DIE MONDLANDUNG MIT APOLLO 11

„Apollo 11“ ist die Bezeichnung des ersten bemannten Fluges mit
einer Mondlandung. Es war eine Raumfahrtmission im Rahmen des
Apollo-Programms der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA.
Die Apollo-Mission verlief erfolgreich und erfüllte die 1961 von US-
John F. Kennedy erteilte Aufgabe an die Nation, noch vor Ende des
Jahrzehnts einen Menschen zum Mond und wieder sicher zurück
zur Erde zu bringen.

Die drei Astronauten Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und
Michael Collins starteten am 16. Juli 1969 mit einer Saturn-
V-Rakete von Launch Complex 39A des Kennedy Space Center in
Florida und erreichten schließlich am 19. Juli eine Mondum-
laufbahn. Während Collins im Kommandomodul des Raumschiffs
Columbia zurückblieb, setzten Armstrong und Aldrin am nächsten
Tag mit der Mondlandefähre „Eagle“ auf dem Erdtrabanten auf. We-
nige Stunden später betrat Armstrong als erster Mensch den Mond,
kurz danach auch Aldrin. Nach einem knapp 22-stündigen Aufenthalt
startete die Landefähre wieder von der Mondoberfläche und kehrte
zum Mutterschiff zurück. Nach Rückkehr zur Erde wasserte die Raum-
kapsel „Columbia“ am 24. Juli rund 25 Kilometer vom Bergungsschiff
USS Hornet entfernt im Pazifik. Mit Apollo 11 wurden auch das erste
Mal Gesteinsproben von einem anderen Himmelskörper (vom Mond)
zur Erde geholt. Unbemannte Missionen dieser Art waren ja zuvor ge-
scheitert.

Bei der Fernsehübertragung der Mondlandung 1969 verfolgten weltweit
rund 600 Millionen Menschen das Ereignis.

DIE HERKUNFT VON PFINGSTEN

Das Wort „Pfingsten“ kommt vom Griechischen „pentekosté“
und bedeutet „der fünfzigste“ (Tag). Denn das Pfingstfest wird
50 Tage nach dem Osterfest gefeiert und bildet den Abschluss
der Osterzeit. Die Kirche feiert an Pfingsten das Kommen und
Wirken des Heiligen Geistes. Die liturgische Farbe in der katho-
lischen Kirche ist „rot“. [1]

Im jüdischen Umfeld nennt man das Pfingstfest „SCHAWUOT“,
Wochenfest, das Fest der Erstreife oder auch nur Erntefest. Im
symbolischen Bereich bedeutet es die freie Annahme der Thora,
also die moralische Befreiung. In der Synagoge wird an diesem
Tag aus dem Buch „Ruth“ gelesen, um damit die Loyalität zum
Judentum zu bekunden. Heute ist der Tag in den reformierten,
konservativen und sogar in einigen orthodoxen Gemeinden der
Zeitpunkt, an dem die Mädchen und Jungen zwischen 13 und
16 Jahren ihr Bekenntnis zur jüdischen Lebensweise ablegen.
[2]

Nach Ansicht der Peruschim (Pharisäer), die sich als Regelung
durchgesetzt hat, bezeichnet Schabbat den ersten Festtag von
Pessach, daher beginnt die Zählung am Folgetag, dem 16. Nis-
san, und entsprechend fällt Schawuot auf den 6. Ssiwan (Mai/
Juni). Die Bajtossim, „Boethusäer“, hingegen verstanden Schab-
bat wörtlich (Mischna, M’nachot 10,3). Darum musste Schawuot
immer auf einen Sonntag fallen. Die Essener aus Qumran inter-
pretierten Schabbat ebenfalls wörtlich, doch begann ihre Zäh-
lung nach dem Schabbat, der der auf Pessach folgte. Ihrem
solaren Kalender entsprechend fällt das Schwingen des omer
immer auf Sonntag, dem 26. Nissan, und Schawuot auf Sonn-
tag, dem 15. Ssiwan.

