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09.30 Uhr Fahrgemeinschaften nach Bedarf
10.00 Uhr Treffen an der Senderanlage Berus
(verlängerte Ittersdorfer Straße, L351)
11.15 Uhr Treffen an Torhaus Scharfeneck Berus
(Burgstraße)
12.30 Uhr Mittagessen in Restaurant und Austausch
(in Berus oder Altforweiler)
Kostenfreie Teilnahme für Eintritte / Besichtigungen
(Mittagessen ist nicht inklusive)!
Mit der Bitte um Anmeldung bis 26. Juli bei den Vorsitzenden
der Mitgliedsvereine oder bei Michael Hoen, 0151/14963959,
michaelhoen@aol.com (begrenzte Personenanzahl, daher Be-
stätigung nötig).
Ihre / Eure
Heimatkundevereine
des VHVS
AUTOR: Josef Theobald
Die Anfänge der institutionellen Kleinkindererziehung gehen auf die
Gemeinschaft der Böhmischen Brüder, eine chiliastische und sozial-
revolutionäre Bewegung des 15. Jahrhunderts, zurück, die aus der
kirchenreformerischen bzw. -revolutionären Hussitenbewegung her-
vorgegangen ist. Diese Christengemeinde orientierte sich an ihrem
Sittenbuch, das bei den Kindern Regeln über das Verhalten bei Tisch,
Sitten im Verkehr mit Vorgesetzten und Erwachsenen und Gebräuche
beim Genuss von Speis und Trank vorsah. [1] Das vor allem von Jan
Amos Comenius (1592-1670) entwickelte Erziehungsverständnis fand
einen Nachahmer bei Pastor Johann Friedrich Oberlin (1740-1826) mit
seinen Strickschulen im Elsass. Pauline Fürstin zur Lippe (1769-1829)
ruft zur gleichen Zeit die erste Kinderverwahranstalt ins Leben. Den Be-
griff „Kindergarten“ prägte Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782-1852),
der 1840 mit seiner Idee der ganzheitlichen Erziehung erstmals an die
Öffentlichkeit tritt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewinnt die aus Ita-
lien stammende Maria Montessori (1870-1952), Ärztin und Pädagogin,
Einfluss mit ihrer Vorstellung von der sachorientierten Selbsttätigkeit des
Kindes auf die Kindergarten-Pädagogik. Dabei ging sie folgerichtig davon
aus, dass sich die Konzentration und Selbstentfaltung des Kindes in einer
didaktisch vorbereiteten Umgebung vollzieht. [2] Demnach sei es die Auf-
gabe der Erwachsenen, dem Kind gesellschaftliche Umgangsformen, den
Sinn für Ordnung und das Bedürfnis nach Körperhygiene zu vermitteln, es
in der Selbstkontrolle seiner Bewegungen zu schulen und ihm ebenso eine
umfassende Ausbildung aller Sinne zuteilwerden zu lassen. [3]
In unseren Tagen tragen zur inneren Ausgestaltung der frühpädagogischen
Einrichtungen Verbände, Stiftungen und Genossenschaften sowie die Innere
Mission und die Caritas bei. Die katholischen Träger schließen sich unter der
Dachorganisation des DCV (Deutschen Caritasverbandes) in Fachverbände
zusammen und nehmen Einfluss auf die Weiterentwicklung des Kindergarten-
wesens und die Regelung der Trägerschaft nach dem Subsidaritätsprinzip. In
der Anfangszeit des Kindergartens war eine religiöse Erziehung in die pädago-
gische Arbeit integriert. Ordensschwestern gaben dem katholischen Kindergar-
ten den Charakter des „Gemeinde-Kindergartens“, der sich auch in der national-
sozialistischen Zeit in seiner Eigenständigkeit nicht gänzlich verliert. In der zwei-
ten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewinnen bildungspolitische Interessen Einfluss
auf die vorschulische Erziehung. So bestimmen nun eine stärkere inhaltliche Aus-
richtung, das Funktionstraining und die sozial-emotionale Erziehung das Bildungs-
angebot; die frühkindlichen Lernmöglichkeiten sollen ausgeschöpft und umweltbe-
dingte Benachteiligungen ausgeglichen werden. Die religiöse Erziehung ist jetzt
pragmatisch ausgerichtet. Katechetisch-kerygmatische Modelle werden von an-
thropologisch-hermeneutischen Ansätzen mit stärkerer Beachtung des Kindes
und seiner Erfahrungen abgelöst, diese wiederum von gemeindepädagogischen
Ansätzen mit den dazugehörigen Förderprogrammen.
