NEUJAHRSEMPFANG DES CDU STADTVERBANDES

Im Theater am Ring fand der diesjährige Neujahrsempfang des CDU
Stadtverbandes statt. Nach Begrüßung der Gäste durch Carsten Qui-
rin sprachen der Landtagsabgeordnete und CDU-Ortsverbandsvorsi-
tzende von Roden Marc Speicher und der Landtagsabgeordnete und
der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Raphael Schäfer. Hauptredner
des Abends war der Staatssekretär und Bevollmächtigte für Europa-
angelegenheiten Roland Theis.

NEUJAHRSEMPFANG DER FDP SAARLOUIS

Zu einem Neujahrsempfang lud die FDP Saarlouis in das Vereinshaus
Fraulautern  ein. Frau  Kirsten  Cortez  de
Lobao  begrüßte die Gäste.
Neben dem Bundestagsabgeord
neten Oliver Luksic sprach auch der
stellvertretende
Bundesvorsitzende Wolfgang Kubicki.

EIN WAPPEN FÜR DEN STADTTEIL RODEN

Bei dem 10. Geburtstag des Rodener Heimatkundevereines RODENA
präsentierte der Historiker Helmut Grein ein Rodener Wappens. Die-
ses Wappen wurde zwischenzeitlich von Helmut Grein in die Wap-
penrolle eingetragen und publiziert. Das symbolische Wappen
können Vereine, aber auch Privatleute oder Unternehmen, auf
Briefbögen oder sonstigen Schreiben nutzen, wodurch das Zuge-
hörigkeitsgefühl zu Roden gestärkt und eine identitätsstiftende
Außenwirkung erreicht wird.

Beschreibung des Wappens (Fassung der Blasonierung):
In gespaltenem und mit einem silber-blau gespaltenen Wellenbalken
belegten Schild oben rechts ein gestümmelter silberner Adler in Rot, 
oben links drei rote Ähren in Silber, unten rechts eine goldene Lilie
in Blau und unten links ein schwarzes vierspeichiges Zahnrad in Silber.

Rechts und links in der heraldischen Terminologie, also vom Schildträger
aus gesehene Deutung:

Der silberne gestümmelte Adler in Rot ist dem lothringischen Wappen ent-
nommen und steht für die lange Zugehörigkeit Rodens zum Herzogtum
Lothringen (bis 1718), die drei Ähren stehen für die landwirtschaft-
liche Tradition im Ort, die goldene Lilie in Blau steht für die Zugehö-
rigkeit Rodens zu Frankreich (1718-1815), das schwarze Zahnrad
in Silber steht für die Bedeutung Rodens im Rahmen der Industriali-
sierung, vor allem als Industriearbeiterwohnort in preußischer Zeit
(1815-1920), was sich vor allem in dem Anstieg der Bevölkerungszahl
ausdrückt.

Schwarz und Silber sind die Farben Preußens. Der silber-blau gespal-
tene Wellenbalken steht für die Bedeutung der Saar und den Saarüber-
gang für Roden.

NEUJAHRSEMPFANG DES OIV RODEN

Am Sonntag, dem 12. Januar 2020, fand im Karl-Thiel-Haus der
Neujahrsempfang des OIV Roden und die alljährliche Verlosung
der Glückssterne statt. Olaf Tiemann begrüßte die anwesenden
Gäste. Die Quartiersmanagerin Anna Richter stellte ihre Arbeit
vor. Der Hauptgewinn in der Tombola ging an eine Kundin aus
Saarlouis.

GLEICHBERECHTIGUNG UND GEGEGENSEITIGER NUTZEN

AUTOR: Josef Theobald

In der Diskussion um die Beteiligung an der „neuen“ Seidenstraßen-
initiative gibt es vor allem in westlichen Ländern einige Vorbehalte.
Es geht hier um die Gleichberechtigung in den gegenseitigen Bezie-
hungen und um die weitgehende Abhängigkeit bei diesem Projekt.

Mitte der Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts propagierte die
Volksrepublik China die fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz.
Das vierte Prinzip war die „Gleichberechtigung und gegenseitiger
Nutzen“. [1]

In den Werken Stalins findet sich der Ausdruck „gegenseitiger Vor-
teil“. [2] Der Ausdruck wurde angesichts der nationalen Unabhängig-
keit Rumäniens hauptsächlicher Bestandteil seiner Außenpolitik.

In den ersten Jahrzehnten nach Gründung der Volksrepublik ging es
hauptsächlich um einen zwischenstaatlichen Handel, der sich auf Au-
genhöhe abspielte.

