VORSTELLUNG DER SAARLOUISER HEFTE

Am Mittwoch, dem 25. Januar 2017, wurden  in  der 1. Etage  der Pieper-Buchhandlung
die Saarlouiser Hefte durch Volker Felten vorgestellt. Die erste Sondernummer befasst
sich mit  dem  Saalbau  in Saarlouis, der Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. Es
sind  weitere  reguläre  Ausgaben und Sondernummern  geplant. Mehr Bilder auch auf
der Facebook-Seite unter folgendem LINK:
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DAS TRAUMA DER USA

AUTOR: Josef Theobald

Viele bibelfeste Christen diverser Freikirchen in den Vereinigten Staaten
vertreten noch heute die Meinung, dass die USA und Großbritannien das
Erstgeburtsrecht des Stammvaters Jakob ererbt haben (1. Mose 25,33).
[1]

Besonders nach dem Ende des II. Weltkrieges gingen nun die USA als die
führende Weltmacht hervor. Ihre vorherrschende Position veranlasste die
USA jedoch nicht, die in den Trümmern liegenden Staaten zu unterdrücken,
sondern ihren geschlagenen Feinden Unterstützung beim Wiederaufbau zu
leisten. Damit bewiesen sie eine besondere Form von Großherzigkeit, die in
den Annalen der Weltgeschichte beispielhaft ist. Hier muss allerdings ergänzt
werden, dass es in den Jahren des „kalten Krieges“ außenpolitisch besonders
geboten war, weite Teile Westeuropas zu einem Bollwerk gegen den sich aus-
breitenden Kommunismus zu machen.

In den Jahren 1945 bis 1952 unterstützten die US-Amerikaner die Länder
Europas, einschließlich des ehemaligen Gegners Deutschland, mit einem
Betrag von umgerechnet 150 Milliarden Euro zur Linderung der Not und
für den Wiederaufbau. Somit sind also die beiden früheren Feindstaaten,
Deutschland bzw. Japan, in den letzten Jahrzehnten selbst zu bedeutenden
Wirtschaftsmächten geworden. Doch ernteten die USA in den letzten Jahren
dafür immer mehr weltweite Verachtung.

Gleichzeitig hatte das Britische Empire 1947 mit der Entlassung Indiens in
die Unabhängigkeit begonnen, sich mit einer rasanten Geschwindigkeit auf-
zulösen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts musste Großbritannien
seine Vormachtstellung an die USA abtreten.

Allerdings wurden die Vereinigten Staaten, die aus dem II. Weltkrieg als die
wohl weltstärkste Militärmacht hervorgegangen ist, bald in Kriege verwickelt,
die ihnen keinen Ruhm brachten.

In Korea zahlten die US-Truppen einen hohen Blutzoll, in Vietnam erlebten
sie eine demütigende Niederlage. Auch in den späteren Kriegen und Kämpfen
in Kuwait und im Irak, in Bosnien und Serbien sowie in Afghanistan, in denen
die USA zwar ihre Ziele erreichten, übernahmen die US-Streitkräfte sowohl
undankbare als auch kostenintensive Verpflichtungen zur Friedenserhaltung,
deren Ausgang zum Teil völlig ungewiss ist.  

Die USA gingen seit dem Koreakrieg lediglich in militärischen Konflikten dann
als klarer Sieger hervor, wenn sie aufgrund ihrer militärischen Stärke gegenüber
ihrem Gegner absolut überlegen waren, wie bei den Einsätzen in Grenada und
in Panama.

Ein weiteres Zeichen des Niederganges Großbritanniens und der USA ist der
Verlust vieler überseeischer Militärbasen und strategischer Stützpunkte, die
sich unter ihrer Kontrolle befanden und die sie mit großem Aufwand unter-
hielten. In den letzten Jahren verloren sie solche bedeutende strategische
Gebiete, wie den Panamakanal, Hong Kong und die Stützpunkte Clarke
und Subic Bay auf den Philippinen.
      
