Hilfe einer anderen benachbarten Gemeinde eine Notlösung zu finden.

Rodener Platt
Naatmohl -Erstkommunion
nääß – noch mal
Nauder – Euter
Ään Auer – ein Uhr
Nohl – Nähnadel
Noläfeches – Fangen/Spiel
Neimerder – Neidhammel, Miesmacher
Nööhbooz – jemand der lästig hinterher läuft
Owalafooz – Rädelsführer oder Wortführer
In unserem Heimatdorf wid seit Jahrhunderten Platt, eine moselfränkische Mundart, gesprochen. Typisch an unserem Dialekt ist, daß die Vorsilben teilweise nicht ganz aussprochen werden. Das n und das t verschlucken wir.
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Rückblick – Sommerkonzert auf dem Kleinen Markt


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1906 erster Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Saarlouis
Saarlouis wurde zwischen 1680 und 1686 von französischen Pioniertruppen aus dem Boden gestampft. Planung und Bauleitung lag in der Hand des Ingenieur-Offiziers Thomas de Choisy (1632-1710). Evangelische Christen waren in Saarlouis nicht geduldet. Nach der Niederlage Kaiser Napoléons wurde die Festung am 1. Dezember 1815 an Preußen übergeben. Ein Großteil der preußischen Truppen war evangelisch. So ist der Ursprung unserer Gemeinde eine Militärkirchengemeinde.
01.10.1817 Berufung des ersten Evangelischen Pfarrers nach Saarlouis: Dr. Ernst Friedrich Kober. Er war als Miltärgeistlicher auch für die wenigen Zivilisten zuständig. Gottesdienste fanden zunächst im Freien statt. Auf Anordnung des Königs wurde ab Juni 1821 der ehemalige Fechtsaal der Garnison (Salle des cadets) zur Garnisonskirche umgebaut.
03.08.1822 Erster Gottesdienst in der Garnisonskirche. 1829 waren im Kreis Saarlouis 142 evangelische Christen ansässig. Ihre Zahl nahm rasch zu und es bildeten sich selbständige Gemeinden in Saarburg, Merzig, Schwalbach, Lebach, Dillingen und Schaffhausen.
18.10.1894 Die Militärpfarrstelle wird aufgehoben und eine Zivilpfarrstelle eingerichtet. Erster Pfarrer ist August de Haas (1864-1931)bis 1919. Er wurde auch mit der Garnisonsseelsorge betraut.
14.12.1900 Die Evangelische Kirchengemeinde erwirbt das Baugrundstück auf der Bastion Luise zur Errichtung eines Pfarrhauses und einer Kirche von der Stadt Saarlouis zum Preis von 20 M pro Ar.
28.04.1902 Grundsteinlegung zum Bau des Pfarrhauses, heute Gemeindehaus.
Das neu errichtete Pfarrhaus, heute Gemeindehaus, auf der Spitze der Bastion Luise.
22.08.1904 Grundsteinlegung zum Bau der Kirche. Architekt ist Carl Friedrich Christian Schlück (1862-1935). Er ist Mitglied des Presbyteriums.
Die Evangelische Kirche im Bau.
06.12.1905 Einholen der Glocken. Gießbucheintrag der Fa. Schilling, Apolda: Opus Nr. 3268-70, Saarlouis, Rheinland, h, d, fis, Mainzer Maßstab, 4677 kg
29.06.1906 Erster Gottesdienst in der neuen Kirche
1911 Abriss der Behelfskirche im Fechtsaal. Die beiden Giebelkreuze haben in der Vorhalle der Kirche und im Foyer des Gemeindehauses Platz gefunden.
08.02.1920 Pfarrer Karl Roderich Richter (1885-1965) wird in die Pfarrstelle gewählt und am 18.04 1920 eingeführt. Er begleitet sein Amt bis zur Pensionierung am 03.12.1955. Er ist auf dem Alten Friedhof Saarlouis bestattet.
21.05.1956 Pfarrer Nikolaus Heinrich König (1925 – 2014) wird in die Pfarrstelle gewählt und am 02.09.1956 eingeführt. Er begleitet sein Amt bis Sommer 1988
Oktober 1956 Der erste Monatsbrief erscheint.
