MAOS DEUTSCHE FRÜHSCHRIFTEN

AUTOR: Josef Theobald

VORWORT

Gegen Ende der Sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden die
Westdeutschen mit den „Mao-Bibeln“ oder den „roten Büchlein“ aus
dem kommunistischen China überströmt. Vor allem in der sich etab-
lierenden linksorientierten Studentenbewegung fanden die hier ent-
haltenen Gedanken großen Anklang. Anfang der Fünfziger Jahre war
der Name „Mao Zedong“ im Inland fast unbekannt. Bekannt wurde die-
ser erst in Verbindung mit Pavel Yudin, der zu den ersten sowjetischen
Botschaftern in China seit Gründung der Volksrepublik gehörte. Durch
die von ihm betreute russische Übersetzung der Ausgewählten Werke
Maos, die im Oktober 1951 veröffentlicht wurde, gelangten die ersten
deutschsprachigen Ausgaben auch in das deutsche Sprachgebiet.

BEITRAG

Nach der Gründung eines Pilotverlages im November 1949 wurde im
Juli 1952 der heutige Verlag für fremdsprachige Literatur in der Haupt-
stadt Beijing (Peking) gegründet, der aber organisatorisch dem Fremd-
sprachenamt angegliedert war. Hier erschienen seither auch Bücher in
deutscher Sprache.
 
Teil 1

Die Germanistik in China ab den Fünfziger Jahren

Nach der Gründung der Volksrepublik China im Oktober 1949 gab
es nur relativ wenige Personen in China, die die deutsche Sprache
auch beherrschten. Zum größten Teil bildeten Spezialisten aus der
damaligen DDR das Rückgrat in den Institutionen, die schließlich
die junge Volksrepublik nach außen hin publizistisch vertraten. So
waren zur Zeit der Gründung der Deutschen Redaktion von Radio
Peking im April 1960 allein 6 Experten aus der DDR dort tätig.

Diesen offensichtlichen Mangel hatte man aber schon früh erkannt.
Zwischen 1953 und 1957 schickte man etwa 10.000 Studenten und
Studentinnen in die Sowjetunion, DDR und CSSR, damit diese sich
dort Kenntnisse in verschiedenen Wissenschaftszweigen aneigneten.
Als die sowjetische Regierung in ihrer offiziellen Note vom 10. August
1960 bekannt gab, dass sie die mit China geschlossenen 346 Verträge
und Vereinbarungen über Aufbauprojekte mit sofortiger Wirkung kündi-
gen und ihre zahlreichen Spezialisten innerhalb eines Monats zurück-
rufen würde, wurde der Mangel an solchen Spezialisten mit der Zeit
offenkundig. Die deutschen Experten aus der DDR blieben bis 1962.

Erst in den späteren Monaten kamen die chinesischen Studenten
aus dem Ausland zurück und übernahmen hier notgedrungen die
verwaisten Positionen. Aber es ging weiter voran. Im September
1964 erschien die erste Ausgabe der Beijing Rundschau, der po-
litischen Wochenzeitung aus der Volksrepublik China, nun auch
in deutscher Sprache. Die Arbeit deutscher Spezialisten aus der
DDR in den Fünfziger Jahren wurde fortgesetzt. Schon mit Anfang
der Fünfziger Jahre erschienen erste Übersetzungen der Schriften
Maos in deutscher Sprache. Anfang der Sechziger Jahre wurden
aus Westdeutschland neue Druckmaschinen angeschafft und die
Publikationen erhielten ein für chinesische Verhältnisse typisches
Aussehen. Im März 1968 erschien der 1. Band der Ausgewählten
Werke Maos, eine Sammlung von Schriften, die vorher lediglich
als vereinzelte Ausgaben erschienen, ebenfalls in Deutsch. In der
Zeit der Vorbereitung lagen nach meinem derzeitigen Kenntnisstand
den Übersetzern zum einen die englische Übersetzung und zum an-
dern schon früher erschienene Übersetzungen von Einzelschriften
und eine frühere deutsche Übertragung aus dem Russischen von
Leon Nebenzahl vor, die im Dietz Verlag (Ost-Berlin) im Jahre 1956
erschien, vor. Dafür gibt es eindeutige Hinweise. Vieles spricht dafür,
dass die veröffentlichte vierbändige Ausgabe der Ausgewählten
Schriften in der DDR übersetzt wurde. Denn eine abgedruckte
Schrift aus dem 4. Band  zitiert einen Auszug der Werke Lenins,
hier den Band 31, der im Jahre 1959 neu erschienen ist. Damit
befand man sich angesichts der Revisionismus-Debatte in der
Volksrepublik China in einem Dilemma. So ist auf eine genaue
Angabe der Quelle verzichtet worden.  

