NEUJAHRSEMPFANG DES CDU STADTVERBANDES

Im Theater am Ring fand der diesjährige Neujahrsempfang des CDU
Stadtverbandes statt. Nach Begrüßung der Gäste durch Carsten Qui-
rin sprachen der Landtagsabgeordnete und CDU-Ortsverbandsvorsi-
tzende von Roden Marc Speicher und der Landtagsabgeordnete und
der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Raphael Schäfer. Hauptredner
des Abends war der Staatssekretär und Bevollmächtigte für Europa-
angelegenheiten Roland Theis.

NEUJAHRSEMPFANG DER FDP SAARLOUIS

Zu einem Neujahrsempfang lud die FDP Saarlouis in das Vereinshaus
Fraulautern  ein. Frau  Kirsten  Cortez  de
Lobao  begrüßte die Gäste.
Neben dem Bundestagsabgeord
neten Oliver Luksic sprach auch der
stellvertretende
Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki.

EIN WAPPEN FÜR DEN STADTTEIL RODEN

Bei dem 10. Geburtstag des Rodener Heimatkundevereines RODENA
präsentierte der Historiker Helmut Grein ein Rodener Wappens. Die-
ses Wappen wurde zwischenzeitlich von Helmut Grein in die Wap-
penrolle eingetragen und publiziert. Das symbolische Wappen
können Vereine, aber auch Privatleute oder Unternehmen, auf
Briefbögen oder sonstigen Schreiben nutzen, wodurch das Zuge-
hörigkeitsgefühl zu Roden gestärkt und eine identitätsstiftende
Außenwirkung erreicht wird.

Beschreibung des Wappens (Fassung der Blasonierung):
In gespaltenem und mit einem silber-blau gespaltenen Wellenbalken
belegten Schild oben rechts ein gestümmelter silberner Adler in Rot, 
oben links drei rote Ähren in Silber, unten rechts eine goldene Lilie
in Blau und unten links ein schwarzes vierspeichiges Zahnrad in Silber.

Rechts und links in der heraldischen Terminologie, also vom Schildträger
aus gesehene Deutung:

Der silberne gestümmelte Adler in Rot ist dem lothringischen Wappen ent-
nommen und steht für die lange Zugehörigkeit Rodens zum Herzogtum
Lothringen (bis 1718), die drei Ähren stehen für die landwirtschaft-
liche Tradition im Ort, die goldene Lilie in Blau steht für die Zugehö-
rigkeit Rodens zu Frankreich (1718-1815), das schwarze Zahnrad
in Silber steht für die Bedeutung Rodens im Rahmen der Industriali-
sierung, vor allem als Industriearbeiterwohnort in preußischer Zeit
(1815-1920), was sich vor allem in dem Anstieg der Bevölkerungszahl
ausdrückt.

Schwarz und Silber sind die Farben Preußens. Der silber-blau gespal-
tene Wellenbalken steht für die Bedeutung der Saar und den Saarüber-
gang für Roden.

NEUJAHRSEMPFANG DES OIV RODEN

Am Sonntag, dem 12. Januar 2020, fand im Karl-Thiel-Haus der
Neujahrsempfang des OIV Roden und die alljährliche Verlosung
der Glückssterne statt. Olaf Tiemann begrüßte die anwesenden
Gäste. Die Quartiersmanagerin Anna Richter stellte ihre Arbeit
vor. Der Hauptgewinn in der Tombola ging an eine Kundin aus
Saarlouis.

GLEICHBERECHTIGUNG UND GEGEGENSEITIGER NUTZEN

AUTOR: Josef Theobald

In der Diskussion um die Beteiligung an der „neuen“ Seidenstraßen-
initiative gibt es vor allem in westlichen Ländern einige Vorbehalte.
Es geht hier um die Gleichberechtigung in den gegenseitigen Bezie-
hungen und um die weitgehende Abhängigkeit bei diesem Projekt.

Mitte der Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts propagierte die
Volksrepublik China die fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz.
Das vierte Prinzip war die „Gleichberechtigung und gegenseitiger
Nutzen“. [1]

In den Werken Stalins findet sich der Ausdruck „gegenseitiger Vor-
teil“. [2] Der Ausdruck wurde angesichts der nationalen Unabhängig-
keit Rumäniens hauptsächlicher Bestandteil seiner Außenpolitik.