Noch heute ist die Stärke der USA in militärischer, ökonomischer, industrieller
und technologischer Hinsicht die Weltmacht unbestritten. Doch gibt es in der
Realität eine Spirale des moralischen Verfalls (Drogen, Promiskuität). In der
Gesellschaft herrscht ein gottloser Materialismus vor. Demnach glauben viele
US-Amerikaner, dass die überragenden Segnungen von nationalem Wohlstand
und nationaler Macht auf Glücksumstände zurückzuführen sind, bzw. dass sie
das Ergebnis eigener Anstrengungen darstellen.

Außerdem gehören die USA zu den Ländern mit der höchsten Kriminalität.
Geistiger Müll wird einfach als Kultur verkauft. Millionen Menschen leben in
der Furcht, Opfer krimineller Gewalt zu werden. Viele Städte sind Kloaken
der Kriminalität, der Bandenkriege, der Armut und des Analphabetentums
geworden. [2]

In den letzten Jahrzehnten beobachten wir einen immer stärker werdenden
Antiamerikanismus. War dieser früher hauptsächlich bei den extrem „linken“
Gruppen vorhanden, hat sich dieser Trend im Laufe der Zeit auch in rechts-
populistischen Parteien, wie bei der AfD, etabliert. Ebenfalls die wachsende
Islamisierung in der arabischen Welt sorgte für einen zunehmenden Groll ge-
genüber den USA.

Nach dem Amtseintritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump wurde eine
neue Außen- und Sicherheitspolitik eingeläutet, die zum einen den Islamismus
in der Welt bekämpfen will und zum anderen auf Distanz zu den traditionellen
Partnern in Westeuropa geht.

Durch seine neue Doktrin „America first“ (Amerika zuerst) verschärft er aller-
dings die Situation und sorgte für eine große Verwirrung in den Hauptstädten
Europas. Beim globalen Welthandel sind nationale Alleingänge eher schädlich
und beeinträchtigen mittelfristig die nationale Wirtschaft der USA selbst. Denn
allein die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beeinflusst den bilateralen Handel.
Jedwede Form von Protektionismus hilft da nicht weiter. Nicht umsonst plädierte
Chinas Staatspräsident Xi Jinping in Davos (Schweiz) für den freien Welthandel.       
[3]

ANMERKUNGEN
[1] Herbert W. Armstrong, DIE USA UND GROSSBRITANNIEN IN DER
     PROPHEZEIUNG, Nachdruck 2007, die Seiten 135/36.
[2] AMERIKA UND GROSSBRITANNIEN (Was sagt die Bibel über ihre
     Zukunft?), Herausgeber: Vereinte Kirche Gottes, die Seiten 40 – 45.
[3] Die These vom „freien Handel“ geht auf den britischen Kaufmann Sir
     Matthew Decker (1679-1749) zurück, der in seiner Schrift „Decline of
     Foreign Trade“ von 1744 im Hinblick auf die Tätigkeiten der Handels-
     kompanien die Einführung des Freihandels bei einer Abschaffung der
     Monopole und bei einer Aufhebung aller Importverbote forderte.        

   


      

 

NEUJAHRSEMPFANG DER SPD STEINRAUSCH

Zu einem Neujahrsempfang  hatte am Sonntag, dem 22. Januar 2017, der
SPD-Ortsverein Steinrausch eingeladen. Überschattet war die Veranstal-
tung  von der Landtags- und OB-Wahl  im  März dieses Jahres. Zu einem
Höhepunkt zählte die Ehrung mehrjähriger Parteimitglieder. Mehr Bilder
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Damals – Donner Brauerei Saarlouis

 

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Die Donnerbräu AG Saarlouis, umgangssprachlich auch als Donnerbrauerei bezeichnet, war von 1898 bis 1978 eine Bierbrauerei in Saarlouis. Sie braute dort in der Innenstadt unterschiedliche Biersorten, in Sammlerforen oft auf das Schlagwort Donnerbier reduziert, deren Export Saarlouis weit über die nationalen Grenzen hinaus bekannt machte.