Dann Ende der Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts führt die gesellschaftliche
Entwicklung zu einer Umorientierung. An die Stelle der bildungspolitischen Per-
spektive tritt die sozialpolitische. Der bedarfsgerechte Kindergarten soll den Be-
dürfnissen der Eltern gerecht werden und auf lebensweltliche Erfahrungen der
Kinder ausgerichtet sein. In der Debatte um das „Profil“ des kirchlichen Kinder-
gartens wird das Verhältnis von pastoral- und sozialpädagogischer Ausrichtung
diskutiert: der diakonische Dienst der Kirche in den sozialpädagogischen Einrich-
tungen soll auf die jeweiligen sozialen Erfordernisse abgestimmt sein und gleich-
zeitig die pädagogische Förderung aller Kinder gewährleisten, die im kirchlichen
Kindergarten den Auftrag zu christlicher Erziehung mit der Orientierung an dem
christlichen Welt- und Menschenverständnis einschließt. [4]
Mit dem Einzug der Missionsschwestern vom kostbaren Blut -cps- [5] in das
Schwesternhaus in der Donatusstraße im Jahre 1919 bekam Roden gleich-
zeitig auch einen Kindergarten, der zunächst im Gebäude der alten Mädchen-
schule in der Schulstraße untergebracht war. Nach der 1. Rückgliederung des
Saargebietes im Jahre 1935 zur Zeit des Nationalsozialismus musste der kirch-
liche Kindergarten umziehen, wo sich heute das Pfadfinderheim befindet. 1957
wurde ein Neubau im rückwärtigen Bereich des Klostergartens eingeweiht. In-
folge der Schließung des Klosters aufgrund des Nachwuchsmangels Anfang
der Siebziger Jahre (Die Schwestern zogen in das heutige Caritas Senioren
Haus Bous) hatten zeitweise Schwestern aus Pachten ausgeholfen. Im Laufe
der Zeit hatte man sich zu einer Kindertagesstätte entwickelt, die unter der Be-
zeichnung „Arche Noah“ auftrat. Mit der Fertigstellung des modernen Kita-Kom-
plexes in der in den Sechziger Jahren neu gebauten Pfarrkirche Christkönig am
Bahnhof geht in Roden eine fast 100-jährige Kindergartentradition in der Pfarrei
Maria Himmelfahrt zu Ende.
AUTOR: Josef Theobald
Am 27. September 1938 wurden die Deutschsendungen der BBC erstmals
ausgestrahlt. Damals genoss die BBC London noch hohes Ansehen, was
die Berichterstattung im Rundfunk angeht. Damals ging es um eine Rede
von dem damaligen Premierminister Neville Chamberlain (1869-1940), die
nach einer Deutschlandreise zu übersetzen und zu senden war. Das war im
Jahre 1938 die Geburtsstunde des deutschsprachigen Programmes. In der
Zeit des II. Weltkrieges entwickelte sich die BBC London zu einer Stimme
der Hoffnung für Millionen Deutsche. Eine Hoffnung, dass die Freiheit und
die Menschenwürde doch auch in Deutschland im Hintergrund der national-
sozialistischen Herrschaft wiederkehren würden. Mit der Zeit kam aber der
Sendedienst der BBC in die Jahre. [1]
Begleitet wurden die deutschsprachigen Sendungen durch die hauseigene
Hörerforschung. So sind regelmäßig die Mitglieder des Hörerstammes im
Hinblick auf die Ausgestaltung des BBC-Programmes befragt worden. Die
Ergebnisse waren für künftige Programmplanungen sehr wertvoll und auch
für andere Auslandsdienste richtungsweisend.
Ende März 1999 kam allerdings nach 60 Jahren das Ende der Sendungen
in Deutsch. Die Gründe hierfür waren zum einen die veränderte politische
Lage in Europa. Der „kalte Krieg“ zwischen Ost und West ging dem Ende
zu. Der andere Grund waren die hohen Kosten für die Aufrechterhaltung
des Sendebetriebes. Die Lücke wollte man durch den verstärkten Internet-
auftritt wieder ausgleichen.
AUTOR: Josef Theobald
Schon W. I. Lenin wies in seiner Schrift „Die nächsten Aufgaben der
Sowjetmacht“ hin, dass es den Prinzipien der Pariser Kommune und
jeder proletarischen Macht entspricht, wenn die Gehälter dem Lohn
des Durchschnittsarbeiters angeglichen werden. Damit wollte man
dem Karrierismus in den Arbeitseinheiten Vorschub leisten. [1] In
der Stalinzeit war man gezwungen, ein System individueller Förde-
rung von Leistungen durch differenzierte Belohnungen aufzubauen,
wobei Qualifikation und Produktionsausstoß die Grundlage der Lohn-
findung bildeten. Dazu kamen Leistungsprämien und eine progressive
Akkordentlohnung, um die angestrebte Industrialisierung in kürzester
Zeit zu bewerkstelligen. [2]
Hier wird vermutlich die einsetzende Stachanow-Bewegung in der frü-
heren Sowjetunion Mitte der Dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts an-
gesprochen. Zu dieser Zeit ging es hauptsächlich um die Anwendung
neuerer, höherer technischer Normen, Leistungsfähigkeiten und Pro-
duktionspläne. Damit verbunden waren ebenso Arbeitszeitstudien. So
ist dem Zeitfaktor in der Arbeit wesentlich mehr Beachtung geschenkt
worden. [3]
Auf Mao Zedong (1893-1976) geht die unbedingte Forderung nach einer
kommunistischen Arbeitshaltung zurück, bei der z. B. die Lohntüte nicht
der entscheidende Faktor ist. So könne trotzdem dem Volk vom ganzen
Herzen gedient werden. [7]
Auch im sozialistischen Albanien gab es das Bestreben, die bestehenden
Proportionen der Arbeitsentlohnung zu verkleinern. Dies sollte in mehreren
Stufen erreicht werden. Dabei blieben die mittleren und niedrigen Gehälter
in der Praxis unverändert. Hierbei wollte man sich hauptsächlich von den
revisionistischen Ländern absetzen, wo es allgemein eine tiefe Kluft zwi-
schen den Löhnen und Gehältern der Arbeiter und kleinen Angestellten
einerseits und den Gehältern der hohen und sogar auch mittleren Beam-
ten, Funktionäre und Intellektuellen andererseits gab. [8]