In den ersten Jahrzehnten nach Gründung der Volksrepublik ging es
hauptsächlich um einen zwischenstaatlichen Handel, der sich auf Au-
genhöhe abspielte.

Im Chinesischen hat der Terminus „haochu“ die Bedeutung sowohl von
„Vorteil“ als auch von „Gewinn“. Der Terminus „lirùn“ dagegen hat die Be-
deutung von „Profit“ und „Gewinn“. [3] Erst in zweiter Linie geht es hier al-
so um einen Vorteil im altruistischen Sinne.

Während der Großen Proletarischen Kulturrevolution (1966-1976) galt die
These, dass beim Austausch der von beiderseitig benötigten Dingen die
Bedürfnisse und Möglichkeiten der beiden Seiten beachtet werden sollten,
was der Entwicklung ihrer Wirtschaft zugutekommt. [4]

Wenn man den Quellen glauben kann, soll es unter Li Xiannian (1909-1992)
zu Änderungen in der Handelspolitik gekommen sein. Anstatt der Priorität
der Hilfe standen die kommerziellen Interessen und die Machbarkeit der
Projekte im Vordergrund.

So müssen wir heute die zweifache Bedeutung des Terminus „Nutzen“ be-
trachten, wenn wir die aktuelle Problematik der Gleichberechtigung bewer-
ten wollen. Dies wird aber die Volksrepublik China langfristig von der Tat-
sache nicht abhalten können, die Partner im gemeinsamen Seidenstraßen-
projekt durch die faktische Marktbeherrschung mit Hilfe eines Schuldener-
lasses zu entlasten.

ANMERKUNGEN
[1] Der VIII. Parteitag der KP Chinas, Dokumente, Band
I, Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing 1956,
die Seiten 103/4.
[2] J. W. Stalin, Werke, Band 13, Dietz Verlag, Berlin-
Ost 1955, Seite 271.
[3] W. Fuchsenberger, CHINESISCH-DEUTSCHES UNIVERSALWÖR-
TERBUCH, 4. Nachdruck, Verlag für fremdsprachige Litera-
tur, Beijing (China) 2012, die Seiten 433 und 656.
[4] Dscheng Schi, KURZER ABRISS DER WIRTSCHAFT CHINAS,
Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing (China)
1974, Seite 53.

DIE NEUJAHRSEMPFÄNGE DER POLITISCHEN PARTEIEN

Traditionell zum Jahresanfang geben die politischen Parteien einen Neu-
jahrsempfang. Nachstehend  die  Eindrücke  vom Neujahrsempfang der
SPD Steinrausch und der CDU Steinrausch. Hauptredner waren Landrat
Patrik Lauer für die SPD und Marc Speicher MdL für die CDU.

DAS DREIKÖNIGSFEST

AUTOR: Josef Theobald

In der Volksfrömmigkeit des Mittelalters traten mehr und mehr die
Heiligen Drei Könige in den Mittelpunkt dieses Festtages, so dass
Epiphanie (die Erscheinung des Herrn) im deutschen Sprachraum
fast nur noch Dreikönigsfest genannt wird. [1]

Die „Heiligen Drei Könige“ sind eine jüngere Erfindung. Diese geht
auf Matthäus 2,1-12 zurück, wo Magier von Osten nach Jerusalem
ziehen, um den neugeborenen König der Judaier zu suchen, indem
sie seinem Stern folgten, um ihm zu huldigen. Nach Herodot waren
die Magier (griechisch „magos“) ein persischer Stamm mit priester-
lichen Funktionen, der sich auf die Erklärung von Phänomenen am
Himmel verstand (Sterndeuter). Bei den im Matthäus-Evangelium
erwähnten Magiern handelt es sich um weise Männer, die mit der
jüdischen Welt nicht vertraut waren. [2]

560 ist erstmals in einem Mosaik in Ravenna die Zahl „drei“ belegt
und sind deren Namen genannt: Kaspar, Melchior und Balthasar.
Um 800 – 900 wurde Balthasar dunkelhäutig. Allmählich wurde der
Tag zum missionarisch bedeutenden Feiertag umgestaltet, denn
erstmals beugten an diesem Tag nicht-jüdische „Heiden“ ihre Knie
vor Jesus.