Zudem war die Donner-Brauerei die einzige Brauerei im Saarlouiser Raum, die auch nach 1908 ihren Betrieb aufrechterhalten konnte. 2009 wird ein neu entstehender Park nach der Brauerei oder nach der Flurbezeichnung als „DonnerPark“ bezeichnet. Wobei der Terminus Donner sich in beiden Fällen von der Donnerquelle in Wallerfangen[1] ableitet, von der die Brauerei ihr Wasser seit der ersten erfolgten Übernahme her bezog. Infolge der Umbenennungen der Stadt Saarlouis hieß der Firmenstandort Saarlouis 1 (1907–1936), Saarlautern 1 (1936–1945) bzw. Saarlouis (1946 bis heute), was sich im jeweiligen Firmennamen niederschlug.

Direktoren waren in der Gründungsphase Oskar Tobias[2], mit Übernahme durch die Werger-Brauerei Wilhelm Siegfried, seit 1938 Dr. Otto Schmidt und nach dessen Tod 1944 seine Ehefrau Else Schmidt-Klett. Dr. Otto Schmidt und Else Schmidt-Klett waren zu dem Besitzer der Schloss-Brauerei in Neunkirchen.

  • 1898 Gründung als Actienbrauerei Saarlouis, Kürzel ABS, wobei der Name dem allgemeinen Wandel von Actien zu Aktien in Aktien-Brauerei Saarlouis angepasst wurde. Aus dieser wurde die Donnerbräu AG Saarlouis (1929).

Die Jahre 1918 bis 1936, also dem ersten Saarstatut sind gekennzeichnet durch die Übernahme der Donnerbräu durch die Wormser Werger Brauerei und den Wegfall der rechtsseitigen Absatzgebiete. Durch die Besetzung des Saargebietes durch Frankreich wurden die hier vorhandenen Absatzmärkte ausgebaut und die Biere der Brauerei gelangte so auch in die französischen Kolonien[2].

  • 1936 Umbenennung zu Donnerbräu-AG Saarlautern
  • 1945 Rückbenennung zu Donnerbräu AG Saarlouis nach dem Zweiten Weltkrieg

1954 erfolgte die Umfirmierung zur Donnerbräu GmbH Saarlouis, deren Leitung zuerst durch Peter Becker, danach durch Niko Becker, als Geschäftsführer wahrgenommen wurde. Die Brüder gehörten laut der Festzeitschrift "75 Jahre Becker" der Brauerei Gebrüder Becker zur dritten Generation des St. Ingberter Familienbetriebes. Die Donnerbrauerei wurde von der Becker Brauerei nur genau die mit Frau Else Schmidt-Klett ausgehandelte Sperrzeit von 25 Jahren offen gehalten[3]. 1978/79 erfolgte die Produktionsverlagerung nach St. Ingbert. Die dort befindliche Brauerei Becker (1877 bis 1998) musste 20 Jahre später ebenfalls die Produktion einstellen, und wurde von der Karlsberg Brauerei aus Homburg übernommen. In Saarlouis wurden durch den Abriss des Schornsteins 1986, den Abriss der Produktionsstätten 1992 und schließlich 2009 durch den Abriss des Sudhofes und der letzten Lagerreste im Bereich Wallerfangerstraße – Neue-Brauerei-Straße die letzten Reste der Brauerei bis auf die so genannte Grüne Villa, also die ehemalige Brauereiverwaltung, entfernt. Das Sudhaus stand bis 2009, da ansonsten, gem. Bebauungsplan der Stadt Saarlouis, die nahen mehrstöckigen Wohnhäuser nicht hätten errichtet werden können.

Auf dem ehemaligen Brauereigelände entsteht seit 2009 der DonnerPark, eine Wohnanlage.