Solange der Tempel bestand, kamen Pilger aus dem ganzen
Land, brachten nicht nur Weizen mit, sondern auch Weintrau-
ben, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Datteln, Honig und Öl.
Je nach Entfernung ihres Wohnortes vom Tempel brachten
die Grundbesitzer frische oder getrocknete Früchte (Rosinen,
Feigen). Diese ersten Früchte wurden mit Grün und Blumen
geschmückt. [3]

Die Christen haben von den Juden die Tradition übernommen,
dass das Abschneiden des Omer (einer kleinen Menge Gerste)
nicht am Ausgange eines Festtages stattzufinden hat. Deshalb
wird das Wochen- oder Pfingstfest an dem auf den ersten Fest-
tag folgenden Sonntag gefeiert. Der Hintergrund dieser früheren
Entscheidung bleibt aber heute allerdings im Dunkeln. [4]

Nach der Apostelgeschichte gilt Pfingsten als Ursprung der christ-
lichen Mission und als Gründungsfest der Kirche. Im 2. Kapitel
wird zu diesem Anlass von einem Herabkommen des Heiligen
Geistes gesprochen, der von „Zungen zerteilt, wie von Feuer“
auf die Apostel niedergeht und sie dadurch befähigt, in den
verschiedensten Sprachen zu reden. Dieses Pfingstwunder
hatte zwei Ergebnisse. Zum einen wurden die Apostel in ihrer
Sendung bestärkt und zum andern war es der Auslöser, um
ihre Botschaft unter die Menschen zu bringen.

Die meisten praktizierten Pfingstbräuche knüpfen an jahreszeitlich
bedingte Traditionen an, so wie das oft mit einer Segnung der Äcker
verbundene Pfingstreiten oder der festlich geschmückte und sprich-
wörtlich bekannte Pfingstochse, der den Beginn der Weidezeit an-
kündigt. Mancherorts hat sich das Brauchtum erhalten, Pfingstfeuer
zu entfachen, ein Freudenfeuer, das den Abschied der Winterzeit
symbolisiert. Die lodernde Flamme – auch ein Symbol für den
Heiligen Geist – galt darüber hinaus als Zeichen der Reinigung
und Erleuchtung der Gläubigen.

Eine besondere Bedeutung kommt ebenfalls dem Pfingstwasser
zu. Denn es war früher üblich, sich zu Pfingsten in einem Bach
zu waschen oder aus einem Quellbrunnen zu trinken. Der Früh-
tau am Pfingstsonntag sollte vor Sommersprossen schützen und
vor Verhexung behüten. Ansonsten war Pfingsten ehemals ein
beliebter Tauftermin. [5]

ANMERKUNGEN
[1] Manfred Becker-Huberti / Ulrich Lota, KATHOLISCH A-Z
(Das Handlexikon), Verlag Herder, Freiburg im Breisgau
2009, Seite 200.
[2] Alfred J. Kolatsch, JÜDISCHE WELT VERSTEHEN, im
FOURIER Verlag erschienen, Wiesbaden 1996, Seiten
244/45.
[3] Efrat Gal-Ed, Das Buch der jüdischen Jahresfeste, Insel
Verlag, Frankfurt (Main)/Leipzig 2001, Seite 74/5.
[4] MISCHNAJOT (Die sechs Ordnungen der Mischna), 
Teil V, Ordnung KADASCHIM, Traktat MENACHOT 
X,3, die Anmerkung 20, Dritte Auflage, Victor Gold-
schmidt Verlag, Basel (Schweiz) 1968, Seite 147.
[5] Die wichtigsten Feier und Gedenktage (Religiöse und
nationale Feiertage weltweit), in Bertelsmann Chronik,
Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2009, die
Seiten 40 + 41.

DIE HERKUNFT DES DRACHENBOOTFESTES

AUTOR: Josef Theobald

Jedes Jahr feiert man in China am 5. Tag des 5. Monats nach
dem Mondkalender das Drachenbootfest als Versinnbildlichung
der Suche im Fluss nach der Leiche von Qu Yuan.