Anscheinend lag hier ein armenisches Märchen zugrunde, das um
das Jahr 500 entstand und von der Kindheit Jesu berichtete, in der
drei Könige (Melkon aus Persien, Gaspar aus Indien und Baltassar
aus Arabien) eine Rolle spielten. In der Anlehnung an Psalm 72,10
hatten die Könige von Tharsis (die phönizische Kolonie „Tartessus“
in Spanien) und von den Inseln Gaben (Geschenke) gebracht. Die
Könige von Scheba (in Südarabien) und Saba (Äthiopien) schafften
den Tribut herbei. [3]

Diese oben genannten weit entfernt liegenden Gebiete wurden nicht
etwa erobert aufgrund persönlichen Machtstrebens, aus Verlangen
nach Weltruhm oder ähnlichen Gründen, sondern sie schlossen sich
der Herrschaft allein wegen des einzigartigen gerechten Regiments
König Salomos an. [4]

Die von den Weisen (Magiern) überbrachten Gaben waren Gold,
Weihrauch und Myrrhe. Nur für die wenigen Wohlhabenden aus
Palästina brachten Karawanen Gold. Für den Tempeldienst sind
notwendigerweise Weihrauch, der nur in Arabien zu finden war,
und Myrrhe eingeführt worden. [5]

Im Laufe der Zeit wurden die „drei Könige“ zu Schutzpatronen für
Reisende, Pilger und Gastwirte. Daher haben sich viele Gastwirt-
schaften entsprechende Namen gegeben: „Drei König“, „Krone“,
„Zur Krone“, „Zum Sternen“ und „Zum Mohren“.

Wie wenig wichtig Fakten für unser persönliches Empfinden gegen-
über solchen „Märchen“ sind, zeigen die „Sternsinger“, die alljährlich
als Caspar, Melchior und Balthasar von Haustür zu Haustür wandern,
welche für einen guten Zweck Geld sammeln und auch das Haus der
besuchten Spender segnen. Sie schreiben die Buchstaben C + M + B
über die Haustür. Diese Buchstaben sind eine lateinische Abkürzung
von „Christus Mansionem Beneficat“ und bedeuten: „Christus segne
das Haus“. [6]

ANMERKUNGEN
[1] Manfred Becker-Huberti / Ulrich Lota, KATHOLISCH
(A-Z),
Das Handlexikon, Verlag Herder, Freiburg (Breis-
gau) 2009,
Seite 65.
[2] Xavier Léon-Dufour, WÖRTERBUCH ZUM NEUEN TESTAMENT,
Kösel Verlag, München 1977, Seite 290.

[3] E. Kautzsch / A. Bertholet, DIE HEILIGE SCHRIFT DES
ALTEN
TESTAMENTS, Zweiter Band, Verlag von J.C.B. Mohr
(Paul Sie
beck), Tübingen 1923, Seite 197.
[4] BROCKHAUS, Kommentar zur Bibel (2), Wuppertal 1980,
Seite
599.
[5] Arye Ben-David, Talmudische Ökonomie (Die Wirtschaft
des jü
dischen Palästina zur Zeit der Mischna und des Tal-
mud), Band
I, Georg Olms Verlag, Hildesheim–New York 1974,
die Seiten
228/29.
[6] Hans-Peter Ebert, Festtage zum Nachlesen (Hintergründe
zu Zeit
rechnung und Brauchtum), DRW-Verlag, Leinfelden-Ech-
terdingen
2001, Seiten 49 – 51.

WACHWECHSEL BEI KARO BLAU GOLD

Zu einem Wachwechsel trafen sich am Samstag, dem 4. Januar 2020,
im Biergarten des Donatuszentrums Mit
glieder des Karnevalsverein
Karo Blau Gold und die
befreundeten Karnevalsgesellschaften.