Quelle: Wikipedia

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NEUJAHRSEMPFANG DER FDP

Auf Einladung  der Kreisverbände der FDP  aus Saarlouis und Merzig-Wadern kamen am
Samstag, dem 21. Januar 2017, zahlreiche Besucher  in  das Vereinshaus Fraulautern, um
dem Neujahrsempfang  unter der Beteiligung der OB-Kandiatin Kirsten Cortez und dem
stellvertretenden  FDP – Bundesvorsitzenden  Wolfgang  Kubicki  beizuwohnen. Kubicki
sprach  in seinem Referat  verschiedene Punkte  aus  der Bundespolitik  an  und machte
den Standpunkt der Bundes-FDP deutlich. Mehr Bilder auch auf unserer Facebook-Seite
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VEREIDIGUNG VON DONALD TRUMP

AUTOR: Josef Theobald
 
Gestern wurde der neue 45. Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump
in Washington vereidigt.
 
Trump ist der Sprecher all jener Gruppen in den USA, die nun die alte Größe
dieses Landes wiederherstellen wollen.
 
Die USA waren einst das reichste Land der Welt. Drei Viertel der Weltstahler-
zeugung kamen 1950 aus den USA und dem britischen Commonwealth – da-
von 60 % (105 Millionen US-Tonnen) aus den USA allein. Aus anglo-amerika-
nischen Hochöfen floss 1 1/3 mehr Roheisen als aus denen der übrigen Welt.
(Herbert W. Armstrong, Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung,
Nachdruck 2007, Seite 163)
 
Doch in den letzten Jahrzehnten kam zunehmend der Niedergang. Dies ist
vor allem nach dem Ende des Vietnam-Krieges zu beobachten.
 
Der neue Präsident will nun wieder an die alte Zeit anknüpfen und folglich die
Vereinigten Staaten erneut zu einer großen Nation machen.
 
Der Hauptgrund für den Niedergang der USA ist die oft fehlende Wettbewerbs-
fähigkeit des Landes. Einerseits haben wir zu hohe Kosten. Andererseits gelten
die USA als Hochpreisland. Nicht umsonst konnten Billiglohnländer, wie z. B. die
Volksrepublik China, einen gewaltigen Außenhandesüberschuss erzielen.

Damals – Kreidler das Moped unserer Jugend

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Die Kreidler’s Metall- und Drahtwerke G.m.b.H. Fahrzeugbau Kornwestheim bei Stuttgart war ein deutscher Hersteller von Mopeds, Mofas, Mokicks, Klein- und Leichtkrafträdern von 50 bis 80 cm³ Hubraum. Das Unternehmen wurde 1889 als Stuttgarter Telegraphendraht- und Kabelfabrik A. Kreidler in der Böblinger Straße 52 in Heslach gegründet, 1903 in die Mörikestraße, und 1904 nach Kornwestheim verlegt.

Die Motorradherstellung ging aus dem 1904 in Stuttgart von Anton Kreidler gegründeten Metallwerk hervor. In den frühen 1920er-Jahren sammelte Alfred Kreidler, der Sohn des Firmengründers, nach Abschluss seines Studiums an der Technischen Hochschule Stuttgart konstruktive Erfahrungen in Berlin, unter anderem in der Autoindustrie. Einer persönlichen Neigung folgend, konstruierte, baute und verkaufte er damals auch schnelle Motorräder. Es waren 350-cm³-Maschinen mit stoßstangengesteuertem Motor und einer Leistung von immerhin schon 12 PS. Auf dem Tank trugen sie den Markennamen »Pan«.

Kreidler stellte bis in die 1980er-Jahre Mopeds, Mofas, Mokicks, Klein- und Leichtkrafträder von 50 bis 80 cm³ Hubraum her. Mit der Entwicklung von Krafträdern unter der Marke Kreidler begann Alfred Kreidler 1949, nachdem er 1942 die Firmenleitung übernommen hatte. Die erste Kreidler war 1951 ein ungedrosseltes Motorfahrrad mit einem 50-cm³-Motor und einer Leistung von 2,2 PS, Typenbezeichnung K 50.

Die letzte Neuentwicklung, eine 80-cm³-Kreidler mit liegendem Zylinder und Target Design, kam nicht mehr auf den Markt, nachdem am 12. März 1982 das Konkursverfahren eröffnet und die Produktion eingestellt worden war.[3] Seit 1987 vertreibt der Niederländer John Bos in Goes Kreidler-Ersatzteile sowie restaurierte Floretts. Er erwarb die notwendigen Produktionsmaschinen nach dem Konkurs 1982.