1962 Einrichtung eines Gemeindebüros.
12.12.1966 Baubeginn des Kindergartens und des Pfarrhauses in der Taubenstraße.
01.01.1968 Einrichtung der zweiten Pfarrstelle (Stadtteile Roden, Fraulautern, Steinrausch)
Sommer 1968 Eröffnung des Kindergartens in der Taubenstraße.
Dezember 1970 Pfarrer Jürgen Stengel (geb. 1939) wird als Pfarrer des zweiten Pfarrbezirks eingeführt. Er begleitet sein Amt bis zum Frühjahr 1994 und übernimmt dann die Krankenhausseelsorge in Saarlouis.
28.08.1973 Erwerb eines Grundstücks im Steinrausch zum Bau eines Gemeindezentrums. Im März 1974 ist Baubeginn. (Architekt Bernhard Focht). Im Mai 1976 wird das Gemeindezentrum eröffnet. Im Dezember 1979 bezieht Familie Stengel das neu gebaute Pfarrhaus beim Gemeindezentrum.
Entwurf zum Gemeindezentrum Steinrausch, Architekt Bernhard Focht
1976 Errichtung des Militärpfarrhauses in der Renauldstraße
1979 Die schon 1976 gegründete Kirchliche Sozialstation Saarlouis-Saarwellingen kann ihren Dienst aufnehmen.
1983-1985 Umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Fassade und am Dach der Kirche.
10.12.1988 Pfarrer Christian Wermbter (geb. 1960) wird in die erste Pfarrstelle Saarlouis eingeführt. Er begleitet sein Amt bis Oktober 2005.
Mai 1990 Einzug in das renovierte und umgebaute frühere Pfarrhaus, jetzt Gemeindehaus.
01.10.1994 Pfarrerin Sabina Busmann (geb. 1965) wird in die zweite Pfarrstelle eingeführt. Sie begleitet ihr Amt bis November 2012.
2001 Renovierung der Kirche. Einbau einer neuen Orgel. Die Führer-Orgel wurde 1966 für die Luther-Kirche in Leer (Ostfriesland) gebaut. Sie wurde mit neuem Gehäuse nach Überholung, Austausch von Registern und Erweiterungen durch die Orgelbaufirma Skrabl aus Rogaska Slatina in Slowenien in unserer Kirche errichtet. Am 2. Dezember 2001 wurde sie in einem Festkonzert von Professor Andreas Rothkopf der Öffentlichkeit vorgestellt.
17.05.2006 Pfarrer Jörg Beckers (geb.1964) wird in die erste Pfarrstelle gewählt und am 03.09.2006 feierlich in sein Amt eingeführt.
2007 Der Kindergarten in der Taubenstraße, jetzt Kindertagesstätte, wird bei laufendem Betrieb energetisch saniert, die Installationen werden erneuert. Das Pfarrhaus wird in die KiTa eingegliedert. Eine Krippengruppe wird eingerichtet.
15.01.2009 Das Presbyterium hat nach jahrelangen Überlegungen und Verhandlungen mit der Stadt Saarlouis auf Grund der demographischen Entwicklung und der zurückgehenden Finanzmittel beschlossen, das Gemeindezentrum als Gottesdienststätte zu entwidmen und mit der Stadt Saarlouis ein Projekt „Miteinander der Generationen“ im Gemeindezentrum zu gründen. Die Kooperationsvereinbarung gilt ab 15.01.2009
28.11.2010 Am ersten Adventssonntag werden in einem feierlichen Gottesdienst die neu eingebauten Kirchenfenster der Gemeinde vorgestellt. Die im Krieg zerstörten Originalfenster des Kirchenraums waren behelfsmäßig verglast und defekt. In jahrelanger Arbeit hat sich das Presbyterium mit der Neuverglasung befasst. Es lagen Entwürfe von Professor Zogmayer, Wien, Saskia Schultz, Stuttgart und Professor Joost Caen, Antwerpen, vor. Das Presbyterium hat sich für die Entwürfe von Frau Saskia Schultz entschieden. Die kunsthandwerkliche Fertigung aus bleiverglastem Echtantikglas wurde an die Mayer’sche Hofkunstanstalt München vergeben.
