DIE GESCHICHTE DER BOAT-PEOPLE

AUTOR: Josef Theobald

DIE VORGESCHICHTE

Am 17. Februar 1979 überschreiten chinesische Grenztruppen aus
den Provinzen Guangxi und Yunnan die chinesisch-vietnamesische
Grenze, um die immer wieder einfallenden vietnamesischen Ag-
gressoren zurückzuschlagen. Am 16. März 1979 ziehen sich die
chinesischen Grenztruppen aus Vietnam zurück, nachdem sie den
Auftrag der Zurückschlagung der vietnamesischen Aggression im
Rahmen der Selbstverteidigung erfüllt hatten. [1]

Im „Weisheitsbuch der alten Chinesen“ heißt es: „Wenn es im Welt-
reich nicht Krieg noch Strafzüge gibt, so zeigt sich sofort, dass die
Lehensfürsten einander bedrängen. Darum darf man in der Familie
Zorn und Rute nicht abschaffen, im Staate Strafen und Buße nicht
abschaffen und im Weltreich Kriege und Strafzüge nicht abschaffen.
Es kommt nur darauf an, ob ihre Anwendung zweckdienlich oder ver-
werflich ist.“ [2]

Die Sinologen gehen davon aus, dass es sich beim Einsatz der Grenz-
truppen um einen Strafzug gehandelt hat. Der Hintergrund liegt hier im
Undank der Vietnamesen. Von den Chinesen erwarben sie ihre Kultur,
hatten dies aber mittlerweile vergessen.

DER FLÜCHTLINGSEXPORT

Im Juni 1979 hatten die vietnamesischen Behörden ihre Anstrengungen
verdoppelt, Flüchtlinge aus Vietnam, Kambodscha und Laos zu expor-
tieren. Hunderttausende lebten in Armut und wurden gezwungen, ihre
Heimat zu verlassen und in Nachbarländer zu flüchten. Durch die Indo-
china Föderation musste Vietnam alle Mittel für die Rüstung aufbringen.
Dadurch wurde die Wirtschaft zerstört und das Volk mittellos. Viele viet-
namesische wurden deshalb zur Flucht gezwungen. Ferner schürten die
vietnamesischen Behörden absichtlich den Völkerhass und vertrieben An-
dersdenkende. Sie verfolgten nicht nur grausam Vietnamesen chinesi-
scher Herkunft, Auslandschinesen und Minderheiten, die seit Generati-
onen in Vietnam lebten, und raubten ihnen den Lebensunterhalt, sondern
vertrieben sie gewaltsam. Die Chinesen entstammten einer höheren ge-
sellschaftlichen Schicht und waren in der Regel Gewerbetreibende oder
Händler. Von ihnen erpressten die vietnamesischen Behörden 20 Un-
zen Gold als Preis für ihre Ausreise. Deshalb ist es auch vorgekommen,
dass lediglich die Kinder ausreisten und die Eltern aus Altersgründen im
Land geblieben sind.

Die vietnamesische Regierung organisierte große und kleine Bootsunter-
nehmen, um die Flüchtlinge in Holzboote zu verfrachten. Auch wurden sie
in übervolle Boote verladen. Häufig überlebten nur 30 bis 50 % der Flücht-
linge die Bootsfahrt. Die Flüchtlinge trieben mehrere Tage und Nächte auf
dem Meer, bis sie von ausländischen Frachtern oder Rettungsschiffen auf-
gegriffen wurden. Nicht selten waren die alten Boote undicht. Es entstand
ein Leck, somit Wasser in die Boote strömte.

Besonders betroffen vom Flüchtlingsexport waren die Länder Thailand,
Malaysia, Indonesien, Singapur und die Philippinen. Für Thailand war
es eine schwere Last, für die Flüchtlinge zu sorgen. [3]

Viele Länder erklärten sich bereit, die Flüchtlinge aufzunehmen. Dazu
zählte auch Westdeutschland. Nicht wenige Jugendliche, die ohne Be-
gleitung zu uns kamen, wurden adoptiert. Denn alle Bemühungen sind
fehl geschlagen, Vietnam dazu zu bewegen, die Flüchtlinge wieder zu-
rückzunehmen.

ANMERKUNGEN
[1] Cheng Jin, CHRONIK DER VOLKSREPUBLIK CHINA
(1949-1984), Verlag für fremdsprachige Literatur, Bei-
jing 1986, Seite 64.
[2] Richard Wilhelm, FRÜHLING UND HERBST DES LÜ
BU WE, Anaconda Verlag, Köln 2006, Seite 102.
[3] BEIJING RUNDSCHAU, Nr. 25 vom 26. Juni 1979, die
Seiten 22/23, 25/26 + 27.

ENDE DER DONATUS-KIRMES

Am Mittwoch, dem 17. Juli 2019, kam die Nachbarschaftsinitiative in der Rodener
Winterstraße wieder zusammen, um den Kirwenhannes wieder abzuhängen. Denn
der Kirwenhannes stand ursprünglich für die Sünden, die während der Kirmes be-
gangen wurden. Dieser wurde früher auch am Ende der Kirmes verbrannt.