An diesem Tag macht man Zongzi (in Bambus- und Schilfblätter
eingewickelte Klebreisklößchen) und veranstaltet Drachenboot-
rennen. Einige Leute werfen sogar Zongzi in den Fluss. Heute
nimmt man an, dass die Reispäckchen ursprünglich Opfergaben
an Qu Yuans Geist gewesen seien, die in den Fluss geworfen
wurden. Um zu verhindern, dass nun Drachen sie verspeisten,
wurden abschreckende, bunte Seidenfäden daran gebunden.
So gedenkt man mit diesem Fest dem patriotischen Dichter
Qu Yuan (ca. 340-278 v.u.Z.).

Qu Yuan war ein Beamter des Reiches Chu in der Periode der
Streitenden Reiche. Damals war das Reich Qin sehr stark. Doch
der König von Chu verwarf Qu Yuans Vorschlag, sich mit dem
Reich Qi gegen das Reich Qin zu vereinigen, sondern schenkte
anderen Beratern sein Vertrauen und war im Übrigen nur auf das
augenblickliche Wohlergehen bedacht.

Qu Yuan stellte fest, dass diese Berater kurzsichtig und feige waren
und dem Reiche Qin immer mehr Zugeständnisse machten und um
des Friedens willen Territorien abtraten. Eines Tages machte Qu
Yuan dem König erneut Vorschläge, indem er sagte: „Das Reich
Qin wird immer arroganter. Wenn es so weiter geht, werden wir in
eine gefährliche Situation geraten. Besser wollen wir jetzt begabte
Menschen anwerben, unsere Truppen trainieren und uns mit anderen
Fürsten zum Kampf gegen das Reich Qin vereinigen, ganz im Sinne
des verstorbenen Königs.“

Kaum wollte der König sprechen, da ergriff einer der anderen Berater
das Wort: „Majestät, habt Ihr bemerkt, das Euch Qu Yuan Fehler vor-
halten will? Er meint, es sei pietätlos, dass seine Majestät den Hass
des verstorbenen Königs auf das Reich Qin vergessen haben, und
es sei ein Zeichen von Untreue, dass die Minister nicht für den Kampf
gegen das Reich Qin einträten. Und er meint, das Reich Chu sei zur
Unterjochung verurteilt, dass es solch einen Monarchen und solche
Minister habe. Eure Majestät, meint ihr nicht, dass er Unsinn redet?“

Auch die anderen Minister stimmten zu und sagten Qu Yuan Schlechtes
nach.

Der König hatte schon viele Beschwerden von üblen Gesellen über Qu
Yuan gehört und war sehr ärgerlich. Jetzt, da er die Kritik der Minister
hörte, wurde er umso mehr wütend. So befahl er, Qu Yuan seines Am-
tes zu entheben und in den Süden Hunans zu verbannen.

Qu Yuan, der Land und Leute retten, das Land reich und die Truppen
stark machen wollte, wurde als illoyaler Beamter gebrandmarkt und
verjagt.

Qu Yuan erhoffte sich Reformen und geißelte in satirischen Gedichten
Korruption, Selbstsucht und Geringschätzung des Volkes von Seiten
fragwürdiger Gestalten, die hohe Stellungen erreichten. Tief beküm-
mert über die Verhältnisse in seiner Heimat, durchquerte er jahrelang
die Gegend südlich des Changjiang (Yangtse-Stromes).

In dieser Zeit entstand Li Sao, eine lange autobiografische Dichtung,
in welcher Qu Yuan seine politischen Ideale sowie die Korruption und
Misswirtschaft am Hofe beschreibt.

Im Jahre 280 v.u.Z. griff Qin den Staat Chu mit einer großen Streitmacht
an und eroberte 278 dessen Hauptstadt. Die Nachricht davon erreichte
Qu Yuan, als er sich gerade am Ufer des Miluojiang (Miluo-Fluss) im
nordöstlichen Hunan aufhielt. Dies war zu viel für ihn. So band er einen
großen Stein um seinen Körper und beendete mit einem großen Sprung
in den Fluss sein Leben.

Qu Yuans trauriges Schicksal brachte ihm die Achtung und Verehrung
des Volkes.