Im Internet kursieren teilweise verschiedentlich Ausgaben einzelner
Schriften von Mao Zedong und Zhou Enlai aus dem Verlag für fremd-
sprachige Literatur in Beijing in deutscher Sprache aus den Fünfziger
Jahren oder zu Beginn der Sechziger Jahre. Es kann aber davon aus-
gegangen werden, dass diese vielfach noch das Ergebnis von Arbeiten
ehemaliger DDR-Spezialisten waren.

Wegen bestehender unterschiedlicher Lesarten hatte eine Kommission
bestimmt, welche endgültige Formulierung in die vierbändige Ausgabe
aufgenommen wurde. So gelten die Ausgaben von 1968 und 1969 als
letzte autorisierte Ausgaben. Der fünfte Band ist im Jahre 1978 fertig-
gestellt worden.  

In den Siebziger Jahren kann der Bereich der Germanistik in China im
Gespann mit der ehemaligen Sowjetunion und Ägypten als führend in
der Welt gelten, wenn man nur den nichtdeutschen Sprachraum in die
Betrachtung einbezieht. So bestätigte mir im November 1979 Hans Leo
Neu vom Auslandsdienst der Deutschen Welle (Deutsches Programm)
in Köln (heute in Bonn), dass zu dieser Zeit bei der heutigen Station
„Radio China International“ tatsächlich nur einheimische Sprecher
für alle deutschsprachigen Programme eingesetzt wurden.   

Teil 2

Die Lage der Intellektuellen in den Fünfziger Jahren

Zum obigen Zeitpunkt bestand das Hauptproblem, dass die Kräfte
der Intelligenz nach Zahl, fachlicher Fähigkeit und politischem Be-
wußtsein nicht ausreichend waren, um den Anforderungen des in
dieser Zeit voranschreitenden sozialistischen Aufbaus gerecht zu
werden. So gab es Mängel auf beiden Seiten. Zum einen hatte
man den Intellektuellen nicht selten misstraut. Zum andern gab
es unter den Intellektuellen eine gewisse Distanziertheit gegen-
über der neuen politischen Führung. Doch ist die überwältigende
Mehrheit unter ihnen faktisch als Staatsangestellte in den Dienst
des Sozialismus getreten und war somit Teil der Arbeiterklasse.
Die Zukunft sollte aber bald zeigen, welche Probleme es gab,
Unterschiede aufgrund der Intelligenz zu akzeptieren. Hier tat
man sich oft schwer. Ich denke nur an die Zeit während der
Großen Proletarischen Kulturrevolution (1966-1976), als die
Intellektuellen im Verdacht standen, auf der Seite der Konter-
revolution zu stehen und als die stinkende Nummer 9 galten.

In den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts spielten die
Spezialisten aus der Sowjetunion eine gewaltige Rolle. Man
wusste aber schon damals, dass diese nicht endlos zur Ver-
fügung stehen würden. Man bemühte sich schon zu dieser
Zeit, die vorhandenen Kräfte optimal einzusetzen. So gab
es etwa die Tendenz, dem akademischen Personal höherer
Lehranstalten ohne Lehrbefähigung den Wechsel in Verlage
und Bibliotheken zu ermöglichen. Auch rekrutierte man aus
diesem Umfeld geeignete Kräfte sowohl für die Redaktions-
als auch für die Übersetzungsarbeit.

Schließlich gab es das Bedürfnis, Fachleute in die Sowjetunion
zu entsenden, damit sie dort praktische Erfahrungen sammeln.
Sobald diese zurückgekehrt waren, sollten sie Basen für weitere
Wissenschaftszweige einrichten und entwickeln. Hiervon sollte
vor allem die Ausbildung neuer Mitarbeiter profitieren. Auf der
anderen Seite wollte man gleichzeitig Gruppen von Fachleuten
aus der Sowjetunion und anderen Ländern einladen, die in der
nächsten Zukunft bei der Errichtung von Forschungsinstituten
und bei der Ausbildung von Fachpersonal helfen oder beteiligt
sind.