07.12.2014 Pfarrer Michael Hilka (geb.1977) wird in die zweite Pfarrstelle eingeführt.
Quelle:
http://www.evangelische-kirche-saarlouis.de/
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Spielzeugbasar auf der Kinder- und Jugendfarm
Rückblick – Generalversammlung des Stadtverbandes der kulturellen Vereine
Mittwochabend fand im Nebenzimmer der Kulturhalle Roden die Generalversammlung des Stadtverbandes der kulturellen Vereine statt. Nach Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Hans Werner Strauss, Feststellung der Stimmberechtigung, Genehmigung Niederschrift der Generalversammlung 2015 kam es zum Geschäftsbericht der Geschäftsführerin und dem Kassenbericht der Kassiererin. Oberbürgermeister Roland Henz wurde zum Versammlungsleiter gewählt. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und ein neuer Vorstand gewählt. Diesem gehören bis auf einen neuen Beisitzer die gleichen Personen wie in der Vergangenheit an.
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Damals – Beckerbrauerei Beckerbrauerei St. Ingbert

Die Becker Brauerei war eine Brauerei in St. Ingbert und wurde 1877 gegründet. Sie war eine der ältesten Brauereien des Saarlandes und wurde 1998 geschlossen.
1877 ersteigerten die Gebrüder Friedrich, Karl und Georg Becker, Söhne des St. Ingberter Bürgers Friedrich Becker (1819–1891) und seiner Ehefrau Charlotte, geb Emmerling (1825–1889), die Groß’sche Brauerei in St. Ingbert, die ab dem 1. Oktober 1877 wiedergegründet wurde und unter dem Namen Bierbrauerei Gebrüder Becker firmierte. In den Jahren 1925–1931 errichtete man den Becker-Turm und ein neues Sudhaus. Die Brauerei Becker kaufte 1954 die Donnerbräu GmbH in Saarlouis auf. Diese unterstand schon seit 1950 den Geschäftsführern Peter und Niko Becker. Als Außenstelle wurde im Donnerbräu noch bis 1978 Bier gebraut. 1989 wurde die Brauerei Becker von der Karlsberg Brauerei übernommen. Diese stellte die Produktion in St. Ingbert 1997 ein.[3] Der Braubetrieb wurde zur Karlsberg Brauerei in Homburg verlagert. In St. Ingbert wurde derweil der „Innovationsparks am Becker-Turm“ gegründet.
Die Biersorte Becker’s Pils wird bis heute weiterhin produziert.[4]
Quelle: Wikipedia
Infoseite zur Becker Brauerei. In: bier-der-saar.de. Abgerufen am 19. Februar 2011.
http://www.karlsberg.de/Produkte
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25 Jahre Ukrainenhilfe

Erinnerungen an Willi Mansion – Gründer der Ukrainenhilfe
Alles, was genial und außergewöhnlich ist, ist einfach. Das trifft auch auf Menschen zu. Es gibt besondere Menschen die man kennenlernte und nicht mehr vergisst!
Zu solchen Gruppe zählte auch Willi Mansion, ein einfacher Mensch, der von seiner Geburt bis zu einem Tod mit 62 Jahren (2013) in Saarlouis-Roden lebte.
Wer in der weiten Welt kennt denn Roden? Einige wenige. In der Westukraine kennen viele, dank der ehrenamtlichen Arbeit vom MHD, diesen Ort.
Gehen wir zurück zu dem Jahr 1991 in die Stadt Ivano-Frankivsk. Zur damaligen Zeit war der Gründer der Malteser Roden und Stadtberauftragter Willi Mansion. Und mit ihm fing alles an.