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IMPRESSIONEN AUS DÜSSELDORF

AUTOR: Josef Theobald

Nach der Scheidung heiratete meine Mutter im Standesamt Stuttgart-
Untertürkheim wieder. Zunächst lebte sie mit dem Stiefvater auf einem
Lagerschiff, bis sie eine Wohnung in Zuffenhausen bezogen. Dort sind
sie allerdings Opfer eines Falles von Mitwucher geworden und zogen
schließlich weiter nach Düsseldorf. Der Aufenthalt in Stuttgart war mit
Exkursionen zur Wilhelma und zum Killesberg verbunden.

In Düsseldorf wohnten sie im Hohlweg, damals ein sozialer Brennpunkt.
Meine Mutter arbeitete damals bei Papier Herrmann und mein Stiefvater
im Großmarkt von Düsseldorf. Letzterer brachte nach Feierabend immer
Bananen vom Großmarkt mit. Eine Spezialität waren damals mit Fett in
einer Pfanne gebratene Bananen.

In den Sechziger Jahren lebten im Raum Düsseldorf viele Auslandspolen.
Das waren meist ehemalige Kriegsgefangene oder Zwangsarbeiter. Aus
Gründen des kommunistischen Regimes in Polen wollten diese nicht mehr
zurück in ihre angestammte Heimat. Düsseldorf wurde ihre zweite Heimat.

Im Laufe der Sechziger Jahre erlebte die Binnenschifffahrt ihre große Zeit.
Dies wurde Anlass für meinen Stiefvater, als ehemaliger Seemann später
nach einem kurzen Intermezzo in Saarlouis hier anzuheuern. Doch nach
etwa 10 Jahren war diese große Zeit wieder vorbei.

DER SILVESTERTAG

AUTOR: Josef Theobald

Der 31. Dezember – in den evangelischen Gemeinden auch Altjahres-
abend
genannt – ist im liturgischen Kalender der Namenstag des
heiligen Sil
vester, der in den Jahren 314 bis 335 Papst war und
am 31. Dezember
in Rom starb. Unter ihm fand auf Initiative Kaiser
Konstantins dem
Großen (gestorben 337) der grundlegende Friedens-
schluss zwischen dem
Römischen Reich und dem Christentum statt.
Spätere Legenden schrieben
Silvester u. a. die Heilung vom Aussatz
des Kaisers Konstantin dem
Großen und dessen Taufe zu. [1]

Schon im Jahre 354 war Papst Silvester in den römischen Festkalender ein-
gereiht worden. Neben zwei anderen Päpsten genoss er in Rom kirchlichen
Kultus, also in einer Zeit, wo ihr persönliches Andenken noch sehr lebendig
sein musste. [2]

Durch die Kalenderreform Julius Cäsars (100 – 44 v. Chr.) begann das Jahr
regelmäßig am 1. Januar. Unter Papst Liberius (gestorben 366) wurde der
Jahresanfang mit der Geburt Christi gleichgesetzt, die in Rom seit 354 am
25. Dezember, also an Weihnachten, gefeiert wurde. Im 9. Jahrhundert ist
die Bedeutung dieses Festes von der katholischen Kirche bestätigt worden,
indem sie auch den Jahresanfang auf dieses Datum legte. Papst Innozenz
XII. (1615-1700) verlegte dann schließlich 1691 den Neujahrstag auf den 1.
Januar, so dass der 31. Dezember der letzte Tag im Jahr wurde.

Traditionell schließt der Silvesterabend das alte Jahr mit einem Feuer-
werk, mit Böllern und Mitternachtsgottesdiensten ab. Diente der Lärm in
früheren Zeiten unseren heidnischen Vorfahren dazu, böse Geister zu ver-
treiben, ist er heute ein Ausdruck von Vorfreude auf das neue Jahr.