QUELLENANGABEN
- Geschichten aus den historischen Aufzeichnungen, Verlag für fremd-
sprachige Literatur, Beijing (China) 2008, Seiten 155 + 157.
- Sagen und Geschichten aus dem chinesischen Altertum (1), China
im Aufbau, Beijing (China) 1985, Seiten 71 – 73. 

DIE HINTERGRÜNDE DES NEUEN WAPPENS

AUTOR: Josef Theobald

Als im Jahre 2015 das Seminar „Familienforschung“ in den Räumen des Kreis-
archivs startete, entstand die Idee, für den Saarlouiser Stadtteil RODEN ein
neues Wappen zu entwickeln. Die Initiative ergriff damals Rosa-Maria Kiefer-
Paulus. Sie bat den Seminarleiter Helmut Grein, für RODEN ein neues Wappen
zu erstellen. Das Wappen sollte als Geschenk für RODEN verstanden werden.
Damit war die Initiative verbunden, sich in RODEN auf ein neues Wappen zu
einigen, das die Geschichte des Stadtteils auch aus heraldischer Sicht berück-
sichtigt.

Anlässlich der Feier des 10-jährigen Jubiläums des RODENA Heimatkunde-
vereins wurde der Entwurf eines neuen Wappens offiziell vorgestellt. Kreis-
archivar Helmut Grein erklärte seinen Entwurf für das neue Wappen.

Es beinhaltet zwei Phasen der Rodener Geschichte. Zum ersten die Zeit unter
den Herzögen Lothringens und zum zweiten die Zeit unter französischer Ver-
waltung. Als Ergänzung dazu die Zeit der beginnenden Industrialisierung, als
der Stadtteil RODEN sich zum Arbeiterstandort entwickelte. Im speziellen geht
es um die Expansion des Standortes der Dillinger Hütte durch den Bau von ei-
genen Häusern für die Hüttenarbeiter im Bereich Elbe-Oder- und Neißestraße.

Die Anfänge der Industrialisierung reichen bis in die napoleonische Zeit. Viele
Industrieprojekte konnten erst ab 1815, also in preußischer Zeit, verwirklicht
werden.

In den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden trotz des Widerstandes
der Rodener Bevölkerung größere Waldflächen auf dem Röderberg an die Dillinger
Hütte verkauft. Die Kreisstadt Saarlouis hatte vom Verkaufspreis selbst nicht viel, da
die bald einsetzende Inflation das erhaltene Geld schnell wieder wegfraß.

Das von Kreisarchivar Helmut Grein erstellte Wappen kann jederzeit in seiner
Form verändert werden, wenn ein Wunsch hierfür besteht. Denn es ist nur ein
Entwurf. In der Konsequenz sollte man sich auf ein verbindliches Wappen einigen,
dem auch der Stadtrat der Kreisstadt Saarlouis zustimmen kann. Das Wappen soll
für RODEN sein. Alle Rodener Bürger sollten sich mit diesem Wappen identifizieren
können.

Unseres Wissens haben die Stadtteile LISDORF und FRAULAUTERN schon ein ei-
genes Wappen. Hier sollte der Stadtteil RODEN nicht zurückstehen.

DAS FEST CHRISTI HIMMELFAHRT

AUTOR: Josef Theobald

Zu den hohen christlichen Festen zählt auch der Tag „Christi Himmelfahrt“.
Er wird 40 Tage nach Ostern gefeiert. Die Himmelfahrt des auferstandenen
Jesus gehört zum Urbestand des christlichen Glaubens. Sie wird sowohl im
Lukasevangelium (24,50-52) als auch in der Apostelgeschichte (1,1-11) be-
schrieben. Dazu zählen die aufgenommenen Berichte, dass sich Jesus nach
seiner Auferstehung in wiederholter Weise seinen Jüngern gezeigt und mit
ihnen gesprochen hat. Im Katechismus der katholischen Kirche wird diese
Himmelfahrt Jesu als der endgültige „Eintritt seiner menschlichen Natur in
die göttliche Herrlichkeit“ erklärt.