Die Ukraine gerade von der Ex-Sowjetunion unabhängig geworden war arm und brauchte Hilfe. Unter der Leitung von Willi Mansion und Daniel Tull machte sich der erste MHD-Hilfstransport auf den schweren Weg in die unbekannte Westukraine. Damals kannte man noch kein Navigationsgerät und war auf Karten angewiesen. Nach der polnischen Grenze, Hinweisschilder waren kaum vorhanden fuhr man weiter in die Ungewissheit. 2000 Kilometer ging dir Reise in ein ungekanntes Land wo der Transport schon ungeduldig erwartet wurde.
Die Malteser organisierten in der Stadt Ivano-Frankivsk die „armen Küche“ Sie kochten bei der Kirche für die Armen, Obdachlosen, kümmerten sich um die Kinder in der Schule und die Waisenkinder die in einem ukrainischen Internat lebten.
Bei späteren Hilfstransporten wurden Lebensmitteln, Kleidung und verschiedenen Sachen des täglichen Bedarfs für die Armen und Behinderten in die Dörfern Tjasiv, Jamnytzja, Wolfsdorf gebracht. Für das psychiatrische Krankenhaus in Ivano-Frankivsk wurden Medikamente, Verbandzeug, Betten und medizinische Geräte gespendet.
Im Dorf Tjasiv übernahm der MHD von Trier und Saarlouis-Roden die Patenschaft über die Dorfschule. Man besuchte in diesem Dorf die Armen, Behinderten, kinderreiche Familien und alte Leute, die einsam lebten. Man sah viel Elend und Not und oft konnten die Helfer ihre Tränen nicht zurück halten. Solche Armut haben hatten viele noch nie gesehen.
Willi Mansion , Daniel Tull und die Helfer des MHD Saarlouis haben 1991einen Stein ins Rollen gebracht der auch heute 25 Jahre später, Hilfe zu den Menschen nach Ivano-Frankivsk bringt.
Für uns, die Menschen aus Ivano-Frankivsk ist die ehrenamtliche Arbeit von Willi Mansion und des MHD Saarlouis unschätzbar. Willi war kein Genie, auch kein Held, er machte seine ehrenamtliche Arbeit mit viel Herzblut. Die Menschen aus Ivano-Frankivsk verdanken ihm und den Maltesern sehr viel.
Immer ruhig, sehr bescheiden, taktvoll, diplomatisch, mit dem sehr viel Humor – so haben wir ihn im Herbst 1991 in der Schule für Waisenkinder (Ivano-Frankivsk, Ukraine) kennen gelernt und so bleibt er in unserem Herzen für immer.
Am Sonntag, den 20.11.16 wird in Saarlouis das 25 jährige Jubiläum der Zusammenarbeit von MHD Saarlouis und MHD Ivano-Frankivsk Ukraine gefeiert.
Willi Mansion, der für seine ehrenamtliche Tätigkeit jede Auszeichnung ablehnte– er wird vom Himmel herabblicken und dieser Feier aus der Ferne beiwohnen. Mitfeiern kann er nicht mehr – aber wir wollen bei diesem 25 jährigen Jubiläum Willi Mansion nicht vergessen.
Jeder Mensch der Gutes getan hat verdient es, dass sein Andenken in Ehre gehalten wird, dass man von seinen Taten spricht und für ihn betet.
Schlaf in Ruhe, Willi, viele hier in der Ukraine erinnern sich oft an dich, beten für dich und vergessen nicht, was du für uns getan hast!
Dein Weggehen war für uns so unerwartet, unerträglich, schmerzhaft und überraschend –
Du hast vielen geholfen, nur dir selbst nicht!
Du hast mehr an andere, als an dein eigenes Leben gedacht!
Du hast für andere mehr, als für sich selbst gelebt!
Du hast, nicht ohne Angst, dein weiteres Leben in der Ukraine gesehen, liegst aber nun in deinem Heimatland beerdigt.
Du hast dir einmal gewünscht in der Ukraine beerdigt zu werden, Dein Wunsch ging zum Teil in Erfüllung!- Deine Freunde haben sich darum gekümmert und eine ganz kleine Urne mit deiner Asche in deiner geliebten Ukraine beigesetzt. Jetzt ruhst Du im kühlen Rasen in dem Land, das dir so nah am Herzen stand.