Im Chinesischen hat der Terminus „haochu“ die Bedeutung sowohl von
„Vorteil“ als auch von „Gewinn“. Der Terminus „lirùn“ dagegen hat die Be-
deutung von „Profit“ und „Gewinn“. [3] Erst in zweiter Linie geht es hier al-
so um einen Vorteil im altruistischen Sinne.

Während der Großen Proletarischen Kulturrevolution (1966-1976) galt die
These, dass beim Austausch der von beiderseitig benötigten Dingen die
Bedürfnisse und Möglichkeiten der beiden Seiten beachtet werden sollten,
was der Entwicklung ihrer Wirtschaft zugutekommt. [4]

Wenn man den Quellen glauben kann, soll es unter Li Xiannian (1909-1992)
zu Änderungen in der Handelspolitik gekommen sein. Anstatt der Priorität
der Hilfe standen die kommerziellen Interessen und die Machbarkeit der
Projekte im Vordergrund.

So müssen wir heute die zweifache Bedeutung des Terminus „Nutzen“ be-
trachten, wenn wir die aktuelle Problematik der Gleichberechtigung bewer-
ten wollen. Dies wird aber die Volksrepublik China langfristig von der Tat-
sache nicht abhalten können, die Partner im gemeinsamen Seidenstraßen-
projekt durch die faktische Marktbeherrschung mit Hilfe eines Schuldener-
lasses zu entlasten.

ANMERKUNGEN
[1] Der VIII. Parteitag der KP Chinas, Dokumente, Band
I, Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing 1956,
die Seiten 103/4.
[2] J. W. Stalin, Werke, Band 13, Dietz Verlag, Berlin-
Ost 1955, Seite 271.
[3] W. Fuchsenberger, CHINESISCH-DEUTSCHES UNIVERSALWÖR-
TERBUCH, 4. Nachdruck, Verlag für fremdsprachige Litera-
tur, Beijing (China) 2012, die Seiten 433 und 656.
[4] Dscheng Schi, KURZER ABRISS DER WIRTSCHAFT CHINAS,
Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing (China)
1974, Seite 53.

DIE NEUJAHRSEMPFÄNGE DER POLITISCHEN PARTEIEN

Traditionell zum Jahresanfang geben die politischen Parteien einen Neu-
jahrsempfang. Nachstehend  die  Eindrücke  vom Neujahrsempfang der
SPD Steinrausch und der CDU Steinrausch. Hauptredner waren Landrat
Patrik Lauer für die SPD und Marc Speicher MdL für die CDU.

DAS DREIKÖNIGSFEST

AUTOR: Josef Theobald

In der Volksfrömmigkeit des Mittelalters traten mehr und mehr die
Heiligen Drei Könige in den Mittelpunkt dieses Festtages, so dass
Epiphanie (die Erscheinung des Herrn) im deutschen Sprachraum
fast nur noch Dreikönigsfest genannt wird. [1]

Die „Heiligen Drei Könige“ sind eine jüngere Erfindung. Diese geht
auf Matthäus 2,1-12 zurück, wo Magier von Osten nach Jerusalem
ziehen, um den neugeborenen König der Judaier zu suchen, indem
sie seinem Stern folgten, um ihm zu huldigen. Nach Herodot waren
die Magier (griechisch „magos“) ein persischer Stamm mit priester-
lichen Funktionen, der sich auf die Erklärung von Phänomenen am
Himmel verstand (Sterndeuter). Bei den im Matthäus-Evangelium
erwähnten Magiern handelt es sich um weise Männer, die mit der
jüdischen Welt nicht vertraut waren. [2]

560 ist erstmals in einem Mosaik in Ravenna die Zahl „drei“ belegt
und sind deren Namen genannt: Kaspar, Melchior und Balthasar.
Um 800 – 900 wurde Balthasar dunkelhäutig. Allmählich wurde der
Tag zum missionarisch bedeutenden Feiertag umgestaltet, denn
erstmals beugten an diesem Tag nicht-jüdische „Heiden“ ihre Knie
vor Jesus.

Anscheinend lag hier ein armenisches Märchen zugrunde, das um
das Jahr 500 entstand und von der Kindheit Jesu berichtete, in der
drei Könige (Melkon aus Persien, Gaspar aus Indien und Baltassar
aus Arabien) eine Rolle spielten. In der Anlehnung an Psalm 72,10
hatten die Könige von Tharsis (die phönizische Kolonie „Tartessus“
in Spanien) und von den Inseln Gaben (Geschenke) gebracht. Die
Könige von Scheba (in Südarabien) und Saba (Äthiopien) schafften
den Tribut herbei. [3]

Diese oben genannten weit entfernt liegenden Gebiete wurden nicht
etwa erobert aufgrund persönlichen Machtstrebens, aus Verlangen
nach Weltruhm oder ähnlichen Gründen, sondern sie schlossen sich
der Herrschaft allein wegen des einzigartigen gerechten Regiments
König Salomos an. [4]