In der frühen Christenheit war das Gedächtnis an die Himmelfahrt Jesu zu-
nächst mit dem Pfingstfest verbunden. Seit 370 kann Christi Himmelfahrt
als ein eigenständiges Fest 40 Tage nach Ostern nachgewiesen werden.
So fällt demnach Christi Himmelfahrt stets auf einen Donnerstag und ist
bei uns in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und auch in vielen
anderen katholisch geprägten Ländern ein gesetzlicher Feiertag. [1]

Das liturgische Fest der Himmelfahrt Christi ist seit 383/384 durch den
Pilgerbericht der Nonne Egeria in Jerusalem bezeugt.

Traditionell gehen in der katholischen Kirche dem Tag „Christi Himmelfahrt“
(Montag, Dienstag und Mittwoch) Bitttage voraus. Dieser Brauch wurde im
5. Jahrhundert durch Bischof Mamertus erstmals in der römischen Kirche
eingeführt. Bald erfolgten an den drei Tagen Bittprozessionen von Ort zu
Ort, um für eine gute Ernte zu beten.

Einem vorausgetragenen Kreuz folgte zunächst der Priester und anschließend
die Gläubigen der Gemeinde. Bis heute haben sich in traditionell katholischen
Gegenden kleinere Flurprozessionen etwa zu Wegkreuzen oder Feldkapellen
erhalten, die abends meist in weltlichen Tanz- und Sportfesten münden.

Auf weltlicher Ebene hat sich in Deutschland der Feiertag zum sogenannten
„Vatertag“ entwickelt. Dabei ist es der Brauch, dass Männergruppen z. B. mit
einem Bollerwagen unter oft reichlichem Alkoholgenuss durch die Umgebung
ziehen. Seltener wird der „Vatertag“ zum Anlass eines Tagesausflugs mit der
ganzen Familie. Dieser Brauch ist sehr wahrscheinlich aus einer Mischung von
Bittprozessionsfeiern mit der aus altgermanischer Zeit herrührenden jährlichen
Flurumgehung von Grundeigentümern entstanden. [2]

ANMERKUNGEN
[1] Manfred Becker-Huberti / Ulrich Lota, KATHOLISCH (A-Z), das Hand-
lexikon, Verlag Herder, Freiburg (Breisgau) 2009, Seite 49.
[2] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und nationale Feier-
tage weltweit), Bertelsmann Chronik, Wissen Media Verlag, Gütersloh/
München 2009, Seiten 36 + 37. 

ERÖFFNUNG DER RODENER TAGE 2019

Am Freitag, dem 24. Mai 2019, wurden auf dem Rodener Marktplatz die Rodener Tage durch Hans Werner Strauß vom Förderverein „die Rodener“ eröffnet. OB Peter Demmer übermittelte die Grüße der Kreisstadt Saarlouis. Ministerin Monika Bachmann trat in Vertretung für den Ministerpräsidenten auf.

Mehr Bilder auch auf unserer Facebook-Seite unter diesem LINK: https://www.facebook.com/RodenaHeimat?ref=hl

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DER ENTWURF FÜR EIN NEUES RODENER WAPPEN

Roden ist der größe Stadtteil von Saarlouis und hat kein hisrorisches Wappen. Bis auf eine weitere Ausnahme haben alle anderen „alten Stadtteile“ ein historisches Wappen. Warum wir nicht?

Darauf haben wir den Historiker Helmut Grein gebeten, einen historischen Wappenentwurf für unser Roden zu erstellen. Dieser Entwurf wurde an unserem 10. Jahrestag vorgestellt und sollte dieser von den Stadtverorneten genehmigt bzw. in abgeänderter Form Roden verliehen werden, kann jeder Rodener dieses Wappen kostenlos nutzen!