Aus dem oben Gesagten lässt sich erschließen, dass sowohl die
Grundlage für die Arbeit im Auslandsrundfunk als auch im Verlags-
wesen, soweit es den deutschsprachigen Bereich betrifft, von den
in der Volksrepublik China weilenden Experten aus der DDR ge-
legt wurde. Wegen der ideologischen Auseinandersetzungen in
den Folgejahren setzten oft später Experten aus dem Westen
Deutschlands diese Arbeit fort. Nicht selten waren es hier die
Sympathisanten für die maoistische Idee. Wie wir wissen, war
die SED in ihrem Streben viele Jahre der KPdSU in ihrer Linien-
treue ebenbürtig und wollte in einigen Teilen sogar die KPdSU
oft überflügeln. So war es leider der SED nicht möglich gewesen,
über ihren eigenen Schatten zu springen.

Die gemachten Randbemerkungen beziehen sich aus erster Hand.
Eine Grundlage für meine Ausführungen war die frühere Schrift von
Zhou Enlai aus dem Jahre 1956 mit dem Titel „Bericht über die Frage
der Intellektuellen“, der am 16. Januar auf einer einberufenen Sitzung
des ZK der KP Chinas als Diskussionsgrundlage erstattet wurde.           

Ebenso zur Anwendung kam ein wirtschaftshistorisches Werk aus der
Volksrepublik China, das gegen Ende der Achtziger Jahre unter dem
Dach der Beijing Rundschau in Deutsch veröffentlicht wurde. Hilfreich
war auch das Jubiläumsbuch „Mit Fünfzig auf dem Weg“, das von der
Deutschen Redaktion von Radio China International im Jahre 2010 im
Jahr seines fünfzigjährigen Bestehens herausgegeben wurde.  

Teil 3

Die Frühdrucke der Schriften Mao Zedongs

Nachdem Mao die Führung der KP Chinas im Jahre 1935 über-
nommen hatte, gab es schon frühe Sammelbände, die einzelne
seiner Schriften umfassten. Bekannt sind seine Abhandlungen
von 1937 über den chinesisch-japanischen Krieg und die in der
provisorischen Hauptstadt Chongqing im Jahre 1939 gedruckten
„Ausgewählten Reden zur Rettung des Landes“. Im Jahre 1944
erschien in Yan'an eine frühe Ausgabe der Ausgewählten Werke
Mao Zedongs zunächst in fünf Bänden, ein Jahr später in einem
Band.

Im Jahre 1970 legte der Japaner Takeuchi Minoru eine zehn-
bändige Ausgabe von Mao-Schriften vor, die erkennen lässt,
dass die späteren Ausgaben weitgehende Änderungen erfuhren.
Im Frühjahr 1950 schickte Stalin den sowjetischen Experten für
Marxismus-Leninismus, das Akademiemitglied Pavel Yudin nach
China, der die Konformität der Schriften Maos mit den Schriften
Lenins und Stalins überprüfen sollte. Auch hatte dieser die Auf-
gabe, eine Neuausgabe der Ausgewählten Werke in Chinesisch
und Russisch zu betreuen, die für das Jahr 1950 geplant war.
Sein Testat war allerdings positiv. Für Verwirrung sorgte jedoch,
dass Mao in den älteren Schriften Begriffe verwandte, die in den
späteren Schriften geändert wurden. So gebrauchte er öfters den
Begriff „Demokratie“ und zielte damit auf die „Volksdemokratie“.
Der Grund für diese Abweichung liegt in den Bedingungen für
die Anerkennung der KP Chinas durch das 5. Zentrale Exekutiv-
komitee der Guomindang und in der Arbeitsgrundlage für eine
Koalitionsregierung. Es musste alles vermieden werden, was
nur an eine Propagierung des Klassenkampfes erinnern würde.
Man hatte sich folglich der Zentralregierung zu unterstellen und
die Drei Volksprinzipien zu beachten. Am 22. September 1937
hatte die KP Chinas erklärt, dass sie diese Forderungen erfüllen
würde. Schließlich muss darauf hingewiesen werden, dass nach
der Beijing Rundschau vom 12. Mai 1981 in einem schrittweisen
Prozess der Begriff der demokratischen Diktatur des Volkes sys-
tematisiert wurde, also vor 1947, als von der Kominform dieser
Begriff für allgemeinverbindlich erklärt wurde. Auch hatte Mao
im Laufe der Zeit selbst einige Auslassungen veranlasst oder
zu Retuschen gegriffen. Während der Zeit der Kulturrevolution,
als man wieder zum Personenkult um Mao zurückkehrte, wird
nach Ausschaltung des politischen Gegners Liu Shaoqi sogar
ein sechzigseitiger Abriss der Parteigeschichte kommentarlos
entfernt.

