DER MAIBAUM WIRD AUFGESTELLT

Am Dienstag, dem 30. April 2019, wurde auf dem Vorplatz der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ der Maibaum aufgestellt. Zahlreiche Besucher beobachteten das Geschehen dort. Für das leibliche Wohl war gesorgt. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr spielte auf. Hans Werner Strauß vom Förderverein „die Rodener“ eröffnete die Veranstaltung.

Im Frühling oder Sommer waren die für die Tradition verwendeten Bäume oft Laubbäume. Teilweise waren es sehr hohe Bäume, denen lediglich eine kleine grüne Kronenspitze gelassen wurde. Unter der Baumkrone hing ein mit bunten Streifen geschmückter Kranz oder es waren in der Krone bunte Stoffstreifen eingeflochten. Unter dem Gesang von Liedern wurde dieser Baum aufgepflanzt. Am Maimorgen geht der Bursche zu dem ihm zugeteilten Mädchen, trägt ihr in der Maisprache Sprüche und Grüße vor und empfängt als Dank einen frischen Maiblumenstrauß. Bei einem Tanz unter dem mit Bändern geschmückten Maibaum konnten dann die Buben und Mädel „anbändeln“.

DIE HINTERGRÜNDE DES MAIFEIERTAGES

AUTOR: Josef Theobald

1) Der Maifeiertag hatte immer zwei Seiten. Ursprünglich war
der Maifeiertag ein kirchlich-katholisches Marienfest gewesen
in Verbindung mit traditionellen Maiprozessionen. Im Bereich
der Arbeiterbewegung wurde der 1. Mai als „Tag der Arbeit“
zum Streitpunkt zwischen den politischen Parteien im Reichs-
tag während der Weimarer Republik. Erst am 10. April 1933
in der Zeit des Nationalsozialismus wurde der 1. Mai durch
ein Reichsgesetz offiziell zu einem Feiertag erklärt. In den
Ländern des Ostblocks galt der 1. Mai als „Internationaler
Tag der Arbeit oder Arbeiterklasse“.

In der katholischen Kirche finden im Monat Mai Maiandachten
statt. In vielen Häusern fanden sich in den Fünfziger und Sech-
ziger Jahren Maialtäre. Es handelte sich hierbei um eine Marien-
plastik oder ein Marienbild, das mit frischen Blumen geschmückt
den Mai über in der Wohnung, meist in Verbindung zum Herrgotts-
winkel, aufgestellt wurde. Dazu kamen Maiandachten zu Ehren der
Gottesmutter Maria. Sie fanden im Monat Mai täglich statt. Diese
Form der Andacht entstand in Italien und breitete sich von dort
weltweit in der katholischen Kirche aus. [1]

2) Die Geschichte des Tages der Arbeit reicht bis in die Zeit des
amerikanischen Bürgerkriegs zurück. Denn 1865 forderten die
amerikanischen Gewerkschaften erstmals die Einführung des
Acht-Stunden-Tags. Doch erst 20 Jahre später wurde dieser
Forderung Nachdruck verliehen: Die Gewerkschaften setzten
den 1. Mai 1886 als Stichtag für einen mehrtägigen General-
streik für den Acht-Stunden-Tag an. Zum 1. Mai, den man in
den USA auch „Moving Day“ nennt, wurden traditionell Verträge
geschlossen und aufgelöst. Denn im Arbeitsalltag waren mit den
geänderten Arbeitsbedingungen zwangsläufig Wohnungswechsel
verbunden. [2]

Die politische Forderung nach einem internationalen Tag der Arbeit
findet sich erstmals auf europäischem Boden am Rand im Vorwort
von F. ENGELS zum MANIFEST DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI
vom „1. Mai 1890“. Dieser Tag stand ja im Zusammenhang mit der
damaligen unmittelbaren Forderung nach einem gesetzlich festzu-
stellenden 8-Stunden-Arbeitstag. [3]

In Deutschland beschloss die Reichstagsfraktion der Sozialdemokratie
auf einer Tagung in Halle einen entsprechenden Aufruf „An die Arbeiter
und Arbeiterinnen Deutschlands!“ zum 1. Mai. Sie forderte die Arbeiter
auf, im Sinne der Beschlüsse des Pariser Internationalen Sozialistischen
Arbeiterkongresses von 1889 den 1. Mai mit Kundgebungen, Versamm-
lungen u. ä. für den Achtstundentag und eine nationale und internationale
Arbeiterschutzgesetzgebung zu begehen. Darüber hinaus wurde angeregt,
überall Unterschriften für eine Petition an den Berliner Reichstag zu sam-
meln, in der die Verwirklichung der Beschlüsse des Pariser Internationa-
len Arbeiterkongresses gefordert werden sollte. Die Versammlungen soll-
ten auch zur Schaffung neuer und zur Festigung schon bestehender Ar-
beiterorganisationen genutzt werden. Die Arbeitsruhe am 1. Mai empfahl
die Fraktion allerdings nur dort, wo dies ohne Konflikte möglich sei. Denn
in diesem Aufruf war ausdrücklich dargelegt, dass es der Pariser Interna-
tionale Arbeiterkongress abgelehnt hatte, zum 1. Mai einen allgemeinen
Streik zu organisieren. [4]