DER MUTTERTAG

AUTOR: Josef Theobald

1892 forderte die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Julia Ward Howe,
in den USA einen nationalen Feiertag für die Mütter einzuführen, um die
Mütter gemeinsam gegen den Krieg zu mobilisieren. Später nahm Anna
Marie Jarvis (1864-1948) aus Philadelphia diese Idee wieder auf. [1] im
Jahre 1908 rief diese Frau in den USA zu einem „General Memorial Day
of all Mothers“ („Allgemeinen Gedenktag für alle Mütter“) auf. Sie wollte
hier ursprünglich an ihre eigene Mutter erinnern, die am zweiten Sonntag
im Mai des Jahres 1905 gestorben war. Annas Mutter war ebenfalls eine
Frauenrechtlerin gewesen und hatte schon 1858 einen „Mother’s Work
Day“ organisiert. Anna Jarvis selbst blieb ledig und hatte keine Kinder.
[2]

1910 wurde der Gedenktag schließlich im Bundesstaat West-Virginia
eingeführt, andere Bundesstaaten folgten. [1] Schließlich erklärte der
US-Kongress 1914 den Muttertag zum staatlichen Feiertag. Präsident
Wilson legte diesen Tag offiziell auf den zweiten Sonntag im Mai. Er
sollte als „öffentlicher Ausdruck unserer Liebe und Verehrung für die
Mütter unseres Landes“ begangen werden. Die Heilsarmee brachte
diesen Gedenktag nach Europa.

Dank der Werbekampagnen der Blumenzüchter und Floristen konnte sich
der Muttertag etablieren. Die Schweiz übernahm ihn 1917. In Deutschland
feierte man den Muttertag 1923 zum ersten Mal offiziell und bemühte sich
noch 1926 mit begrenztem Erfolg um die staatliche Anerkennung. In der
Zeit des Nationalsozialismus wurde er schließlich 1933 zum Feiertag er-
klärt. [2] Richtig etabliert hat ihn allerdings der Verband der Deutschen
Blumengeschäftsinhaber. [1]

In Griechenland und Kleinasien gab es schon im Altertum einen Mutter-
kult. Der Gedenktag für die Göttermütter Kybele und Rhea wurde an den
Iden des März (Mitte März) gefeiert. „Kybele“ war die „Große Mutter“ der
kleinasiatischen Küstenvölker. Sie war zugleich Muttergottheit und die
Fruchtbarkeitsgöttin. Als Mutter der olympischen Götter wurde „Rhea“
mit der kleinasiatischen Göttermutter Kybele (Magna Mater) gleichge-
setzt. [3]

Der Muttertag steht heute im Wettbewerb zum Internationalen Frauen-
tag, der am 8. März gefeiert wird. Im Westen Deutschlands hatte sich
aber der Muttertag als der nationale Frauentag durchgesetzt. Im Osten
Deutschlands hat der Internationale Frauentag als sozialistisches Erbe
einen höheren Stellenwert.

ANMERKUNGEN
[1] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und nationale
Feiertage weltweit), Bertelsmann Chronik, wissenmedia Verlag,
Gütersloh/München 2009, Seiten 201 + 202.
[2] Hans-Peter Ebert, Festtage zum Nachlesen (Hintergründe zu Zeit-
rechnung und Brauchtum), DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen
2001, Seite 86.
[3] LEXIKON DER ANTIKE, Anaconda Verlag, Köln 2010, die Seiten 
322 + 493. 

DER BAU VON INSEKTENHOTELS IM THELENGARTEN

Im Rodener Thelengarten haben etwa 30 Teilnehmer Insektenhotels für Bienen und Schmetterlinge gebaut und damit einen Beitrag für den Artenschutz geleistet. Im Anschluss hielt Roland Thes einen Vortrag über die Bienen und deren Gefahr der Ausrottung. Das war eine Veranstaltung des CDU-Ortsverbandes Roden.