Am 12. 10. 1951 erschien der 1. Band der Ausgewählten Werke
Mao Zedongs in chinesischer Sprache in einer vom Autor selbst
autorisierten Fassung, der den Richtlinien der Kominform gerecht
wurde. Doch sollte die ein Jahr danach überarbeitete Ausgabe die
Grundlage für alle nachfolgenden fremdsprachigen Übersetzungen
bilden. Die erste fremdsprachige Übersetzung der Werke Maos war
offensichtlich in russischer Sprache. Wie schon erwähnt, befanden
sich in den Fünfziger Jahren viele sowjetische Spezialisten in China.
Auch bestand schon seit Stalins Zeiten ein großes Interesse an den
Schriften Maos und an China selbst. Dieses Interesse reicht bis in die
Siebziger Jahre. Dies ergibt sich schon allein aus einer mir vorliegen-
den Broschüre zum Thema „Konfuzius-Kritik“, die sich kritisch mit der
sowjetischen Renegaten-Clique und mit der damaligen Forschung auf
dem Gebiet der chinesischen Philosophie auseinandersetzte. So war
auch einer der ersten fremdsprachigen Übersetzungen des 5. Bandes
der Ausgewählten Werke Maos 1977 in Russisch erschienen.

Die Auslandsverschickung meist sich fortbildender Wissenschaftler war
zwar für einen früheren Zeitpunkt (ab 1953) geplant gewesen, aber sie
wurde erst bis Ende Juni 1956 (?) vollends durchgeführt. Deshalb war
man in China frühestens ab Mitte der Sechziger Jahre in der Lage ge-
wesen, in eigener Regie ein Verlagswesen für das Ausland aufzubauen.
Im Verlauf der Sechziger Jahre ging in China allmählich das Interesse an
der russischen Sprache zurück. Englisch nahm diesen Platz ein. Höchst-
wahrscheinlich wegen dem durch die weltweite linksgerichtete Studenten-
bewegung im Jahre 1968 gewecktem Interesse an den schon lieferbaren
Schriften Maos hatte man sich in China entschlossen, eine dem Zeitgeist
angepasste und in dynamischer Sprache gefasste vierbändige Ausgabe
in den unterschiedlichen Fremdsprachen herauszugeben. Im Lande war
die Kulturrevolution sowieso im vollen Gange. Ziel war hier ebenso eine
weite Verbreitung der Mao-Zedong-Ideen im ganzen Lande. Allein schon
daraus resultierte das Bedürfnis, seine vielfach propagierten Ideen einem
breiteren Publikum bekannt zu machen.