Erhalten hat sich ebenfalls die Tradition, Schmalzgebackenes wie Krapfen,
Berliner Pfannkuchen und Mutzen (= rheinisches Siedegebäck) zu backen
oder einen Punsch zu brauen. Der verbreitete Silvestergruß „Guter Rutsch“
geht vermutlich auf „Rosch ha-Schana“, das hebräische Wort für Neujahr,
zurück. [1]

Seit 1981 ruft das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ unter dem
Motto „Brot statt Böller“ zum Jahreswechsel zu Spenden zur Unterstützung
für Projekte zum Kampf gegen den Hunger auf. Obwohl heute rund um den
Globus genug Lebensmittel erzeugt würden, leide jeder achte Mensch an
Hunger. In den Umweltverbänden fordern immer mehr Stimmen aus Grün-
den der Feinstaubbelastung in Großstädten das Verbot des Abfeuerns von
Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht. Einige deutsche Großstädte
gehen dazu über, in ihren Teilbezirken den Gebrauch von Feuerwerks-
körpern zu verbieten.

ANMERKUNGEN
[1] Die wichtigsten Feier und Gedenktage (Religiöse und
nationale
Feiertage weltweit), Chronik Bertelsmann, Wis-
sen Media Verlag,
Gütersloh/München 2009, die Seiten 14
+ 15.

[2] Hartmann Grisar, GESCHICHTE ROMS UND DER PÄPSTE IM
MITTELALTER, 1. Band: Rom beim Ausgang der antiken Welt,
Nachdruck im Olms Verlag, Hildesheim-Zürich-New York 1985,
die Seite 306.

DER URSPRUNG VON WEIHNACHTEN

AUTOR: Josef Theobald

Als Jesus Christus aus der Stadt Nazareth in Bethlehem geboren
wurde, gab es noch keine Standesämter und die damit verbundene
Meldepflicht wie heute. Was die Beschneidung eines Knaben in der
Provinz Judäa am achten Tage nach der Geburt oder die Auslösung
des erstgeborenen männlichen Kindes nach dem 31. Tage anging,
gab es hier beim Vater lediglich eine Beweispflicht (parallel Mischna
BECHOROT, VIII,6).

Das heutige Weihnachtsfest hat seinen Ursprung in Rom. Da der
Zeitpunkt der Geburt Jesu durch keine sichere Überlieferung be-
kannt war, wählte man im Gegensatz zum Orient (6. Januar) die
Zeit der Wintersonnenwende, also den 25. Dezember. An diesem
Tag nach dem römischen Kalender wurde das Fest des „Sol novus“
gefeiert. In späterer Zeit entwickelte sich dann hieraus das Fest des
„Natalis invicti“, d. h. der Tag des unbesiegten Sonnengottes. In der
Verbindung mit dem Mithras-Kult verbreitete sich dieser Festtag all-
gemein in der heidnischen Welt. [1]

Die christliche Transformation der Sonnengottfeiern auf die Geburt
Jesu kann sich auf den Propheten Maleachi (Kapitel 3, Vers 20) be-
rufen: Dem Gläubigen „soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit“.
[2]

Im Mittelalter entfaltete sich eine reiche weihnachtliche Volksfrömmig-
keit, so etwa in Gestalt geistlicher Weihnachtsspiele und Umzüge oder
von Dramatisierungen der Krippenszene, wobei – in Esels- und Narren-
festen – auch Facetten älteren Brauchtums fortwirkten, die als zum Teil
exzessives Festspiel kirchlich beargwöhnt und später auch unterbunden
wurden.

In der frühen Neuzeit verlagern sich wesentliche Elemente der Festge-
staltung in den häuslichen Bereich, aus den öffentlichen Krippenspielen
werden Holzkrippen in den Bürgerstuben. [3]

Um das Jahr 1509 soll im elsässischen Schlettstadt ein Christbaum ent-
weder gestanden oder gehangen haben. Später übernehmen schließlich
reiche Bürger aus evangelischen Gebieten den Brauch, ein Zimmer da-
mit zu schmücken. [2] Damit verbunden war die Bescherung der Kinder,
die zwar an die Gaben der Heiligen Drei Könige erinnern sollte, aber nur
durch das Christkind erfolgte. Die Weihnachtsbäume selbst waren mit
Äpfeln, Nüssen und Oblaten behängt worden. [4] Mit den Äpfeln hatte
man an den Baum im Paradies erinnert. Die bunten Glaskugeln heutiger
Christbäume sind die Nachfolger der Äpfel. 1539 soll zum ersten Mal im
Münster zu Straßburg ein Weihnachtsbaum gestanden haben.