Die Marke Kreidler existiert in Form der Kreidler-Zweiradgesellschaft weiter. Zunächst wurden Garelli-Mofas – mit Tanks des Kreidler-Mofas Flory – unter dem Namen Kreidler verkauft. 1986 begann die Herstellung von Kreidler-Fahrrädern und 1996 wurde die Produktion von motorisierten Zweirädern wieder aufgenommen. Der Anteil der Eigenentwicklung an diesen Fahrzeugen ist gering; sie beschränkt sich auf die Zusammenstellung bewährter Komponenten asiatischer Hersteller. Kreidler wurde in den 1990er-Jahren vom Fahrradhersteller Prophete übernommen.

Die Marke Kreidler gehört heute dem Zweiradhersteller Prophete, der unter dem Herstellernamen Kreidler Fahrräder, Motorroller, Klein- und Leichtkrafträder in Zweirad-Fachgeschäften vertreibt.

Quelle: Wikipedia

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Literatur

  • Frank O. Hrachowy: Kreidler. Geschichte – Typen – Technik. Verlag Johann Kleine, Vennekate 2009, ISBN 978-3-935517-45-4.
  • Andy Schwietzer: Typenkompass Kreidler. Mofas, Mokicks, Kleinkrafträder. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02032-7.
  • Frank-Albert Illig: Der Weg zum Florett. Typen, Technik, Sport, Geschichte. Text & Technik Verlag, Leonberg 1997, ISBN 3-932563-00-X.
  • Gabriele Kreuzberger:Fabrikbauten in Stuttgart. Ihre Entwicklung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg, Klett-Cotta, Stuttgart 1993, ISBN 3-608-91629-6.

Weblinks

 Commons: Kreidler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

 

Baschtianstag

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Am 20. Januar ist „Baschtianstag“ und nach altem Brauch wird an diesem Tage in der Kirche zu Beaumarais ein feierliches Amt gehalten, zu Ehren des heiligen Sebastian. Vor 50 Jahren noch war das einer der höchsten Feiertage in der Gemeinde. Er unterbrach die Winterruhe der Dorfleute und die Frauen wußten und rechneten auch damit, dass die Männer nach der Messe „hängen bleiben“.

So wird es schon seit 260 Jahren geübt, denn als die Stadt Wallerfangen mit der Pfarrkirche zerstört  wurde und die Einwohner umsiedeln mußten, da kam die 50 Mann starke Sebastianskompanie nach Saarlouis. Sie hatte rote Uniformen an, wenn sie, ihren Statuten gemäß, allen weltlichen und kirchlichen Feiern beiwohnten. Das waren die „Feinen“ aus der Sebastianusbruderschaft. Die anderen aber – die Wallerfanger der bäuerlichen Art – die zogen nach Beaumarais, das zur Zeit des Festungsbaues entstanden war und dem die gleichen Rechte wie der neugegründeten Stadt verliehen worden waren. –

Die Glocken der Wallerfanger Kirche kamen in die Kirche der neuen Stadt Saarlouis,  die eine Kirche „zum heiligen Ludwig“ wurde, die kirchlichen Gewänder und Geräte aber wurden auf Befehl der weltlichen Behörde in die neue Pfarrkirche Beaumarais gebracht, die wie die Wallerfanger Kirche eine Kirche „zu den Heiligen Peter und Paul“  wurde.

Zu den in die Beaumaraiser Kirche verbrachten Geräten gehörte auch eine Figur des hl. Sebastian, wie er, an einem Stamm gefesselt, mit Pfeilen getötet wird. In den Pestzeiten, die die Stadt Wallerfangen heimgesucht hatten, hatten die Wallerfanger den „Pestheiligen“ Sebastian um Hilfe angefleht, hatten eine Sebastiansbruderschaft gegründet, hatten besondere Gebete verfaßt, hatten eine silberne Statue des Heiligen anfertigen lassen und hielten ihm zu Ehren eine feierliche Jahrmesse.