Was das Gesamtwerk der Schriften Maos angeht, habe ich mich auf
das mehrbändige sinologische Standardwerk von Helmut Martin mit
dem Titel „Mao Zedong – Texte“ bezogen. Über den einstigen sowje-
tischen Hintergrund gibt am besten diese Mao-Biographie (New York
2012) von Alexander V. Pantsov und Steven L. Levine Auskunft. Die
Herausgabe der vierbändigen Ausgabe der Werke Maos war ebenso
das Ergebnis des Personenkultes um Mao Zedong. Was heute viel-
fach unbekannt ist, sollte der Personenkult in China im Jahre 1956
enden (Der VIII. Parteitag der KP Chinas, Dokumente, Band I, Seite
180). Infolge der Erziehungsbewegung ab 1963 und der später ein-
setzenden Kulturrevolution (1966-1976) erfuhr der Personenkult um
Mao seinen wirklichen Höhepunkt. In der Praxis ging es hier allerdings
um die Nachfolge. Mao ist hier anzulasten, dass er zu sehr die Zügel
schleifen ließ. In den Hochzeiten rivalisierten zwei Fraktionen um die
Nachfolge. Später machte sich die noch verbliebene Fraktion um die
getrennt lebende Ehefrau Jiang Qing entsprechende Hoffnungen. In
der Endphase bestimmte Mao einen Nachfolger aus dem Sicherheits-
apparat. Viele kommunistische Gruppierungen in Westdeutschland ab
1977 hatten leider oft übersehen, dass Mao Zedong die wesentlichen
Gedanken aus dem chinesischen Kulturkreis entnahm. Auch die in den
Spätwerken Enver Hoxhas geäußerten Vorbehalte gegenüber Mao sind
nicht glaubhaft. Denn die Volksrepublik China war eines der ersten Län-
der des kommunistischen Blocks, die das kleine sozialistische Albanien
sehr tatkräftig beim Wirtschaftsaufbau unterstützten.         

BILDHINWEIS: TITELBLATT DER 3. AUFLAGE VOM MAI 1955

Saarlouiser Woche 2017 – DER KLINGENDE LUDWIGSPARK

Anlässlich  des 50. Jubiläums  der Saarlouiser Woche  fand im Saarlouiser Ludwigspark
unter der Moderation  von Hans Werner Strauß eine Veranstaltung mit den Chören aus
Saarlouis und  den Mundartdichterinnen statt. Ausrichter war der SPD-Ortsverein Saar-
louis-Innenstadt mit ihrer Vorsitzenden Frau Dr. Sabina Hartnack. Schirmherrin war die
Generalsekretärin  der  SPD-Saar  Petra  Berg. Mehr Bilder  auch  auf unserer Facebook-
 
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50 Jahre Saarlouiser Woche – ERÖFFNUNG DER EMMES

In diesem Jubiläumsjahr wurde am gestrigen Donnerstag in Saarlouis auf dem
Großen Markt  die EMMES durch  Hans Werner Strauß eröffnet. Anwesend wa-
ren neben  OB Roland Henz auch  Gäste aus Saint-Nazaire und die Bürgermei-
sterin  aus Eisenhüttenstadt  Dagmar Püschel. Diese  brachte ihre Tanzgruppe
Fire & Flame  aus ihrer Heimatstadt  mit, die  zur  Hintergrundmusik  von Yello
ihr Programm präsentierte.
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Saarlouiser Woche 2017 – FESTKONZERT IM THEATER AM RING

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Saarlouiser Woche lud der Stadtverband
der kulturellen Vereine  unter seinem Vorsitzenden Hans Werner Strauß zu einem
Festkonzert  in das  Theater am Ring ein. Neben Musikorchestern  gaben auch die
Chöre  des Stadtgebietes  ihr  Können  zum Besten. Mehr Bilder  auch auf unserer
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Auf den Spuren Vaubans – Neuf-Brisach

Neuf Brisach wurde Anfang des 18. Jahrhunderts vom Festungsbauer Sébastien Le Prestre de Vauban mit seinem Geniedirektor Jacques Tarade erbaut. Sie wurde als Planstadt in Form eines Achtecks mit zentralem Exerzierplatz, der heute als Marktplatz genutzt wird, und einem schachbrettförmig angelegten Straßennetz als Idealform einer Festungsstadt angelegt.

In der Stadt gab es Unterkünfte für die Soldaten und Offiziere, Versorgungseinrichtungen, eine Kirche, Häuser für nicht-militärische Einwohner der verschiedenen Stände sowie eine beeindruckende Anlage aus Mauern, Gräben und Toren um die Stadt. Da die Stadt in der Ebene angelegt wurde, war es möglich, die Idealform des Festungsbaus umzusetzen. Damit war die Stadtanlage repräsentativ für die Militärarchitektur des Barock, als unter Ludwig XIV. viele befestigte Städte an den französischen Grenzen angelegt wurden (siehe auch Saarlouis).