Der Weihnachtsbaum wird schließlich im 18. Jahrhundert in gut gestellten
bürgerlichen und adligen Kreisen mit den darunter gelegten Geschenken
zum Mittelpunkt des häuslichen Weihnachtszimmers. [2] Allmählich sind
auch Kerzen an den Baum gekommen. Das Licht der Kerzen stand für
das Licht, das durch die Geburt Christi in die Welt gekommen ist. [4]

Um 1814 wurde durch einen protestantischen Bankier aus Berlin (A.
v. Arnstein) der Weihnachtsbaum in das katholische Wien gebracht.
Im Jahre 1817 stellte die aus dem Rheinland stammende Erzherzogin
Henriette (geb. von Nassau-Weibling) einen Christbaum auf. Damit
wurde der Baum im Hochadel etabliert. Vom Hochadel übernahm
das Bürgertum diese Sitte, weshalb Weihnachtsbäume schon ab
1830 in den bürgerlichen Häusern des deutsch-habsburgischen
Kaiserreiches üblich waren.

Im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 ließen adlige Offiziere
festlich geschmückte Weihnachtsbäume in den Unterkünften und La-
zaretten aufstellen. Dadurch wurde der Brauch den einfachen Ständen
bekannt. [2]

Heute ist die weihnachtliche Symbolik fest verankert in Familienritualen
und in häuslichen Festgestaltungen: Licht (Kerzen, Adventskranz, Christ-
baum), Gaben (Geschenke, Weihnachtskarten), biblische und auch nach-
biblische Figuren und Zeichen (Engel, Krippe, Stern). Das Weihnachtsfest
ist heute ein Stück „Familienreligion“ par excellence, in der „Heiligen
Familie“ finden etwaige familiäre Sehnsüchte Resonanz. Als kulturelle
Institution sind Weihnachten und die Weihnachtszeit Ausdruck eines öf-
fentlich werdenden Christentums und ein Element des gesellschaftlichen
Lebens. Dies reicht vom kommerzialisierten Weihnachten mit entsprechen-
dem Schmuck und Beleuchtung über Weihnachtsliteratur und -film als ei-
gene Gattung bis zu den spezifisch weihnachtlichen Spenden- und Hilfs-
aktionen und der zivilreligiösen Weihnachtsansprache des Bundespräsi-
denten.

Im Laufe der Zeit ist auch Weihnachten im kirchlichen Bewusstsein mehr
und mehr auf den Heiligabend bezogen worden, die beiden Weihnachts-
tage werden tendenziell zum Nachklang des Festes.

Die nordisch anmutende Figur des Weihnachtsmannes etwa ist nicht nur
Inbegriff eines kommerzialisierten und pädagogischen Festes, sondern
integriert auch den Mythos vom „wilden Gesellen“, der unheimlich und
gütig in einem ist. [3]

Im Wettbewerb zu den politischen Systemen entwickelten sich gewisse
Eigenheiten heraus. So trat in den Zeiten der Sowjetunion der Begriff
„Weihnachten“ in den Hintergrund und wurde durch die Bezeichnung
„Väterchen Frost“ ersetzt. In der früheren DDR wurden die Weihnachts-
Engel umbenannt in „Jahresendfiguren mit Flügeln“.

Im Westen ist Weihnachten nicht nur das Fest des Schenkens oder des
Beschenktwerdens, besonders in den Familien, im Sinne bloßer Kauf-
mechanismen, geworden, sondern bleibt Anlass, auf das Heil hoffen zu
dürfen, das mit Jesus Christus in die Welt kam, und immer neu darüber
zu jubeln.