 

LESUNG UND VEREINSJUBILÄUM

Zu einer Lesung und zur Feier des Vereinsjubliläums lud der RODENA Heimatkundeverein aus Saarlouis-Roden am Donnerstag, dem 9. Mai 2019,  in das Mehrgenerationenhaus in Saarlouis -Steinrausch ein. Landrat Patrik Lauer und Raphael Schäfer, MdL lasen aus dem Buch von Walter Schmolenzky mit dem Titel „Aus dem Rodener Gedächtnis“ (In alten Akten und Büchern geblättert). Zahlreiche Besucher nahmen an dieser Veranstaltung teil. Großes Lob wurde an der Arbeit des RODENA Heimatkundevereines geäußert. Kreisarchivar Helmut Grein stellte den Entwurf eines neuen Wappens für Roden vor. Das Schlusswort hatte OB Peter Demmer. Mehr Bilder auch auf unserer Facebook-Seite unter folgendem LINK:

https://www.facebook.com/RodenaHeimat?ref=hl

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DER MAIBAUM WIRD AUFGESTELLT

Am Dienstag, dem 30. April 2019, wurde auf dem Vorplatz der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ der Maibaum aufgestellt. Zahlreiche Besucher beobachteten das Geschehen dort. Für das leibliche Wohl war gesorgt. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr spielte auf. Hans Werner Strauß vom Förderverein „die Rodener“ eröffnete die Veranstaltung.

Im Frühling oder Sommer waren die für die Tradition verwendeten Bäume oft Laubbäume. Teilweise waren es sehr hohe Bäume, denen lediglich eine kleine grüne Kronenspitze gelassen wurde. Unter der Baumkrone hing ein mit bunten Streifen geschmückter Kranz oder es waren in der Krone bunte Stoffstreifen eingeflochten. Unter dem Gesang von Liedern wurde dieser Baum aufgepflanzt. Am Maimorgen geht der Bursche zu dem ihm zugeteilten Mädchen, trägt ihr in der Maisprache Sprüche und Grüße vor und empfängt als Dank einen frischen Maiblumenstrauß. Bei einem Tanz unter dem mit Bändern geschmückten Maibaum konnten dann die Buben und Mädel „anbändeln“.

DIE HINTERGRÜNDE DES MAIFEIERTAGES

AUTOR: Josef Theobald

1) Der Maifeiertag hatte immer zwei Seiten. Ursprünglich war
der Maifeiertag ein kirchlich-katholisches Marienfest gewesen
in Verbindung mit traditionellen Maiprozessionen. Im Bereich
der Arbeiterbewegung wurde der 1. Mai als „Tag der Arbeit“
zum Streitpunkt zwischen den politischen Parteien im Reichs-
tag während der Weimarer Republik. Erst am 10. April 1933
in der Zeit des Nationalsozialismus wurde der 1. Mai durch
ein Reichsgesetz offiziell zu einem Feiertag erklärt. In den
Ländern des Ostblocks galt der 1. Mai als „Internationaler
Tag der Arbeit oder Arbeiterklasse“.

In der katholischen Kirche finden im Monat Mai Maiandachten
statt. In vielen Häusern fanden sich in den Fünfziger und Sech-
ziger Jahren Maialtäre. Es handelte sich hierbei um eine Marien-
plastik oder ein Marienbild, das mit frischen Blumen geschmückt
den Mai über in der Wohnung, meist in Verbindung zum Herrgotts-
winkel, aufgestellt wurde. Dazu kamen Maiandachten zu Ehren der
Gottesmutter Maria. Sie fanden im Monat Mai täglich statt. Diese
Form der Andacht entstand in Italien und breitete sich von dort
weltweit in der katholischen Kirche aus. [1]

2) Die Geschichte des Tages der Arbeit reicht bis in die Zeit des
amerikanischen Bürgerkriegs zurück. Denn 1865 forderten die
amerikanischen Gewerkschaften erstmals die Einführung des
Acht-Stunden-Tags. Doch erst 20 Jahre später wurde dieser
Forderung Nachdruck verliehen: Die Gewerkschaften setzten
den 1. Mai 1886 als Stichtag für einen mehrtägigen General-
streik für den Acht-Stunden-Tag an. Zum 1. Mai, den man in
den USA auch „Moving Day“ nennt, wurden traditionell Verträge
geschlossen und aufgelöst. Denn im Arbeitsalltag waren mit den
geänderten Arbeitsbedingungen zwangsläufig Wohnungswechsel
verbunden. [2]