In stiller Trauer
Myroslava (Mira)Pavlyshyn und alle denen Du so viel Gutes getan hast
15.11.16
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DER ZUSAMMENHANG VON POLITIK UND KRIEG
AUTOR: Josef Theobald
VORWORT
Mit dem Angriff Japans an der Brücke Lugouqiao (im Westen
als Marco-Polo-Brücke bezeichnet), südwestlich von Beijing,
am 7. Juli 1937 begann die umfassende Aggression Japans
gegen China und der dadurch ausgelöste Widerstandskrieg.
[1]
In der Guomindang hatten die Militärs einen gewaltigen Ein-
fluss. So waren 1933 von den 1,2 Millionen Mitgliedern der
Partei allein 785.000 Mitglieder, also 62 %, Angehörige der
Streitkräfte. Dies spiegelte sich in den Militärausgaben wie-
der, die bis 1937 am Gesamtbudget einen Anteil von 41 %
hatten. [2] Auch nach Gründung der Volksrepublik China
blieb der Einfluss der Volksbefreiungsarmee (VBA) nicht
unbedeutend. Nicht wenige im September 1955 ernannte
Marschälle hatten politischen Einfluss bis in die Siebziger
Jahre. [3]
Bei diesem Hintergrund sind folgende Ausführungen ent-
sprechend zu verstehen.
BEITRAG
Im broschierten 2. Band der Ausgewählten Werke Mao
Zedongs ist in der Fassung vom Oktober 1968 auf der
Seite 261 dieser Satz zu lesen: „Jeder Kommunist muss
diese Wahrheit begreifen: 'Die politische Macht kommt
aus den Gewehrläufen.'“ Diese Übersetzung entspricht
weitgehend der englischen Fassung, bei der es heißt:
„Every Communist must grasp the truth: 'Political Power
grows out of the barrel of gun.'“
Der englische Ausdruck „grow out of“ ist im Sinne von
„entstehen aus, erwachsen aus“ zu verstehen (Collins
Globalwörterbuch ENGLISCH, Band 1, Seite 557). Auch
verwendet der englische Text den Begriff „barrel of gun“
(gun barrel) nicht im Plural, wie die deutsche Fassung,
sondern im Singular.
Die alte deutsche Fassung, eine Übertragung aus dem
Russischen von Leon Nebenzahl aus dem Jahre 1956,
verwendet die Worte: „Jeder Kommunist muss sich die
Wahrheit einprägen, dass 'das Gewehr die Macht ge-
biert.'“ (Seite 280, Ausgewählte Schriften, Band 2)
Während der Kulturrevolution erschien in China auch
eine Taschenbuchausgabe mit rotem Plastikeinband
mit „sechs“ militärischen Schriften und einem Vorwort
von Lin Biao (1907-1971), der trotz seiner Funktion als
offizieller Nachfolger Maos in Ungnade fiel. Daher auch
der Hinweis auf die Seite 451.
Mit den Jahren ist die neue Fassung aber in aller Munde.
Schon Lenin stellte 1916 in seinem „Militärprogramm der
proletarischen Revolution“ fest: „Es wäre grundfalsch, zu
vergessen, dass jeder Krieg nur die Fortsetzung der Politik
mit andern Mitteln ist;…“ (Werke in zwei Bänden, Band I,
Seite 879) Bezogen auf den Krieg in China, hatte Mao ja
diesen Satz präzisiert. Dieser sei sowohl auf den Wider-
standskampf gegen die japanische Aggression als auch
auf den Bürgerkrieg in China anwendbar. Der Krieg ist
somit immer das letzte Mittel zur Durchsetzung beste-
hender politischer Ziele. In der Definition des Carl von
Clausewitz (1780-1831) hat dabei die Politik das allei-
nige Kommando.