Erst die Nationalsozialisten machten 1933 den 1. Mai offiziell zum gesetz-
lichen Feiertag. [2]

ANMERKUNGEN
[1] Manfred Becker-Huberti / Ulrich Lota, KATHOLISCH (A-Z), 
Das Handlexikon, Verlag Herder, Freiburg (Breisgau) 2009,
Seite 158.
[2] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und na-
tionale Feiertage weltweit), Bertelsmann Chronik, Wissen
Media Verlag, Gütersloh/München 2009, Seiten 211/12.
[3] In der Anmerkung heißt es: “Ein weiterer außerordentlich 
wichtiger Beschluss des (internationalen sozialistischen 
Pariser Arbeiter-) Kongresses forderte die Arbeiter aller 
Länder auf, jährlich den 1. Mai als internationalen Feier-
tag der Arbeiterklasse zu begehen.“ (Anmerkung 92 in
Marx – Engels, Werke, Band 22, Dietz Verlag, Berlin-Ost 
1963. die Seite 573. Zum Vergleich auch Marx – Engels, 
Ausgewählte Werke in einem Band, Verlag PROGRESS, 
Moskau (UdSSR) 1981, Anmerkung 11, Seite 728. Der 
Hinweis: Der Pariser Arbeiterkongress, also die Gründung 
der II. Internationale, fand vom 14. bis 20. Juli 1889 statt.
[4] Marx – Engels, Über Deutschland und die deutsche Arbei-
terbewegung, Band 3 (Die zweite Hälfte des 19. Jahrhun-
derts), Dietz Verlag, Berlin-Ost 1980, Seite 971. 

JUBILÄUMSVERANSTALTUNG ZUM 10-JÄHRIGEN BESTEHEN

In diesem Jahr wird der RODENA Heimatkundeverein Roden e. V. 10 Jahre alt. Aus diesem Anlass veranstaltet der Heimatkundeverein 

am Donnerstag, dem 9. Mai 2019,

ab 19.00 Uhr

im Mehrgenerationenhaus Saarlouis-Steinrausch

eine Lesung des Buches von Walter Schmolenzky mit dem Titel

AUS DEM RODENER GEDÄCHTNIS (In alten Akten und Büchern geblättert).

Beteiligte: Landrat Patrik Lauer (SPD) und Raphael Schäfer, MdL (CDU)

Im Anschluss findet ein offizeller Empfang anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des RODENA Heimatkundevereins statt.

WEISSER SONNTAG

AUTOR: Josef Theobald

Am Sonntag nach Ostern feiert die katholische Kirche den
„Weißen Sonntag“ (lateinisch „dominica in albis“). Dieser
Sonntag erhielt seinen Namen in der frühen christlichen
Kirche in Anlehnung an die weißen Taufgewänder, die
von den Täuflingen in der Osternacht (in Rom), am Kar-
samstag Abend (in Syrien und in Byzanz) oder am Kar-
samstag Morgen (in Ägypten) noch bis zu diesem Tag
(Ende der Oktav von Ostern, also 8 Tage nach Ostern)
getragen wurden. Die Erstkommunion der Kinder an die-
sem Sonntag wird erst seit dem 17. Jahrhundert gefeiert.

Die Erstkommunionfeier eines Kindes erfolgt in der Regel
im dritten Grundschuljahr, im Alter von etwa neun Jahren.
Die Feier der Erstkommunion ist keine private Angelegen-
heit, sondern ein Fest der ganzen Pfarrgemeinde. Diese
Kommunion des Kindes wird als ein wichtiger Schritt des
Hineinwachsens in die Kirche verstanden. Sie zählt wie
die Taufe und die Firmung zu den heiligen Sakramenten
der katholischen Kirche. [1] Die Erstkommunion wurde
erst im 19. Jahrhundert als Feier der Gemeinde mit der
wachsenden Beteiligung der Familie zum allgemeinen
Gebrauch.