Die „Saarlouiser Wallerfanger“ hatten also die Bruderschaft mit ihrem Gepränge nach Saarlouis bekommen. Die „Beaumaraiser Wallerfanger“ aber hatten den Inhalt des Festes, das feierliche Gedenken des Heiligen in der Jahrmesse mit ihrem silbernen Sebastian mit der Reliquie mitgenommen. Diesen Sebastian haben wir nicht mehr. Weil er aus massivem Silber war mußte er während der französischen Revolution in die Münze (d.i. Geldprägeanstalt) wandern. Aber aus einem Inventar, das kurz vor der Zerstörung Wallerfangens angefertigt worden war, wissen wir,  wie er aussah: etwa 30 cm hoch an einem Stamm aus Kupfer gefesselt und die in Silber gefaßte Sebastiansreliqie an einer Kette um den Hals tragend. Den kupfernen Baumstamm mit einer kleinen Sebastiansstatue, die eine Nachbildung des damals eingeschmolzenen Sebastians sein kann, hat noch das Pfarrhaus von Beaumarais. –

Kaum aber hatten die Beaumaraiser zehn Jahre lang ihren Heiligen und ihr Fest, da scheinen Streitigkeiten wegen des Besitzes der in zwei Teile gerissenen Bruderschaft entstanden zu sein. Das Staatsarchiv in Koblenz bewahrt die Entscheidung in einer Klage der Sebastiansbruderschaft des Dorfes Beaumarais wegen des Rechtes auf eine Stiftungswiese. Darin wird gesagt, „dass die Beaumaraiser freizusprechen seien, denn als es „dem König gefiel“, die Stadt Wallerfangen zerstören zu lassen, wurde die Bruderschaft des hl. Sebastian und die Reliquie nach Beaumarais gebracht. Dort wird am Tag des Heiligen und ihm zu Ehren eine Messe für die Seelen der abgeschiedenen Gläubigen gelesen. Also sind sie, kraft des Vorhandenseins der Bruderschaft, auch im Besitz der Stiftungswiese. Die Beaumaraiser sind es auch, die den Pfarrer für die Abhaltung der Jahresfeier bezahlen, ganz zu schweigen von den Kerzen, die sie jährlich stellen. Weil sie die strittige Wiese bis jetzt besassen, sollen sie sie auch weitergenießen – Die Klage der Antragsteller ist unbegründet, denn der König hat den besagten Beaumaraisern dieselben Freiheiten gegeben, wie den Bürgern der Stadt, was nicht abgestritten werden kann.“ –

So sind die Beaumaraiser also zu ihrem Sebastian gekommen. Die große Figur des Heiligen, die sich heute mit einem Platz im Glockenturm begnügen muß, stand vor der Renovierung der Kirche am Altar der Männerseite. Die Kirche besitzt auch noch ein silbernes Schaugerät, das als Mittelstück eine runde Silberkapsel mit der Reliquie des Heiligen birgt.  Man kann annehmen,  dass es die in dem alten Inventar erwähnte Reliquie ist, die der silberne Sebastian um den Hals trug.

Das Dorf Beaumarais war in seinem Anfang Nachfolgeort der alten Stadt Wallerfangen und gleichberechtigt mit Saarlouis. Es hat den Heiligen und sein Andenken. In den Kirchenbüchern der Saarlouiser Pfarrei des hl. Ludwig  klang noch lange das Andenken Sebastians durch häufige Namensgebung nach. Und wir können es uns nicht versagen, den Besten von Ihnen, in die Erinnerung zurückzurufen, den 1930 verstorbenen Sebastian Egloff, den würdigsten Vertreter von Alt-Saarlouis, den ausgezeichneten Kenner der Saarlouiser Ortsgeschichte, den unübertrefflichen Kenner Saarlouiser Mundart   

Quelle: DORA DIMEL / BEAUMARAIS   Marschall Ney und seine Heimat

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„Hard Chor“ Lisdorf – Neujahrssingen

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Am neuen Standort in Lisdorf, Provinzialstr. fand bei Thomas Peter („KüchenTrend Peter“) mit dem Lisdorfer „Hard Chor“ am Samstag, den 14. Januar ein Neujahrssingen statt.