DIE LEGENDE DES HL. DONATUS

AUTOR: Josef Theobald

Donatus (= geschenkt) war der nach vielem Gebeten „von Gott geschenkte
Sohn“ vornehmer Eltern zu Rom. Der Vater Faustus war Befehlshaber des
kaiserlichen Heeres. Auch der Sohn wurde Soldat und bald Offizier. Mit
seiner Legion wurde er nach Germanien gegen die Markomannen entsandt.
Das römische Heer kam 174 in arges Gedränge; die Lebensmittel gingen
aus und es mangelte an Wasser. Da betete die Legion des heiligen Dona-
tus mit 6666 Mann, lauter Christen, zum Einen wahren Gott – und während
ein Regen die römischen Soldaten erquickte, öffnete der Himmel seine
Schleusen und goss Ströme von Wasser über die Feinde. Blitze und Hagel
töteten eine Menge derselben. Der Sieg war vollständig. Infolge davon
wurde jene Legion »die blitzende« genannt.

Kaiser Marc Aurel ernannte den tapferen Donatus zum Befehlshaber seiner
Leibwache und wollte ihn mit seiner Enkelin, der Fürstin Alexandra, ver-
mählen. Da jedoch der Heilige die Ehe ablehnte, weil er sich Gott für
immer durch das Gelöbnis der Keuschheit geweiht hatte, wurde er als
Christ verfolgt und im Palast der Fürstin nach deren Anstiftung hin
enthauptet. Im Jahre 1649 wurden seine heiligen Reliquien in den Kata-
komben von Rom aufgefunden und von Jesuiten in ihre Kollegiumskirche
zu Münstereifel im Bistum Trier 1652 übertragen. Aus obiger Begebenheit
ist es erklärlich, dass der heilige Donatus zum besonderen Schutzpatron
gegen Blitz und Ungewitter erwählt wurde. Sein Verehrungstag ist der 30.
Juni.

QUELLE

Heiliger Donatus, Soldat und Märtyrer, Chiemgau Blätter, Jahrgang 2018,
Nummer 26.

ANMERKUNG
Das Christentum war niemals eine „Lagerreligion“ gewesen.
Erst etwa seit der Zeit des Marc Aurel oder des Commodus
hat es christliche Soldaten gegeben. Bis zu dieser Zeit
waren christliche Soldaten noch spärlich, und das Chri-
stentum hatte sie ergriffen, als sie noch Soldaten waren.
In der Zeit, als die christlichen Soldaten häufiger wurden,
forderten die Strengen unter den Gläubigen, die Unvereinbar-
keit der christlichen Religion mit dem Soldatenstand darzutun
und verlangten von den christlichen Soldaten, dass sie ihren
Dienst quittierten oder das Martyrium erleiden sollten. (Adolf
von  Harnack, Die Mission und Ausbreitung des Christentums in
den ersten drei
Jahrhunderten, Zweiter Band: Die Verbreitung,
Seite 578)

BEITRAGSBILD
St. Donatus in der Kapelle des Filialortes Daun-Gemünden

 

TAGESFAHRT 2019 DES VHVS

WANN: Freitag 19. Juli 2019

ZIEL: „Burgbesichtigungen an Obermosel / Saargau und im Hochwald“
Überland-Bus, Baron-Reisen, 49 Plätze, ohne WC (kurze Distanzen), mit
Klimaanlage.

INFORMATION: Beschränkte Teilnehmeranzahl: 35 Personen.
Verbleibender Eigenkostenbeitrag: 35,– € pro Mitglied eines
Mitgliedsvereins inklusive Fahrt, Besichtigungen, Mittagessen
und Weinprobe.

TAGESABLAUF

08.45 Uhr  Treffen Saarlouis Stadtgartenhalle, St. Nazairer Allee inkl. Gruppenfoto.
09.00 Uhr   Abfahrt.
10.30 – 11.45 Uhr  Geführte Besichtigung der Grimburg.
12.00 Uhr  Weiterfahrt.
12.45 – 14.00 Uhr Mittagessen in Kell am See, Seeuferweg (Elsässer Flammkuchen
zur Begrüßung, Schnitzel Wiener Art, Pommes, Salat. Alternativ: Salatteller inkl. Rösti-
Taler).
13.15 Uhr  Weiterfahrt zum Busparkplatz Saarburg (Im Hagen).
15.15 – 15.45 Uhr  Besuch des Amüseums Saarburg, Am Schlossberg Besichtigung
(keine Führung).
15.45 – 17.30 Uhr  Geführte Besichtigung Saarburg, „Der Kurfürst, seine Burg und der
Saarwein“, Stadtrundgang, Burgbesichtigung, Weinprobe.
17.45 Uhr  Heimfahrt .
18.30 Uhr  Rückankunft Saarlouis Stadtgartenhalle.

Mit der Bitte um Anmeldung bis 14. Juli beim entsprechenden Vorsitzenden des Heimat-
kundevereins vor Ort (im Verhinderungsfall bei Michael Hoen per E-Mail).
E-Mail-Adresse: michaelhoen@aol.com.

Die Anmeldung ist verbindlich. Die Zahlung erfolgt in Bus. Wir freuen uns auf Eure Teil-
nahme!

HINWEIS
Der eingesetzte Bus ist nicht barrierefrei.

Vorstand des Vereins für Heimatkunde SLS – Neuforweiler e.V