Die Kommunionkinder werden von ihrer Pfarrgemeinde
vor allem im Zuge des Kommunionunterrichts auf den
künftigen Zugang zu diesem Sakrament vorbereitet.
Der Unterricht kann einige Wochen bis zu einem Jahr
dauern. Behandelt wird praktisch und theoretisch die
Einführung in den christlichen Glauben. Dazu gehören
die Beschäftigung mit dem Katechismus, also einer Art
Handbuch für den katholischen Glauben, und das Ab-
legen der Beichte, wodurch das Kind erstmals das Buß-
sakrament empfangen hat.

Heute sind vielerorts verkürzte und mit modernen Mitteln
und Medien arbeitende Einführungen in die christliche
Glaubenswelt üblich. Ohne die Beichte ist jedoch keine
Erstkommunion möglich.

In der katholischen Kirche bedeutet die heilige Kommunion
den Empfang von Brot (Hostie) und – bei besonderen Ge-
legenheiten – Wein in der heiligen Messe. Das Wort kommt
vom Lateinischen „communio“ und bedeutet „Gemeinschaft“.
Die Kommunion bekundet demnach die Gemeinschaft von
Jesus Christus, der seinen Leib für die Menschen hingege-
ben hat, und den gläubigen Christen. Kommunion ist auch
die Bezeichnung für das Brot, und man spricht davon, „die
Kommunion zu empfangen“. Auf Wunsch wird auch die Hei-
lige Kommunion zu Kranken und Gebrechlichen gebracht,
die selbst nicht zur Kirche gehen können.

Nach der Taufe ist dies der zweite katholische Initiations-
ritus. Als Zeichen der vollen Aufnahme in die Gemeinde
nehmen Kommunionkinder von nun an an der Eucharistie-
feier teil. Sie erhalten jetzt, wie die Erwachsenen, Brot und
bei seltenen, besonderen Gelegenheiten Wein, die nach
der Konsekration den Leib und das Blut Christi darstellen
(1. Korinther 11,23-26). Die Heilige Kommunion besiegelt
die sakramentale Einheit zwischen Jesus Christus und den
Gläubigen. [2]

ANMERKUNGEN
[1] Manfred Becker-Huberti / Ulrich Lota, KATHOLISCH A-Z
(Das Handlexikon), Herder Verlag, Freiburg (Breisgau) 2009,
die Seiten 272 + 73.
[2] Die wichtigsten Feier- und Gedenktage (Religiöse und 
nationale Feiertage weltweit), in Bertelsmann Chronik,
Wissen Media Verlag, Gütersloh / München 2009, die
Seiten 34/5.

AUSFLUG ZUM MARIENHOF

Am Ortsrand von Gerfangen befindet sich der Marienhof. Der Hof ist ein landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb und wird von der Familie Zenner ökologisch bewirtschaftet. Es werden Weizen, Roggen, Hafer und Dinkel angebaut. Auf dem Bauernhof leben 70 Milchkühe, Schweine, Hühner, Meerschweinchen, Hunde, Katzen, Kaninchen und ein Esel. In dem Hofladen sind Brotgetreide, selbstgebackenes Vollkornbrot, sonstige Backwaren, hofeigenes Fleisch, Wurstwaren, Wurstwaren, Eier, Obst, Gemüse, Säfte, frische Milch und sonstige Naturkostartikel erhältlich.

Auf einer überdachten Terrasse werden Kaffee und selbstgebackter Kuchen gereicht. In der Nähe befindet sich ein Kinderspielplatz mit Schaukeln, Rutschen, Fahrzeugen usw.

Treffpunkt: Mittwoch, dem 24.04.2019, um 15.00 Uhr

Ort: Marktplatz Roden, Lindenstraße

Teilnehmeranzahl:  max. 30 Personen (Kinder bis 14 Jahre nur in Begleitung eines bevollmächtigten Erwachsenen)

Dauer der Führung: ca. 2 Stunden

Veranstalter: Rodena Heimatkundeverein Roden e.V., 66740 Saarlouis

Anmeldung und Information:
Rosa-Maria Kiefer-Paulus, Telefon: 0162/4608659
Stefan Seiwert, Telefon: 0176/659 04 04

31. VERANSTALTUNG „RODENER JUGEND MUSIZIERT“

Zu einer neuen Veranstaltung „Rodener Jugend musiziert“ lud der CDU-Ortsverband Saarlouis-Roden die Jugend mit ihrem musikalischen Können ein. Die diesjährige Schirmherrschaft hatte der Landtagsabgeordnete Raphael Schäfer. Die Moderation üernahm Marc Speicher MdL.

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