NACHTRAG
Vor kurzem führte ich das berühmte Zitat an: „Jeder Kommunist
muss diese Wahrheit begreifen: 'Die politische Macht kommt aus
den Gewehrläufen.'“ Dabei verwies ich auf Carl von Clausewitz,
der den Satz prägte: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der
Politik mit andern Mitteln.“ Lenin entnahm diesen aus dessen
Werk „Vom Kriege“, Erstes Buch. Er wies aber darauf hin, dass
mit „andern Mitteln“ gewaltsame Mittel gemeint seien. Dabei sei
auf die Schrift mit dem Titel „Sozialismus und Krieg“ verwiesen,
die 1974 erstmals in China unter dem Titel „Lenin über Krieg
und Frieden – Drei Artikel“ in Deutsch veröffentlicht wurde.
Auf der Seite 12 ist obiger Satz abgedruckt mit dem Hinweis
auf seine ursprüngliche Quelle.
Außerdem stellt Lenin fest: „Die Marxisten haben diesen Satz
mit Recht stets als theoretische Grundlage ihrer Auffassungen
von der Bedeutung eines jeden konkreten Krieges betrachtet.“
Es gab aber in der Vergangenheit nicht wenige Stimmen, die
diesen Zusammenhang stets in Zweifel ziehen wollten. In der
Schrift „Über den langwierigen Krieg“ zitiert Mao obigen Satz
selbst. Dieser ist sowohl in der neuen Fassung vom Oktober
1968 als auch in der DDR-Fassung aus dem Jahre 1956 zu
finden. Letztere Fassung entspricht der russischen Ausgabe
Anfang der Fünfziger Jahre. [4]
Es wird hier erneut zu sagen sein, dass in den Siebziger
Jahren, laut offiziellem Verzeichnis aus dem Jahre 1972,
die einzelnen Schriften des vierbändigen Werkes Maos
auch in Einzelausgaben zu beziehen waren. Deshalb ist
um Verständnis dafür zu bitten, wenn hier und da einmal
auf diese zurückgegriffen wird.
Nach dem bewaffneten Aufstand in Nanchang, Provinz
Jiangxi, stießen im Januar 1929 Mao Zedong und Zhu
De (1886-1976) mit den von ihnen befehligten Truppen
zusammen und gründeten die revolutionären Stützpunkt-
gebiete Süd-Jiangxi und West-Fujian. Nach und nach ist
die Rote Armee auf 62.000 Mann, in 13 Korps unterteilt,
angewachsen. [5] Zhu war ein Absolvent der Militäraka-
demie von Yunnan in Kumming gewesen. Bereits mit 31
stand er im Generalsrang. Man darf mit Recht davon aus-
gehen, dass von dieser Seite ein wohl nicht unbedeuten-
der Einfluss auf das strategische und taktische Denken
Maos ausgeübt wurde. Außerdem war Zhu in den Zwan-
ziger Jahren in Berlin ansässig und hatte dort Umgang
mit Zhou Enlai (1898-1976). In Moskau war es ihm auf
Empfehlung Zhous möglich, an einer speziell für Asiaten
eingerichteten Hochschule die klassischen Werke des
Marxismus-Leninismus zu studieren, nachdem dieser
in die KP Chinas aufgenommen wurde. [6]
In den Jahren nach Maos Tod wurde stets die Meinung
vertreten, die Werke Maos seien als ein kollektives Werk
unter der Bezeichnung Mao-Zedong-Ideen zu verstehen,
an dessen Verwirklichung das gesamte ZK der Partei mit-
gewirkt habe. Man könne daher die von Mao geäußerten
und publizierten Gedanken nicht ihm allein zuordnen. [7]
Die genannte Schrift „Über den langwierigen Krieg“ ist eben-
falls im Band II der Ausgewählten Werke Maos von der Seite
127 an zu studieren.
Shifeng, Verlag für fremdsprachige Literatur in Beijing
(China) 2003, Seite 206.
der chinesischen Revolution (1911-1949), Richard Lo-
renz (Herausgeber), Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1977,
Seite 231/32.
im Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing (China)
1986, die Seiten 13 + 53.
für fremdsprachige Literatur, Beijing (China) 1969, Seite
274.
Matrix Verlag, Wiesbaden 2004, Seite 621.
Seite 28.