Quelle: Wikipedia

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Rückblick – MS Wissenschaft in Saarlouis

UndineMit dem Thema Meere und Ozean lädt Sie zu einer Forschungsexpedition in die faszinierende Welt unter Wasser ein. An Bord erfahren die Besucher vieles über die Vergangenheit und Zukunft der Ozeane, ihre Bedeutung für den Menschen und die Erforschung..

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Rodener Tage 2017 – AUFTRITT DER GARDEN

Traditionell am 2. Tag  der Rodener Tage traten die Garden der Karnevalsgesellschaften
Karo Blau Gold aus Roden  und Faasend Rebellen vom Steinrausch auf. Die Moderation
hatte der Sitzungspräsident von Karo Blau Gold Patrick Stedem.
 
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ERÖFFNUNG DER RODENER TAGE 2017

Am Freitag, dem 26. Mai 2017, wurden  auf dem Marktplatz  in Roden die diesjährigen Rodener Tage unter der Moderation von Hans Werner Strauß eröffnet.Die Schirmherrschaft übernahm die Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret  Kramp-Karrenbauer, die sich auch  zum Faßanstich bereit fand.

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20 Jahre Demenz Verein – 15 Jahre Demenz – Zentrum „Villa Barbara“ – 5 Jahre Landesfachstelle Demenz

Dagmar Heib Vorsitzende des Demenz -Vereines Saarlouis begrüßte die Teilnehmer des Festaktes. Danach sprachen Monika Bachmann Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Stefan Resch Beigeordneter des Landkreises Saarlouis und Oberbürgermeister Roland Henz Grußworte.

Der Festvortrag wurde von Regina Görner Ministerin a. D. gehalten.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Kerstin Schulten, Gitarre und dem Heart-Chor Saar.

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DIE WALPURGISNACHT

AUTOR: Josef Theobald

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird mancherorts „Walpurgis“,
die Hexennacht, gefeiert. Die Kelten nannten ihr Frühlingsfest „Beltane“
oder „Beltaine“. Es war ein Fest der aufs Neue erwachenden Vegetation.
Der Sonnengott sei jetzt, so die Vorstellung, aus dem Knabenalter ent-
wachsen und zum geschlechtsreifen Jüngling geworden. Das Land sei
reif, um befruchtet zu werden. Zwischen dem Druiden und seiner Frau
fand eine rituelle Hochzeit statt. Es sollen in dieser Nacht wilde eksta-
tische Feste, mit Rauschmitteln (Tollkirsche, Fliegenpilz, Alkohol usw.)
verstärkt, begangen worden sein.

Nach einer Quelle aus dem Jahre 1752 sollen Sachsen, nachdem sie
von Karl dem Großen besiegt worden waren, in dieser Nacht verbote-
nerweise weiterhin den alten heidnischen Riten gefolgt sein.

Nach alter Auffassung tanzten auf dem Brocken oder Blocksberg im
Harz zu Walpurgis die Hexen. Der Name des Berges kommt von den
großen Steinbrocken (Blöcken) oberhalb der Baumgrenze.

Gegen die Gefahr durch böse Geister wurde „Walburga“ angerufen.
Vielleicht hat sie dies ihrer Namensähnlichkeit mit der Bezeichnung
„Walpurgis“ zu verdanken. Die in England um das Jahr 710 gebore-
ne „Walburga“ (gest. 779) folgte ihren Brüdern auf den Kontinent und
stiftete in Heidenheim (Bayern, bei Gunzenhausen) ein Doppelkloster.
Sie galt bald als eine wichtige Heilige im Volk, die das wertvolle Vieh
vor den Umtrieben der Hexen schützen konnte. [1]

Der Begriff „Hexe“ stammt aus der Südwestschweiz und meinte (ent-
sprechend italienisch „stregha“) um 1400 einen bösen Menschen, der
mit Hilfe geheimnisvoller Kräfte Schaden zufügt. Infolge der Hexenver-
folgungen im 15. und 16. Jahrhundert verbreitete sich der Begriff über
weite Teile des deutschen Sprachraums. In der lateinischen Rechts-
terminologie hießen Hexen auch in Deutschland „malefici“.   