Die politische Forderung nach einem internationalen Tag der Arbeit
findet sich erstmals auf europäischem Boden am Rand im Vorwort
von F. ENGELS zum MANIFEST DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI
vom „1. Mai 1890“. Dieser Tag stand ja im Zusammenhang mit der
damaligen unmittelbaren Forderung nach einem gesetzlich festzu-
stellenden 8-Stunden-Arbeitstag. [3]

In Deutschland beschloss die Reichstagsfraktion der Sozialdemokratie
auf einer Tagung in Halle einen entsprechenden Aufruf „An die Arbeiter
und Arbeiterinnen Deutschlands!“ zum 1. Mai. Sie forderte die Arbeiter
auf, im Sinne der Beschlüsse des Pariser Internationalen Sozialistischen
Arbeiterkongresses von 1889 den 1. Mai mit Kundgebungen, Versamm-
lungen u. ä. für den Achtstundentag und eine nationale und internationale
Arbeiterschutzgesetzgebung zu begehen. Darüber hinaus wurde angeregt,
überall Unterschriften für eine Petition an den Berliner Reichstag zu sam-
meln, in der die Verwirklichung der Beschlüsse des Pariser Internationa-
len Arbeiterkongresses gefordert werden sollte. Die Versammlungen soll-
ten auch zur Schaffung neuer und zur Festigung schon bestehender Ar-
beiterorganisationen genutzt werden. Die Arbeitsruhe am 1. Mai empfahl
die Fraktion allerdings nur dort, wo dies ohne Konflikte möglich sei. Denn
in diesem Aufruf war ausdrücklich dargelegt, dass es der Pariser Interna-
tionale Arbeiterkongress abgelehnt hatte, zum 1. Mai einen allgemeinen
Streik zu organisieren. [4]

Erst die Nationalsozialisten machten 1933 den 1. Mai offiziell zum gesetz-
lichen Feiertag. [2]

ANMERKUNGEN
[1] Manfred Becker-Huberti / Ulrich Lota, KATHOLISCH (A-Z), 
Das Handlexikon, Verlag Herder, Freiburg (Breisgau) 2009,
Seite 158.
[2] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und na-
tionale Feiertage weltweit), Bertelsmann Chronik, Wissen
Media Verlag, Gütersloh/München 2009, Seiten 211/12.
[3] In der Anmerkung heißt es: “Ein weiterer außerordentlich 
wichtiger Beschluss des (internationalen sozialistischen 
Pariser Arbeiter-) Kongresses forderte die Arbeiter aller 
Länder auf, jährlich den 1. Mai als internationalen Feier-
tag der Arbeiterklasse zu begehen.“ (Anmerkung 92 in
Marx – Engels, Werke, Band 22, Dietz Verlag, Berlin-Ost 
1963. die Seite 573. Zum Vergleich auch Marx – Engels, 
Ausgewählte Werke in einem Band, Verlag PROGRESS, 
Moskau (UdSSR) 1981, Anmerkung 11, Seite 728. Der 
Hinweis: Der Pariser Arbeiterkongress, also die Gründung 
der II. Internationale, fand vom 14. bis 20. Juli 1889 statt.
[4] Marx – Engels, Über Deutschland und die deutsche Arbei-
terbewegung, Band 3 (Die zweite Hälfte des 19. Jahrhun-
derts), Dietz Verlag, Berlin-Ost 1980, Seite 971. 

JUBILÄUMSVERANSTALTUNG ZUM 10-JÄHRIGEN BESTEHEN

In diesem Jahr wird der RODENA Heimatkundeverein Roden e. V. 10 Jahre alt. Aus diesem Anlass veranstaltet der Heimatkundeverein 

am Donnerstag, dem 9. Mai 2019,

ab 19.00 Uhr

im Mehrgenerationenhaus Saarlouis-Steinrausch

eine Lesung des Buches von Walter Schmolenzky mit dem Titel

AUS DEM RODENER GEDÄCHTNIS (In alten Akten und Büchern geblättert).

Beteiligte: Landrat Patrik Lauer (SPD) und Raphael Schäfer, MdL (CDU)

Im Anschluss findet ein offizeller Empfang anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des RODENA Heimatkundevereins statt.

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