Die von den Weisen (Magiern) überbrachten Gaben waren Gold,
Weihrauch und Myrrhe. Nur für die wenigen Wohlhabenden aus
Palästina brachten Karawanen Gold. Für den Tempeldienst sind
notwendigerweise Weihrauch, der nur in Arabien zu finden war,
und Myrrhe eingeführt worden. [5]

Im Laufe der Zeit wurden die „drei Könige“ zu Schutzpatronen für
Reisende, Pilger und Gastwirte. Daher haben sich viele Gastwirt-
schaften entsprechende Namen gegeben: „Drei König“, „Krone“,
„Zur Krone“, „Zum Sternen“ und „Zum Mohren“.

Wie wenig wichtig Fakten für unser persönliches Empfinden gegen-
über solchen „Märchen“ sind, zeigen die „Sternsinger“, die alljährlich
als Caspar, Melchior und Balthasar von Haustür zu Haustür wandern,
welche für einen guten Zweck Geld sammeln und auch das Haus der
besuchten Spender segnen. Sie schreiben die Buchstaben C + M + B
über die Haustür. Diese Buchstaben sind eine lateinische Abkürzung
von „Christus Mansionem Beneficat“ und bedeuten: „Christus segne
das Haus“. [6]

ANMERKUNGEN
[1] Manfred Becker-Huberti / Ulrich Lota, KATHOLISCH
(A-Z),
Das Handlexikon, Verlag Herder, Freiburg (Breis-
gau) 2009,
Seite 65.
[2] Xavier Léon-Dufour, WÖRTERBUCH ZUM NEUEN TESTAMENT,
Kösel Verlag, München 1977, Seite 290.

[3] E. Kautzsch / A. Bertholet, DIE HEILIGE SCHRIFT DES
ALTEN
TESTAMENTS, Zweiter Band, Verlag von J.C.B. Mohr
(Paul Sie
beck), Tübingen 1923, Seite 197.
[4] BROCKHAUS, Kommentar zur Bibel (2), Wuppertal 1980,
Seite
599.
[5] Arye Ben-David, Talmudische Ökonomie (Die Wirtschaft
des jü
dischen Palästina zur Zeit der Mischna und des Tal-
mud), Band
I, Georg Olms Verlag, Hildesheim–New York 1974,
die Seiten
228/29.
[6] Hans-Peter Ebert, Festtage zum Nachlesen (Hintergründe
zu Zeit
rechnung und Brauchtum), DRW-Verlag, Leinfelden-Ech-
terdingen
2001, Seiten 49 – 51.

WACHWECHSEL BEI KARO BLAU GOLD

Zu einem Wachwechsel trafen sich am Samstag, dem 4. Januar 2020,
im Biergarten des Donatuszentrums Mit
glieder des Karnevalsverein
Karo Blau Gold und die
befreundeten Karnevalsgesellschaften.

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IMPRESSIONEN AUS DÜSSELDORF

AUTOR: Josef Theobald

Nach der Scheidung heiratete meine Mutter im Standesamt Stuttgart-
Untertürkheim wieder. Zunächst lebte sie mit dem Stiefvater auf einem
Lagerschiff, bis sie eine Wohnung in Zuffenhausen bezogen. Dort sind
sie allerdings Opfer eines Falles von Mitwucher geworden und zogen
schließlich weiter nach Düsseldorf. Der Aufenthalt in Stuttgart war mit
Exkursionen zur Wilhelma und zum Killesberg verbunden.

In Düsseldorf wohnten sie im Hohlweg, damals ein sozialer Brennpunkt.
Meine Mutter arbeitete damals bei Papier Herrmann und mein Stiefvater
im Großmarkt von Düsseldorf. Letzterer brachte nach Feierabend immer
Bananen vom Großmarkt mit. Eine Spezialität waren damals mit Fett in
einer Pfanne gebratene Bananen.

In den Sechziger Jahren lebten im Raum Düsseldorf viele Auslandspolen.
Das waren meist ehemalige Kriegsgefangene oder Zwangsarbeiter. Aus
Gründen des kommunistischen Regimes in Polen wollten diese nicht mehr
zurück in ihre angestammte Heimat. Düsseldorf wurde ihre zweite Heimat.

Im Laufe der Sechziger Jahre erlebte die Binnenschifffahrt ihre große Zeit.
Dies wurde Anlass für meinen Stiefvater, als ehemaliger Seemann später
nach einem kurzen Intermezzo in Saarlouis hier anzuheuern. Doch nach
etwa 10 Jahren war diese große Zeit wieder vorbei.