Über das Hexenproblem gab es unterschiedliche Vorstellungen.
Für mittelalterliche Theologen, wie Bischof Burchard von Worms
(965-1025) waren jenseits der Superstitionskritik „Hexen“ die Per-
sonen, die sich selbst, durch teuflische Illusionen verblendet, die-
jenigen Kräfte zuschreiben, die sie in Wirklichkeit nicht besaßen.
Nach dieser Definition mussten die Hexen nicht verfolgt, sondern
geistlich unterrichtet werden. Spätmittelalterliche Theologen, wie
der gelehrte Dominikaner Heinrich Kramer (Institoris / 1430-1505),
der Verfasser des „Hexenhammers“ (Malleus maleficarum, Speyer
1487) sahen in den Hexen Teilnehmer an einer großen, gegen die
Christenheit gerichtete Verschwörung, einer Ketzerbewegung, die
immensen Schaden anrichtete und daher physisch vernichtet wer-
den musste. Frühneuzeitliche Verfolgungsgegner wie der Arzt Jo-
hann Weyer (155-1588), sahen dagegen bei den Hexen eher me-
lancholische Frauen, denen man mit Nachsicht und Liebe begeg-
nen sollte, um sie von ihrer Krankheit zu heilen. [2]

Die Hexe war nach den Maßstäben eines großen, überwiegenden
Teils der Zeitgenossen der großen Verfolgungen, mit ihren Höhe-
punkten um 1590, um 1630 und 1660, eine Verbrecherin (auch ein
Verbrecher, da Männer ebenfalls häufig, aber seltener als Frauen,
der Hexerei bezichtigt wurden), eines „Superverbrechens“ schuldig.
Gewöhnlich wurden den Delinquenten von der Absage an Gott und
der Beleidigung seiner Ehre bis hin zum Beischlaf mit dem Teufel,
Beteiligung am Hexensabbat und Schadenszauber so ein ganzes
Bündel von Delikten zu Last gelegt. Aus der Perspektive der Ge-
sellschaft ihrer Epoche war Hexerei also nichts anderes als ein
Verbrechen, wenngleich ein besonders schweres und daher mit
grausamen Strafen belegt. Die große Mehrheit der Menschen
glaubte zweifellos an die Existenz von Hexen oder gar an eine
„Hexensekte“; man war tatsächlich der Meinung, mit dem Teufel
verbündete, sich übersinnlicher Kräfte bedienende Feinde Gottes
und der Menschen zu verfolgen. [3]

Der Trierer Weihbischof Peter Binsfeld verband in seinem Traktat
„De confessionibus maleficorum et sagarum“ (deutsch: „Von den
Bekenntnissen der Hexen und Zauberinnen“ / Trier 1589) schola-
stische, also eine dem Mönchtum entlehnte Theologie mit den Bei-
spielen aus jüngsten Verfolgungen in seinem Amtsbereich. Darin
folgte ihm auch der Lothringer Generalstaatsanwalt Nicola Rémy
in seiner „Daemonolatria“ (Lyon 1595).

Im frühen 17. Jahrhundert wuchs auf jesuitischer Seite der Wider-
stand gegen die Hexenverfolgung. Genannt seien hier die Patres
Adam Tanner (Theologia Moralis, Ingolstadt 1627) und Friedrich
Spee (Cautio Criminalis, deutsch: Behutsamkeit, die Verbrechen
betrifft / Rinteln 1630), die anzutreffende Verfolgungen vor allem
mit juristischen Gründen angriffen, dies allerdings mit einiger Effi-
zienz. [4]    

ANMERKUNGEN
[1] Hans-Peter Ebert, FESTTAGE ZUM NACHLESEN (Hintergründe
   zu Zeitrechnung und Brauchtum), erschienen 2001 im DRW-
Verlag Weinbrenner in Leinfelden-Echterdingen 2001, Sei-
ten 84/5.

[2] Neues Handbuch theologischer Grundbegriffe, herausgegeben
   von Peter Eicher, Band 2, Kösel Verlag, München 2005, die
Seite 118.
[3] Bernd Roeck, Außenseiter, Randgruppen, Minderheiten (Fremde
   in Deutschland der frühen Neuzeit), Kleine Vandenhoeck-Reihe,
   Göttingen 1993, Seite 54. 

[4] wie [2], jedoch die Seite 119.
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