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Quelle: Karl Schneider

 

Rückblick – Neujahrsempfang des SPD Stadtverbandes Saarlouis

Im Fraulauterner Vereinshaus fand der diesjährige Neujahrsempfang des Stadtverbandes statt. Nach Begrüßung der Gäste durch Hakan Gündüz ging es weiter mit der Ansprache des Fraktionsvorsitzenden und Oberbürgermeisterkanidaten Peter Demmer.

Der SPD Bürgerpreis für besondere ehrenamtliche Tätigkeiten ging an die stellvertretende SPD Vorsitzende des Ortsverbandes Roden und Vorsitzende des Seniorenförderkreises der Sonnenresidenz Saarlouis Charlotte Lay.

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Krypta im Speyerer Dom – Ruhestätte deutscher Kaiser und Könige

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Bis heute ist die Krypta unverändert erhalten geblieben ist. Sie ist die Ruhestätte von acht deutschen Kaisern und Königen, vier Königinnen und einer Reihe von Bischöfen.

In der Krypta befinden sich die Gräber von:  

Kaiser Konrad II. † 4.6.1039, der erste Salierkaiser gründete den Dom. Er wurde in der Dombaustelle bei-
gesetzt, weshalb sein Sarkophag mit drei Eisenbändern gesichert wurde.

Kaiserin Gisela † 15.2.1043, galt als schön und klug und war eine wichtige Ratgeberin ihres Mannes Konrad.

Kaiserin Bertha † 27.12.1087, Frau Heinrichs IV., die treu zu ihrem Mann stand, obwohl sich dieser früh von ihr
scheiden lassen wollte.

Kaiser Heinrich III. † 5.10.1056, förderte den Dom und stattete ihn mit wertvollen Reliquien aus, seine Weihe
erlebte er nicht.

Kaiser Heinrich IV. † 7.8.1106, stritt mit dem Papst, ging nach Canossa. Als Kind erlebte er im Jahr 1061 die
Domweihe. 20 Jahre später ließ er den Dom fast gänzlich umbauen und gab ihm seine heutige Gestalt.

Kaiser Heinrich V. † 23.5.1125, stieß seinen Vater vom Thron. Mit ihm endete die Dynastie der Salier.

König Philipp von Schwaben † 21.6.1208, Sohn desStauferkaisers Friedrich I. (Barbarossa), fiel einem Attentat
zum Opfer.

Kaiserin Beatrix † 15.11.1184, die Frau Barbarossas,begraben zusammen mit ihrer kleinen Tochter Agnes.

Prinzessin Agnes † 8.10.1184. Das mittlere Grab wurde wahrscheinlich für Barbarossa freigehalten. Er ertrank je-
doch 1190 während des dritten Kreuzzuges und ist deshalb nicht in Speyer bestattet.

König Rudolf von Habsburg † 15.7.1291, mit ihm begann eine neue Blüte des Königtums und gleichzeitig die
Herrscherlinie der Habsburger.

König Albrecht von Österreich † 1.5.1308, der Sohn Rudolfs von Habsburg wurde von seinem Neffen ermordet.

König Adolf von Nassau † 2.7.1298, fiel im Kampf  gegen Albrecht von Österreich in der Schlacht auf dem
Hasenbühl bei Göllheim/Pfalz.

Speyerer Bischöfe  aus dem 11., 12. und 13. Jahrhundert.

Bischof Konrad III. von Scharfenberg † 24.3.1224,Kanzler des römisch-deutschen Reichs, Augenzeuge des
Mords an Philipp von Schwaben.

Bischof Reginbald II. von Dillingen † 13.10.1039 gilt als Baumeister des Doms und wird als Seliger verehrt.

Quelle: http://www.dom-zu-speyer.de

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