Vom Tridentinum (Konzil von Trient) bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil
galt das Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Reinigung oder Lichtmess)
am 2. Februar, das ist der vierzigste Tag nach der Geburt Christi, als ein
Abschluss der Weihnachtszeit, wohl deshalb, um eine nach der Osterzeit
entsprechende Zeitdauer zu erzielen. Denn nicht wenige Weihnachts- und
Epiphaniebräuche, wie die Aufstellung von Weihnachtskrippen, erstrecken
sich bis zum 2. Februar. [5]

Bestimmte christliche Freikirchen verlegen die Geburt Christi auf den Zeit-
punkt (Mitte/Ende) September bzw. Anfang Oktober in der vertretenen An-
nahme, dass Johannes der Täufer um die Pfingstzeit (nach der 8. Dienst-
ordnung der Abija-Priester im Jerusalemer Tempel) gezeugt wurde. Dabei
gehen sie hier von einem Geburtszeitpunkt Jesu aus, der 6 Monate später
nach der Geburt des Johannes liegt. [6]

ANMERKUNGEN
[1] Hartmann Grisar, GESCHICHTE ROMS UND DER PÄPSTE
IM MITTELALTER, 1. Band: Rom beim Ausgang der antiken
Welt, Nachdruck bei GEORG OLMS Verlag, Hildesheim usw.
1985, Nr. 508.
Im HANDBUCH DER KIRCHENGESCHICHTE, 1. Teil: Das Alter-
tum, erschienen im Verlag von J. C. B. Mohr, Tübingen
1923, heißt es unter § 37,9: „In Rom … ward die Anse-
tzung der Geburt Christi auf den 25. Dez. wahrschein-
lich schon vor 336 … zum willkommenen Anlass, den heid-
nischen Festen der Saturnalien (17. - 23. Dez.) und Bru-
malien (Wintersonnenwende; Geburtstag des Sol invictus,
25. Dez.) ein christliches Freudenfest an die Seite zu
stellen.“
[2] Hans-Peter Ebert, Festtage zum Nachlesen (Hintergrün-
de zu Zeitrechnung und Brauchtum), DRW-Verlag, Leinfelden-
Echterdingen 2001, Seiten 120 – 142.
[3] TASCHENLEXIKON RELIGION UND THEOLOGIE, Band 3: O-Z,
Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, die Seiten
1254 – 1256.
[4] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und
nationale Feiertrage weltweit), Chronik Bertelsmann, Wis-
sen Media Verlag, München/Gütersloh 2009, die Seiten 72 +
73.
[5] Lexikon der Pastoral (Lexikon für Theologie und Kirche
kompakt), Band 2: Kl-Z, Verlag Herder, Freiburg 2002, die
Seiten 1828/29.
[6] Intern (Studien - Bildung - Nachrichten), Jahrgang 13,
die Nr. 12 vom 19. Dezember 2008, Herausgeber in Deutsch-
land: Vereinte Kirche Gottes mit Sitz in Bonn, Seiten 9/10.

ERÖFFNUNG DES 2. RODENER WEIHNACHTSMARKTES

Am Samstag, dem 14. Dezember 2019, wurde auf dem Kirchenvorplatz
der Rodener Weihnachtsmarkt durch Hans Werner Strauß eröffnet. Die
Schirmherrschaft übernahm die Landesministerin Monika Bachmann für
die Ressorts Arbeit, Familie, Soziales, Prävention und Sport.

Bilder auch auf unserer Facebook-Seite unter folgendem LINK:

https://www.facebook.com/RodenaHeimat?ref=hl

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RODENER WEIHNACHTSMARKT 2019

Am Samstag, dem 14. Dezember 2019, und am Sonntag, dem 15. Dezem-
ber 2019, findet vor der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und im Bereich der
Donatusstraße der 2. Rodener Weihnachtsmarkt statt.

Er beginnt um 11.00 Uhr und endet um 21.00 Uhr, am Sonntag schon um
20.00 Uhr.

30 Stände werden den Weihnachtsmarkt bereichern.

Am Samstag um 16.00 Uhr kommt der Nikolaus für unsere Kleinen.

Geplant ist außerdem ein Kindermalwettbewerb. Die Prämierung ist am
Sonntag um 16.00 Uhr. Erster Preis: 100,– Euro / Jahrgang.

Teilnehmen werden ebenfalls Musiker, Gesangsinterpreten, Holzschnitzer
und Turmbläser. 

Auch der RODENA Heimatkundeverein e. V. wird mit einem eigenen Stand
vertreten sein.

 

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